AUSWANDERUNG NACH DER PENSIONIERUNG

Beispiel Dr. Sigurd Enders (1926 / 2013). Den Text schick­te mir sein Sohn Ulrich: „Meine Eltern, Sigurd und Dora, haben Oberko­chen nach der Pensio­nie­rung meines Vaters verlas­sen – das wird so im Jahre 1991 oder 1992 gewesen sein. Ich war da bereits in Tübin­gen berufs­tä­tig und verhei­ra­tet. In Haag / Oberös­ter­reich war ich nur noch zu Besuch. Das Haus in Oberös­ter­reich hat er bereits in den späten Siebzi­gern gebaut und dort jeden Urlaub verbracht. In Oberös­ter­reich hatte er nach dem Krieg seine Eltern gefun­den. Er selbst war kurzzei­tig in engl. Kriegs­ge­fan­gen­schaft bei Berlin gewesen und dann von dort nach Oberös­ter­reich gegan­gen. Studiert hat er danach in Graz. In Haag hat er sich immer wohl gefühlt. Es gab immer was zu tun, in und ums Haus. Auch in der Markt­ge­mein­de war er gut integriert. Er durfte da einen zufrie­de­nen Ruhestand mit meiner Mutter verbrin­gen und ist dort dann auch 87jährig verstor­ben – am 2. Okt. 2013.

Mein frühe­rer Klassen­leh­rer in der Klasse 3 von 1965 bis 1966 Dr. Sigurd Enders (überlas­sen von Uli Enders)

Inter­es­san­te Links zum Thema

Von Hamburg nach Ameri­ka: Als Millio­nen Menschen auswan­der­ten | NDR.de — Geschich­te — Chronologie
Deutsche Massen­mi­gra­ti­on: Die Überfahrt war oft lebens­ge­fähr­lich | ZEIT ONLINE
Als die ersten Dampf­schif­fe der Hapag nach New York fuhren | NDR.de — Geschich­te — Chronologie
Home — Auswan­de­rer­mu­se­um Ballin­Stadt Hamburg

Ameri­kas deutsche Wurzeln (Quelle: Deutschland.de Klaus Lüber). Die Deutschen sind die größte Einwan­de­rer­grup­pe in den USA. Kaum eine Bevöl­ke­rungs­grup­pe hat die USA in der Vergan­gen­heit so stark geprägt wie deutsche Auswan­de­rer. Knapp sieben Millio­nen finden über vier Jahrhun­der­te hinweg ihren Weg in die Neue Welt. Aktuell geben 40 bis 60 Millio­nen US-Ameri­ka­ner „German“ als ihre Haupt­her­kunft an und stellen die größte Einwan­de­rer­grup­pe – noch vor den Iren und weit vor den Italie­nern. Die deutsche Emigra­ti­on in die USA beginnt Ende des 17. Jahrhun­derts. Deutsch­land leidet an den Nachwir­kun­gen der bluti­gen Religi­ons­kon­flik­te des Dreißig­jäh­ri­gen Kriegs, christ­li­che Minder­hei­ten werden verfolgt. Viele Bauern leben in Armut, Missern­ten und Landman­gel bedro­hen sie existen­zi­ell. Und so brechen die Menschen auf in ein Land, das beides zu bieten scheint: Freiheit und Wohlstand. Nach Ameri­ka. Die Situa­ti­on in Deutsch­land verschärft sich, als die Bevöl­ke­rung mit der begin­nen­den Indus­tria­li­sie­rung drama­tisch zunimmt. Rund drei Viertel der Bauern besit­zen Mitte des 19. Jahrhun­derts nicht ausrei­chend Land, um davon leben zu können. Sie wandern ab 1816 in großer Zahl aus – der Beginn der offizi­el­len deutschen Massen­emi­gra­ti­on in die USA. Die Möglich­kei­ten muten paradie­sisch an. Ein Klein­bau­er, der in Deutsch­land mit einem halben Hektar Land auskom­men muss, kann sich in Ameri­ka nach nur zehn Jahren 64 Hektar erarbei­ten. Auch politi­sche Perspek­tiv­lo­sig­keit spielt als Auswan­de­rungs­mo­tiv eine Rolle. Das Schei­tern der Revolu­ti­on 1848 ist für viele Menschen der Beweis, dass mit mehr Freiheits­rech­ten in Deutsch­land in naher Zukunft nicht zu rechnen ist. Viele Anhän­ger des links­li­be­ra­len Bürger­tums wandern in die demokra­ti­schen USA aus: die sogenann­ten Achtund­vier­zi­ger. In den USA etablie­ren sich die Deutschen zunächst als angese­he­ne Einwan­de­rer­grup­pe und klassi­sche „Binde­strich-Ameri­ka­ner“ mit einer Doppel­iden­ti­tät. Es entste­hen zahlrei­che Gemein­den mit Schulen, Kirchen und Verei­nen, in denen die deutsche Sprache und Kultur gepflegt wird. Mit Einset­zen der Hochin­dus­tria­li­sie­rung in den USA zählen die Deutsch-Ameri­ka­ner sowohl unter den Farmern als auch in den neuen Arbei­ter­be­ru­fen zu den etablier­tes­ten Bevöl­ke­rungs­grup­pen. Die frühe Präsenz in den neuen Indus­trien führt auch dazu, dass Deutsche so mobil sind wie kaum eine andere Gruppe. Sie konzen­trie­ren sich weniger stark in einzel­nen Regio­nen als andere Einwan­de­rer. Als Vorar­bei­ter in Jobs wie dem Eisen­bahn­bau ziehen sie durch das ganze Land. Das Image der Deutsch­stäm­mi­gen ändert sich abrupt mit dem Einset­zen des I. Weltkrie­ges. Plötz­lich geraten sie unter Druck, ihre ethni­sche Identi­tät abzule­gen. Die deutsche Sprache und Kultur werden im Zuge einer regel­rech­ten antideut­schen Hyste­rie geäch­tet. Es setzt etwas ein, was die deutschen Zuwan­de­rer ebenfalls einzig­ar­tig macht unter allen großen Einwan­de­rer­grup­pen und durch den II. Weltkrieg noch verstärkt wird: die fast vollkom­me­ne Erosi­on der Herkunfts­iden­ti­tät. Keine Gruppe büßt im Laufe des 20. Jahrhun­derts in vergleich­ba­rem Maße an öffent­li­cher Sicht­bar­keit ein wie die Deutsch-Ameri­ka­ner. Nach dem Zweiten Weltkrieg bleiben die USA ein wichti­ges Zielland für neue Gruppen deutscher Auswan­de­rer. Dazu gehören die Verlob­ten und Ehefrau­en der in Deutsch­land statio­nier­ten US-Solda­ten wie seit 1950 zuneh­mend Wissen­schaft­ler und gut ausge­bil­de­te Fachkräf­te. Sie bilden bis heute die wichtigs­te Gruppe deutscher Immigran­ten in den USA.

Die Deutschen und New York. Zwischen 1820 und 1860 wandern Millio­nen Deutsche und Iren über Ellis Island nach Ameri­ka ein. Gebil­de­te Akade­mi­ker kommen nach der Revolu­ti­on von 1848 als politi­sche Flücht­lin­ge. Die deutschen Immigran­ten ziehen vornehm­lich ins “Little Germa­ny”, das heuti­ge East Villa­ge. Was haben Brook­lyn Bridge, Bloomingdale’s und das Nobel­ho­tel Waldorf-Astoria gemein­sam? Es sind nur drei von vielen Bauwer­ken und Orten, mit denen sich deutsche Einwan­de­rer im Stadt­bild von New York verewigt haben. “Little Germa­ny” hieß Ende des 19. Jahrhun­derts ein Viertel von Manhat­tan, in dem sich vorwie­gend Einwan­de­rer aus Deutsch­land nieder­ge­las­sen hatten. Allein in den 1850er Jahren waren 800.000 Deutsche angekom­men, nur in Berlin und Wien lebten zu dieser Zeit mehr Deutsche als in New York.

Die nachste­hen­den Links empfeh­le ich dring­lich, wer sich für das Thema inter­es­siert. Ich selbst war 1976 mit „meinem“ Schiff, dem Zerstö­rer MÖLDERS, zur FRITZ-STEUBEN-PARADE in New York. Es wurde das 200jährige Jubilä­um der USA gefei­ert. Der heiße Tipp laute­te: „Gehe in Marine-Uniform in den Bereich der 86th Street, oute dich als German und du brauchst kein Geld.“ So war es dann auch. Wir wurden zum Essen, Trinken und Übernach­ten einge­la­den – ein großar­ti­ges Wochen­en­de, auch wenn mir die Stadt selbst nicht gefal­len hat. Mitte bis Ende der 70er war New York nahezu bankrott und an vielen Stellen – auch am Broad­way – mehr als verwahrlost.

German­town — Die Geschich­te des deutschen Einwan­de­rer­vier­tels in Manhat­tan — New York Aktuell
Kurze Geschich­te der deutschen Einwan­de­rung nach New York — New York Aktuell
New York: Als die Lower East Side noch „Klein­deutsch­land“ hieß — WELT
Zeitrei­se in die Vergan­gen­heit — So deutsch ist New York — Reise — SZ.de
Liste bekann­ter deutscher USA-Emigran­ten – Wikipedia

Anmer­kung. Während meines letzten Hamburg-Aufent­hal­tes im Juli 2025 war ich im Museum Ballin­stadt im Stadt­teil „Veddel“ und habe dort auch zu diesem Thema recher­chiert. Das Museum ist beein­dru­ckend und empfeh­lens­wert. Nachdem ich im Rahmen einer persön­li­chen Gen-Recher­che bei ANCESTRY gelan­det bin, konnte ich auch dort in umfang­rei­chen Auswan­de­rungs-Unter­la­gen stöbern.

Billie Müller an Albert Ballins Schreib­tisch (Archiv Müller)

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Das unglaub­li­che Leben des Albert Ballin (Museum Ballin­stadt Hamburg-Veddel)

Kontakt in die Heimat. Beliebt war viele Jahre lang die jährli­che Sonder­bei­la­ge der Schwä­Po, die eine Platt­form für all die Ausge­wan­der­ten war. Eines Tages wurde das Projekt einge­stampft und das Thema war für die Schwä­Po erledigt. Die Betrof­fe­nen fanden das schade und auch deren Anrufe bei der Schwä­Po führten zu keinem Sinnes­wan­del (so berich­te­te mir Heidi Pröhl) – es war wohl aus Schwä­Po-Sicht schlicht weg obsolet gewor­den. Auch über das Amtsblatt BuG wurden in den 50ern und 60ern jährlich Postkar­ten und Grüße unserer Auswan­de­rer veröf­fent­licht. Sehr häufig fand ich da Post von den Kolbs aus Australien.

Auswan­de­rung heute. Die Gründe sind heutzu­ta­ge andere als früher. Die nachste­hen­de Listung stammt vom „Insti­tut der deutschen Wirtschaft“:

  • als Rentner
  • aus politi­schen Gründen
  • für ein besse­res Klima und wegen des Klimawandels
  • für eine besse­re Arbeits- und Einkommenssituation
  • um Steuern zu sparen
  • zwecks gerin­ge­rer Lebenshaltungskosten
  • für die beruf­li­che Entwicklung
  • wegen besse­rer Bildungschancen
  • für ein besse­res Allgemeinbefinden
  • um toleran­ter zu werden
  • für einen Neuanfang

Rentner mit kleine­rer Rente versu­chen ihr Glück in Thailand und Mallor­ca, aber die dorti­gen Lebens­hal­tungs­kos­ten haben sich teils drama­tisch verän­dert oder es gibt inzwi­schen Besteue­run­gen, abgese­hen von Proble­men bei der medizi­ni­schen Versor­gung. Das Privat­fern­se­hen hat zu diesem Thema Sende­for­ma­te entwi­ckelt. Belieb­te Auswan­de­rungs­län­der sind Schweiz, Öster­reich, Frank­reich und USA. Die Schweiz lockt mit hohen Gehäl­tern und einer hohen Lebens­qua­li­tät. Öster­reich bietet eine ähnli­che Kultur und Sprache. Die USA faszi­nie­ren viele mit ihren beruf­li­chen Möglich­kei­ten. Spani­en und Austra­li­en sind ebenfalls attrak­tiv. Spani­en punktet mit seinem Klima und der Lebens­art. Austra­li­en zieht mit seiner Natur und dem entspann­ten Lebens­stil an. Canada gewinnt zuneh­mend an Beliebt­heit. Das Land bietet gute Arbeits­be­din­gun­gen und eine hohe Lebens­qua­li­tät. Auch Skandi­na­vi­en ist in den letzten Jahren für manche attrak­tiv geworden.

  • Austra­li­en: Entspann­te Lebens­art am anderen Ende der Welt
  • Dänemark: Hygge und Hightech
  • Itali­en: La Dolce Vita mit Geschichte
  • Kanada: Das Einwan­de­rer­land schlechthin
  • Mexiko: Kultu­rel­ler Reich­tum zu unschlag­ba­ren Preisen
  • Nieder­lan­de: Pragma­tis­mus und Weltoffenheit
  • Norwe­gen: Sozia­ler Wohlfahrts­staat mit Naturspektakel
  • Portu­gal: Europas Geheim­tipp für Sonnenanbeter
  • Schwe­den: Wohlfahrts­staat mit Stil
  • Schweiz: Das Nonplus­ul­tra für Qualitätsbewusste
  • Singa­pur: Asiens Business-Hub
  • Spani­en: Sonne, Siesta und Lebensfreude
  • Thailand: Exoti­scher Lebens­stil mit deutlich steigen­den Lebenshaltungskosten
  • USA: Der ultima­ti­ve Schmelztiegel
  • Verei­nig­te Arabi­sche Emira­te: Steuer­oa­se mit Karrierechancen

Kontakt zu den Ausge­wan­der­ten. Der Bürger­meis­ter schreibt jedes Jahr zu Weihnach­ten einen Brief. Wenn ich mir die Liste so anschaue, ist da nur ein Bruch­teil aufge­führt. Daher empfeh­le ich, sich am Rathaus zu melden, wenn man als bishe­ri­ger Auswan­de­rer noch keine Post erhal­ten hat und zukünf­tig gerne eine hätte. E‑Mail-Anschrift: bu************@********en.de

Auffäl­lig. Bei der Serie „Autoren aus Oberko­chen“ konnten wir schon über die Oberko­che­ner staunen, die Bücher schrei­ben bzw. geschrie­ben haben. Und unter den Auswan­de­rern finden wir Menschen, die ihr Poten­ti­al mögli­cher­wei­se in Oberko­chen nicht hätten entfal­ten können

  • Im 19ten und Anfang des 20ten Jahrhun­derts sind die Mutigs­ten aufgebrochen
  • Nach dem II. Weltkrieg, dieje­ni­gen, die raus wollten; solche die sich in den USA oder in Austra­li­en größe­re Chancen erhofften
  • In den 1950er Jahren ging es überwie­gend nach USA oder Australien
  • In den 60er Jahren war die Schweiz hoch im Kurs
  • Ab den 70er Jahren flaute das Inter­es­se nach Auswan­de­rung deutlich ab. Hier habe ich überwie­gend Menschen gefun­den, die zurück in ihre Heimat gezogen sind (Türkei, Jugosla­wi­en, Italien)

Persön­li­che Anmer­kung. Als ich jung war, habe ich auch mit dem Gedan­ken gespielt, mit Beginn der Rente nach Thailand auszu­wan­dern. Es kam anders, aber ein Grenz­gän­ger bleibe ich mein Leben lang. Für Bruno Brand­stet­ter hinge­gen gilt: Eine Auswan­de­rung nach Aalen mag für einen Oberko­che­ner ein gewal­ti­ger Schritt gewesen sein, in diesem Bericht kann das aber leider keine Berück­sich­ti­gung finden.

Nachtrag. Ich habe inzwi­schen einen „Auswan­de­rer Wahl-o-mat“ gefun­den und den Test gemacht. Hier ist mein Ergeb­nis: „39% — Sie gehören am ehesten zur Gruppe der entspann­ten Ruheständ­ler! Mildes Klima, gute medizi­ni­sche Versor­gung und hohe Lebens­qua­li­tät sind Ihnen beson­ders wichtig. Dazu passen: Spani­en (Mallor­ca), Portu­gal (Algar­ve), Thailand und Urugu­ay. Warum? Mallor­ca und die Algar­ve bieten Ihnen Sonne, Meer und europäi­sche Sicher­heit. In Thailand gibt es ein spezi­el­les Rentner-Visum, mit dem Sie ab einem gewis­sen Alter und finan­zi­el­ler Sicher­heit einwan­dern können. Urugu­ay gilt in der Region als beson­ders sicher und bietet einen entspann­ten, europäi­schen Lebens­stil in Südamerika.“

Nur so ein Gedan­ke: Wenn die Zeiten wieder so würden, aus unter­schied­lichs­ten Gründen (nehmen wir mal das Klima), dass nur eine Auswan­de­rung in ferne Länder in Frage käme – wären wir überhaupt in der Lage, solche Reisen und Heraus­for­de­run­gen, wie am Anfang beschrie­ben, zu bestehen? Da habe ich ernst­haf­te Zweifel. Das waren andere Menschen als wir. Denen wurde mehr zugemu­tet, als wir heute imstan­de wären zu ertra­gen und vermut­lich waren sie auch deutlich mutiger etwas zu riskieren.

Abschluss. Nicht in jeder Gemein­de ist es üblich, dass der Bürger­meis­ter Kontakt zu den Ausge­wan­der­ten ehema­li­gen Mitbür­gern Kontakt hält, so wie das die ehema­li­gen Bürger­meis­ter, von Bosch bis Traub, in unserer Gemein­de pfleg­ten. Bei der Recher­che habe ich eine nette Geschich­te dazu gefun­den und es stellt sich die Frage, wo diese Flagge geblie­ben ist:

„1976, im Rahmen der 200-Jahr-Feier, hat BM Gustav Bosch wohl einen Brief an alle USA-Ausge­wan­der­ten geschrie­ben und Ihnen gratu­liert hat. Das führte dazu, dass der Sohn unserer ehema­li­gen Nachbarn Sigmar Süß (Sonnen­berg­str. 32), der 1956 mit seiner Frau Martha nach USA ausge­wan­der­te, im Jahr 1976 der Stadt ein Geschenk machte. Er schick­te eine US-Flagge an den Bürger­meis­ter, dazu ein Zerti­fi­kat und ein Schrei­ben des Barry M. Goldwa­ter jun. (Mitglied des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses * 2. Januar 1909 † 29. Mai 1998).“

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„The Flag of Ameri­ca“ für Oberko­chen – von Barry M. Goldwa­ter (Amtsblatt 1976)

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Solche Schif­fe brach­ten die Auswan­de­rer ins Land der unbegrenz­ten Möglich­kei­ten (Museum Ballin­stadt Hamburg-Veddel)

AUSWANDERUNGSLISTEN

Im Jahr 1970

  • Abraham, Wilhelm Austra­li­en Wachol­der­stei­ge 22
  • Albrecht, Helga (Mutter) (zurück 1976)  Venezue­la Adalbert-Stifter-Weg 16
  • Albrecht, Karin (Tochter) (zurück 1976)  Venezue­la Adalbert-Stifter-Weg 16
  • Albrecht, Peter (Vater) (zurück 1976)  Venezue­la Adalbert-Stifter-Weg 16
  • Albrecht, Stepha­nie (Tochter) (zurück 1976) Venezue­la Adalbert-Stifter-Weg 16
  • Bähr, Tonia Nieder­lan­de Jenaer Str. 19
  • Bergmann, Rita England Walter-Bauers­feld-Str. 53
  • Clement, Peter Austra­li­en Gerhard-Hauptm.-Weg 93
  • Dybeck, Gerhard (Vater) USA Jenaer Str. 17 
  • Dybeck, Hilde (Mutter) USA Jenaer Str. 17
  • Dybeck, Martin (Sohn) USA Jenaer Str. 17
  • Fried­rich, Marga­rit­ta Nieder­lan­de Brunnen­hal­de 15
  • Fritz, Anna Austra­li­en Adalbert-Stifter-Weg 18
  • Hamm, Claus Portu­gal Hölder­lin­weg 14
  • Riege, Joachim Südafri­ka Walter-Bauers­feld-Str. 7
  • Simai­kis, Adria­ne (Tochter) Öster­reich Hölder­lin­weg 9 
  • Simai­kis, Brigit­te (Mutter) Öster­reich Hölder­lin­weg 9 
  • Simai­kis, Dorit (Tochter) Öster­reich Hölder­lin­weg 9 
  • Simai­kis, Kerstin (Tochter) Öster­reich Hölder­lin­weg 9 
  • Simai­kis, Wolfgang (Vater) Öster­reich Hölder­lin­weg 9 

Im Jahr 1971

  • Bartho­lo­mes, Alf Canada Mozart­weg 4
  • Bartho­lo­mes, Marti­na Canada Mozart­weg 4
  • Löffler, Manfred Spani­en Heiden­hei­mer Str. 57
  • Pantke, Herbert USA 33
  • Reber, Bernd England Zeppe­lin­weg 37
  • Reber, Felici­tas England Zeppe­lin­weg 37
  • Schöll, Dieter (Vater) USA Silcher­weg 30
  • Schöll, Gisela (Mutter) USA Silcher­weg 30
  • Schöll, Jens (Sohn) USA Silcher­weg 30
  • Schöll, Ulf (Sohn) USA Silcher­weg 30

Im Jahr 1972

  • Hirsch, Georg Canada Lenzhal­de 2
  • Hoffert, Anette (Tochter) Öster­reich Silcher­weg 30
  • Hoffert, Dr. Klaus (Vater) Öster­reich Silcher­weg 30
  • Hoffert, Renate (Mutter) Öster­reich Silcher­weg 30
  • Hoffert, Ursula (Tochter) Öster­reich Silcher­weg 30
  • Pösselt, Siegfried Schweiz 25
  • Rech, Alexan­der (Sohn) Schweiz Adalbert-Stifter-Weg 6
  • Rech, Babet­te (Mutter) Schweiz Adalbert-Stifter-Weg 6
  • Rech, Hans (Vater) Schweiz Adalbert-Stifter-Weg 6
  • Rech, Patrick (Sohn) Schweiz Adalbert-Stifter-Weg 6

Im Jahr 1973

  • Asker, Chris­ti­ne geb. Marscha­lek (Mutter) Türkei Nelken­weg 16
  • Asker, Gazi (Vater) Türkei Nelken­weg 16
  • Asker, Hasan (Sohn) Türkei Nelken­weg 16
  • Geist­hö­vel, Marga­re­te (Mutter) Brasi­li­en Silcher­weg 28
  • Geist­hö­vel, Nicolaus (Sohn) Brasi­li­en Silcher­weg 28
  • Geist­hö­vel, Sabine (Tochter) Brasi­li­en Silcher­weg 28
  • Geits­hö­vel, Susan­na (Tochter) Brasi­li­en Silcher­weg 28
  • Gerlach, Richard (1973 von USA und wieder zurück) USA Zeppe­lin­weg 5
  • Hillje, Gerd-Jürgen (Vater) (wieder nach Itali­en) Itali­en Sperber­stra­ße 6
  • Hillje, Jens (Sohn) (wieder nach Itali­en) Itali­en Sperber­stra­ße 6
  • Hillje, Ute (Mutter) (wieder nach Itali­en) Itali­en Sperber­stra­ße 6 
  • Konra­di, Manfred Canada Katzen­bach­stra­ße 25
  • Preuß­ler, Dieter (Vater) Südafri­ka Schub­art­weg 39
  • Preuß­ler, Heike (Tochter) Südafri­ka Schub­art­weg 39
  • Preuß­ler, Olga (Mutter) Südafri­ka Schub­art­weg 39
  • Rochlitz, Gerhard Canada Primel­weg 1
  • Voltig, Andre­as (Schüler) Griechen­land Heiden­hei­mer Str. 88
  • Zimmer­mann, Bruno (Vater) (vorher schon Brasi­li­en) Brasi­li­en Silcher­weg 28
  • Zimmer­mann, Carla (Tochter) (vorher schon Brasi­li­en) Brasi­li­en Silcher­weg 28 
  • Zimmer­mann, Frida (Mutter) (vorher schon Brasi­li­en) Brasi­li­en Silcher­weg 28
  • Zimmer­mann, Marcus (Sohn) (vorher schon Brasi­li­en) Brasi­li­en Silcher­weg 28

Im Jahr 1974

  • Angst­en­ber­ger, Elisa­beth USA Finken­weg 6
    • War 1974 ein paar Monate wieder angemeldet
  • Nestler, Ingrid Öster­reich Walter-Bauers­feld-Str. 17
  • Thalmann, Bruno (1973 aus Nigeria zurück) Mexiko Primel­weg 1
  • Wilmarth, Cendy (Tochter) (1975 + 1979 zurück) USA Bahnhof­stra­ße 1
  • Wilmarth, Ingrid (Mutter) (1975 + 1979 zurück) USA Bahnhof­stra­ße 1
  • Woetzel, Wilhelm USA 20
    • War ein paar Monate in Oberko­chen angemel­det und vorher schon in den USA, nach meiner Kennt­nis Verwandt­schaft unserer Mieter Hermann und Irmgard Schim­mel, weil er ein paar Mal in meinem Jugend­zim­mer übernachtete

Im Jahr 1975

  • Fischer, Dieter (Sohn) Austra­li­en Jenaer Str. 13
  • Fischer, Heinz (Vater) Austra­li­en Jenaer Str. 13
  • Fischer, Magda­le­na (Mutter) Austra­li­en Jenaer Str. 13
  • Freiherr von Ledebur, Anna Maria Brasi­li­en Am Ahorn­rain 9
  • Freiherr von Ledebur, Ingo Brasi­li­en Am Ahorn­rain 9
  • Karcher, Bernd Canada Brunnen­hal­de 25
  • Müller, Walter Canada 10
  • Porzig, Wolfgang Japan Lenzhal­de 28
  • Stöff­ler, Peter (ratzfatz zurück)  Öster­reich Heiden­hei­mer Str. 2
  • Von Schulz, Hans Udo USA Frühlings­tr. 2
  • Von Schulz, Sophie USA Frühlings­tr. 2
  • Witek, Franz Öster­reich 71
  • Witek, Karl Öster­reich 71

Im Jahr 1976

  • Bäuerle, Dagmar (Tochter) Marok­ko 42
  • Bäuerle, Holger (Sohn) Marok­ko 42
  • Bäuerle, Jürgen (Vater) Marok­ko 42
  • Bäurle, Dorothea (Mutter) Marok­ko 42
  • Dobbs, Petra (geb. Reimann) USA Brunnen­hal­de 12
  • Karcher, Martha Canada Brunnen­hal­de 25
  • Lauer, Monika USA Zeppe­lin­weg 48
  • Murray, Corin­ne (Tochter) USA Zeppe­lin­weg 23 
  • Murray, Gudrun (Mutter) USA Zeppe­lin­weg 23 
  • Murray, Kim (Tochter) USA Zeppe­lin­weg 23 
  • Murray, Wolfgang (Vater) USA Zeppe­lin­weg 23
  • Rau, Dagmar USA 
  • Zielenski, Dorsey USA Eugen-Bolz-Platz 2

Im Jahr 1977

  • Black­man, Sonja (geb. Stiebritz) USA Brunnen­hal­de 49
  • Brokopp, Lutz (kam 1976 aus Canada zurück) Nigeria Heiden­hei­mer Str. 8
  • Harris, Hedwig geb. Rapp (Mutter) USA Jenaer Str. 33
  • Harris, Lina (Tochter) USA Jenaer Str. 33
  • Hutter, Emil Tsche­chi­en Holun­der­weg 14
  • Lauer, Monika USA Zeppe­lin­weg 48

Im Jahr 1978

  • Gumpolds­ber­ger, Johann (Vater) Öster­reich Heiden­hei­mer Str. 88
  • Gumpolds­ber­ger, Monika (Mutter) Öster­reich Heiden­hei­mer Str. 88
  • Gumpolds­ber­ger, Andre­as (Sohn)
  • Hertlein, Hans-Jürgen Mexiko Am Ahorn­rain 10
  • Schlim­per, Heike Öster­reich Aalener Str. 45
  • Würfel, Camil­la USA 

Im Jahr 1979

  • Bauer, Stefan Arthur Japan Fried­hof­weg 11
  • Esser, Ernst (Vater) Algeri­en 1
  • Esser, Ilse (Mutter) Algeri­en 1
  • Esser, Nicola (Tochter) Algeri­en 1
  • Jones, Chris­ti­ne USA 
  • Schlim­per, Elfrie­de Öster­reich Aalener Str. 45
  • Schmidt, Sigrid USA Schil­ler­stra­ße 18
  • Tauschitz, Gerd Öster­reich 8
  • Willim, Gertrud Polen Aalener Str. 41
  • Wilmarth, Cendy (Tochter) USA Jenaer Str. 33
  • Wilmarth, David (Sohn) USA Jenaer Str. 33
  • WIlmarth, Ingrid geb. Rapp (wieder nach USA) USA Jenaer Str. 33
  • Wilmarth, Richard (Sohn) USA Jenaer Str. 33

So, das wars zum Thema „Auswan­de­rer und Expats“. Es war aufwen­dig, langwie­rig und anstren­gend. Hat aber viel Spaß gemacht und brach­te viel Licht ins Dunkel der Auswan­de­rungs­zeit. Und wenn darüber viel „gschwätzt worra isch“, dann hat sich das alles gelohnt.

Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnen­berg – Der Nicht-Ausgewanderte

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