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	<title>Straßen, Plätze und Brücken | Heimatverein Oberkochen</title>
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	<description>Website des Heimatverein Oberkochen e.V.</description>
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	<title>Straßen, Plätze und Brücken | Heimatverein Oberkochen</title>
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		<title>Bericht 771: Nachträge zu den Straßen von Oberkochen</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-771-nachtraege-zu-den-strassen-von-oberkochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2023 22:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Es sind doch ein paar Mails zu dem Thema eingegangen und sie haben es verdient, veröffentlicht und bearbeitet zu werden.</strong></span><br><strong>Da haben wir zuerst den Wolfgang Ritter aus Dinkelsbühl, der schon zur „Lehrer-Reihe“ seinen „fränkischen Senf“ in höchster Qualität beigesteuert hat ????. Seine Eltern, Heinrich und Erna, wohnten einst in der Walter-Bauersfeld-Straße 43.</strong><br><em>„Sehr geehrter Herr Müller, wieder mal mein persönlicher „Senf“ zu ihrem Heimatbericht Nr. 766 vom 31. März 2023 über die Oberkochener Straßennamen. Die Anmerkungen über den Gutenbachweg bzw. Gutenbach weckten in mir Erinnerungen an meine frühe Kindheit in unmittelbarer Nachbarschaft in der Walther-Bauersfeld-Straße. Die von Ihnen beschriebene Wasserführung des kleinen Baches ist mir auch noch in Erinnerung. In kalten Wintern (und die waren anfangs der 60er Jahre noch üblich und sehr kalt) tummelte ich mich mit den Nachbarkindern aus der Schiller- und Walther-Bauersfeld-Straße auf dem zugefrorenen Gewässer, während die Mutter sich sorgte, dass das Eis einbricht. Und das auf dem Bild gezeigte Gutenbach-Hochwasser ist mir auch noch in Erinnerung, weil es unseren Umzug nach Oberkochen gewaltig behinderte. Meine Eltern zogen im Frühjahr 1958 von Dinkelsbühl nach Oberkochen in eine neu erbaute moderne Zeiss-Mietwohnung in der Walther-Bauersfeld-Straße. Eine Zufahrt in das Neubaugebiet über den Eugen-Bolz-Platz war entweder noch nicht möglich oder die ortsunkundigen Möbelwagenfahrer verfuhren sich und steuerten unsere neue Heimstatt von der Katzenbachstraße an — bis zum Segelfliegerhäusle, dann war erst mal „Ende Gelände“. Aufgrund der Schneeschmelze (vielleicht auch noch Regen zu der Zeit) ließ der noch nicht „gezähmte“ Gutenbach eine direkte Zufahrt über das Brücklein rechts in die Walther-Bauersfeld-Straße nicht zu. Von links wälzte sich eine braune Wasser- und Schlammlawine über die Straße in Richtung der späteren Gutenbach-Grünanlage. Soweit ich mich noch erinnern kann, lotsten dann ortskundige Bauarbeiter die verzweifelten Möbelwagenfahrer und Eltern über die Zufahrtsstraße des Pflug-Aussiedlerhofs (Fischer) im Wolfertstal und weiter hinten vor dem „Hungerbrunnen“ über ein kleines Brücklein wieder zurück auf der anderen Seite des Wolfertstal in Richtung Neubaugebiet. Dazu muss man wissen, dass diese provisorische „Umleitungsstrecke“ damals unbefestigte Feldwege waren — mit einem beladenen Möbel-LKW sicher eine ambitionierte Herausforderung für unsere Dinkelsbühler Möbel-Kutscher. Schlussendlich — Mobiliar und Oberkochener Neubürger sind wohlbehalten angekommen.“</em><br>Da will ich nur allzu gerne noch ein Bild zum Thema Hochwasser am Gutenbach spendieren.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28915" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28915" class="wp-image-28915 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Ueberschwemmung-Gutenbach.jpg" alt width="1200" height="909"><p id="caption-attachment-28915" class="wp-caption-text">Überschwemmung Gutenbach im Jahr 1958 (Archiv Rathaus)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Dann hätten wir noch das Mail unseres lieben Revierleiters, dem Förster Reinhold Vogel, aus dem Dezernat III — Wald und Forstwirtschaft.</strong><br><em>„Hallo Wilfried, ich habe soeben wie immer Deine schöne und hochinteressante Berichte gelesen. Vermutlich ist Deiner Aufmerksamkeit entgangen, dass es in Oberkochen nicht nur eine Heidestraße gibt, sondern auch einen Heideweg, über den ich auch gerne Information hätte! Beste Grüße aus dem Heideweg.“</em><br>Jetzt bin ich aber erstaunt. So lese ich in der Schwäpo vom 12. Feb. 2019, dass der Wald sein Wohnzimmer sei und jetzt wohnt er im Heideweg — Heidenei abr au ????. Ebenfalls erstaunlich ist die Tatsache, dass der „vergessene“ Heideweg, außer ihm, wohl niemandem aufgefallen ist – nicht einmal den dortigen Bewohnern. Wenn Frau Dörrich noch leben würde, sie hätte mich bestimmt angerufen.<br>Kommen wir zuerst zum Namen – Heideweg. Na ja, diese Straße wird als “Weg” bezeichnet, obwohl es Bürgersteige gibt und somit der “Weg” eine Straße ist. Auf einer Straße fahren Autos und dort gehen normalerweise keine Leute. Auf einem Weg fahren normalerweise keine Autos, sondern gehen Fußgänger, fahren Räder oder Landmaschinen. Hat man das schon wohl wissend auf die Zukunft erkannt, dass man die „Heidestraße“ als Namen einmal anderweitig brauchen würde? Sehr vorausschauend.<br>Der Heideweg führte wohl einst hinauf zur Heide, also zur „Hoid nauf“ – zu den Schafen, die dort gehalten wurden. Heute haben sich dort oben Menschen niedergelassen. Der Weg beginnt mit dem Haus „Dörrich“ und geht bis zum „Naturfreundehaus“. Wobei die Hausnummern 11 und 13 eine Besonderheit darstellen – sind sie doch links gebaut. Und direkt hinter des „Förster’s Haus“ fängt eine der kürzesten Straßen an – Feldrain Nr. 1 und 3.<br>Der Heideweg findet sich schon im ersten Einwohnermeldebuch aus dem Jahr 1959 – also ein schon recht alter Weg. Ein Blick in die Bücher zeigt folgende Bewohner (zwischen 1959 und 2002):<br><strong>Haus Nr. 2</strong>: Dörrich Irmgard, Berthold, Claudia und Otto, Kosmalla Martha, Kenntner Annerose und Gerhard, Matzek Gerhard und Rosa, Rettenmaier Annegret, Ritter Brigitte und Ulf, Schramm Edda und Walter, Lücke Christian und Ingrid<br><strong>Haus Nr. 4:</strong> Bahle Hildegard, Borst Ernestine, Ludwig, Reiner, Roland, Walter und Zwanette, Sperle Karl-Heinz und Silvia, Wiedemann Berndhard und Brigitta<br><strong>Haus Nr. 6:</strong> Diemer Kaspar und Maria, Langner Johanna und Klaus, Maslo Agnes, Erwin und Rudolf, Scholz Heinz, Sieber Albert und Lina, Zieschank Elfriede und Günter<br><strong>Haus Nr. 8:</strong> Ackermann Hubertus, Kutscherauer Andreas , Maria, Rosina und Werner, Minder Gerd-Uwe und Kerstin, Soutschek Maria<br><strong>Haus Nr. 10:</strong> Buschak Klaus, Diebel Albert und Eva, Gruber Agnes und Josef, Haas Friedrich und Johanna, Hoppe Sonja, Kalmbach Margot und Ortwin, Schörlitz Gerhard<br><strong>Haus Nr. 11:</strong> Bihlmaier Alfons und Brigitte, Fröhlich Brigitte, Dieter, Jutta und Thomas, Gratzke Wolfgang, Gröner Heidrun, Hafenrichter Peter, Hummitzsch Charis und Ronny, Dr. Simon Karlheinz und Marianne, Zipfel Franz<br><strong>Haus Nr. 12:</strong> Appt Willibald, Danner Bernd, Ernst, Frida und Renate, Dunst Margarete und Michael, Elze Barbara und Bernd, Jakl Anton, Hermann Sandra, Steb Regina, Stöckner Christl, Sumacz Agnes, Vilgis Alois, Maria und Thomas, Witt Klothilde und Hans-Joachim.  In diesem Haus lebte einst Prof. Dr. Thomas Vilgis, ein physikalischer Tausendsassa, über und von dem in Kürze einiges zu lesen sein wird.<br><strong>Haus Nr. 13</strong> Jäger Elfriede und Jakob, Roh Maria.  Hier war Wolfgang Jäger (kurz „Jagger“ genannt), Kriminaldirektor i.R. und „Disco-Mitbegründer“ einst zuhause. Gefolgt von Steier Christl und Wolfgang. Ab dem 1990er Einwohnermeldebuch sind Reinhold und Renate Vogel gelistet. Der Garten ist durchaus gefällig. Ja, da war es, das neue, nicht das alte oder gar das uralte Försterhaus (ab 1975 im Einwohnermeldebuch).</p>
<p style="padding-left: 40px">Das alte Försterhaus (der Text passt ja hinten und vorne nicht ????)<br>Es liegt der Wald im letzten Abendschimmer,<br>Der Nebel steigt herauf vom Wiesengrund.<br>Der alte Förster sitzt in seinem Zimmer<br>Und streichelt traumverloren seinen Hund.</p>
<p><strong>Haus Nr. 22</strong> Das Naturfreundehaus (dessen Geschichte wird in einem späteren Bericht über die „Gasthäuser und Vereinsheime“ behandelt werden.<br><strong>Und dann ist mir selbst doch ein schöner Weg ohne Namen entgangen.</strong> Früher hatte er ein völlig anderes Gesicht. Laut Stadtplan beginnt er als Verlängerung der Albert¬-Bäuerle-Straße, schlängelt sich am Kocher entlang bis zur Scheerer-Mühle. Für die BM Gentsch und Traub war es immer ein Wunsch diesen Weg in der ganzen Länge am Kocher begehbar zu gestalten. War aber aus meiner Sicht illusorisch. Begehen können wir den Weg heute, wenn wir beim Raumausstatter Kaufmann zum Kocher hinunterlaufen uns dann links halten, die Bahnhofstraße queren und den Kocher entlang spazieren, unterhalb der „Neuen Mitte“ in Richtung Scheerermühle.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28916" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28916" class="wp-image-28916 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Heidenheimer-Strasse.jpg?ver=1755093805" alt width="1200" height="612"><p id="caption-attachment-28916" class="wp-caption-text">Die Heidenheimer Straße — links nach der “Dunglage” der Durchgang zum Kocher (Archiv Müller)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Versetzen wir uns mal in alte Zeiten und laufen den Weg ab:</strong><br>In der Heidenheimer Straße 19 waren im Jahr 1959 gemeldet: August, Josef, Rosa, Rudolf und Theresia Hug. In dem Gebäude Richtung Kocher hinab betrieb Schreinermeister Rudolf seine Bau- und Möbelschreinerei. Das Haus steht heute noch, das markante Kennzeichen ist die Katzenklappe in der Haustüre. Im anderen Haus gab es noch keinen Kaufmann. Gemeldet waren im Haus 21 Josef und Maria Betzler sowie Hans und Josefine Wälder, die im selben Haus ein Uhren- und Juweliergeschäft hatten. Dazwischen lief der Fußweg, wie wir ihn heute kennen, zum Kocher hinab und traf dort auf’s „Milch-Häusle“, das in den letzten Monaten eine drastische Veränderung durchlief.<br><strong>Ein Bericht von Oskar Strohmaier aus dem Jahr 1974 über das alte Milch-Häusle:</strong><br><em>„Der Not gehorchend und der Zeit anpassend einigten sich 1934 die Bauern und Landwirte Oberkochens zur Gründung einer Milchverwertungsgenossenschaft MVG. Insgesamt 74 (in Worten vierundsiebzig !!!!!) <strong>landwirtschaftliche Betriebsinhaber</strong> erklärten damals ihren Beitritt zu einer genossenschaftlichen Einrichtung, welche die bestmögliche Verwertung und Vermarktung des täglichen Milchaufkommens garantierte. Wesentlicher Bestandteil des Betriebes der MVG war das Vorhandensein eines Molkereigebäudes. Mutige und schollen-treue Männer, nicht zuletzt Verwaltungsmitglieder der zwischenzeitlich registergerichtlich eingetragenen Genossenschaft, bahnten alsbald den Weg für einen Neubau. Dankenswerter-weise stellte Herr Anton Schellmann ein Grundstück zum Kaufe frei. Die Finanzierung der Platz- und Baukosten wurde langfristig auf dem Darlehenswege eingeplant. Monatliche Abzüge vom Milchgeld sicherten eine geregelte Rückzahlung der Schuld. In jüngerer Zeit wurde die tägliche Milch nur noch gewogen und in großen Kannen gesammelt zum Zwecke der Abholung durch einen von der Bezirksmilchverwertung Ellwangen zur Verfügung gestellten LKW. Alles weitere, was die Bearbeitung der Milch anbelangte, ging im Zweigwerk Aalen vor sich. Die Funktion einer früheren Rahmstelle wurde aufgegeben, weil sich die Entrahmung in der herkömmlichen Weise nicht mehr lohnte. So diente das Molkereigebäude langsam nur noch dem Zweck einer Sammelstelle für täglich angeführte Milch aus den landwirtschaftlichen Betrieben. Gesetzliche Bestimmungen untersagten schließlich den jahrzehntelang geübten offenen Frischmilchverkauf. Der Milchsammelexpress, ein modernes Transportmittel für das empfindlichste aller Getränke, kam schließlich auf den Markt und verdrängte die Existenz eines Molkereigebäudes vollends. Schweren Herzens entschieden sich die Mitglieder der MVG, sich von ihrem so ans Herz gewachsenen Milchhäusle am Kocher zu trennen. In der im Dezember 1973 stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung beschloss die Mehrheit der anwesenden Mitglieder den Verkauf des Gebäudes. Zwischen-zeitlich ist die Firma Bäuerle Eigentümer geworden. Oberkochens Landwirte hoffen und wünschen, dass dieses vergangenheitsträchtige Bauwerk noch recht lange seinen Platz behaupten und der Erinnerung an vergangene schöne Tage dienlich sein möge.“</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28913" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28913" class="wp-image-28913 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Scheune-Schellmann-und-Milchhaeusle-1.jpg" alt width="1200" height="800"><p id="caption-attachment-28913" class="wp-caption-text">Der Schellmann’sche Garten mit altem Milchhäusle rechts (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Anschließend kommen wir am „Schellmann’schen“ Garten und Wohnhaus vorbei, der seit einigen Jahren im Dornröschenschlaf liegt und wartet, dass irgendein Investor etwas Vernünftiges daraus machen will – et bloß ‘n Parkplatz. Wir queren die Straße, links liegt das alte ELEKTRA-Gebäude, in dem einst Hans Blum und seine Mannschaft tolle Jahre hatten. Rechterhand die alte „Schell“ (Bahnhofrestauration), einst im Besitz der Familien Winter und Bäuerle und der alte Tanzsaal der Gemeinde (neben dem „Hirsch“). Jetzt geht’s unterhalb der neuen Mitte mit schönem Panorama in Richtung „Scheerer-Mühle“.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28914" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28914" class="wp-image-28914 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Am-Kocher.jpg" alt width="1200" height="800"><p id="caption-attachment-28914" class="wp-caption-text">Unterhalb der heutigen “Neuen Mitte” kurz vor Abriss des alten “Hirsch” (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>So, des wär jetzt au gschwätzt und über allen Gipfeln herrscht Ruh‘ – frei nach Goethe’s „Wanderer’s Nachtlied“.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
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			</div>
				
				
				
				
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		<title>Bericht 770: Die Straßen von Oberkochen Teil 8 und Schluss</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-770-die-strassen-von-oberkochen-teil-8-und-schluss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2023 22:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28892" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28892" class="wp-image-28892 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Volkmarsbergstrasse.jpg" alt width="1200" height="832"><p id="caption-attachment-28892" class="wp-caption-text">Volkmarsbergstraße (Archiv Rathaus)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(03) Volkmarsbergstraße.</strong></span> Der Name sagt schon, wohin sie führt – auf unseren Hausberg. Aber seit wann gibt es sie und wie ist sie entstanden? Der Wunsch nach einem besseren Zugang zum Volkmarsberg war schon alt und wurde 1931–33 in Angriff genommen und umgesetzt. Zuvor hatte es auf den »Berg« nur den alten Viehtrieb gegeben, dessen Spuren heute noch vom Parkplatzende zuerst flach, dann steil ansteigend, verfolgt werden können. Der alte Viehtrieb erreicht die neue Straße zwischen Kesselkurve und Skihütte. Die Straße war in den frühen Dreißigerjahren (1931/32/33) in einem Akt der Selbsthilfe gegen die Arbeitslosigkeit aus der wirtschaftlichen Notsituation heraus, noch vor der Machtergreifung, mit großer Beteiligung Oberkochener Arbeitsloser unter örtlicher Bauleitung (es gab eine Gruppe mit 19 Erwachsenen und eine Gruppe mit 27 Jugendlichen) in 2 Sektionen bis zum Gipfel des Volkmarsberg gebaut worden.<br><strong>Im Bericht 156 lesen wir dazu folgenden Text:</strong><br><em>Zum Bau der Volkmarsbergstraße gab es genügend Steinmaterial an Ort und Stelle, da das Sträßchen bergseits oft durch den Fels gebrochen wurde. Die Jüngeren bauten den einen Abschnitt bis zum Waldrand. Ab dort wurden die Älteren als Notstandsarbeiter eingesetzt. Die Arbeiten waren in Tagwerke aufgeteilt und bezahlt in der Weise, dass das Bürgermeisteramt (Bürgermeister Frank) Eingaben an das Land machte, das die Tagwerke zu genehmigen hatte. Das Geld wurde erst nach Abschluss der Arbeiten ausbezahlt. Allerdings hatten die Oberkochener in Jakob Kirchdörfer (»Ochsen«) einen Mann, der die Geldgeschäfte hervorragend und großzügig für sie abwickelte: Kirchdörfer schoss ihnen den Lohn für die einzelnen Tagwerke jeweils vor; er erhielt es dann später vom Land zurück. Zum Bau der Straße wurde speziell ein Rollgleis errichtet, auf dem das gebrochene Material in einem Rollwagen (Lore) dorthin befördert wurde, wo es benötigt wurde, im Allgemeinen von oben nach unten. Die beladene Lore musste abwärts enorm gebremst und gesichert und dann mühsam wieder bergauf gezogen werden, ohne Maschineneinsatz.</em><br><span style="color: #3366ff"><strong>(06) Wacholdersteige.</strong></span> Das ist ein alter Name für einen alten Weg, der früher hinauf zum Wald führte, vorbei an der Schleif‑, Öl- und Ziegel-Mühle. Auf diesem Areal steht heute die Firma Leitz GmbH &amp; Co. KG. Von der alten Wacholdersteige ist aber nur noch ein kleiner Rest geblieben (zwischen Kreisel bei der Zimmerei Brunnhuber und dem Kreisel an der Carl-Zeiss-Straße). Der Rest wurde irgendwann im Laufe der Jahre in Leitzstraße umgewandelt.<br>Die Gattung Juniperus umfasst etwa 60 Arten, die über die gesamte Nordhalbkugel der Erde verbreitet sind. In Baden-Württemberg ist nur eine Art heimisch — der Gewöhnliche Wacholder (Juniperus communis). Dieser wächst in der Regel als aufrechter, meist vom Grunde an, verzweigter Strauch. Das wohlriechende Holz wird gern zum Räuchern verwendet, dient aber auch zur Herstellung von Pfeifenstielen und Spazierstöcken. Die Früchte (Wacholderbeeren) geben aufgrund ihrer ätherischen Öle Destillaten wie Gin ihren charakteristischen Geschmack.<br>Wacholderheiden wie auf unserem Volkmarsberg, in der Heidenheimer Brenzregion oder auf dem Härtsfeld müssen gehegt und gepflegt werden und ohne die Schafe würden die Heiden zuwachsen und bald würden an deren Stelle Buchen ausschlagen. Der Geruch der Wacholderheiden gehört mit zu meinen Kindheitserinnerungen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28893" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28893" class="wp-image-28893 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Walter-Bauersfeld.jpg" alt width="650" height="867"><p id="caption-attachment-28893" class="wp-caption-text">Prof. Dr. Walter Bauersfeld im Jahr 1954 anl. Seines 75ten Geburtstages (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_12 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(11) Walter-Bauersfeld-Straße.</strong></span> Walther Wilhelm Johannes Bauersfeld * 23. Januar 1879 in Berlin; † 28. Oktober 1959 in Heidenheim an der Brenz war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Physiker. Er entwickelte das 1923 der Öffentlichkeit vorgestellte Planetarium und baute nach 1945 die Zeiss-Opton in Oberkochen / Westdeutschland auf. Circa 90 Patente gehen auf ihn zurück und geradezu bahnbrechend war er auf den Gebieten der Aerotopografie, der Astronomie, dem Bau freitragender Kuppeln und des Wassermaschinenbaus tätig. Diese Straße hieß nicht immer so. Anfangs war sie auch Bestandteil der „Jenaer Straße“. Am 1. April 1958 jährte sich zum 50ten Mal der Tag, an dem Prof. Dr.-Ing. E. h. Dr. rer. nat h.c. Dr. Ing. Walter Bauersfeld Mitglied der Geschäftsleitung der Zeiss-Werke in Jena wurde. Daher beschloss der Gemeinderat am 31. März 1958 die Straße aufzuteilen – in „Walter-Bauersfeld-Straße und Jenaer Straße“. Auch ein Asteroid mit rund 13 km Durchmesser, Nr. 1553, wurde nach ihm benannt: Bauersfelda.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(02) Weingartenstraße.</strong> </span>Es handelt sich dabei um einen Flurnamen, der eindeutig darauf schließen lässt, dass dort schon einmal ein Versuch des Weinbaus stattgefunden haben muss. Die Zeiten waren wohl schon einmal wärmer – auch in unseren Breiten. Gespannt warten wir alle auf den ersten Oberkochner Wein – ob er es denn auch schafft, sich aus den „Sauren Weinen aus herben Lagen“ abzuheben?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28888" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28888" class="wp-image-28888 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Weingarten-und-Sonnenbergstrasse.jpg" alt width="1200" height="606"><p id="caption-attachment-28888" class="wp-caption-text">Weingarten und Sonnenbergstraße im Bau 50er Jahre (Archiv Rathaus)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>11) Wernher-von-Braun-Straße.</strong></span> Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun * 23. März 1912 in Wirsitz, Provinz Posen, Deutsches Reich; † 16. Juni 1977 in Alexandria, Virginia, Vereinigte Staaten war als deutscher und später US-amerikanischer Raketeningenieur ein Wegbereiter der Raketenwaffen und der Raumfahrt.<br>Er genoss aufgrund seiner Pionierleistungen zunächst als führender Konstrukteur der ersten leistungsstarken, funktionstüchtigen Flüssigkeitsrakete Aggregat 4 („V2“) und später wegen seiner leitenden Tätigkeit beim Bau von Trägerraketen für die NASA-Missionen hohes Ansehen.<br>Er war zwar auch Mitglied der NSDAP und der SS – aber das interessierte bei dem technischen KnowHow wirklich niemanden und die Amis konnten sich nach Nürnberg nicht mehr mit diesem Problem aufhalten.<br>Ein berühmtes Zitat von ihm lautet: „Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen: die Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wären wir fertig geworden.“<br><span style="color: #3366ff"><strong>(10) Wilhelm-Grupp-Straße.</strong></span> Mehr ein Weg als eine Straße. Er beginnt als Fußweg vom steilen Teil der Mühlstraße in Richtung „Edeka“. Dort macht er einen Knick und wird zur Zufahrtstraße der Fa. „3E“.<br>Er war einer der alten Unternehmer unserer Gemeinde. Wilhelm Grupp wurde am 12. März 1863 als Sohn des Schmieds und Werkzeugmachers Christian Grupp in Oberkochen geboren. Da in Oberkochen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Gewerbe der Werkzeugschmiede schnell aufgeblüht war, erlernte Wilhelm Grupp das Bohrermacherhandwerk. Von der Werkstatt in der Katzenbachstraße bis hin zum Industrieunternehmen in der Heidenheimer Straße – und heute? Firma und Ruhm vergangen. In den übrig geblieben Gebäuden finden wir heute verschiedenste Unternehmen im Süden von Oberkochen u.a. Böhlerit, Orthopedie Walter PedCad, Maler Sievers etc. Zur Erinnerung an seine Verdienste wurde ihm diese Straße gewidmet.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(06) Wiesenweg.</strong> </span>Wie die Gartenstraße auch, soll wohl hier zum Ausdruck kommen, dass in dieser Gegend früher nichts als Wiese war. Nur sieht eine heutige Wiese völlig anders aus als zu meiner Kindheit. Von den Oberkochner Wiesen konnten seinerzeit für den Blumenschmuck der Fronleichnams-Altäre nahezu alle notwendigen Blütenblätter in allen erdenklichen Farben gezupft werden. Und daher kann ich sagen, dass unsere heutige Natur menschen-gemacht und maschinen-gerecht ist. Besserung ist zwar in Sicht — aber derzeit nur partiell hie und da.<br>Wir unterscheiden Blumenwiesen, Mager- und Fettwiesen, Trocken- und Feuchtwiesen sowie Salzwiesen. Sonderformen sind Streu- und Streuobstwiesen sowie Laubwiesen.<br>Was allerdings in der heutigen Zeit niemand mehr braucht, sind Steinwiesen/-gärten und englischer Rasen. Jeder Hauseigentümer sollte sich Gedanken machen, was er damit anrichtet, und die Rathäuser sollten sich eine Sondersteuer für die überlegen, die es trotzdem für angeraten halten. (Ist meine ganz persönliche Meinung). Auch die EU muss hier einfach mehr machen, denn eine Welt mit immer weniger Insekten, bedeutet eine Gefahr für uns alle. Wer sich nicht mehr vorstellen kann, was für ein überwältigender Lebensraum eine Wiese sein kann, dem sei der Kinofilm „Die Wiese“ (auch als DVD erhältlich) ans Herz gelegt. Hier befand sich auch der alte Kindergarten, der von den katholischen Schwestern geleitet wurde. Dazu gibt es einen wunderbaren <strong>Bericht mit der Nr. 635.</strong></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28889" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28889" class="wp-image-28889 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Zeppelinweg.jpg" alt width="1200" height="906"><p id="caption-attachment-28889" class="wp-caption-text">Die Häuser im Zeppelinweg werden gebaut (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_16 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(09) Zeppelinweg</strong></span>. Auch dieser Straßenname in Oberkochen ist für mich ein Geheimnis, dessen Begründung sich irgendwo im Dunst der 50er Jahre verliert. Wollte man damit zum Ausdruck bringen, dass man damals in Oberkochen höher nicht wohnen konnte, oder was veranlasste den Gemeinderat damals diesen außergewöhnlichen Namen zu wählen?<br>Zeppeline waren Starrluftschiffe aus deutscher Produktion, die nach ihrem Erfinder Ferdinand Graf von Zeppelin benannt wurden. Sie wurden von 1900 bis 1940 sowohl zur Personenbeförderung als auch militärisch eingesetzt. Verglichen mit anderen Luftschiff-Typen war ihr Erfolg so groß, dass der Begriff Zeppelin heute häufig synonym – als Gattungsname – zu ‚Starrluftschiff‘ gebraucht oder auch auf alle Arten von Luftschiffen angewandt wird.<br>Ferdinand Adolf Heinrich August Graf von Zeppelin * 8. Juli 1838 in Konstanz; † 8. März 1917 in Berlin war ein deutscher württembergischer Graf, General der Kavallerie und der Entwickler und Begründer des Starrluftschiffbaus. Den Durchbruch des Baus von Starrluftschiffen und die Gründung der noch existierenden Luftschiffbau Zeppelin GmbH und der Zeppelin-Stiftung bewirkte die „Zeppelinspende des deutschen Volkes“ von 1908. Die von ihm entwickelten Zeppeline kamen von 1909 bis 1914 in der zivilen Luftfahrt zum Einsatz (DELAG), dann verstärkt im Ersten Weltkrieg. Eine zweite Blüte erlebten sie nach von Zeppelins Tod in den 1920er und 1930er Jahren.<br>Der Zeppelin LZ 129 „Hindenburg“ (Kennzeichen D‑LZ129), benannt nach dem deutschen Reichs- Präsidenten Paul von Hindenburg, war neben seinem Schwesterluftschiff LZ 130 eines der beiden größten jemals gebauten Luftfahrzeuge. Seine Jungfernfahrt war im März 1936. Am 6. Mai 1937 wurde er bei der Landung in Lakehurst (New Jersey, USA) zerstört, als sich die Wasserstofffüllung entzündete. 35 der 97 Menschen an Bord sowie ein Mitglied der Bodenmannschaft kamen ums Leben. Danach wollte niemand mehr mit dem Luftschiff fahren.<br>Seit Herbst 1988 gab es in Friedrichshafen Überlegungen zur Wiedergeburt des Mythos Zeppelin. Nach Machbarkeitsstudie, Forschung und Entwicklung stieg der Zeppelin NT schließlich am 18. September 1997 zu seinem Jungfernflug vom Ankermast vor der Messehalle 10 in Friedrichshafen in die Lüfte. Mit der Musterzulassung des Zeppelin NT durch das Luftfahrtbundesamt im April 2001 und der Zulassung der Deutschen Zeppelin-Reederei im August 2001 wird der kommerzielle Flugbetrieb in Friedrichshafen aufgenommen. Bis heute ist der Zeppelin hier präsent und erlebbar – auf dem Gelände des Bodensee Airports, weithin sichtbar durch eine der größten Hallen Süddeutschlands, dem Zeppelin Hangar. Auch das 1996 eröffnete Museum in Friedrichshafen ist ein Erlebnis.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Rathausgasse</strong></span>. Jetzt kommen wir — da kann ich gar nicht anders – es drängt mich förmlich – zu dieser Gasse, zumal ich sie nahezu täglich benutze. Dieser ehemalige „Durchschlupf“ von der Feigengasse zur „Grube“ und zur „Bank“ ist nicht einmal im offiziellen Straßenregister vorhanden, aber sie sorgte für Aussehen. Das Straßenprojekt, das bei Anwohnern für Unmut sorgte, von der Verwaltung durchgesetzt wurde und heute im Grunde ein Beispiel dafür ist, wie man es nicht machen sollte. Wenn wir das Ergebnis heute anschauen, den Anwohnern zuhören, die Erklärung des Rathauses liest……. Im Grunde ein Fall für Christian Ehring und seine Sendung „Extra 3“.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_17 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28890" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28890" class="wp-image-28890 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Schildbuergerstreich.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-28890" class="wp-caption-text">erinnert sehr stark an die „Bürger aus Schilda“ und ist ein Fall für Christian Ehring (Archiv Müller)</p></div><div id="attachment_28891" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28891" class="wp-image-28891 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Schoenherrsche-Osterhasen.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-28891" class="wp-caption-text">Die Schönherr’schen Osterhasen demonstrierten gegen den Ausbau der Rathausgasse (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_18 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Das waren die offiziellen Straßen. Jetzt müssen wir aber noch ein paar „Spezialitäten“ anschauen.</strong><br>Das sind z.B. die Begriffe <span style="color: #3366ff"><strong>„Straße“ und „Gasse“.</strong></span> Früher benutzte man die „Gasse“ für die Wege innerhalb eines Ortes (wie bei uns die „Langgass‘“ und die „Kirchgass‘“ und die Straße war im Grunde die Verbindung zwischen den Orten z.B. nach Oberkochen, Unterkochen und Essingen. Heutzutage versteht man unter „Gassen“ nur noch die kleineren und engeren Wege zwischen den Häusern, während die längeren und breiteren Wege „Straßen“ heißen. Dieser Denke hat sich Oberkochen während der Neustrukturierung nach dem II. Weltkrieg angeschlossen. Allerdings scheint da dreimal etwas schief gelaufen zu sein:</p>
<p style="padding-left: 40px">a) Die Schulstraße ist eine Sackgasse<br>b) Das Schreinergässle ist eine befahrene Autostraße mit Gefahrenpotential.<br>c) Und die Jahnstraße ist ein Fuß- und Radweg</p>
<p>Kommen wir nun zu unseren „Wanderwegen“ rund um Oberkochen. Zuerst gibt es da mal den <strong>Karstquellenweg</strong>. Er offenbart dem Wanderer mit 15 Stationen die wichtigsten Wasseraufbrüche des oberen Brenz- und Kochertals diesseits und jenseits der europäischen Wasserscheide. Der Weg ist ausgeschildert und kann in drei Ringstrecken begangen werden. Mit Tafeln und Übersichtskarten an den Einstiegs-Parkplätzen zum Weg und zu den einzelnen Karstquellen. Er will den interessierten Heimatfreund zur Beobachtung der geologischen und geschichtlichen Besonderheiten eines der schönsten Teile der Ostalb anregen. Der Weg entstand auf Initiative der Stadt Oberkochen und der Gemeinde Königsbronn, um einen Lehrpfad zur Trinkwassergewinnung und ‑versorgung der Ostalb einzurichten und die verschiedenen Quellen auf ihren Gemarkungen touristisch zu erschließen. Die Ausführung der Wegplanung übernahmen das Staatliche Forstamt Oberkochen sowie der Schwäbische Albverein. Am 27. April 1989 wurde der Lehrpfad, der überwiegend mit Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg errichtet wurde, der Öffentlichkeit übergeben. Er steht unter der Obhut des Schwäbischen Albvereins.<br><strong>Dann hätten wir da noch die Rundwanderwege 1 bis 5.</strong><br><strong>Der Weg Nr. 1</strong> ist 3,4 km lang und verläuft vom Parkplatz Volkmarsbergstraße über die Skihütte, das Naturschutzgebiet, den Turm und über die Bergstraße zurück.<br><strong>Der Weg Nr. 2</strong> ist 7,0 km lang und verläuft wie folgt: Vom Parkplatz Volkmarsbergstraße zum Schützenhaus, weiter über das Wolfertstal und die Kanzel, über das Naturschutzgebiet zum Turm und über die Bergstraße zurück. Das ist unsere traditionelle Strecke zum Abschluss unseres Schulzeit-Treffens am Sonntagvormittag.<br><strong>Der Weg Nr. 3</strong> ist 9,5 km lang und hat den folgenden Streckenverlauf: Vom Parkplatz Volkmarsbergstraße zum Kocherursprung, weiter über das Tiefental zur Hubertusquelle, dann geht’s über das Bilzhaus und die Bilzhütte zum Berghäule und hinauf zum Turm. Zurück wie gehabt über die Bergstraße.<br><strong>Der Weg Nr. 4</strong> ist 9,2 km lang. Er verläuft vom Parkplatz Kocherursprung zum Kocherursprung, hinauf auf die Fuchskohlplatte, dann zur Mutterbuche (was davon halt noch übrig ist) und zum Turm. Zurück über die Bergstraße und den Parkplatz Volkmarsbergstraße zum Ausgangspunkt.<br><strong>Der Weg Nr. 5</strong> ist 5,8 km lang. Er beginnt am Parkplatz Römerkeller und geht über den Oberen Rodstein auf dem Zick-Zack-Weg zum unteren Rodstein und gelangt an die Josefs-Kapelle. Dann folgt man dem Weg über die Rodhalde zum Ausgangspunkt am Römerkeller.<br><strong>Verbleibt noch eine Oberkochner Spezialität – die beiden Zick-Zack-Wege.</strong><br><strong>Der eine</strong> geht wie im Rundwanderweg 5 beschrieben von der Josefskapelle hinauf den Rodstein, von dem aus man mit einem wunderbaren Ausblick belohnt wird. Das ist der schnellste Weg auf den Rodstein.<br><strong>Der andere</strong> ist ein rascher Weg auf den Volkmarsberg. Den Turmweg hinauf über die Treppenanlage in der Sonnenberg- und Weingartenstraße, dann beginnt dieser Weg und führt direkt zur Albvereinshütte und dem Turm auf unserem Hausberg.<br>Jetzt gibt’s aber doch noch eine Ergänzung. Wir bekamen im Jahr 2022 einen Planetenweg.<br>Die Stadt Oberkochen startete das Projekt Lehrpfad „Planetenweg“. Hintergrund ist ein Antrag der SPD-Fraktion im Rahmen der Haushaltsplanberatungen fürs Haushaltsjahr 2022 zur Förderung und Steigerung der Attraktivität von Freizeit und Tourismus in Oberkochen. Die schon bestehenden Maßnahmen am Arboretum im Wohngebiet Heide, beim Römerkeller und den zahlreichen Wanderungen sollten durch einen Planetenweg ergänzt werden. Der Lehrpfad wird an insgesamt zwölf Stationen ein verkleinertes Modell des Sonnensystems zeigen. Er ist sechs Kilometer lang und führt von der Gutenbach-Anlage durchs Spitztal und Wolfertstal bis zum Aussichtsturm auf den Volkmarsberg. Der Planetenweg ist auch für Familien geeignet und kann in rund eineinhalb Stunden bewältigt werden. Am Rande des Weges sind Schautafeln, Bilder und Modelle von Planeten und der Sonne geplant. So kann man auch sehen, wie weit die Planeten im Sonnensystem voneinander entfernt und wie groß sie sind. Die Kosten waren mit rund 80 000 Euro eingeplant.<br><strong>Jetzt gibt’s noch einen Nachschlag mit ein paar <span style="color: #3366ff">Besonderheiten.</span></strong><br>Da haben wir zuerst den <strong>„Ho Chi Minh Pfad“.</strong> Das war ein während des Indochinakriegs und des Vietnamkriegs genutztes logistisches Netz aus Straßen und anderen Verkehrswegen, das von Nordvietnam über Laos und Kambodscha nach Südvietnam führte. Und so etwas gab es auch in Oberkochen? Aber ja doch! ????<br>Ende der 60er / Anfang der 70er wurde teilweise in den Firmen während der Arbeitszeit zu viel Bier getrunken. Da noch nicht im „µm- und Nano-Bereich“ gearbeitet wurde, schienen einige zu glauben, dass bei der Qualitätsarbeit das Grundnahrungsmittel nicht schaden könne. Geschäftsleitung und Betriebsrat in meiner alten Lehrfirma sahen das damals aber anders. Also wurde entschieden, dass Bier kurzerhand nicht mehr in der Kantine verkauft werden durfte. Der Mensch ist in allen Kulturen erfinderisch, besonders wenn eine Notlage auftritt. Und so besannen sich die Betroffenen, dass doch oberhalb der Fa. Zeiss eine große Baustelle existierte, die zur Versorgung der Bauarbeiter beitrug. Und so wurden wir Lehrlinge in geheimer Mission auf diesen Pfad geschickt, um den Durstigen den notwendigen „Hopfen-Stoff“ zu besorgen. Oberstes Gebot: „Lass‘ Dich ja nicht erwischen!“ Und so bekam dieser Versorgungsweg seinen Namen.<br>Dann hatten wir noch einen <strong>kurzen Verbindungsweg</strong> zwischen dem alten Gold-Haus und dem Brunnhuber’schen Haus in Richtung Bahnhof. Die korrekte kurze schwäbische Ansage von Anton Holz lautete: „Wick na, Schramm nom, glei Boahof dom“.<br>Des Weiteren hatte wir noch einen<strong> Verbindungsweg vom Zeiss in die Volkmarsbergstraße</strong>. Der Weg begann zwischen dem Haus Ackermann (Nr. 9) dem Haus Zöller (Nr. 11) und führte direkt auf das Firmengelände. Damit sparte sich die Belegschaft aus dem Bereich Brunnenhalde einen langen Weg über die Dreißentalstraße. Sehen kann man den Weg heute noch, wenn man genau hinschaut.<br>Und abschließend gibt es noch die <strong>Trampelpfade</strong>. Diese stellen in der Regel eine Wegoptimierung dar, die dem Stadtplaner offensichtlich nicht einfiel, die dem Bürger aber ein Bedürfnis sind und daher oft rasend schnell umgesetzt werden. Die Stadt mag etwas Neues planen, aber der Bürger läuft nicht immer, wie die Verwaltung es plant. Wenn er ein paar Sekunden einsparen kann, fängt er an, sich durch ständiges Begehen einer Grünfläche oder Blumenanlage einen Weg zu schaffen. Nicht selten geschieht es, dass dann später der städtische Gärtner diese Variante offiziell integriert.<br>So, das war nun ein langer umfangreicher Ausflug in unsere Straßenwelt – mal etwas anderes.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
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			</item>
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		<title>Bericht 769:  Die Straßen von Oberkochen Teil 7</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-769-die-strassen-von-oberkochen-teil-7/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2023 22:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=28874</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(10) Rudolf-Eber-Straße</strong></span>. Rudolf Eber, am 14. April 1914 in Heidenheim geboren, war Gründungsmitglied des CDU-Ortsverbands und wurde am 16. Februar 1946 zum Bürgermeister gewählt. Die Phase des Wiederaufbaus war sicher eine Herkules-Aufgabe, wie Balle bei der Widmung sagte. “Rudolf Eber hat mit seinem Einsatz und seiner Hingabe insbesondere die Flüchtlingsproblematik gemeistert und Menschen zufrieden gemacht und für eine neue Heimat gesorgt.” Eber war allerdings nicht lange im Amt. Bei der ersten Volkswahl des Bürgermeisters 1948 wurde er von Gustav Bosch abgelöst. Dafür entwickelte sich seine berufliche Karriere bei der Werkzeugfabrik Jakob Schmid umso besser. Er wurde Geschäftsführer und Gesellschafter. 1999 im Alter von 85 Jahren starb Rudolf Eber und fand auf dem städtischen Friedhof seine letzte Ruhe.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(11) Saturnweg</strong></span>. Der Saturn ist von der Sonne aus gesehen der sechste Planet unseres Sonnensystems und mit einem Äquatordurchmesser von etwa 120.500 Kilometern (9,5‑facher Erddurchmesser) nach Jupiter der zweitgrößte. Wegen seines auffallenden und schon im kleinen Fernrohr sichtbaren Ringsystems wird er oft auch der Ringplanet genannt, obwohl auch bei den anderen drei Gasplaneten Ringsysteme gefunden wurden. Bis 2019 wurden 82 Monde des Saturns entdeckt, mehr als bei Jupiter. Der mit Abstand größte Saturnmond ist Titan mit 5150 Kilometern Durchmesser. Benannt ist der Planet nach dem römischen Gott des Reichtums und der Ernte.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(11) Scheinerstraße.</strong></span> Christoph Scheiner SJ * 25. Juli 1573 in Markt Wald bei Mindelheim in Bayerisch-Schwaben, damals Markgrafschaft Burgau, Vorderösterreich; † 18. Juli 1650 in Neisse war Mitglied der Gesellschaft Jesu, Physiker, Optiker und Astronom sowie Berater von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Der Erfinder mehrerer Instrumente wirkte auch als Professor in Ingolstadt und Rom. Er gilt neben Galilei, Thomas Harriot und Johann Fabricius als Mitentdecker der Sonnen-flecken.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(01) Schreinergässle.</strong></span> Obwohl dort reger Autoverkehr stattfindet und die Einmündung von der Katzenbachstraße her verkehrstechnisch eine Problemstelle für Autos und Fußgänger darstellt, so ist es doch eine Gasse, und zwar die des Schreiners – in diesem besonderen Fall, die Gasse des bekannten Schreiners Clemens Grupp, dessen Anwesen sich die gesamte Gasse bis zur Schule hinaufzieht. Im Grunde aber die richtige Schulgasse ????.<br>Natürlich muss sich eine Schreinerei darum kümmern Geld zu verdienen wie z.B. mit Werkzeugbehältnissen aus Holz für die Leitz GmbH &amp; Co. KG. Aber jeder Schreiner hat auch seine Liebhaberei und die der Grupps (Clemens und Willibald) war das Skilanglaufen und Skispringen. Und die Skier dazu wurden von Clemens in seiner Werkstatt hergestellt. Auch die Gewinner-Ski des ehemaligen Deutschen Meisters Karl Lense im 50km-Ausdauerlauf wurden im Schreinergässle gefertigt.<br><strong>Kleine Anmerkung:</strong> Als einstmals eine neue Maschine gekauft wurde, hatte sie nicht den notwendigen Platz – ob falsch gemessen oder geschätzt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Sichtbar war das Malheur aber eine längere Zeit – es wurde einfach ein Loch in die Wand gehauen und ein Stück der Maschine ragte nun ins Freie – was nicht passte, wurde eben passend gemacht. So what ????.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28866" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28866" class="wp-image-28866 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Christian-Friedrich-Daniel-Schubart.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-28866" class="wp-caption-text">Die Büste von Christian Friedrich Daniel Schubart vor dem Bahnhof in Aalen (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(04) Schubartweg.</strong> </span>Christian Friedrich Daniel Schubart * 24. März 1739 in Obersontheim; † 10. Oktober 1791 in Stuttgart war ein deutscher Dichter, Organist, Komponist und Journalist. Historische Bedeutung erlangte er insbesondere durch seine scharf formulierten sozialkritischen Schriften, mit denen er die absolutistische Herrschaft und deren Dekadenz im damaligen Herzogtum Württemberg öffentlich anprangerte. Als Sohn eines Pfarrvikars und Lehrers wuchs Schubart zunächst in Aalen auf. (Auf dem Bahnhofsvorplatz in Aalen steht seine Büste, an der alle vorbeigehen und ihn vermutlich übersehen; geschweige, denn wissen, wer dieser Mann war). Er war dann Hauslehrer bei Johann Georg Blezinger in Königsbronn, mit dem ihn eine Freundschaft verband. Von 1763 bis 1769 lebte er in Geislingen an der Steige. Weil er den Verkauf von württembergischen Landeskindern für Englands Kolonialkriege anprangerte und Carl Eugens Mätresse Franziska von Hohenheim als „Lichtputze, die glimmt und stinkt“ verspottete, lockte man ihn zwei Jahre später mit Hilfe eines Spitzels nach Blaubeuren, um ihn auf württembergischem Territorium verhaften zu können. Als man ihn im Februar 1777 auf die Bergfestung Asperg brachte und in den Kerker warf, waren der Herzog und Franziska zugegen, denn diese Genugtuung wollten sich die beiden Gekränkten nicht entgehen lassen. Zehn Jahre lang war Schubart das Opfer absolutistisch motivierter Umerziehungsmaßnahmen. Er durfte in seinem Turmverlies keinerlei Besuch empfangen, das Lesen und Schreiben war ihm in den ersten Jahren verboten. Trotz zahlreicher Fürbitten vieler Freunde in ganz Deutschland, die Gedichte über ihn schrieben und ihn (wie z. B. Johann Gottfried Herder) als Freiheitshelden und Märtyrer feierten, wurde er von Carl Eugen erst im Mai 1787 wieder freigelassen – vor allem angesichts der Einmischung Preußens. Darüber hinaus wurde er sogar zum Musik- und Theaterdirektor am Herzogshof zu Stuttgart ernannt, wo er die Herausgabe seiner Zeitschrift (unter neuen Titeln) fortführte. Mit dem Tod Schubarts 1791 verbindet sich die Sage, er sei lebendig begraben worden, was Hölderlin und andere sehr erschüttert haben soll. Gesammelt und verbreitet wurden diese Gerüchte 1849 von David Friedrich Strauß, dem ersten Schubart-Biografen. Der Dramatiker Heiner Müller wollte 1995 sogar eine „große Angst deutscher Dichter seit Schubart“ festgestellt haben, scheintot beerdigt zu werden: „Als man sehr viel später den Friedhof abgeräumt hat, hat man entdeckt, dass der Sarg von innen völlig zerkratzt war. Das ist schon makaber, nach zwölf Jahren Knast auch noch scheintot begraben zu sein.“ Sein Grab befindet sich auf dem Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart, aber inzwischen in einem Zustand, dass man es kaum findet.<br>Der <strong>Hoppenlaufriedhof</strong> (Nähe Charlottenklinik) ist der älteste noch erhaltene Friedhof im Herzen der Landeshauptstadt Stuttgart. Gegründet wurde er im Jahr 1626, seine Auflassung erfolgte 1880. Aktuell sind auf dem Hoppenlaufriedhof mehr als 1.600 Grabmale aus heimischem Sandstein, Marmor, Granit oder Gusseisen erhalten, die von der Bestattungskultur des 18. und 19. Jahrhunderts zeugen.<br>Der Friedhof besitzt seit 1834 einen israelitischen Teil, der bis heute seinen eigenen Charakter erhalten hat. Hier liegen neben Schubart u.a. Gustav Schwab, Wilhelm Hauff und Karl Ludwig von Zahnt (Erbauer der Wilhelma). Seit 1986 steht er als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Heute wird er als Parkanlage genutzt und wer mal bei einem Besuch unserer Hauptstadt neben dem Shoppen mal ein wenig Zeit hat – hier lohnt es sich diese zu verbringen. Allerdings – die Sanierungsfortschritte lassen deutlich zu wünschen übrig. Ob es da wohl an Geld fehlt oder warum geht da nichts voran?<br>Der <strong>Schubart-Literaturpreis</strong> wird seit 1955 zu Ehren des deutschen Dichters <em>Christian Friedrich Daniel Schubarts</em> verliehen. Die Stadt Aalen zeichnet mit dem Literasturpreis deutsche Autoren aus, die <em>„in der Tradition des freiheitlichen und aufklärerischen Denkens“</em> stehen. Der Preis ist mit 15 000 € dotiert und die Vergabe erfolgt in der Regel alle zwei Jahre. Seit 2011 wird zusätzlich der mit 5000 € dotierte Schubart-Literaturförderpreis vergeben. In den letzten Jahren wurden SchriftstellerInnen ausgezeichnet, die ich sehr gerne lese: u.v.a. 2021 Monika Helfer „Die Bagage“, 2019 Daniel Kehlmann „Tyll“ und 2015 Jenny Erpenbeck „Gehen, ging, gegangen“.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(01) Schulstraße.</strong></span> Die Sache sei einfach – so könnte man meinen – eine Straße, die zur Schule führt und jeder Schüler sie in jungen Jahren gegangen sein mag. Jedoch gefehlt, man sieht die Schule nur, wenn man die Straße betritt. Eine Sackgasse (auf Deutsch) und eine Dead-End-Street (auf Englisch), in welcher u.a. der ortsbekannte „Woidle“ ond sei Schweschter wohnet.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(11) Schwarzschildstraße.</strong></span> Karl Schwarzschild * 9. Oktober 1873 in Frankfurt am Main; † 11. Mai 1916 in Potsdam war ein deutscher Astronom und Physiker und gilt als einer der Wegbereiter der modernen Astrophysik.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(02) Schwörzweg.</strong></span> Die Schwörz ist ein Industriegebiet unserer Gemeinde. In alten Plänen ist es zwischen dem Gebiet „Stahlacker“ und dem „Stadion“ eingezeichnet.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28867" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28867" class="wp-image-28867 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Silcherweg.jpg" alt width="1200" height="701"><p id="caption-attachment-28867" class="wp-caption-text">Silcherweg im Jahr 1964 (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(04) Silcherweg.</strong> </span>Philipp Friedrich Silcher, * 27. Juni 1789 in Schnait; † 26. August 1860 in Tübingen war ein deutscher Komponist und Musikpädagoge, der heute hauptsächlich aufgrund seiner Lieder bekannt ist. Daneben komponierte er aber auch Motetten, Kammermusik und zwei Ouvertüren für großes Orchester.<br>Er hat Hunderte von Liedern komponiert oder bearbeitet und wir Kinder der 50er und 60er haben seine Lieder ständig gesungen wie z.B. „Der Mai ist gekommen,“ „Am Brunnen vor dem Tore“, „Jetzt gang I ans Brünnele“, „Muss I denn zum Städtele hinaus“, “Lorelei“ u.v.a.m.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(05) Sonnenbergstraße.</strong></span> Ein Heimspiel, denn das ist meine Straße, in der ich 1952 als Hausgeburt im Haus Nr. 34 das Licht der Welt erblickte. Ein schöner Name, der zum Ausdruck bringen soll, dass wir schon früh Sonne haben, wenn diese über dem Römerkeller den Tag begrüßt. Ich habe das immer genossen. Das Baugebiet hat aber durch eine nachträgliche Entscheidung der Gemeinde und / oder des Ortsbaumeisters Weber gelitten und die Folgen spüren wir alle bis heute. Wir hatten ursprünglich das Grundstück bis zum Waldrand hinauf angeboten bekommen. Dann wurde aber entschieden, dass anstatt einer Straße zwei gebaut werden sollen und so sind viele von uns grundstücktechnisch zwischen beiden Straßen „eingequetscht“ worden und die Fahrbahnbreite und Parkmöglichkeiten sind im Grunde eine Bürde, die jeder tragen muss, der dort wohnt – besonders in schneereichen Wintern. Die Straße war in den 50ern im Winter Teil des „Karl-Lense-Gedächtnis-Laufes“ mit dem Ziel in der Panoramastraße.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28862" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28862" class="wp-image-28862 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Winterliche-Sonnenbergstrasse.jpg" alt width="1200" height="846"><p id="caption-attachment-28862" class="wp-caption-text">Winterliche Sonnenbergstraße (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_25 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(06) Spatzengässle.</strong></span> Der Haussperling (Passer domesticus) – auch Spatz oder Hausspatz genannt – ist eine Vogelart aus der Familie der Sperlinge und einer der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Singvögel. Man findet sie überall, sogar in Cafes auf Kuchentellern ???? und sie scheinen dabei völlig angstfrei zu sein. Sie verzehren, als angepasster Stadtvogel auch Kuchenreste. Es wurden auch schon Spagetti-stehlende Spatzen gesichtet. Ob das gesund ist, sei einmal dahingestellt, aber es zeugt sicher von einer großen Anpassungsfähigkeit. Wenn allerdings der Spatz in seinem Bestand auch gefährdet ist, deutet das darauf hin, dass in unserer gesamten Umwelt etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.<br>Zu erwähnen wäre da noch die Geschichte des Ulmer Spatzen. Der Sage nach sollen die Ulmer beim Bau des Münsters einen besonders großen Balken angekarrt haben. Sie schafften es aber nicht, ihn durch das Stadttor zu bringen. Als sie kurz davor waren, das Tor einzureißen, sahen sie einen Spatzen, der einen Zweig im Schnabel trug, um diesen in sein Nest einzubauen. Und dieser Spatz flog mit dem Zweig längs durch das Tor. Da ging dann wohl auch den Ulmern ein Licht auf und sie legten den Balken der Länge nach auf ihren Karren und nicht quer, wie bisher. Manchmal braucht es eben einen Anstoß von außen. Wir merken neben Schilda gab es auch Ulm ????.<br>Die Kastelruther Spatzen hingegen sind keine Vögel, sondern eine Musikgruppe aus Südtirol auf dem Gebiet des volkstümlichen Schlagers.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28863" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28863" class="wp-image-28863 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Oberkochen-1949.jpg" alt width="1200" height="487"><p id="caption-attachment-28863" class="wp-caption-text">Blick über Starenweg auf Sperberstraße (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_27 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #33cccc"><strong>(06) Sperberstraße</strong></span>. Der Sperber (Accipiter nisus) ist eine Art „Mini-Habicht“. Diese beiden Greifvögel gleichen sich sehr in Aussehen und Lebensweise, wobei der Sperber sich bei der Jagd eher auf kleinere Vögel spezialisiert hat. Er ist neben dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel Europas. Vor allem die Jungvögel der mitteleuropäischen Population überwintern in Frankreich oder Spanien. Seine waghalsigen und rasanten Jagdmanöver versetzen jeden Beobachter in Staunen. Die Weibchen sind fast doppelt so groß und schwer wie die Männchen. Sperber sind eng an den Wald gebunden, brüten heute in vielen Teilen Europas aber auch in städtischen Grünanlagen. Sie ernähren sich überwiegend von kleinen und mittelgroßen Vögeln bis zur Größe einer Taube. Nach einem starken, durch das Insektizid DDT verursachten Rückgang in Europa nach 1950 hat sich der Bestand ab etwa 1975 wieder erholt und nimmt vielerorts noch immer zu.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28864" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28864" class="wp-image-28864 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Starenweg.jpg" alt width="1200" height="769"><p id="caption-attachment-28864" class="wp-caption-text">Blick auf den Starenweg (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(06) Starenweg.</strong></span> Hier wohnen nicht unser Stars ????, sondern auch hier geht es um einen Vogel. Derzeit wohnt dort aber niemand, die Straße ist tot, die alten Häuser abgerissen und eine neue Ansiedlung ist nicht in Sicht. Es war, so möchte ich sagen, eine Straße des bezahlbaren Wohnens auf sehr niedrigem Niveau.<br>Der Star (Sturnus vulgaris), auch als Gemeiner Star bezeichnet, ist der in Eurasien am weitesten verbreitete und häufigste Vertreter der Familie der Stare. Durch zahlreiche Einbürgerungen auf anderen Kontinenten ist der Star heute einer der häufigsten Vögel.<br>Der „Vogel des Jahres 2018“ ist kein gewöhnlicher Allerweltsvogel, denn er hat herausragende Talente: Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen Gesang einbauen. Zu hören sind dann sogar Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(02) Tiersteinweg.</strong></span> Der Name wurde gewählt, weil das Gebiet, so heißt. Hier wurden das Gymnasium am Tierstein (heute EAG) und die Tiersteinschule gebaut. Das Gebiet sei eine Warnung für jeden Bauherrn, die zweite Silbe ist eindeutig! Diese ganze Steilhalde bis hinauf in den Wald bekam diesen Namen, nach dem im Wald verstecktem Felsen – dem T(h)ierstein. Die Namensherkunft ist unbekannt.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(06) Tulpenweg.</strong></span> Die Tulpen (Tulipa) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Die etwa 150 Arten sind in Nordafrika und über Europa bis Zentralasien verbreitet. Zahlreiche Hybriden werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten sowie als Schnittblumen verwendet. In meiner Schulzeit war die „Tulpe“ das erste bestimmende Wissensgebiet in der Biologie im Bereich Pflanzenkunde am Gymnasium. Neben der „Kuh“ aus dem Bereich Tierkunde wurden wir hier in der Pflanzenkunde geschult, als ginge es darum, dass wir alle Bauern und Gärtner werden sollten.<br><strong>Da darf die Geschichte der ersten Börsenspekulation mit bösem Ausgang nicht fehlen:</strong><br><em>„Im 16. Jahrhundert wurden erstmals Tulpen aus der Türkei nach Westeuropa importiert. Einfarbige Tulpen wurden zu dieser Zeit auf den holländischen Märkten zu angemessenen Preisen verkauft. Als aber neue Sorten gezüchtet wurden, gingen die Preise nach oben, es entstand eine regelrechte Tulpenmanie. Um das Jahr 1623 wurde mit der „Semper Augustus“ eine außergewöhnlich seltene und besonders bewunderte Tulpenart in die Niederlande importiert. Eine einzige Tulpenzwiebel wurde für 1.000 Gulden verkauft. Für diese Summe musste damals ein normaler Arbeiter ungefähr sechs Jahre arbeiten. Zehn Jahre später kostete die Zwiebel der „Semper Aurora“ schon 5.000 Gulden. Bis zum Höhepunkt des Hypes verdoppelte sich der Tulpenzwiebelpreis auf 10.000 Gulden. Für diese Summe hätte man sich anstelle der Tulpenzwiebel ein stattliches Haus im Zentrum von Amsterdam kaufen können. Die Tulpe war in den Jahrzehnten vor dem Crash des Tulpenmarktes immer mehr zum Prestigeobjekt in repräsentativen Prachtgärten geworden, sie galt dort als die Königin unter den Blumen. Die reichen Gattinnen der Kaufmänner trugen sie als Schmuck im Haar – die Tulpe war zum begehrten Statussymbol geworden. Bis heute ist es rational nicht erklärbar, warum der Tulpenmarkt ab 1633 ganz plötzlich verrücktspielte. Obwohl es inzwischen etwa 500 verschiedene Tulpensorten gab, verlangten die Verehrer der Blume nach immer neuen Züchtungen, und die Züchter lieferten sie. Schließlich war die Tulpe zu einem Objekt der Spekulation geworden, da die Preise geradezu explodiert waren. Die Spekulanten hatten sogar Optionsscheine auf Tulpenzwiebelanteile kaufen können. Immer mehr Leute investierten in Tulpenzwiebeln, da sie auch an den großen Preissteigerungen verdienen wollten. Der Zwiebelmarkt hatte sich zu einem Tulpen-Termingeschäft entwickelt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Höhepunkt des Booms erreicht sein würde. 1637 war es dann so weit: die Zwiebelblase platzte. Bei der jährlichen Versteigerung der Tulpenzwiebeln in der niederländischen Stadt Alkmaar finden sich am 7. Februar 1637 nicht genug Käufer. Dadurch fielen die Preise ins Bodenlose und nicht wenige Spekulanten verloren ihr gesamtes Hab und Gut. Das plötzliche Ende der wahnsinnigen Tulpenmanie führte im Jahre 1637 zum ersten großen Absturz an einer Börse in der Weltgeschichte. Am 27. April 1637 verfügte die Regierung der Niederlande, dass Tulpen eine ganz gewöhnliche Ware sind und als solche gehandelt und deshalb bar bezahlt werden müssen“.</em> (Aus Wirtschaft-Global von Hans Klumbies)<br>Und so möge uns die Tulpe eine symbolische Warnung vor finanzieller Gier sein. Wohl eher ein frommer Wunsch.<br><span style="color: #3366ff"><strong>(03) Turmweg.</strong></span> Der Ortsfremde denkt vielleicht, wo ist denn der Turm, wenn er die Steigung vom „Muckenthaler“ aus geschafft hat. Zur Aufklärung: Mit Turm ist natürlich der Volkmarsbergturm gemeint. Und daher geht’s den Turmweg hinauf, an der ehemaligen Sonnenbergschule vorbei, den Fußweg von der Sonnenbergstraße in die Weingartenstraße, die Treppe den Wald hinauf und über den Zickzackweg hinauf auf den Hausberg. Anmerkung: Der Turmweg hatte früher sogar Treppen, um das Gehen zu erleichtern.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28865" style="width: 910px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28865" class="wp-image-28865 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Turmweg.jpg" alt width="900" height="871"><p id="caption-attachment-28865" class="wp-caption-text">Turmweg mit Treppe (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_31 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>(04) Uhlandweg.</strong></span> Johann Ludwig „Louis“ Uhland * 26. April 1787 in Tübingen; † 13. November 1862 ebenda war ein deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker. Er hat bedeutende Beiträge zur Mediävistik geleistet, der Erforschung des Mittelalters, und war Abgeordneter im ersten gesamtdeutschen Parlament, der Frankfurter Nationalversammlung.<br>Bedeutende Werke sind: „Des Sängers Fluch“, „Einkehr“ und die „Schwäbische Kunde“, die wie folgt beginnt und mir meine Mutti immer noch bis ins hohe Alter aufgesagt hat: „Als Kaiser Rotbart lobesam zum heil’gen Land gezogen kam…..“. Er erreichte es aber nicht, sondern ertrank vorher im Jahr 1190 im Fluss Saleph, im heutigen Armenien. Vorher stahl er aber noch 1162 in Mailand die Reliquien der Hl. Drei Könige, die 1164 im Dom zu Köln eintrafen, dort bis heute liegen, und seit damals unzählige Touristen anziehen. Das war eine richtige Goldgrube. Und irgendwie ist das Bistum Köln bis heute in aller Munde – nicht immer mit guten Geschichten.<br>In letzter Zeit gab es hier Auseinandersetzungen zwischen Anrainern und Stadtverwaltung wegen eines Bauprojektes und eines Spielplatzes. (Bau einer Sozialstation mit Tagespflege und betreuten Wohnungen und eines integrierten Spielplatzes. In Zusammenarbeit mit der katholischen Sozialstation Sankt Martin und der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul soll auf zwei Grundstücken im Uhlandweg ein Stützpunkt für die mobile Pflege und insgesamt 44 Wohnungen entstehen, von denen ein großer Teil für betreutes Wohnen vorgesehen ist.)</p>
<p><strong>Und alsbald folgt der 8te und letzte Teil.</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bericht 768:  Die Straßen von Oberkochen Teil 6</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-768-die-strassen-von-oberkochen-teil-6/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2023 22:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=29319</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(02) Langertstraße.</strong></span> Dieses weitläufige Gebiet ist Teil des Wolfersttals. Mit dem Langert, dem hinteren Langert, dem Langertbrunnen und den Langerthalden sowie dem Langertfelsen. Eine der letzten Naherholungsgebiete in Oberkochen und beliebt bei Spaziergängern.<br>(10) Leitzstraße. Auch das eine Straße, die auf das Wirken eines der Großen der Oberkochner Industriebetriebe hinweist. Früher war das die Wacholdersteige und zu Ehren von Albert Leitz wurde der Teil ab der Fa. Leitz bis hinauf zum Waldrand in Leitzstraße umbenannt. Auf die Geschichte meiner Lehrfirma, heutige Firmierung Leitz GmbH &amp; Co. KG, gehe ich in einem späteren Bericht detailliert ein.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29303" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29303" class="wp-image-29303 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Lenzhalde-im-Bau.jpg" alt width="1200" height="496"><p id="caption-attachment-29303" class="wp-caption-text">Lenzhalde im Bau 60er Jahre (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(09) Lenzhalde.</strong></span> „Veronika, der Lenz ist da…..die Mädchen singen Trallala….“ Der Lenz steht für die erste Jahreszeit und den Monat des Frühlingsbeginns. Der Begriff leitet sich von „lang“ ab. Die ursprüngliche Bedeutung liegt in den nun auffällig länger werdenden Tagen. Man wählte den Namen wohl, weil es eine schöne, äußerst sonnige Lage war, die zur Bebauung (an meist besser Betuchte) freigegeben wurde.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29304" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29304" class="wp-image-29304 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Lerchenstrasse.jpg?ver=1755359917" alt width="1200" height="1089"><p id="caption-attachment-29304" class="wp-caption-text">Die Lerchenstraße (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Lerchenstraße.</strong></span> In Deutschland gibt es drei Arten: Feldlerche, Haubenlerche und Heidelerche, sie alle sind inzwischen gefährdet. Die Feldlerche ist diejenige der heimischen Lerchenarten, die sich auf Wiesen und Äckern wohl fühlt. Zudem mag sie die typischen hiesigen Landschaften: geschwungene Hügel, Wiesen, Weiden und Felder. Leider sind die Lerchen als Bodenbrüter massiv gefährdet, weil der Mensch die Agrarlandschaft massiv verändert hat.<br>In der Lerchenstraße gab’s alles Mögliche: Den Konditor Fleury und seinen Nachfolger Wilhelm Engel, der eine Bäckerei und einen Lebensmittelmarkt betrieb. Ein Haus für sehr bezahlbares Wohnen als Ersatz zum abgerissenen Armenhaus. Die Brüder Erich und Helmut Hahn betrieben hier ihren Damen- und Herrensalon (für die Damen Dauerwelle und die Herren Fasson). Der Deutschland-Fischer, der immer die Deutschlandfahne hisste und hier wohnte auch der „Haifisch“ aus dem Hause Eberhard. Das Gasthaus „Sonne“ gehört zur Sperberstraße und der „Sogas“ zur Dreißentalstraße (zur Erläuterung, bevor Reklamationen eintreffen).<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Marie-Curie-Straße.</strong></span> Die einzige Straße in Oberkochen, die einer Frau gewidmet wurde. Marie Skłodowska Curie * 7. November 1867 in Warschau, Russisches Kaiserreich; † 4. Juli 1934 bei Passy, geborene Maria Salomea Skłodowska war eine Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich lebte und wirkte. Sie untersuchte die 1896 von Henri Becquerel beobachtete Strahlung von Uranverbindungen und prägte für diese das Wort „radioaktiv“. Im Rahmen ihrer Forschungen, für die ihr 1903 ein anteiliger Nobelpreis für Physik und 1911 der Nobelpreis für Chemie zugesprochen wurde, entdeckte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie die chemischen Elemente Polonium und Radium. Marie Curie ist die einzige Frau unter den vier Personen, denen bisher mehrfach ein Nobelpreis verliehen wurde, und neben Linus Pauling die einzige Person, die Nobelpreise auf zwei unterschiedlichen Fachgebieten erhielt.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Marsweg.</strong></span> Hier geht’s nicht um den mehr oder weniger bekömmlichen Mars-Riegel, der 1932 von Forrest Mars, dem Sohn des Firmengründers Frank C. Mars entwickelt wurde, basierend auf dem US-amerikanischen Milky Way von 1923 – der europäische Milky Way entspricht dem amerikanischen 3 Musketeers. In Deutschland wurde das Produkt erstmals 1961 verkauft.<br>Hier geht es um den Planeten. Seit Jahrtausenden beschäftigt der Rote Planet die Menschheit. In frühen Kulturen galt der Mars als bedrohlich und aggressiv – vermutlich wegen seiner rötlichen Farbe, die für Feuer oder Blut stehen konnte. Griechen und Römer benannten sogar ihre Kriegsgötter nach ihm. Und die Menschen beschäftigte früher, ob es die grünen Mars-Männer gibt oder nicht. Heute beschäftigen sie sich mit er Möglichkeit der Besiedelung – es scheint aber nur mit einem One-Way-Ticket zu gehen. Es soll schon Freiwillige geben, die sich gemeldet haben. Und auch der umtriebige Elon Musk will dort hin – mit den heutigen Antriebstechniken wird es aber keine Rückkehr geben. Da hat Elon Musk noch viel zu tun.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Max-Planck-Straße</strong></span>. Max Karl Ernst Ludwig Planck * 23. April 1858 in Kiel; † 4. Oktober 1947 in Göttingen war ein deutscher Physiker auf dem Gebiet der theoretischen Physik. Er gilt als Begründer der Quantenphysik. Für die Entdeckung einer später nach ihm benannten Konstanten in einer physikalischen Grundgleichung, des Planckschen Wirkungsquantums, erhielt er 1919 den Nobelpreis für Physik des Jahres 1918.<br>Nach dem Studium in München und Berlin folgte Planck 1885 zunächst einem Ruf nach Kiel, 1889 wechselte er nach Berlin. Dort beschäftigte sich Planck mit der Strahlung Schwarzer Körper und konnte 1900 eine Formel – die später nach ihm benannte Plancksche Strahlungsformel – präsentieren, die diese Strahlung erstmals korrekt beschrieb. Damit legte er den Grundstein für die moderne Quantenphysik. Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält heute eine Vielzahl von Instituten und Einrichtungen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Max-von-Laue-Straße</strong></span>. Max von Laue * 9. Oktober 1879 in Pfaffendorf (heute Koblenz); † 24. April 1960 in West-Berlin war ein deutscher Physiker und Nobelpreisträger.<br><strong>Dazu eine kleine Anekdote:</strong> A<em>ls während des Zweiten Weltkriegs deutsche Truppen im April 1940 die dänische Hauptstadt Kopenhagen besetzten, hat der im Labor von Niels Bohr arbeitende ungarische Chemiker George de Hevesy die goldenen Nobelpreis-Medaillen der deutschen Physiker Max von Laue und James Franck in Königswasser aufgelöst, um so den Zugriff durch die Nazis zu verhindern. Von Laue und Franck waren in Opposition zum Nationalsozialismus und hatten ihre Medaillen Niels Bohr anvertraut, um so eine Konfiszierung in Deutschland zu verhindern; die Hitlerregierung verbot allen Deutschen das Annehmen oder Tragen des Nobelpreises, nachdem Carl von Ossietzky 1935 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Nach Kriegsende extrahierte de Hevesy das im Königswasser gelöste Gold und übergab es der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die daraus neue Medaillen herstellte und wieder an von Laue und Franck übergab.</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Meisengasse.</strong></span> Die Meisen sind ebenfalls eine Familie der Ordnung der Sperlingsvögel. Bei uns in Deutschland bekannt sind vor allem die: Kohlmeise, Blaumeise, Tannenmeise, Haubenmeise, Sumpfmeise, Weidenmeise, Schwanzmeise, Bartmeise und die Beutelmeise. Leider sind inzwischen auch die Meisen in ihrem Bestand gefährdet und bedürfen unserer Hilfe, da sich die Bio-Masse (sprich Insekten) in den letzten Jahrzehnten um 70% verringert hat. Wer erinnerst sich noch an das Autofahren in den 60ern und 70ern. Nach einer Autobahnfahrt sah die Windschutzscheibe wie ein Schlachtfeld aus.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Merkurweg.</strong></span> Der Merkur ist mit einem Durchmesser von knapp 4880 Kilometern der kleinste, mit einer durchschnittlichen Sonnenentfernung von etwa 58 Millionen Kilometern der sonnennächste und somit auch schnellste Planet im Sonnensystem. Er hat mit einer maximalen Tagestemperatur von rund +430 °C und einer Nachttemperatur bis −170 °C die größten Oberflächen-Temperaturschwankungen aller Planeten. Aufgrund seiner Größe und seiner chemischen Zusammensetzung zählt er zu den erdähnlichen Planeten. Wegen seiner Sonnennähe ist er von der Erde aus schwer zu beobachten. Benannt ist der Merkur nach dem Götterboten Mercurius, dem römischen Gott der Händler und Diebe.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(07) Montebellunastraße</strong></span>. Das ist die zweite Stadt, dieses Mal in Italien, mit der im Juni 1992 eine Städtepartnerschaft besiegelt wurde. Vorausgegangen waren langjährige enge Beziehungen zwischen dem katholischen Chorleiter Fritz Hägele aus Oberkochen und Don Gildo Tessari, dem Leiter des Domchors in Montebelluna.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Mozartweg.</strong></span> Wolfgang Amadeus Mozart* 27. Jänner 1756 in Salzburg, Fürsterzbistum Salzburg, † 5. Dezember 1791 in Wien, Erzherzogtum Österreich, war ein Salzburger Musiker und Komponist der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zum Bedeutendsten im Repertoire klassischer Musik. Wobei er schon in jungen Jahren ein außergewöhnliches Talent zeigte. Schon mit vier Jahren fing er an Klavier zu spielen. Mit fünf Jahren schrieb er bereits seine ersten Stücke und hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt. Der Vater Leopold Mozart erkannte schnell, welches Talent in seinem Sohn steckte, und versuchte es zu fördern und damit Geld zu verdienen.<br>Mit 1,58 Metern soll er sehr klein gewesen sein. Und da er seine Zeit meist im Sitzen am Klavier verbrachte, hatte er auch alles andere als eine athletische Figur. Als Kind fiel er eher durch eine sehr freundliche und rücksichtsvolle Art auf. Er war gutmütig und – zum Missfallen des Vaters – sehr gutgläubig, was diverse Mitmenschen Zeit seines Lebens ausgenutzt haben sollen.<br>Mozarts Gesamtwerk umfasst nach heutigem Wissen rund 1.060 Titel. Einige davon sind jedoch verschollen. Alle Mozart-Werke wurden in einem Verzeichnis erfasst, das von dem Botaniker Ludwig Ritter von Köchel im 19. Jahrhundert erstellt und seitdem immer wieder durch neue Funde ergänzt wurde.<br>Dieser Komponist war ein Phänomen. In 35 Lebensjahren hat er so vieles geschaffen, wofür er heute noch höchste Bewunderung verdient. Und wir vergessen nicht, solch ein Genie war im Grunde ständig unterwegs und das wenig komfortabel in Pferdekutschen.<br>Eine Auswahl seiner bekanntesten Werke (sehr subjektiv): „Eine kleine Nachtmusik“, „40. Sinfonie“, „A‑Dur Violinkonzert“, “Requiem“, „Don Giovanni“, „Die Hochzeit des Figaro“ sowie „Die Zauberflöte“.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29298" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29298" class="wp-image-29298 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Scheerer-Areal.jpg?ver=1755360135" alt width="1200" height="1518"><p id="caption-attachment-29298" class="wp-caption-text">Scheerer-Areal Mühlstraße (Archiv Müller)</p></div><div id="attachment_29299" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29299" class="wp-image-29299 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Anfaenge-von-Wigo.jpg" alt width="1200" height="802"><p id="caption-attachment-29299" class="wp-caption-text">Mühlstraße Gebäude „Sonne“ – Beginn der Fa. Wigo (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(01) Mühlstraße.</strong></span> Das ist eines der ältesten Teile des Ortes und auch eine drei-geteilte Straße. Zum einen führt sie bei der katholischen Kirche hinunter bis zum Gasthaus „Scheerer-Mühle“, dann am Kocher entlang und wieder hinauf bis zu dem Platz, an dem früher die Tankstelle stand. Der dritte Teil führt bei der Arztpraxis Gangl (auf dem Gebiet des früheren „Krambohl“) hinunter bis zum Kocher. Der Name deutet unzweifelhaft auf die Scheerer-Mühle hin.<br>Der Ort hatte früher 4 Mühlen: Die Öl- und Schleifmühle am Ölweiher, die obere Mühle (von Karl Hugo Laißle), die mittlere (die Scheerer-Mühle) und die untere (die Elser-Mühle), auch Kreuz-Mühle genannt.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29300 alignnone size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Muehlstrasse.jpg" alt width="1200" height="709"></p>
<p></p><div id="attachment_29301" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29301" class="wp-image-29301 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Muehlstrasse-unten.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-29301" class="wp-caption-text">Teil der dreigliedrigen Mühlstraße unterhalb der Katholischen Kirche (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Nelkenweg.</strong></span> Dianthus ssp (Caryiophyllaceae), davon soll es bis 600 Arten auf der Nord-Halbkugel geben. Carl von Linné (1707–1778) gab den Namen Dianthus= Zeus-Blume (diós-Gott) wegen der Blütenpracht und dem Duft der Nelken. Da ist hier auch auf Wachholderheide-Terrain die Karthaeusernelke D.cartousianorum. Desweiteren ist die Gewürznelke seit dem Mittelalter im Gespräch; “Nägeli“ auf alemannisch. Syzygium aromaticum (Myrtaceae) kommt von den Molukken-Gewürzinseln. Auch Linne gab diesen Namen. Nachdem die allmächtige VOC Vereenigde Oostindische Compagnie (1602–1799) den „Fugger“Hafen Antwerpen (auf deutsch Antorf) weit draußen auf der Schelde blockierte und dann Amsterdam mit den Amstel- und Ijsselhaefen favorisierte, kam das Gewürz ins Gespräch. Nelkenextrakt tut auch im „hohlen Zahn“ Gutes. Als erste im Gewürzhandel aktiv waren die Araber vía Venecia, sie wurden aber von den „ungläubigen“ Portugiesen abgelöst, die von den Fuggern/Welsern aus Augsburg/Nürnberg finanziert wurden.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Otto-Hahn-Straße</strong></span>. Otto Emil Hahn * 8. März 1879 in Frankfurt am Main; † 28. Juli 1968 in Göttingen war ein deutscher Chemiker und ein Pionier der Radiochemie. Zwischen 1905 und 1921 entdeckte er zahlreiche Isotope (heute Nuklide genannt), 1909 den radioaktiven Rückstoß, 1917 das Element Protactinium und 1921 die Kernisomerie beim „Uran Z“. Für die Entdeckung und den radiochemischen Nachweis der Kernspaltung des Urans (Ende 1938) und des Thoriums (Anfang 1939) wurde ihm 1945 der Nobelpreis für Chemie des Jahres 1944 verliehen. Hahn gilt als „Vater der Kernchemie“ und zählt zu den bedeutendsten Naturwissenschaftlern des 20. Jahrhunderts.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Otto-Schott-Straße</strong></span>. Friedrich Otto Schott * 17. Dezember 1851 in Witten; † 27. August 1935 in Jena war ein deutscher Chemiker, Glastechniker und Unternehmer. Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott vereinten Fachwissen aus Mathematik, Physik, Chemie und Feinmechanik wie niemand vor ihnen und legten so den Grundstein für zahlreiche bahnbrechende Erfindungen, die der optischen Industrie zum Höhenflug verhalfen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(09) Panoramastraße.</strong></span> Panorama kommt vom Altgriechischen pan „alles, ganz“, und horao „sehen“ und meint u.a. eine grandiosen Rundumblick auf eine Landschaft. Und den haben die Bewohner dieser Straße allemal auf unser Oberkochen, das sich unter ihnen ausbreitet. Inzwischen ist sie zu einer Durchgangsstraße ausgebaut worden, weil sich im Weingarten ein Wohngebiet breit gemacht hat.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Paul-Ehrlich-Straße.</strong></span> Paul Ehrlich * 14. März 1854 in Strehlen, Regierungsbezirk Breslau, Provinz Schlesien; †20. August 1915 in Bad Homburg vor der Höhe war ein deutscher Mediziner und Forscher. 1908 erhielt er zusammen mit Ilja Metschnikow für seine auf dem Gebiet der Serumsforschung entwickelten Beiträge zur Immunologie den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Das Paul-Ehrlich-Institut (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) wurde im Rahmen der Covid 19-Krise der Öffentlichkeit bekannt.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Primelweg.</strong> </span>Die Primeln (Primula) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Etwa 500 Arten gehören zu dieser Gattung. Der deutsche Trivialname lautet „Schlüsselblume“ und kommt von der Ähnlichkeit des Blütenstandes weniger Arten mit einem Schlüsselbund.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Pulfrichstraße.</strong> </span>Carl Pulfrich * 24. September 1858 in Sträßchen, heute zu Burscheid gehörend; † 12. August 1927 in der Ostsee nahe Timmendorfer Strand war ein deutscher Physiker und Optiker. Er gilt als einer der Begründer der Stereofotogrammmetrie.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Richard-Wagner-Straße.</strong></span> Wilhelm Richard Wagner * 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig war ein deutscher Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert wie z.B. „Der Ring der Nibelungen“, „Lohengrin“, „Parsifal“, „Die Walküre“, „Siegfried“ usw. usf. Nicht jedermanns Sache. Wer dann jährlich auf die Festspiele nach Bayreuth pilgert, muss schon Ausdauer und Sitzfleisch für die unbequemen Stühle mitbringen und ER und SIE muss „wichtig“ sein, um gesehen zu werden. Was sich wichtige Männer und Frauen so freiwillig antun, um bei diesem künstlich aufgeblasenen Event teilzunehmen, ist schon beachtlich – vermutlich ist ihnen die Wagnersche Musik den Rest des Jahres über völlig wurscht.<br>Die Wagners und die Nazis – das war damals eine ungute Beziehung. Die Musik wurde bewusst im Radio, bei Aufmärschen und Kundgebungen eingesetzt, um der Sache etwas Bombastisches zu verleihen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Riemannstraße.</strong></span> Endlich eine Straße für eine weitere Frau, gar für die Schauspielerin Katja? ????Weit gefehlt – wieder ein Wissenschaftler, Georg Friedrich Bernhard Riemann * 17. September 1826 in Breselenz bei Dannenberg (Elbe); † 20. Juli 1866 in Selasca bei Verbania am Lago Maggiore war ein deutscher Mathematiker, der trotz seines relativ kurzen Lebens auf vielen Gebieten der Analysis, Differentialgeometrie, mathematischen Physik und der analytischen Zahlentheorie bahnbrechend wirkte. Er gilt als einer der bedeutendsten Mathematiker.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Robert-Kirchhoff-Straße.</strong></span> Gustav Robert Kirchhoff * 12. März 1824 in Königsberg (Preußen), † 17. Oktober 1887 in Berlin war ein deutscher Physiker, der sich insbesondere um die Erforschung der Elektrizität verdient gemacht hat.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Robert-Koch-Straße.</strong></span> Heinrich Hermann Robert Koch * 11. Dezember 1843 in Clausthal; † 27. Mai 1910 in Baden-Baden war ein deutscher Mediziner, Mikrobiologe und Hygieniker. Koch gelang es 1876, den Erreger des Milzbrands (Bacillus anthracis) außerhalb des Organismus zu kultivieren und dessen Lebenszyklus zu beschreiben. Dadurch wurde zum ersten Mal lückenlos die Rolle eines Krankheitserregers beim Entstehen einer Krankheit beschrieben. 1882 entdeckte er den Erreger der Tuberkulose (Mycobacterium tuberculosis) und entwickelte später das vermeintliche Heilmittel Tuberkulin. 1905 erhielt er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Robert Koch ist damit – neben seinem Kollegen Louis Pasteur in Paris – zum Begründer der modernen Bakteriologie und Mikrobiologie geworden. Er hat grundlegende Beiträge zur Infektionslehre sowie zum Aufbau der Tropenmedizin in Deutschland geleistet.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29302" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29302" class="wp-image-29302 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-07-Kaltwalzwerk.jpg" alt width="1200" height="603"><p id="caption-attachment-29302" class="wp-caption-text">Ansicht Röchling Kaltwalzwerk im Gewand „Schwö(e)rz“ (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_42 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(10) Röchlingstraße.</strong></span> Im Jahre 1903 kaufte der im Jahre 1875 geborene Carl Walter aus Aalen Grundstücke in der „Schwörz“ auf, baute das Wohnhaus, Aalener Str. 52 (Villa) und ein Ökonomiegebäude. Herr Walter war Industriekaufmann in einer Zieherei und gründete im Jahre 1907 das Kaltwalzwerk Oberkochen. Mit 4 Mitarbeitern wurde im gleichen Jahr die Produktion aufgenommen. Die Firmenbezeichnung lautete: „Carl J. Walter Metallzieherei und<br>Kaltwalzwerk“. 1928 verkaufte er an die in Völklingen ansässigen „Röchling‘schen Eisen- und Stahlwerke.“ Hermann Röchling (* 12. November 1872 in Völklingen; † 24. August 1955 in Mannheim), Dr. iur. h. c., war ein deutscher Montanunternehmer. Während des Zweiten Weltkrieges war er, wie viele andere auch, Wehrwirtschaftsführer. Mit seiner Firma „Saar Röchling“ war er maßgeblich an den Entwicklungen von Militärtechnik in der NS-Zeit beteiligt. Der Südwestrundfunk (SWR) produzierte 2018 zu Röchling einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Der Stahlbaron – Hermann Röchling und die Völklinger Hütte “ als Dokudrama mit Archivaufnahmen, Spielszenen und Experten-Interviews.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Röntgenstraße.</strong></span> Röntgen (benannt nach dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen), auch Röntgendiagnostik genannt, ist ein weit verbreitetes bildgebendes Verfahren, bei dem ein Körper unter Verwendung eines Röntgenstrahlers durchstrahlt wird. Die Durchdringung des Körpers mit Röntgenstrahlen wird in Bildern dargestellt, die als Röntgenbilder, Röntgenaufnahmen oder Radiographien bezeichnet werden. Gesamthaft werden die technischen Geräte zur Bildgebung als Röntgenapparat oder Röntgengerät bezeichnet.<br>In diesem Zusammenhang erinnere ich an die die Röntgenreihenuntersuchung (RRU; auch Schirmbildreihenuntersuchung), die von 1939 bis 1983 praktizierte systematische Untersuchung der Bevölkerung mit Röntgengeräten zur Früherkennung von Lungentuberkulose und anderen Krankheiten des Brustkorbes, mit verpflichtender (!) Teilnahme auf jeweiliger Landesebene.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Rosenweg.</strong></span> Im Blumenviertel darf die Rose nicht fehlen, zudem sie auch in unserem Stadtwappen ab 1968 enthalten sind.<br>Die Rosen (Rosa) sind die namensgebende Pflanzengattung der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Gattung umfasst je nach Auffassung des Autors 100 bis 250 Arten. Diese bilden durch ihre typischen Merkmale Stacheln, Hagebutten und unpaarig gefiederte Blätter eine sehr gut abgegrenzte Gattung. Es sind Sträucher mit meist auffälligen, fünfzähligen Blüten. Die meisten Arten sind nur in der Holarktis verbreitet. Die Wissenschaft von den Rosen wird als Rhodologie bezeichnet. Gärtnerisch wird zwischen Wildrosen und Kulturrosen unterschieden. Die Rose wird seit der griechischen Antike als „Königin der Blumen“ bezeichnet. Rosen werden seit mehr als 2000 Jahren als Zierpflanzen gezüchtet. Das aus den Kronblättern gewonnene Rosenöl ist ein wichtiger Grundstoff der Parfumindustrie. Als die Bundeskanzler noch Zeit und Muße hatten, war der berühmteste Rosenzüchter Konrad Adenauer.</p>
<p><strong>Und damit ihr zukünftig bei der Rosenauswahl keine Fehler mehr macht, gibt es hier einen kurzen Rosen Knigge:</strong><br><strong>Rote Rosen.</strong> Das traditionelle Symbol der Liebe. Geeignet für Paare, Ehepaare, Liebende oder frisch Verliebte. Aber auch jede Mutter freut sich über diesen besonderen Ausdruck von Liebe und Zuneigung.<br><strong>Rosa Rosen.</strong> Rosa, als das “zarte Rot”, bedeutet Schönheit und Jugend. Junge Damen sind definitiv die Zielgruppe, wenn Sie rosa Rosen versenden wollen.<br><strong>Weiße Rosen.</strong> Das bedeutet ewige Liebe. Verschicken Sie weiße Rosen als Ausdruck Ihrer ewigen Liebe an Ehepartner. Aber Vorsicht, denn auch bei Trauerfällen werden oft weiße Rosen zum Schmuck verwendet. Wählen Sie sorgsam zwischen rot und weiß!<br><strong>Gelbe Rosen.</strong> Diese können Eifersucht, aber auch Dankbarkeit oder Verehrung ausdrücken. Wenn Sie eifersüchtig sind, versenden Sie eine einzelne, gelbe Rose! Wenn Sie dankbar sind, gilt: Je mehr Rosen Sie versenden, desto besser!<br><strong>Orange Rosen.</strong> Die stehen für Hoffnung und Glück. Der passende Gruß zu jedem Geburtstag!</p>
<p>Zwei Wochen warten und dann kommt der 7te Teil.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bericht 767:  Die Straßen von Oberkochen Teil 5</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-767-die-strassen-von-oberkochen-teil-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Apr 2023 22:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=29338</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29326" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29326" class="wp-image-29326 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Ihm-Mahd.jpg" alt width="1200" height="827"><p id="caption-attachment-29326" class="wp-caption-text">Im Mahd (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #3366ff;">(02) Im Mahd</span></strong>. Mahd, das Substantiv zu ‚mähen‘, entstand um das Jahr 1300 und bezeichnet neben einem Mähgang – dem Schnitt – oder dem ganzen Erntevorgang vom Schnitt bis zum Einbringen (mhd. mâd für ‚Arbeit des Mähens‘) auch dessen Ergebnis, die Heuernte.<br>Die Einfahrt zu diesem kurzen Gässle mit wenigen Häusern befindet sich schräg unterhalb des ehemaligen Restaurants „Muckenthaler“.<br>In unseren Flurnamen taucht dieses Wort sehr häufig auf wie z.B. „Charlottenmahd, Riesenmahd, Schmidjörglesmahd, Hohmahd, Saure Mahd, Hitzeles Mahd“. Wer sich für die alten Flurnamen im Detail interessiert, dem sie das alte Heimatbuch empfohlen. Der verstorbene Forstdirektor Karl Schurr hat sich darin mit einem umfangreichen Bericht verewigt.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(09) Jägergässle.</strong></span> Als Jäger wird eine Person bezeichnet, die auf die Jagd geht, das heißt, Wild aufsucht, ihm nachstellt, es fängt, erlegt und sich aneignet. So weit, so gut. Vermutlich heißt die Straße so, weil hier früher das alte Forsthaus stand – dem derzeitigen Standort der Freiwilligen Feuerwehr. Hier haben früher interessante Menschen gelebt: „Glasermeister Paul Wingert, Anton Gold (einer der Leitzler vom alten Schlag), Dr. Dieter Brucklacher (ist in dieser Straße groß geworden), Bürgermeister Bosch und Rechtsanwalt Arthur Fischer“.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(08) Jahnstraße.</strong></span> Eine Straße? Eine Gasse? Nein, ein Fuß- und Radweg – ohne Anlieger, aber ein Weg mit Geschichte. Im Volksmund „Kuss-Allee“ genannt. Wo da allerdings die Allee-Bäume waren, sei mal dahingestellt. Es gab mal eine Zeit, da war privates Treffen von Unverheirateten in geschlossenen Räumen gesetzlich verboten (siehe Kuppelparagraph § 180 a.F. StGB) und in diesem kleinen Weg, ließ sich eben im Dunkeln gut munkeln, vor allem auf dem Heimweg vom Kino ????. Und wo ist die? Das ist die Verbindung zwischen Gartenstraße und Dreißentalstraße.<br>Namensgeber war Johann Friedrich Ludwig Christoph Jahn, bekannt als Turnvater Jahn * 11. August 1778 in Lanz (Prignitz); † 15. Oktober 1852 in Freyburg (Unstrut), war ein deutscher Pädagoge, nationalistischer Publizist und Politiker. Er initiierte die deutsche Turnbewegung, die mit der frühen Nationalbewegung verknüpft war, um die deutsche Jugend auf den Kampf gegen die napoleonische Besetzung vorzubereiten. Aus dem von ihm begründeten Turnen ging u. a. die heutige Sportart Gerätturnen hervor. Zahlreiche Turngeräte wie beispielsweise das Reck und der Barren wurden von ihm eingeführt. 1848 wurde Jahn Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Jahn war einer der Ideengeber für die Gründung der Urburschenschaft. Vermutlich entschied man sich für diesen Namen, weil die Dreißentalhalle damals die einzige Turnhalle war und der Weg direkt hinter dieser vorbeiführt.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_46 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29328" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29328" class="wp-image-29328 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Jenaer-Strasse.jpg" alt width="1200" height="687"><p id="caption-attachment-29328" class="wp-caption-text">Jenaer Straße (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_47 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(07) Jenaer Straße.</strong></span> Diese Widmung können wir als Erinnerung an eine Zeit betrachten, in der sehr viele Menschen aus Jena nach Oberkochen gekommen sind. Oft, um in ihrer alten Firma am neuen Ort wieder ihren geliebten Beruf ausüben zu können. Die Menschen kamen in mehreren Wellen z.B. nach dem Krieg, nach dem 17. Juni 1953 und bis zum Mauerbau am 13. August 1963. Die Jenenser, wie sie genannt wurden, fühlten sich in der umliegenden Natur wohl, weil eine gewisse Ähnlichkeit zum heimatlichen Tal festzustellen ist, wenn auch hier alles kleiner und enger ist.<br>Die Menschen, die Einheimischen, die Jenenser und alle anderen, die auch noch kamen, mussten sich aneinander gewöhnen. Das brauchte Zeit und ging nicht immer harmonisch von statten. Die besten Integrationsmethoden waren und sind bis heute: Vereinsleben, Partner- und Freundschaften und Hochzeiten.<br>Ihnen verdanken wir auch den alten Spruch (der allerdings aus Sachsen stammt), den die alten Oberkochner gerne zitierten: <strong>„Ohne Gaffee gönn mer nich gaempfn.“</strong> Das verstand der Oberkochner nicht, Kaffee gab’s bei ihm nur am Sonntagnachmittag.<br>Jena ist eine deutsche Universitätsstadt und kreisfreie Großstadt in Thüringen in der Metropolregion Mitteldeutschland. Sie liegt an der Saale zwischen Muschelkalkhängen der Ilm-Saale-Platte und ist nach der Landeshauptstadt Erfurt die zweitgrößte Stadt Thüringens und eines der drei Oberzentren des Freistaats. Zudem ist Jena auf Platz 74 der größten Städte Deutschlands. In Jena befindet sich die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die 1558 gegründet wurde und mit 16.260 Studierenden die größte Universität Thüringens ist. Jena begann sich ab dem Bau der Saalbahn 1874 zu einer Industrie- stadt zu entwickeln. Sie ist ein Zentrum der deutschen Optik- und Feinmechanik-industrie rund um das Unternehmen Carl Zeiss. Das Kombinat Carl Zeiss mit etwa 60.000 Mitarbeitern war seinerzeit auch das größte Kombinat der DDR. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wandelte sich Jena vom Industrie- zum Bildungs- und Wissenschaftszentrum. In Jena haben zahlreiche Forschungslabore und Institute ihren Sitz.<br>Zwei der frühesten deutschen Hochhäuser wurden in der Stadt errichtet, der Zeiss Bau 15 und Bau 36. Das 144,5 m (mit Antenne 159,60 m) hohe Bürohochhaus Jentower (auch liebevoll „Keksrolle“ genannt) war bei seiner Vollendung 1972 das höchste Hochhaus Deutschlands.<br>Und auch aktuell hat Zeiss wahrhaft Großes mit der Lichtstadt vor: Seit 2017 ist bekannt, dass Zeiss weitere 300 Mio. Euro in ein neues Innovationszentrum in Jena investiert. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und mit der Fertigstellung wird 2023 gerechnet. Der Hightech-Standort wird Platz für über 2.000 Mitarbeiter bieten<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Johann-Sebastian-Bach-Weg.</strong></span> Einer der ganz großen Komponisten der vergangenen Jahrhunderte. Sein Werk umfasst 1.126 Kantaten, Präludien, Messen und Choräle – Fragmente und verschollene Musikstücke gar nicht mitgerechnet.<br>Johann Sebastian Bach * 21. März 1685 in Eisenach, Sachsen-Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig, Kursachsen war ein deutscher Komponist, Kantor, Hofkonzertmeister, Violinist sowie Orgel- und Cembalovirtuose des Barocks aus Thüringen. In seiner Hauptschaffensperiode war er Thomaskantor zu Leipzig. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten musikschaffende Künstler zu zahllosen Bearbeitungen.<br>Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hochgeschätzt, allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis bekannt. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt. Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk auseinandergesetzt hatten, begann mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahre 1829 die Bach-Renaissance in der breiten Öffentlichkeit. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen Repertoire der klassischen Musik.<br>Zu seinen bekanntesten Werken gehören: „Das wohltemperierte Clavier“, „Die Matthäus-Passion“, „Die Kunst der Fuge“, sein „Weihnachtsoratorium“, „Die Brandenburgischen Konzerte“ sowie viele Kantaten und das Werk für die KlavierspielerInnen schlechthin – die „Goldberg-Variationen“.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Junoweg.</strong></span> Juno ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels. Er wurde am 1. September 1804 von Karl Ludwig Harding als dritter Asteroid entdeckt und von Carl Friedrich Gauß nach Juno, der höchsten römischen Göttin, benannt. Juno wurde nach ihrer Entdeckung ebenso wie die zuvor entdeckten Asteroiden Ceres und Pallas zunächst als vollwertiger Planet eingestuft. Erst nach 1847 wurde zwischen Asteroiden und Planeten unterschieden. (Das scheint dem Gemeindeart entgangen zu sein ????). Ihre Bahn wurde in den 1810er Jahren in Göttingen unter Leitung von Carl Friedrich Gauß von Friedrich Ludwig Wachter berechnet.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Jupiterweg.</strong></span> Jupiter ist mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet des Sonnensystems. Mit einer durchschnittlichen Entfernung von 778 Millionen Kilometern ist er von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet. Er ist nach dem römischen Hauptgott Jupiter benannt. Der Planet hat – wie auch Saturn, Uranus und Neptun – keine feste Oberfläche. Die schon im kleinen Fernrohr sichtbaren, fast parallelen Streifen sind farbige Wolkenbänder. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zählt Jupiter zu den Gasplaneten. Jupiter ist das dritthellste Objekt des Nachthimmels nach Mond und Venus; nur selten kann Mars geringfügig heller sein.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29329" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29329" class="wp-image-29329 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Josef-Balle.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-29329" class="wp-caption-text">Josef Balle jun. beim letzten Schnitt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_49 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(03) Kapellensteige.</strong></span> War früher einfach nur der Weg von der Katzenbachstraße zum Städtischen Friedhof, links und rechts von (Obst-)Wiesen und Feldern gesäumt. Auch die beliebte Schlittel-Strecke von unterhalb der Maria-Schutz-Kapelle bis zum Seitz’schen Wohnhaus war bei den Kindern beliebt. Jetzt ist sie eine Zufahrtstraße für das neue Wohngebiet im Weingarten und das geplante Wohngebiet auf der alten Schlittel-Wiese. 13 oder 15 Bauplätze sind vorgesehen – bei über 130 Interessenten.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29323" style="width: 906px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29323" class="wp-image-29323 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Baracke-Wiesenkapelle.jpg" alt width="896" height="282"><p id="caption-attachment-29323" class="wp-caption-text">Baracke 4 im Kapellenweg mit Wiesenkapelle im Jahr 1949/50 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(03) Kapellenweg.</strong></span> Das ist ein uralter Teil von Oberkochen, wie schon das Bild von 1847 zeigt, der Weg zur alten Wiesenkapelle, die in den 50er-Jahren dem Sägewerk der Fa. Bäuerle weichen musste. Als Ersatz wurde die Maria-Schutzkapelle im Weingarten gebaut. In der Hausnummer 7 war einst die erste Apotheke unseres Ortes zuhause. In der Hausnummer 3 hatte die Werkstätte von Willibald Mannes sen. ihren Beginn und 1951 startete hier ein CZ-Kindergarten. Der letzte Hafner, Kurt Elmer, wohnte im Haus mit der Nr. 18. Im Kapellenweg 8 stand einst das Armenhaus. Im Haus mit der Nr. 10 hatte die Hebamm‘ vom Brunkel (die Oma vom Holza-Albert) ihr zuhause. Der Treppenbauer Willibald Mannes jun. († 2022) baute seinen Betrieb unter der Hausnr. 28 auf und zu erwähnen ist auch das alte Barackenlager für Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene gegenüber den Gebäuden mit den Hausnummern 24 und 28.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(05) Karstweg.</strong></span> Unter Karst versteht man in der Geologie und Geomorphologie unterirdische Geländeformen (Karsthöhlen) und oberirdische Geländeformen (Oberflächenkarst) in Karbonat- gesteinen (auch in Sulfat‑, Salzgesteinen und Sandsteinen/Quarziten), die vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung sowie Ausfällung von biogenen Kalksteinen und ähnlichen Sedimenten mit hohen Gehalten an Kalziumkarbonat (CaCO3) entstanden sind. Hauptmerkmal ist der überwiegend unterirdische Wasserhaushalt, der nicht auf einer primären Porosität des Gesteins beruht, sondern sekundär und in geologischer Zeit auf einer Korrosion des Gesteins, der Verkarstung. Großräumig findet sich Karst um das Mittelmeer sowie in Südostasien und Südchina, den Großen Antillen und im Indoaustralischen Archipel, kleinräumiger in den deutschen Mittelgebirgen (Schwäbische Alb, Fränkische Alb), dem Französischen und Schweizer Jura, anderen Teilen der Nord- wie Südalpen sowie allgemein in Westeuropa.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_52 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29324" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29324" class="wp-image-29324 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Katzenbachstrasse.jpg" alt width="1200" height="1116"><p id="caption-attachment-29324" class="wp-caption-text">Blick in die Katzenbachstraße (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Katzenbachstraße.</strong></span> Der Katzenbach (Namensgebung ist nicht geklärt) entspringt unterhalb der Panoramastraße im „Hitzeles Mahd“. Im Ort erhielt das Bächle den Namen „Zollbach“.<br>Warum das? Weil hier beim heutigen „Bohrermacher-Brunnen“ zu Zeiten der religiösen Trennung das Zoll-Häusle stand. Das war kein Spaß, sondern für alle Bewohner bitterer Ernst, mit Auswirkungen bis in die kleinsten Ausprägungen des Alltags hinein. Das hatte zur Folge, dass alle Institutionen doppelt vorhanden sein mussten wie z.B. Bürgermeister, Schulen, Friedhöfe u.a.m.<br>Der evangelische Teil ca. 1/3 gehörte zum Kloster Königsbronn. Der katholische Teil ca. 2/3 gehörte zum Kloster Ellwangen. Die Grenze war keine klar erkennbare, aber das offizielle sichtbare Symbol der Trennung war eben der Zollbach mit der Zollstation neben dem Gasthaus „Lamm“.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Keltenstraße</strong></span>. Funde aus der Spätphase der Bronzezeit in der Keltenstraße im Jahre 1956 deuten darauf hin, dass sich hier bereits um 1000 v. Chr. eine Siedlung befand. Funde aus der Latènezeit lassen eine spätere keltische Siedlung in der Zeit um Christi Geburt für möglich erscheinen. Man zählt über 400 Stämme zu den Kelten. Nicht alle sind uns heute namentlich bekannt wie z.B. die Boier, die Belger (aus Belgien), die Bologna oder etwa die Helvetier. Die Gallier, ein Sammelname, den Julius Cäsar allen Stämmen gab, die im heutigen Frankreich lebten. In der Auseinandersetzung mit den Römern ging auch die Blütezeit der Kelten und ihrer Kultur zu Ende. Nur zwei haben die Zeiten überdauert – Asterix und Obelix, die als Comicfiguren nahezu allen bekannt sind.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Keplerstraße</strong></span>. Johannes Kepler * 27. Dezember 1571 in Weil der Stadt; † 15. November 1630 in Regensburg) war ein deutscher Astronom und Physiker, Mathematiker und Naturphilosoph. Seine Entdeckung der drei Planetengesetze machte aus dem mittelalterlichen Weltbild, in dem körperlose Wesen die Planeten einschließlich Sonne in stetiger Bewegung hielten, ein dynamisches System, in dem die Sonne durch Fernwirkung die Planeten aktiv beeinflusst.<br>Der zu früh geborene Junge war ein kränkelndes Kind und überlebte im Alter von vier Jahren die Pockenerkrankung, die bleibende gesundheitliche Schäden hinterließ. Die Eltern konnten den Lebensunterhalt der Familie nur mühsam erwirtschaften, der Vater hielt sich wiederholt im Ausland auf. Die ersten Lebensjahre Keplers waren von ständigen Übersiedlungen geprägt, die die Familie in unterschiedliche Städte Deutschlands führten. Mit seiner Mutter Katharina, die ab 1579 ein Gasthaus im heutigen Keltern führte, verband Johannes Kepler eine liebevolle Beziehung. Sie war auch diejenige, die in ihrem Sohn das Interesse für Astronomie weckte, indem sie ihm Naturphänomene wie die Mondfinsternis und den Großen Kometen jener Jahre zeigte. Sie wurde später aufgrund ihres umfassenden Wissens über Kräuter der Hexerei bezichtigt und entging durch die tatkräftige Unterstützung ihres Sohnes nur knapp dem Scheiterhaufen. Johannes Kepler soll schon in seiner frühen Kindheit ein für sein Alter ungewöhnliches mathematisches Verständnis gezeigt haben.<br>Im Jahr 1627 fand Kepler im kaiserlichen General Albrecht von Wallenstein einen neuen Förderer. Dieser erwartete von Kepler zuverlässige Horoskope und stellte im Gegenzug in Sagan (Schlesien) eine Druckerei zur Verfügung. Als Wallenstein jedoch im August 1630 auf dem Reichstag in Regensburg seine Funktion als Oberbefehlshaber verlor, reiste Kepler nach Regensburg, um dort am Reichstag ausstehende Gehaltsforderungen in Höhe von 12.000 Gulden einzufordern, was ihm aber nicht gelang.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Kopernikusstraße</strong></span>. Nikolaus Kopernikus * 19. Februar 1473 in Thorn; † 24. Mai 1543 in Frauenburg; war ein Domherr des Fürstbistums Ermland in Preußen sowie Astronom und Arzt, der sich auch der Mathematik und Kartographie widmete. Bekannt wurde er durch eine Veränderung der Sicht der Dinge. Im Weltbild des Ptolemäus drehten sich Sonne, Mond und Sterne um die Erde, bis Kopernikus erklärte, dass sich alles um die Sonne dreht.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29325" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29325" class="wp-image-29325 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-07-Kreuzmuehle.jpg" alt width="1200" height="963"><p id="caption-attachment-29325" class="wp-caption-text">Kreuzmühle (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_55 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(01) Kreuzmühle.</strong></span> In einer alten Ortsbeschreibung aus dem Jahr 1845 heißt es: „Die Kreuzmühle, am Kocher, 1/4 Stunde unterhalb des Dorfes mit Oel- und Gypswerk und ein paar wenigen Einwohnern“. Die Erbauer der Mühle (auch Untere Mühle genannt) waren Michael Pfaudler, Zimmermann und Ölmüller, geboren in Oberkochen, und seine Frau, sowie vor allem deren Sohn Caspar Pfaudler, der 1864 nach Amerika ausgewanderte und dort als Braumeister durch umwälzende Erfindungen bekannt geworden ist. Der Name geht wohl, wie auch die der dortigen Kreuzwiesen, auf ein längst verschwundenes Kreuz zurück, die früher oft in Feld und Flur aufgestellt wurden.<br>Karl Elser sen. † 1925, aus Ochsenberg stammend, erwarb die Mühle im Jahr 1878 und sorgte dafür, dass die Mühle weite Anerkennung erfuhr. Sein Sohn Karl ehelichte 1919 die aus Dauerwang stammende Anna Kumpf. Die Zeiten waren hart. Karl jun. war wenige Jahre vorher kriegsbeschädigt aus dem 246. Württ. Res.-Infantrie-Regiment entlassen worden. Seine Frau verstarb bereits 1921 nach kurzer Ehe. Dann vermählt er sich mit Friederike Stolch, die aus der Holzmühle Bopfingen stammte. Aus dieser Ehe gingen 3 Töchter hervor, von denen die Älteste ab 1952 in der Mühle mitarbeitete. Karl Elser jun. war ein allseits beliebter Mann, der sich bis zuletzt unermüdlich um seine Mühle und seine Landwirtschaft kümmerte. In der Bevölkerung genoss er einen hervorragenden Ruf, nicht zuletzt, weil er sich in den Kriegsjahren verantwortungsbewusst für die Ernährung der Menschen einsetzte. Im Sängerbund und Musikverein trat er jahrzehntelang als Förderer auf. Kurz vor seinem 74ten Geburtstag starb er nach längerer schwerer Krankheit im Jahr 1954. Das Grab der Elsers finden wir auf dem evangelischen Friedhof.<br>Von 1952 bis 1979 liefen Getreidemühle und Mehlhandel auf den Namen Walter Sturm. Inzwischen wurde sie zu einem Wohnhaus umgebaut und gegenüber wurden sogar noch ein paar Häuser gebaut.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(01) Kronengässle.</strong></span> Das war einfach die Gasse hinter dem Gasthaus „Krone“. Ein besonders Geschäft in dieser Gasse war der „Ski-Gold“ (angemeldet als „Sportartikel“ unter Gertrud Gold). Anmerkung: In den Jahren „nach dem Krieg“ war es üblich ein Nebengeschäft auf den Namen der Ehefrau eintragen zu lassen.</p>
<p>Bald kommt der 6te Teil.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bericht 766:  Die Straßen von Oberkochen Teil 4</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-766-die-strassen-von-oberkochen-teil-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2023 22:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=29356</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_5 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Galileistraße.</strong></span> Galileo Galilei * 15. Februar 1564 in Pisa; † 8. Januar 1642 in Arcetri bei Florenz war ein italienischer Universalgelehrter. Er war Philosoph, Mathematiker, Ingenieur, Physiker, Astronom und Kosmologe. Viele seiner Entdeckungen, vor allem in der Mechanik und der Astronomie gelten als bahnbrechend. Er entwickelte die Methode, die Natur durch die Kombination von Experimenten, Messungen und mathematischen Analysen zu erforschen, und wurde damit einer der wichtigsten Begründer der neuzeitlichen exakten Naturwissenschaften. Berühmt wurde er auch dadurch, dass die katholische Kirche ihn verurteilte; erst 1992 rehabilitierte sie ihn. Die Kirche braucht in vielen Dingen immer etwas länger.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Gartenstraße.</strong> </span>Vermutlich so benannt, da es dort vorher nur Gärten und Wiesen gab. Sie kam im Rahmen der Erschließung des Gebietes zwischen Katzenbach- und Dreißentalstraße hinzu.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_57 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29346" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29346" class="wp-image-29346 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Gartenstrasse.jpg" alt width="1200" height="1029"><p id="caption-attachment-29346" class="wp-caption-text">Blick auf die Gartenstraße (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_58 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Gaußweg.</strong></span> Johann Carl Friedrich Gauss * 30. April 1777 in Braunschweig; † 23. Februar 1855 in Göttingen war ein deutscher Mathematiker, Statistiker, Astronom, Geodät und Physiker. Wegen seiner überragenden wissenschaftlichen Leistungen galt er bereits zu seinen Lebzeiten als Princeps Mathematicorum („Fürst der Mathematiker“; „Erster unter den Mathematikern“). Nach Gauß sind viele mathematisch-physikalische Phänomene und Lösungen benannt, mehrere Vermessungs- und Aussichtstürme, zahlreiche Schulen, außerdem Forschungszentren und wissenschaftliche Ehrungen wie die Carl-Friedrich-Gauß-Medaille der Braunschweigischen Akademie und die festliche Gauß-Vorlesung, die jedes Semester an einer deutschen Hochschule stattfindet. Auch die berühmte Normalverteilungskurve geht auf seine Arbeit zurück.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(08) Georg-Elser-Straße.</strong></span> Die neueste Errungenschaft ist eine Ringstraße, die von der Kapellensteige das neue Wohngebiet (für 15 Häuser) auf der alten „Schlittel-Wiese“ erschließt.<br>Johann Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen, Württemberg; † 9. April 1945 im KZ Dachau Bayern) war ein deutscher Kunstschreiner und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Am 8. November 1939 führte er im Münchner Bürgerbräukeller ein Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte nationalsozialistische Führungsspitze aus, das nur knapp scheiterte. Georg Elser war das nichteheliche Kind von Maria Müller, Tochter eines Wagners und Landwirts. Ein Jahr nach seiner Geburt heiratete sie den Holzhändler und Landwirt Ludwig Elser aus Königsbronn. Durch diese Eheschließung wurde Georg Elser als Sohn von Ludwig Elser legitimiert. Ludwig Elser betrieb einen Holzhandelsbetrieb in Königsbronn bei Heidenheim in Württemberg, wo Georg mit seinen Geschwistern aufwuchs. Georg Elser hatte noch fünf jüngere Geschwister. Nach dem Besuch der Volksschule in Königsbronn 1910 bis 1917 begann er eine Lehre als Eisendreher in den ehemaligen Königlichen Hüttenwerken Königsbronn. 1919 brach er diese aus gesundheitlichen Gründen ab und begann eine Lehre als Schreiner. Nach Bestehen der Gesellenprüfung als Jahrgangsbester 1922 arbeitete er bis 1925 in verschiedenen Schreinereien in Königsbronn, Aalen und Heidenheim. Von 1925 bis 1932 lebte und arbeitete er in Konstanz. In Königsbronn war Elser in der Landwirtschaft tätig und fertigte in seiner eigenen Werkstatt Möbel für die umgebende Bevölkerung an. Von Dezember 1936 bis März 1939 arbeitete er bei der Heidenheimer Firma Waldenmaier, eine Armaturenfabrik (heute: Erhard GmbH &amp; Co. KG), zunächst als Hilfsarbeiter in einer Gussputzerei und ab dem Sommer 1937 in der Versandabteilung, wo er bis März 1939 die Prüfung der Materialeingänge übernahm. Ab November 1938 entwendete er über einen längeren Zeitraum 250 Pressstückchen Pulver, die er später zusätzlich zu dem Dynamit, das er im April und Mai 1939 in einem Steinbruch stahl, für seine selbst gebaute Bombe verwendete. Am 5. August 1939 zog Elser nach München, um dort seinen Anschlag auf Hitler vorzubereiten. Das Attentat gelang zwar, aber Hitler hatte den Bürgerbräu-Keller bereits verlassen und so begann im September mit dem Einmarsch in Polen letztendlich der II. Weltkrieg.<br>Elser war früh ein Gegner des Nationalsozialismus. Er verweigerte nach 1933 den Hitlergruß. Nach Augenzeugenberichten verließ er den Raum, wenn Hitler-Reden im Rundfunk übertragen wurden. In der frühen Phase war der Hauptgrund seiner Abneigung, wie er in einem späteren Gestapo-Verhör angab, die Verschlechterung der Lebensbedingungen nach 1933. Etwa ab 1938 prägte ein anderes Motiv seine Abneigung. Elser erkannte die Kriegsvorbereitungen und das Nachgeben der West-mächte bezüglich territorialer Forderungen des Deutschen Reichs. Elser wollte die führenden politischen Personen des NS-Staates mit einer Zeitbombe ausschalten und so den etwa zwei Monate zuvor von Deutschland ausgelösten Krieg gegen Polen, der sich zum Zweiten Weltkrieg ausgeweitet hatte, im Alleingang stoppen.<br>Deutschland brauchte Jahrzehnte um Elser als Widerstandskämpfer anzuerkennen, Königsbronn brauchte viele Jahre, um sich überhaupt mit der Person „Elser“ auseinanderzusetzen und noch länger, um seiner Schule seinen Namen zu geben.<br>Elsers Geschichte wurde dreimal verfilmt. 1969 „Der Attentäter“ 1989 „Georg Elser – Einer aus Deutschland“ mit Klaus Maria Brandauer. 2014 „Elser – Er hätte die Welt verändert“. Zudem wurde 1981/82 auf der Bühne des Schauspielhauses Bochum das Stück „Johann Georg Elser – Ein deutsches Drama“.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Gerhart-Hauptmann-Weg.</strong></span> Gerhart Johann Robert Hauptmann * 15. November 1862 in Ober- Salzbrunn in Schlesien; † 6. Juni 1946 in Agnieszków (Agnetendorf) in Niederschlesien war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller. Er gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Bedeutende Werke sind: „Bahnwärter Thiel“, „Die Weber“, „Die Ratten.“<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Goethestraße.</strong></span> Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe * 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar, war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung. Er war zudem Staatsmann und beeinflusste die Kunst seiner Zeit. Berühmt ist seine Farbenlehre, spektakulär seine Reisen. 1775 in die Schweiz und von 1786 bis 1788 nach Italien. Und alles in der Postkutsche über den Gotthardt sowie das Treffen mit Friedrich Schiller. Goethe und die Damen, dafür reicht der Platz hier nicht aus. Heute hätte er wohl mit #MeeToo oder gar der Justiz Probleme ????.<br>Bemerkenswerte Werke (subjektive Auswahl): „Faust I und II“, „Die Leiden des jungen Werther“, „Götz von Berlichingen“ sowie „Erlkönig“ und „Der Zauberlehrling“.<br>In der Schulzeit kam man an ihm nicht vorbei. Berühmt auch die zahllosen Schilder in verschiedenen Orten „Goethe war hier“. Und in Abwandlung gibt’s die Postkarte „Hier war Goethe auch nicht“.<br><strong>Umbenennung Goethestraße</strong>. Da die Verdienste für Oberkochen durch Gustav Bosch von den Verantwortlichen höher bewertet wurden als die von Goethe ????, musste Goethe weichen. Die alte Goethestraße von der Aalener Straße bis zum Rathaus hinab wurde in Bürgermeister-Bosch-Straße umbenannt und Goethe musste in eine Straße ohne zugehörige Häuser umziehen (von der Aalener Straße hinauf zum Gymnasium EAG). Wo soll Goethe jetzt wohnen ????? Soll er doch einfach wieder reisen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Gregor-Mendel-Straße.</strong></span> Gregor Johann Mendel * 20. Juli 1822 in Heinzendorf, Österreichisch-Schlesien; † 6. Januar 1884 in Brünn, Mähren war ein mährisch-österreichischer Priester des Augustinerordens und Abt der Brünner Abtei St. Thomas. Bedeutend wurde er als Entdecker der nach ihm benannten Mendelschen Regeln der Vererbung. Seine Kreuzungs-Versuche, die er über viele Jahre privat im Klostergarten durchführte, folgten einem völlig neuen Ansatz in der Vererbungslehre. Deren Ergebnisse wurden lange in Fachkreisen nicht verstanden und erst im Jahre 1900, lange nach seinem Tod, von anderen Wissenschaftlern, die selbst übereinstimmende Resultate erhalten hatten, wiederentdeckt.<br><strong>(02) Gutenbachweg.</strong> Der Gutenbach, aus dem Wolfersttal kommend, und während der Schneeschmelze auch vom Hungerbrunnen genährt, schlängelt sich renaturiert durch das Spitztal, bevor er durch die Grünanlage zwischen Heinz-Küppenbender-Straße (früher Schillerstraße) und Walter-Bauersfeld-Straße fließt, bis er unter der Aalener Straße hindurch in den Kocher mündet. In meiner Kindheit war der Gutenbach während des Winters in manchen Jahren komplett zugefroren. Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Und während der Schneeschmelze führte er reichlich Wasser.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29347" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29347" class="wp-image-29347 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Gutenbach-Hochwasser.jpg" alt width="1200" height="711"><p id="caption-attachment-29347" class="wp-caption-text">Gutenbach Hochwasser nach der Schneeschmelze (Archiv Rathaus)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(05) Hafnerweg.</strong></span> Dieser Weg, unterhalb des städt. Friedhofs, wurde 1957 so genannt, um an das einst wichtige Hafner-Gewerbe zu erinnern, dass vor der Industrialisierung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in dem Dorf am Kocher war. Viele Familien hatten durch die Hafnerei ein gutes Familieneinkommen und nicht selten wurden alle Söhne einer Familie als Hafner ausgebildet und hatten ihr Einkommen. Das sieht man deutlich, wenn man sich die Ahnentafeln der Familien Johann Anton Fischer (1797 bis 1868) und Joseph Hug (1709 bis 1787) anschaut.<br><strong>Hafnergewerbe.</strong> Unter den Töpferwaren Württembergs nahm das sogenannte „Heidenheimer Geschirr“ die erste Stelle ein. Fabriziert wurde es in Steinheim, Schnaitheim, Mergelstetten und hauptsächlich in Oberkochen. Die Kocherzeitung (Vorläufer der Schwäpo) bezeichnete Oberkochen 1879 als ostwürttembergische Hochburg des Töpferhandwerks. Auch wenn die Hafner in „Dr Schell“ sangen: <em>„Was frag ich nach der Welt, aus Dreck mach ich mein Geld“</em> zogen schon dunkle Wolken am Horizont auf – die Industrialisierung war im Anmarsch. Um 1840 gab es rund 30 Hafner, deren Namen uns immer noch geläufig sind: „Anfangs gab es die Hafner Fischer (Herrgottshäfner) und Hug (unterer), später gingen die Geschäft auf die folgenden Familien über — Johannes Hug, August Hug, August Fischer, Anton Fischer, Johannes Gold, Konrad Sapper, Josef Schaupp, Anton Gold (Goldenbauer), Johannes Wingert, Johannes Müller, Johannes Beißwenger, Josef Minder, Karl Feil, Michael Fischer, Franz Gold, Anton Gold (Jägergässle) und Johannes Elmer (beim kath. Friedhof)“. 1910 gab es noch 17 ansässige Hafner und 1939 nur noch 2, die das Handwerk dann nur noch im Winter ausübten. (Quelle Heimatbuch 1986)</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29348" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29348" class="wp-image-29348 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Hafner-Elmer.jpg" alt width="1200" height="764"><p id="caption-attachment-29348" class="wp-caption-text">Hafner Elmer bei der Arbeit (Archiv Rathaus)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Material kam anfangs überwiegend aus dem Zahnberger Graben. Beim Abbau kam es einst zu einem tödlichen Unfall, bei dem drei Männer verschüttet wurden, die nicht geborgen werden konnten. Die Mutter des verschütteten Sohns aus Oberkochen sah die Sache sehr pragmatisch und rief voller Schmerz aus: <em>„Wenn mae Soh wenigschdens saene Stiefel und sae Uhr et aghett hätt, wärs bloss halba so arg.“</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Hainbuchenweg.</strong></span> Die Namen Hainbuche wie auch Hagebuche leiten sich vom althochdeutschen „Haganbuoche“ ab, wobei „hag“ Einzäunung, Hecke bedeutet und sich auf die Schnittfähigkeit der Pflanze bezieht.<br>Ersterer, jüngerer Name steht ab dem Mittelalter für „Hain“ (kleiner Wald) als Wortbildung für Hag, da Hainbuchen klimatolerant sind und auch auf dem freien Feld gut gedeihen und daher Haine bilden können.<br>Der zweite Namensteil Buche rührt von der äußerlichen Ähnlichkeit mit der Rotbuche (Größe, Form und Nervenmuster der Blätter, glatte Rinde) her; in anderen Merkmalen (Habitus, Früchte) sind Hainbuchen und Buchen jedoch völlig verschieden. Von Hagebuche kommt das Adjektiv hanebüchen für derb, grob (hartes, zähes Holz). Aufgrund ihrer sehr hohen Trockenheitstoleranz, die auch auf das kräftige und tiefreichende Wurzelsystem zurückzuführen ist, gilt die Hainbuche als sturmfest und eignet sich auch für ungünstige, temporär schlecht Wasser-versorgte Standorte auch im städtischen Bereich. Sie kommt damit vor dem Hintergrund des Klimawandels als Baum in Betracht, der künftig eine höhere Bedeutung erlangen kann.<br>Die nicht zu den Buchen gehörende Hagebuche hat helles und hartes Werkholz, im Gegensatz zur Rotbuche. Die Hainbuche sucht die Nähe zur Eiche, eine Fast-Symbiose, bei der sich Lebewesen ergänzen.<br>Auf den hiesigen Kletterfelsen Langertstein (610m) und Lohfelsen (600m) an der Heidestraße leben die Eiche und die Hainbuche, auf dem Kalkfels mit etwas Erde, nebeneinander koexistent.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Hasengässle</strong></span>. Diese Namensgebung ist auch geheimnisumwittert, da keine weiteren Feld‑, Wald- und Wiesentiere als Straße in der Nähe beheimatet sind. Aber halt! Der Förster und der Jäger finden sich in der Umgebung. Ob es damit zu tun hat? Oder weil dort im „Kies“ in der „guten alten Zeit“ jeder Zweite einen Hasenstall hatte? Oder wohnten dort einst zünftige Ski-Hasen?<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Heckenrosenweg.</strong></span> Die Hecken-Rose (Rosa corymbifera), auch Busch-Rose oder Wild-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen innerhalb der Familie der Rosengewächse. Sie darf nicht verwechselt werden mit der Hunds-Rose (Rosa canina), die oft auch als Hecken-Rose bezeichnet wird. Ihre Hagebutten enthalten Vitamin b1, B2, C und Provitamin A. Man kann auch Hagebuttenwein draus machen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_63 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29342" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29342" class="wp-image-29342 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Heidenheimer-Strasse.jpg" alt width="1200" height="627"><p id="caption-attachment-29342" class="wp-caption-text">Blick in die Heidenheimer Straße als man noch zeigte was man „vor dem Haus“ zu bieten hatte (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_64 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(03) Heidenheimer Straße.</strong> </span>Das ist die alte Langgass‘, die beim Weber (Hausname Kohlseff) links und beim alten Gasthaus „Lamm“ rechts beginnt und wie der Name eindeutig sagt, nach Heidenheim führt, vorbei am „Kies“, den Firmen Günter + Schramm, dem früheren Oppold-Gebäude, den Leitz-Wohnblöcken, ein paar alte Villen, dem alten Stellwerk und dem alten Wigo-Gelände leicht geschwungen über das Bahnwärterhäusle Süd nach Königsbronn.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_65 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29343" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29343" class="wp-image-29343 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Heidenheimer-Strasse-1960.jpg" alt width="1200" height="754"><p id="caption-attachment-29343" class="wp-caption-text">Blick in die Heidenheimer Straße 1960 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_66 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Anmerkung:</strong> Die alte Aalener und Heidenheimer Straße mussten den nach dem Krieg aufkommendem Verkehr aufnehmen, da die B 19 noch nicht existierte. Vor den „1000 Jahren“ vor 1945 war die Straße noch nicht asphaltiert und war den Bauern und Kindern vorbehalten. Autos konnte man in Oberkochen an der Hand abzählen – vermutlich die Fabrikbesitzer und einige wenige andere. Das dürfte damals der KFZ-Bestand gewesen sein. Dazu gibt es einen aufschlussreichen, mit vielen Bildern durchsetzt,<strong> Bericht mit der Nummer 708.</strong><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(02) Heidestraße.</strong></span> Die Heide ist das neue zusammenhängende große Wohngebiet. Dieses Gebiet war bis um 1900 eine gemeindeeigene Schafheide, bevor sie zu einem Fichtenwald aufgeforstet wurde (Früher galt die Formel: Fichte = schnelles Geld). Bis unter Bürgermeister Gustav Bosch entschieden wurde, dass sich Oberkochen nicht auf dem Rodstein ausbreiten solle (wie ernsthaft angedacht wurde), sondern auf der Heide. Eine weitere wünschenswerte Vergrößerung ist ohne das Wohlwollen der Stadt Aalen nicht mehr möglich. Der Heidekopf ist der höchste Punkt dieses Wohngebietes. Als die Straße fertiggestellt war, wurde sie in einem Zeitungsbericht „Die Straße der 1000 Wohnungen“ genannt.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_67 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29344" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29344" class="wp-image-29344 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Heidestrasse.jpg" alt width="1200" height="846"><p id="caption-attachment-29344" class="wp-caption-text">Die Heidestraße (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_68 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(10) Heinz-Küppenbender-Straße.</strong></span> Goethe war schon weg, also musste Schiller auch weichen. (Oder umgekehrt, so genau weiß ich es nicht). Man brauchte eine angemessene Straße für Dr. Ing. h.c. Heinz Küppenbender, und sie musste wohl in der Nähe von Prof. Walter Bauersfeld liegen. Wenn’s ernst im Leben wird, bleibt Kultur oft auf der Strecke ???? (Siehe auch Corona-Zeit). Wie das so mit Persönlichkeiten der damaligen Zeit nicht selten war, gibt es hier auch zwei Gesichter. Das von nach dem Krieg, welches gefeiert, geehrt und ausgezeichnet wurde und jenes andere aus der Zeit vor und während des Krieges, das oft geflissentlich vergessen oder unterschlagen wird. Gefallen hat die Umwidmung damals nicht jedem, aber es war das Jahr der Stadterhebung.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_69 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29345" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29345" class="wp-image-29345 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-07-Heinz-Kueppenbender.jpg" alt width="650" height="975"><p id="caption-attachment-29345" class="wp-caption-text">Heinz Küppenbender (Archiv HVO)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_70 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Heinz Küppenbender</strong> * 23. Februar 1901 in Waldniel bei Mönchengladbach; † 4. Juli 1989 war ein deutscher Manager. Er studierte an der Technischen Hochschule Aachen, wo er 1924 sein Diplom als Maschinenbaukonstrukteur machte und von 1926 bis 1927 als Assistent tätig war. Seit 1927 war er für die Firma Carl Zeiss in Jena tätig. Von 1929 bis 1941 war er Chefkonstrukteur bei Zeiss Ikon, und seit 1941 Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Carl Zeiss in Jena. Von 1947 bis 1972 war er Technischer Leiter bei Carl Zeiss in Oberkochen sowie von 1966 bis 1970 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates. Von 1953 bis 1956 war Küppenbender Vorstandsmitglied des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Soweit die nüchternen Fakten von Wikipedia.<br><strong>Nach dem Krieg</strong> war er, „Küpp“ genannt, wohl die treibende Kraft beim Wiederaufbau in Oberkochen. Er war manchmal bis Mitternacht mit seinen Mitarbeitern im Werk, wenn dringende Großaufträge pünktlich ausgeliefert werden mussten. In seiner knappen Freizeit war er als Herrenreiter mit Stall in Ochsenberg auf Albuch und Härtsfeld unterwegs. Am 28. Juni 1968 wurde ihm zusammen mit Dr. Gerhard Kühn die Ehrenbürgerwürde in Oberkochen verliehen.<br><strong>Vor und während des Krieges</strong> war er Wehrwirtschaftsführer, Betriebsführer der Carl Zeiss-Werke in Jena und Leiter des Hauptausschusses Feinmechanik und Optik des Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion (RM.f.R.u.K.), Ritterkreuz des KVK mit Schwertern 01.09.1944 und Herr über Tausende von Zwangsarbeitern.<br><strong>In Braunschweig wäre ihm sicher keine Straße gewidmet worden. Siehe dazu einen Bericht aus „Zeit online vom 3. Sep 1971“.</strong><br><em>Die Namen Carl Zeiss und Dr. Heinz Küppenbender wirken auf die Braunschweiger heute wie ein rotes Tuch auf den Stier. Nicht nur bei den Arbeitern des ältesten Industriewerkes der Stadt, auch Behörden und Verbände des Zonengrenzgebietes sind schlecht zu sprechen auf die Männer von Oberkochen, wo die Muttergesellschaft Carl Zeiss ihren Sitz hat. Man fühlt sich von ihnen hinters Licht geführt. Frohgemut waren die Voigtländer-Arbeiter am Montag letzter Woche aus dem Werksurlaub zurückgekommen. Vor den Ferien hatte man ihnen noch versichert, dass ihre Arbeitsplätze nach einer Rationalisierungsumstellung gesichert seien. Nun musste der Betriebsrat die bittere Mitteilung entgegennehmen, dass der Aufsichtsrat der Zeiss Ikon AG am 4. August, nach Urlaubsbeginn also, beschlossen hatte, die Kameraproduktion (bis auf ein Spitzenmodell) einzustellen und deshalb die Voigtländer-Werke und die Zett-Geräte-Werke in Braunschweig im September nächsten Jahres zu schließen.</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Heisenbergstraße.</strong> </span>Werner Karl Heisenberg * 5. Dezember 1901 in Würzburg; † 1. Februar 1976 in München war ein deutscher Physiker. Heisenberg gab 1925 die erste mathematische Formulierung der Quantenmechanik an. 1927 formulierte er die Heisenbergsche Unschärferelation, die eine der fundamentalen Aussagen der Quantenmechanik trifft – nämlich, dass bestimmte Messgrößen eines Teilchens, etwa dessen Ort und dessen Impuls, nicht gleichzeitig beliebig genau zu bestimmen sind. Für die Begründung der Quantenmechanik wurde er 1932 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Er gilt als einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts. Heisenberg war an dem Uranprojekt beteiligt, das dem Bau einer deutschen Atombombe dienen sollte. Er befasste sich auch intensiv mit den philosophischen Auswirkungen der Quantenmechanik.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Herschelweg.</strong></span> Friedrich Wilhelm Herschel * 15. November 1738 in Hannover; † 25. August 1822 in Slough war ein deutsch-britischer Astronom und Musiker. Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn kannten die Menschen schon seit langem, er aber fand Uranus, die Monde Titania und Oberon , das Ringsystem des Uranus und leuchtende Gasnebel. Daneben, er hatte ja sonst nichts zu tun ???? und soziale Medien und Fernsehen zur Zeitvergeudung gab es nicht, spielte er Violine, Cello, Oboe und Orgel. Und weil es immer noch nicht genug war, komponierte er auch Sinfonien, Konzerte, Kammermusik und Orgelwerke. Einfach beeindruckend der Mann und er hatte dazu noch das Glück recht alt zu werden.<br>Oder gilt die Namenswahl doch seiner Schwester Karoline Lucretia, die am 16. März 1750 in Hannover geboren wurde. Karoline unterstützte ihren Bruder bei seiner astronomischen Arbeit, stellte daneben aber auch eigene Beobachtungen an. So entdeckte sie z.B. acht Kometen und mehrere Nebelflecke. Seine Schwester, die seine Leidenschaften teilte, folgte ihm 1772 nach England. Nach dem Tod ihres Bruders im Jahre 1822 kehrte sie nach Hannover zurück und setzte hier ihre Arbeit fort. Hier starb sie am 9. Januar 1848 im Alter von fast 98 Jahren.<br>Es wäre angemessener gewesen die Bezeichnung „Geschwister-Herschel-Straße“ zu wählen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Heveliusweg.</strong></span> Johannes Hevelius * 28. Januar 1611 in Danzig; † 28. Januar 1687 ebenda war einer der bedeutendsten Astronomen und gilt als Begründer der Kartografie des Mondes, der Selenographie. Ferner war er Bierbrauer, Zunftmeister und Ratsherr. Ein Mondkrater und ein Asteroid wurden nach ihm benannt.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Hölderlinweg.</strong> </span>Johann Christian Friedrich Hölderlin * 20. März 1770 in Lauffen am Neckar im Herzogtum Württemberg; † 7. Juni 1843 in Tübingen, Königreich Württemberg war ein deutscher Dichter, der zu den bedeutendsten Lyrikern seiner Zeit zählt. Sein Werk lässt sich innerhalb der deutschen Literatur um 1800 weder der Weimarer Klassik noch der Romantik zuordnen. Im Alter von 32 Jahren wurde er schizophren.<br>Hier wohnen b’sondere Leut‘: Haben sie doch im Herbst 2021 eine Annonce im Amtsblatt geschaltet, um den Bauarbeitern der Fa. Leonhard Weiss für die gute Arbeit und exzellente Kommunikation während der Sanierungszeit zu danken. Vielleicht einmalig in Deutschland.<br>Der Hölderlinturm in Tübingen wurde im späten 19. Jahrhundert nach dem Dichter Friedrich Hölderlin benannt, der dort vom 3. Mai 1807 bis zu seinem Tod im Jahr 1843 lebte. Das Gebäude ist eine der bekanntesten Gedenkstätten Tübingens.<br>Bedeutende Werke: „Hyperion“ und zahlreiche Gedichte in Forme von Hymnen, Oden und Elegien.</p>
<p>Der fünfte Teil folgt in Kürze.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 765:  Die Straßen von Oberkochen Teil 3</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-765-die-strassen-von-oberkochen-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2023 23:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=29374</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29362" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29362" class="wp-image-29362 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Carl-Zeiss-Strasse.jpg" alt width="1200" height="609"><p id="caption-attachment-29362" class="wp-caption-text">Carl-Zeiss-Straße (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_72 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(10) Carl-Zeiss-Straße.</strong></span> Diese Straße wurde der Firma gewidmet, die nach dem Krieg in den alten Fritz-Leitz-Gebäuden ihre Heimat gefunden hat und in großem Maß dafür verantwortlich ist, was aus dem kleinen Dorf geworden ist. Früher ein Fußweg zwischen Dreißental und der Firma Leitz, später Theaterweg genannt, weil man damit zum Martha-Leitz-Haus gelangte, dass die erste kulturelle Veranstaltungshalle für das Dorf war. Vor ein paar Jahren wurde sie an die Firma Zeiss verkauft und gehört seitdem zum Firmenareal und ist somit keine öffentliche Straße mehr.  Über diese Straße informiert der <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-697-die-carl-zeiss-strasse-wurde-60-jahre-alt/"><strong>Bericht 697</strong></a> im Detail.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_73 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29363" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29363" class="wp-image-29363 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Carl-Zeiss-Strasse.jpg" alt width="1200" height="696"><p id="caption-attachment-29363" class="wp-caption-text">Carl-Zeiss-Straße (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_74 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(08) Dietrich-Bonhoeffer-Straße.</strong></span> Dietrich Bonhoeffer * 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg war ein lutherischer Theologe, profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt. Er habilitierte bereits mit 24 Jahren, als ob er wusste, dass ihm nicht viel Zeit blieb. Etwa ab 1938 schloss er sich dem Widerstand um Wilhelm Franz Canaris an. 1940 erhielt er Redeverbot und 1941 Schreibverbot. Am 5. April 1943 wurde er verhaftet und zwei Jahre später auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden, hingerichtet. Wer kennt nicht das Kirchenlied, dessen Text 1944 im Gefängnis entstand:<strong> „Von guten Mächten wunderbar geborgen / erwarten wir getrost, was kommen mag / Gott ist bei uns am Abend und am Morgen / und ganz gewiss an jedem neuen Tag“.</strong><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Dinkelweg.</strong></span> Der Dinkel (Schwabenkorn) Triticum spelta, auch Spelz genannt, ist eine (Vor)Form des Weizens. Nach dem Reinheitsgebot von 1516 durfte nur Gerstenmalz zum Bierbrauen verwendet werden. Der Weizen war dem Brotbacken für die Bevölkerung vorbehalten; da wird der Kleber gebraucht. Gerste ist glutenarm und nicht gut geeignet zum Brotmachen. Die ältesten Funde von Dinkel stammen aus Westarmenien und den Tälern des Ararat-Gebirges (6. bis 5. Jahrtausend v. Chr.). Der Dinkel ist in den letzten Jahren bei den Bäckereien im Rahmen der Rückbesinnung auf gutes Brot wieder zu Ehren gekommen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_75 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29360" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29360" class="wp-image-29360 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-BM-Gentsch-Hans-Scheerer.jpg" alt width="1200" height="864"><p id="caption-attachment-29360" class="wp-caption-text">Dinkelfeld mit Bürgermeister Gentsch und Hans Scheerer (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_76 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(07) Dives-sur-Mer-Straße</strong></span>. Das ist die erste Stadt, mit der Oberkochen eine Städtepartnerschaft einging. Die kurze Geschichte wurde der Website des Vereins der Städtepartnerschaften entnommen.<br><em><strong>„1971</strong> Die Familie Karl-Maria Riede machte vor vielen Jahren Urlaub im Sportzentrum Bombannes Maubuisson an der Atlantikküste und lernte dort die Familie Jean-Pierre Boulanger aus Dives-sur-Mer an der Côte Fleurie in der Normandie kennen. Da Jean-Pierre in Dives als Lehrer am Collège Paul Eluard seine Baguettes verdiente, regte er an, einen Schüleraustausch mit Oberkochen in Erwägung zu ziehen.</em><br><em><strong>13. April 1980</strong> Erster Schüleraustausch zwischen dem Ernst-Abbe-Gymnasium in Oberkochen und dem Collège Paul Eluard in Dives-sur-Mer.August 1983 Bürgermeister Harald Gentsch besucht mit seiner Frau zum ersten Mal Dives-sur-Mer, um seinen Kollegen Bürgermeister Francis Giffard und dessen Stadt kennenzulernen.</em><br><em><strong>April 1984</strong> Eine offizielle Diver Delegation, bestehend aus Bürgermeister Francis Giffard und Gattin, Gemeinderat Pierre Fuss, Gemeinderätin und gleichzeitig Delegierte des Kulturaustausches, Eliane Déprés, kommen nach Oberkochen.</em><br><em><strong>28. Juni 1984</strong> Gründungsversammlung des 54. Oberkochener Vereins , der “Verein für Städtepartnerschaft Oberkochen e.V.” Vorsitzender: Rudolf Heitele, stellvertretender Vorsitzender: Dr. Hans Brennenstuhl, Schriftführerin: Suse Bantel, Schatzmeister: Johannes Feil. 122 Bürgerinnen und Bürger treten spontan bei.</em><br><em><strong>29. September 1984</strong> Unterzeichnung der Partnerschafts-Urkunde in Dives-sur-Mer. Es sind 81 Bürgerinnen und Bürger aus Oberkochen anwesend.“</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Dopplerweg.</strong></span> Christian Andreas Doppler * 29. November 1803 in Wien; † 17. März 1853 in Wien war ein österreichischer Mathematiker und Physiker. Er wird für sein Prinzip – bekannt als Doppler-Effekt – gefeiert, dass die beobachtete Frequenz einer Welle von der relativen Geschwindigkeit der Quelle und des Beobachters abhängt. Er nutzte dieses Konzept, um die Farbe von binären Sternen zu erklären.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_77 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29364" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29364" class="wp-image-29364 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Dreissentalstrasse.jpg" alt width="1200" height="798"><p id="caption-attachment-29364" class="wp-caption-text">Dreißentalstraße (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_78 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(02) Dreißentalstraße.</strong></span> Die Bedeutung des Wortes liegt tief im Dunkel der Geschichte. Ob es die Tiroler mitgebracht haben oder ob das Wort gar auf keltische Grabhügel zurückgeht. Wir wissen es nicht. Bei „Franz Balle’s Blätter zu einem Oberkochner Heimatbüchlein“ aus dem Jahr 1953 steht geschrieben:<em> „Als neuer Ortsteil präsentiert sich das Dreißental mit seinen Hängen und Höhen. Noch vor 50 Jahren (also um 1900) führten aus diesem heimeligen Tal die Bauern ihren schönsten Klee und gutes Korn heim und am Waldrand ästen friedlich Rehe. Nun sind sie nicht mehr, die alten lieben Raine, die Hecken und Büsche….“</em> Das Tal war ein Trockental und reicht hinauf bis zum „Kessel“ am Schützenhaus – das alte Ski- und Schlittengebiet für die dort wohnhaften Kinder der 50er und 60er. Beim Schützenhaus gab es auch die Lettengärten. Über das Dreißental informieren die <strong>Berichte <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-746-das-dreissental-eine-autarke-welt-ein-dorf-im-dorf-teil-1/">746</a> bis <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-753-das-dreissental-eine-autarke-welt-ein-dorf-im-dorf-teil-8/">753</a></strong> im Detail.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Eichendorffweg.</strong> </span>Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff * 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor, Oberschlesien; † 26. November 1857 in Neisse, Oberschlesien war ein bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik. Er zählt mit etwa 5.000 Vertonungen zu den meistvertonten deutschsprachigen Lyrikern und ist auch als Prosadichter („Aus dem Leben eines Taugenichts“) bis heute gegenwärtig. Bekannte Vertonungen sind u.v.a. „In einem kühlen Grunde“, O Täler weit o Höh’n“ und „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Einsteinstraße</strong></span>. Er darf auf keinen Fall fehlen. Albert Einstein * 14. März 1879 in Ulm Württemberg † 18. April 1955 in Princeton, New Jersey, Vereinigte Staaten war ein deutscher Physiker mit Schweizer und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Er gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit. Seine Forschungen zur Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie zum Wesen der Gravitation veränderten maßgeblich das zuvor geltende newtonsche Weltbild. Weltberühmt machte ihn seine Relativitätstheorie und die dazugehörige Formel, die fast jeder kennt oder schon einmal gesehen hat: E = mc². Er war auch immer ein Mann, der gerne schlaue Sprüche von sich gab (man nennt es heute Zitate). Hier zwei als kleine Auswahl:</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em><strong>1)</strong> Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.</em><br><em><strong>2)</strong> Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null — und das nennen sie ihren Standpunkt.</em></p>
<p>Über sich selbst sagte er einmal: „Wäre ich kein Physiker, dann wäre ich bestimmt Musiker geworden. Zu Mozart hatte er ein fast schon mystisches Verhältnis, über Beethoven befand er „zu persönlich, zu nackt“. Aber sein Favorit war eindeutig J.S. Bach. Über ihn sagte er recht salopp: <em>„Abspielen, Zuhören, Lieben, Verehren – Das Maul halten!“.</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Enzianweg.</strong></span> Mein Ideen-Geber hat dazu einen eigenen Text verfasst: <em>„Am Ostersamstag pilgerten wir auf den Volkmarsberg (742 m). Auf der Wacholderheide waren sehr viele blaue Frühlings-Enziane zu sehen zu sehen. Unter der Forstmeister-Schurr-Eiche wurde „gepicknickt“. Anlässlich der Hochzeit eines unserer Söhne in Fischbachau stieg ich allein auf den Breitenstein (1.622 m). In der gesamten Gipfelregion waren hunderttausende Exemplare des blauen Stängellosen Enzians zu bestaunen. Die Anrainer nennen diesen, ihren Berg „Broadn Stoa“. Und das erinnerte mich an den Broadpeak (8.051m), Falchan Kangri, im Karakorum, an der Grenze zum Kashmir und zu China. Auf dem langen Anmarschweg nach oben sahen wir auch, auf entsprechender Meereshöhe, den Teng-Schan-Gebirgs-Enzian; aber nicht in solchen Mengen wie auf dem „Broadn Stoa“. Er ist auch blau. Der „TengSchan“ ist ein Hochgebirge nördlich des Karakorum in China. Shan ist ein pan-chinesisches Wort für Gebirge. Zur Ama Dablam (6.958m) im Solo Khumbu/Himalaya nahe China unterwegs auf einer Yak-Alm, sah ich Gentiana tibetana, und zwar weißblühend.“</em><br>Die Enziane (Gentiana) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Die fast weltweit vorkommenden 300 bis 400 Arten gedeihen vorwiegend in den Gebirgen der gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, aber auch in den Anden. Einige Arten werden zur Schnapsherstellung und zur Gewinnung von Heilmitteln genutzt. Wenige Arten und Sorten verwendet man als Zierpflanzen.<br>Wer mit Pflanzenkunde nichts am Hut hat, wird dann Enzian aus dem (Schnaps)Glas oder aus der Musikbox (Heino) kennen.<br>Ich habe ihn nie im Enzianweg, sondern immer reichlich bei meinen verstorbenen Nachbarn im Vorgarten gesehen – bei Maria und Ludwig Becker in der Sonnenbergstraße 32.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Ernst-Abbe-Platz</strong></span>. Diesen Platz musste ich suchen, der war mir überhaupt nicht bekannt. Es ist der Platz vor dem Treppenaufgang zum Gymnasium, das denselben Namen trägt – EAG. Der folgende Text wurde der Website von Carl Zeiss entnommen.<br><em>„Ernst Abbe — der Reformer. Viele Unternehmen fingen im späten 19. Jahrhundert an, betriebliche Sozialpolitik zu betreiben. Jede einzelne der Maßnahmen Abbes (zum Beispiel Krankenversicherung, Pensionen und 8‑Stunden-Tag) hat Vorläufer. Das Entscheidende bei Abbe ist, dass er in ganz bewusster Opposition zum “Herr-im-Haus”-Standpunkt andere Unternehmer diese Sozialleistungen nicht als Wohltaten, sondern als Rechte der Mitarbeiter verankerte.</em><br><em>Es wurde eine eigene Interessenvertretung der Mitarbeiter geschaffen. Diese Vertretung hatte zwar kein Mitbestimmungsrecht, aber doch das Recht in allen Fragen des Betriebes gehört zu werden.</em><br><em>Die Arbeitsbeziehungen wurden insgesamt mit Hilfe des Statuts der Carl Zeiss-Stiftung verrechtlicht. Diese Verrechtlichung und diese institutionellen Mechanismen zur Konfliktregelung sind Vorläufer der sozialen Marktwirtschaft.</em><br><em>Toleranz ist ein entscheidender Begriff in Abbes Denken. Obwohl Abbe sicherlich kein Sozialdemokrat war, war es ihm wichtig, dass sich diese Partei frei entfalten konnte. Auch wandte er sich vehement gegen Rassismus, der zu seiner Zeit bereits sein Unwesen trieb. Er sorgte dafür, dass bei Carl Zeiss niemand wegen seiner Religion, Abstammung oder politischen Meinung benachteiligt wurde. Das zeigt sich zum Beispiel auch darin, dass sein engster Mitarbeiter in der Geschäftsführung, Siegfried Czapski, ein Jude war.</em><br><em>Förderung von Wissenschaft und Kultur: Als Privatmann förderte Ernst Abbe die Universität durch anonyme Spenden. Nach Gründung der Carl Zeiss-Stiftung wurde die Förderung der Universität und auch der Stadt Jena durch diese Stiftung betrieben.“</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Ernst-Abbe-Straße</strong></span>. Ernst Karl Abbe * 23. Januar 1840 in Eisenach, Sachsen-Weimar-Eisenach; † 14. Januar 1905 in Jena, Sachsen-Weimar-Eisenach; war ein deutscher Physiker, Statistiker, Optiker, Industrieller und Sozialreformer. Er schuf zusammen mit Carl Zeiß und Otto Schott die Grundlagen der modernen Optik und entwickelte viele optische Instrumente. Seit 1899 war er Alleininhaber der Firma Carl Zeiss und war maßgeblich an der Gründung des Unternehmens Jenaer Glaswerk Schott &amp; Gen (heute Schott AG) beteiligt. Am 19. Mai 1889 wurde von ihm die Carl Zeiss Stiftung gegründet. Ohne ihn wäre Oberkochen eine kleine, überschaubare, vielleicht unbedeutende, Gemeinde geblieben.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(08) Eugen-Bolz-Platz.</strong></span> Eugen Anton Bolz * 15. Dezember 1881 in Rottenburg am Neckar; † 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee war ein deutscher Politiker der Zentrumspartei. Von 1928 bis 1933 war er Staatspräsident des Volksstaats Württemberg. Später beteiligte er sich am Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Das ist die offizielle postalische Anschrift unseres Rathauses.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_79 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29361" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29361" class="wp-image-29361 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Eugen-Bolz-Gedenkplatte.jpg" alt width="650" height="970"><p id="caption-attachment-29361" class="wp-caption-text">Eugen Bolz Gedenkplatte (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_80 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Eulerstraße.</strong> </span>Leonhard Euler * 15. April 1707 in Basel; † 18. September 1783 in Sankt Petersburg war ein Schweizer Mathematiker, Physiker, Astronom, Geograph, Logiker und Ingenieur. Er machte wichtige und weitreichende Entdeckungen in vielen Zweigen der Mathematik, wie beispielsweise der Infinitesimalrechnung und der Graphentheorie. Gleichzeitig leistete Euler fundamentale Beiträge auf anderen Gebieten wie der Topologie und der analytischen Zahlentheorie. Er prägte große Teile der, bis heute weltweit gebräuchlichen, mathematischen Terminologie und Notation. Beispielsweise führte Euler den Begriff der mathematischen Funktion in die Analysis ein. Er ist zudem für seine Arbeiten in der Mechanik, Strömungsdynamik, Optik, Astronomie und Musiktheorie bekannt. Nach ihm benannt ist eine spezielle, die sog. Eulersche Zahl: „e“ oder 2,718 281 828 459 045 235 360 287 471 352 662 497 757 247 093 699 959 574 966 967 627 724 076 630 353 547 594 571…“ Ob die einer auswendig aufsagen kann? Vielleicht ein Autist. Das wäre doch noch eine Alternative für Richard Burgers Autokennzeichen gewesen ????.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Feigengasse.</strong></span> Das ist eines der großen Geheimnisse in Oberkochen – dieser Namensgebung. Ficus carica, die echte Feige wächst auch in mediterranen Staaten. Die Urheimat ist Südostasien, von Bengalen bis zu den sub-himalayischen Wäldern. Abr ois isch gwieß – bei uns hat es nie einen Feigenbaum gegeben.<br>Bleibt nur die Vermutung, dass es um die Feigen geht, also nicht-botanisch betrachtet, sondern um die Feiglinge. Gott bewahre — Dieses Feld will, kann und darf ich aber nicht spekulativ betreten ????.<br>Bei uns ist die Feigengasse bekannt, weil dort die Familie Balle ihre Weihnachtsbäume verkauft.  „Über die Balles“, deren Herkunft vom Birkhof zwischen Unterkochen und Aalen gut dokumentiert ist, informiert der <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-636-dr-hentere-balle-oder-dr-hooolzsaeger/"><strong>Bericht 636</strong></a> im Detail.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Finkenweg.</strong></span> Eine der Straßen aus dem Reich, sprich dem Gebiet der Vögel. Wenn wir schon einige Straßen nach Vögeln benannt haben, sollten wir uns auch deren Bedürfnissen etwas mehr zuwenden und Nötiges veranlassen. Der Spezialist dafür heißt Ottmar Bihlmaier und ist aktuell Mitglied des Gemeinderats.<br>Finken sind eine artenreiche Familie aus der Ordnung der Sperlingsvögel. Sie enthält 40 Gattungen (6 ausgestorben) und etwa 200 Arten (14 ausgestorben).<br>In Deutschland gibt es 14 Arten: „Buchfink, Grünfink, Kernbeißer, Girlitz, Stieglitz, Gimpel, Bluthänfling, Fichtenkreuzschnabel, Bergfink, Erlenzeisig, Birkenzeisig, Zitronenzeisig, Polarbirkenzeisig und der Karmingimpel.“<br>Die Ernährung der Finken besteht in der Regel aus Samen, Früchten und kleinen Tieren wie Insekten. Je nach Art, Lebensraum und Jahreszeit sind die Schwerpunkte der Ernährung verschieden. Viele Finkenarten sind bunt. Sie bauen ihre Nester meist auf Bäumen und Sträuchern.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(09) Försterstraße</strong></span>. Diese Straße wurde wohl nach dem Förster Wilhelm Braun benannt, der auf dem Ochsenberger Feld am 1. August 1926 von einem Wilderer erschossen wurde.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_81 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29365" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29365" class="wp-image-29365 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Foerster-Braun-Grab.jpg" alt width="1200" height="798"><p id="caption-attachment-29365" class="wp-caption-text">Förster Braun s Grab(Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_82 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Am 29. Oktober 1926 wurde im Schwurgerichtssaal in Ellwangen dieses dramatische Ereignis unter starker Anteilnahme der Bevölkerung verhandelt. Angeklagt wegen »Mordes und erschwerten Försterwiderstandes« war der 56 Jahre alte Landwirt F. aus Ochsenberg. Zu Grunde lag ein Tatbestand, der in der Gerichtsberichterstattung des Heidenheimer Tagblattes 1 so geschildert wurde:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_83 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29366" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29366" class="wp-image-29366 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-07-Foerster-Braun.jpg" alt width="1200" height="1766"><p id="caption-attachment-29366" class="wp-caption-text">Förster Braun – von einem Wilddieb im Jahr 1926 dahin gemeuchelt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_84 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>„Am Sonntag, dem 1. August 1926 wurde der 48 Jahre alte Förster Wilhelm Braun aus Oberkochen, verheiratet und Vater zweier Kinder unter seinem Hochsitz im Waldteil Falchen tot aufgefunden. Neben ihm lag sein abgeschossener Drilling. Braun hatte im Rücken einen Schrot- und einen Kugelschuss. Sehr bald erkannte die Staatsanwaltschaft, dass es sich nicht um einen Unglücksfall handelte, sondern dass der Forstbeamte aus etwa zehn Meter Entfernung rücklings erschossen worden war. Der Verdacht der Täterschaft lenkte sich zunächst nicht auf den Angeklagten E. Es gelang der Kriminalpolizei, den hartnäckig leugnenden Mitwisser G., derart in die Enge zu treiben, dass dieser schließlich zugab, dass sein Schwiegervater F. den Förster erschossen habe. Der daraufhin verhaftete Angeklagte versuchte auch jetzt noch stundenlang zu leugnen und gestand erst, als ihm jede Einzelheit seines Verbrechens vorgehalten wurde. In der Gerichtsverhandlung gab der Angeklagte zu, schon mehrmals Rehböcke erlegt, ohne einen Zusammenstoß mit einem Forstbeamten, insbesondere mit dem ihm seit langem bekannten Förster Braun, gehabt zu haben.“</em><br>Der Mörder wurde zum Tode verurteilt. Später wurde das Urteil in eine lebenslange Zuchthausstrafe umgewandelt, deren Vollzug sich der Verurteilte durch Suizid entzog. Er erhängte sich in seine Zelle am Hohenasperg am 29. September 1929. Wer mehr darüber wissen will, der <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-501-foerster-wilhelm-braun-wurde-erschossen/"><strong>Bericht 501</strong></a> hat noch einiges zu bieten.<br><strong><span style="color: #3366ff;">(11) Fraunhoferstraße.</span></strong> Joseph Fraunhofer, seit 1824 Ritter von Fraunhofer, * 6. März 1787 in Straubing; † 7. Juni 1826 in München war ein deutscher Optiker und Physiker. Er begründete am Anfang des 19. Jahrhunderts den wissenschaftlichen Fernrohrbau. Ein farbreiner Objektivtyp, das Fraunhofer-Objektiv, wurde nach ihm benannt.<br>Seine hervorragendste Leistung besteht in der Verbindung von exakter wissenschaftlicher Arbeit und deren praktischer Anwendung für neue innovative Produkte. Mit dieser Denkweise wurde der Autodidakt Joseph Fraunhofer zum Vorbild und Namensgeber der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft. Und jetzt kommt das Institut auch noch mit einer Dependance zu uns.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Freiherr-von-Liebig-Straße.</strong></span> Justus Liebig, ab 1845 Justus Freiherr von Liebig * 12. Mai 1803 in Darmstadt; † 18. April 1873 in München, war ein deutscher Chemiker und Universitätsprofessor in Gießen und München. Liebig erkannte, dass Pflanzen wichtige anorganische Nährstoffe in Form von Salzen aufnehmen, und begründete durch seine Forschung die moderne Mineraldüngung und den Beginn der Agrochemie. Er entwickelte ein Herstellungsverfahren für Rindfleisch-Extrakte sowie moderne Analyseverfahren und gründete die renommierte Zeitschrift „Justus Liebigs Annalen der Chemie“. Gleichzeitig mit zwei anderen Forschern entdeckte er das Narkosemittel Chloroform.<br>Der Allgemeinheit ist er als Erfinder des „Suppenwürfels“ bekannt. Sein Produkt hieß „Liebig’s Fleischextrakt“ und stammte aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und machte ihn wohl sehr vermögend.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Friedhofweg.</strong></span> Den finden wir an der oberen Gartenstraße nach rechtsabzweigend, der dann in einen Fußweg zum Städtischen Friedhof mündet, der auch Teil des Karstwanderweges ist. Es ist ein schöner ruhiger alter Teil der Gemeinde, dessen Ruhe hin und wieder durch gewerbsmäßiges Holzsägen gestört wird. Früher fand sich dort auch eine kleine Forellenzucht und einige Gänse wurden dort bis zu Martini durchgefüttert.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Frühlingstraße.</strong></span> Diese Namensgebung ist auch nicht nachvollziehbar, denn über die anderen Jahreszeiten haben wir keine Straßen, Gassen oder gar Plätze. Wollte man hier einfach nur einen positiv besetzten Namen haben, der auf reichlich Sonneneinstrahlung hinweist? Ich wohne hier jedenfalls gerne. Ruhig, sonnig, zentral, nette Nachbarn – was willsch in Oberkochen mehr und der gelegentliche Lärm von Kindern vom Bolzplatz oder der Schule zeugt von Leben.</p>
<p>Der vierte Teil folgt in Kürze.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 764:  Die Straßen von Oberkochen Teil 2</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-764-die-strassen-von-oberkochen-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Mar 2023 23:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=29398</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29387" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29387" class="wp-image-29387 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Aalener-Strasse.jpg" alt width="1200" height="1144"><p id="caption-attachment-29387" class="wp-caption-text">Blick in die Aalener Straße (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_86 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(05) Aalener Straße</strong></span>. Das ist die alte Kirchgass‘, die beim alten „Ochsen“ (links) und beim alten Gasthaus „Hirsch“ (rechts) beginnt und wie der Name eindeutig sagt nach Aalen führt. Der alte Straßenverlauf führte am „Grambohl“ vorbei, am KWO Karl Wannenwetsch hinunter, Richtung Kreuzmühle, machte eine starke Rechtskurve und über den alten Bahnübergang Nord verließ die Straße Gemeinde.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29388" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29388" class="wp-image-29388 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Aalener-Strasse-um-1914.jpg" alt width="1200" height="722"><p id="caption-attachment-29388" class="wp-caption-text">Blick in die Aalener Straße um 1914 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_88 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Adalbert-Stifter-Weg.</strong></span> * am 23. Oktober 1805 in Oerplan / Böhmen und † am 28. Januar 1868 in Linz / Österreich. Ich meine, dass Teile seiner Werke in meiner Schulzeit zur Pflichtlektüre gehört haben. Ich habe ihn aber früher auch sehr gerne gelesen und erinnere an das Buch „Bergkristall“.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(08) Adolph-Kolping-Straße.</strong></span> Natürlich muss diesem Glaubensmann in Oberkochen eine Straße gewidmet werden. Selbstredend, dass der Vorsitzende des örtlichen Kolping-Vereins, Anton Balle, in dieser Straße wohnt ????. * 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln; † 4. Dezember 1865 in Köln war er ein bedeutender deutscher katholischer Priester, der sich insbesondere mit der sozialen Frage auseinandersetzte. Zudem ist er der Begründer des Kolpingwerkes. Am 27. Oktober 1991 wurde Kolping von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(10) Albert-Bäuerle-Straße.</strong> </span>* 11. Februar 1901; † 10. März 1979; anlässlich des 100jährigen Bestehens der Firma und seiner Verdienste zum Ehrenbürger Oberkochens ernannt am 27. August 1955.<br>Dazu lesen wir in der „Schwäpo“ aus dem Jahr 1966, anlässlich seines 65ten Geburtstages:<br><em>„Er wird als wackerer Schwabe, unternehmensfreudiger, rastloser und erfolgreicher Unternehmer beschrieben. Als Mann mit den Eigenschaften Aufgeschlossenheit und Tatkraft. Obwohl Chef eines Unternehmens mit über 1.000 Beschäftigten fand er noch Zeit sich engagiert im öffentlichen Leben einzubringen….“ Aus einem Handwerksbetrieb wurde dank ihm das führende Unternehmen für Holzbearbeitungsmaschinen…..Auch hat er sich eine tiefe Liebe zu Wald und Holz bewahrt, was sich auch durch seinen Bauernhof und sein Sägewerk zeigt.“</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(08) Albert-Schweitzer-Straße</strong></span>. * 14. Januar 1875 in Kaysersberg bei Colmar, Elsaß-Lothringen; † 4. September 1965 in Lambaréné (Gabun) war er ein deutsch-französischer Arzt, Philosoph, evangelischer Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifist. Er gilt als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts.<br>Mich hat er in seinen zahlreichen Büchern fasziniert wie „Ehrfurcht vor dem Leben“, „Ehrfurcht vor den Tieren“, „Aus meiner Kindheit und Jugendzeit“ und „Aus meinem Leben und Denken“. Er würde heute in Zeiten von Krieg, Klimawandel und des Artensterbens die komplette mediale Bühne benutzen, um sein Wort zu erheben. Was dieser Mann in seinem Leben geleistet hatte, schaffen viele nicht in 12 Leben. Der Oberkochner Wolfgang Porzig hat bei der Herausgabe eines Buches eng mit ihm zusammengearbeitet.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Am Ahornrain.</strong></span> In Nordamerika und Eurasien ist „Acer“ mit 100 – 200 Arten zu finden (je nach Autor). „Acer campestre“ wächst hierzulande. Die Spezies „Acer saccharum“ ist mit dem bekannten (Zucker-)Ahornblatt auf der Flagge Canada´s vertreten. Auch der weltberühmte „maple-sirup“ zum Frühstück, kommt von dort. Das Holz selbst wird gerne zur Möbelherstellung verwendet. Auch ein großer Laptop-Hersteller hat sich diesen Namen ausgesucht – ACER.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_89 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29389" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29389" class="wp-image-29389 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Der-alte-Bahnhof.jpg" alt width="1200" height="867"><p id="caption-attachment-29389" class="wp-caption-text">Der alte Bahnhof (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_90 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(01) Am Bahnhof.</strong></span> Wenn man früher einen eigenen Bahnhof hatte, war man als Gemeinde wichtig. Unser Bahnhof wurde im Jahr 1864 erstellt und war und ist ein wichtiger Haltepunkt auf der Brenztalbahn.<br><em> Weitere Details finden sich im <strong>Bericht 704</strong></em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Am Espenrain.</strong></span> Die Espe gehört zur Gattung der Pappeln. Auf der nördlichen Halbkugel gibt es rund 35 Arten. „Populus tremula“, die Zitterpappel, wächst auch hierzulande und wird bis 25 Meter hoch. Den Baumnamen finden wir auch im Ortsnamen „Aspen“ (engl.), das ist ein Nobel-Ski-Ort in Colorado/USA. Gerne wird die Zitterpappel auch zur Holzgewinnung genutzt, besonders für leichte, preiswerte Holzprodukte wie Streichhölzer, Sperrholzplatten und Papier. Bei den Indianern galt sie als Nahrungs- und Heilmittel und auch in Europa wurde sie schon in der Antike als Heilpflanze geschätzt.<br><strong>(06) Am Feldrain.</strong> Feldrain ist ein alter deutscher Begriff für den Randstreifen eines Feldes („Flurgrenze“), sowie für den Übergang zwischen einer Feldterrasse zur nächsten („Stufenrain“). Ein Rain ist ein meist grasbewachsener Grenzstreifen zwischen zwei Äckern oder Fluren. Dem Feldrain kommt in den heutigen Zeiten des Artensterbens und der extensiven Landwirtschaft eine wichtige Bedeutung zu. Wenn wir heute mit dem Fahrrad über das Härtsfeld fahren, können wir sehen, dass sich die Bauern tw. bemühen, den Feldrain für Insekten kreativ zu bepflanzen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Am Haselstrauch.</strong></span> “Corylus avellana“, die gemeine Haselnuss (als Schüler habe ich immer lachen müssen, wenn eine Pflanze als „gemein“ bezeichnet wurde ????). Allen bekannt sind die aromatischen Nüsse, welche viele Vitamine, Mineralstoffe und hochwertiges Eiweiß enthalten. Sie werden pur geknabbert, beim Backen oder für Desserts verwendet und sind natürlich Bestandteil jeder Nuss-Nougat-Creme. Mit einer Ölpresse lässt sich aus den Nüssen auch ein wohlschmeckendes Öl gewinnen. Diese bestimmende Komponente der „Nuss-Schokolade“ kommt heute überwiegend aus der Türkei.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Am Holunderrain</strong></span>. Schwarzer Holunder „Sambucus nigra“ blüht wie im Lied als „Weißer Holunder“ (Lolita 1957) und ist bekannt als südwestdeutsch-schweizerisch Holder(busch) oder bairisch-österreichisch Holler. Anspruchslos wie er ist, hat er viel zu bieten: Neben Zauberkraft und Magie rund um den Schwarzen Holunder finden sich im alten Wissensschatz zahlreiche Heilanwendungen, die sich bis heute bewähren. Von meinen Freunden, Anne und Manfred Haase, wurde ich über die Jahre mit selbstgemachten Holundersaft beglückt – ich trinke ihn heute noch sehr gerne mit Limette und Wasser verdünnt. In Nordamerika und Eurasien kommt er in 25 Arten vor.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Argelanderstraße.</strong></span> Jetzt sage ich mal ganz frech: Wenn wir in Oberkochen Straßennamen finden, mit denen wir nur etwas anfangen können, wenn wir googeln, dann sind sie wohl dem Tun und Schaffen der Firma Carl Zeiss zuzuordnen. Hoffentlich bekomme ich da jetzt keine Scherereien. ???? Aber den Herrn Argelander habe ich wirklich googeln müssen. Argeland ist also kein Land, das im Argen liegt, sondern es handelt sich dabei um den deutschen Astronomen Friedrich Wilhelm August Argelander * 22. März 1799 in Memel, † 17. Februar 1875 in Bonn. Er begann seine berufliche Laufbahn als Gehilfe von Friedrich Wilhelm Bessel (sie ahnen es schon – das ist auch so einer ????) Argelanders Hauptwerk ist die in den Jahren 1852 bis 1861 zusammen mit seinen Assistenten Krüger und Schoenfeld ausgeführte “Bonner Durchmusterung”, ein Verzeichnis mit einer Ortsbestimmung aller Sterne bis zur 9. Größe der nördlichen Himmelskugel, das noch heute ein Grundlagenwerk astronomischer Forschung darstellt. Es enthält die Orte aller Sterne vom Nordpol bis zu 23 Grad südlicher Deklination und umfasst insgesamt fast 458 000 Sterne und ihre Helligkeitswerte. Welch ungeheure Arbeitsleistung dem Atlas zu Grunde liegt, lässt sich daraus ersehen, dass ein ähnliches Werk für den Südhimmel von Argelanders Nachfolgern 1892 begonnen und erst vierzig Jahre später vollendet wurde.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_91 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29390" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29390" class="wp-image-29390 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Sicht-auf-den-Bahnhof.jpg" alt width="1200" height="794"><p id="caption-attachment-29390" class="wp-caption-text">Sicht auf den Bahnhof (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_92 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(03) Bahnhofstraße.</strong></span> Jeder Ort von Welt muss eine solche haben, auch wenn manche im Laufe der Jahrzehnte in Verruf gekommen sind und tw. verrucht waren. Oder solche, die es zu internationaler Berühmtheit gebracht haben, wie jene in Zürich und in Frankfurt (beide könnten nicht gegensätzlicher sein). Unsere hat es in keine von beiden Gruppen geschafft. Sie ist eine Mischung von alten Firmen-Villen, den Gebäuden einer ehemaligen alteingesessenen Firma und den beidseitigen früheren Schellmann-Gebäuden.  Über diese Straße informiert der <strong>Bericht 703</strong> im Detail.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_93 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29384" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29384" class="wp-image-29384 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Blick-Richtung-Bahnhof.jpg" alt width="1200" height="832"><p id="caption-attachment-29384" class="wp-caption-text">Blick Richtung Bahnhof (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_94 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(04) Beethovenstraße.</strong></span> Ludwig van Beethoven getauft 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln; † 26. März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich. Er war ein deutscher Komponist und Pianist flämischer Abstammung. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg. Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten schlechthin. Sein 250jähriges Geburtsjubiläum konnte leider nicht in dem Maße gefeiert werden, wie es diesem großen Mann gebührt hätte – Die Corona-Pandemie hat dies und vieles andere auch verhindert. Hervorheben möchte ich seine Sinfonien und die Oper „Fidelio“. Auch für die Rockmusik hat er einen nicht unwesentlichen Einfluss gehabt und Künstler wie die Beatles, Chuck Berry, die Eurythmics oder Billy Joel hat er mächtig beeindruckt. Jeder kennt den Song „Roll over Beethoven.“<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Bei den Birken</strong></span>. Die Pflanzengattung Birke (botanisch Betula) gehört zur Familie der Birkengewächse und umfasst rund 50 Arten. Darunter befinden sich wenige Sträucher. Die meist baumartigen Laubhölzer wirken mit ihren lichtdurchlässigen Baumkronen und den schlanken Stämmen sehr filigran. Da sie sich rasch vermehren und anspruchslos sind, haben sie sich als Symbol der Fruchtbarkeit und des Neubeginns etabliert. Früher übergaben die Männer am 1. Maitag ihrer Geliebten ein junges Birkenpflänzchen, heute wird noch vielerorts der traditionelle Maibaum errichtet, um Glück und Wachstum mit dem Frühling in die Gemeinde einziehen zu lassen. In Oberkochen finden wir sie oft als Schmuck zu Fronleichnam. Die bis zu 100 Birken-Arten kommen auf weiten Teilen der Nordhalbkugel, in Europa, in Nordamerika (besonders an deren Ostküsten) und in Asien bis Japan vor. Erst im Alter entsteht das einmalige Weiß, das durch Einlagerung von Betulin-Kristallen entsteht. Bei uns wurde es gerne als Brennholz für die in Mode gekommen offenen Kamine verwendet. In der Nähe von Häusern sollte man sie nicht pflanzen, da ihre Wurzeln auf Suche nach Wasser überall eindringen bis in die Kanalisation und in Dachrinnen. Ich selbst liebe diese Bäume sehr und erfreue mich gerne an Fotografien über Birkenwälder in den endlosen Weiten der russischen Taiga. In meiner Erinnerung sehe ich auch ein Birkenwäldchen im Bereich des Pulverturms. Auch in der Film- und Schlagerwelt tauchte der Baum auf: „Drei weiße Birken“ ist ein deutscher Schlager- und Heimatfilm von Hans Albin aus dem Jahr 1961.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(01) Beim Carl-Zeiss-Stadion.</strong></span> Wie der Name klar sagt, ist das Stadion nicht weit und vermutlich die Adresse mit den wenigsten Häusern – konkret 2. Unter der Hausnummer 1 finden wir die Familie Brachhold mit ihrem Geschäft „Honig und Mehr“ sowie das Clubhaus von Stefan Meyer mit der Hausnummer 3.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Beim Ölweiher</strong></span>. Die Straße führt zwischen Leitz und Zeiss zum Parkhaus, das in den Hang hineingebaut wurde. Der Ölweiher selbst befindet sich auf dem eingezäunten Besitz der Firma Leitz GmbH &amp; Co. KG. Dieser Weiher wird durch eine Quelle in der Brunnenhalde gespeist. Horst Bengel, der mich 1969 eingestellt hatte, hielt in diesem Weiher einige Forellen und Kois (?), die ruhig ihre Bahnen zogen. Ende der 70er Jahre befand sich unser Büro oberhalb des Weihers und wir (Uwe Meinert, Herbert Rauer, Karl Mühlberger und ich) konnten in einigen ruhigen Momenten diesen herrlichen Ausblick zu den unterschiedlichen Jahreszeiten genießen.<br>Früher befand sich hier eine Öl- und Gipsmühle. Auch die Ziegelei des Karl Gold hatte hier ihren Standort. Franz Friedrich Leitz sen. zog 1845 von Esslingen a.N. nach Oberkochen. Er erwarb hier ein kleines Anwesen und gründete eine Schleiferei am Ölweiher, aus der die von Albert Leitz, seinem jüngsten Sohn, gegründete „Württ. Holzbohrerfabrik A. Leitz Oberkochen“ hervorging.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Besselstraße.</strong> </span>Friedrich Wilhelm Bessel * 22. Juli 1784 in Minden, Minden-Ravensberg; † 17. März 1846 in Königsberg i. Pr. war ein richtungsweisender deutscher Wissenschaftler, dessen Tätigkeit sich auf die Gebiete Astronomie, Mathematik, Geodäsie und Physik erstreckte.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(08) Bischof-Ketteler-Straße</strong></span>. Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler * 25. Dezember 1811 in Münster; † 13. Juli 1877 im Kloster Burghausen, Landkreis Altötting, war ein deutscher Theologe und römisch-katholischer Bischof von Mainz sowie Politiker der Deutschen Zentrumspartei. Ketteler ist der Gründer der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und wurde aufgrund seines Engagements für die Arbeiterschaft der Arbeiterbischof genannt. Er war ein Großonkel von Clemens August Kardinal Graf von Galen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(06) Blumenstraße</strong></span>. Ich gehe mal davon aus, dass es bei der Namensgebung nicht um die „Bierblume“ ging. Obwohl das bei der früheren Anhäufung von Brauereien in Oberkochen, durchaus verständlich gewesen wäre ????. Der Name strahlt etwas Positives aus, wie auch die Frühling- und die Sonnenbergstraße sowie der Wiesenweg.<br>Wir sprechen hier sicher von der Blume in der Natur. Eine Blume (von althochdeutsch bluoma, von indogermanisch bhlô, „blühen, zum Vorschein kommen“) bezeichnet in der Alltagssprache entweder eine Blütenpflanze, die größere, ins Auge fallende Blüten „hervorbringt“, oder eine „einzelne Blüte einer Blume mit Stiel“ oder wird als Kurzform für Blumenstock verwendet. Sie dient oft als Schmuck, z.B. als Schnittblume in einem Blumenstrauß, als Blumenkranz oder Blumengebinde. In der Bildenden Kunst sind Blumen als florales Motiv ein häufig dargestelltes Thema.<br>Bei der „Blumensprache“ werden in einem Strauß Blumen so nach Farbe und Form arrangiert, dass eine Botschaft enthalten ist. „Durch die Blume“ gesagt bezeichnet eine Form der Verhüllung einer negativen Aussage durch beschönigende Wortwahl.<br><strong>Hier eine Auswahl an geheimen Botschaften aus alten Zeiten, die heute keiner mehr versteht:</strong></p>
<p style="padding-left: 40px;"><strong>• Aster:</strong> Du bist mir nicht treu<br><strong>• Brennnessel:</strong> Ich habe dich durchschaut<br><strong>• Gerbera:</strong> Durch dich wird alles noch schöner<br><strong>• Gladiole:</strong> Sei nicht so stolz.<br><strong>• Hibiskus:</strong> Du bist eine zarte Schönheit.<br><strong>• Hortensie:</strong> Du bildest dir zu viel auf dich ein.<br><strong>• Nelke weiß</strong>: Ich bin noch zu haben.<br><strong>• Petersilie</strong>: Ich möchte dir etwas Liebes tun<br><strong>• Rote Tulpen:</strong> ewig währende Liebe<br><strong>• Salbei:</strong> Ich denk an dich.</p>
<p>Für die Philatelisten sei gesagt, dass die Briefmarkenserie Blumen eine aktuelle Dauermarkenserie der Deutschen Post AG ist, die seit dem 3. Januar 2005 erscheint. Bis August 2020 sind 64 Werte mit einem Gesamtnominalwert von 95,32 Euro erschienen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(02) Brunnenhaldestraße.</strong></span> Die Brunnenhalde ist dem Realwald-Distrikt 5 zuzuordnen. Der Name ist vom brunnenreichen Steilhang abgeleitet. Die dortige Quelle wurde schon vor dem I. Weltkrieg gefasst und über Rohrleitungen zur Firma Leitz geleitet. Die Bebauung als Wohngebiet erfolgte in den 50ern aufgrund des starken Zuzugs, der durch Carl Zeiss und den allgemeinen Wirtsschaftaufschwung ausgelöst wurde.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_95 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29385" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29385" class="wp-image-29385 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Bebauung-Brunnenhalde.jpg" alt width="1200" height="829"><p id="caption-attachment-29385" class="wp-caption-text">Bebauung Brunnenhalde in den 50ern (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_96 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(02) Bühlstraße</strong></span>. Bühl war die kleine Anhöhe zwischen „Katzenbach“ und „Gutenbach“. Dieses Baugebiet, „Bühl/Gutenbach“ benannt, war seinerzeit ein Großprojekt aus dem das gesamte Gebiet zwischen Bühlstraße und Gerhard-Hauptmann-Weg hervorging.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_97 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29386" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29386" class="wp-image-29386 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-07-Baugebiet-Buehl-Gutenbach.jpg" alt width="1200" height="734"><p id="caption-attachment-29386" class="wp-caption-text">Großbaustelle Baugebiet „Bühl / Gutenbach“ (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_98 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>(11) Bunsenstraße.</strong></span> Wer kennt ihn nicht aus dem Schulunterricht oder der modernen Küche? Ich meine den Bunsenbrenner. Braucht man unbedingt für eine gute „Crème Brûlée“. Robert Wilhelm Eberhard Bunsen * 30. März 1811 in Göttingen; † 16. August 1899 in Heidelberg, war ein deutscher Chemiker. Er entwickelte zusammen mit Gustav Robert Kirchhoff die Spektralanalyse, mit deren Hilfe chemische Elemente hochspezifisch nachgewiesen werden können. Er perfektionierte den nach ihm benannten Bunsenbrenner und erfand das Bunsenelement sowie das Bunsen-Fotometer.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>(10) Bürgermeister-Bosch-Straße</strong>.</span> Aus meiner Sicht hätte man die Straße, in der er gewohnt hat, umbenennen müssen (das Jägergässle), aber der Gemeinderat hat sich entschieden, die Goethestraße umzubenennen, wohl weil diese direkt auf „sein“ Rathaus zuläuft.<br>Und so ist festzuhalten: Die Schillerstraße wurde einem Manager „geopfert“ und die Goethestraße dem verdienten Bürgermeister. Wobei der „Goethe“ das bessere Los erwischte, er durfte wenigstens umziehen (zwischen Aalener Straße und EAG). Nur wohnen kann in dieser Straße niemand. Der „Schiller“ musste mit einem Haus vorliebnehmen (in dem auch niemand wohnen kann), dem Heimatmuseum.<br>Gustav Heinrich Bosch ist am 12. November 1914 in Rechberghausen, Kreis Göppingen, geboren als Sohn des Kaufmanns Gustav Bosch, der vor der Geburt seines Sohnes, am 30. September 1914 in Frankreich gefallen ist. Nach der Schulzeit (mittlere Reife) wählte Gustav Bosch den Gemeindedienst und schloss die Ausbildung im württembergischen gehobenen Verwaltungsdienst mit sehr guter Note ab. Im November 1938 wurde er eingezogen, machte den Frankreich- und den Balkanfeldzug mit, war dann im Osten, geriet Ende April 1945 schwer verletzt in russische Gefangenschaft, aus der er im August 1945 wegen Arbeitsunfähigkeit entlassen wurde. Der nun fast 31-Jährige war zweimal verwundet und hatte sieben Jahre Soldatenzeit hinter sich. Erst gegen das Jahresende 1945 zu konnte er wieder Dienst tun, zuerst auf dem Bürgermeisteramt der Heimatgemeinde, ab Juni 1946 im Innenministerium in Stuttgart. Am 18. April 1942 hat er seine Frau Helene geb. Kunkel geheiratet, die auch aus Rechberghausen stammt. Im Februar 1941 war er in den Landesdienst getreten und im April 1943 Beamter auf Lebenszeit geworden. Am 1. Februar 1948 wurde er Bürgermeister in Oberkochen, damals schon ein nicht ganz unbedeutender Industrieort. Die Gemeinde wurde — nach geradezu stürmischer Entwicklung — 1968 zur Stadt erhoben und ist heute durch die alteingesessenen Betriebe für Holzbearbeitungswerkzeuge und ‑maschinen und durch die Firma Carl Zeiss in der ganzen Welt bekannt. Bürgermeister Bosch blieb 30 Jahre lang Bürgermeister in Oberkochen. Am 25. August 1978 wollte er eigentlich höchstpersönlich meine Trauung mit La-ied, der ersten Thailänderin in Oberkochen, vornehmen. Leider erkrankte er und Oberamtmann Veil übernahm. Bereits am 31. Dezember 1979 erlag er nach längerer Krankheit seinem schweren Leiden, das er, in klarer Erkenntnis, dass keine Heilung möglich, mit bewusster Tapferkeit ertrug. Gustav Bosch war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, des EK 1, des Verwundetenabzeichens und der Martinus-Medaille der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Silber.</p>
<p>Dran bleiben – Teil 3 folgt in Kürze.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 763:  Die Straßen von Oberkochen Teil 1</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-763-die-strassen-von-oberkochen-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2023 23:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=29419</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_8 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_8 beitrag-row">
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_99 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Anmerkung.</strong></span> Die Idee zu diesem Bericht verdanke ich einem fleißigen Leser, der viel in der Welt herumgekommen ist. In diesem Bericht werden 131 Straßen vorgestellt.<br>Bevor jetzt jemand losgoogelt und findet, dass es in Oberkochen 121, 173, 183 oder gar 189 Straßen gibt – ja die gibt es. Aber verschiedene Plattformen bringen unterschiedliche Zahlen ans Licht, die zum Teil wichtige Straßen nicht auflisten oder eben jeden Waldweg hinzuzählen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_100 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29406" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29406" class="wp-image-29406 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/BIld-01-Oberkochen-um-1890.jpg" alt width="1200" height="638"><p id="caption-attachment-29406" class="wp-caption-text">Ansicht Oberkochen um 1890 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_101 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Intro.</strong></span> Eine berühmte Krimiserie aus den USA in den 70ern hieß <em>„Die Straßen von San Francisco“</em> mit Karl Malden und Michael Douglas. 1969 besang Ralph McTell in einem wunderschönen Song „The Streets of London“ und auch „The Boss“ Bruce Springsteen besang 1993 <em>„The Streets of Philadelphia“.</em><br>Nachdem es in unserem Oberkochen niemanden gab, der die Straßen und Gassen besungen oder gar verfilmt hätte, will ich das nun mit Worten versuchen.<br>Halt stopp – doch, einer hat mal bei uns gefilmt. Der Bruder von meiner Mitschülerin Helga Baumeister geb. Grünler, Jörg Grünler (Jg. 1945 und seines Zeichens Filmregisseur), hat früher einmal ein paar Szenen mit dem Gasthaus „Ochsen“ im Hintergrund gedreht. Für welchen Film ist mir unbekannt und ob die Szene den Schnitt überlebt hat, ist mir gleichfalls nicht bekannt. Ich vermute aber, dass das im Rahmen seiner Ausbildung an der „Hochschule für Film und Fernsehen“ in München geschah. Seine bekanntesten Filme sind<em> „Krücke“</em> und<em> „Neger, Neger, Schornsteinfeger“,</em> sowie die Serie <em>„Die glückliche Familie“.</em> Die letzten Jahre war die Serie <em>„Liebe am Fjord“</em> sein Revier.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_102 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29407 alignnone size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Oberkochen-vor-1.-Weltkrieg.jpg" alt="Gesamtansicht Oberkochen vor dem ersten Weltkrieg (Archiv Müller)" width="1200" height="477"></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_103 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Beginnen wir aber mit dem Ort Oberkochen selbst und ein paar markanten Jahreszahlen.</strong></span><br>Oberkochen liegt mit 496 m ü. NHN am Beginn des oberen Kochers; die Einwohnerzahl betrug 7.965 (Stand 30.06.2022). Unsere Gemarkung umfasst 2.357 ha, davon 480 ha Feld, 1.625 ha Wald und 250 ha Wohnfläche (Stand Heimatbuch 1986).<br><em><strong>795</strong> – Der Kocher wird erstmals als „Cochane“ erwähnt.</em><br><em><strong>1024</strong> – Da wird der Fluss schon „Chochina“ genannt und bedeutet vermutlich nach keltischem Ursprung „der sich krümmende Fluss“.</em><br><em><strong>1335</strong> – Unsere Gemeinde wird erstmals urkundlich erwähnt.</em><br><em><strong>1343</strong> – Einrichtung einer Pfarrei</em><br><em><strong>1365</strong> – Beginn der Eisenverhüttung in Oberkochen.</em><br><em><strong>1470</strong> – Der Bischof von Augsburg errichtet in Oberkochen eine Kirche.</em><br><em><strong>1535</strong> – Erste Dorfregeln wurden formuliert.</em><br><em><strong>1555</strong> – Augsburger Religionsfriede (cuius regio, eius religio – wessen Land, dessen Religion). Damit wurde das friedliche Zusammenleben von Katholiken und Protestanten geregelt. Bald danach wurde die evangelische Pfarrgemeinde in Oberkochen gegründet. Durch die Gebietsaufteilung Oberkochens in einen fürstpröpstlichen-ellwangischen und einen württembergisch-evangelischen Teil bildete der Augsburger Religionsfrieden aber auch die konfessionelle, räumliche und soziale Teilung Oberkochens über mehrere Jahrhunderte. U.a. gab es eine Innerortsgrenze mit Zollstation am Katzenbach (neben dem Gasthaus „Lamm“ und fast zweieinhalb Jahrhunderte lang zwei Schultheißen – einen katholischen und einen evangelischen.</em><br><em><strong>1749</strong> – Aalener Protokoll. Es war eine Art „Dorfordnung“ und regelte im Detail das Zusammenleben der Menschen verschiedener Konfessionen in Oberkochen.</em><br><em><strong>1803</strong> – Vereinigung des Dorfes als Folge des Reichsdeputationshauptschluss. Damit säkularisierte Napoleon die kirchlichen Herrschaftsgebiete. Die Fürstpropstei Ellwangen wurde aufgelöst, die Güter fielen an den Herzog (später König) von Württemberg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss endete auch die Gebiets- und konfessionelle Teilung Oberkochens. Ab 1806 gab es nur noch 1 Schultheiß.</em><br><em><strong>1860</strong> – C.J. Bäuerle gründete die erste Bohrermacherwerkstatt in Oberkochen. Dies war der Grundstein für alle späteren werkzeugherstellenden Betriebe und den Werkzeugstandort Oberkochen.</em><br><em><strong>1862/63/64</strong> – Bau der Brenztalbahn und des Bahnhofs Oberkochen. Damit ging die Postkutschenzeit zwischen Aalen und Ulm zu Ende.</em><br><em><strong>1922</strong> – Zu Ehren der 55 Kriegstoten im I. Weltkrieg wurde der Lindenbrunnen errichtet und eingeweiht.</em><br><em><strong>1946</strong> – Gründung der Fa. Opton Optische Werke GmbH in Oberkochen, später Carl Zeiss.1953 – Die erste Ausgabe des Amtsblattes BuG Bürger und Gemeinde (im Volksmund „Bürger und Bauer“ oder „s Blättle“ genannt)</em><br><em><strong>1968</strong> – Unser Oberkochen erhält in einem großen Festakt mit Stadtfest die Stadtrechte verliehen und war damals die „am schnellsten wachsende“ Gemeinde in BaWü. Deshalb hat man auch die vorgeschriebene Hürde von 10.000 EW außer Acht gelassen, weil vielen ganz klar war, dass die 15.000 nur eine Frage der Zeit wären (wie man sich irren kann).</em><br><em><strong>2006</strong> – Eröffnung der Carl Zeiss SMT GmbH. Dies war ein bedeutender Schritt zur Entwicklung des Wirtschafts- und Photonikstandortes Oberkochen und bescherte unserer Gemeinde einen Haushalt, um den uns nicht wenige beneiden.</em><br><span style="color: #ff0000;">Korrektur während eines Gesprächs des Autors mit Prof. Dr. Michael Kaschke am 18. Feb 2023:</span><br><em>„Auch wenn die Stadt dieses Datum gerne erwähnt, wird es deshalb nicht richtig. Carl Zeiss SMT GmbH wurde 2001 gegründet und hatte ihre Ursprünge schon in den Jahren 1968, 1983 und 1994. Es handelt sich hier lediglich um einen Umzug auf ein größeres Produktionsgelände. Und der größte Steuerzahler am Ort ist die gesamte Carl Zeiss Gruppe.“</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>Eine kleine Ortsbeschreibung</strong></span> aus einer Zeit, als die Anzahl der Straßen noch sehr überschaubar war. Ein Sonderdruck „Oberamt Aalen“ des königlichen Statistischen Landesamtes aus dem Jahr 1905 mit einer Ortsbeschreibung zu Oberkochen:<br><em>(*1147 Kochen, nach dem Fluß, über diesen s. Bd. 1 S. 21), Pfarrdorf (1 ev. u. 1 kath. Geistlichen) mit 1.142 Einwohner, am kath. Kirchturm 496 m; 8,7 km südlich von Aalen; Bahnhof (494 m) mit Postagentur und Telegraphenamt, Fernsprecher; Forstamt. Gelegen im Tal des Schwarzen Kochers, nahe seinem Ursprung (500 m). Kath. Pfarrkirche zu den Heiligen Petrus und Paulus. 1899 erbaut von Beisbarth und Früh, neuromanisch. 2 altgotische Holzbilder St. Sebastian und Ulrich neu gefaßt. Kapelle zur Hl. Ottilia, jetzt Kerker Christi. Kapelle zum gegeißelten Christus („Wiesenherrgott“), von 1755, erneuert 1819.</em><br><em>Von den Grafen von Dillingen kam ½ Oberkochen 1240 an Ellwangen, die andere Hälfte erheirateten die Grafen von Helfenstein. Von diesen sind belehnt Ortsadlige, die 1147–1475 vorkommen (Wappen 3 Räder 2:1), die Herren von Roden, von Scharenstetten und andere. Allmählich erwirbt Ellwangen bis zu 2/3 des Orts, das dritte 1/3 kommt im 14. Jahrhundert an Kloster Königsbronn, durch die Reformation von Württemberg.</em><br><em>Herzog Christoph reformierte in seinem Teil. Über gegenseitige Herrschaftsrechte kam es zwischen beiden Parteien nach längeren Zwistigkeiten 1749 zu einem Vertrag, der gegenseitigen Duldung in Religionssachen feststellt. Die hohe und niedere Obrigkeit stand jeder Herrschaft über ihre Untertanen zu, Ellwangen noch außerdem auf den Gemeindeplätzen.</em><br><em>Die Pfarrei bestand bereits 1343; ursprünglich soll Oberkochen Filial von Unterkoche gewesen sein.</em><br><em>Hier ist geboren als Pfarrersohn: Christian Hornberger, Missionar in Westafrika, 27. Okt. 1831 bis 1881.</em><br><em>Parz.: Kreumühle Hfr., 10 Einwohner, 1843 erbaut.</em><br><em>Schlackenwäsche, Hs., 5 Einwohner. Am Ursprung des Kochers, wo längere Zeit ein Hochofen stand, 1745 erbaut.</em><br><em>Schleifmühle, Hfr., 11 Einwohner, als Ölmühle 1725 errichtet.</em><br><em>Ziegelhütte *, Hfr., 8 Einwohner. Im 19. Jahrhundert entstanden</em><br><em>*Anmerkung: Es handelt sich NICHT um die Königsbronner Ziegelhütte!</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>Kategorien.</strong></span> In Deutschland wird unterschieden in Bundesautobahnen (A1 bis A999), Bundesstraßen (B1 bis B611 zzgl. einiger Besonderheiten), Staatsstraßen oder Landesstraßen (St/S/L), Kreisstraßen und Gemeindestraßen. Diese Gattungen besitzen mit Ausnahme der Gemeindestraßen jeweils ein eigenes System der Nummerierung.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>Grundsätze.</strong></span> <strong>1)</strong> Nach lebenden Personen sollte man keine Straßen benennen.<strong> 2)</strong> Sie sollen auf Dauer ausgelegt werden<strong> 3)</strong> Umbenennungen sind zu vermeiden <strong>4)</strong> Eindeutigkeit – keine doppelten Namen, auch nicht, wenn in verschiedenen Ortsteilen gelegen <strong>5)</strong> Der Grundwortanalogie sollte entsprochen werden, d.h. ein „Platz“, eine „Allee“, eine „Gasse“ oder ein „Ufer“ – das sollten sie dann auch sein. <strong>6)</strong> Grundsatz der thematischen Raumgliederung wie z.B. in Oberkochen: Vögel, Wissenschaftler, Planeten, Blumen usw. <strong>7)</strong> Dann gibt es die Straßen der Richtungsweisung <strong>8)</strong> Dem Grundsatz der Gleichwertigkeit wurde bei uns nicht durchgängig entsprochen. Denn bedeutende Personen sollten der Namensgeber für bedeutende Straßen sein.<strong> 9)</strong> Straßen sind auch der nationalen Identität verpflichtet und last but not least <strong>10)</strong> eine herabsetzende Wirkung ist zu unterlassen. <strong>11)</strong> Ein bisschen Kreativität ist nicht verboten <strong>12)</strong> und Frauen sollten auch hier mehr berücksichtigt werden.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>Widmung.</strong> </span>Eine Straße wird nicht einfach nur „benamst“, ein Schild aufgestellt und fertig ist die Schose. Nein, da bedarf es mehr. Es bedarf eines Verwaltungsaktes – einer sogenannten Widmung.<br>Durch die Widmung unterliegt die betreffende Sache nicht mehr dem privaten Sachenrecht, sondern es entstehen öffentlich-rechtliche Unterhaltspflichten. Eine Widmung kann, sowohl ausdrücklich in Form eines Widmungsaktes, erfolgen, als auch durch Gewohnheitsrecht, wie beispielsweise die öffentliche Nutzung eines Meeresstrands. Grundsätzlich hat eine Widmung in Form eines Hoheitsaktes zu erfolgen. Dieser kann beispielsweise per Gesetz, Rechtsverordnung, Verwaltungsakt oder Satzung gegeben sein, wobei die am häufigsten verwendete Form der Verwaltungsakt in Form der Allgemeinverfügung geschieht. Per Gesetz werden beispielsweise die Bundeswasserstraßen sowie der Luftraum gewidmet.<br>Besonders häufig geschieht die Widmung im Straßen- und Wegerecht: eine Straße, ein Platz oder ein Weg erhält durch die Widmung den Status einer öffentlichen Sache und wird somit für den Gemeingebrauch freigegeben. Zugleich wird festgelegt, um welche Straßenklasse es sich handelt (Bundesstraße, Landstraße, Kreisstraße, Gemeindestraße). Der jeweiligen Gemeinde obliegt die Festlegung a) der Art der Nutzung b) der Begrenzung der Nutzung c) der Benutzerkreise d) des Zwecks der Nutzung. Durch die Widmung von Straßen gehen die Verkehrssicherungs- und Unterhaltspflichten an die jeweilige Gemeinde über.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>Geschichtlicher Rückblick.</strong></span> Die Geschichte der Straßen(wort)namen zeigt, dass es in den unterschiedlichen Epochen bestimmte prägende Muster gab, nach denen Straßen benannt wurden. Im Mittelalter gab es in größeren Städten meist zahlreiche kleine Gassen, und in jeder dieser Gassen lebte eine andere Handwerkerzunft oder Bevölkerungsschicht. So trifft man in Altstädten noch häufig auf Straßennamen wie Schustergasse, Fleischergasse, Krämergasse oder Müllergasse. Namen nach Bevölkerungsgruppen sind ebenfalls häufig anzutreffen: wie Hugenottengasse oder Judengasse.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>Häufigkeit von Straßennamen.</strong> </span>Häufigster Straßenname in Deutschland ist <strong>Hauptstraße</strong>, sie gab es (Stand 2001) 7.630 Mal, gefolgt von <strong>Dorfstraße</strong> (6.988), <strong>Bahnhofstraße</strong> (4.979), <strong>Kirchstraße</strong> (2.893), <strong>Schillerstraße</strong> (2.248), <strong>Goethestraße</strong> (2.172), <strong>Friedhofstraße</strong> (1.624) und<strong> Beethovenstraße</strong> (1.264). Schiller vor Goethe? Rebell vor Feingeist? Revoluzzer vor Frauenheld? Insgesamt gibt es in Deutschland 396.345 verschiedene Namen für Straßen und Plätze sowie knapp 1,2 Millionen benannte Straßen und Plätze.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>Der längste Straßenname in Deutschland.</strong></span> Eine muss es ja sein. Die „Bischöflich-Geistlicher-Rat-Josef-Zinnbauer-Straße“ in Dingolfing. Typisch „Mia san mia“.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_104 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29408" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29408" class="wp-image-29408 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Oberkochen-nach-2.-Weltkrieg.jpg" alt width="1200" height="807"><p id="caption-attachment-29408" class="wp-caption-text">Gesamtansicht Oberkochen nach dem II. Weltkrieg (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_105 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Unsere Straßen in Oberkochen vor dem II. Weltkrieg.</strong></span><em> Bahnhof / Bahnhofstraße / Bergstraße / Brunnquelle / Dreißental / Essinger Straße / Filialstraße / Forststraße / Friedhofstraße / Feigengässle / Hauptstraße / Hinter den Krautäckern / In der Schwörz / Jägerstraße / Katzenbach / Keltenstraße / Kiesstraße / Kirchstraße / Königsbronner Straße / Kreuzmühle / Langestraße / Schüttergasse / Untere Mühle.</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>Gruppierung unserer Straßen.</strong></span> Dabei fällt auf, dass wir es bei 131 Straßennamen immerhin auf <strong>eine (!!!)</strong> Frau gebracht haben – Marie Curie – Respekt ????. Aber nur weil sie eine Wissenschaftlerin war. Es fällt noch etwas auf. Es gibt 8 Planeten, aber es wurden nur 4 für die Straßennamen verwendet, stattdessen ein Asteroid – das erschließt sich mir nicht ganz. Und dass man die „Venus“ und die „Erde“ nicht berücksichtigt hat, deutet darauf hin, dass das „Männliche“ auch hier dominiert ????. Also lieber Gemeinderat, mehr Mut zur Weiblichkeit, hier ist eindeutig reichlich Luft nach oben. Ebenfalls auffällig ist, dass für die dritte Partnerstadt Matészalka (Ungarn), die im Juni 2008 geschlossen wurde, bisher keine Straße gefunden wurde. Ferner wurden Stiegen gelegentlich mit einem Namen versehen, die meisten hingegen erhielten keinen.</p>
<p style="padding-left: 40px;"> 7 x Hinweis auf Gebäude (01)<br> 10 x Hinweis auf Gebiete (02)<br> 6 x Hinweis auf Richtungen (03)<br> 12 x Kunst, Literatur, Musik (04)<br> 4 x Lokale Besonderheiten (05)<br> 31 x Naturbezogen (06)<br> 3 x Städte mit Partnerschaften oder besonderer Beziehungen (07)<br> 7 x Persönlichkeiten aus Kirche, Philosophie, Politik, Widerstand (08)<br> 5 x Sonstige (09)<br> 8 x Verdiente Bürger und örtliche Firmen (10)<br> 38 x Wissenschaft (11)<br> 131 Gesamtzahl an Straßennamen</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Besonderheit Plätze.</strong></span> Ein Platz oder Stadtplatz ist im städtebaulichen Kontext eine in der Regel von Gebäuden umbaute freie Fläche in Städten. Plätze sind häufig Brennpunkte des öffentlichen Lebens in der Stadt. Sie sind daher das zentrale Thema und Raumelement des Städtebaus. Zentrale Plätze sind die „gute Stube“ vieler Städte und repräsentieren die Stadtherren oder Bürgerschaft. Sie sind daher zumeist besonders aufwendig gestaltet. Oft liegen wichtige öffentliche Gebäude wie Rathäuser und Kirchen an zentralen Plätzen. Die umliegenden Bauwerke haben prächtige Schaufassaden. Der Platz selbst wird mit Monumenten und Brunnen dekoriert, der Bodenbelag besteht oft aus wertvollen Materialien.<br>Sie wurden und werden gebraucht für verschiedene Arten von Versammlungen; sei es politischer Art, zu Gemeinde- und Vereinsfesten oder zu Feierlichkeiten wie auch zu Kundgebungen und nicht zuletzt zu sportlichen Anlässen. Auch frühere Zirkusveranstaltungen brauchten einen Platz.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_106 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29402" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29402" class="wp-image-29402 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Die-neue-Mitte.jpg" alt width="1200" height="675"><p id="caption-attachment-29402" class="wp-caption-text">Die neue Mitte auf dem ältesten Gebiet in Oberkochen (Archiv Kaufmann)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_107 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Alte und aktuelle solcher Plätze in unserer Stadt.</strong></span> Beginnen wir mit unseren <strong>Festen</strong> in Vergangenheit und Gegenwart. Dort wo heute auf dem alten „Bäuerle“-Gelände in der Bahnhofstraße die Spedition „Maier“ ihren Standort hat – das war vermutlich der erste Festplatz in Oberkochen und Standort des fahrenden Gewerbes für ein Karussell. Dann wurde im Katzenbach gefeiert, dort wo heute das Segelfliegerhäusle und die Häuser „Brandstetter“ stehen. Der verstorbene Anton „Done“ Gutheiß hat mir erzählt, dass auch auf einer ehemaligen Wiese, die zwischen „Dr Grub“ und dem „Blumen-Mahler“ lag, bisweilen im kleinen Stil gefestet wurde. Dann, und daran erinnere ich mich noch genau, fanden viele Gartenfeste auf der „Bäuerle-Wiese“ parallel zur Jahn-Straße (Kuss-Allee) zwischen Gartenstraße und Dreißentalstraße statt.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_108 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29403" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29403" class="wp-image-29403 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-1952-Musikfest.jpg" alt width="1200" height="866"><p id="caption-attachment-29403" class="wp-caption-text">Das Bezirksmusikfest 1952 auf der Bäuerle-Wiese (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_109 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Festgeschehen verlagerte sich dann auf den späteren Eugen-Bolz-Platz, als dort noch kein Rathaus und kein Hotel stand. Auch auf dem Parkplatz gegenüber des heutigen Rupert-Mayer-Hauses fanden Feste statt und das nicht nur die Fronleichnamsfeste der katholischen Kirchengemeinde – nein, in meiner Jugend (bevor da ein Parkplatz entstand) war da auch Platz für Auto-Scooter. Zu erwähnen ist selbstverständlich auch der Schulhof der Dreißentalschule mit der angrenzenden Straße – hier war reichlich Platz für den beliebten Pfingstmarkt, als der noch kein Märktle war und die Menschen von überall herkamen. Später kam das Schwörz-Gelände dazu. Dort war reichlich Platz für Festzelt und Auto-Scooter. Das jährliche Stadtfest verlagerte sich dann in die „Alte Mitte“ zwischen Lindenbrunnen und „Kochertal-Apotheke. Als im Rahmen der Rathaus-Sanierung ein neuer Platz geschaffen wurde, wollte man diesen mit Leben füllen und so zog das Stadtfest wieder mal um. Das alte Kinderfest unserer Kindheit fand auf dem Volkmarsberg, oberhalb des Ski-Lifts, statt und war etwas Besonderes, dass sich tief in die Erinnerungen der damaligen Kinder eingegraben hat. Heute ist das Kinderfest im Carl-Zeiss-Stadion gelandet. Seit 2020 hat die Stadt einen neuen Platz dazu gewonnen, und zwar einen, der wirklich etwas hermacht. Auf dem historisch ältesten Grund in Oberkochen, zwischen Stadtbibliothek und kath. Kirche wurde im Rahmen des Projektes „Neue Mitte“ (was ja im Grunde die „ganz alte Mitte“ ist) ein neuer Platz geschaffen, der durchaus als gelungen bezeichnet werden darf. Und in den letzten Jahren wird rund um die Scheerer-Mühle gefestet, weil sich rund „om des alt Glomp“ doch eine heimelige Atmosphäre entwickelt hat.<br>Als nächstes wenden wir uns <strong>Versammlungen</strong> zu. Diese fanden entweder auf dem Schulhof im Dreißental statt wie z.B. die Gewerkschaftsveranstaltungen zum 1. Mai oder wie beim Besuch von Ludwig Ehrhardt auf dem Bahnhofs-Vorplatz.<br>Ein weiterer wichtiger Platz war und ist der <strong>Sportplatz</strong>. Der erste befand sich dort, wo heute die beiden Leitz-Wohnblöcke (neben altem Oppold- bzw. LMT-Gebäude, jetzt wieder Leitz) stehen. Der nächste Sportplatz fand sein zuhause im Katzenbach beim Segelflieger-Häusle. Danach wurde im Langert ein Sportplatz mit Vereinsheim gebaut, bevor es abschließend in die Kreuzwiesen ging – wo das Stadion, entsprechend mit mehreren Plätzen ausgebaut, seine Heimat gefunden hat.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_110 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_29404" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29404" class="wp-image-29404 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Sportplatz-im-Langert.jpg" alt width="1200" height="457"><p id="caption-attachment-29404" class="wp-caption-text">Der alte Sportplatz im Langert (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_111 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Besonderheit Stiegen, Treppen, Steigen und Verbindungswege.</strong></span><br><strong>Mit Namen</strong><br>Berberitzensteige: Am Haselstrauch / Hainbuchenweg<br>Heideweg: Heidestraße / Rundwanderweg Heide</p>
<p><strong>Ohne Namen (sollte geändert werden)</strong><br>Ahornrain / Heide<br>Gerhard-Hauptmann-Weg / Lenzhalde<br>Holunderrain / Ahornrain<br>Jägergässle / Keltenstraße<br>Karstweg / Zeppelinweg<br>Langertstraße / Espenrain<br>Leitzstraße / Brunnenhaldestraße<br>Sonnenbergstraße / Weingartenstraße<br>Sperberstraße / Sonnenbergstraße<br>Weingartenstraße / Wald</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Gebietseinteilung.</strong></span> Es gibt natürlich, historisch bedingt, die alten Flurnamen, die für Einteilung des Dorfes sorgten. Ich will hier aber einmal meine ganz private Ortseinteilung abgeben:<br><em>Brunnenhalde / Brunkel / Bühl / Dreißental / Heide / Katzenbach / Kies / Kreuzmühle / Langert / Ortsmitte / Rund ums Rathaus / Rund um den Bahnhof / frühere Zeiss-Siedlung / T(h)ierstein / Weingarten-Sonnenberg</em><br><span style="color: #3366ff;"><strong>Wie gehe ich’s an?</strong></span> Ich werde jede Straße beschreiben und Infos dazufügen, die über Recherche zu finden waren. Hin und wieder muss auch der Humor bei dieser trockenen Sache sein Recht bekommen.<br><span style="color: #3366ff;"><strong>Noch eins.</strong></span> Als BewohnerIn einer Straße sollte man Bescheid wissen, was uns der Straßennamen erzählen kann.</p>
<p>Dran bleiben – Teil 2 folgt in Kürze.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 753: Das Dreißental – eine autarke Welt, ein Dorf im Dorf – Teil 8</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-753-das-dreissental-eine-autarke-welt-ein-dorf-im-dorf-teil-8/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[smarterPresence]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2022 22:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen, Plätze und Brücken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://heimatverein-oberkochen.com/?p=18546</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_9 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_9 beitrag-row">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_9  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_112 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Jetzt müssen wir uns noch rund um die Dreißentalstraße kümmern, damit das Ganze vollständig ist und da beziehe ich jetzt Sonnenberg und Weingarten mit ein.</strong></p>
<ul>
<li><em>Finkenweg 9, Karl Reber – Metzgerei</em></li>
<li><em>Finkenweg 11, Eva Seyfarth – Nähmaschinen</em></li>
<li><em>Frühlingstraße 4, Reinhold Bahmann – Bonnfinanz</em></li>
<li><em>Frühlingstraße. 8, Dr. Albert und Marianne Schwarz</em></li>
<li><em>Frühlingstraße 10, Gertrud Liersch – Lohndreherei</em></li>
<li><em>Frühlingstraße 11, die Zahnärzte Dr. Herbert Gebert / Dr. Frank Gebert / Dr. Iljo Mitrov / DXC-Technology</em></li>
<li><em>Frühlingstraße 16, Abele / Königer – Installationen und seit 1998 die Cosytec Computer-Technik GmbH von Albert Schwarz.</em></li>
<li><em>Im Mahd 3, Otto Schaupp – Architekt</em></li>
<li><em>Lerchenstraße 5, Erich Fleury – Konditorei und Bäckerei / später Wilhelm Engel Bäckerei und Lebensmittelgeschäft „EDEKA“</em></li>
<li><em>Lerchenstraße 6, Erich und Helmut Hahn – Friseur Damen- und Herrensalon</em><br><em>➔ Siehe dazu auch den Bericht 614</em></li>
<li><em>Sonnenbergstraße 10, Emmerich Burger – Hausfriseur</em></li>
<li><em>Sonnenbergstraße 17, Peschel Nelly – Schleiferei</em></li>
<li><em>Sonnenbergstraße 18, Erich Lay – Schmuckwaren</em></li>
<li><em>Sonnenbergstraße 22, Manfred Maier – Handel mit Baustoffen, Güternahverkehr</em></li>
<li><em>Sonnenbergstraße 24, Ewald Farys – Lebensmittel</em></li>
<li><em>Sonnenbergstraße 25, Karl Frey – Lebensmittel</em></li>
<li><em>Sonnenbergstraße 34, Wilfried Müller und Jochen Legner, SkyHigh Flugvermittlung</em><br><em>➔ Wir haben einfach Tickets und Hotelbuchungen bei Explorer Stuttgart eingekauft und weiterverkauft. Großes Geld war damit nicht zu verdienen, aber die eigenen Flugtickets konnten damit schon finanziert werden.</em></li>
<li><em>Sperberstraße 3, Rosl Pfütze – Gummiwaren</em></li>
<li><em>Sperberstraße 10, Alois Köder – Metzgerei</em></li>
<li><em>Sperberstraße 11, Bruno Grupp – Sattlerei</em></li>
<li><em>Sperberstraße 18, Fischer Anton – Schneider</em></li>
<li><em>Sperberstraße 19, Alois Betz – Gasthaus und Metzgerei „Zur Sonne“</em><br><em>➔ Siehe dazu auch den Bericht 562</em></li>
<li><em>Sperberstraße 23, Josef und Traute Gillmeier – Autowerkstätte und Restegeschäft</em></li>
<li><em>Sperberstraße 25, Bernd Binder – Schumacher</em></li>
<li><em>Turmweg 6, Gertrud Hauber – Hebamme</em></li>
<li><em>Turmweg 8, Frieda Pfeil – Cafe Gold / Oswald Weidl – Cafe und Konditorei / Cafe Bergstüble / Gasthaus Muckenthaler</em></li>
<li><em>Turmweg 12, bevor Erwin Zipser im Jahr 1959 in die Aalener Straße 9 zog, war er mit seinem Geschäft hier zu finden. Josef Fischer „Schreiberle“ – Toto Lotto / später Hildegard Bewersdorff sammelten hier die Lotto-Scheine der angehenden Millionäre ein.</em></li>
<li><em>Turmweg 18, Hans Neubauer – Holzsägerei und Elektroland Verkaufs GmbH</em></li>
<li><em>Turmweg 20, Maria Geller – Speiseöle</em></li>
<li><em>Volkmarsbergstraße 2, Gabriele Funk, Hebamme und Tonstudio Berthold Baumgartl</em></li>
<li><em>Volkmarsbergstraße 6, Karl und Albert Speth – Dreherei und Metallverarbeitung</em></li>
<li><em>Volkmarsbergstraße 8, Walter Zink – Fahrdienst / Mietwagen</em><br><em>➔Herr Zink hat mich oft gefahren, sei es von den Flughäfen Frankfurt und Stuttgart oder nach Unterschneidheim. Denn ohne Führerschein bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln überall auf der Welt an mein Ziel gekommen – nur nicht nach Unterschneidheim ????.</em></li>
<li><em>Weingartenstraße 7, Georg Steier – Malergeschäft</em></li>
<li><em>Weingartenstraße 71, Jakob Gold – Schuhmacher</em></li>
</ul>
<p>So wie dr Huga Paule zum unteren Dreißental gehört, ist <strong>das obere Dreißental undenkbar ohne, den jüngst verstorbenen, Helmut „Murxle“ Gold</strong>, der hier die Geschichte vom neuen Fahrrad zum Besten gibt:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_0 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="601" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber753-01.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13449"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_113 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Das Gewann „Dreißental“ im Aufbau (Archiv Müller)</em></p>
<p>Wir schreiben das Jahr 1952. Der Krieg war gerade einige Jahre vorbei und es ging den Menschen noch nicht so gut. Für Luxus war, mit Ausnahme der oberen 10.000, absolut noch kein Geld vorhanden. Aber einige Buben, aus den sogenannten „besseren Häusern“, besaßen einen fahrbaren Untersatz – ein Fahrrad. Sottige mit Fahrrad, denen schaute man schon etwas neidisch und auch traurig nach, wenn sie an einem vorbeifuhren. Es war schon was Besonderes, wenn man als Arbeiterbub auf dem Fahrrad dieser Privilegierten eine Runde drehen durfte.</p>
<p>Schon damals gab es die örtliche Müllabfuhr bzw. die Sperrgutabfuhr. Wenn man an diesen, sagen wir es ruhig, Müllhaufen vorbei ging, schaute man unwillkürlich hin, denn es könnte ja etwas dabei liegen, das sich noch verwenden ließ – auch wenn es andere entsorgen wollten.</p>
<p>Eines Tages war es so weit, das Glück lachte uns an, meinem Bruder Hans und mich. Wir sahen einen alten Fahrradrahmen von einem Damenrad. Wir fragten den Besitzer, ob wir den Fahrradrahmen haben könnten, was uns dann auch nicht verwehrt wurde. So, den Rahmen hatten wir schon mal, jetzt fehlte nur noch ein Hinter- und ein Vorderrad.</p>
<p>Die darauffolgende Suchaktion im Dorf blieb leider ergebnislos. Jetzt mussten wir sämtliche Müllabfuhrplätze absuchen, ob man sich nicht doch noch etwas Brauchbares finden ließ. Derer Plätze gab es gleich drei in unserer Gegend:</p>
<p>Der erste war im „Langen Teich“, der zweite auf dem „Zahnberg“ (beim Ochsenberg), der dritte beim „Seegartenhof“.</p>
<p>Diese Strecke lief ich zwei bis drei Mal in der Woche ab, um die fehlenden Teile zusammenzubekommen. Und zwischendurch musste ich auch mal nachmittags zur Schule. Monat um Monat ging ins Land. Das meiste hatte ich gefunden, doch es fehlte noch ein Hinterrad mit Freilauf. Ich kam einfach nicht voran. Es passte nichts zusammen. Doch eines Tages fand ich auf dem Zahnberg ein Hinterrad mit einer Torpedo-Nabe. Die Freude war riesengroß. Ich schraubte das Rad vom Rahmen ab und stellte gleich darauf fest, die Felge hatte keinen „Achter“, sondern bereits einen „Sechzehner“ – so verbogen war die. Also, das Rad war wieder nicht zu gebrauchen, aber der Freilauf sah noch gut aus und so trug ich die Radfelge samt Freilauf mit nach Hause. Mein Bruder Hans war gerade erst in die Lehre gekommen, er meinte „dean Gebbl werrät mir scho na griaga“, sprachs und schon fing er an zu montieren.</p>
<p>Das war dann aber schon recht mühselig Die Schrauben waren zerschunden, die Muttern eingerostet und liefen schlecht und so ging es weiter, es passte alles nicht so wie wir es gerne gehabt hätten.</p>
<p>Das Vorderrad hatte eine Größe von 26“ und das Hinterrad hatte eine Größe von 28“, was eigentlich nicht so schlimm war – besonders wenn’s bergauf geht ????. Man hatte dadurch den Oberkörper schon etwas in Vorhalte, d. h. man hatte eine Vorlage wie Rudi Altig in seinen besten Jahren. So weit, so gut, das große Problem kam aber erst noch.</p>
<p>Wir hatten zwar jetzt einen Torpedofreilauf, aber er passte nicht so richtig in die Nabe, er hatte etwas Luft. Aber man konnte treten und beim Rücktreten bremste er auch. Wahrscheinlich war der Freilauf ein etwas anderes Modell. Wollte ich bremsen und es bremste nicht gleich, musste ich eben drei- oder viermal zurücktreten, dann klappte es und das Rad bremste.</p>
<p>Endlich war es soweit. Alles war nach bestem Wissen und Gewissen montiert und somit zur Jungfernfahrt freigegeben. Aber wer probierte es aus und fuhr als erster? Mein Bruder Hans sah mich an und meinte todernst: „Du wirscht doch et glauba, daß i auf den Gebbl naufsitz“ – soweit mein Bruder – „ond ich hock au net nauf“, sagte ich, „schliaslich hascht’n doch du zamma gschraubt ond net I“ – war meine Antwort.</p>
<p>Er sah mich etwas hilfesuchend an und hatte plötzlich ein spitzbübisches Lächeln im Gesicht.</p>
<p>„Dao kommt Rettung“ – sagte er sehr schelmisch und meinte damit unseren späteren Schwager Heinz, der vor einem Jahr aus Coburg nach Oberkochen gezogen war und der Freund und späterer Mann unserer Schwester Lina war. Ich schaute meinen Bruder nur an und war etwas skeptisch, worauf der gleich sagte: „Woisch, dia Coburger send doch älle Inschinör, dia kennat doch älles ond wisset ällas und Kultur hens au broacht, nau wurd’r doch au mit deam Rädle z‘Schuß komma“.</p>
<p>Heinz kam näher, betrachtete das Fahrrad mit Argusaugen und ließ sich’s von meinem Bruder erklären. Heinz schnappte das Fahrrad, ging auf die Straße und schwang sich auf’s Rad, trat in die Pedale und raste die Dreißentalstraße hinunter Richtung Dorfmitte. Damals war die Dreißentalstraße noch nicht geteert, sondern es war eine Kalkstraße mit kleinen Buckeln und großen Löchern. Elegant wich er den Schlaglöchern aus und entschwandt unseren Augen. Ich sagte: „I ben bloß gspannt wia der naochher z‘Dreißetal hendre kommt“. Großes Schweigen. Irgendwann fragte ich: „Hoscht du am Heinz au des mit am Freilauf gsait, daß er drei bis viermaol z‘ruckdrabba muas, daß d‘r Freilauf au eihaokt ond bremst“?</p>
<p>„Oh je, noe, des hann i ganz vergessa, abr dao wird‘r schon draufkomma ond zuadem, weidr wie bis an d‘ Molge kommt‘r sowieso net“, sprachs und ging ins Haus. Er stellte sich im 1. Stock hinter die Gardine, von wo aus er bis zur Bergstraße, heutige Volkmarsbergstraße, sehen konnte. Wir warteten eine halbe Ewigkeit. Plötzlich rannte mein Bruder aus dem Haus und schrie ziemlich laut und aufgeregt: „Helmut, er kommt, er kommt“. Bis ich mich umdrehte war mein Bruder schon wieder im Haus verschwunden. Oh herrjeh, ich ahnte nichts Gutes.</p>
<p>Da sah ich eine Gestalt, welche sich am Fahrrad mehr stützte als dass er es schob. „Jessas“ dachte ich „des isch doch d‘r Heinz, der kao ja kaum mea laufa ond henka duadr au, Bua des wird ebbas gebba“. Je näher er kam, umso mehr konnte ich das Folgen dieser Jungfernfahrt erkennen.</p>
<p>Schürfwunden an den Armen, Hemd zerrissen, das Gesicht voller Schmurra, die Absätze an den Schuhen fehlten ganz, die brauchte er ja zum Bremsen, weil die Rücktrittsbremse fehlerhaft bedient wurde. All das war mir egal, ich hatte nur Augen für das Fahrrad. Am Vorderrad war der Schlauch und der Mantel von der Felge gerissen, welche auch den schönsten Achter aufwies. Das Hinterrad war verbogen und dreht sich kaum mehr. Er schmiss das Fahrrad einfach in den Weg und verschwand ohne Kommentar, sichtlich beleidigt.</p>
<p>Die folgenden Tage war mein Bruder, wenn unser Schwager Heinz im Haus war, nicht zu sehen, er vermied eine Konfrontation. Nach einer gewissen Zeit waren die Wunden körperlich und mental verheilt und der Versöhnung stand nichts mehr im Wege. Sie vertrugen sich wieder.</p>
<p>Was war nun mit dem Prototyp unseres Rennrads geworden? Es wurde achtlos in die Hütte gestellt und nie mehr angeschaut. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. So oft wir in die Hütte mussten stand der Rest des Rades immer im Weg. Also musste endlich eine Entsorgungs-Lösung her. Der glückliche Zufall kam mir zu Hilfe.</p>
<p>Es waren noch ein paar Tage bis zum 1. Mai. In der Walpurgisnacht (30. April auf 1. Mai) sollen die Hexen ihr Unwesen und die jungen Burschen allerhand Schabernack treiben. Da war ich natürlich auch immer dabei. Gartentore wurden ausgehängt und Gegenstände, welche im Hof standen wurden versteckt usw. Wir nannten dieses Treiben „Maien stecken“. So stellte auch ich das alte Fahrrad so etwas verlassen im Hof nahe der Straße ab, in der Hoffnung, man wird es irgendwann holen und verstecken. Doch bevor ich das Fahrrad in den Hof stellte wollte ich noch ein kleines Andenken. Ich schraubte die Fahrradschelle ab, welche später von mir gegen einen Frosch oder etwas anderes verschachert wurde. Der 1. Mai-Morgen war gekommen und der Rest vom Fahrrad war weg. Ich hatte es im Dorf nie wiederentdeckt. So endete das Dasein unseres selbstgebastelten Fahrrades noch bevor ich einen Meter mit ihm gefahren bin.</p>
<p><strong>Reformhaus Schütze.</strong></p>
<p>Im Jahr 1953 finden wir im Amtsblatt den Hinweis, dass die Anfänge wohl in der Meisengasse 13 lagen. In einer Anzeige von damals wird für Öle und Demeter-Produkte geworben. 1957 finden wir eine Annonce über täglichen frischen Joghurt, der nun in der Dreißentalstraße 2 abgeholt werden könne. Im Jahr 1959 finden wir eine Werbung zu frischem Eden-Sauerkraut – nunmehr in der Dreißentalstraße 26. Der Umzug war vermutlich 1958. 1964 eröffnete sie im Gebäude mit der Hausnr. 22 des damaligen Kinos, das sich publikumsbedingt verkleinerte, ein Reformhaus. Ein 30 qm großer Verkaufsraum und ein 4x3 Meter großes Schaufenster sorgten für eine Belebung des Geschäfts. Somit hatte sie auch in den alten Praxisräumen mehr Platz für Massagen, Therapien und Bäder. Später zog das Reformhaus in größere Räume um, ein paar Häuser weiter straßenaufwärts ins Haus Nr. 26, in dem sie schon einmal war. Und wieder gab es eine umfangreiche Sortimentserweiterung, welche die Kundschaft gerne annahm. Es kam das Jahr 1989 und Frau Isolde Newman, die lange im Reformhaus gearbeitet hat, übernahm das Geschäft und führte es bis zur Schließung. Damit endete die Geschichte des ersten und einzigen Reformhauses in Oberkochen.</p>
<p><strong>Anmerkung:</strong> Die Entstehung der Reformhäuser geht aus der so genannten „Lebensreform“ Mitte des 19. Jahrhunderts hervor, insbesondere aus dem Streben nach einer naturnahen Lebensweise, ökologischer Landwirtschaft, Vegetarismus, Reformkleidung, Naturheilverfahren usw. Das Angebot dieses Fachgeschäftes umfasst unter anderem Lebensmittel, pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, rezeptfreie Naturarzneimittel sowie Artikel für Körperpflege und Naturkosmetik. Die angebotenen Produkte sollen die Kriterien einer umweltschonenden und natürlichen Herstellung erfüllen, sie sollen beispielsweise keine synthetischen Konservierungsstoffe enthalten und dürfen nicht gentechnisch verändert worden sein.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Das Reformhaus zieht im Kino ein (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>Der Trompeter vom Dreißental.</strong></p>
<p>Das war der unvergessene Josef Trittler aus dem Haus mit der Nummer 66. In den 50er Jahren erlangte er, auch medial, Berühmtheit, weil er sonntags immer auf den Rodstein stieg, um den Tag des Herrn morgens gegen 6:30 Uhr mit seinem Trompetenspiel zu begrüßen und zu verschönern. Zusätzlich hat er Punkt 12 Uhr mittags (High Noon) aus dem Schlafzimmerfenster hinaus ins Dreißental gespielt so dass alle wussten „Jetzt, könnet mr ässa.“</p>
<p>Jedoch wohnten Mitte der 50er Jahre im Dreißental inzwischen nicht nur die alten Dreißentaler, denen das morgendliche Trompetenspiel zur liebgewordenen Gewohnheit geworden war, sondern auch neuzugezogene (Reigschmeckte halt), die ihn kurzerhand wegen nächtlicher (!) Ruhestörung anzeigten. Diese Anzeige hat ihn wohl zutiefst verletzt und so hörte der Musiker Trittler mit seinem Spiel auf, über das sich viele jahrein jahraus freuten. Bürgermeister Bosch meldete sich persönlich beim ihm, um ihm zu sagen, dass es ihm furchtbar leidtäte, aber bei einer Anzeige könne er halt auch nichts machen. Nachbarschaft ist halt manchmal auch etwa was einem zu schaffen macht.</p>
<p>Eine Zeitlang, noch vor und während des Zweiten Weltkriegs, hat Karl Gold, der sogenannte »Marxa-Karl«, Sohn des Marxa-Gärtners Johannes Gold, auf seiner Trompete vom „Rodstein“ übers das ganze Kochertal hinweg das Echo auf das Spiel des Trompeters Josef Trittler zurückgespielt, die vom Waldrand des Volkmarsbergs oder aus dem »Kessel« übers Tal zum Rodstein herüberkam, zurückgeblasen. Des waret halt no Kerle ????.</p>
<p><strong>Erich Günther.</strong> (Geb. 1899 gest. 1970)</p>
<p>Er wohnte anfangs im Dreißental im Haus mir der Nr. 16 (später in der Gartenstraße mit der Haus Nr. 22) und war zum einen Mitinhaber der Eisenhandlung Günther &amp; Schramm und zum anderen ein Bürger, der sich stark im sozial-kulturellen Bereich engagierte. Bürgermeister Bosch beschrieb ihn in seinem Nachruf als einen Menschen, der mit und für die Mitbürger lebte und oft eine offene Hand für viele hatte. Er war Mitglied im Gemeinderat von 1933 bis 1935 und von 1959 bis 1965. Im Amtsblatt nahm er oft in Gedichtform Stellung zu Dingen, die ihm im Ort erwähnenswert erschienen oder die ihm missfielen. Als Beispiel das nachfolgende Gedicht:</p>
<p><em>Gar unlängst habe ich gehört,</em><br><em>man hätte sich gar sehr beschwert</em><br><em>dass man nicht einmal schlafen könne,</em><br><em>weil ne Trompet‘ es nicht vergönne.</em></p>
<p><em>Ich war darüber sehr erstaunt,</em><br><em>und, wär ich nicht so gut gelaunt,</em><br><em>würd‘ anders ich die Verse fassen,</em><br><em>doch will ich solche so belassen.</em></p>
<p><em>Wird nachts gegrölt, von zwei bis drei,</em><br><em>Dann ist der Schlaf bestimmt vorbei!</em><br><em>Denn solches ist kein Hochgenuss,</em><br><em>Es bringt den Schläfern viel Verdruss.</em></p>
<p><em>Doch wenn um 6 Trompetentöne,</em><br><em>uns wecken mit, auch ohn‘ Gestöhne,</em><br><em>Dann ist der größte Teil der Nacht,</em><br><em>bestimmt im Schlafe zugebracht.</em></p>
<p><em>Ist es nicht herrlich, wenn ein Mann,</em><br><em>der gut Trompete blasen kann,</em><br><em>uns Heimatlieder bläst vom Wald,</em><br><em>dass es im Tale widerhallt?</em></p>
<p><em>Sein Herz ist voll, es überfließt,</em><br><em>drum so den neuen Tag er grüßt,</em><br><em>und jubelnd seine Töne klingen,</em><br><em>so rein und klar wie Engelsingen.</em></p>
<p><em>Mich freut’s und viele andre auch,</em><br><em>denn ich find’s nen schönen Brauch</em><br><em>und noch viel lieber wär‘ es mir,</em><br><em>es blies nicht Einer, sondern Vier!</em></p>
<p><em>Versteht doch bitte dies, sein Tun,</em><br><em>geht früh zu Bett, um auszuruh’n,</em><br><em>so ist’s bei Jungen wie bei Alten</em><br><em>gar sicherlich ganz recht gehalten.</em></p>
<p><em>So denke ich, mit mir gar Viele,</em><br><em>die sich ergötzen an dem Spiele.</em><br><em>Drum wünsch‘ ich mir, dass Gott es walte,</em><br><em>den Bläser uns noch lang erhalte.</em></p>
<p>Es hat alles nichts genützt. Der Josef durfte seine Trompete nicht mehr übers Tal erschallen lassen. Heute würde vermutlich die Facebookgemeinde aus dem Bett fallen und sich in der Oberkochner Gruppe darüber echauffieren oder sie würden den Robbie Ness anrufen, dass er das sofort abstellen möge. Wer traut sich, diesen alten Brauch wieder aufleben zu lassen und mit seinem Blasinstrument den Sonntag übers Dreißental hinweg zu begrüßen – es muss ja nicht um 6 Uhr sein ????. Wenigschtens oimal! Bitte!</p>
<p><strong>So, das wars vom Dreißental.</strong></p>
<p>Dieser Bericht lag mir schon sehr am Herzen und es hat schon viel Spaß gemacht, auch wenn es sehr aufwendig und langwierig. Egal ob Katzenbach, Kies oder Brunkel – das Dreißental ist vielleicht der wichtigste, aber mit Sicherheit der spannendste Teil von Oberkochen gewesen. Wir hatten alles, waren fast autark, nur die Kirche blieb im Dorf und wir gehen heute noch „ins Dorf virre“.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_2 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="847" height="521" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber753-03.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13451"></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Das ganz obere Dreißental wurde zuletzt bebaut (Archiv Müller)</em></p>
<p>Halt, da fällt mir noch was ein. Das Dreißental ist ja in Teilen schon recht steil und im Winter musste man da schon zackig nach oben fahren. Zum einen konnte man über die Lerchenstraße hochfahren, aber wehe es kam einer von oben – dann war’s das und ein neuer Anlauf war notwendig. Oder mit Anlauf die hintere Dreißentalstraße mit Schmackes hinauf – 60 km/h sollten es schon sein, um es hinaufzuschaffen. Und wenn man nicht aufpasste, konnte man oder „Moll“ ???? schon sein Auto, oben in der Kurve zum Weingarten, seitwärts ablegen. So, das war’s jetzt aber wirklich.</p>
<p>Wer die Berichte aufmerksam gelesen hat, dem ist möglicherweise aufgefallen, dass sich Bruno Brandstetter, Hermann Metz und Friedhelm Brachmann in Teilen ihrer Erinnerungen an denselben Mann erinnern.</p>
<p>Es grüßen der alte Sonnenbergler Billie, und damit automatisch auch ein Dreißentaler, dr Metza Hermann, dr Huga-Paul, dr Eberhard Irion, dr Peter Königer, Meroth’s Peter aus Berlin, Friedhelm Brachmann (dr Enkel vom Ähle Paul), dr Albert Michael Schwarz sowie sein Bruder Rüdiger, des Brandstetters Bruno (Ihr wisst schon – d’r schönschte…….) und d‘ Luitgard aus Poggibonsi.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_3 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="540" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber753-04.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13452"></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Blick auf Dreißental und Sonnenberg – vermutlich 1950/51 (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>Schlussbemerkung:</strong></p>
<p>Über die Gasthäuser und die Lebensmittelgeschäfte wurde bewusst wenig bis nichts geschrieben, weil es dazu zu einem späteren Zeitpunkt jeweils einen separaten mehrteiligen Bericht geben wird.</p>
<p><strong>Abgesang.</strong></p>
<p>So, jetzt wär des Liadle gsonge / Hets eich reacht in d’Aohre klonge? / Wer’s no et begreife ka / fangt no ‘maol von vorne a! Trulla.…<br>Dui Mess‘ isch somit gläsa – mal sehen, was ich so über den Katzenbach zusammenbekomme.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller</strong></p></div>
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