Intro. Jahrzehn­te lang war der 17. Juni unser Natio­nal­fei­er­tag in der BRD, an dem wir im Westen an den Volks­auf­stand in der DDR im Jahr 1953 gedach­ten. Nachdem wir inzwi­schen den 3. Oktober als neuen Natio­nal­fei­er­tag haben (zum Geden­ken an den Mauer­fall), verschwin­det das Wissen um den 17. Juni immer mehr. Daher sehe ich es als notwen­dig an, diese Zeit nochmals zu beleuchten.

Was nicht möglich war. Bilder vom Volks­auf­stand 1953 aus Jena kann ich leider nicht integrie­ren, wegen einer unsiche­ren Urheber­rechts­la­ge. Von der Ostthü­rin­ger Zeitung, der Funke-Medien-Gruppe und vom Stadt­ar­chiv Jena kam leider keiner­lei Unter­stüt­zung, geschwei­ge denn eine Antwort.

Dank. Beson­ders danke ich Uwe Norkus für die Unter­stüt­zung und die Bereit­stel­lung von Bildern und Dokumen­ten. Da schicke ich doch gleich noch eine lusti­ge Episo­de voraus. Seine Mutter Ruth war lange Jahre eine feste Größe im Hausfrau­en­bund. Meine frühe­re Frau, La-ied, eine Thailän­de­rin, kam eines Tages nach Hause und berich­te­te, dass sie eine Frau kennen­ge­lernt habe, die Madame „Nogood“ heißt. Erst habe ich gestutzt, aber mit dem Wissen, dass eine Thai kein ordent­li­ches „R“ und auch kein „S“ am Schluss sprechen kann, war mit klar, dass „Nogood“ einfach „Norkus“ heißen musste. Ich selbst kenne Uwe noch aus der Schul­zeit. Als seine Klasse nach Aalen wechsel­te, um dort das Abitur zu machen, übergab er mir den „Brabandt-Lesezir­kel“ zum Austra­gen. Wer den noch kennt (lag u.a. in vielen Arztpra­xen aus) kann sich vorstel­len, was das für mich mit dem Fahrrad für ein Aufwand war. Für die schuli­schen Leistun­gen war das sicher abträg­lich, aber für den Geldbeu­tel einträglich.

1963: Eckhard Norkus, wie wir ihn in Erinne­rung haben (Archiv Norkus)

Eckard Norkus beende­te seinen Bericht aus dem Jahr 1957, die sehr persön­li­che Erleb­nis­se zum 17. Juni 1953 beinhal­ten, mit folgen­den Worten: „Ist das alles verges­sen? Wissen die freien Menschen des Westens noch, was Freiheit ist? Wir haben sie nötig, wie der freie Vogel die Luft! Nur, wenn die Freiheit bedroht ist, muss man um sie kämpfen. Wir wollen keine Sklaven sein!“

Dieser Schluss­satz könnte nicht aktuel­ler sein, daher stelle ich ihn an den Anfang dieses Berich­tes. Es ist schade, dass er den Mauer­fall nicht mehr erlebt hat und was er heute zur politi­schen Entwick­lung in der BRD und beson­ders in seinem Heimat­land Thürin­gen sagen würde, können wir leicht erahnen.

Persön­li­ches zum 17. Juni 1953 – aufge­schrie­ben von Eckard Norkus. Heute, vier Jahre nach dem Volks­auf­stand, habe ich wohl genügend Abstand von jenen drama­ti­schen Ereig­nis­sen gewon­nen, um leiden­schafts­los zu urtei­len. Von der Presse der sowje­tisch besetz­ten Zone Deutsch­lands als Faschist, Provo­ka­teur und Verbre­cher abgestem­pelt, so stehe ich heute in der Bundes­re­pu­blik als Arbei­ter und frage mich, ob unser Kampf am 17. Juni 1953 Berech­ti­gung und Sinn gehabt habe. Ich bin auch gefragt worden, ob ich mir über die Folgen meines Tuns klar gewor­den sei, und diese Frage spricht wohl den Kern dessen an, worum es geht. Als junger Mensch war auch ich mit all den Idealen unserer (verführ­ten und missbrauch­ten) Genera­ti­on zur Wehrmacht gegan­gen, hatte den großen Krieg mitge­macht und in dieser Zeit die Enttäu­schung erlebt und das bröckeln­de und dann tosen­de Brechen einer Fassa­de, die vor uns aufge­rich­tet worden war. Und dann standen wir fassungs­los vor dem Ende, und es begann die Umkeh­rung aller Begrif­fe, was uns wie Hexen­spuk schien. Es blieb uns überlas­sen, einen neuen Stand­ort zu gewin­nen, vor allem in der Zeit der Nürnber­ger Prozes­se, in der auch unser Tun als Verbre­chen gebrand­markt wurde. Manch einem, so auch mir, blieb die Frage: „Warum hast Du damals geschwie­gen?“ Oft habe ich nachge­dacht, was eine Dikta­tur wohl zusam­men­hal­te. Ich bin zu dem Ergeb­nis gekom­men, dass es neben der rohen Gewalt der Macht­ha­ber das fehlen­de Verant­wor­tungs­be­wusst­sein der Menschen sei, die taten­los einer solchen Entwick­lung zusehen oder sie gar aus Bequem­lich­keit noch begrüßen.

So stand ich eines Tages wieder in Jena – unser Werk war „volks­ei­gen“ gewor­den! Zunächst an der Drehbank, dann am Werktisch. Trotz mancher Abkap­se­lung und meiner Resigna­ti­on, wollte in mir der Vorwurf nicht stumm werden: „Ist das deine ganze Konse­quenz? Warum schweigst auch du? Bist auch du feige? Willst du wieder mitschul­dig werden?“ 

Es wurde der erste „Betriebs­kol­lek­tiv-Vertrag ***“ der Beleg­schaft vorge­legt: Es war ein Eingriff in unsere Rechte als Zeissia­ner. Als ich als Delegier­ter unserer Abtei­lung diesen Vertrag bejahen sollte, als „Aufklä­rer“ uns mit Druck und Drohun­gen zwingen wollten, diesen Vertrag anzuneh­men, da fand sich ein Kreis von aufrech­ten Menschen, die – gestützt auf die Stimmen ihrer Betriebs­ka­me­ra­den – den Mut und die Verant­wor­tung aufbrach­ten, diese Verge­wal­ti­gung abzulehnen. 

*** Der Betriebs­kol­lek­tiv-Vertrag (BKV) wurde in der DDR seit 1951 jährlich auf der Grund­la­ge des Betriebs­plans zwischen dem Betriebs­lei­ter und der Betriebs­ge­werk­schafts­lei­tung (BGL) in allen Betrie­ben, in denen eigene Betriebs­ge­werk­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen bestan­den, abgeschlos­sen. Er sollte dazu beitra­gen, die Planauf­ga­ben zu erfül­len und gezielt zu überbie­ten sowie die Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen der Beschäf­tig­ten zu verbessern. 

Wenig später wurde ich als „Gewerk­schafts­grup­pen­or­ga­ni­sa­tor“ der Abtei­lung „Ophtal­mo“ von meinen Arbeits­ka­me­ra­den gewählt. Damit begann der Klein­krieg um vernünf­ti­ge Normen, Ferien­plät­ze, Zutei­lung von Schuhen und Arbeits­an­zü­gen; es began­nen die Ausein­an­der­set­zun­gen mit ABL und BGL*** (***Abtei­lungs­ge­werk­schafts­lei­tung in Großbe­trie­ben Betriebs­ge­werk­schafts­lei­tung). Immer größer wurde die Kluft zwischen den Wortender Macht­ha­ber und den harten Reali­tä­ten im Land der 17 Millio­nen Deutschen, die keine Deutschen mehr sein sollten. Walter Ulbricht verkün­de­te den Weg zum „Sozia­lis­mus“ *** (*** ist eine politi­sche Weltan­schau­ung, die darauf abzielt, eine solida­ri­sche Gesell­schaft zu schaf­fen, in der die Grund­wer­te Freiheit und Gleich­heit verwirk­licht werden.) Ein Schritt nach dem anderen machte das Leben qualvol­ler, ließ uns immer mehr unsere Recht­lo­sig­keit in einem sowje­ti­schen Satel­li­ten­staat erken­nen. Und der Bogen, allzu straff gespannt, zerbrach:

Am 11. Juni 1953 wurde der neue Kurs verkün­det. Eine Fülle von Verge­hen wurde zugege­ben und auf untere Organe die Verant­wor­tung dafür abgewälzt; unter dem Eindruck des geschlos­se­nen Wider­stan­des der Arbeit­neh­mer­schaft wurden Verspre­chun­gen gemacht, die allen Hohn sprechen, was wir erlebt hatten.

Am 16. Juni 1953 abends hörte ich von dem Protest­marsch der Arbei­ter in der Stalin­al­lee. Mit Normen­for­de­run­gen fing es an. Aber der jahre­lan­ge angestau­te Druck ließ die Menschen, nachdem sie einmal aus ihrer Resigna­ti­on heraus­ge­ris­sen waren, offen auf den Straßen Berlins demons­trie­ren. Die Normen­for­de­run­gen, die der Ausgangs­punkt der Demons­tra­tio­nen waren, schlu­gen in politi­sche Forde­run­gen um:

  • Gesamt­deut­sche Wahlen
  • Wieder­ver­ei­ni­gung in einem Deutsch­land des Rechtes und des sozia­len Ausgleichs
  • Neuwahl der Regierung
  • Herab­set­zung der HO-Preise *** das staat­li­che Einzel­han­dels­un­ter­neh­men Handels-Organi­sa­ti­on kurz HO genannt
  • Hebung des Lebensstandards
  • und dann der Schrei nach Freilas­sung der zu Tausen­den hinter grauen Mauern einge­ker­ker­ten politi­schen Gefangenen

An diesem Tag saßen wir bis in die tiefe Nacht am Radio, bangend, hoffend. All das beschäf­tig­te uns am anderen Morgen beim Gang zur Arbeit. Wenige Minuten nach dem Klingel­zei­chen trafen sich die Gewerk­schafts­grup­pen­or­ga­ni­sa­to­ren der MBL (Metall­ar­bei­ter-Betriebs­lei­ter) ***. Als wir bei unserem ABL-Vorsit­zen­den waren, um Klarheit über die Normen­fra­ge zu erhal­ten – es war für den VEB (Volks­ei­ge­ner Betrieb)*** eine 10%ige Normen­er­hö­hung angesetzt worden – kam der Betriebs­lei­ter dazu: „Meine Herren, in der gesam­ten Monta­ge wird gestreikt. Gehen Sie in Ihre Abtei­lun­gen und sorgen Sie dafür, dass die Arbeit wieder aufge­nom­men wird!“ Es wurde uns verspro­chen, die anste­hen­den Fragen in einer Werklei­ter­be­spre­chung zu klären, weshalb wird dann in unsere Abtei­lun­gen gingen. Aber es kam nur zu einer Bericht­erstat­tung über die Bespre­chung. Als ein Betriebs­lei­ter in der Nachbar­ab­tei­lung überra­schen auftauch­te, da ström­te alles dorthin. Zwischen den Werkbän­ken stehend und auf ihnen sitzend hörten wir die Auffor­de­rung „Ruhe zu bewah­ren“ und die Arbeit wieder aufzu­neh­men. Aber das dumpfe Schwei­gen schlug plötz­lich in zorni­ge Erregung um, als der Sekre­tär der Betriebs­par­tei­or­ga­ni­sa­ti­on sprach und dabei die sogenann­te DDR als „Arbei­ter- und Bauern­staat“ bezeich­ne­te. Dieses Wort, diese dreifa­che Lüge riss alle meine inneren Schran­ken nieder. Ich jagte ihn von seinem Platz und forder­te meine Arbeits­kol­le­gen auf, sich anzuschlie­ßen an die Front der Arbei­ter in der Stalin­al­lee, sich solida­risch zu erklä­ren mit ihren Forde­run­gen auf Freiheit und mit uns um 10 Uhr auf dem Markt­platz zu demons­trie­ren, dass sie nicht allein seien, die die Freiheit verlang­ten, sondern dass alle Arbei­ter in der sowje­ti­schen Besat­zungs­zo­ne geschlos­sen hinter diesen Forde­run­gen stünden. Um 9:30 Uhr waren wir dann auf dem Fabrik­hof. Aber es hatte keiner den Mut, diese Masse in Bewegung zu setzen. So kletter­te ich auf eine Baubu­de, die in der Mitte stand, und rief von dort nochmals zur Demons­tra­ti­on für freie Wahlen auf, zu einer Demons­tra­ti­on gegen all die Dinge, die es zu besei­ti­gen galt. Am Schluss meiner Rede fiel mein Blick auf die Fenster, hinter denen ich mit meinem Freund oft genug über Proble­me der Zeit disku­tiert hatte und dann rief ich plötz­lich: „Denkt an die politi­schen Gefangenen!“

Was dann geschah, kann nur der verste­hen, der es miter­lebt hat: Jena gehör­te uns, kein Volks­po­li­zist, keine Partei, nichts stell­te sich uns in den Weg, als wir durch die Stadt zogen. Weg war der Spuk der vergan­ge­nen acht Jahre. Arbei­ter und Angestell­te in blauen Kitteln oder weißen Mänteln verlie­ßen die ehema­li­gen Zeiss-Werke. Uns schlos­sen sich an die Bauar­bei­ter, die vielen Menschen, die an diesem Tage, getrie­ben von einer inneren Unruhe, auf den Straßen waren, der halbnack­te Kohlen­trim­mer mit seiner Schau­fel wie der Geschäfts­mann, der sich noch vor der Enteig­nung hatte retten können. Alle, alle waren wir einig, diesem, auf Befehl Moskaus begon­ne­nen Weg ein Ende zu bereiten.

Doch nun geschah etwas Unvor­her­ge­se­he­nes. Das Feuer der Begeis­te­rung schlug nach der jahre­lan­gen Unter­drü­ckung über: 

  • Es flogen die Trans­pa­ren­te mit den Bildern der sowje­ti­schen Machthaber 
  • und die Bilder ihrer deutschen Handlan­ger in den Staub, 
  • die Unter­su­chungs­haft­an­stalt wurde aufgebrochen, 
  • die Glocken der Stadt­kir­che läute­ten und riefen. 
  • Studen­ten verlie­ßen die Hörsä­le und stießen zu uns
  • Die Geschäfts­stel­len der Parteien
  • Und des FDGB wurden gestürmt
  • Und auf den Straßen türmten sich fußhoch die Broschü­ren, die plötz­lich keine Parolen, nur noch Makula­tur waren
  • In dem Gebäu­de des Staats­si­cher­heits­diens­tes wurden Akten gefun­den. Wenige Augen­bli­cke später waren sie in einem Auto verla­den und wurden weggefahren

Da geschah es. Um 13 Uhr rückten die ersten sowje­ti­schen Panzer in die Stadt. Verhaf­tun­gen, Schüs­se, Schreie und am nächs­ten Morgen Anschlä­ge überall. Faschis­ten und Verbre­cher seien wir gewesen. Alfred Diener *** war von einem sowje­ti­schen Stand­ge­richt zum Tode verur­teilt worden. Aus ihren Löchern, in die sie sich voll Todes­angst wie Ratten verkro­chen hatten, kamen die Bonzen unter dem Schutz der sowje­ti­schen Panzer wieder und führten das aus, was Moskau befahl. 

*** Alfred Diener (* 1. Febru­ar 1927 in Jena; † 18. Juni 1953 in Weimar) war ein deutscher Schlos­ser, der am Aufstand des 17. Juni 1953 in der Deutschen Demokra­ti­schen Republik (DDR) teilnahm, durch sowje­ti­sche Besat­zungs­trup­pen verhaf­tet und einen Tag später in Weimar zum Tode verur­teilt und hinge­rich­tet wurde.

Zum Geden­ken an Alfred Diener am Holzmarkt in Jena (Archiv Müller)

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Als Konse­quenz – Beendi­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses bei Carl Zeiss Jena (Archiv Norkus)

Am 21. Juni 1953 wurde ich verhaf­tet, von Verneh­mung zu Verneh­mung verschleppt, aber niemals konnte ich etwas anderes sagen als: „Ich habe es von mir aus getan, niemand gab mir den Befehl; nur mein eigenes Gewis­sen hatte mich aufge­ru­fen, gegen eine Dikta­tur Sturm zu laufen, die alles, was wir im natio­na­lis­ti­schen Deutsch­land erlebt hatten, in den Schat­ten stell­te.“ Ich wurde wegen Rädels­füh­rer­schaft beim Landfrie­dens­bruch nach § 125 I und II des Straf­ge­setz­bu­ches zu 3 Jahren Zucht­haus verur­teilt. Nach 2 ¾ Jahren der grauen Eintö­nig­keit wurde ich entlas­sen. Ich floh in die Bundes­re­pu­blik Deutsch­land. Ist das alles verges­sen? Wissen die freien Menschen des Westens noch, was Freiheit ist? Wir haben sie nötig, wie der freie Vogel die Luft! Nur, wenn die Freiheit bedroht ist, muss man um sie kämpfen. Wir wollen keine Sklaven sein!

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1953: Familie Norkus vlnr.: NN, Mama Ruth, Uwe und Papa Eckhard (Archiv Norkus)

Haftkos­ten – für diese musste der Häftling aufkom­men. Es wurden ihm nach der Haft in der Anstalt Gräfen­ton­na am 29. Febru­ar 1956 folgen­de Kosten in Rechnung gestellt: „Haftkos­ten für 397 Tage à 1,50 DM, an denen keine Arbeit geleis­tet wurde, Summe 595,50 DM, zuzgl. Porto für Kosten­rech­nung 0,20 DM ergibt eine Gesamt­sum­me 595,70 DM“

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Haftkos­ten­ab­rech­nung für Eckhard Norkus nach verbüß­ter Haft (Archiv Norkus)

Histo­ri­sches zum 17. Juni 1953. (Quelle: Bundes­zen­tra­le für politi­sche Bildung) 

Wie kam es zum Aufstand? Die DDR kämpf­te seit ihrer Gründung mit innen­po­li­ti­schen Proble­men. Die hohen Repara­ti­ons­zah­lun­gen an die Sowjet­uni­on belas­te­ten ihre wirtschaft­li­che Entwick­lung. Um dem entge­gen­zu­wir­ken, beschloss die SED auf ihrer zweiten Partei­kon­fe­renz im Juli 1952 den Aufbau des Sozia­lis­mus nach sowje­ti­schem Vorbild: Betrie­be wurden verstaat­licht, die Landwirt­schaft zu Kollek­ti­ven zusam­men­ge­schlos­sen. Paral­lel wurde die Abschot­tung der DDR vom Westen Deutsch­lands voran­ge­trie­ben. Die Bevöl­ke­rung litt im Vergleich zur Bundes­re­pu­blik unter Versor­gungs­eng­päs­sen und Lebens­mit­tel­ra­tio­nie­run­gen, da die Regie­rung den Wieder­auf­bau des Militärs und der Schwer­indus­trie der Lebens­mit­tel- und Konsum­gü­ter­in­dus­trie vorzog. Allein im Jahr 1952 verlie­ßen 182.000 Ostdeut­sche die DDR, 1953 waren es bis Ende Mai knapp 186.000. Der DDR-Wirtschaft mangel­te es an Arbeits­kräf­ten. Die SED-Führung reagier­te auf diese ökono­mi­sche Krise am 28. Mai 1953 mit einem Beschluss zur Erhöhung der Arbeits­nor­men um 10 Prozent. Mehr Arbeit für einen gleich­blei­ben­den Lohn – das rief Unmut bei Arbei­te­rin­nen und Arbei­tern hervor, der auch nicht durch die Rücknah­me der Normer­hö­hung am 16. Juni 1953 besänf­tigt wurde.

Wo gingen die Menschen auf die Straße und wie viele waren es? Der Aufstand fand sowohl in den größe­ren Städten wie Ost-Berlin oder Leipzig, als auch auf dem Land statt. Bereits ab dem 12. Juni 1953 zeigten Teile der Landbe­völ­ke­rung öffent­lich Unmut über die Landwirt­schaft­li­chen Produk­ti­ons­ge­nos­sen­schaf­ten (LPG). Am 15. und 16. Juni streik­ten Arbei­te­rin­nen und Arbei­ter auf Großbau­stel­len in Ost-Berlin. Für den darauf­fol­gen­den Tag riefen sie zum General­streik auf. Immer mehr Menschen schlos­sen sich an, um ihre Unzufrie­den­heit über die herrschen­den Zustän­de zu äußern. Insge­samt betei­lig­ten sich rund eine Millio­nen Menschen in über 700 Städten und Gemein­den der DDR an den Demons­tra­tio­nen und Streiks. Die stärks­ten Streik­be­we­gun­gen konzen­trier­ten sich auf die Indus­trie­zen­tren Halle, Merse­burg und Magde­burg sowie auf den Indus­trie­be­zirk Leipzig und Ost-Berli­ner Betrie­be. Mobili­siert durch die Gescheh­nis­se am 17. Juni 1953 in den Städten kam es bis zum 21. Juni 1953 zu Arbeits­nie­der­le­gun­gen und Austrit­ten aus den LPG in mindes­tens 302 Dörfern.

Wie wurde der Aufstand beendet? Die sowje­ti­sche Besat­zungs­macht verhäng­te am Nachmit­tag des 17. Juni über 167 der 217 Land- und Stadt­krei­se den Ausnah­me­zu­stand. Damit herrsch­te Kriegs­recht und die Sowjet­uni­on übernahm die obers­te Befehls­ge­walt. Demons­tra­tio­nen und Versamm­lun­gen wurden verbo­ten. Mit Hilfe der Volks­po­li­zei schlug das sowje­ti­sche Militär die Erhebung gewalt­sam nieder. Zwischen 21 und 5 Uhr herrsch­te landes­weit Ausgangs­sper­re. Die Westmäch­te griffen nicht ein.

Für die Toten des Volks­auf­stands vom 17. Juni 1953 In Jena gibt es zwei Gedenk­or­te. Zum einen eine Skulp­tur in der Rathaus­pas­sa­ge und zum anderen eine Tafel am Gebäu­de der Sparkas­se am Holzmarkt.

Link: Die Toten des Volks­auf­stan­des vom 17. Juni 1953 | Der Aufstand des 17. Juni 1953 | bpb.de

  • 34 Demons­tran­ten, Passan­ten und Zuschau­er wurden am 17. Juni und den Tagen danach (bis zum 23. Juni) von Volks­po­li­zis­ten und sowje­ti­schen Solda­ten erschos­sen bzw. starben an den Folgen der ihnen zugefüg­ten Schussverletzungen
  • fünf Männer wurden von Instan­zen der sowje­ti­schen Besat­zungs­trup­pen in Deutsch­land zum Tode verur­teilt und hingerichtet
  • zwei Todes­ur­tei­le wurden von DDR-Gerich­ten verhängt und vollstreckt
  • vier Perso­nen starben in Folge menschen­un­wür­di­ger Haftbedingungen
  • vier in Zusam­men­hang mit dem Juni-Aufstand Festge­nom­me­ne begin­gen in der (Untersuchungs-)Haft Selbst­mord, wobei zumin­dest in zwei Fällen Fremd­ein­wir­kung nicht auszu­schlie­ßen ist
  • ein Demons­trant verstarb beim Sturm auf ein Volks­po­li­zei-Revier an Herzversagen
  • fünf Angehö­ri­ge der DDR-Sicher­heits­or­ga­ne wurden getötet: zwei Volks­po­li­zis­ten und ein MfS-Mitar­bei­ter bei der Vertei­di­gung eines Gefäng­nis­ses von Unbekann­ten erschos­sen, ein Mitar­bei­ter des Betriebs­schut­zes von einer wüten­den Menge erschla­gen und ein weite­rer Volks­po­li­zist verse­hent­lich von sowje­ti­schen Solda­ten erschossen

Flucht­be­we­gun­gen aus der DDR von 1953 bis 1961 (Jahres­zahl / Anzahl der Geflüch­te­ten / %Satz für unter 25jährige)

1953 331 390 48,7
1954 184 198 49,1
1955 252 870 49,1
1956 279 189 49,0
1957 261 622 52,2
1958 204 092 48,2
1959 143 917 48,3
1960 199 188 48,8
1961 207 026 49,2

Aus dem Amtsblatt Bürger und Gemein­de Oberko­chen 1953 bis 1961 aus der Rubrik „Willkom­men in unserer Gemeinde“

Zur Erinne­rung an alle Mitbür­ger, die zwischen dem 1953 und 1961 nach Oberko­chen kamen, liste ich aus Respekt vor dieser schwe­ren Entschei­dung ihre Namen auf. Ich habe mich aber entschlos­sen, nur die aus Jena aufzu­lis­ten, sonst würde es den Rahmen dieses Berich­tes spren­gen. Intern habe ich aber alle erfasst – von A wie Apolda bis Z wie Zeist. Hinweis: Es konnten nur jene berück­sich­tigt werden, die sich direkt umgemel­det haben. Perso­nen, die vorher woanders im Westen gemel­det waren, wie z.B. in Bad Antogast oder ähnli­chen Orten bzw. in anderen Gemein­den, konnten leider nicht recher­chiert werden.

1953 aus Jena 18 + 17 aus anderen Orten (z.B. Ingrid Wöhner aus Ratenow):

  • Biel, Gerhard und Anna-Luise
  • Dobber­stein, Renate
  • Eichler, Helmut
  • Heckl, Hans
  • Kinder­mann, Walter
  • Kratz, Hans
  • Lindner, Hans
  • Merkl, Annema­rie
  • Merkl, Dorid
  • Merkl, Walter
  • Merkle, Gudrun (Kind ?)
  • Müller, Edeltraut
  • Müller, Ingeborg
  • Pleß, Horst
  • Tryller, Rotraud
  • Wagner, Rolf
  • Walter, Gudrun
  • Wesch­ke, Bernhard

1954 aus Jena 13 + 16 aus anderen Orten (z.B. Josef, Ernes­ti­ne und Heidrun Flügel aus Magdeburg):

  • Enders, Brigit­te
  • Graiche, Heinz
  • Hädrich, Walter
  • Händel, Charlot­te
  • Händel, Gisela (Kind ?)
  • Händel, Jutta (Kind ?)
  • Händel, Karl-Heinz
  • Helas, Wilhelm
  • Junghans, Gerda
  • Junghans, Otto
  • Noack, Erna
  • Sammler, Harald
  • Schmidt, Annelie­se

1955 aus Jena 64 + 32 aus anderen Orten (Elisa­beth, Chris­toph und Stefan Stumpf aus Heili­gen­stadt; Richard war schon da):

  • Arpert, Roland
  • Bauer, Micha­el
  • Bisch­off, Max
  • Boldnan, Siegfried
  • Bufleb, Gerhard
  • Buksch, Lothar
  • Carl, Dora
  • Carl, Kurt
  • Carl, Peter (Kind)
  • Carl, Wolfgang (Kind)
  • Eckart­sberg, Bodo (Kind)
  • Eckart­sberg, Martha
  • Faenger, Wolfgang
  • Fischer, Willy
  • Freun­del, Günter
  • Fromholz, Erich
  • Gerber, Siegfried
  • Giesert, Hilde­gard
  • Giesert, Petra
  • Giesert, Ute
  • Göhring, Dieter
  • Haas, Walter
  • Haase, Günther
  • Hamburg, Hans
  • Hamburg, Katha­ri­na
  • Herbert, Micha­el
  • Höller, Willy
  • John, Gerhard
  • Katsch, Werner
  • Klein, Jürgen
  • Köhler, Heinz-Erhard
  • Köhler, Kurt
  • Kühner, Albin
  • Kütschan, Rainer
  • Lindner, Marga­re­te
  • Lindner, Ellen
  • Meichs­ner, Gerhard
  • Meisel, Doris
  • Müller, Klaus
  • Müller, Kurt
  • Palme, Gerda
  • Puchta, Gerhard
  • Rütho­witz, Max
  • Sachse, Dieter
  • Sammler, Isolde
  • Schil­ler, Alfred
  • Schmit­tin­ger, Bernhard
  • Schrumpf, Borchert (Kind)
  • Schrumpf, Günther (Kind)
  • Schrumpf, Kurt
  • Schrumpf, Lotte
  • Seyff­arth, Brigit­ta (Kind)
  • Seyff­arth, Elsa
  • Susan­eck, Heinz
  • Thier­ig, Arno
  • Tröber, Armin
  • Tyrolf, Walter
  • Uschner, Erich
  • Vogt, Dieter
  • Vogt, Konrad
  • Wagen­knecht, Ernst
  • Weber, Fritz
  • Weber, Klaus (Kind)
  • Welsch, Ludwig
  • Wetzig, Marga­re­te
  • Wetzig, Rita (Kind)
  • Wötzel, Günther
  • Würfel, Walter
  • Zöllner, Jörg-Peter
  • Zothe, Gertrud

1956 aus Jena 110 + 50 aus anderen Orten (z.B. Ursula und Sabine Meinert aus Rudol­stadt; Hermann war schon da und Uwe kam später)

  • Abel, Heinrich
  • Abel, Jürgen (Kind)
  • Abel, Margot
  • Abel, Ritha (Kind)
  • Barthel, Frieda
  • Baumgar­ten, Helga (Kind)
  • Baumgar­ten, Liesbeth
  • Bischof, Dora
  • Blässig, Thea
  • Blobel, Heinrich
  • Borrmann, Dieter
  • Brand, Gisela
  • Ditsch­ler, Fritz
  • Dömel, Fried­rich
  • Dorfmül­ler, Werner
  • Eberth, Dieter
  • Eilen­ber­ger, Alma
  • Fechner, Brigit­te
  • Fechner, Dieter
  • Fechner, Reinhold
  • Fischer, Renate
  • Fischer, Wolfgang Klaus
  • Franke, Margit
  • Fromholz, Helmut (Kind)
  • Fromholz, Johan­na
  • Glatte, Frieda
  • Göring, Ewald
  • Götter­mann, Chris­tia­ne (Kind)
  • Götter­mann, Heidrun
  • Götter­mann, Lena
  • Götter­mann, Wieland (Kind)
  • Grohmann, Rudolf
  • Gumpert, Marga­re­te
  • Henne, Erika
  • Hesse, Gudrun
  • Hofmann, Else
  • Hofmann, Georg
  • Hofmann, Rüdiger (Kind)
  • Hurrle, Dietmar (Kind)
  • Hurrle, Gertrud
  • Hurrle, Joseph
  • Jungk, Gabrie­le
  • Jungk, Gabrie­le (Kind)
  • Jungk, Horst (Kind)
  • Jungk, Otto
  • Kahaun, Irmgard
  • Keiner, Klara
  • Keiner, Max
  • Kienle, Elsa
  • Kirstein, Hans
  • Kirstein, Helga (Kind)
  • Kirstein, Hilde­gard
  • Klee, Hans
  • Krause, Lothar
  • Krauß, Alfred
  • Krumbein, Gabrie­le (Kind)
  • Krumbein, Karl
  • Krumbein, Ruth
  • Kurth, Günther
  • Larras, Willy
  • Läser, Hans
  • Lehmann, Irene (Kind)
  • Lehmann, Katha­ri­na
  • Lehmann, Wilfried
  • Meder, Rosel
  • Meichs­ner, Helga
  • Meißner, Gudrun
  • Michae­lis, Ursula
  • Mildner, Alois
  • Mittel­städt, Charlotte
  • Mittel­städt, Gertrud
  • Mondon, Herbert
  • Müller, Magda­le­na
  • Müller, Rudolf
  • Neuen­dorf, Edith
  • Petzold, Fritz
  • Pfanstiel, Hilde­gard
  • Pfanstiel, Werner
  • Pröschild, Günther
  • Röder, Bernd (Kind)
  • Sailer, Peter
  • Schei­ding, Karl
  • Schorcht, Walter
  • Schrö­der, Alfred
  • Schul­ze, Martin
  • Schwim­mer, Werner
  • Siegmund, Dieter
  • Stamm, Else
  • Stiebritz, Hans
  • Thier­ig, Dora
  • Trucken­brodt, Claus
  • Vierling, Chris­ta
  • Waldmann, Heinz
  • Weigl, Rosema­rie
  • Weingärt­ner, Vinzenz
  • Werner, Wolfgang
  • Wient­zek, Georg
  • Wient­zek, Irmgard
  • Winkler, Gertrud
  • Wosch, Harald (Kind)
  • Wosch, Helga
  • Wosch, Rolf
  • Zothe, Marie
  • Zothe, Walter (Kind)
  • Zuppa, Helena
  • Zuppa, Karin (Kind)
  • Zuppa, Oskar

1957 aus Jena 106 + 32 aus anderen Orten (z.B. Eberhard Mehlhorn aus Saalfeld):

  • Baumgar­ten, Brigitte
  • Bell, Doris
  • Bolze, Lothar
  • Brake, Ute
  • Clemen, Gerda
  • Clemen, Herbert
  • Clemen, Hubert (Kind)
  • Decker, Brigit­te
  • Decker, Wolfram (Kind)
  • Dömel, Helga
  • Dömel, Karin (Kind)
  • Dömel, Siegfried (Kind)
  • Eigen­brandt, Urda
  • Elfner, Hans
  • Erdmann, Natha­na­el
  • Fiedler, Luzie
  • Fischer, Hilde­gard
  • Freitag, Bernhard (Kind)
  • Freitag, Gerda
  • Gabri­el, Hans-Peter
  • Geiling, Heinz
  • Geißler, Helga
  • Geißler, Thomas (Kind)
  • Görbing, Erich
  • Görbing, Ruth
  • Göring, Helga (Kind)
  • Göring, Hilde­gard
  • Göring, Karin (Kind)
  • Gottwaldt, Dieter
  • Gottwaldt, Günther
  • Gretz­ki, Heinz
  • Grohmann, Hans
  • Grunert, Chris­ta (Kind)
  • Grunert, Elisa­beth
  • Grünert, Heinz
  • Helmich, Günther
  • Hendel, Johan­na
  • Heselich, Bernd (Kind)
  • Heselich, Ilse
  • Heyduk, Gisela
  • Hollmann, Anna
  • Hollmann, Siegfried
  • Hommel, Gertrud
  • Hommel, Jörg (Kind)
  • Hommel, Ursula (Kind)
  • Kämmer­zell, Fritz
  • Köhler, Wilfried
  • König, Annelie­se
  • König, Heide­ma­rie (Kind)
  • König, Peter (Kind)
  • Koppe, Ruth
  • Kuczera, Evely­ne
  • Kuczera, Lydia
  • Kuczera, Ursula
  • Kurtz, Rosema­rie
  • Landgraf, Chris­ta
  • Lärz, Annie
  • Lärz, Uwe (Kind)
  • Lärz, Werner
  • Läser, Bodo (Kind)
  • Läser, Helga
  • Läser, Hilde­gard
  • Limbe­cher, Heinz (Kind)
  • Limbe­cher, Margarete
  • Majanek, Barba­ra (Kind)
  • Majonek, Inge
  • Maul, Margit
  • Müller, Erich
  • Oeser, Renate
  • Pfanstiel, Chris­ti­ne
  • Pröschild, Alfred
  • Rehe, Elfrie­de
  • Rehe, Klaus (Kind)
  • Rehe, Monika (Kind)
  • Reinhardt, Lisa
  • Rote, Gerda
  • Rüdiger, Siegfried
  • Schmidt, Dieter
  • Schrei­ber, Otto
  • Schul­ze, Ruth
  • Schul­ze, Werner (Kind)
  • Schul­ze, Wolfgang (Kind)
  • Schürer, Helga
  • Siegmund, Bernd (Kind)
  • Siegmund, Hilde
  • Sippach, Marga
  • Sippach, Otto
  • Sippach, Wolfgang (Kind)
  • Strau­be, Chris­ta (Kind)
  • Strau­be, Marga
  • Strau­be, Max
  • Strau­be, Regina (Kind)
  • Strau­be, Stephan (Kind)
  • Trentzsch, Barba­ra (Kind)
  • Trentzsch, Chris­ti­ne (Kind)
  • Trentzsch, Heinz
  • Trentzsch, NN
  • Trentzsch, Ursula
  • Weber, Alma
  • Weber, Marta
  • Weber, Wolfgang
  • Werner, Harald
  • Werner, Jürgen
  • Woital­la, Anneliese
  • Woital­la, Regina (Kind)
  • Woital­la, Volker (Kind)

1958 aus Jena 21 + 11 aus anderen Orten (z.B. Heinz, Hertha und Carmen Gäbler aus Dresden)

  • Baumann, Wilhelm
  • Buschak, NN
  • Geschke, Fritz
  • Gottwaldt, Lisbeth
  • Heselich, Barba­ra (Kind)
  • Hofmann, Doris
  • Kämmer­zahl Roswi­tha (Kind)
  • Kämmer­zahl, Frieda
  • Kirch­ner, Günther
  • Kötschau, Peter
  • Kurtz, Brigit­te
  • Nolau, Dieter
  • Nolau, Theda
  • Schei­ding, Elfriede
  • Schei­ding, Hanne­lo­re (Kind)
  • Schlön­voigt, Doris
  • Schulz, Anna Maria
  • Schulz, Elfrie­de
  • Szyman­c­zak, Therese
  • Vogt, Gisela
  • Vogt, Rudolf

1959 aus Jena 20 + 17 aus anderen Orten (z.B. Hermann Lissner aus Maua)

  • Berger, Jörg
  • Burghardt, Lothar
  • Gräbner, Horst
  • Gräbner, Ines
  • Gräbner, Miche­le (Kind)
  • Greif­zu, Volker
  • Haag, Gertrud
  • Hartung, Peter
  • Langguth, Anna
  • Rosen­feld, Anny
  • Rosen­feld, Wolfgang (Kind)
  • Roß, Chris­ta
  • Ruprecht, Ulrich
  • Seedorf, Walter
  • Speng­ler, Hans
  • Strauch (Jürgen)
  • Strauch, Charlot­te
  • Weber, Günter
  • Ziesche, Helmut (Kind)
  • Ziesche, Johan­na

1960 aus Jena 13 + 30 aus anderen Orten (z.B. Alfred und Gertrud Zimmer­mann aus Pößneck)

  • Dresselt, Horst
  • Fechner, Bernd
  • Fechner, Regina
  • Grün, Elsa
  • Hendrich, Ralf-Lothar
  • Krüger, Frieda
  • Lange, Lisbeth
  • Reichelt, Helmut
  • Sange, Charlot­te
  • Szyman­c­zak, Hedwig
  • Szyman­c­zak, Roman,
  • Triemer, Fritz
  • Triemer, Marie
  • Vogt, Reiner

1961 aus Jena 35 + 23 aus anderen Orten (z.B. Hans-Jürgen Kresse aus Halle)

  • Ahl, Karl
  • Arendt, Hanne­lo­re (Kind)
  • Arendt, Margot
  • Eilen­ber­ger, Rolf
  • Eilen­ber­ger, Waltraud
  • Elze, Bernd Rainer
  • Elze, Dietmar
  • Elze, Erika
  • Elze, Thomas (Kind)
  • Hirtz, Lisbeth
  • Kisser, Erika
  • Kriese, Hans
  • Lanke, Siegfried
  • Letsch, Heinz
  • Liersch, August
  • Liersch, Marie
  • Lusch­nig, Oskar
  • Maier, Erna
  • Mauers­ber­ger, Gisela
  • Mauers­ber­ger, Rainer
  • Mauers­ber­ger, Rita (Kind)
  • Mauers­ber­ger, Thomas (Kind)
  • Mauers­ber­ger, Udo
  • Meier, Karl
  • Merker, Rolf
  • Pitzel, Paul
  • Popp, Siegmund
  • Rabis, Max
  • Richsteig, Gerd Robert
  • Rub, Lothar
  • Schön­feld, Rainer
  • Schrei­ber, Bernd
  • Stein­hau­er, Udo
  • Tänzer, Lothar
  • Vogt, Jutta
  • Wagner, Helga

Rund 4,5 Millio­nen Menschen flüch­te­ten seit der Gründung der DDR im Jahr 1949 bis zu ihrem Ende 1990 in die Bundes­re­pu­blik. Bereits nach dem Mauer­fall konnte ein weite­rer enormer Wechsel von Ost- nach Westdeutsch­land verzeich­net werden. Inner­halb von 25 Jahren nach der Wende sind rund 1,8 Millio­nen Menschen von Ostdeutsch­land in den Westen gezogen.

Das war's aus Jena. Warum es eigentlich nicht zu einer Partnerstadt gereicht hat ist mir ein kleines Rätsel - "Billie vom Sonnenberg"

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