Die Schul­un­ter­richts­zel­ten waren um 1900 noch ganz auf die Bedürf­nis­se der Landwirt­schaft abgestimmt. So erhiel­ten die Kinder im Sommer nur vormit­tags Unterrricht, Im Winter zusätz­lich zwei Stunden am Nachmit­tag. Im Sommer
fing die Schule um sieben Uhr an, im Winter eine Stunde später. Jeder Schul­tag begann mit dem Gang in die Kirche. Die “Langgäß­ler” (Langgas­se= Heiden­hei­mer Straße) brach­ten ihre “Ranzen” vor dem Gottes­dienst zuerst in die Schule (Altbau der heuti­gen Drelßen­tal­schu­le), die “Kirch­gäß­ler” (Kirch­gas­se = Aalener Straße) dagegen nahmen ihr “Schul­sach” in die Kirche mit. Nach dem Gottes­dienst marschier­ten die Kinder in einem geschlos­se­nen Zug in das Schul­haus. Als katho­li­sche Lehrer unter­rich­te­ten die Herren Herkom­mer (Provi­sor), Rink (bis 1906), Wörner
(bis 1926) · und Widmann. Das Lehrer­kol­le­gi­um wurde durch Frl. Keller bzw. deren Nachfol­ge­rin, Frl. Heckmann — die späte­re Frau Wörner — vervoll­stän­digt. 1911 kam als Widmanns Nachfol­ger Alfons Mager. Nicht nur die Unter­richts­zel­ten, auch die Schul­fe­ri­en richte­ten sich nach der Landwirt­schaft. Wenn Im Sommer die Frucht reit war, hatten die Kinder drei Wochen Ernte­fe­ri­en; Im Herbst waren Kartof­fel­fe­ri­en angesetzt, damit die Kinder auf dem Feld mitar­bei­ten konnten.

Die Kinder wurden im Alter von sechs bis sieben Jahren einge­schult. In die erste Klasse kamen alle, die im jewei­li­gen Kalen­der­jahr das siebte Lebens­jahr vollende­ten. Während der SchuI­zeit gab es so gut wie keine Zensu­ren, nur Entlaß­zeug­nis­se wurden erteilt. Dann
erst erhiel­ten die Schüler Noten für Betra­gen und einzel­ne Fächer wie Recht­schrei­ben, Geschich­te, Realleh­re (~Natur­kun­de), Singen, Zeich­nen u.ä.

“Sitzen­blei­ber” gab es in den ersten Jahren des 20. Jahrhun­derts noch nicht. Auch die schwa­chen Schüler, die ruhig und unauf­fäl­lig ihre Schul­zeit hinter sich brach­ten, erhiel­ten in der Regel ihr Entlaß­zeug­nis. Doch ein Mädchen berei­te­te damals ihrer Lehre­rin wegen gerin­ger Schul­leis­tun­gen beson­de­re Sorgen. Als jenes Mädchen ihre sieben­jäh­ri­gen Schul­pflicht abgeses­sen hatte und ihr Abschluß­zeug­nis ausge­stellt werden sollte, sagte die verzwei­fel­te Lehre­rin zu ihr: “Sei doch so gut und sag ‘2 mal 2 ist 4’, sonst darf ich dich nicht aus der Schule entlassen!”

Im ersten Drittel des 20. Jahrhun­derts gab es eine kleine evange­li­sche und eine etwas größe­re katho­li­sche Bekennt­nis­schu­le in Oberko­chen. Die katho­li­sche Schule befand sich in dem 1900 erbau­ten roten Backstein­ge­bäu­de der heuti­gen Dreißen­tal­schu­le, dort ist seit einigen Jahren die Musik­schu­le unter­ge­bracht. Als Schul­lei­ter fungier­te ab 1927 Alfons Mager, außer­dem unter­rich­te­ten Leo Klotz­bü­cher (ab 1935) und Ignaz Umbrecht, und als unstän­di­ger Lehrer war Emil Kessler beschäf­tigt. Alfons Mager stamm­te aus Schwä­bisch Gmünd, wo sein Vater Profes­sor an der katho­li­schen Lehrer­bil­dungs­an­stalt (einem “Vorläu­fer” der dorti­gen Pädago­gi­schen Hochschu­le) war; und Leo Klotz­bü­cher stamm­te aus Lautern am Fuß des Rosensteins.

Im zweiten Stock der katho­li­schen Schule wohnten die Lehrerfa­mi­li­en Klotz­bü­cher (auf der rechten Seite) und Mager (auf der linken Seite). Ganz oben befand sich die Wohnung des Schul­die­ners bzw. der Schul­die­ne­rin. Irgend­wo fand sich auch noch ein Zimmer für den unstän­di­gen Lehrer. Familie Umbrecht wohnte außer­halb des Schul­ge­bäu­des in der Heiden­hei­mer Straße. Aufgrund des starken Wachs­tums der Bevöl­ke­rung nach dem Zweiten Weltkrieg war die Schule, die sich mit je zwei Zimmern im Erdge­schoß befand, bald viel zu klein gewor­den und ein neues Unter­richts­ge­bäu­de entstand. Doch schon bald hatte die Reali­tät die Schul­haus­bau­pla­nung überholt. Zwar wurde 1951 der “Mittel­bau” der Dreißen­tal­schu­le einge­weiht und bezogen, doch fehlten noch im selben Jahr zwei weite­re Klassen­zim­mer. Deshalb mußten die Lehrerfa­mi­li­en Maikler und Klotz­bü­cher ihre Wohnun­gen im alten Schul­haus räumen. Auf diese Weise gewann man Platz für die fehlen­den zwei “Schul­lo­ka­le”. Die Hausmeis­ter­woh­nung blieb bis heute erhalten.

Das alte evange­li­sche Schul­haus der damali­gen Zeit ist das heuti­ge Jugend­haus “Eulen­spie­gel” in der Adres­se Aalener Straße 19. Von 1911 bis 1934 hatte Lehrer Karl Günther die einzi­ge evange­li­sche Schul­meis­ter­stel­le in Oberko­chen inne, davor unter­rich­te­te Lehrer Fünfer. Günther wae ein großer , statt­li­cher “Felsen­mann” mit lauter Stimme. Er versah neben­bei das Amt des evange­li­schen Kirchen­mu­si­kers. Günther zug 1934 nach Waiblin­gen um. Im August 1934 trat Gottlob Braun dessen Nachfol­ge als evange­li­scher Lehrer und Kirch­mus­ker in Oberko­chen an. Braun wohnte mit seiner Familie 31 Jahre lang in einer 5 Zimmer-Wohnung in “seinem” Schul­haus. Die evange­li­sche Gemein­de hatte dieses Schul­haus nach einem Tausch­ge­schäft mit dem Bergmann Ludwig Storg im Jahre 1860 errichtet.

Diese evange­li­sche Bekennt­nis­schu­le war eine Einklas­sen­schu­le, sie wurde um 1930 von ca. 40 Kindern aller Alters­stu­fen besucht und gehör­te verwal­tungs­mä­ßig zum Bezirks­schul­amt Heiden­heim, während die katho­li­sche Schule vier Klassen führte und dem Bezirks­schul­amt Schwä­bisch Gmünd zugeord­net war.

Abgese­hen vom Religi­ons­un­ter­richt und der daraus eventu­ell resul­tie­ren­den unter­schied­li­chen “Weltan­schau­ung” gab es keine wesent­li­chen Unter­schie­de zwischen den Konfes­si­ons­schu­len. Trotz­dem wurden die Lehrplä­ne von zwei verschie­de­nen, vonein­an­der unabhän­gi­gen Oberschul­rats­be­hör­den ausge­ar­bei­tet. Diese seltsa­me Situa­ti­on hat ihre Wurzeln in der Zeit der stren­gen religiö­sen Trennung. Damals orien­tier­te sich der katho­li­sche Ortsteil nach Ellwan­gen, der evange­li­sche nach Königs­bronn und Heiden­heim, Als örtli­che Schul­auf­sichts­be­hör­de fungier­te ein katho­li­scher und ein evange­li­scher Ortsschul­rat, in dem der jewei­li­ge Pfarrer und einige angese­he­ne Bürger über schuli­sche Angele­gen­hei­ten berieten.

Vor dem Zweiten Weltkrieg betrug die Schul­pflicht für alle Kinder sieben Jahre. Der Lehrstoff war zwar noch nicht so weit gefächert wie heute, dennoch auch schon sehr “reich­hal­tig”: von Natur­kun­de über Geschich­te und Erdkun­de, Rechnen und Deutsch bis zu Religi­on, Zeich­nen, Musik, Handar­beit und Turnen. Nur Fremd­spra­chen standen noch nicht im Lehrplan der Oberko­che­ner Konfes­si­ons­schu­len. Die Schüler lernten viele Gedich­te und Balla­den auswen­dig (“Als Kaiser Rotbart lobesam .… “, “Des Sängers Fluch” usw.), außer­dem wurde oft gesun­gen. Beliebt waren Wander­lie­der (“Laue Lüfte fühl’ ich weben”) und Heimat­lie­der (“In der Heimat ist es so schön”). Im Sport dominier­te die Gymnas­tik z. B. mit Stäben, während Spiele wie Fußball oder Handball im Hinter­grund standen.

Es wurden vor 50 Jahren auch Schul­bü­cher benutzt. Aller­dings waren sie weder so zahlreich noch so ausführ­lich oder so bunt aufge­macht wie heute. Eine wesent­li­che Funkti­on kam dem “Reali­en­buch” zu, in dem der gesam­te Schul­stoff für mehre­re Jahre “einfach und klar” aufge­zeich­net stand.

Um 1930 erhiel­ten die Schüler nur einmal im Jahr Zeugnis­se, die Noten­ska­la reich­te von eins bis acht, dabei bedeu­te­te acht “vorzüg­lich”. Die Zensu­ren wurden aufgrund der schrift­li­chen Arbei­ten und der mündli­chen Leistun­gen verge­ben. Die Zahl der Klassen­ar­bei­ten blieb dem Lehrer überlas­sen. Einige Lehrer setzten sehr viele Arbei­ten an, andere verzich­te­ten ganz darauf. Im letzte­ren Fall ergaben sich die Zeugnis­no­te allein über den “Eindruck”, den der Schüler beim Lehrer hinter­las­sen hatte.

Einklas­sen­schu­len, wie die evange­li­sche Bekennt­nis­schu­le, sind heute eine große Selten­heit gewor­den. Wer es nicht erlebt hat, kann es sich kaum vorstel­len, daß über 40 Kinder aus sieben Jahrgän­gen von einem einzi­gen Lehrer in einem einzi­gen Klassen­zim­mer unter­rich­tet wurden. Selbst­ver­ständ­lich war eine gute Organi­sa­ti­on für den erfolg­rei­chen und reibungs­lo­sen Ablauf des Unter­richts notwen­dig. Die Schüler durch­lie­fen eine Anfän­ger­stu­fe (1. Schul­jahr), eine Mittel­stu­fe (2. bis 4. Schul­jahr) und die Oberstu­fe (5. bis 7. Schul­jahr). Der Unter­richt war in mittel­ba­re und unmit­tel­ba­re Phasen aufge­teilt. Beim unmit­tel­ba­ren Unter­richt beschäf­tig­te sich der Lehrer direkt mit seinen jewei­li­gen Schülern und brach­te ihnen den neuen Unter­richts­stoff bei. Während des mittel­ba­ren Unter­richts arbei­te­ten die Schüler ohne ihren Lehrer. In dieser Zeit galt es Aufsät­ze zu schrei­ben, zu zeich­nen oder eine große Zahl von Rechen­auf­ga­ben zu lösen. Die Vermitt­lung des Unter­richts­stof­fes fand in einem mehrjäh­ri­gen Zyklus statt. Auf diese Weise lernte jeder Schüler, der z.B. inner­halb von drei Jahren die fünfte, sechs­te und siebte Klasse durch­lief, irgend­wann den gesam­ten Lehrstoff der Oberstufe.

Im Sommer begann der Unter­richt um sieben Uhr. Bis neun Uhr war die Oberstu­fe unter sich und hatte unmit­tel­ba­ren Unter­richt. Um neun gesell­te sich die Mittel­stu­fe dazu. Der Lehrer beschäf­tig­te sich mit den jünge­ren Schülern, während die älteren allei­ne arbei­te­ten. Wenn die “Obers­tüf­ler” Rechen­auf­ga­ben zu lösen hatten, beschrieb der Lehrer die ganze Tafel mit Aufga­ben und hinter­leg­te die Lösun­gen bei einem ausge­wähl­ten Schüler. Dieser korri­gier­te die Rechnun­gen seiner Mitschü­ler. Von elf bis zwölf Uhr brach­te der Lehrer den Schul­an­fän­gern die Grund­kennt­nis­se im Lesen und Schrei­ben bei, und die größe­ren arbei­te­ten im stillen.

Im Klassen­zim­mer standen große und kleine Bänke, die der Körper­grö­ße der verschie­de­nen Alters­stu­fen angepaßt waren. Damals saßen die Kinder noch in “Vierer­bän­ken” mit Klapp­sit­zen. “Zweisit­zer” wurden erst Ende der 30er Jahre aufge­stellt. Diese Bänke mit ihren Tinten­fäß­chen, die oftmals Anlaß für Unfug in der Schule geboten haben, waren noch sehr lange in Benutzung.

Das Klima in der Schule war stren­ger als heute. “Zucht und Ordnung” wurde mit harter Hand durch­ge­setzt. Ernst­haf­te körper­li­che Strafen wurden damals aber schon selte­ner verhängt, wenn auch “bestimm­te Lehrer” das Prinzip der körper­li­chen Züchti­gung noch eifrig vertra­ten. Die Schüler seien meist “sehr willig” gewesen, doch habe es auch “ein paar Faulen­zer” gegeben.

Schon damals besuch­ten einige Oberko­che­ner Kinder, vor allem Jungen, höhere bzw. weiter­füh­ren­de Schulen. Hier ist insbe­son­de­re das “Realgym­na­si­um” in Aalen zu nennen. Dabei handelt es sich um das heuti­ge Schub­art­gym­na­si­um, aus dessen in Oberko­chen Ende der 50er Jahre errich­te­ten Außen­stel­le später das örtli­che Gymna­si­um entstand. Vor der Gründung des heuti­gen Schub­art­gym­na­si­ums befand sich die nächst­ge­le­ge­ne höhere Schule in Ellwangen.

1936 griffen die natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideen tief und sicht­bar in das württem­ber­gi­sche Schul­we­sen ein. Die Bekennt­nis­se­hu­len sollten einer “Deutschen Volks­schu­le” weichen. Zu Beginn des Dritten Reiches versuch­ten die Verant­wort­li­chen immer wieder, den Mantel einer “demokra­ti­schen” Abstim­mung über ihre Aktio­nen zu breiten. So geschah es auch bei der Auflö­sung der Konfes­si­ons­schu­len. Die Eltern wurden nament­lich nach ihrer Meinung zu diesem Thema gefragt. Aller­dings gab es nur die rohe Alter­na­ti­ve “Wit oder wit net”, (“Willst du oder willst du nicht”). Gestützt auf das Ergeb­nis der sogenann­ten Abstim­mung wurde die “Deutsche Volks­schu­le” auch in Oberko­chen inner­halb weniger Tage einge­führt. Eine kleine Gruppe von Leuten besaß den Mut, die neue Schule öffent­lich abzuleh­nen und an der alten Konfes­si­ons­se­hu­le festzu­hal­ten. So entstand schließ­lich eine vierklas­si­ge “Deutsche Volks­schu­le”, und eine einklas­si­ge katho­li­sche Bekennt­nis­schu­le blieb erhal­ten. Die kleine katho­li­sche Schule fand ihre neue Heimat im ehema­li­gen evange­li­schen Schul­ge­bäu­de, Lehrer Leo Klotz­bü­cher unter­rich­te­te dort. Doch die kleine Schule überleb­te nicht lange. Immer wieder spran­gen Schüler ab, und bald kam ein Erlaß, der die Auflö­sung der einklas­si­gen katho­li­schen Bekennt­nis­schu­le verfügte.

Die “Deutsche Volks­schu­le” nahm ihre Tätig­keit im ehema­li­gen katho­li­schen Schul­haus auf. In eine Tafel über der Eingangs­tü­re wurde weithin sicht­bar “Deutsche Volks­schu­le” einge­mei­selt. Die vorge­setz­te Schul­be­hör­de war zunächst das Bezirks­schul­amt Heiden­heim, ab 1938/39 dasje­ni­ge in Ellwangen.

1938 gingen etwa 250 Kinder in die “Deutsche Schule”. Als 1939 die Schul­pflicht auf acht Jahre angeho­ben wurde, bekam Herr Braun die Aufga­be, das achte Schul­jahr zu überneh­men. Der Unter­richt der “Achtkläss­ler” fand im alten evange­li­schen Schul­haus statt, das durch das schnel­le Ende der dort unter­ge­brach­ten einklas­si­gen katho­li­schen Bekennt­nis­schu­le inzwi­schen wieder frei gewor­den war. Für die ältes­ten Schüler erhielt das alte Klassen­zim­mer neue große “Zweisit­zer­bän­ke”.. Es war das erste Mal in der Schul­ge­schich­te Oberko­chens, daß für einen einzi­gen Jahrgang ein eigener Lehrer und ein eigenes Klassen­zim­mer zur Verfü­gung stand. Doch dieser Zustand sollte nicht lange andau­ern. Als im Septem­ber 1939 der Krieg begann, wurden Männer aus allen Berufs­grup­pen zu den Waffen gerufen. Damit fehlten nun plötz­lich auch überall Lehrer, und das siebte und achte Schul­jahr mußte zusam­men­ge­legt, werden. So entstan­den vier Klassen mit je zwei Jahrgän­gen und je 70 bis 80 Schülern.

Das Ende der “Deutschen Volks­schu­le” in Oberko­chen kam im April 1945. Beim Einmarsch der Ameri­ka­ner wurde der Schrift­zug “Deutsche Volks­schu­le” rasch wieder entfernt. Die Ameri­ka­ner besei­tig­ten die “Deutschen Schulen”, in ihrer Besat­zungs­zo­ne. In Südwürt­tem­berg-Hohen­zol­lern gingen die franzö­si­schen Besat­zungs­grup­pen sogar noch einen Schritt weiter. Sie schaff­ten nicht nur die “Deutschen Volks­schu­len” ab, sondern führten die alten Konfes­si­ons­schu­len wieder ein. Sie handel­ten dabei getreu dem Grund­satz, daß alles wieder so werden müsse, wie es vor 1933 gewesen war.

Mit den Luftan­grif­fen der Ameri­ka­ner im April 1945 brach das Schul­we­sen in Oberko­chen zusam­men und es lag bis Oktober 1945 völlig darnie­der. Danach setzte ein langsa­mer Neube­ginn ein. Das alte evange­li­sche Schul­haus diente noch bis zum Ende der 50er Jahre als Handar­beits­raum: katho­li­sche Schwes­tern erteil­ten den Unter­richt. Nachdem der zweite Erwei­te­rungs­bau der Dreißen­tal­schu­le fertig­ge­stellt war, benötig­te man die alten Klassen­zim­mer nicht mehr. Sie dienten für kurze Zeit dem entste­hen­den Gymna­si­um als erste Heimat, bald zog diese neue Schule aber ins “Bergheim” um. Danach wurde im alten evange­li­schen Schul­haus die Ortsbi­blio­thek eingerichtet.

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