Auswan­de­rung nach Südame­ri­ka von Wilhelm und Irma Spieg­ler. (Die Erinne­run­gen von Irma stammen aus dem Sommer 2000). Ende der vierzi­ger Jahre trat unser Schwa­ger Willy Pfütze, der zu der Zeit bei der Firma Zeiss arbei­te­te, an meinen Mann heran, um seinen Rat zu hören betref­fend Gummi­vul­ka­ni­sie­rung an Zeiss‘schen Instru­men­ten, vor allem Feldste­chern. Mein Mann studier­te den Fall und ließ Rohgum­mi kommen, und als ich meinen trans­por­ta­blen elektri­schen Backofen suchte, hatte er ihn mit in die Werkstatt genom­men und probier­te frisch darauf los. Die Sache klapp­te, ich war meinen Ofen los und Gretel Bleib­ler (früher Gretel Jooss) musste den Teig wieder zum Bäcker bringen. Gretel arbei­te­te zu der Zeit in unserem Haushalt, sie war sehr tüchtig, sehr fleißig und liebens­wert im Umgang. Sie blieb bis Ende 1950, dann bekam sie eine Stelle bei Zeiss und wir waren sowie­so schon bei der Auflö­sung der Werkstatt. Die Versu­che meines Mannes mit dem Vulka­ni­sie­ren waren der Anfang der Firma Gummi Pfütze. Auch machte mein Mann Schleif­schei­ben, die ebenfalls bei uns gegos­sen wurden. Aber der Wunsch nach Auswan­de­rung blieb. Am liebs­ten wären uns die USA oder Kanada gewesen, aber da hätte man zu lange warten müssen. Doch dann bot sich Brasi­li­en an, das zu der Zeit Techni­ker suchte.

Mein Mann und Herr Dr. Wagner von Zeiss, ein guter Freund meines Mannes und inzwi­schen aus der Firma ausge­schie­den, griffen die Sache auf uns setzten sich mit Willy Seybold, Büro für Wirtschafts­or­ga­ni­sa­ti­on, Frank­furt am Main, in Verbin­dung. Da die Kennt­nis­se beider für Südame­ri­ka von Inter­es­se waren, wurde ihnen der Vorschlag gemacht, nach Asunci­on, Paragu­ay, auszu­wan­dern, da gerade hier Fachleu­te gesucht wurden und Paragu­ay durch die Regie­rung Ströss­ner *** beson­ders deutsch­freund­lich war. Willy Seybold leite­te alles in die Wege und mein Mann sowie Herr Dr. Wagner bekamen das perma­nen­te Visum sowohl für Brasi­li­en und Argen­ti­ni­en als auch für Paraguay.

*** Der Name Ströss­ner verlangt nach einem erklä­ren­den Hinweis:Stroess­ners Vater war Hugo Ströß­ner, der aus dem oberfrän­ki­schen Hof an der Saale stamm­te und als Buchhal­ter in einer Braue­rei arbei­te­te. 1898 wander­te Ströß­ner nach Paragu­ay aus, wo er die Paragu­aye­rin Heriber­ta Matiau­da heira­te­te, mit der er drei Kinder hatte. Stroess­ners Zeit als Präsi­dent von Paragu­ay ist einer­seits von einem wirtschaft­li­chen Aufschwung, anderer­seits von einer an Totali­ta­ris­mus grenzen­den Dikta­tur gekenn­zeich­net. Seine Amtszeit war unter anderem geprägt von extre­mem Perso­nen­kult, massi­ver Begren­zung der Medien­frei­heit, der Unter­drü­ckung jegli­cher politi­scher Opposi­ti­on, syste­ma­ti­scher Folter, extra­le­ga­len Hinrich­tun­genKonzen­tra­ti­ons­la­gern, der sexuel­len Ausbeu­tung von Angehö­ri­gen indige­ner Ethni­en und vielen anderen Verbre­chen. Zudem bot er in den Jahren 1959–1960 dem Lager­arzt von Ausch­witz Josef Menge­le Unter­schlupf.”

Auf Anraten von Seybold kaufte mein Mann einen Volks-Kombi­wa­gen Luxus, dessen Karos­se­rie blau-silber war. Es stell­te sich nachher heraus, dass es der erste Kombi­wa­gen in Paragu­ay war.
Ende des Jahres 1950 sollte die Reise mit dem franzö­si­schen Schiff »Flori­da« von Marseille/Frankreich aus losge­hen. Die schon gepack­ten Kisten gingen nach Frank­reich zum Trans­port­un­ter­neh­men, um dort auf Abruf zu lagern, denn wir, die Familie, sollten erst später nachkom­men. Es wurde ledig­lich der Kombi­wa­gen mit allem Nötigen gefüllt und zusam­men mit dem ebenfalls auswan­de­rungs­wil­li­gen Helmut Falken­hain mit Frau und zwei Kindern ging am 2. Weihnachts­fei­er­tag von Frank­furt aus die Reise nach Marseil­le los, einschließ­lich Dr. Wagner.

Familie Falken­hain fuhr gleich­falls in ihrem Kombi, aber ihr Ziel war Brasi­li­en, wo sie bald nach Ankunft den Kombi verkau­fen konnten, um eine bereits bestehen­de, gutge­hen­de Pensi­on in Pacht zu überneh­men und somit auch gleich einen guten Anfang hatten.

Mein Mann und Dr. Wagner fuhren also weiter nach Buenos Aires, wo, da ja Hochsom­mer in Südame­ri­ka, sie sehr große Hitze empfing. Dr. Wagner machte schlapp und mein Mann fuhr allein mit dem Kombi nach Asunci­on. Dort machte er die Bekannt­schaft eines Herrn zum Baum, der ihn mit der deutschen Kolonie bekannt machte. Eine ältere Witwe, Frau Kraus, suchte für ihr Unter­neh­men — Herstel­lung von Papier­wa­ren aller Art, Bücher usw. — einen tüchti­gen Chef. Zur Zeit ihres Mannes wurden dort sogar Bankno­ten gedruckt. Die Familie wäre ebenfalls erwünscht und ein Haus mit Garten sei auch vorhan­den. Unsere Familie bestand zu der Zeit aus uns Eltern und 5 Kindern, denn 1946 wurde unsere Irmhild und 1948 Sohn Wilfried geboren.

Mein Mann schau­te sich erst einmal alles an und fand vor allem die Hitze dort unerträg­lich. Er kam ja aus dem deutschen Winter in den paragu­ay­ischen Sommer und das muss erst verkraf­tet werden.

Ich hatte mit meines Mannes Einver­ständ­nis und auf Anraten von Seybold unser Haus verkauft, das Nötigs­te verpackt und die Haushalts­kis­te ebenfalls zur Spedi­ti­on nach Frank­furt geschickt. Wir selbst fanden in der Nähe von Frank­furt eine Pensi­on, die froh war, zu der Zeit Gäste zu haben und so war ich auch gleich nahe Frank­furt, um auch meinen Pass in Ordnung zu bringen, denn mir fehlten ja noch die Eintra­gun­gen für Brasi­li­en, Argen­ti­ni­en und Paraguay.

Mein Mann konnte sich so schnell nicht für Paragu­ay entschlie­ßen und wollte erst einmal zurück zu Dr. Wagner in Argen­ti­ni­en und seine Meinung hören. Er verkauf­te den Kombi an das Militär, das ihn unbedingt wollte, und ließ die anderen Sachen bei Frau Kraus.

In Buenos Aires hatte sich Dr. Wagner wieder erholt und bereits Anschluss in der deutschen Kolonie gefun­den und auch schon eine Anstel­lung in seinem Fach. Er besprach die Sache mit meinem Mann, fand es in Argen­ti­ni­en gut, wollte bleiben und auch meinem Mann eine gute Stellung besor­gen. Aber mein Mann wollte nicht, sondern kam wieder nach Deutsch­land zurück, um sich alles zu überle­gen und die Sache mit mir zu bespre­chen. Natür­lich suchte er auch Willy Seybold auf. Hier traf er zufäl­lig Graf Zeppe­lin mit Sohn, die nach Brasi­li­en wollten, um sich dort einmal umzuse­hen und eventu­ell Land zu kaufen.

Wir beschlos­sen, doch nach Paragu­ay zu gehen, sagten der Spedi­ti­on Bescheid, unser Auswan­de­rer­gut nach Buenos Aires zu schicken. So ging also für uns alle am 25. Mai 1951 die Reise per Zug nach Marseil­le los. Es war eine lange Fahrt. Dort warte­te das gerade von der Jungfern­fahrt zurück­ge­kom­me­ne franzö­si­sche Schiff »Provence« auf uns und los ging die Fahrt, die sehr angenehm verlief.

Auf dem Schiff kam mein Mann weiter ins Gespräch mit Graf Zeppe­lin, der sagte: »Herr Spieg­ler, wenn Sie das Visum auch für Brasi­li­en haben, warum steigen sie nicht erst mal dort aus und sehen sich alles an?« Mein Mann sagte: »Aber unsere Kisten sind nach Buenos Aires dekla­riert und liegen zu unterst im Schiff und man wird sie nicht heraus­ge­ben«. Graf Zeppe­lin meinte, das wäre kein Problem, er hätte einen Bekann­ten in Buenos Aires, der würde die Kisten in Empfang nehmen und, wenn wir in Brasi­li­en blieben, sie mit dem nächs­ten Frach­ter nach Santos schicken.

Mein Mann willig­te ein und so fuhren wir nicht bis nach Buenos Aires, sondern nur bis Santos und dann weiter nach Sao Paulo, wo wir zuerst im Hotel und dann in der Pensi­on Falken­hain wohnten. Mein Mann war dann fast jeden Tag mit Graf Zeppe­lin unter­wegs und fand schließ­lich, dass es doch richti­ger wäre, in Brasi­li­en zu bleiben, da wäre doch viel mehr los.

Also ließen wir unsere Kisten nach Santos kommen, stell­ten aber fest, dass gerade die Haushalts­kis­te irgend­wie verschwun­den war. Sie tauch­te auch nicht wieder auf, was für die Familie beson­ders schmerz­lich war, weil sie nicht nur das enthielt, was wir so nötig am Anfang brauch­ten, sondern auch die Spiel­sa­chen der Kinder, Schul­ran­zen usw. sowie die elektri­sche Eisen­bahn mit allem Zubehör der Jungens.

Nachdem sich Graf Zeppe­lin doch nicht entschei­den konnte, in Brasi­li­en etwas zu kaufen, reiste er ab und wir hörten nie wieder etwas von ihm. Auch Dr. Wagner melde­te sich nie wieder bei uns.

Wir miete­ten uns nun ein neu erbau­tes Haus in einer angeneh­men Wohnge­gend und waren auf uns allein gestellt. Da wir im brasi­lia­ni­schen Winter ankamen, wurde für uns die Klima­an­pas­sung leich­ter und wir empfan­den es angenehm, dass es von Monat zu Monat wärmer wurde und wir schließ­lich unser erstes Weihnachts­fest in den Subtro­pen in Sommer­klei­dern und unter Pinien­zwei­gen feiern konnten. Mein Mann flog nach Weihnach­ten noch einmal nach Paragu­ay und dann entschie­den wir uns endgül­tig hier in Sáo Paulo zu bleiben. Unsere ersten Möbel machte mein Mann selbst und sie sind ihm ganz gut gelungen.

Mein Mann fand Arbeit bei der Firma D. E Vascon­cel­los, Herstel­ler von optischen Geräten und zwar als Leiter des Labora­to­ri­ums und der Abtei­lung für Hochva­ku­um­tech­nik, zum Aufdamp­fen von Quali­täts­alu­mi­ni­um­spie­geln und Licht­bre­chung vermin­dern­den Schich­ten, also der sogenann­te T‑Belag auf der Optik. 1954 wurde unsere Tochter Sonia geboren.

Nach viel Fleiß und Sparsam­keit war es dann soweit, dass wieder eine eigene Fabrik entstand, in der Schleif­ma­schi­nen für Widia­stäh­le, Feilma­schi­nen und Flächen­schleif­ma­schi­nen herge­stellt wurden. Es wurden aber auch Lohnar­bei­ten gemacht und es arbei­te­ten acht Personen.

Der Verbrau­cher­markt war jedoch nach einigen Jahren gesät­tigt, so dass die Firma verkauft wurde. Von dem Erlös kauften wir uns ein soeben fertig gestell­tes ebenerdi­ges Haus, das elfte in einer Einbahn­stra­ße, in dem ich noch heute wohne. Es bestand und besteht auch heute noch viel Grünes. Am Straßen­en­de dehnt sich zwar noch die 30 Hektar große Chàca­ra (Landgut) des ehema­li­gen Schwei­zer Besit­zers aus, doch in der Straße hinter uns stehen schon 12-stöcki­ge Hochhäuser.

Am Ende des Grund­stücks ließ mein Mann wieder­um eine, zuerst kleine Fabrik entste­hen, die sich im Laufe der Jahre um mehr als 150 qm auf das neben uns liegen­de, inzwi­schen gekauf­te Grund­stück erwei­ter­te. Einen Teil des Maschi­nen­parks der alten Firma hatte mein Mann mitge­nom­men und nun arbei­te­te die neue Firma unter dem Namen »3WS” (Wilhelm Spieg­ler, Wilhelm Hartmut und Wilfried) und wir hatten wieder 8 — 10 Leute zum Arbei­ten. Es entstand auch eine eigene Alumi­ni­um-Gieße­rei und eine Härte­rei und einige Jahre lang wurden für eine Schwei­zer Firma Wärme­aus­tau­scher hergestellt.

Zur gleichen Zeit wurde mein Mann bei der Merce­des Benz do Brasil, die noch nicht lange im Lande war, als Werkzeug- und Vorrich­tungs­kon­struk­teur einge­stellt, jedoch dann im allge­mei­nen Betrieb einge­setzt. Später übernahm und organi­sier­te er dann die Abtei­lung Werkzeug­schlei­fe­rei und die Werkzeugausgabe.

Willelm Spieg­ler mit Tochter und Schwie­ger­sohn (Archiv Heimat­ver­ein Bantel)

Mein Mann arbei­te­te 17 Jahre bis zu seiner Pensio­nie­rung bei der Merce­des und widme­te sich danach ganz dem eigenen Betrieb. Unsere Tochter Gerda wurde gleich­falls bei der Merce­des angestellt, zuerst in der Direk­ti­on, dann aber war sie immer die »rechte Hand« des jewei­li­gen Präsidenten.

Als mein Mann auf die Fünfzig zuging, erfüll­te er sich seinen großen Wunsch, Motor­rad­ren­nen zu fahren. Er trat dem Centau­ro-Motor-Club bei, kaufte sich eine NSU Max 250 und trainier­te jeden Sonntag fleißig auf der Rennpis­te in Inter­la­gos. Danach fuhr er sicher und unfall­frei mit den jungen Leuten Rennen. Drei- und Sechs­stun­den Rennen meister­te er spielend. Er gewann unter anderem die brasi­lia­ni­sche Meister­schaft sowie auch die von Sào Paulo. Auch fuhr er mit einer Maico-Maschi­ne 175 und auch mit einer Lambret­ta. Unsere Kinder waren hell begeis­tert und fast immer dabei. Nachdem ihm das Rennen keinen Spaß mehr machte, wurde er ehren­amt­li­cher Techni­scher Direk­tor beim Kart Club hier in Sào Paulo. Zu der Zeit fuhr auch der späte­re brasi­lia­ni­sche Formel‑1 Fahrer Ayrton Senna sehr rasant Kart.

Wilhelm Spieg­ler bei der Ausübung seines Hobbies (Archiv Heimat­ver­ein Bantel)

Nun befass­te sich mein Mann mit der Konstruk­ti­on und Herstel­lung von Kart-Motoren, Motor­rä­dern und Motoren für Wasser­sport­zwe­cke. Einen Motoren­prüf­stand hatte er sich selbst gebaut.

Meine Tochter Irmhild mit Mann fertig­ten nach meines Mannes Angaben Surfbret­ter mit Motor aus Fiber­glass, die damals neu auf dem Markt waren, heute sind sie ja weit verbrei­tet. Meine Enkel waren begeis­ter­te Fahrer auf dem Stausee Sao Paulos. Die Surfbret­ter wurden von meinem Mann selbst dekoriert. In seiner Freizeit machte mein Mann hübsche Email­le-Arbei­ten, die hier noch wenig bekannt waren, vorwie­gend kleine Teller, aber auch Armbän­der und Gürtel, die aus vielen Einzel­tei­len bestan­den, und auch Manschet­ten­knöp­fe. Später fand er Gefal­len an der Verar­bei­tung hübscher Edelhöl­zer und fertig­te Holztel­ler, Kerzen­stän­der, Vasen und Schmuck­käst­chen, sowie auch ein ganzes Sorti­ment Schön­heits­cremes. Aber zu einer Produk­ti­on kam es nicht. Es blieb der Familie, Freun­den und Bekann­ten als Geschenk vorbe­hal­ten. Er hatte immer neue Ideen. Auch hatte sich mein Mann als Hobby eine Zierkarp­fen­zucht in Bassins zugelegt. Wir hatten sehr schöne Exemplare.

Als alles bestens lief, die Kinder verhei­ra­tet waren und ihren eigenen Hausstand, ihre Häuser und ihr Auskom­men hatten, wurde mein Mann 1982 krank und musste sich hinter­ein­an­der zwei schwe­ren Opera­tio­nen unter­zie­hen. Wieder einiger­ma­ßen herge­stellt, arbei­te­te er unermüd­lich weiter und sagte sich »Ich will, ich kann, ich muss!« Er arbei­te­te nur noch mit dem jüngs­ten Sohn. Der Ältere hatte sich bald nach seiner Verhei­ra­tung selbstän­dig gemacht und hat vor allem die techni­sche Assis­tenz an ölbeheiz­ten Indus­trie- und Bewäs­se­rungs­an­la­gen, wie bei dem weltbe­kann­ten Unter­neh­men »Gewür­ze Fuchs«. Diese Gewür­ze werden im Bundes­staat Goiàs großflä­chig angebaut und auch getrock­net. So ist mein Sohn per Flugzeug oder Auto schon Tausen­de von Kilome­tern in Brasi­li­en herum­ge­kom­men und hat viel gesehen und erlebt.

Im Juni 1988 wurde mein Mann erneut operiert und davon erhol­te er sich nicht mehr, die Krank­heit war zu schwer. Am 8. Juli schloss er seine Augen für immer und wurde am nächs­ten Tag in der Famili­en­gruft beigesetzt. Es war ein schwe­rer Verlust für mich und die Kinder. Wir denken in Liebe und Dankbar­keit an ihn. In unseren Herzen lebt er weiter. Ich lebe seit dem allein in unserem Haus. Unser Zweit­haus in den Bergen des Bundes­staa­tes Minas Gerais hat unsere Tochter Sonia mit Familie gekauft.

Unser Geschäft »3WS« wurde noch drei Jahre von Sohn Wilfried weiter­ge­führt. Dann lohnte es sich nicht mehr. Mengen von Maschi­nen kamen ins Land, mit denen Klein­be­trie­be nicht mehr konkur­rie­ren konnten. Ebenfalls kam Konkur­renz durch auslän­di­sche Großbe­trie­be. Das Geschäft wurde verkauft und seit einem Jahr wohnt Sohn Wilfried mit Familie in einem Teil der ehema­li­gen Fabrik­räu­me, die er sich als Wohnung herge­rich­tet hat. So habe ich immer Gesell­schaft.
Zwei unserer Kinder sind meine Nachbarn, auch die drei anderen wohnen und arbei­ten in Sào Paulo. Nächs­tes Jahr sind wir ein halbes Jahrhun­dert hier in Brasi­li­en und werden auch unser Leben hier beschließen.

Wer sich für sein komplet­tes Leben inter­es­siert, findet diese in den Berich­ten 372 bis 376, die Dietrich Bantel aus den Erzäh­lun­gen von Irma Spieg­ler im Jahr 2000 veröffentlichte.

AUSWANDERERLISTEN

Gefun­den in Einwan­de­rungs­kar­ten Rio de Janei­ro Brasi­li­en 1900 bis 1965

  • Grupp, Heinrich geb. 1906 ausge­wan­dert 1953
  • Sapper, Eugen Wilhelm geb. 1944 ausge­wan­dert 1964

Gefun­den in Georgia USA Einwan­de­rungs­re­gis­ter 1794 bis 1993

  • Betzler Fratz­scher, Anna geb. 1895 ausge­wan­dert 1927

Gefun­den in Kansas USA födera­les Einbür­ge­rungs­re­gis­ter 1865 bis 1984

  • Combs, Raimund Micha­el geb. 1960 ausge­wan­dert 1980

Gefun­den in Arizo­na USA Einbür­ge­rungs­re­gis­ter 1909 bis 1991

  • Fünfschil­ling, Maria geb. 1905 ausge­wan­dert 1927
  • Gold, Marie geb. 1905 ausge­wan­dert 1927
  • Ulmer, Manfred Karl-Heinz geb. 1956 ausge­wan­dert 1974

Gefun­den in New York USA bundes­staat­li­chen und födera­len Einbür­ge­rungs­re­gis­ter 1794 bis 1943

  • Fritz, Joseph geb. 1891 ausge­wan­dert 1907
  • „Irgend­ei­ne“ Rosa geb. 14.11.1881
    • aus Oberko­chen; am 17.03.1920 aus Canada nach den USA einge­wan­dert mit Ehemann George Edward Blank (Chauf­feur) und den Kindern Juli Marie geb. 1901, James Gordon geb. 1904 und Leon Francis geb. 1906.

Gefun­den in New York State USA Passa­gier­lis­ten 1917 bis 1967

  • Balle Gerhard geb. 1938 ausge­wan­dert 1962
    • Der muss aber zurück­ge­kom­men sein, denn er hat später bei Leitz gearbeitet
  • Friede, Hasso geb. 1955 ausge­wan­dert 1958
  • Siegloch, Maria geb. 1903 ausge­wan­dert 1962
  • Uhlen­dorff, Willi Julius geb. 1908 ausge­wan­dert 1961

Gefun­den in New Jersey USA Passa­gier­lis­ten ankom­men­der Flugzeuge

  • Criss­man, Maria K. geb. 1924 ausge­wan­dert 1960

Gefun­den in Auslän­der­re­gis­trie­rung USA während des II. Weltkrie­ges 1940 bis 1955

  • Corsa­let­ti, Bertha geb. 1921 ausge­wan­dert 1947

Gefun­den in Reise­pass­an­trä­ge USA 1795 bis 1925

  • Kuhuel, Paul geb. 1845
  • Meyer, Bertha geb. 1883
  • Völker, Karl
  • Völker, Mathil­de geb. 1888

Gefun­den in Passa­gier­lis­ten Afrika, Asien, Austra­li­en, Europa

Ankunfts­land Australien:

  • Ammon, Gertrud geb. 1920 ausge­wan­dert 1955
  • Ammon, Karl-Heinz geb. 1953 ausge­wan­dert 1955
  • Ammon, Melit­ta geb. 1947 ausge­wan­dert 1955
  • Ammon, Oscar geb. 1942 ausge­wan­dert 1955
  • Geis, Erwin geb. 1930 (3 x gelis­tet: Geis, Beis, Gois) ausge­wan­dert 1954 
  • Kolb, Adolf geb. 1933 ausge­wan­dert 1958
  • Kolb, Elisa­beth geb. 1933 ausge­wan­dert 1958
  • Maier, Eugen geb. 1936 ausge­wan­dert 1954 
  • Maier, Helene geb. 1937 ausge­wan­dert 1954
  • Maier, Hubert geb. 1949 ausge­wan­dert 1954
  • Maier, Lidwi­na geb. 1912 ausge­wan­dert 1954
  • Maier, Lidwi­na geb. 1948 ausge­wan­dert 1954
  • Maier, Vinzenz geb. geb. 1941 ausge­wan­dert 1954
  • Rümmler, Ingrid geb. 1950 ausge­wan­dert 1953
  • Schäfer, Sonja geb. 1951 ausge­wan­dert 1954
  • Schim­mel, Josef geb. 1928 ausge­wan­dert 1956
  • Schim­mel, Magda­le­na geb. 1929 ausge­wan­dert 1956

Ankunfts­land Australien:

  • Möhrle, Chris­ti­ne geb. 1945 ausge­wan­dert 1966
  • Paukner, Herbert geb. 1942 ausge­wan­dert 1970
  • Seidler, Harald geb. 1966 ausge­wan­dert 1966

Gefun­den in Liste „Überque­rung der Landes­gren­ze von USA nach Canada“

  • Kopp, Wilhelm geb. 1910 gewech­selt 1931

Gefun­den in der Deutschen Auswan­de­rer Datenbank

Derzeit sind Passa­gier­lis­ten aus nachfol­gend aufge­führ­ten Zeiträu­men erfasst:

1820 bis 1897: Anzahl der Auswan­de­rer 4.702.931

1904: Anzahl der Auswan­de­rer 112.121

1907: Anzahl der Auswan­de­rer 79.031 

Tausch, Marie geb. 1856 ausge­wan­dert 1865

Spaeth, Johan­nes geb. 1850 ausge­wan­dert 1866

Honold, Jeremi­as geb. 1829 ausge­wan­dert 1866

Wieland, Caroli­ne geb. 1857 ausge­wan­dert 1884

Joos, Carl geb. 1865 ausge­wan­dert 1892

Lutz, David geb. 1837 (Vater) ausge­wan­dert 1884

Lutz, Josefa geb. 1845 (Mutter) ausge­wan­dert 1884

Lutz, Cuno geb. 1876 (Sohn) ausge­wan­dert 1884

Lutz, Marie geb. 1877 (Tochter) ausge­wan­dert 1884

Lutz, Josefi­ne geb. 1884 (Tochter) ausge­wan­dert 1884

Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnen­berg – Der Nicht-Ausgewanderte

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