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	<title>Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg | Heimatverein Oberkochen</title>
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		<title>Bericht 818: Bäume der besonderen Art auf unserer Gemarkung Teil 6</title>
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		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2025 23:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Der Urnenhain auf dem städtischen Friedhof.</strong> Die Stadt Oberkochen hat im südöstlichen Teil des städtischen Friedhofs einen Urnenhain erstellt. Es wurden rund 30 Bäume im neuen Urnenhain gepflanzt. Dadurch können bis zu 300 Urnen bestattet werden. In der Mitte des Urnenhains entstand ein zentraler Platz mit einer gemeinschaftlichen Gedenk-Stele.</p>
<p>Ansonsten ist Ottmar der Meinung, dass der städtische Friedhof noch zu neu sei, um hier ehrenwerte Bäume hervorzuheben. Trotzdem gibt es doch den einen oder anderen Baum, der auffällt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_21386" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21386" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-818-Bild-1-staedtischen-Friedhof.jpg" width="1200" height="900" alt class="wp-image-21386 size-full"><p id="caption-attachment-21386" class="wp-caption-text">Blick über den städtischen Friedhof (Archiv Müller)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Blutbuche auf dem evangelischen Friedhof.</strong> Die Blut- oder Purpurbuche geht auf eine Mutation einer Rotbuche zurück. Rund 99 Prozent&nbsp;aller existierender Exemplare sollen auf die Mutterblutbuche aus dem Jahre 1690 aus dem Possenwald auf der&nbsp;Hainleite&nbsp;nahe der thüringischen Stadt Sondershausen zurückgehen. Rund um den Baum keimten die sogenannten&nbsp;11 Schwestern, bei denen die Zucht der Blutbuchen gezielt begonnen wurde. Die Blutbuche, Fagus sylvatica f. purpurea, zählt zu den imposantesten Laubbäumen in Mitteleuropa, was nicht nur an ihrer Wuchshöhe von 30 m und mehr liegt, sondern vor allem an ihrer wunderschönen Blattfärbung: Blutbuchenblätter sind rötlich und unterscheiden sich somit von den meisten heimischen Gehölzen. Sehr gerne werden diese Zierbäume in Parks oder an Straßenrändern kultiviert, jedoch ist es keine Seltenheit, sie im eigenen Garten zu halten. Wer genügend Platz zur Verfügung hat, wird durch eine Rotbuche sein Grundstück extrem verschönern.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_21387" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21387" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-818-Bild-2-Blutbuche.jpg" width="1200" height="1600" alt class="wp-image-21387 size-full"><p id="caption-attachment-21387" class="wp-caption-text">Die Blutbuche auf dem evangelischen Friedhof (Archiv Müller)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Sommer-Linden vor dem alten kath. Friedhof.</strong> Ob diese allerdings den Straßentausch zwischen Gemeinde und Kreis überstehen, scheint mir mehr als fraglich. Die Linde wird je nach Art zwischen 15 und 40 Metern hoch. Die strahlenförmig nach oben zeigenden Zweige bilden eine imposante, aufgewölbte Baumkrone über einem geraden Stamm.&nbsp;Die Herzform der zweizeilig wechselständig angeordneten Laubblätter ist charakteristisch und wird in der Volksmythologie als Symbol für die Liebe gedeutet. Im Winter verliert die Linde ihr Laub. Linden entwickeln sich mit der Zeit zu mächtigen Großbäumen. Mit der Lindenblüte beginnt jedes Jahr der Hochsommer. Der süßliche Duft, den die Blüten vor allem in den Abendstunden verströmen, betört Bienen und Hummeln. Sie sind deshalb für Imker eine wichtige Bienenweide. Später entwickeln sich die Blüten des Lindenbaums zu erbsengroßen Früchten, in denen die Samen sitzen. Fallen sie vom Baum, wirkt das schmale Hochblatt wie ein Flügel. Der Wind trägt die Samen fort und hilft so bei der Ausbreitung der Bäume. Lindenbäume werden sehr alt. An vielen Orten in Deutschland finden sich markante Einzelbäume, manche davon über 500 Jahre alt, mit entsprechend mächtigem Erscheinungsbild und langer Geschichte.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Aus der Presselandschaft</h2>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Allgemeines zu unserem Wald von Förster Reinhold Vogel, 2020 aufgeschrieben von Lothar Schell.</span></strong> Förster Reinhold Vogel erklärt, wie es zu den Veränderungen gekommen ist und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. In Oberkochen kommt dem Wald eine große Bedeutung zu. Während in Deutschland rund ein Drittel der Fläche bewaldet ist, liegt der Anteil in Oberkochen bei satten 73 Prozent. Insgesamt wird eine städtische Fläche von 128 Hektar, davon 87 Hektar Waldfläche, bewirtschaftet. Hinzu kommen 900 Hektar genossenschaftlicher Realwald sowie weitere 16 Hektar Wald, der im Eigentum der katholischen Kirche ist. Für diese Gebiete ist Förster Reinhold Vogel schon seit 1984 zuständig, seit 2005 im Auftrag des Landkreises. In den mehr als 30 Jahren hat Vogel jeden Winkel des ausgedehnten Waldgebiets erkundet und die Veränderungen miterlebt: “Das Wachstum der Pflanzen hat durch die Zunahme von Stickstoff zugenommen. Auf der anderen Seite können wir die Probleme durch die zunehmende Erwärmung deutlich sehen”, sagt Reinhold Vogel: “Den Wald, wie wir ihn kennen, wird es in den nächsten 20 bis 30 Jahren nicht mehr geben.” Im Zuge des Forsteinrichtungsplans, der alle zehn Jahre erstellt wird, ist abzulesen, wie auf die veränderten Bedingungen reagiert wird, reagiert werden muss. Bei dieser Inventur wird nicht nur festgelegt, wie der jährliche Hiebsatz ist, sondern wie der Wald gepflegt und bewirtschaftet wird. Und hier stehen deutliche Veränderungen an. “Die Fichte wird über kurz oder lang in unseren Wäldern verschwinden”, so Vogel. Die Wärme schwächt die Bäume, die dann gegen Borkenkäfer keine Abwehrchance mehr haben. Deshalb ist langfristig geplant, den Anteil an Fichtenholz von 48 auf 30 Prozent zu senken. Alternativen an Nadelbäumen gibt es zur Fichte kaum, auch wenn im kalkhaltigen und nährstoffarmen Stadtwald aktuell eine Versuchspflanzung mit Lärchen und Douglasien gestartet wurde.</p>
<p>Umso wichtiger wird in den heimischen Wäldern deshalb die Buche, die die Trockenheit besser verträgt. Denn es ist fast schon dramatisch, wie sich das Klima auf die heimischen Arten auswirkt: “Die Eichen werden vom Prozessionsspinner, einem Falter, befallen und wir müssen erleben, dass auch die Eschen aufgrund des Triebsterbens verloren gehen. Wir haben deshalb in diesem Jahr erstmals Esskastanien und Elsbeeren gepflanzt und setzen langfristig auf Rot- und Stieleichen, Kirschen und den Spitzahorn”, erklärt der Förster: “Alles, was wir machen, ist wohlüberlegt. Um den Wald zu erhalten, muss er bewirtschaftet werden.”</p>
<p>Ohne den Eingriff durch den Menschen würde die Fläche verbuschen und es würde ein Wald entstehen. So ist auch der Volkmarsberg eine geschaffene Kulturlandschaft, die eine wichtige Aufgabe erfüllt. Der Wald hat aber auch eine Schutzfunktion, indem er Wasser speichert, und er liefert Holz. “Aber auch hier sehen wir die deutlichen Veränderungen. Wir hatten immer positiv gewirtschaftet und einen Überschuss erzielt. Das ist uns 2019 leider nicht mehr gelungen und wird auch dieses Jahr nicht klappen, zumal die Holzqualität schwindet und auch die Holzpreise drastisch gesunken sind”, so Vogel. Doch bei all den Problemen liebt es der 61-Jährige in seinem Revier zu sein, die Natur zu genießen und bei idealen Bedingungen vom Volkmarsberg aus die Alpen sehen zu können.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">2023 finden wir folgende Aussagen in der Presse:</span></strong> In einer Sitzung des Gemeinderats waren der Zustand und die Zukunft des Stadtwalds angesichts vor allem des Klimawandels ein Thema. Erster Tagesordnungspunkt war der Plan für die Nutzung und Pflege des Stadtwalds. Er befindet sich unter anderem an den Hängen westlich der Stadt, unter anderem des Volkmarsbergs. Zunächst stellte sich der neue Forstdezernent des Landkreises, Jens-Olaf Weiher vor, der unter anderem für die Wälder um Oberkochen und Aalen zuständig ist. Er ist seit kurzem Nachfolger von Johann Reck. &nbsp;Angesichts des schneller als bisher vorhergesagt fortschreitenden Klimawandels stehe der Wald vor großen Herausforderungen, und damit auch seine Besitzer. Steigende Temperaturen, Regenextreme, Dürren führten zu deutlichen Schäden. In unseren Regionen sei diese Entwicklung aufgrund der vorteilhaften Lagen noch einigermaßen im Rahmen, im Gegensatz zu anderen Flächen in Deutschland. „Aber auch hier müssen die Besitzer, ob private oder Städte und Gemeinden und das Forst BW Maßnahmen ergreifen. Bisher gewohnte Baumsorten – vor allem Tanne und Fichte – sind den Anforderungen nicht mehr gewachsen“, so Weiher. Es gebe in Zukunft deutlich mehr Schadholz durch Klima und Schädlinge, und andere Baumarten wie Eiche, Ahorn oder Kirsche müssten gepflanzt werden. Das erfordere ein Umdenken auch in der verarbeitenden Industrie, Preisprognosen würden schwieriger. Zudem werde es auch für die Forstwirtschaft schwieriger, Personal zu finden in allen Bereichen. Und letztlich werde der Wald in Zukunft anders genutzt durch Erholungssuchende und Sportler, beispielsweise durch Mountainbiker, mit denen man gemeinsame Regelungen finden müsse. Als wichtig sehe er dabei, dass sich die Politik endlich auf neue Bedingungen einstellen müsse, und Besitzer unterstützen müsse. Wirtschaftlichkeit: Das Jahr 2023 sei gut gelaufen, angesichts deutlich steigender Holzpreise und der größeren Nachfrage nach Brennholz, berichtete Revierleiter Reinhold Vogel. Man habe mit 760 Festmeter deutlich mehr Holz eingeschlagen als geplant, unter anderem, weil mehr Schadholz entstanden ist, und mit rund 27 000 Euro rund 20 000 Euro mehr erlöst als im Plan vorgesehen. Zukunftsplanung: Eingeschlagen wurde hauptsächlich am Volkmarsberg, manches auch, um Wege und andere Aufenthaltsorte wie um den Turm für die Menschen sicher zu machen. Dort habe man 2023 auch hauptsächlich insgesamt 900 neue Jungpflanzen zukunftsträchtiger Sorten wie Lärche, Ahorn, Kirsche, Esskastanie gesetzt, weitere 1300 sind im Jahr 2024 geplant. Letztlich werde sich aber erst längerfristig zeigen, welche Sorten mit den Klimabedingungen letztlich zurechtkommen. Die Holzpreise werden bis 2024 etwas sinken, so dass das Jahr nicht ganz so positiv werde. Zudem werde man weniger Holz einschlagen.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Und wer kümmert sich um die städtischen Bäume?</span></strong> Circa 1.500 Bäume stehen in Oberkochen im öffentlichen Bereich, die nicht nur gepflegt werden, sondern auch ersetzt werden, wenn sie krank sind, absterben oder – wie es immer wieder vorkommt – beschädigt werden. Diese Arbeit leistet der städtische Bauhof. Sei es, dass am geschichtsträchtigen Römerkeller wegen Vandalismus zwei Wacholder nachgepflanzt oder in der Aalener Straße eine der japanischen Nelkenkirschen, die im Frühjahr mit ihrer rosaroten Blütenpracht das Stadtbild prägen, neu gepflanzt werden müssen. Oder Neupflanzungen wie z.B. im Bereich Edeka und der Firma 3E von vier Pyramiden-Hainbuchen und einer weiteren Buche bei der Polizeidienststelle. Oder weil für den einen oder anderen das letzte Stündlein schlug – wie z.B. im Umfeld der Neubebauung Dreißentalhalle.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Grundlage überkommener Erziehungsmethoden</h2>
<p>Die Lehrerschaft meiner und der Generationen davor hatte eine Vorliebe für Birken, Weiden und Bambus. Wie das? Ganz oifach – um uns das Wissen und den Respekt einzubläuen oder um uns die „Oraosa“ auszutreiben. Dazu bediente sich das pädagogisch ausgebildete Personal der Birken- und Weidenruten, die zum Teil selbst geschnitten wurden oder des Rohrstocks, den es in zwei Längen gab: In der kurzen handlichen Ausgabe für die Finger und in der langen Ausführung im katholischen Religionsunterricht im alten „Fuchsbau“. Die Anwendung dieser Motivationsmittel beschränkte sich dann doch auf die Buben. Und mancher Lehrer hatte schon sehr konkrete Vorstellungen und holte sich die „Teile“ in der freien Natur – war halt auch nachhaltiger und CO2-frei in der Beschaffung.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Abgesang</h2>
<p>Jahresringe entstehen durch das unterschiedliche Wachstum im Sommer und im Winter. Mit Beginn der Vegetationsperiode im Frühling bildet die Wachstumsschicht (Kambium) nach innen hin große Zellen, die den Holzteil anwachsen lassen (Frühholz). Zum Herbst hin werden diese Tochterzellen immer kleiner (Spätholz), bis schließlich die Zellteilungen aufhören und der Baum sein Wachstum einstellt. Ein weiterer Jahresring beginnt zu entstehen, wenn im nächsten Frühling wieder größere Holzzellen gebildet werden, die an die kleinen aus dem letzten Herbst anschließen. An dieser Stelle ist die Jahresringgrenze als ein scharfer Übergang zu erkennen. Jahresringe stehen für das Alter eines Baums, verraten aber auch etwas über die spezifischen Umweltbedingungen, unter denen ein Baum herangewachsen ist. Breite Ringe zeigen z. B. ein kräftiges Wachstum an, schmale Ringe verweisen auf schlechte Jahre mit vielleicht hohem Schädlingsbefall oder wenig Regen. Ovale Ringe mit einem unterschiedlich starken Wachstum deuten darauf hin, dass der Baum an einem Hang gestanden hat oder starkem Wind von einer bestimmten Seite ausgesetzt war.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p></p><div id="attachment_21388" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21388" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-818-Bild-3-Jahresringe.jpg" width="1200" height="900" alt class="wp-image-21388 size-full"><p id="caption-attachment-21388" class="wp-caption-text">ein anschauliches Bild zum Thema Jahresringe (Wikipedia <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Arnoldius" target="_blank" rel="noopener">Arnoldius</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tree_rings.jpg" target="_blank" rel="noopener">Tree rings</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/legalcode" rel="license noopener" target="_blank">CC BY-SA 2.5</a>)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Alter.</span></strong> Jetzt haben wir so viel über Bäume gelesen und der eine oder die andere fragt sich jetzt womöglich: „Und wie erkenne ich wie alt ein Baum ist?“ Ganz oifach – omsäga und die Jahresringe zählen. Es geht aber auch mit der sog. „Mitchell-Formel“, die überraschend genau ist (unabhängig von der Baumart):</p>
<p>Messe den Stammumfang in Brusthöhe (ca. 150 cm). Mit Bandschlingen ist das einfach (sofern man deren Länge kennt). 60% dieses Wertes ist das Alter des Baumes in Jahren.</p>
<ul>
<li>Wichtig ist allerdings der Standort: die Mitchell-Formel gilt für (freistehende Solitär-)Bäume mit ausgebildeter Krone. Steht der Baum im Wald, darfst du das Alter verdoppeln. Steht er am Waldrand oder einer Allee, darfst du die Hälfte dazu rechnen</li>
<li>Eine fette Buche auf dem Feld mit 400cm Umfang kommt also auf 240 Jahre, die gleiche Buche im Wald dürfte an die 500 Jahre alt sein (dort wirst du ein solches Monstrum sehr selten antreffen, da meist schon gefällt), am Waldrand etwa 360 Jahre</li>
<li>Bei schnellwachsenden Arten wie z. B. Pappel oder Weide halbierst du den Wert: eine Pappel mit 400cm Umfang ist also freistehend rund 120 Jahre alt, in einer Waldgemeinschaft (wo man sie extrem selten findet) etwa 240 Jahre und in Randlagen (wo man sie oft findet) rund 180 Jahre</li>
</ul>
<p>Bei den Resten der Mutterbuche funktioniert das nicht. Ottmar hat einen Umfang von 6,59 Meter gemessen, das dann einem Alter von 395 Jahren entsprechen würde. Da stimmen die 60 % wegen der Mehrstämmigkeit nicht. Die Schätzung des Pflanzjahres liegt nach heutigen Erkenntnissen um das Jahr 1750.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Abschluss.</span></strong> Sollte jetzt jemand fragen: „Was ist denn mit dem GRÜNEN BAUM“? Da muss ich auf die Berichtsreihe über Oberkochner Gasthäuser verweisen.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Das Vorletzte.</span></strong> Kaiser Wilhelm II., der in den letzten zwei Kriegsjahren nur noch eine Schattenfigur war, vollzog die Abdankung von der Macht sehr ungeschickt und unglücklich. Er floh vom großen Hauptquartier im belgischen Spa ins neutrale Holland. Dort wurde er ein politischer Asylant und spielte nach dem 9. November 1918 keine Rolle mehr. Berühmt ist er geworden, weil er bis zu seinem Tod jeden Tag einen Baum fällte und in kleine Stücke sägte, eine physisch wahrscheinlich sehr gesunde Tätigkeit, die aber keine weitere politische Auswirkung auf Deutschland hatte. 1941 ist er dann in Dorn gestorben, also mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Abdankung. Ein Vertrauter notierte einst: „Der Park wird immer kahler, ein Baum nach dem anderen fällt.” Kein Wunder, macht das doch nach Adam Riese rund 8.400 Bäume, die er eigenhändig schlug und sägte, mit maximalen Auswirkungen auf das dortige Mikroklima. Nach 12 Jahren war der eigene Bestand nahezu komplett gefällt und so wich er auf die Wälder seines Nachbarn Blijdenstein aus, der dankbar war so einen emsigen gratis arbeitenden Holzfachmann an seiner Seite zu wissen. Holz sägen und hacken als Psychotherapie – warum nicht.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #0000ff;"><strong>Das Allerletzte.</strong></span> Die Wertholzsubmission in Bopfingen ist ein weit über unser Gebiet hinaus bekannter Handelsplatz für wertvolle Bäume. Nachfolgend ein Auszug aus der „Schwäpo“ aus dem Jahr 2023: „Die 28. Submission bietet mehr Holz denn je. Knapp 3300 Festmeter warten auf Bieter. 2022 erzielte Eiche im Schnitt einen Preis von rund 730 Euro je Festmeter. Das meiste Holz ist auch in diesem Jahr Eichenholz mit knapp 2000 Festmetern, gefolgt von Esche (520 Festmeter), Douglasien (171 Festmeter) und Lärchen, Kiefern, Fichten und Tannen (zusammen 228 Festmeter). Insgesamt 28 Baumarten werden angeboten. Das reicht von der Ulme über Obstbäume, wie Äpfel, Birne, Kirsche, Nussbaum oder Elsbeere, bis zu „Exoten“, wie Mammutbaum, Maulbeerbaum oder der Baumhasel……Unverändert bleiben wird, und da sind sich die Fachleute einig, die Attraktivität der Bopfinger Wertholzsubmission. Was zwei Holzeinkäufer aus dem Raum Nürnberg gerne bestätigen. Der Platz sei der schönste in Süddeutschland und nirgendwo fände sich kompakt ein so großes Angebot.“</p>
<p><span style="color: #0000ff;">Und wenn ein Baum „weg muss“</span> – warum auch immer, dann sollte die Verpflichtung bestehen ZWEI neue zu pflanzen – wo und nach welchem Konzept auch immer. Das sollte für Privatpersonen, Immo-Gesellschaften und die Stadt gelten, vielleicht innerhalb eines „Reinhold-Vogel-Ottmar-Bihlmaier-Konzeptes“, mit dem Arbeitstitel <strong>„1 Minus 2 Plus“.</strong> Mit ein bisschen Kreativität und einem guten Willen, sollte da doch etwas möglich sein.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Leider sind inzwischen einige Bäume „ums Leben gekommen“.</strong></span> Darunter auch einige alte bemerkenswerte wie z.B.</p>
<ul>
<li><strong>Brunkel: Die Douglasie auf dem Gelände des neuen Blaulichtzentrums (geb. 1930 gest. 2024)</strong></li>
<li><strong>Brunkel: Die gewaltige Esche hinter der St. Ottilienkapelle (geb. 1760 gest. 2023)</strong></li>
<li><strong>Volkmarsberg: Eine Rotbuche (geb. 1750 gest. um 2023)</strong></li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Jetzt ist aber wirklich Schluss.</strong></span> Mein besonderer Dank gilt Ottmar Bihlmaier, der mich tatkräftig unterstützt hat. Wenn’s um die Natur geht, ist der Ottmar einfach immer dabei. Abschließend noch ein paar erbauliche Sprüche und dann verlassen wir den Wald. Und vielleicht seht ihr die Bäume bei eurem nächsten Spaziergang mit anderen Augen an.</p>
<blockquote>
<p>“Planst Du ein Jahr, so säe Korn; planst Du ein Jahrtausend, so pflanze Bäume.” <strong>Chinesisches Sprichwort</strong><br>“Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst.”&nbsp;<strong>Sprichwort aus Tibet</strong><br>„Zu fällen einen schönen Baum, braucht’s eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert.“ <strong>Eugen Roth deutscher Lyriker und populärer Dichter</strong></p>
</blockquote>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Verabschiedung mit einem Lied.</span></strong> Die 1969, im Alter von 27, verstorbene Sängerin Alexandra (Doris Alexandra Nefedov) hat ein wunderschönes Lied über <strong>„ihren Freund, den Baum“</strong> getextet und gesungen. Abschließend der Text und damit entlasse ich die Leserschaft und schicke sie zum Spazieren in den Wald.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">undefined<div id="attachment_21385" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21385" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-818-Bild-5-Scheinzypresse.jpg" width="1200" height="900" alt class="wp-image-21385 size-full"><p id="caption-attachment-21385" class="wp-caption-text">Diese Scheinzypresse musste weichen – der Abriss und Neubau der Dreißentalhalle hat auch seine biologischen Opfer gefordert (Archiv Müller)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Ich wollt dich längst schon wieder seh′n</em><br><em>Mein alter Freund aus Kindertagen</em><br><em>Ich hatte manches dir zu sagen</em><br><em>Und wusste du wirst mich versteh’n</em><br><em>Als kleines Mädchen kam ich schon</em><br><em>Zu dir mit all den Kindersorgen</em><br><em>Ich fühlte mich bei dir geborgen</em><br><em>Und aller Kummer flog davon</em><br><em>Hab′ ich in deinem Arm geweint</em><br><em>Strichst du mit deinen grünen Blättern</em><br><em>Mir übers Haar mein alter Freund</em><br><em>Mein Freund der Baum ist tot</em><br><em>Er fiel im frühen Morgenrot</em></p>
<p><em>Du fielst heut früh ich kam zu spät</em><br><em>Du wirst dich nie im Wind mehr wiegen</em><br><em>Du musst gefällt am Wege liegen</em><br><em>Und mancher, der vorüber geht</em><br><em>Der achtet nicht den Rest von Leben</em><br><em>Und reisst an deinen grünen Zweigen</em><br><em>Die sterbend sich zur Erde neigen</em><br><em>Wer wird mir nun die Ruhe geben</em><br><em>Die ich in deinem Schatten fand</em><br><em>Mein bester Freund ist mir verloren</em><br><em>Der mit der Kindheit mich verband</em><br><em>Mein Freund der Baum ist tot</em><br><em>Er fiel im frühen Morgenrot</em><br><em>Bald wächst ein Haus aus Glas und Stein</em><br><em>Dort wo man ihn hat abgeschlagen</em><br><em>Bald werden graue Mauern ragen</em><br><em>Dort wo er liegt im Sonnenschein</em><br><em>Vielleicht wird es ein Wunder geben</em><br><em>Ich werde heimlich darauf warten</em><br><em>Vielleicht blüht vor dem Haus ein Garten</em><br><em>Und der erwacht zu neuem Leben</em><br><em>Doch ist er dann noch schwach und klein</em><br><em>Und wenn auch viele Jahren geh’n</em><br><em>Er wird nie mehr der selbe sein</em><br><em>Mein Freund der Baum ist tot</em><br><em>Er fiel im frühen Morgenrot</em></p>
<p><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
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			</item>
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		<title>Bericht 817: Bäume der besonderen Art auf unserer Gemarkung Teil 5</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-817-baeume-der-besonderen-art-auf-unserer-gemarkung-teil-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2025 23:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000"><strong>Kommen wir nun zu Bäumen, die aber doch keine richtigen Bäume (mehr) sind</strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff">Der Gerichtsbaum.</span></strong> Ein Gerichtsbaum bezeichnet im gemeinen deutschen Recht einen Baum, unter dem im Mittelalter und der Frühen Neuzeit regelmäßig Gericht gehalten wurde. In der Regel handelte es sich um sehr alte und geographisch markante Bäume, die oft bereits in vorchristlicher Zeit eine mythologische oder mystische Funktion hatten wie die von Karl dem Großen zerstörte sächsische Irminsul (es ist unklar ob es ein Baum oder eine Steinsäule war). Übliche Baumarten waren Eichen, oft Femeichen genannt und „Gerichts- oder Blutlinden“. In Süddeutschland war auch der Birnbaum als Gerichtsbaum verbreitet. Da Oberkochen aber keine eigene Gerichtsbarkeit hatte, haben wir solche Bäume nicht. In Aalen sieht das schon anders aus – nicht ohne Bedeutung heißt dort ein Stadtgebiet „Galgenberg“.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27786" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27786" class="wp-image-27786 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-817-Bild-01-Weihnachtsbaum-beim-Storchenbaeck.jpg" alt width="1200" height="1633"><p id="caption-attachment-27786" class="wp-caption-text">Unser Weihnachtsbaum am alten Standort vor dem „Storchenbäck” Karl Widmann in der Heidenheimer Straße 6 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Der Weihnachtsbaum.</strong></span> Im Jahr 1912 wurde in New York der erste öffentliche Weihnachtsbaum aufgestellt, elektrische Lichter zur Beleuchtung anstelle von Kerzen verbreiteten sich ab 1920. Auf dem Petersplatz in Rom wurde 1982 erstmals ein Weihnachtsbaum aufgestellt. In Oberkochen, so genau ist das nicht zu erfahren, aber mit Sicherheit zwischen New York und Rom – da gehört Oberkochen auch hin. Früher stand er immer vor dem Gasthaus „Lamm“, also zwischen dem Lindenbrunnen und der ehemaligen Bäckerei „Storchenbeck“ Widmann. Heutzutage steht einer auf dem Platz der Neuen Mitte zwischen Stadtbibliothek und kath. Kirche St. Peter und Paul und ein weiterer auf der Plaza vor dem Rathaus.</p>
<p>Als Weihnachtsbaum war früher die Fichte üblich, bevor ihr die Nordmanntanne den Rang ablief, die heute gerne aufgestellt wird. Die <strong>Rangliste</strong> sieht derzeit wie folgt aus:</p>
<ol>
<li>Nordmanntanne</li>
<li>Blaufichte</li>
<li>Rotfichte</li>
<li>Nobili-Tanne</li>
<li>Schwarzkiefer</li>
</ol>
<p>An welcher Stelle der Kunststoffbaum aus China steht, ist mir nicht bekannt.<br>In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Weihnachten ohne nachfolgend aufgeführte Lesungen oder Sketche Weihnachten nicht richtig Weihnachten ist:</p>
<ul>
<li>Erna, der Baum nadelt!</li>
<li>Weihnachten bei Hoppenstedts</li>
<li>Weihnachtsgedicht von Loriot</li>
<li>Alle Jahre wieder mit Heinz Becker</li>
</ul></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wie lange steht der Weihnachtsbaum? Die ersten sieht man unglaublicherweise schon am 2. Weihnachtsfeiertag am Sammelplatz liegen. In der Regel stehen sie bis zum 6. Januar, dem Tag der Hl. 3 Könige. Früher, als der Baum in der „guten“, aber kalten Stube stand, blieb er bis Maria Lichtmess am 2. Februar stehen. Gelegentlich müssen sich die Leute vom Bauhof mit einigen Bäumen tatsächlich nach dem 2. Februar auseinandersetzen – entweder gibt es noch oder wieder gute kalte Stuben oder es gibt noch einige Ältere, die daran festhalten.</p>
<p>Nachhaltig ist das Thema nicht, denn ein Großteil der 29 Mio. Weihnachtsbäume in Deutschland wird in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Eine Umfrage im Dezember 2022 ergab, dass über 50 % der Befragten keinen Baum mehr aufstellen wollen. Aber wie das mit Umfragen so ist….</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_17 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eine Besonderheit will ich noch anfügen. Der <strong>Weihnachtsbaum im Krieg</strong>. Es war Weihnachten 1914, der Krieg erst ein paar Monate alt und man glaubte, im Frühjahr wieder zuhause zu sein. Die Deutsche Heeresleitung hatte zehntausende Mini-Weihnachtsbäume an die Front schicken lassen. Diese Bäumchen, am Heiligabend aufgestellt am Rand der Schützengräben, lösten, so liest man in den Geschichten von Soldaten, weihnachtliche Gefühle auf beiden Seiten aus. Und so geschah etwas, was nicht sein durfte und auf deutscher Seite totgeschwiegen wurde. An manchen Frontabschnitten wurde es dann ein besonderes Weihnachtsfest wie z.B. in der Gegend von Arras (an der französisch-belgischen Grenze) wo das Weihnachtswunder geschah. Am Hl. Abend hörten die Soldaten auf aufeinander zu schießen und sangen sich gegenseitig Nationalhymnen und das Lied der Lieder „Stille Nacht“ vor. Soldaten wagten sich von beiden Seiten aus ihren Schützengräben. Soldaten, die eben noch aufeinander geschossen hatten, tauschten kleine Geschenke, manche tauschten ihre Adressen und verabredeten sich für die Zeit nach dem Krieg. An manchen Stellen spielte man gegeneinander Fußball. Nach jahrelangen Recherchen kam 2005 der deutsch-französische Spielfilm „Merry Christmas“ mit Schauspielern wie Benno Führmann, Diane Kruger und Daniel Brühl über die Ereignisse an den Schützengräben in den Weihnachtstagen in die Kinos – in Frankreich ein Kassenschlager und in Deutschland naja.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27788" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27788" class="wp-image-27788 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-817-Bild-03-Lindenbaeume.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-27788" class="wp-caption-text">Die Lindenbäume im Weihnachtsschmuck und noch mit dem alten „Hirsch-Areal“ (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Beleuchtete Bäume.</strong> </span>Diese finden wir in der Weihnachtszeit zwischen dem Lindenbrunnen und dem Bohrermacherbrunnen, wo sie eine heimelige Atmosphäre verbreiten.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27781" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27781" class="wp-image-27781 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-817-Bild-04-Kletterbaum-beim-Kinderfest.jpg" alt width="1200" height="1773"><p id="caption-attachment-27781" class="wp-caption-text">Der Kletterbaum beim Kinderfest auf dem Volkmarsberg – Frage: “Welches Kind könnte das heute noch?” (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Kletterbaum.</strong></span> Auch dieser Baum ist dem Artensterben zum Opfer gefallen. Früher fanden wir ihn auf der Ski-Wiese oberhalb der Skihütte oder auf dem Hof der Dreißentalschule – je nachdem wo das Kinderfest alter Prägung stattfand. Es trauen sich nur die mutigsten Jungen und Mädchen hinauf, um sich dort ihren Preis abzuholen. Die Erfolgreichsten schmierten ihre Hände mit Teer ein und versuchten teilweise öfters hinaufzugelangen oder mehr als einen Preis oben abzureißen – unten standen die Lehrer und hatten die Aufsicht. Solch eine Attraktion heutzutage? Die Lehrerschaft würde sich weigern, so etwas zu unterstützen, die Eltern würden es sich verbieten, solche Herausforderungen an ihre Kinder zu stellen und die Kinder selbst wären wohl zum größten Teil unfähig, überhaupt 1 oder 2 Meter weit hochzuklettern.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27782" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27782" class="wp-image-27782 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-817-Bild-05-Narrenbaum.jpg" alt width="1200" height="1178"><p id="caption-attachment-27782" class="wp-caption-text">Der Narrenbaum der NZO – flankiert von einer Linde und im Hintergrund der Weihnachtsbaum auf der „Neuen Mitte“ (Archiv NZO)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #3366ff;">Narrenbaum.</span></strong> Ein Narrenbaum ist ein hoher Nadelbaum, der besonders in der schwäbisch-alemannischen Fasnet als Herrschaftssymbol der Narren an einem zentralen Platz des Ortes aufgestellt wird. Die Äste des oft etwa 30 m hohen Baums sind bis auf die Krone abgesägt, die Rinde ist geschält. Die Krone ist meistens mit bunten Bändern geschmückt. Aufgestellt wird er in den meisten Orten am Schmotzigen Donnerstag „Gombadonnerschdig“ aufgestellt. In der Nacht von Faschingsdienstag auf Aschermittwoch wird er wieder entfernt.</p>
<p>Natürlich darf auch dieser Baum bei unserer Auflistung nicht fehlen. Der Experten für diese Baumart sind nicht Ottmar Bihlmaier oder Reinhold Vogel, sondern das sind die Damen und Herren der Schlaggawäscher-Zunft, die ihn in der Kampagne 1974 / 1975 erstmals aufgestellt haben.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_24 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27783" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27783" class="wp-image-27783 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-817-Bild-06-Maibaum.jpg" alt width="1200" height="1702"><p id="caption-attachment-27783" class="wp-caption-text">Unser Maibaum älterer Prägung mit den berufsbezogenen Tafeln am Standort „Storchenbäck” Karl Widmann in der Heidenheimer Straße 6 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_25 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #3366ff;">Maibaum.</span></strong> Als Maibaum wird ein geschmückter Baum oder Baumstamm bezeichnet. Dieser wird nach altem Brauch je nach Region entweder am 1. Mai oder auch schon am Vorabend zum 1. Mai aufgestellt. In vielen Gegenden, besonders in Baden-Württemberg, Bayern und Österreich, wird der Baumstamm feierlich auf dem Dorfplatz aufgerichtet. Der Baum wird am oberen Ende zumeist von einem Kranz und der grünen Baumspitze gekrönt. Dieser wird entweder jedes Jahr neu gefällt oder es findet über mehrere Jahre hinweg derselbe Stamm Verwendung, bei dem dann lediglich die Krone ausgetauscht wird.<br>Das „Maibaum-Stehlen“ war früher eine Kunst und es gab Regeln dafür. Heute ist das eine heikle Sache und nicht selten ein Straftatbestand.</p>
<ul>
<li>Nur heimlich und unentdeckt darf der Baum gestohlen werden – je raffinierter die List, umso besser.</li>
<li>Frevelhaft ist es, den Baum zu zersägen oder zu beschädigen.</li>
<li>Werden die Räuber innerhalb der Gemeindegrenze beim Abtransport überrascht, müssen sie ihre Beute zurückgeben.</li>
<li>Aufgestellte Bäume dürfen nicht mehr gestohlen werden.</li>
<li>Nur der Baum und nicht die Tafeln, Kränze etc. sind Diebesgut.</li>
<li>Nach Versöhnung und Auslösung ist wieder Friede.</li>
<li>Das Brauchtum des Maibaumstehlens soll so gehandhabt werden, dass Juristen unnötig sind.</li>
</ul>
<p>Der Oberkochner Mai-Baum stand früher, wo auch der Weihnachtsbaum stand – vorm „Storchabäck“. Heute steht er auf der „Neuen Mitte“ und hat noch 3 Wappenbilder (für die Partnerstädte Dives-sur-Mer, Montebelluna und Mâtészalka) und das eigene Stadtwappen. 1979 hatte sich der Gewerbe- und Handelsverein schwer ins Zeug gelegt und völlig andere Wappen angebracht, um darauf hinzuweisen, welch enge Verbindung das Handwerk und der Maibaum hatten. Es handelte sich um Handwerkswappen wie folgt von oben nach unten:</p>
<p style="padding-left: 40px;">20 Handwerkszeichen<br>19 Stadtwappen<br>18 Maurer<br>17 Gipser / Stuckateurer<br>16 Friseure<br>15 Schuhmacher / Orthopädie<br>14 Optiker<br>13 Glaser<br>12 Metallberufe<br>11 Fleischer / Metzger<br>10 Tischler / Schreiner<br>9 Bäcker<br>8 Maler / Lackierer<br>7 Raumausstatter / Sattler<br>6 Konditionen<br>5 Juweliere<br>4 Buchbinder<br>3 Elektroinstallateure<br>2 Zimmerer<br>1 Sanitär-Heizungstechnik</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_26 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27784" style="width: 910px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27784" class="wp-image-27784 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-817-Bild-07-Stuetzbaum.jpg" alt width="900" height="670"><p id="caption-attachment-27784" class="wp-caption-text">Das seinerzeit älteste und hilfsbedürftigste „Heisle“ im „Grambohl-Gebiet“ mit einem Stützbaum (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_27 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Stützbaum.</strong> </span>Das ist jetzt fast schon grenzwertig, aber ich möchte dieses Bild einfach unterbringen. Ein Stützbaum dient dazu einen anderen zu unterstützen, so sieht es jedenfalls aus, wenn zwei Bäume, sich gegenseitig Halt geben. Oder sie werden von Würgefeigen und Efeu als Baumstütze ausgesucht, wobei diese Form nicht selten das Wachstum beeinflussen. Auch die <span style="color: #3366ff;"><strong>Baumstütze</strong></span> gibt es. Hier werden Pfähle, Latten und ggfs. Schnüre vom Menschen installiert, um z.B. einem jungen frisch gepflanzten Baum in den ersten Jahren Halt zu geben. Was ich allerdings mit dem Bild zeigen möchte: Es gab Häuser, sehr alte Häuser in Oberkochen (wie auch heute noch in der Aalener Innenstadt), die ohne „Stützbäume“ schlicht und einfach in sich zusammenstürzen würden. Im Gebiet „Grambohl“ musste da tlw. kräftig gestützt werden.</p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;">Schlagbaum.</span> </strong>Zusammen mit einer Schranke, ist das eine bewegliche Absperrung. Hin und wieder finden wir einen im Wald, der uns daran hindern soll, bestimmte Wege zu befahren.</p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;">Grenzbaum.</span></strong> Einen solchen haben wir hier nicht. Auch wenn ich manchmal der Meinung bin, dass er zwischen Oberkochen und Königsbronn virtuell immer noch zu existieren scheint. Auf der einen Seite berichtet die Heidenheimer Zeitung, auf der anderen die Schwäbische Post und der ÖNV hat da auch so seine Koordinationsprobleme. Zudem kommt noch der Verlauf der europäischen Wasserscheide (Altlantik / Schwarzes Meer) dazu: Ab Königsbronn fließt alles über die Donau und somit ins Schwarze Meer, ab Oberkochen alles über Main und Rhein in die Nordsee.</p>
<p>Der letzte reale Grenzbaum einer Zollstation stand in Oberkochen auf Höhe des Bohrermacherbrunnens/Katzenbach, als die Gemeinde noch geteilt war. Nach einer wechselvollen Geschichte (die im älteren Heimatbuch nachgelesen werden kann) kam 1553 „Butter bei die Fische“ und die Trennung wurde endgültig vollzogen — in den evangelischen Teil (zum Kloster Königsbronn gehörend) und den katholischen Teil (zur Fürstprobstei Ellwangen gehörig). Am 22. November 1749 wurde das sog. »Aalener Protokoll« unterzeichnet, das die verbindlichen Regeln für das Zusammen-leben im damals staatlich und konfessionell geteilten Dorf Oberkochen festlegte, aber auch Fragen der Waldnutzung und der Forstgrenzen klärte. Erst Napoleon hob die Trennung durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 endgültig auf.</p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;">Turnierbaum.</span> </strong>Er wird verwendet, um die aufeinandertreffenden Gegner in einem Turnier mit K.O.-System festzulegen. Es wird nur einmal am Anfang gelost bzw. gesetzt. Es gibt aber auch Turniere, bei denen nach jeder Runde neu gelost wird. Beim Setzen der Teilnehmer wird in der Regel darauf geachtet, dass die Favoriten, wenn möglich nicht gleich zu Beginn, sondern erst im Finale aufeinandertreffen. Wenn denn einer bei uns einen solchen hat, dann wohl der TCO – unser Tennisclub.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Und jetzt noch einige Projekte</strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Leitz-Aktion #Wecare.</strong></span> Gemeinsam mit dem Revierförster Reinhold Vogel machten sich im Jahr 2022 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Leitz Oberkochen auf den Weg zum Volkmarsberg, um ein Waldstück aufzuforsten. Ausgerüstet mit Spaten, Wiedehopfhauen, einem ordentlichen Vesper und ausreichend Getränken war die Fläche schnell erreicht, wo insgesamt 700 Setzlinge auf das hoch motivierte Team warteten. Es dauerte nicht einmal zwei Stunden, um die 200 Lärchen, 200 Wildkirschen, 200 Bergahorn und 100 Esskastanien unter fachmännischer Aufsicht auf rund 4.000 m² Waldfläche zu setzen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer „WeCare-Aktion“ waren sich einig: Es hat Spaß gemacht und alle werden im nächsten Jahr wieder mit dabei sein. Auch Reinhold Vogel war mit dem Ergebnis der gemeinsamen Anstrengung sehr zufrieden und dankte allen Beteiligten für deren Einsatz.</p>
<p>Im Jahr 2024 wurden auf dem Leitz-Firmengelände in Oberkochen 80 Apfelbäume gepflanzt – symbolisch je einen für ein neugeborenes Baby innerhalb der Firmengruppe. Es wurde entschieden solche eine Baumpflanzaktion zukünftig jährlich an wechselnden Standorten durchzuführen.</p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;">Walnussbäume.</span></strong> Mehrere Tausend Walnüsse hat die Realgenossenschaft Oberkochen in der vorderen und hinteren Bronnenebene, Bemmel, Wolfertstal und Kahlenbühl gepflanzt. Es sind natürlich einheimische Walnüsse, zertifiziert und für unser Wuchsgebiet geeignet. Das Ökosystem gewinnt dadurch stabile Baumarten, welche vielen Tieren durch das Abfallen der Nüsse als Nahrung und Vögeln usw. als Nistmöglichkeiten dient. Die Baumarten werden genau auf unsere Untergründe und Bodenstrukturen abgestimmt. Wenn dann alle Vorteile den künftigen Generationen auch noch bessere Einnahmen beschert ist das ja auch nicht verkehrt. Ob Walnuss in 125–150 Jahren, wenn diese schlagreif sind, auch noch gute Preise erzielen wird wissen wir heute noch nicht.</p>
<p>Die Echte Walnuss oder der Nussbaum (Juglans regia) ist ein sommergrüner Laubbaum Das Walnussholz gilt als das begehrteste und wertvollste des mitteleuropäischen Waldes. Außerdem ist der Bestand der Walnuss laut dem Kuratorium „Baum des Jahres“ in den letzten Jahren durch übertriebene Nutzung und mangelnde Nachpflanzung in Deutschland stark zurückgegangen, weshalb sie zum „Baum des Jahres 2008“ gewählt wurde. Das Holz der Echten Walnuss ist ein begehrtes Edelholz, dessen Verwendung auf hochwertige Gegenstände beschränkt ist. Es stammt in der Regel von ehemaligen Fruchtbäumen, da ein gezielter Anbau der Walnuss für die Holzproduktion nur ansatzweise vorhanden ist. Nussbäume werden nicht wie andere Nutzbaumarten gefällt, sondern mit dem Wurzelstock ausgegraben. Das sieht bei uns somit nach einer echten Vorbildfunktion aus.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27785" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27785" class="wp-image-27785 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-817-Bild-08-Spatenstich-Arboretum.jpg" alt width="1200" height="907"><p id="caption-attachment-27785" class="wp-caption-text">Der Spatenstich für das neue Arboretum durch Bürgermeister Harald Gentsch im Jahr 1980 (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Das Arboretum auf der Heide.</strong></span> Unter der Ägide des früheren Bürgermeisters Harald Gentsch wurde auf der Heide ein Arboretum gepflanzt und der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Der Gemeinderat beschloss im Jahr 1979, nördlich der Galileistraße auf einem Geländegrundstück von ca. 6.000—10.000 Quadratmetern eine parkartige Bepflanzung mit seltenen Baumarten vorzunehmen. Am Dienstag, dem 13. Mai 1980 konnte Bürgermeister Gentsch im Beisein von Vertretern der Presse und den mit dem Auftrag betrauten Mitarbeitern des Staatlichen Forstamts Oberkochen den ersten „Spatenstich“ vollziehen. Gentsch pflanzte einen Riesenlebensbaum (Thuja plicata), dessen Heimat Nordamerika ist und der eine Höhe von 60—80 Metern erreichen kann. In den folgenden Tagen wurden rund 100 Bäume, bestehend aus 39 verschiedenen Baumarten, durch die Waldarbeiterpartie Weber unter Anleitung der Forstoberinspektoren Kurz und Schneider gepflanzt. Ein Ginkgo aus China ist ebenso vertreten wie auch der Mammutbaum, dessen berühmteste Vertreter in Amerika im Yellowstone Park mit einer Höhe bis zu 100 Metern stehen. Vom Atlasgebirge aus Afrika wird eine Libanonzeder mit ihrem schönen Wuchs die Besucher des Arboretums erfreuen. Verschiedene Hängeformen (penclula) von Fichte, Tanne und Lärche wurden ebenfalls in den Baumbestand des Parkes mit einbezogen.</p>
<p>Am 25.10.2021 wurde von Lothar Schell der folgende Text in der SCHWÄPO veröffentlicht: <strong>Park mit exotischen Baumriesen. Das Arboretum im Wohngebiet Heide in Oberkochen ist jetzt komplett:</strong> „Was es dort nun für Besucherinnen und Besucher zu entdecken gibt. Ein besonderes Projekt hat jetzt seinen Abschluss gefunden. Die Baumriesen im Arboretum sind mit Informationstafeln bestückt und eine große Hinweistafel verweist auf deren Geschichte. Dort ist zu lesen: Besonders und ökologisch:</p>
<p><strong>Über 24 seltene Baumarten.</strong></p>
<ul>
<li>Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum)</li>
<li>Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata)</li>
<li>Libanon-Zeder (Cedrus libani)</li>
<li>Schwarzkiefer (Pinus nigra)</li>
<li>Europäische Lärche (Larix decidua)</li>
<li>Gemeine Fichte (Picea abies)</li>
<li>Serbische Fichte (Picea omorika)</li>
<li>Douglasie (Pseudotsuga menziesii)</li>
<li>Gemeine Eibe (Taxus baccata)</li>
<li>Ginkgo (Ginkgo biloba)</li>
<li>Säulen oder Pyramideneiche (Gattung Quercus)</li>
<li>Stieleiche (Quercus robur)</li>
<li>Traubeneiche (Quercus petrea)</li>
<li>Blut-Ahorn (Acer platanoides)</li>
<li>Berg- Ahorn (Acer pseudoplatanus)</li>
<li>Blutbuche (Fagus sylvatica f. purpurea)</li>
<li>Rotbuche (Fagus sylvatica)</li>
<li>Hainbuche (Carpinus betulus)</li>
<li>Eberesche (Sorbus aucuparia)</li>
<li>Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)</li>
<li>Vogel-Kirsche (Prunus avium)</li>
<li>Sommerlinde (Tilia platyphyllos)</li>
<li>Weiße Roßkastanie (Aesculuc hippocastanum)</li>
<li>Zitterpappel (Populus tremula)</li>
<li>Verschiedene Hängeformen von Fichte und Tanne wurden ebenfalls in den Baumbestand des Parkes mit einbezogen.</li>
</ul>
<p>Umfangreiche Arbeiten waren vorausgegangen. Ein Projekt, das die Stadt in Gang gesetzt hat und in das Revierförster Reinhold Vogel und der NABU-Vorsitzende Ottmar Bihlmaier eng eingebunden waren. Oberkochens exotische Baumriesen auf der Heide haben Geschichte. Ursprünglich von Alt-Bürgermeister Gustav Bosch als Ausgleichsmaßnahme gedacht für den Bau des Wohngebiets Heide. Sein Nachfolger Harald Gentsch nahm die Idee auf, vor gut vierzig Jahren setzte er den ersten Spatenstich nördlich der Galileistraße. Auf einem Geländegrundstück von ca. 8.000 Quadratmetern. Gedacht seinerzeit auch als Möglichkeit der Naherholung für die Bewohner auf der Heide. Insgesamt wurden im Laufe der Jahre etwa 100 Bäume gepflanzt. Gehölz-Liebhaber wurden angesprochen. Sehenswert sind vor allem die riesigen Mammutbäume. Bürgermeister Peter Traub nahm Revierförster Reinhold Vogel und den Naturexperten Ottmar Bihlmaier mit ins Boot und der Diplom-Designer Jürgen Kränzle wurde beauftragt mit der didaktischen und optischen Bearbeitung. Zuvor mussten einige Bäume entfernt werden. An den Mammutbäumen wurden die unteren Äste abgesägt, wodurch nun die mächtigen Baumstämme ins Blickfeld rücken und die Nachbarbäume zugleich mehr Licht bekommen. Die Baum-Exoten sind akribisch beschriftet. Ein Spaziergang durchs Arboretum lohnt sich. Das Wohngebiet Heide habe eine hervorragende Aufwertung erhalten und werde von den Bewohnern sehr positiv aufgenommen, sagt NABU-Vorsitzender Ottmar Bihlmaier.“</p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;">Waldweide.</span> </strong>Auf dem Volkmarsberg wird eine Waldbeweidung auf einer Fläche von knapp zwölf Hektar entstehen. Davon 9 Hektar Waldfläche und ca. 2,8 Hektar Offenlandfläche. Der Wald besteht dort vor allem aus Buchen und Fichten und hat bereits mehrere Lichtungen. Die Heide wird zwei- bis dreimal jährlich durch den Schäfer beweidet werden, der bereits die angrenzenden Wacholderheiden beweidet. Der Schwerpunkt am Anfang wird der Schwerpunkt auf der Auslichtung liegen. Diese soll vor allem durch die Ziegen der Herde erfolgen.</p>
<p><strong>Und nochmals spazieren gehen – Dann kommt der letzte Teil.</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 816: Bäume der besonderen Art auf unserer Gemarkung Teil 4</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-816-baeume-der-besonderen-art-auf-unserer-gemarkung-teil-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2025 23:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=27737</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #ff0000;">Nun schauen wir uns einige Raritäten an.</span></strong></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Tot-Bäume / Tot-Holz auf dem Volkmarsberg.</strong></span> Und da wurde ich umgehend von Ottmar Bihlmaier belehrt, dass das korrekt Biotop-Holz heißt. Und da ich im Netz beide Begriffe finde, benutze ich auch beide.</p>
<p>Unter <strong>Biotopholz</strong> verstehen wir lebende oder abgestorbene Holzbereiche, die u.a. durch Schwächung oder Schädigung (z.B. durch holzzersetzende Pilze) von anderen Organismengruppen, wie z.B. zahlreichen Insektengruppen oder Säugern wie z.B. Fledermäusen und höhlenbewohnenden Vögeln besiedelt werden können.</p>
<p>Unter dem Begriff <strong>Totholz</strong> versteht man stehende und liegende Bäume oder Teile davon, die abgestorben sind. Es ist der letzte Entwicklungsprozess im Leben eines Baumes und eines der wichtigsten Strukturelemente unserer Wälder. In der Forstwirtschaft werden absterbende Bäume auch als Biotopbäume, Höhlen- und Spechtbaum oder Habitatbaum bezeichnet. Man hat sie also nicht vergessen „aufzuräumen“, sondern sie haben einen Zweck und sehen auch mitunter sehr speziell in der Ausstrahlung aus.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27760" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27760" class="wp-image-27760 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-816-Bild-01-Totholz-1.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-27760" class="wp-caption-text">Totholz auf dem Volkmarsberg (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Streuobstgärten.</strong></span> Auf Streuobstwiesen stehen verstreute hochstämmige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten. Der moderne, intensive Obstanbau ist dagegen von niederstämmigen Obstsorten in Monokultur geprägt (Obstplantagen). Einen starken Rückgang der westdeutschen Streuobstwiesen besiegelte am 15. Oktober 1953 der Emser Beschluss des Bundesernährungsministeriums: „für Hoch- und Halbstämme wird kein Platz mehr sein. Streuanbau, Straßenanbau und Mischkultur sind zu verwerfen“. Der Trend Plantagenbau erfasste die gesamte Europäische Gemeinschaft (EG). Bei uns fielen oder fallen die wenigen Gebiete, die wir noch hatten bzw. haben oft dem Wohnungsbau zum Opfer: „Siehe Baugebiet Weingarten / Kapellensteige, Renner’s Garten im „Kies“ oder der frühere Brandstetter-Garten in der Sperberstraße“. Zu erwähnen sind noch die Gebiete „vor dem Luggenlohbrunnen“, „Im Langen Teich“ oben am Wald, „Im Tiefental“ und nicht zu vergessen „des Schönherrs Willy Kleinod“ neben der Rathausgasse.</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Baumarten, die es nur in Oberkochen gibt oder gab</span></strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27759" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27759" class="wp-image-27759 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-816-Bild-0-2-Greifvogelbaum-1.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-27759" class="wp-caption-text">Der “Greifvogelbaum” unterhalb der Ski-Hütte auf dem Volkmarsberg (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Der Greifvogelbaum.</strong></span> Dieser Rest-Baum steht unterhalb der Ski-Hütte und da er deutlich unter den Wettereinflüssen leidet, muss irgendwann ein neuer „gepflanzt“ werden.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27761" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27761" class="wp-image-27761 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-816-Bild-03-Schildfresser-1.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-27761" class="wp-caption-text">Der “schilderfressende” Abfahrtsbaum (im alten Zustand) an der Volkmarsbergstraße in Nähe der “Kessel-Abfahrt” (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Der „Schilder-fressende“ Ski-Abfahrts-Baum.</strong></span> Dies ist eine besondere Buchenart, die nur bei uns vorkommt und ein Teil des Artensterbens geworden ist. Einst, in meiner Kindheit, warnte sie die Spaziergänger vor durchbretternden halsbrecherischen Abfahrtsläufern, die von der oberen Skiwiese herkommend, sich die Schlucht und in den Kessel hinunterstürzten. Als die Skifahrer aber ausblieben, fing die Buche an, aus Frust darüber, das Schild zu verspeisen. Man versuchte nun ihren Appetit zu stoppen, in dem man sie radikal stutzte. Eine harte unmenschliche Tortur. Vorsichtshalber hat sich Tobias Königer schon mal positioniert, als das Thema in Facebook kurz aufpoppte: „Der bleibt dort stehen und wenn er trotzdem mal weg muss, dann kommt er in die Skihütte. Das sei mit dem Förster Reinhold Vogel und dem Rückebetrieb Stefan Bernert so besprochen.“ Wir retten alles – mitunter auch tote Bäume. Inzwischen hat er ein „Dächle“ bekommen. Es würde etwas fehlen, wenn wir auf den Hausberg hinaufwandern, ohne ihn zu sehen und an alte Zeiten zu denken.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27753" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27753" class="wp-image-27753 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-816-Bild-04-Saegenbaum-1.jpg" alt width="1200" height="800"><p id="caption-attachment-27753" class="wp-caption-text">Der kahle Sägenbaum (ganz links) und Wald des Herrn Kappe an der Sonnenbergstraße; ein Wiederaufstieg, um die Säge zu holen, war ihm nicht mehr vergönnt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Kappe’s Sägenbaum und Nadelwald im Garten.</strong></span> In der Sonnenbergstraße (neben dem alten Lehrerhaus Nr. 21 und der Sperberstraße lebte einst der Herr Kappe (postalische Adresse war die Sperberstraße). Der Garten war zuerst eine Wiese mit ein paar kleineren Nadelbäumen, wohl noch aus der Zeit stammend, als die Familie Lindner in dem Haus wohnte. Kappe aber ließ der Natur freien Lauf. Als ihn die Stadt darauf einmal ansprach, dass er einschreiten solle, tat er wohl kund: „Ich habe die Bäume nicht gepflanzt und bin daher nicht zuständig (sinngemäß)“. Trotzdem machte er sich dann doch daran, als betagter älterer Herr, den äußersten oberen Baum zu besteigen und von oben nach unten absteigend die Äste abzuschneiden. Nachdem die Säge oben hängen blieb, ist davon auszugehen, dass er wohl den Stamm nach der gleichen Methode abzusägen gedachte. Warum er die Aktion abbrach, ist nicht bekannt, aber die Säge hing dort noch lange. Heute, nachdem das Haus verkauft wurde, wurde der kleine Wald gefällt und ein paar Garagen gebaut. Würde ich heute noch in meinem Geburtshaus Nr. 34 wohnen, hätte ich aus meinem alten Jugendzimmer wieder den freien Blick auf den Rodstein, den ich bis zu meinem 21. Geburtstag genießen konnte.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Auch einige Gedenkbäume haben wir zu bieten</strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Die „Schillerlinden“.</strong></span> Im Jahr 1905, dem 100ten Todestag unseres Dichters Friedrich Schiller (* 1759 † 1905), wurden auf Anregung des damaligen Vertrauensobmanns des hiesigen Schwäbischen Albvereins, Oberförster Weiger, sog. Schillerlinden gepflanzt. Die Standorte waren vor dem katholischen Schulhaus und einer vor dem Ort gelegenen Anhöhe (wo genau, war bisher nicht zu erfahren). Gut zu wissen: Friedrich Schiller war der einzige Sohn eines auch als Wundarzt tätigen württembergischen Offiziers und wuchs mit seinen fünf Schwestern in Schwäbisch Gmünd, Lorch und später in Ludwigsburg auf. Seine wichtigsten Werke sind:</p>
<ul>
<li><strong>Die Räuber</strong> (1782): Ein Drama über den Konflikt zwischen zwei ungleichen Brüdern, die zu Feinden werden. Das Stück gilt als eines der wichtigsten Werke der „Sturm und Drang Periode“.</li>
<li><strong>Ode an die Freude</strong> (1786): Ein Gedicht, das die Ideale der Freiheit, der Brüderlichkeit und der Menschlichkeit besingt. Das Gedicht wurde später von Ludwig van Beethoven in seiner 9. Sinfonie vertont.</li>
<li><strong>Das Lied von der Glocke</strong> (1799): Ein Gedicht, das den Lebenslauf eines Menschen anhand der verschiedenen Funktionen einer Glocke beschreibt. Der Anfang lautet: “Fest gemauert in der Erden / Steht die Form, aus Lehm gebrannt”.</li>
<li><strong>Maria Stuart</strong> (1800): Ein Drama über die letzten Tage der schottischen Königin Maria Stuart, die wegen Hochverrats zum Tode verurteilt wurde. Das Stück zeigt das psychologische Duell zwischen Maria und ihrer Cousine, der englischen Königin Elisabeth I.</li>
<li><strong>Wilhelm Tell</strong> (1803/1804): Ein Drama über den legendären Schweizer Freiheitskämpfer Wilhelm Tell, der sich gegen die tyrannische Herrschaft der Habsburger auflehnt. Das Stück enthält die berühmte Szene, in der Tell einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießt.</li>
</ul>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Die „Gustav-Bosch-Eiche“.</strong></span> Zum Gedenken an das Wirken von Bürgermeister Gustav Bosch, wurde in der Riesenhauhülbe an einer Weggabelung eine Eiche gepflanzt. Im Jahr 2023 wurde sie wieder mal von Wildbewuchs befreit, sodass man jetzt auch wieder das Schild erkennen kann.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27754" style="width: 910px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27754" class="wp-image-27754 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-816-Bild-05-Gustav-Bosch-Eiche-1.jpg" alt width="900" height="1600"><p id="caption-attachment-27754" class="wp-caption-text">Zum Gedenken an Gustav-Bosch wurde eine Eiche gepflanzt (Archiv Glaser)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Die Herrmann-Illg-Eiche.</strong></span> Gottlob Braun erinnerte anlässlich des 75ten Vereinsjubiläums an Hermann Illg: »Es war eine Sternstunde in der Chronik der Albvereinsortsgruppe, als Hermann Illg im Jahre 1953 ihre Leitung mit einem neuen aktiven Mitarbeiterkreis übernahm; denn nun begann wieder eine Periode mit großen Aufgaben, deren Bewältigung dem Vertrauensmann mit Hilfe, der ihm treu zur Seite stehenden Ausschussmitglieder Zug um Zug gelang. Was war das Geheimnis dieses so erfolgreichen Bemühens – nichts anderes als das zur Mitarbeit verpflichtende Vorbild des Vertrauensmannes…«. Die Hermann-Illg-Eiche am Volkmarsberg erinnert uns heute noch an den zum Ehrenvertrauensmann ernannten »treuen Ekkehard“ des Volkmarsberges und seine Verdienste um den Albverein.</p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;">Die „Karl-Schurr-Buche“</span></strong>. Im März 1990 ging für die Ortsgruppe Oberkochen eine Ära zu Ende. Der schwer erkrankte Karl Schurr stellte nach zwanzigjähriger Amtszeit als Vertrauensmann sein Amt zur Verfügung. Am 29.5.90 starb Karl Schurr. Ihm zu Ehren erhielt anlässlich seines 1. Todestages eine in der Nähe des Volkmarsbergturmes stehende Buche seinen Namen. Eine meisterliche Arbeit von ihm sind die Berichte „Flurnamen in Oberkochen“ (Im alten Heimatbuch auf den Seiten 242 bis 259) und „Grenzsteine – Zeugen der Vergangenheit“ (Seiten 260 bis 267). Diesen Aufwand würde heute wohl niemand mehr betreiben.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27873" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27873" class="wp-image-27873 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bertha-Buche.jpg" alt width="1200" height="2133"><p id="caption-attachment-27873" class="wp-caption-text">Bertha Buche (Archiv S. Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_42 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die mächtige <strong><span style="color: #3366ff;">„Berta-Buche“</span> </strong>am Wollenberg gegenüber dem Seegartenhof am Wannensträßchen gelegen, trägt den Namen der Frau des ehemaligen Oberkochener Forstmeisters Martin (1909–1935) und man genießt daher auch den „Berta-Blick“ ins Kochertal hinab.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27874" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27874" class="wp-image-27874 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Schneider-Linde.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-27874" class="wp-caption-text">Schneider Linde (Archiv S. Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die „<strong><span style="color: #3366ff;">Schneider-Linde“.</span></strong> Der frühere Forstmann German Schneider (dem Vernehmen nach heute hochbetagt und noch rüstig in den Endachtzigern) pflanzte einst am hinteren Tiefental-Strässle diesen Baum. Ein Unbekannter brachte dann später ein Schild mit seinem Namen an und seitdem heißt der Baum eben wie er heißt.</p>
<p><strong>Der <span style="color: #3366ff;">„50-Jahre-Ostalb-Baum“</span></strong><span style="color: #3366ff;">.</span> Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Ostalbkreises besuchte Landrat Dr. Joachim Bläse die Kreativwerkstatt in Oberkochen. Die beiden ehemaligen Lehrer am EAG, Götz Hopfensitz und Anton Trittler, geben dort seit vielen Jahren Kurse für Vor- und Grundschulkinder und führen sie an die Naturwissenschaften heran. Anschließend überreichte der Landrat einen Baum für die Stadt Oberkochen. Der Stechapfel ist heute auf der Neuen Mitte zu sehen.</p>
<p><strong>Der <span style="color: #3366ff;">„Städtepartnerschafts-Baum“</span>. </strong>Die Eiche hat ebenfalls auf der Neuen Mitte ihr Domizil.</p>
<p>Der <span style="color: #3366ff;"><strong>„Schüleraustausch-Baum“.</strong></span> Nach dem Festakt haben Mátészalkas Bürgermeister Peter Hanusi und der stellvertretende Bürgermeister Oberkochens, Reinhold Vogel, eine Eiche auf dem Mühlengelände gepflanzt. Die Eiche, die später in der “Neuen Mitte” ihren festen Platz finden soll, hat gleich zweifach symbolische Bedeutung. “Wir freuen uns, dass die Herzen der Menschen binnen zehn Jahren zusammengewachsen sind”, sagte Reinhold Vogel. Und er fügte hinzu: “Die Eiche soll aber auch für das Wachsen des Schüleraustauschs stehen.”</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27755" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27755" class="wp-image-27755 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-816-Bild-06-Brucklacher-Kirsche-1-1.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-27755" class="wp-caption-text">Anlässlich des 80ten Geburtstages der früheren Leitz-Gesellschafterin Monika Brucklacher wurde eine Kirsche gepflanzt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_46 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Ein Kirschbaum</strong></span> auf dem Gelände der Firma Leitz. Am 16. Februar 2019 wurde dieser anlässlich des 80. Geburtstages von Monika Brucklacher gepflanzt. Monika Brucklacher und ihre Schwester Regine Bengel sind bzw. waren die Kinder von Hedwig geb. Leitz und Leonhard Stützel. Hedwig war die älteste Enkelin von Albert Leitz, der die weltbekannte Firma 1876 gegründet hatte. Monika heiratete Dr. Dieter Brucklacher und Regine den Horst Bengel. Monika starb am 29 Sep. 2022 im Alter von 83 Jahren.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Dann gibt’s noch ein paar „politische“ Bäume</strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Der „Michael-Glos-Baum“.</strong></span> Lieblingsbeschäftigungen von Politikern (sie müssen sich ja auch mal von all dem Stress erholen) sind „Bänder durchschneiden, Eröffnungsreden halten, den ersten Spatenstich durchführen und einen Baum pflanzen“. Einst flog der Bundeswirtschaftsminister Michael Glos mit dem Helikopter auf die Ostalb und stattete den innovativen und erfolgreichen Unternehmen einen Besuch ab und zeigte sich dabei bei den Firmen Carl Zeiss SMT AG und Leitz-Holding, Oberkochen, sowie Voith AG, Heidenheim, und Scholz AG, Essingen sehr beeindruckt vom dem, was er sah und was man ihm sagte. Wie das bei solchen Besuchen üblich und notwendig war und ist, wurde er auch mit den Problemen konfrontiert, welche die hiesige Industrie damals wohl plagten. Selbstverständlich versprach er sich in seinem möglichen Rahmen für Verbesserungen einzusetzen. Im Anschluss an das Pressegespräch pflanzte Glos auf dem Leitz-Gelände einen Baum und traf sich mit den Unternehmern Dr. Dieter Brucklacher, Dr. Dieter Kurz, Prof. Dr. Hermut Kormann und Berndt Ulrich Scholz sowie mit Klaus Pavel, Georg Brunnhuber, Peter Traub und dem IHK-Präsidenten Helmut Althammer zum Informationsaustausch.</p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;">Die CDU-Eiche.</span></strong> Im Jahr 1990 pflanzte die hiesige CDU eine Eiche zum Gedenken an die deutsche Wiedervereinigung und ließ daneben einen Gedenkstein aufstellen. An diesem Platz trafen sich jährlich am 3. Oktober immer um die 30 Parteimitglieder und Freunde, um eine Ansprache zu hören und sich an dieses spezielle Ereignis zu erinnern. Meine persönliche Meinung ist und bleibt aber: Warum musste das unbedingt im Wald abseits der Stadt installiert werden? War dafür in der Stadt kein Platz zu finden? Und so kam es dann auch, dass 2022 erstmals nicht an dieser Stelle im Wald, sondern im Ort, in der Scheerer-Mühle, als sog. Doppel „Oktoberfest und Erinnerung“, gefeiert wurde. 2024 ging es aber wieder zur Feierstunde zurück in den Wald.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_47 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27756" style="width: 911px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27756" class="wp-image-27756 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-816-Bild-07-Friedenslinde-1.jpg" alt width="901" height="1600"><p id="caption-attachment-27756" class="wp-caption-text">Die SPD-Friedenslinde in der Nähe des Rathauses mit der Katasternummer 604 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_48 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #3366ff;">Die Friedenslinde von 1983.</span></strong> In diesem Jahr waren die Höhepunkte der Demos gegen den NATO-Doppelbeschluss. Stichworte dazu sind „SS-20-Raketen der Sowjetunion“, „Pershing-Raketen der USA“, „Menschenkette am 22. Oktober von ca. 250.000 Menschen auf einer Länge von 110 km“, „Kundgebung mit Willy Brandt in Ulm“, die“ Großdemo im Bonner Hofgarten“, und die „Mutlanger-Promi-Blockade“ sowie das „Camp“.</p>
<p>Auch in Oberkochen war das Ganze ein Thema und emotionell schwer beladen. Die ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen) – heute nennt sie sich „SPD-Frauen“ engagierten sich extrem. Sei es durch Unterstützung der Dauerdemonstranten in Mutlangen, durch freitägliche Friedensgebete am Lindenbrunnen oder durch die Filmvorführung „War Games“ (am Tag der Baumpflanzung) über den Einsatz von Atom- und Neutronenbomben im Bürgersaal. Ich selbst nahm an einigen Diskussionen im Haus Wannenwetsch teil und war dann auch mit meiner damaligen Frau La-ied ein Teil der Menschenkette mit anschließender Abschlusskundgebung in Ulm. Zu dieser Aktion waren Sonderzüge unterwegs, die wir nutzten, um an unseren Demo-Ort zu kommen. Danach habe ich mir bundesweit Ausgaben vieler wichtiger Tageszeitungen schicken lassen und daraus ein ordentliches Pamphlet für mein Archiv erstellt.</p>
<p>Gerda hatte die Info bekommen, dass auch der Volkmarsberg ein Stationierungsort sein solle und brachte das Thema in den Gemeinderat. Ihr Diskussions-Antrag wurde einstimmig gnadenlos abgeschmettert. Daraufhin starteten die Frauen (Gerda Böttger, Doris Hercher, Doris Meisel und Hella Wannenwetsch) eine Unterschriftenaktion gegen die Pershings und sammelten Geld für eine Linde und einen Luftballonstart für Kinder. Die Stadt genehmigte die Baumpflanzung und so steht seit damals neben der Sonnenuhr die „Friedenslinde von 1983“. Am 17. Oktober wurde der Baum (13jährig) mit Beteiligung des SPD-Landtagskandidaten Erich Holzwarth, gepflanzt. Gerda erinnert sich, dass sie damals das erste Mal ein Megafon in der Hand hatte. Den Baum organisierte seinerzeit Linus Holz und laut Kataster Nr. 604 ist dieser inzwischen 55 Jahre alt. Zu ergänzen wäre noch, dass die SPD zu diesem Thema sehr gespalten war – auch die örtliche SPD. In dieser Zeit gab es reichlich Sitzungen im „Ochsen“ (Nebenzimmer), in denen das Thema ständig auf der Tagesordnung stand.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Abrüstung durch Wettrüsten? Der Nato-Doppelbeschluss im Dezember 1979 entsetzte Millionen, die Friedensbewegung einte Angst vor einer atomaren Apokalypse. Kanzler Helmut Schmidt verlor erst den Rückhalt, dann sein Amt. Die Proteste, auch in diesen Größenordnungen, blieben erfolglos. Das „Mutlanger Camp“ wurde am 12. September aufgelöst und am 22. November beschloss die Kohl-Regierung die Stationierung von 108 Pershing‑2 und 96 Marschflugkörper im Südwesten der Bundesrepublik. Im November kamen die ersten Pershings in Mutlangen an. Die einen glaubten später, das politische Klima verändert zu haben und nun mehr über Abrüstung und Frieden diskutiert sowie wesentlich dazu beigetragen wurde, dass Rüstungsbegrenzungsverträge geschlossen wurden (Lafontaine). Die anderen waren der Meinung die Sowjetunion niedergerüstet zu haben (Gerhart Baum). Und heute? Geht das Ganze wieder von vorne los.</p>
<p><strong>Nicht ganz ernst gemeinte Anmerkung zu den beiden „politischen“ Bäumen der CDU und SPD.</strong> Jetzt könnte man sich ja fragen, warum die beiden so weit auseinanderstehen. Womöglich abgeleitet von dem Spruch: „Eichen müssen weichen“ und schon recht vor einer Linde, die von SPD-Frauen gepflanzt wurde. Also nach dem Motto: „Nix wie weg“ – also weit weg in den Wald? Wollten die CDUler ihren Baum nicht in die Nähe des Rathauses pflanzen, weil dort schon eine SPD-Linde stand? Ein Geheimnis, das gelüftet werden sollte.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Lieblingsbäume</strong></span></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_27757" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-27757" class="wp-image-27757 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-816-Bild-08-Rotbuche-1.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-27757" class="wp-caption-text">Einer von Ottmars Lieblingsbäumen – eine Rotbuche unterhalb des Turms am Volkmarsberg (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Dem Ottmar seiner:</strong> Da der Ottmar Bihlmaier so fleißig mitgearbeitet hat, zeige ich hier mal einen seiner Lieblingsbäume auf dem Volkmarsberg (linkerhand auf dem Weg zum Turm). Eine Rotbuche, die sich nicht unterkriegen lässt. Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist ein in weiten Teilen Europas heimischer Laubbaum aus der Gattung der Buchen (Fagus). In der Umgangssprache wird sie gewöhnlich als Buche bezeichnet. Die botanische Schreibweise Rot-Buche betont die Zugehörigkeit zur Gattung der Buchen. Wie das Bild zeigt, besitzt sie eine hervorragende Regenerationsfähigkeit.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Dem Billie seiner:</strong> Dem seiner is janz wat anders – der Bonsai hat es ihm schon immer angetan. Die Geschichte der Bonsai-Kunst ist über 2.000 Jahre alt. Sie begann in China mit miniaturisierten Landschaften auf einem Tablett, gelangte von dort nach Japan und schließlich Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa. In der Bonsai-Kunst kommt es nicht nur darauf an, einen Baum durch besondere Schnitt- und Kulturverfahren klein zu halten und ihn nach den Vorbildern der Natur zu gestalten, vielmehr sollen Pflanzschale und Baum miteinander im Einklang stehen. So besteht auch der japanische Begriff Bonsai aus den Wörtern “bon” (Schale) und “sai” (Pflanze). Vor allem in Japan werden aber auch gerne Gartenbonsais gezogen, also Bonsais im XXL-Format. Diese bringen die Japaner oft mit einer besonderen Schnitttechnik in außergewöhnliche Formen, der Niwaki. Je nach natürlichem Verbreitungsgebiet eignet sich ein Bonsai entweder fürs Zimmer, Freiland oder Kalthaus. Zimmer-Bonsais werden importiert. Sie sind in den Tropen beheimatet, beispielsweise in Südchina oder Taiwan. Dort kultiviert man Arten wie die Birkenfeige oder Speckbaum natürlich im Freien. Die tropischen Bäume vertragen das Zimmerklima unterschiedlich gut. Licht und Temperatur im Wohnraum lassen sich recht gut einstellen, es treten aber fast immer Probleme wegen zu niedriger Luftfeuchtigkeit auf.</p>
<p><strong>Und wieder lade ich Euch zum Spaziergehen ein bis der Teil 5 kommt.</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></p></div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Bericht 809 Bäume der besonderen Art auf unserer Gemarkung Teil 3</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-809-baeume-der-besonderen-art-auf-unserer-gemarkung-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 22:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=28052</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_52 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28037" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28037" class="wp-image-28037 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-01Weide-im-Brunkel.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-28037" class="wp-caption-text">Ein Blickfang – die Weide im Brunkel an der Kocherbrücke mit Blick auf Alt-Oberkochen (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Im Brunkel nahe der Kocherbrücke steht eine mächtige „Weide“ (Salix alba).</strong></span> die ich immer gerne anschaue und fotografiere. Eine der fotografisch schönen Ecken bei uns. Inzwischen wurde sie etwas „gerupft“, zurückgeschnitten (leider – hat dadurch Charakter verloren). Es ist keine Trauerweide, wie man meinen könnte, sondern eine Silberweide. Sie ist ein Laubbaum und gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Im Laufe ihres Lebens wird sie durchschnittlich 25 Meter hoch. Ihre Blätter sind lanzettförmig und am Blattrand gesägt. Im Herbst färben sich die Blätter gelborange. Bei älteren Bäumen sehen wir eine gräuliche, tiefgefurchte Borke. Es wird für unterschiedliche Anwendungen insbesondere als Rund‑, Industrie- und Schnittholz, zudem werden erhebliche Mengen energetisch verwertet (als biogener Brennstoff unter anderem in Heizwerken).</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_54 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28038" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28038" class="wp-image-28038 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-02-Esche-vor-dem-Hirsch.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-28038" class="wp-caption-text">Die alte Esche vor dem Abrissgelände “Hirsch” und der Stadtbibliothek (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_55 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Eine „Esche“ (Fraxinus) stand einst dort wo heute die „Neue Mitte“ ist.</strong></span> Einige von uns hätten sie gerne erhalten, aber sie war wohl krank – ob wirklich, politisch oder planerisch ist nicht bekannt. Die Gemeine Esche erreicht eine Höhe von bis zu 40 m und einen Stammdurchmesser von 2 m. Nach 100 Jahren hat sie durchschnittlich eine Höhe von 30 m und einen Brusthöhendurchmesser von 30 cm bis 40 cm. Das Höchstalter beträgt etwa 250 bis 300 Jahre. Eschenholz wird sowohl als Massivholz als auch in Form von Furnieren häufig eingesetzt, so für Küchen‑, Wohn- und Schlafzimmermöbel oder in gebogener Form für Sitzmöbel. Des Weiteren wird es für Wand- und Deckenverkleidungen und zur Herstellung von Parkett- und Dielenböden verwendet. Für alle diese Anwendungen wird helles Holz ohne Farbkern bevorzugt. Eschenholz wird besonders dann eingesetzt, wenn hohe Ansprüche an die Festigkeit, Zähigkeit und Elastizität gestellt werden, so zur Herstellung von Stielen für Hämmer, Beile, Schaufeln, Hacken und Äxte, Sensen, Rechen und andere Gartengeräte. Auch Sport- und Turngeräte wie Sprossenwände, Schlaghölzer oder Schlitten werden aus Eschenholz gefertigt.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Die große Esche am Bahnhof.</strong></span> Die Gemeine Esche oder auch Hohe Esche (Fraxinus excelsior), ist eine in Europa heimische Baumart aus der Gattung der Eschen. Mit einer Wuchshöhe von bis zu etwa 40 m zählt sie zu den höchsten Laubbäumen Europas. An exponierteren Standorten erreicht das Ölbaumgewächs jedoch nur um 15 bis 20 m. Durch die starke Konkurrenz der Buche, mit der sie häufig vergesellschaftet vorkommt, ist sie in größeren Beständen überwiegend in Waldgesellschaften auf feuchteren (Hartholzaue, Auwald) oder trockeneren Standorten (flachgründige Kalkböden) anzutreffen, auf denen die Konkurrenzkraft der Buche nachlässt. Eschenholz zählt zu den Edellaubhölzern. Nach Buche und Eiche gehört es zu den wichtigsten Laubnutzhölzern Mitteleuropas. Seit Beginn der 1990er Jahre wird die Esche durch ein zuerst in Polen aufgetretenes und inzwischen in weiten Teilen Europas verbreitetes Eschensterben bedroht, das von dem Schlauchpilz verursacht wird.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_56 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28039" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28039" class="wp-image-28039 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-03-Baeume-Bahnhofstrasse.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-28039" class="wp-caption-text">Ensemble in der Bahnhofstraße li 876: eine Gemeine Esche und re 875 ein Bergahorn (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_57 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dann haben wir noch eine <span style="color: #3366ff"><strong>„Gemeine Esche“</strong></span> mit der Nummer 876 zwischen Spedition Maier (früher Bäuerle) und Parkplatz. Direkt daneben ein <span style="color: #3366ff"><strong>„Bergahorn“ (Acer pseudoplatanus)</strong></span> mit der Nummer 875. Gepflanzt wurden beide im Jahr 1940. Bergahorne haben nicht nur wertvolles, vielseitig verwendbares Holz, sondern auch eine spannende Kulturgeschichte. Früher versuchte man zum Beispiel mit diesem Baum, Hexen, Maulwürfe oder Blitzschläge von Haus, Hof und Feldern fernzuhalten. Und eine weitere Kombination <span style="color: #3366ff"><strong>„Bergahorn und Esche“</strong></span> haben wir am Gutenbach, am Fußweg zwischen Bürgermeister-Bosch-Straße und Kinderhaus.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_58 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28040" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28040" class="wp-image-28040 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-04-IKastanie-vor-der-Grube.jpg" alt width="1200" height="908"><p id="caption-attachment-28040" class="wp-caption-text">Eine herrliche Kastanie im Blütenkleid vor dem Gasthaus “Grube” (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_59 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Die mächtige „Kastanie“ (Castanea) vor dem Gasthaus „Grube“.</strong> </span>Sie steht wohl schon seit es die „Grube“ gibt. Weitere Kastanien finden wir im Biergarten der Bahnhofsgaststätte, im Schwörz und gegenüber der Fa. Böhlerit in der Heidenheimerstraße (zwischen den beiden Bäumen steht noch das Fundament eines einst dort stehenden Gedenkkreuzes). In Europa wird die Gewöhnliche Rosskastanie verbreitet als Park- und Alleebaum angepflanzt. Eine teilweise Namensübereinstimmung mit der Edelkastanie (Castanea sativa) beruht auf einer oberflächlichen Ähnlichkeit der Früchte, nicht auf Verwandtschaft; beide gehören aber unterschiedlichen Gruppen an. Ihre Früchte wurden von den Osmanen als Pferdefutter und als Heilmittel gegen Pferdehusten mitgeführt und gelangten so nach Mitteleuropa. Der Zusatz „Ross“ diente zur Unterscheidung dieser für den Menschen ungenießbaren Samen von der schon länger bekannten, essbaren Edelkastanie. Kastanienholz ist ein mäßig schweres, weiches und biegsames Holz mit geringem Schwindverhalten und guter Bearbeitbarkeit. Es ist witterungsbeständig und widerstandsfähiger gegen Pilz- und Insektenbefall als andere heimische Hölzer, daher ideal für Außenmöbel, Zäune und Drechsel- sowie Schnitzarbeiten.</p>
<p><strong>Bastelarbeiten.</strong> In unserer Zeit als Kinder und auch als junge Väter, haben wir Kastanien gesammelt, um selbst etwas daraus zu basteln oder im Kindergarten abzugeben. Die wichtigsten Materialien zum Basteln mit Kastanien sind:<br><strong>1. Zahnstocher (bei uns waren das früher Zündhölzer):</strong> <br><em>Sie sind eine echte Geheimwaffe! Zum einen könnt ihr Kastanien, genauso wie auch Eicheln auf die Spieße aufpiken und sie so leichter bemalen. Zum anderen könnt ihr mit Zahnstochern auch ganz wunderbar malen. Mit der Spitze zeichnet ihr zarte Linien, mit dem stumpfen Ende lassen sich gut Punkte, z. B. für Augen, auftupfen. Außerdem können Zahnstocher kleine Löcher bohren oder zum Beispiel Kastanien oder Eicheln miteinander verbinden. Ihr könnt sie ganz einfach mit einer Schere in passende Stücke schneiden.</em><br><strong>2. Handbohrer</strong><br><em>Mit dem Handbohrer könnt ihr nicht nur Kastanien durchbohren, sondern auch Holz, Eicheln, Zapfen oder andere Naturmaterialien. Handbohrer gibt es in unterschiedlichen Stärken. Manchmal braucht man zum Basteln nämlich einen ganz dünnen Bohrer, manchmal aber auch einen etwas dickeren – je nachdem, wie groß das Loch werden soll.</em></p>
<p><strong>In der Schweiz stehen alle voll auf „Marroni“ und „Vermicelles“.</strong> Die meisten Marroni in der Schweiz werden importiert. Ein Bauer im Aargau betreibt die einzige große Kastanien-Plantage der Schweiz. Sie wärmen die Finger und strapazieren die Fingernägel: «Heissi Marroni ruft dr Marroni-Maah“ ständig». Herr und Frau Schweizer essen pro Jahr rund 2.000 Tonnen Edelkastanien. Und dann gibt’s noch die „Vermicelles“ (von italienisch vermicelli ‚Würmchen‘). Das ist ein typisches Schweizer Dessert (ohne Apero, Vorspeise und Dessert ist kein Essen denkbar) aus Maroni-Püree. Ursprünglich stammt es aus der Südschweiz, wird heute aber in der ganzen Schweiz hergestellt und konsumiert. Das Mus wird aus pürierten in Milch gekochten Maroni (Esskastanien) hergestellt und mit Butter oder Pflanzenöl, Läuterzucker, Kirschwasser und Vanille verfeinert. Für die typische Form wird die Maronimasse mit einer Vermicelle-Presse durch ein Lochblech gepresst, so dass etwa 15 cm lange spaghettiähnliche «Würmer» entstehen. Gutes Vermicelle ist cremig und schmeckt nach Maroni. Während der Herbstsaison wird Vermicelle in der Schweiz in jedem besseren Café und in vielen Restaurants serviert.</p>
<p><span style="color: #3366ff"><strong>Der „Magnolienbaum“ im früheren Hausmann’schen Garten im Dreißental (heute Haus Markscheffel).</strong></span> Die Magnolien (Magnolia) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae). Sie enthält über 200 Arten, die alle aus Ostasien oder Amerika stammen. Die Gattung wurde nach dem französischen Botaniker Pierre Magnol (1638–1715) benannt. Einige Magnolien-Arten und ihre Sorten sind beliebte Ziergehölze. Magnolien-Arten werden durch Käfer bestäubt. Die Gattung reicht bis in die Kreidezeit (über 100 Mio. Jahre) zurück. Magnolien werden vor allem aufgrund ihrer großen, auffälligen Blüten als Ziergehölze sehr geschätzt. Allerdings ist der Blütenrausch sehr kurz. Magnolienholz ist sehr wertvoll und selten. Es erzielt sehr hohe Preise und könnte gerade deshalb auch für Kleinwaldbesitzer von besonderem Interesse sein. Besonders für die Griffe japanischer Messer wird es gerne verwendet.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_60 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28034" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28034" class="wp-image-28034 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-05-Gingko-im-Dreissental.jpg" alt width="1200" height="1739"><p id="caption-attachment-28034" class="wp-caption-text">Ein prachtvoller Baum (Goethe hätte seine Freude) – Der Gingko in Hermann’s Garten im Dreißental (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_61 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #3366ff;">Der „Gingko-Baum“ (Gingko Biloba), auch Jahrtausendbaum genannt, im Dreißental.</span></strong> Der Ginkgo oder Ginko ist eine in der Volksrepublik China heimische, heute weltweit angepflanzte Baumart. Er ist der einzige lebende Vertreter der Ginkgoales, einer ansonsten ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen. Natürliche Populationen sind nur aus der Stadt Chongqing und der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas bekannt. In Ostasien wird der Baum wegen seiner essbaren Samen oder als Tempelbaum kultiviert. Er wurde von niederländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit etwa 1730 als Zierbaum gepflanzt. Zum Jahrtausendwechsel erklärte das deutsche „Kuratorium Baum des Jahres“ den „Ginkgo biloba“ zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends. Der Ginkgo ist ein „lebendes Fossil“. Er kann durchaus 1.000 Jahre alt werden, hat also größte Möglichkeiten in Zukunft Oberkochens ältester Baum zu werden. Als Baum des Lebens wird der Ginkgo Baum in Asien verehrt. Uralte Gingko Bäume (mehr als 1000 Jahre) sind vor allem in Japan und China zu finden. Der Ginko Baum ist in Asien ein Symbol für Liebe und Unsterblichkeit.<br>Gisela Herrmann wünschte sich den Baum einst als Kind, da ihr ein Lehrer einst den Baum ans Herz legte und so pflanzten ihre Eltern aus der Schreinerei Fischer im Dreißental einen kleinen Baum. Dass es ihm dort gefällt, sieht man. Nun ist der Gingko ein zweihäusiger Baum, sprich es gibt Männlein und Weiblein. Die ersten 20 Jahre weiß man aber nicht, woran man ist. Plötzlich wachsen mirabellen-artige Früchte und dann weiß man – man hat einen weiblichen Gingko. Ob der männliche schlanke Gingko aus Neuhäusers Garten im unteren Dreißental dafür verantwortlich ist – kann schon sein. Dieses wertvolle, besondere Holz wird unter anderem für Kunsttischlereigegenstände, Kunstartikel, Rechenbretter, Skulpturen und in Japan auch für Utensilien des zeremoniellen Teetrinkens verwendet. Viele Schachfiguren oder Bedarfsgegenstände werden ebenfalls aus Ginkgoholz hergestellt.</p>
<p><strong>Natürlich hatte Goethe zu diesem Baum auch etwas zu sagen, denn in Jena gibt es den Goethe-Gingko. Ottmar kennt ihn persönlich, nicht den alten Goethe, sondern den alten Gingko, unter dem er auch schon gesessen ist. Dieser wurde auf Anraten des alten Geheimrates 1790 gepflanzt und wird im Verzeichnis des Botanischen Gartens unter Nummer 145 geführt.:</strong></p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><em>Dieses Baums Blatt, der von Osten</em><br><em>Meinem Garten anvertraut,</em><br><em>Giebt geheimen Sinn zu kosten,</em><br><em>Wie’s den Wissenden erbaut,</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>Ist es Ein lebendig Wesen,</em><br><em>Das sich in sich selbst getrennt?</em><br><em>Sind es zwei, die sich erlesen,</em><br><em>Daß man sie als Eines kennt?</em></p>
<p style="text-align: center;"><em>Solche Frage zu erwidern,</em><br><em>Fand ich wohl den rechten Sinn,</em><br><em>Fühlst du nicht an meinen Liedern,</em><br><em>Daß ich Eins und doppelt bin?</em></p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_62 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28035" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28035" class="wp-image-28035 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-06-Nelkenkirschen-vor-dem-Ochsen.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-28035" class="wp-caption-text">Die jap. Nelkenkirschen vor dem Gasthaus “Ochsen”, als dieser noch bewirtschaftet wurde (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_63 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Die „japanische Nelkenkirsche“ (Prunus serrulata) in der Aalener und Heidenheimstraße.</strong></span> Sie wurden im Rahmen der Sanierung der Innenstadt gepflanzt und verbreiten im Frühjahr eine besondere Atmosphäre, die auch die Besucher aus Nah und Fern in dieser Zeit sehr anspricht. Ein anspruchsloser Baum, der aber jeden während der kurzen Blütezeit verzückt. Die Sorten dieser Zierkirsche werden als Zierpflanzen in Alleen, Parks und Gärten und in Oberkochens Hauptstraße verwendet. In den ersten wärmeren Apriltagen beginnt die japanische Blütenkirsche üppig zu blühen und entfaltet ihre Pracht nur für wenige Tage. Schon Anfang Mai ist die Blütezeit zu Ende, und die Blüten fallen zu Boden. Die japanische Blütenkirsche steht bei dem japanischen Brauch Hanami (wörtlich: „Blütensehen“) einige Tage ganz im Mittelpunkt allgemeiner Aufmerksamkeit. Die Medien berichten detailliert vom Weg der Kirschblüte in Richtung Nord-Japan. So kurz die japanische Blütenkirsche blüht, so zahlreich sind ihre Blüten, die zur Blütezeit den Boden rund um die Kirschbäume bedecken und die Äste zum Biegen bringen. Die Blütenkirsche ist auch eng mit der Kultur Japans verwoben. So wurde das Vergehen der Blüten auf ihrem Höhepunkt schon mit jungen Kriegern oder Samurai verglichen. Die Kirschblüte (jap. sakura) ist für Japaner schon seit etlichen Jahrhunderten der Inbegriff aller Blüten. Die Zartheit und der schlichte Duft der Blüten symbolisieren Reinheit und Einfachheit – traditionelle Werte der japanischen Kultur. Jetzt fehlt nur noch ein Kirschblütenfest in unserer Gemeinde. Zum Thema gibt es einen Film von Doris Dörrie, den ich sehr liebe: „Kirschblüten Hanami“ mit Hannelore Elsner und Elmar Wepper.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_64 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28036" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28036" class="wp-image-28036 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-07-Rotfichte-vor-der-Skihuette-e1754070041261.jpg" alt width="1200" height="1936"><p id="caption-attachment-28036" class="wp-caption-text">Eine Rotfichte vor der Skihütte, Katasternummer 1313: über 160 Jahre alt, 24 Meter hoch, 330 cm Stammumfang (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_65 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Die Rotfichte bzw. die gemeine Fichte“ (Picea abies).</strong></span> Natürlicherweise kommt die Fichte nur in kühlen bis kaltgemäßigten Klimaten – vor allem in den nordischen Nadelwäldern Skandinaviens und Russlands zum Beispiel im Gebirgsklima der Alpen oder des Hochharzes – vor, da sie ökologisch an solche Standorte angepasst und nur dort konkurrenzstark ist. Da sie aber aufgrund ihrer Holzqualität und des schnellen Wachstums ein forstwirtschaftlich bedeutsamer Baum ist, wurde sie im letzten und vorletzten Jahrhundert großflächig in ganz Deutschland („Preußenbaum“) und in vielen anderen mittel- und osteuropäischen Ländern außerhalb ihres natürlichen Wuchsgebietes angebaut. Der Klimawandel führt uns nun vor Augen, dass sie der falsche Baum (Flachwurzler) für unsere Breiten ist und eine andere Art von Wald geschaffen werden muss. Zur Veranschaulichung, dass Fichten durchaus auch schön ausgesehen haben, wenn sie bestimmte Standorte hatten – wie einst am Kocherursprung. Dieses Foto von Rudolf Kristen zeigt auch die Schönheit von S/W‑Fotografien.<br>Fichtenholz zeichnet sich durch seine helle Farbe, Festigkeit und gute Bearbeitbarkeit aus. Verwendet wird es im Hoch- und Tiefbau, Innenausbau, Möbelbau sowie in der Industrie für Zellulose und Holzwolle.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_66 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28041" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28041" class="wp-image-28041 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-08-Romantische-Uferpartie-e1754070283831.jpg" alt width="1200" height="1433"><p id="caption-attachment-28041" class="wp-caption-text">Romantische Uferpartie mit Blick auf Oberkochen (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_67 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28060" style="width: 1193px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28060" class="wp-image-28060 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Oberkochen-Birkenhain.jpg" alt width="1183" height="1134"><p id="caption-attachment-28060" class="wp-caption-text">Birken Wäldchen Ende 1980iger (Archiv S. Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_68 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>An der „Birke“ (Betula)</strong></span> kommen wir nicht vorbei, auch wenn es keine besonders großen Birken bei uns im Stadtbild gibt. Es gibt ein paar im „Schwörz“ und in Erinnerung haben wir ein kleines Birkenwäldchen oberhalb der SMT, das sich aber inzwischen mächtig versteckt hat.<br>Aber als Symbol war sie immer ein Thema. Sei es, um seiner Liebsten ein Maien-Bäumchen zu schenken – auch wenn’s heute vielleicht im Kübel ist. Nach jahrhundertealtem Brauch schmückten junge Birken zur Maienzeit die Marienaltäre in katholischen Kirchen und die zum Fronleichnamsfest errichteten Altäre sowie den Kircheneingangsbereich von „St. Peter und Paul“. Gottlob Braun schrieb 1973 noch: „Der Forstwirt sieht, soviel ich weiß, in der Birke nur ein „Unkraut“. Ist das heute auch noch so lieber Reinhold? Weiter schrieb er: „Bei uns stehen einzelne Birken und Gruppen in den Vorgärten, in Anlagen und auf Friedhöfen oder an Wegkreuzen…..In den Wäldern genießt sie nur noch Gastrecht an Waldrändern, Wegen oder Ödflächen.“<br>Die Bäume sind mittelgroß und wachsen zwischen 20 und 30 Meter hoch. Dabei werden sie zwischen 100 und 120 Jahre alt. Da dieses Holz äußerst elastisch und weich ist, wird ist häufig in der Herstellung von Möbeln verwendet. Birkenholz Möbel gibt es allen möglichen Ausführungen – von Tischen und Stühlen über Betten bis hin zu Schränken. Kaum einen anderen Baum können wir derart vielfältig nutzen: Aus der Birke lassen sich nicht nur Material für Möbel und Brennholz gewinnen, sondern auch Zuckerersatz, Salatzutaten, Arzneimittel und sogar ein erfrischender Drink. Ihre Rinde wird gerne zu Trockenholz-Blumen-Arrangements verwendet – Augen auf im Gartencenter im Herbst. Nicht nur die Kaminbetreiber lieben das Birkenholz, wenn es am offenen Kamin knistert und wohlige Wärme verbreitet auch für das Auge ist dieser Baum mit seinem besonders markanten Stamm einfach schön anzuschauen. Meine „alte“ Firma Leitz erweist der Birke den notwendigen Respekt, den dieser Baum verdient. Im alten Portierbereich (rechts bevor man durch das Tor geht) stehen viele Baumstämme der finnischen Birke – vermutlich Sandbirken. Der Architekt versuchte den Zusammenhang zwischen „drinnen (wird verarbeitet) und draußen (wächst heran)“ darzustellen, aber die LKWs haben die 3 außenstehenden Stämme immer wieder umgefahren, sodass wir uns heute begnügen, die Exemplar hinter Glas anzuschauen.<br>Abschließend lassen wir Wilhelm Busch (1832–1908) zu Wort kommen, der (wie Goethe auch) zu jedem Thema ein passendes Gedicht zur Hand hat.</p>
<blockquote>
<p><strong>Die Birke</strong></p>
<p><em>Es wächst wohl auf der Heide</em><br><em>Und in des Waldes Raum</em><br><em>Ein Baum zu Nutz und Freude,</em><br><em>Genannt der Birkenbaum.</em></p>
<p><em>Die Schuh, daraus geschnitzet,</em><br><em>Sind freundlich von Gestalt.</em><br><em>Wohl dem, der sie besitzet,</em><br><em>Ihm wird der Fuß nicht kalt.</em></p>
<p><em>Es ist die weiße Rinde</em><br><em>zu Tabaksdosen gut,</em><br><em>Als teures Angebinde</em><br><em>Für den, der schnupfen tut.</em></p>
<p><em>Man zapfet aus der Birke</em><br><em>Sehr angenehmen Wein,</em><br><em>Man reibt sich, daß es wirke,</em><br><em>Die Glatze damit ein.</em></p>
<p><em>Dem Birkenreiserbesen</em><br><em>Gebühret Preis und Ehr;</em><br><em>Das stärkste Kehrichtwesen,</em><br><em>Das treibt er vor sich her.</em></p>
<p><em>Von Birken eine Rute,</em><br><em>Gebraucht am rechten Ort,</em><br><em>Befördert oft das Gute</em><br><em>Mehr als das beste Wort.</em></p>
<p><em>Und kommt das Fest der Pfingsten,</em><br><em>Dann schmückt mir fein das Haus Ihr,</em><br><em>meine liebsten Jüngsten,</em><br><em>Mit Birkenzweigen aus</em></p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_69 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28042" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28042" class="wp-image-28042 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-809-Bild-09-Douglasie-im-Kapellenweg-e1754070238451.jpg" alt width="1200" height="1528"><p id="caption-attachment-28042" class="wp-caption-text">Eine alte hoch gewachsene Douglasie auf dem alten Wagenblast-Gelände im Kapellenweg (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_70 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Abschließend kommen wir zur „Douglasie“ (Pseudotsuga menziesii)</strong></span> mit der Katasternummer 12 und dem Geburtsjahr 1930. Leider hat sie es nicht überstanden. Gegen ein Blaulichtzentrum ist kein Kraut und auch kein Baum gewachsen. War schon beeindruckend, wie sie solitär im Brunkel stand. Im März 2024 fiel sie den Bauarbeiten beim „Blaulicht-Zentrum“ zum Opfer. Die Douglastanne verdankt ihren Namen dem schottischen Botaniker David Douglas. Er brachte die Samen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Übersee mit nach Großbritannien. Heute ist die Douglasie wegen ihres Holzes in Europa die wichtigste, nicht heimische Art. Ihrer Herkunft gemäß bevorzugt die Douglasie einen frischen bis feuchten, durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Da ihr weitreichendes Wurzel-System sowohl flache als auch tiefe Bodenschichten gut erschließt, kommt sie auch auf trockenen und armen Böden gut zurecht. Insbesondere im Vergleich zu Fichten oder Kiefern ist dies ein Vorzug. Die Douglasie wird wohl einer der Gewinner des Klimawandels sein und die Fichte verdrängen.<br>Das Holz wird vor allem im Garten- und Landschaftsbau, für Kinderspielanlagen, Außenverkleidungen (Fassaden) und in den USA als wetterfest verleimtes Bausperrholz, sowie für den Rahmenbau, Fußböden und Treppen eingesetzt. Es ist ein für tragende Konstruktionen zugelassenes Bauholz und hat bessere Eigenschaften als das beispielsweise für Dachstühle übliche Fichtenholz. Im Innenausbau wird es für Parkett, Möbel und Holzfenster verwendet. Einheimisches Douglasienholz findet zunehmend Verwendung im Innenausbau in Form von Dielen, Fensterkanteln und Wandverkleidungen.</p>
<p>Jetzt heißt es wieder raus an die frische Luft und spazieren gehen. Bis der nächste Teil im kommenden Jahr kommt, gibt es zur Erholung erst mal ein paar andere Themen.</p>
<p style="text-align: right"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bericht 808: Die Brenztalbahn wird 160 Jahre alt – Teil 3</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-808-die-brenztalbahn-wird-160-jahre-alt-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 22:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=28030</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #3366ff">Billies Erinnerungen an den Bahnhof und das ganze Drumherum</span>.</strong></p>
<p style="padding-left: 40px"><strong>• Zu, Zu, Zugüberfall.</strong> Wirklich? Na ja, ein paar vorpubertäre Buben (darunter auch ich) verfielen der Idee den nächsten einfahrenden Zug, der nach unseren Informationen ein Güterzug sein musste, Jesse-James-mäßig zu überfallen. Wir versteckten uns in dem Waggon der Modelleisenbahnfreunde (der dummerweise an diesem Tag nicht verschlossen war) und bewarfen den einfahrenden Zug mit Steinen. Für uns überraschend kam ein Personenzug und der Schaffner sprang furchtbar erschrocken im Bahnhof aus dem Zug und berichtete dem Bahnhofsvorsteher was geschah. Mit dem Rad stellte uns ein Bahnbeamter, weil wir nicht gleich das Weite suchten. Mein Vati regelte die Sache direkt mit dem Bahnhofschef Feil, weil er Angst hatte, dass alles an mir hängenbleiben würde, weil die anderen Buben alle Angehörige der örtlichen VIPs waren. Und so war die Sache am Abend erledigt und die anderen Familien erfuhren gleich gar nichts von dem Vorfall. Früher wurden solche Probleme von Mann zu Mann geregelt und für die Buben gab‘s in der Regel für solche Vergehen „äbbes auf d‘ Gosch“. Mein Vati beließ es aber bei ein paar ernsten Worten.<br><strong>• Die Bahnsteigkarte</strong> war ein spezielles Dokument im Bahnverkehr. Sie erlaubte es auch denjenigen Personen durch Bahnsteigsperren abgetrennte Bereiche eines Bahnhofs zu betreten, die selbst keine Reiseabsicht hatten und somit auch nicht im Besitz einer gültigen Fahrkarte waren. Mithilfe einer Bahnsteigkarte konnten Angehörige direkt von und zum Bahnsteig begleitet werden, etwa um sie beim Tragen des Gepäcks zu unterstützen oder ihnen den richtigen Zug respektive Ausgang zu zeigen. Die Bahnsteigkarte diente bei einer Kontrolle als Nachweis, dass ihr Besitzer kein Reisender war und somit auch nicht der Beförderungserschleichung beschuldigt werden konnte. In Oberkochen war das nicht erforderlich, aber in Aalen musste diese vorgezeigt werden, wenn man ohne Fahrkarte den Bahnsteig betreten wollte. Ich glaube sie kostete 10 Pfennige und man überlegt sich das zweimal, ob man das Geld ausgab – dafür konnte man schließlich eine Brezel kaufen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_72 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28022" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28022" class="wp-image-28022 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-808-Bild-01-Noch-wird-unter-Dampf.jpg" alt width="1200" height="695"><p id="caption-attachment-28022" class="wp-caption-text">1962 Noch wird unter Dampf nach Aalen gefahren (Archiv Müller)</p></div><div id="attachment_28023" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28023" class="wp-image-28023 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-808-Bild-02-Bahnhof-70er-Jahre.jpg" alt width="1200" height="887"><p id="caption-attachment-28023" class="wp-caption-text">Anfang der 70er Jahre – der Bahnhof war schon mit Eternit verkleidet (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_73 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="padding-left: 40px"><strong>• Dampflokzeitalter.</strong> Die letzte Dampflok auf der Brenzbahn fuhr wahrscheinlich in den späten 1960er oder frühen 1970er Jahren. Diese Strecke hat im Laufe ihrer Geschichte viele Dampflokomotiven gesehen. Eine der bemerkenswertesten war die Baureihe 64, die auf der Brenzbahn häufig eingesetzt wurde. Die Baureihe 64, auch als “Bubikopf” bekannt, war eine deutsche Dampflokomotive, die zwischen den 1920er und 1950er Jahren im Einsatz war. Sie wurde von der Deutschen Reichsbahn entwickelt und war für den Personen- und Güterverkehr konzipiert. Die Baureihe 64 war eine zuverlässige und vielseitige Lokomotive, die auf vielen Strecken in Deutschland eingesetzt wurde, einschließlich der Brenzbahn1.Ihre charakteristische Erscheinung mit dem abgerundeten Kessel und dem markanten Führerhaus verlieh ihr den Spitznamen “Bubikopf”. Die Baureihe 64 war eine 2–6‑2-Tenderlokomotive, was bedeutet, dass sie zwei führende Laufachsen, sechs angetriebene Achsen und einen Tender hatte. Sie war sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr geeignet und bewältigte Steigungen und Kurven mit Leichtigkeit.<br><strong>• Ich brauchte die Bahn regelmäßig</strong> erst als ich ab 1969 in die Berufsschule Aalen kam. Wie mich der Teufel ritt, wollte ich eines Tages unbedingt ausprobieren, ob ich hin- und zurück ohne Fahrkarte durchkam. Natürlich bin ich auf der Rückfahrt aufgeflogen und wurde, wieder einmal, den Bahnobersten in Oberkochen übergeben. Der sah mich an und sagte: „Der sieht ja gar nicht aus wie ein Schwarzfahrer – aber das kostet 20 DM“. Das war heftig – belief sich doch das Lehrlingsgehalt auf gerade mal 50 DM im Monat. Des kaufmännischen Schriftverkehrs als angehende Jungkaufmann inzwischen mächtig, versuchte ich die DB zu beeinflussen – vergeblich.<br><strong>• Kurswagen Hamburg</strong>. Ein Kurswagen, in diesem Fall Hamburg, war ein Waggon, in den man in Oberkochen einsteigen und in Hamburg aussteigen konnte, ohne den Zug wechseln zu müssen. Der Waggon wurde einfach an einigen Stellen wie z.B. in Crailsheim und Bebra von einem Zug abgekoppelt und an einen anderen Zug angekoppelt. So ersparte man sich das Umsteigen und reiste komfortabel in einem 6er-Abteil – die Reise dauerte aber relativ lange (beispielsweise fuhr ich in Kiel um 22 Uhr ab und war morgens um 8 Uhr in Oberkochen).<br><strong>• Eine andere Geschichte verdeutlicht die Wirkung von Uniformen</strong> auf Menschen in der damaligen Zeit. Mitte der 70iger Jahre wollte ich von Oberkochen nach Kiel und wen traf ich am Bahnhof? Meinen Schulfreund Michael „Milu“ Ludwig, seinerzeit bereits Offizier bei der Marine. Ich hingegen hatte den Dienstgrad Maat. Das bedeutete: Für mich war die 2. Klasse vorgeschrieben und für „Milu“ die 1. Klasse – vorausgesetzt er reiste in Uniform. Was nun? Getrennt sitzen kam nicht in Frage? Gemeinsam 2. Klasse sitzen kam für meinen Freund nicht in Frage, also bestimmte er kurz: „Du kommst zu mir in die 1. Klasse. Ich regele das schon.“ Kaum losgefahren kam der Kontrolleur. Wir wollten unser Karten zeigen und die Angelegenheit erklären, er aber salutierte kurz und sprach: „Schon in Ordnung die Herren, gute Reise“.<br><strong>• Und wie sah es im Bahnhof aus?</strong> Man betrat das Bahnhofsgebäude und rechter Hand war der Fahrkartenschalter. Es gab dort die berühmten gestanzten Fahrkarten, deren Rohlinge an der Wand im Büro gelagert waren, um sie dann entsprechend dem Fahrziel zu prägen. Gegenüber dem Eingang befand sich die Bahnexpress-Annahme und die Gepäckaufbewahrung. An deren Scheibe hingen immer die Steckbriefe für die gesuchten Verbrecher und in den 70er Jahren die RAF-Fahndungsfotos. Ansonsten erinnere ich mich an lange Sitzbänke in einem stark überheizten unschönen Warteraum. An den Seiten eine Personenwaage und ein Automat für Süßigkeiten sowie große Bilderrahmen für Bahnwerbung und die notwendigen Fahrpläne. In den 60ern gab es noch den alten Warteraum mit Holzbänken und Holzfußboden und einem Bollerofen, der im kalten Winter zum Aufwärmen einlud, wenn es uns beim „Kirche-Schwänzen“ draußen zu kalt wurde.<br><strong>• Fahrkartenausgabe Oberkochen</strong>. Ich habe keinen Zweifel, dass ich ab dem Jahr 2000 eine Herausforderung für das Personal an unserem Bahnhof war, wenn ich eine Fahrkarte nach Zürich verlangte. Da wurden noch Kursbücher gewälzt und der Schweizer Teil der Strecke musste ja auch von den Herren bewältigt werden. Das dauerte oft so lange, dass ich schon Tage zuvor außerhalb des Berufsverkehrs den Schalter blockierte – oftmals nicht unter 20 Minuten. 2004 wurde die Fahrkartenausgabe geschlossen, kurzfristig übernahm Klaus Schön’s „Consilio“ den Fahrkartenverkauf – meine Sonderwünsche nach Zürich haben sie aber nicht hinbekommen. Und seitdem muss ich bis heute immer nach Aalen fahren, denn eine Fahrkarte mit Deutscher Bahncard und Schweizer Halbtax – das kann der Fahrkartenautomat nicht.<br><strong>• Im Bereich des Güterschuppens gab es auch eine Kohlenhandlung</strong> – W. M. Maier, wenn mich meine Erinnerung nicht im Stich lässt. Die Bestellungen konnte man beim Friseur Linert in der Dreißentalstraße 77 aufgeben. Neben den Gleisen, die neben der heutige Spedition Maier, verliefen, befanden sich die Lagerboxen für Kohlen und Briketts. Auch habe ich noch das Bild eines Heizöltanks im Kopf. Der Güterschuppen, 1869 erstellt, 1939 um einen Rampenanbau und 1942 um ein Bürohäuschen erweitert, wurde 1989 abgerissen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_74 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28024" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28024" class="wp-image-28024 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-808-Bild-03-Der-alte-Gueterschuppen.jpg" alt width="1200" height="688"><p id="caption-attachment-28024" class="wp-caption-text">Der alte Güterschuppen lag früher im Bereich des heutigen NETTO-Marktes (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_75 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="padding-left: 40px"><strong>• Modelleisenbahnfreunde</strong>. Dieser Verein bekam eines Tages einen Waggon auf dieses Gleis gestellt, damit sie eine ordentliche Heimat hatten.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_76 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28020" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28020" class="wp-image-28020 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-808-Bild-04-Modelleisenbahnfreunde-Vereinsheim.jpg" alt width="1200" height="741"><p id="caption-attachment-28020" class="wp-caption-text">Hier hatten einst die Eisenbahnfreunde ihre Heimat (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_77 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="padding-left: 40px"><strong>• Bahnübergänge</strong>. Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass wir einst mehre Bahnübergänge hatten.</p>
<p><strong>Posten 8</strong> das sog. Haus Vogel auf Höhe Petershans &amp; Betzler, <strong>Posten 10</strong> auf Höhe Günther &amp; Schramm, <strong>Posten 11</strong> der frühere Übergang Hauber — Hassler (heute Hut) und der <strong>Posten 12</strong> Am Seegartenhof (Birkach). <strong>Posten 10</strong> war der Bahnhof selbst.</p>
<p style="padding-left: 40px"><strong>• Bahnwärterhäuschen Nord Posten 8.</strong> 1890 je 5 Personenzüge in beide Richtungen. Die Abfahrtszeiten waren wie folgt (wobei man damals am Tag zweimal 12 Stunden rechnete. Die heute übliche Zeitschiene von 0.00 bis 24.00 Uhr wurde erst im Mai 1927 eingeführt):</p>
<p style="padding-left: 40px">- nach Aalen: 6.26, 8.31, 12.50, 4.28, 7.34 Uhr<br>- nach Heidenheim: 7.27, 11.36, 2.45, 6.12, 8.45 Uhr</p>
<p style="padding-left: 40px">Zwischen den Zügen hatte der Bahnwärter täglich mindestens zweimal seinen Streckenabschnitt zu kontrollieren und auch kleine Handgriffe selbst an Ort und Stelle auszuführen. Deshalb gehörten Hammer und Schraubenschlüssel zu seiner Ausrüstung. Dazu kam noch die Bedienung der Bahnschranken, wenn das Läutwerk ein entsprechendes Zeichen gab. Waren die Schranken geschlossen, setzte der Bahnwärter seine Dienstmütze auf, nahm Haltung an — dem Zug könnte ja ein Salonwagen mit hohen Herrschaften angehängt sein — und beobachtete den vorüberbrausenden Zug. Da das Einkommen eines Bahnwärters nicht üppig war, musste in der Freizeit — vor allem von der Bahnwärtersfrau Gartenbau und etwas Landwirtschaft betrieben werden. Jeder Bahnwärter hatte eine oder mehrere »Bahnwärterskühe«, sprich Ziegen und meist auch Hühner und Hasen.<br>Am 26.1.1963 ging das Wärterhaus in den Besitz der Gemeinde Oberkochen über. Es wurde bis zum Jahr 1974 wohnlich genutzt. Verbunden mit einer Feuerwehrübung wurde das Wärterhaus am 11.2.1974 »warm« abgebrochen.</p>
<p style="padding-left: 40px"><strong>Die Bahnwärter im Bereich Nord (nach Aalen) waren (soweit bekannt)</strong>: Engel / Traber / Vogel / Bayer / Kiz / Blank</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_78 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28021" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28021" class="wp-image-28021 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-808-Bild-05-Bahnwaerterhaus-1926.jpg" alt width="1200" height="814"><p id="caption-attachment-28021" class="wp-caption-text">Haus Vogel (Bahnwärterhaus) im Jahr 1926 Oberkochen Nord. Es zeigt den Bahnwärter Johannes Vogel (1867 — 1947) mit der jüngsten Tochter Johanna und Erwin Betzler (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_79 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Es grüßt gedanklich von der alten Fahrkartenausgabe beim Kauf der Tickets nach Zürich.</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 805: Bäume der besonderen Art auf unserer Gemarkung Teil 2</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-805-baeume-der-besonderen-art-auf-unserer-gemarkung-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2024 22:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=28271</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_5 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_80 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000"><strong>Nun beginnen wir mit der Vorstellung besonderer oder wichtiger Bäume auf unserer Gemarkung. Die Reihenfolge ist willkürlich gewählt und sagt nichts über die Beliebtheit oder ähnliches aus.</strong></span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_81 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28260" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28260" class="wp-image-28260 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-01-Der-Lindenbrunnen.jpg" alt width="1200" height="1589"><p id="caption-attachment-28260" class="wp-caption-text">Der Lindenbrunnen – ein geschichtsträchtiger Ort mit Linden umrahmt, im Hintergrund die alte ev. Kirche und das Gasthaus “Hirsch” mit Bekleidungsgeschäft “Krok” (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_82 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Der vielleicht emotional wichtigste Baum in Oberkochen war und ist die „Linde“ (Tilia).</strong></span> Bei den Germanen und den Slawen galt die Linde als heiliger Baum. Früher war es üblich in der Dorfmitte eine Linde zu pflanzen. Oft wurden dort Meetings abgehalten, wichtige Fotos gemacht, Feste veranstaltet, auf Brautschau gegangen und wichtige Nachrichten weitergegeben. Nach Kriegen und Epidemien wurden oft Friedenslinden gepflanzt. In meiner Kindheit war es noch üblich Lindenblüten zu sammeln, in Kartons unter dem Bett im Eltern-Schlafzimmer zu trocknen und bei Bedarf (bei Hustenreiz und Halsschmerzen sowie bei Erkältung und Fieber) einen Tee daraus zu brühen.<br><strong>Wie heißt es in zwei alten Volksliedern so schön romantisch und wir alten Oberkochener haben zu diesem Lied eine besondere Beziehung, wegen des Kinderfestes auf dem Volkmarsberg, das wir oft als Abschluss am Waldrand oberhalb der Brunnenhalde gesungen haben:</strong></p>
<p><em>Kein schöner Land in dieser Zeit</em><br><em>als hier das unsre weit und breit,</em><br><em>wo wir uns finden wohl untern Linden</em><br><em>zur Abendzeit.</em></p>
<p><em>Am Brunnen vor dem Tore da steht ein Lindenbaum,</em><br><em>ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum.</em><br><em>Ich schnitt in seine Rinde so manches liebe Wort.</em><br><em>Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immerfort,</em><br><em>zu ihm mich immerfort.</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_83 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28261" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28261" class="wp-image-28261 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-02-Die-Kreisel-Linde-im-Brunkel.jpg" alt width="1200" height="2052"><p id="caption-attachment-28261" class="wp-caption-text">Die Kreisel-Linde im Brunkel — sie wird wohl gefällt werden, Alter ca. 120 Jahre, um 1900 gepflanzt (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_84 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Bei uns finden wir Linden, beim Lindenbrunnen, im Hof der Dreißentalschule (unter denen ich schon als Kind Ende der 50er Jahre gespielt habe), im Hof des alten Bergheims am Turmweg 24 und neben der Maria-Schutz-Kapelle im Weingarten. Auch vor der VR Bank stand eine sowie (noch) im Kreisel beim Katholischen Friedhof. Die ist aber bereits zum Tode verurteilt, Standort und ein grausiger Zuschnitt, haben das ihre getan. Der Standort in Verbindung mit dem Kreuz ist aber etwas heikel und im Bewusstsein der älteren Bevölkerung stark verankert und daher muss eine gute Lösung gefunden werden. Hinter der Gärtnerei beim Römerkeller links vorbei steht eine sehr schöne Lindenreihe. Für Oberkochen einmalig. Bürgermeister Harald Gentsch pflanzte einige zwischen Bahnhof und Parkplatz Nähe Spedition Maier.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_85 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28253" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28253" class="wp-image-28253 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-03-Lindenallee-im-Langen-Teich.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-28253" class="wp-caption-text">Die bemerkenswerte Lindenallee im Gebiet „Langer Teich“ auf dem Weg in Richtung Ebnat (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_86 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Linde vor der VR Bank</strong> stand 1995 im Mittelpunkt. Sie hatte sich schuldig gemacht, durch ihr Wachstum die Leuchtreklame zu verdecken und die Büros zu beschatten. Der technische Ausschuss des Gemeinderats beschloss entgegen den CDU-Stimmen: <em>„Die Linde bleibt“</em>. Dass ein Baum aus dem Weg geräumt werden soll, sah Stadtrat Irion überhaupt nicht ein, Dr. Heppner war natürlich auf Seiten des Baumes und der BM Traub sah bei einer Verpflanzung das Ende der Linde gekommen und gab ihr das Prädikat <em>„Schöner Baum“</em>. Weitere Stimmen will ich nicht unterschlagen: Richard Burger warnte davor, dass man sich auf die Knochen blamieren würde und womöglich die „Schlaggenwäscher“ die Linde beim nächsten Umzug mit sich führten; Doris Meisel fühlte sich genasführt (wer’s nicht versteht – gefoppt); Franz Uhl prophezeite, dass sie ein Riesenbaum werden und den Bankbetrieb stören würde und Franz Wingert vertrat die Ansicht, dass es mehr als genug Bäume in der Innenstadt gebe. Nun stellt sich aber die Frage: Warum steht jetzt dort heute eine Jap. Nelkenkirsche?“ Hatte Franz Uhl doch recht?</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_87 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28254" style="width: 1904px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28254" class="wp-image-28254 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-04-2-grosse-Linden.jpg" alt width="1894" height="2418"><p id="caption-attachment-28254" class="wp-caption-text">Bis 1976 standen beim KWO, über dem alten Hirschbrauerei-Keller 2 große Linden (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_88 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Und dann gab es noch die <strong>mächtigen KWO-Linden</strong> über dem ehemaligen „Hirschbrauererei-Keller“ in der Aalener Straße. 1976 erstellte KWO Karl Wannenwetsch einen Erweiterungsbau, den der Gemeinderat von Herzen aber mit Schmerzen genehmigte. Bei Linden sind wir Oberkochener manchmal „sehr oiga“. Bei Sturm und Glatteis war an dieser Stelle immer höchste Aufmerksamkeit angebracht.<br>Verwendet wird Lindenholz heute vorwiegend im Kunsthandwerk – also beim Drechseln, Schnitzen und auch für Bildhauerarbeiten. Darüber hinaus wird es auch noch im Instrumentenbau häufiger verwendet, ebenso zur Herstellung von Spielwaren.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Dann kommen wir zur „Deutschen Eiche“ (Quercus)</strong></span>. Die Eichen sind damit nach der Rotbuche die zweithäufigste Laubbaumgattung in Deutschland. Als Setzling war sie auf dem Fünfzigpfennigstück abgebildet, ihr Laub schmückt als Ornament militärische und zivile Orden, und etliche deutsche Gaststätten wurden nach ihr benannt. Obwohl die Eiche in den verschiedensten Regionen der Welt wächst, galt sie vielen Deutschen lange nicht einfach nur als irgendein Baum. Es war ihr Baum, mit dem sie sich als Nation identifizierten. Beginnend bei Bonifatius, der die mächtige, den Germanen heilige, Donar-Eiche mit einer Axt fällte, ohne vom Blitz erschlagen zu werden. Vom Eisernen Kreuz, das auf die Befreiungskriege 1813 zurückgeht zum Eichenlaub des Turnvaters Jahn. Die Eiche stand für Kraft und Stärke. Eichen werden durchschnittlich 700–800 Jahre alt und etwa 500 Tierarten, so viele wie bei keinem anderen Baum, bevorzugen die Eiche oder können ohne diesen Baum nicht leben.<br>Ein unsinniger Spruch, dessen Umsetzung das Leben kosten kann:<em> „Vor den Eichen sollst du weichen, und die Weiden sollst du meiden, zu den Fichten flieh mitnichten, doch die Buchen musst du suchen.“</em> Ab ins Auto oder sonst wohin und wenn’s anders nicht geht, sich zusammenkauern und klein machen, nur das ist zu raten.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_89 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28255" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28255" class="wp-image-28255 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-05-Schurr-Buche-Illg-Eiche.jpg" alt width="1200" height="675"><p id="caption-attachment-28255" class="wp-caption-text">Zwei Gedenkbäume neben der Albvereinshütte auf dem Volkmarsberg — li Schurr-Buche; re Illg-Eiche (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_90 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Bei uns finden wir ein paar besondere Eichen wie z.B. die <em>„Gustav-Bosch-Eiche“</em> im Gebiet „Riesenhau“, die <em>„Herrmann-Illg-Eiche“</em> neben der Albvereinshütte auf dem Volkmarsberg, die <em>„CDU-Wiedervereinigungs-Eiche“</em> sowie die <em>„Eichen-Reihe“</em> – beide im Langen Teich. Die Eichen dort haben folgende Nummern (in Klammer die Jahreszahl der Pflanzung): 1324 und 1325 (jeweils von 1930) sowie 1326 (von 1800) mit einer Höhe von 23 Meter. Und einem Umfang von 3330 cm. Wenn ihr mal daran vorbeigeht, denkt mal dran, was diese Bäume in über 200 Jahren schon alles gesehen haben mögen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_91 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28256" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28256" class="wp-image-28256 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-06-Eichenalle-im-Langen-Teich.jpg" alt width="1200" height="2131"><p id="caption-attachment-28256" class="wp-caption-text">Eichenallee mit den Katasternummern 1324 und 1325 (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_92 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eichenholz dient nicht nur als Bau- und Werkstoff, sondern eignet sich auch als Brennholz. Ferner sind Rinde und Eicheln des Baumes wertvoll. Eichenrinde wird aufgrund der Wirkung ihrer enthaltenen Gerbstoffe geschätzt und als Heilmittel verwendet. Eicheln werden als Tierfutter, beispielsweise in der Schweinezucht, genutzt.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Der nächste wichtige Oberkochener Baum ist die „Buche“ (Fagus sylvatica).</strong></span> Buchen sind sommer-grüne Bäume, die Wuchshöhen von bis zu 40 Metern erreichen. Ihre Rinde ist grau und glatt und zeigt nur selten im Alter eine geringe Borkenbildung, sie gehört daher zu den Peridermbäumen. Diese Baumsorte finden wir häufig in unseren Wäldern. Die in Mitteleuropa heimische Rotbuche ist ein wichtiger Holzlieferant. Das Buchenholz ist in Deutschland mit einem Einschlag von jährlich etwa 7 Millionen Festmetern (ca. 1/6 des Gesamtholzeinschlages in Deutschland) eines der bedeutendsten Laubhölzer als Nutz- und Industrieholz. Buchenholz ist auch ein erstklassiges Brennholz, da es lange, hell, heiß und ruhig brennt; daher ist es teurer als die meisten anderen Brennhölzer. Die Früchte, Buchecker genannt, wurden nach dem Krieg bis in die 50er Jahre auch von hiesigen Kindern gesammelt, weil sie einen hohen Öl-Anteil haben.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_93 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28257" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28257" class="wp-image-28257 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-07-Ein-Baum-kann-sichl-festkrallen.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-28257" class="wp-caption-text">Ein Baum kann sich überall festkrallen, wenn er will (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_94 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Bruderbuche</strong>. In der Nähe des „Kuckucksteins“ (eines unserer Naturdenkmäler; siehe auch Liste der Naturdenkmale in Oberkochen – Wikipedia ) finden wir eine Buche (wohl schon auf Aalener Grund), deren Stämme sich innig umschlingen. Sie gilt als Symbol der nachbarschaftlichen Zuneigung der Städte Aalen und Oberkochen. Sie steht in der Nähe der Grenze, die vermutlich seit Jahrhunderten unverändert zwischen den beiden Gemeinden verläuft. In den 70ern wollte man dort eine Ruhebank aufstellen. Ob es die noch gibt? Sollte es mal zwischen den Aalenern und den Oberkochenern zu einer schwierigen Auseinandersetzung kommen: Ein Picknick bei der Bruder-Buche würde die Probleme bestimmt einvernehmlich lösen. Hier befindet sich auch das „Dreiländereck“ der Gemeinden Oberkochen, Essingen und Aalen. Geprägt hat den Namen der ehemalige Aalener Stadtrat Albert Wahl.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_95 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28258" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28258" class="wp-image-28258 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-08-Die-Mutterbuche-ist-gefaellt.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-28258" class="wp-caption-text">Mein Freund der Baum — Die Mutterbuche ist gefällt — war nicht mehr zu retten (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_96 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Zur <strong>„Mutterbuche“</strong> muss ich noch ein paar Sätze mehr schreiben. Der Volkmarsberg ohne Mutterbuche – das war einfach nicht vorstellbar. 2010 mussten wir das erste Mal lesen, dass sie durch Pilz und Fäulnis stark bedroht sei. Und so hat die Forstverwaltung in Absprache mit dem Naturschutz und der Stadtverwaltung veranlasst, den rund 120 Jahre alten Baum (Ottmar neigt da zu einem anderen Alter), wegen Umsturzgefahr, mit einem Stahlseil zu sichern und den Bereich rund um den Baum abzusperren. Da dieses bedeutende Naturdenkmal das Landschaftsbild auf dem Volkmarsberg sehr stark prägte, hatte sich die Stadtverwaltung trotz der massiven Schäden entschlossen, den Baum zu erhalten, zu sichern und vorhandene Schäden so weit wie möglich zu entfernen und bestellte den vereidigten Sachverständigen Hartmut Neidlein aus Einstadt, der vorschlug, die Buche um etwa 30 Prozent einzukürzen. Trotz dieser rund 4.000 € teuren Unterstützung für den Baum wurde von einer restlichen Lebenserwartung zwischen fünf und 15 Jahren ausgegangen. 2018 kam dann doch das Aus für den markanten Baum. Weitere Maßnahmen waren aus Gefährdungsgründen nicht mehr zu verantworten. Dieser stolze wunderschöne Baum wurde also gefällt und beschlossen, dass keine Ersatzpflanzung vorgenommen werden soll. Und so können wir heute nur noch ein paar Baumstümpfe sehen und die Älteren und Alten haben aber trotzdem noch ein Bild im Kopf wie mächtig sie eins dastand – die Mutterbuche vom Volkmarsberg.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_97 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28259" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28259" class="wp-image-28259 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-805-Bild-09-Die-Mutter-Buche.jpg" alt width="1200" height="1299"><p id="caption-attachment-28259" class="wp-caption-text">Die Mutter-Buche in voller Pracht in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_98 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Weidbuchen</strong> sind Buchen, die in ihrer heutigen Form dadurch entstanden, dass die jungen Bäume früher auf einer Weide oder in einem Hutewald wuchsen und sie von Weidetieren, vor allem von Kühen, Schafen und Ziegen, verbissen wurden – ihnen also Blätter und Zweige abgefressen wurden. Sie hatten dann keinen Haupttrieb mehr und wuchsen buschig. Diese finden wir auf dem Volkmarsberg und sie sind für die Ostalb einzigartig.<br>Dann möchte ich noch die <strong>„Judenbuche“</strong> erwähnen. Das ist eine Novelle von Annette von Droste-Hülshoff, die erstmals 1842 im „Cotta’schen Morgenblatt für gebildete Leser“ erschien, und wir beschäftigten uns mir ihr Mitte der 60er Jahre im Deutschunterricht auf dem Gymmi:<br><em>„Die Geschichte spielt Mitte des 18. Jhrdts. In einem Dorf in Westfalen. Unter den Dorfbewohnern herrscht Hochmut, kleinere und größere Straftaten sind an der Tagesordnung. Friedrich Mergel, die Hauptfigur, erschlägt im Streit den Juden Aaron und flieht. 28 Jahre später kehrt er in die Heimat zurück und erhängt sich am Ort seines Verbrechens, an der sog. „Judenbuche“, an der geschrieben steht: Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.“</em><br><span style="color: #ff0000"><strong>Der deutsche „Tag des Baumes“</strong></span><br>wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn. In Deutschland wirbt der Naturschutzbund Deutschland am Tag des Waldes für seine Aktion „Wald-Pate“, um die Urwälder bzw. urwaldnahen Relikte in Deutschland zu schützen. Mittlerweile gilt der Tag als einer der größten Mitmachaktionen im Baum- und Waldschutz. Aber die Klimaveränderung macht auch vor diesem Tag nicht halt: „Die vergangenen Jahre seit 2017 waren besonders geprägt von der Trockenheit, so dass viele der gepflanzten Bäume nicht angewachsen sind“, sagt Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann vom SdW. Man sei daher auf den Tag des Waldes am 21. März umgeschwenkt. Einen Monat früher ist die Chance für die kleinen Bäumchen größer, noch genug Wasser zum Anwachsen zu bekommen.<br><span style="color: #ff0000"><strong>Baum des Jahres</strong></span><br>Jedes Jahr im Oktober wird der Baum des Jahres von der „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ (vormals Menschen für Bäume) und durch deren Fachbeirat, das „Kuratorium Baum des Jahres“ (KBJ), für das darauffolgende Jahr bestimmt. Dieses Kuratorium wurde 1991 vom Gründer und Vorsitzenden des seit 1972 bestehenden Umweltschutzvereins Wahlstedt (heute Baum des Jahres e. V./Stiftung Baum des Jahres) in Schleswig-Holstein, Silvius Wodarz, ins Leben gerufen. Ab 1989 hat der Verein einen Baum des Jahres ausgerufen, genauer eine Baumart. Nachstehend eine kleine Auswahl aus der bisherigen Liste:<br><strong>1989</strong> Stieleiche<br><strong>1990</strong> Rotbuche<br><strong>1991</strong> Sommerlinde<br><strong>1992</strong> Bergulme<br><strong>1993</strong> Speierling<br><strong>1994</strong> Europäische Eibe<br><strong>1995</strong> Spitzahorn<br><strong>1996</strong> Hainbuche<br><strong>1997</strong> Eberesche<br><strong>1998</strong> Wildbirne<br><strong>1999</strong> Silberweide<br><strong>2000</strong> Sandbirke<br><strong>2001</strong> Esche<br><strong>2002</strong> Gemeiner Wacholder<br><strong>2003</strong> Schwarzerle<br><strong>2004</strong> Weißtanne<br><strong>2005</strong> Gewöhnliche Rosskastanie<br><strong>2006</strong> Schwarzpappel<br><strong>2007</strong> Waldkiefer<br><strong>2008</strong> Echte Walnuss<br><strong>2009</strong> Berg-Ahorn<br><strong>2010</strong> Vogelkirsche<br><strong>2011</strong> Elsbeere<br><strong>2012</strong> Europäische Lärche<br><strong>2013</strong> Holzapfel<br><strong>2014</strong> Traubenneiche<br><strong>2015</strong> Feldahorn<br><strong>2016</strong> Winterlinde<br><strong>2017</strong> Gemeine Fichte<br><strong>2018</strong> Esskastanie<br><strong>2019</strong> Flatterulme<br><strong>2020</strong> Gewöhnliche Robinie<br><strong>2021</strong> Europäische Stechpalme<br><strong>2022</strong> Rotbuche<br><strong>2023</strong> Moorbirke<br><strong>2024</strong> Mehlbeere</p>
<p><strong>Jetzt ein paar Wochen spazieren gehen, dann kommt Teil 3.</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beitrag 804: Bäume der besonderen Art auf unserer Gemarkung Teil 1</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/beitrag-804-baeume-der-besonderen-art-auf-unserer-gemarkung-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 22:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=28246</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_6 beitrag-row">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_99 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000"><strong>Allgemeines</strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff"><strong>Beginnen wir mit Kurt Tucholsky und einem Schuss Humor, bevor es ernst wird.</strong></span> „<em>Rechts sind Bäume, links sind Bäume, und dazwischen Zwischenräume. In der Mitte fließt ein Bach. Ach!“</em><br><span style="color: #3366ff"><strong>Anmerkung.</strong> </span>Jetzt geht es mal um die Natur. Früher war das die Sache vom Lehrer Gottlob Braun uns die umliegende Natur näher zu bringen. Bäume übersehen wir nur zu gern, wenn wir durch die Straßen eilen – mit all den Dingen, die uns durch den Kopf gehen und mit gesenktem Kopf bzw. „immer am Smartphone“. Wir sollten mal hin und wieder den Kopf heben, um zu sehen, welche Bäume uns eigentlich umgeben und durch ihr Dasein erfreuen können.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Intro.</strong></span> Bevor der Baum stirbt, stirbt vielleicht die Deklination. Deshalb kurz zu Erinnerung: Es gibt 4 Fälle, die wir hier kurz abhandeln. Der Baum ist hoch und die Bäume fühlen sich in unserem Klima teilweise nicht mehr wohl. Ich gedenke des Baumes, speziell der Mutterbuche auf dem Volkmarsberg und der hohen Bäume, die einst zwischen der Produktionshalle Leitz und den Wohnblöcken standen. Dem Weihnachtsbaum sind wir dankbar, dass er uns zur Adventszeit immer beglückt – auch wenn es immer ein anderer ist. Den Kastanienbäumen danken wir, dass sie uns im Frühjahr immer mit ihren Blüten und im Herbst mit Früchten begeistern. Ich denke an die Apfelbäume meiner Kindheit und liebe die Sorten „Goldparmäne“ und „Rubinette“ sowie den „Klarapfel“ vielleicht deshalb über die Maßen. Wir lieben die Bäume rund um Oberkochen, denn sie tun der Seele gut – auch wenn es überwiegend (reale und städtische) Wirtschaftsbäume sind. So, wer’s nicht gemerkt hat, das war eine Einführung zum Thema Bäume über die 4 Fälle hinweg, die wir einst in der Schule gelernt haben. Wie heißen Sie dich gleich nochmals? Richtig:<br><em>In der Volksschule nannten wir die Fälle – den „Wer-Fall“, den „Wessen-Fall“, den „Wem-Fall“ und den „Wen-Fall“. Und am Gymnasium wurden die Begriffe plötzlich lateinisch, obwohl ich doch Englisch und Französisch „gebucht“ hatte: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ.</em><br>Wir Deutschen lieben den Wald und haben eine tiefe Verbindung zu den Bäumen ihrer Heimat. Ein Drittel unseres Landes ist mit Wald bedeckt — 90 Milliarden Bäume insgesamt. Und kein Naturraum ist so stark mit unserer Identität verbunden wie der Wald. Nicht das Wattenmeer, nicht die Berge spiegeln die Seele und die Befindlichkeiten der Deutschen, sondern unsere Wälder.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_100 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28238" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28238" class="wp-image-28238 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-804-Bild-01-Der-aelteste-Baum-der-Welt.jpg" alt width="1200" height="1704"><p id="caption-attachment-28238" class="wp-caption-text">Der eine älteste Baum der Welt — knapp 10000 Jahre alt “Alt Tjikko “(Wikipedia)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_101 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="padding-left: 40px">• Der größte zusammenhängende Wald in Deutschland ist der „Bayrische Wald“ gefolgt vom „Pfälzer Wald“.<br>• Interessant ist auch der älteste Baum der Welt, eine Fichte mit Namen „“Alt Tjikko”. Sie hat wohl rund 10.000 Jahre auf dem Buckel und sieht schon ordentlich zerzaust aus. Aber auch die Kiefer „Methusalem“ in den White Mountains in Kalifornien wird mit rund 5.000 Jahren als solcher genannt (je nach Betrachtungsweise oberirdisch oder unterirdisch). In Deutschland ist es die „Linde in Schenklengsfeld“ mit rund 1.200 Jahren.<br>• Dann schauen wir uns noch den höchsten Baum an. Das ist das „Hyperion“ genannte Exemplar eines Küstenmammutbaums (Sequoia sempervirens) im Redwood-Nationalpark in Kalifornien und gilt mit 115,85 Meter Wuchshöhe (Vermessung 2017) als derzeit höchster bekannter Baum der Erde (Stand 2019). In Deutschland ist es „Waldtraud“ aus Freiburg – eine über 110jährige Douglasie mit einer Höhe von rund 68 Meter und sie wächst immer noch pro Jahr 30 cm.<br>• Der Baum mit dem größten Volumen mit (1489 m³) ist der Bergmammut in den USA mit dem Namen „General Sherman Tree“.<br>• Der dickste Baum der Welt ist der „Árbol del Tule“ (eine Mexikanische Sumpfzypresse) in Mexiko ist mit 46 Metern Umfang<br>• Den schönsten Baum mag jeder für sich selbst bestimmen und markante beeindruckende Bäume gibt es viele auf der Welt, aber diese werden wir nicht dort finden, wo wir in der Regel Urlaub machen.<br>• Dann gilt es noch den Baum zu erwähnen, unter dem der Buddha die Erleuchtung fand und der somit in Asien hoch verehrt wird. Das ist die Pappel-Feige (auch Bodhi-Baum genannt), lateinisch „Ficus Religiosa“.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_102 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28239" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28239" class="wp-image-28239 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-804-Bild-02-Uralter-Baum-mit-Charakter.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-28239" class="wp-caption-text">“Methusalem” der andere älteste Baum der Welt — knapp 5000 Jahre alt (Wikipedia)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_103 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die allerallerältesten Bäume sind aber der „Baum der Erkenntnis“ und der „Baum des Lebens“. Beide stehen im Paradies. Und weil Eva nicht gehorsam war, müssen wir unser Leben eben in Oberkochen leben. Wer aber meint, dass er da nur noch Jena fahren muss, um ins „Paradies“ zu kommen… Das mag schon richtig sein, diese beiden Bäume wird er aber in dieser schönen Stadt dann doch nicht finden – auch wenn der Bahnhof „Paradies“ heißt.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Was ist eigentlich ein Baum?</strong></span> Ein Baum ist ein Holzgewächs, das aus Wurzel, Stamm und Ästen besteht. Die Äste teilen sich in der Krone oder verzweigen sich am Stamm in laub- oder nadeltragende Zweige. Bäume sind sehr weit entwickelte Pflanzen und gehören zu den größten Organismen. Von anderen Pflanzen unterscheiden sie sich vor allem durch ihr starkes Höhenwachstum, womit die assimilierende Blattmasse für größeren Lichtgenuss über die bodennahen Schichten emporgehoben wird. Die Entwicklung der Bäume lässt sich etwa 350 Millionen Jahre zurückverfolgen. Vor allem die hervorragenden statischen Eigenschaften des Holzes und die damit verbundene Fähigkeit der Bäume, ihre Krone weit über alle anderen Pflanzen zu erheben, hat Bäume zu der konkurrenzstärksten Lebensform unter den Pflanzen werden lassen. Damit besitzen Bäume im Kampf um das Licht den entscheidenden Vorteil.<br>Bäume sind lebende Organismen. Als solche verdienen sie Respekt und sind Teil der Natur. Das Baumleben ist geprägt von verschiedenen Vorgängen in der Zelle. Es finden bestimmte Stoffwechselvorgänge statt. Der Stoffwechsel kann in der Ruhephase (Winter) stark herabgesetzt sein. Während der Vegetationszeit gibt es Wachstumsvorgänge. Die prägenden Eigenschaften von lebenden Bäumen bestehen somit aus Wachstum und Stoffwechsel. Mit Hilfe des grünen Blattfarbstoffes wird Licht aufgenommen und mit Hilfe anderer Stoffe in für den Baum nutzbare Energie und andere Stoffwechselprodukte umgewandelt (Photosynthese). Was wäre die Erde ohne Wälder und ohne Bäume? Sie wäre öd und leer. Und auch Menschen gäbe es auf diesem Planeten nicht. Denn Bäume erzeugen Sauerstoff, ohne den Menschen nun einmal nicht leben können, und sie versorgen uns mit dem wichtigen Naturstoff Holz für Möbel und allerlei andere Gebrauchsgegen-stände.<br>Und ist ein Baum abgestorben, so dient er immer noch als Lebensraum für viele Lebewesen, die wir oft nicht wahrnehmen. Ein Habitatbaum ist ein lebender oder toter, stehender Baum, der mindestens ein Mikrohabitat trägt. Der Begriff Mikrohabitat bezeichnet sehr kleinräumige oder speziell abgegrenzte Lebensräume. Viele verschiedene, teils hochspezialisierte Tier‑, Pflanzen‑, Flechten- und Pilzarten sind während mindestens eines Teils ihres Lebens auf diese kleinen Lebensräume angewiesen. Sie entstehen zum Beispiel durch eine Verletzung durch Steinschlag, Blitzeinschlag oder Aktivitäten von Spechten oder Menschen. Sie sind wichtige Zufluchts‑, Brut‑, Überwinterungs- oder Nahrungsstätten für Tausende von Arten.<br><strong>Und was ist dann ein Wald?</strong> Das ist nicht so einfach, denn es ist mehr als die Ansammlung einzelner Bäume. Da gibt es den Urwald und Primärwald, den Sekundärwald, den Forst, den Nutz- und Wirtschaftswald, Monokulturen und den Mischwald. Daneben gibt es noch besondere wie die Auenwälder, den Bannwald und die Waldschutzgebiete sowie in den Tropen die Mangroven- und Regenwälder.<br><strong>Dann blicken wir noch auf besondere Bäume in Deutschland (subjektive Auswahl) aus dem Projekt „Nationalerbe-Bäume:</strong><br>Ziel der Initiative ist es, insgesamt einhundert ausgewählte Uralt-Bäume zu finden und diese mit dem Titel Nationalerbe-Baum auszuzeichnen, um sie damit unter einen besonderen Schutz zur Erhaltung zu stellen. Um ausgezeichnet zu werden, muss der Baum mindestens 400 Jahre „auf dem Buckel“ haben. Damit kommt wohl in absehbarer Zeit kein Baum in Oberkochen in die Auswahl.</p>
<p style="padding-left: 40px">• Die Sommerlinde, auch Dicke Linde oder 1.000jährige Linde genannt in Heede (Landkreis Emsland)<br>• Der Gingko im Schlosspark zu Jahnishausen (Landkreis Meißen)<br>• Die Flintbeker Eibe (Landkreis Rendsburg-Eckernförde)<br>• Die 1000jährige (Stiel)Eiche beim Schloss Alt Kemenate (Landkreis Kronach)<br>• Die Sommerlinde, auch Käppeles-Linde genannt) in Oberndorf a. N. (Landkreis Rottweil)</p>
<p>Einst hatten wir Mischwälder aus Eichen, Linden, Ulmen und Eschen. Die großen Abholzungen begannen vermutlich im Mittelalter und später wurden schnellwachsende Bäume gepflanzt. Und aus den früheren Urwäldern wurden vielerorts letztendlich monotone Plantagen. Stürme und klimatische Veränderungen zeig(t)en uns auf, dass wir da etwas ändern müssen. Man erkannte, dass wir auch Gebiete benötigen, die sich selbst überlassen werden. Dann kam der Förster Wohlleben. Er begeisterte die Menschen mit seinen Büchern und brachte teilweise die Forstleute gegen sich auf. Und so befinden wir uns nun mitten im Umbruch, was Bäume und Wald angeht.<br>In diesem Bericht setzen wir uns aber mit einzelnen Bäumen auseinandersetzen, die wir, wenn wir mit offenen Augen durch unsere Stadt und deren Umgebung laufen, sehen oder früher gesehen haben. Die Auswahl ist subjektiv, ich denke aber, dass ich in Zusammenarbeit mit Ottmar Bihlmaier schon einen guten Überblick erarbeitet habe. Viel Spaß beim Lesen, und gehen Sie mal wieder durch die Natur – unsere Umgebung rund um unseren Hausberg ist schon schön – man muss es nur erkennen wollen. Und für die Jungen gilt: Kopf hoch, Smartphone in die Tasche und mit allen Sinnen genießen.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Der Tag des Baumes.</strong></span> 1872 beantragte Julius Sterling Morton bei der Regierung von Nebraska die Arbor Day Resolution, die binnen 20 Jahren in allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten angenommen wurde. Am ersten Arbor Day wurden in Nebraska über 1 Million Bäume gepflanzt. Der Tag des Baumes wurde am 27. November 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. Der deutsche „Tag des Baumes“ wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn. In Deutschland wirbt der Naturschutzbund Deutschland am Tag des Waldes für seine Aktion „Wald-Pate“, um die Urwälder bzw. urwaldnahen Relikte in Deutschland zu schützen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_104 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28234" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28234" class="wp-image-28234 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-804-Bild-03-Die-Linden-im-Weingarten.jpg" alt width="1200" height="846"><p id="caption-attachment-28234" class="wp-caption-text">Die Linden bei der Maria-Schutz-Kapelle im Weingarten — gepflanzt im Jahr 1954 (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_105 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>In Oberkochen wurde der Tag des Baumes erstmals am 27. März 1954 gefeiert. Gemeinde, Schule und Albverein organisierten eine Feierstunde an der Maria-Schutz-Kapelle im Weingarten, bei der einige Linden gepflanzt wurden.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Baumkataster.</strong></span> Ein Baumkataster ist ein Verzeichnis, in dem die Gemeinde ihre Stadt‑, Straßen- oder Park-Bäume verwaltet. Das Verzeichnis kann mit Papier-Formularen oder EDV-gestützt geführt werden. Alle erfassten Bäume müssen eindeutig identifiziert werden. Dies geschieht in vielen Baumkatastern durch eine Baumnummer, die am Baum angebracht wird. Vor allem digitale Baumkataster nutzen jedoch zusätzlich oder ausschließlich GNSS-Koordinaten für die eindeutige Identifizierung. Auch Oberkochen führt solch ein Kataster für die Bäume in Tallage, um die Verwaltung und Pflege organisieren zu können. In so einem Kataster werden folgende Daten festgehalten</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_106 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28235" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28235" class="wp-image-28235 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-804-Bild-04-Die-Weide-im-Brunkel.jpg" alt width="1200" height="1200"><p id="caption-attachment-28235" class="wp-caption-text">Die Weide im Brunkel — eines der schönsten Motive in Oberkochen (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_107 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>(Beispiel Silberweide bei der Kocherbrücke im „Brunkel“ mit der Katasternummer 1558):</strong></p>
<p style="padding-left: 40px">• Nummer: 1558<br>• Baumart: Salix Alba Silberweide<br>• Erfassungsdatum: 03.12.2021<br>• Pflanzjahr: 1920<br>• Alter: 104<br>• Altersstufe: Alterungsphase<br>• Rechtswert ***: 581384,05<br>• Hochwert *** 5404033,90<br>• Stand: Einzeln<br>• Stämme: 1<br>• Funktion: wichtig<br>• Standort: Straße<br>• Straße: Kapellenweg<br>• Orientierungspunkt: Brunkel<br>• Flurstücknummer:<br>• Kotrollintervall: 1 ½ jährlich<br>• Nächste Kontrolle: I oder II 2024<br>• Letzte Kontrolle: II 2023<br>• Gefällt<br>• Notizen<br>• Stammdurchmesser: 86<br>• Stammumfang: 270<br>• Baumhöhe: 19<br>• Kronendurchmesser: 14<br>• Lichtraumprofil: vorhanden<br>• Erdleitungen:<br>• Vitalität: gut</p>
<p>*** Das UTM-System (von englisch Universal Transverse Mercator) ist ein globales Koordinatensystem. Es teilt die Erdoberfläche (von 80° Süd bis 84° Nord) streifenförmig in 6° breite vertikale Zonen auf, die einzeln mit der jeweils günstigsten transversalen Mercator-Projektion verebnet und mit einem kartesischen Koordinatensystem überzogen werden Es findet Anwendung bei der Bundeswehr, beim Katastrophenschutz, der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, der Polizei und sonstigen Hilfsorganisationen sowie in der Vermessung.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_108 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_28236" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28236" class="wp-image-28236 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-804-Bild-05-Auszug-Baumkataster-Oberkochen.jpg" alt width="1200" height="1257"><p id="caption-attachment-28236" class="wp-caption-text">Plan mit Katasternummern der verschiedenen Bäume (Archiv Bihlmaier)</p></div><div id="attachment_28237" style="width: 1162px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28237" class="wp-image-28237 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-804-Bild-06-Baeume-mit-der-Katasternummer.jpg" alt width="1152" height="1670"><p id="caption-attachment-28237" class="wp-caption-text">Bäume mit der Katasternummer 1103 bis 1105 (Archiv Bihlmaier)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_109 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff"><strong>Die ältesten Bäume in Oberkochen.</strong></span> In der Vergangenheit: Die Gemeine Esche, die der Neuen Mitte zum Opfer fiel und die Mutterbuche, die an ihrer vakanten Stelle aus Sicherheitsgründen beseitigt werden musste. In der Gegenwart: Eine Rotbuche in der Nähe vom Rest der ehemaligen Mutterbuche und die Eichenallee im Langen Teich.<br><span style="color: #3366ff"><strong>Anderes Verständnis vom Leben der Bäume.</strong></span> Peter Wohlleben, Förster und Autor, wurde 2015 mit seinem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ berühmt. Dieses Buch befindet sich auch in meiner Bibliothek, sogar mit einer persönlichen Widmung, meines Großen Vorsitzenden vom Heimatverein Dr. Karl „Charly“ Elmer. Wohlleben hat sehr viel dazu beigetragen, dass die Menschen ein besseres Verständnis zum Thema Wald bekommen haben. Ich musste allerdings in der alten Sauna aufpassen, dass ich das Thema nicht anspreche, wenn der Reinhold Vogel da ist – denn der Reinhold und der Peter, das ist ein besonderes Verhältnis. Der eine ist überwiegend der Wirtschaftlichkeit eines Waldes verpflichtet und der andere eben nicht.<br><strong>Buchempfehlung:</strong> <em>Das aktuelle Buch von Wohlleben hat den Titel „Waldwissen“ aus dem Jahr 2023. Auch auf das Buch der Oberkochener Preisträgerin des Umweltpreises 2021 weise ich nochmals hin: Prof. Katrin Böhning-Gaese „Vom Verschwinden der Arten“, deren Thema in enger Beziehung zu unseren Wäldern steht.</em><br>Nun ist Wohlleben nicht der Einzige, der uns ein neues Verständnis vom Leben der Bäume näherbrachte. Auch Merlin Sheldrake beschreibt in seinem Buch <em><strong>„Verwobenes Leben – wie Pilze unsere Welt formen und unsere Zukunft bestimmen“</strong></em>. Philipp Blohm schreibt in einem Buch <em><strong>„Die Unterwerfung“ </strong>f</em>olgendes: <em>„…..es reicht also rein naturwissenschaftlich nicht, einen Baum nach den verschiedensten Parametern zu analysieren, wie man ein Zahnrad oder eine Schraube analysiert, und dann diese Resultate mit der Anzahl der Bäume in einem Wald zu multiplizieren, um dann ein Bild vom Leben und Funktionieren eines Waldes zu bekommen. Einerseits ist jeder Baum bereits ein Wald: ein Raum der Kommunikation zwischen verschiedenen Organismen, ein Ort des Asyls für Mikroben und Milben, Viren und Bakterien. Andererseits ist der Wald ein Kosmos dieser Mikrokosmen, ein symbiotischer Organismus, der verschiedenste Arten in und um sich sammelt, ein System von stupender Komplexität, in dem sich Bäume über Pilzwurzeln austauschen, mit Informationen und sogar mit Nahrung versorgen, gemeinsam auf Schädlinge reagieren und sich strategisch verhalten, eine andauernde Interaktion zwischen lebenden und nicht lebenden Akteuren, von Mineralien und Mikroben über Myzel bis hin zur gesamten Flora und Fauna……“</em><br>Natürlich werden diese Erkenntnisse von der Naturwissenschaft zum Teil (noch) ignoriert oder abgelehnt. Das ist durchaus verständlich, da wir immer noch einem mechanistischen und materialistischen Weltbild anhängen. Das wird sich ändern, je mehr wir verstehen, dass „alles mit allem zusammenhängt“.</p>
<p><strong>Jetzt eine Woche Spazierengehen und auf den Teil 2 warten.</strong></p>
<p style="text-align: right"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller — Billie vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 738: 1961–2021 – Der Volkmarsberg ist seit 60 Jahren wieder frei</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-738-1961-2021-der-volkmarsberg-ist-seit-60-jahren-wieder-frei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[smarterPresence]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2021 22:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://heimatverein-oberkochen.com/?p=18417</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_7 beitrag-row">
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				<div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_0 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="520" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-01.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13317"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_110 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Blick auf die B19 Richtung Königsbronn (Archiv Müller)</p>
<p><strong>Intro.</strong></p>
<p>Wieso? War er mal nicht frei? Ja – und zwar seit Ende des 2. Weltkrieges bis ins Jahr 1961 war unser Hausberg von der US-Army besetzt. Konkret heißt das, dass Turm, Schutzhütte und das Gebiet drum herum für die Öffentlichkeit im Allgemeinen und die Oberkochner im Besondern nicht zugänglich war. Das können sich die jungen Oberkochner heute gar nicht mehr vorstellen. Deshalb machen wir jetzt eine Reise in die Vergangenheit, die einiges beleuchten und erklären soll, warum unser Hausberg so wichtig für uns und unser seelisches Wohlsein ist.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_1 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="487" height="652" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-02.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13318"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_111 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Die Männer des Turmbaus von 1929 (Archiv Müller)</em></p>
<p>Unsere Seele – der Hausberg. Tief in unserer Erinnerung ist dieser Berg verankert mit all seinen Schönheiten und Feinheiten und dem ganzen Drumherum. Manches findet heute nicht mehr statt und ist nur noch Teil unserer Erinnerung, aber anderes findet immer noch statt. Nachfolgend eine kleine Aufzählung was den Berg ausmachte und tw. bis heute ausmacht:</p>
<ul>
<li><strong>Die Straße</strong>, die immer erwandert werden musste, wenn wir mit der Familie den Berg erklommen. Das obere Dreißental nahm allerdings oft die kürzeren und steileren Wege durch den Wald. Im Winter wurde sie zum Schlittenfahren benutzt und es war eine helle Freude vom Holza-Hans aus bis zum alten Forsthaus (heute Polizei), möglichst in „Kette“ hinunter zu sausen und der Vordermann steuerte wagemutig mit Schlittschuhen (grenzwertig – heutige Eltern würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen).</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_2 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="510" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-03.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13319"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_112 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Ganz links die Volkmarsbergstraße – ganz rechts oben der Turm (Archiv Müller)</em></p>
<ul>
<li><strong>Die Hütte</strong> vom Holza-Hans (heute Skihütte) mit dem Übungshang und der auch dort beginnenden Abfahrtsstrecke bis in den Kessel hinunter. Erbaut wurde sie im Jahr 1959.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_3 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="483" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-04.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13320"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_113 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Die Ski-Hütte vom Holza-Hans 1959 (Archiv Müller)</em></p>
<ul>
<li><strong>Der Turm</strong>, anfangs noch mit einem Kiosk, den die Familie Kopp betrieb. Vom Turm aus hatte man, besonders bei Fönwetter, grandiose Fernblicke bis in die Alpen hinein.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_4 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="487" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-05.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13321"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_114 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Kiosk von Emil Kopp neben dem Turm (Archiv Müller)</p>
<ul>
<li><strong>Die Schutzhütte</strong>, die für Geselligkeit stand und nach schnellen Abfahrten und mühseligen Aufstiegen zum Aufwärmen diente. Ich erinnere mich an die alten Herren, die dort ihre „Weiße Eule“ rauchten und ihr Viertele Trollinger schlotzten und irgendwann zum Singen anfingen.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_5 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="503" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-06.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13322"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_115 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Die erste Schutzhütte von 1924 (Archiv Müller)</em></p>
<ul>
<li>Die Felsen, die wunderbar zum Klettern und Spielen einluden. Der Große hinter der Schutzhütte, die Felsenansammlung neben der Schutzhütte und die Felsengruppe in der Kurve oberhalb des „Kessels“ (das war mein Spielplatz).</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_6 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-07.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13323"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_116 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Uralte Postkarte mit Ansicht des alten Vermessungsturms und der obligatorischen Felsen (Archiv Müller)</em></p>
<ul>
<li><strong>Der „Runde Tisch“</strong>, der, im Gegensatz zu den politischen, nun wirklich rund war. An ihm wurden so manche wichtige Dinge besprochen, so auch bei unseren Schulzeit-Treffen.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_7 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-08.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13324"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_117 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mein Schuljahrgang bei der traditionellen Berg-Wanderung nach dem Schulzeit-Treff (Archiv Müller)<br><em>Im Kreis v.l.n.r: Wolfgang „James“ Jacob, Christine „Tine“ Porzig, Arthur „Agge“ Grupp, Regina Straube-Pesek, Wilfried „Billie“ Müller, Ursula Leppelt (Gentner), Marion Stumpf (Triemer), Marion Seidl (Wöhner), Michael Ludwig, Christoph Stumpf, Gabi Warnet (Moser), Reinhold Kurz</em></p>
<ul>
<li><strong>Die Holzmacher-Gruppe</strong>, wurde 1960 gegründet und war anfangs 13 Mann stark und ein Jahr später schon über 50. Nach dem Brand 1974 war die Truppe dann sehr gefragt. Für ihre Arbeit im Laufe der Jahrzehnte wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet. Aber wie das heute in den Vereinen in Zeiten der Individualisierung, Digitalisierung und Ent-Solidarisierung so ist, die Truppe besteht nur noch aus 6 Mann, welche die 70 überschritten haben. Irgendwann werden die Menschen merken, dass man auch noch analog und körperlich etwas arbeiten muss, ohne eine Antwort auf die Frage zu bekommen „was hab‘ ich davon?“ Hier gilt abgeleitet das alte Kennedy-Wort: „Frage nicht was das Land für dich tun kann, sondern was kannst du für das Land tun.“ So isch’s na au widr.</li>
<li><strong>Auch Sonnwendfeiern</strong> wurden zwischen Hütte und Felsen gefeiert.</li>
<li>Ohne Zweifel gehört die <strong>Wacholderheide</strong> zum Berg wie das Eiweiß zum Dotter.</li>
<li><strong>Der Übungshang</strong>, auf dem viele ihre ersten Ski-Versuche unternahmen. Der Lift brachte da eine deutliche Erleichterung und Verbesserung. Unvergessen auch die „Plastikguggen-Rennen“, die es sogar ins Fernsehen schafften.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_8 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="482" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-09.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13325"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_118 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Den Waden nach könnte das der Eberhard Kolb sein (Archiv Müller)</em></p>
<ul>
<li><strong>Die erste Jugend-Sprung-Schanze</strong> wurde rechts vom Lift gebaut.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_9 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="490" height="717" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-10.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13326"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_119 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Die Jugend-Schanze wird gebaut (Archiv Müller)</em></p>
<ul>
<li><strong>Das Kinderfest</strong> auf der Wiese oberhalb des Ski-Lifts ist für die Älteren, die Alten und die ganz Alten ist der auf immer mit dem Kinderfest alter Prägung verbunden. Damit einher gehen auch die Erinnerungen an die alten Volkslieder „Geh‘ aus mein Herz und suche Freud‘“ sowie „Kein schöner Land in dieser Zeit“. Manchen Zeitgenossen werden da die Augen feucht, wie ich aus verlässlichen Quellen weiß. Es gab zwischen 1959 und 1979 insgesamt 14 Kinderfeste, die mit Umzügen die Volkmarsbergstraße hinauf begannen und mit den anschließenden Feiern und der heute unglaublich anmutenden Spielen auf der Wiese endeten.</li>
</ul></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="840" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-11.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13327"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_120 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Kinderfest: Lehrer Maikler umrahmt von Kindern, die auf das Lied „geh aus mein Herz….“ warten (Archiv Müller)</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_11 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="601" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-12.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13328"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_121 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Kinderfest: Essen, rauchen, trinken, schwätzen für die Alten (Archiv Müller)</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_12 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="524" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-13.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13329"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_122 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Kinderfest: Lehrer Schmieg und Heller (?)umrahmt von Kindern, die auf die Ansprache von Rektor Hagmann warten (Archiv Müller)</em></p>
<ul>
<li><strong>Eine Vielzahl von Wegen und Loipen</strong> (wenn sich denn mal ein richtiger Winter einstellt) lädt zum Wandern, Langlaufen, Nordic Walking und Radfahren ein.</li>
<li><strong>Die Mutterbuche</strong>, der Baum der Bäume auf dem Berg. Leider inzwischen gestorben, ein paar Stümpfe stehen noch herum und nur die Wissenden haben eine Erinnerung an diese schöne Baumgruppe.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_13 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="848" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-14.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13330"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_123 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Die Mutterbuche in prächtigem Zustand (Archiv Rathaus)</em></p>
<p>Und eines ist klar. Egal was die Planer im Tal sich ausdenken mögen, auf dem Berg herrscht für immer und ewig die alte US-Regel „Off Limits“ – frei übersetzt „Hände weg – der Berg bleibt der Berg“.</p>
<p><strong>Vorgeschichte.</strong></p>
<p>Es ist nicht leicht die Vorgeschichte des Volkmarsberges zu hinterfragen. Sicher ist, dass es schon immer Wald- und Heideflächen auf dem Berg gab, zur Nutzung durch die Oberkochener Bauern und Bürger. Jeder Hof besaß ein Realrecht, bis es Mitte der 60iger Jahre des 19. Jahrhunderts zum Streit kam. 1866 kam es dann zu einer Einigung und der Volkmarsberg samt seinen Wäldern und Weidflächen kam neben anderen Waldflächen in den Besitz der Gemeinde Oberkochen, während die Bauern die Realgenossenschaft gründeten. Aus dem Buch „Vom Nutzungsrecht zum Waldbesitz“ von Christoph Schurr lesen wir:……<em>„es bestehen 93 Anteile oder Realrechte, die heute im Besitz von 152 Realgenossen sind (1986)“…..</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_14 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="443" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-15.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13331"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_124 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Der Turm mit der ersten Hütte (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>Der alte Turm.</strong></p>
<p>Im Jahr 1890 wurde vom Staatlichen Vermessungsamt ein 11 Meter hoher Holzturm zu Mess- und Orientierungszwecken erbaut. 1897 wurde der Turm vom Schwäbischen Albverein übernommen, um 5 Meter auf nunmehr stattliche 16 Meter erhöht und am 27. Juni 1897 mit einem entsprechenden Fest eingeweiht. 1905 war die Pracht aber schon am Ende. Der Turm musste wegen Baufälligkeit gesperrt werden und 1911 gab ihm ein kräftiger Sturm den Rest und zerlegte ihn. Es kamen die Kriegsjahre und die schwere Zeit mit Inflation und Arbeitslosigkeit und die Ortsgruppe des SAV verlor nahezu ihr gesamtes Vermögen – an einen Wiederaufbau war daher nicht zu denken. Es gab aber Männer, die eine Vision für einen neuen Turm hatten. Einer davon war Fritz Leitz, ein Nachkomme aus der 2. Generation des Firmengründers Albert Leitz. Er war von 1921 bis 1934 Vorsitzender der örtlichen SAV-Gruppe. 1929 lagen Wünsche, Architekten- und Finanzierungspläne vor. Es gab Diskussionen über die Umsetzung und die Finanzierung und nachdem sich alle geeinigt hatten, Fritz Leitz eine Art Vorfinanzierung übernahm und sich die Gemeinde finanziell beteiligte, konnte es im gleichen Jahr losgehen und am 1. November waren die Rohbauarbeiten fertig. Anschließend ging es an die Innenarbeiten. Die Berghütte, die erste Vorgängerin der heutigen Schutzhütte aus dem Jahr 1923 (Einweihung am 5. Okt 1924), diente den auswärtigen Arbeitern aus Ulm als Koch- und Schlafstätte. Es wurde unter Beteiligung vieler Firmen hart und fleißig gearbeitet.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_15 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="502" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-16.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13332"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_125 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Turmeinweihung 1930 mit großem Fest (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>Eröffnung.</strong></p>
<p>Am 25. Mai 1930 war es dann so weit. Prof. Dr. Nägele, der Vorsitzende des Schwäbischen Albvereins, eröffnete die Feierlichkeiten vor rund 4.000 anwesenden Wanderern und ab dem Tag darauf war er dann auch für die Öffentlichkeit gegen eine Gebühr von 20 Pfennig (eine Brezel hat damals deutlich weniger gekostet) zugänglich.</p>
<p><strong>Die Jahre danach</strong></p>
<p>brachten gute Zeiten und schlechte Zeiten. 1933 wurde der Bau der Volkmarsbergstraße begonnen. Danach war der Berg während der Zeit des 3. Reichs von der Wehrmacht besetzt. 1945 war dann „Schluss mit lustig“, die eingerückte US-Armee übernahm den Volkmarsberg, zäunte ihn großzügig ein und hielt ihn bis ins Jahr 1960 besetzt. (Meine Eltern verboten mir damals bis zur Freigabe allein auf den Berg zu gehen. Und so kam ich nicht in den Genuss von US-Schokolade und Chewing-Gums.)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_16 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="380" height="452" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-17.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13333"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_126 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>„Off Limits“ Das eingezäunte besetzte Gebiet durch die US-Army 1945 bis 1960 (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>Didi Bantel auf Wanderung.</strong></p>
<p>Ohne zu wissen, dass Oberkochen ab 1962 seine neue Heimat werden würde, kam er 1960 mit seinem Bruder auf einer 14-tägigen Wanderung von Spaichingen nach Aalen am Volkmarsberg vorbei und fand den Turm und die alte Hütte mit Stacheldraht abgesperrt vor – besetzt von der US-Army – und das 15 Jahre nach Kriegsende. „Off limits“ stand da groß zu lesen. Die Oberkochner waren darauf nicht gut zu sprechen und es bedurfte eines langen Kampfes an vielen Fronten, bis die US-Army endlich abzog.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_17 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="490" height="726" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-18.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13334"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_127 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Der „Entlassungsschein“ für den „Berg“ von der US-Army vom 22. August 1960 (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>Freigabe unseres Hausberges</strong></p>
<p>– die Besatzer ziehen ab. Ab 1961 bekam die Bevölkerung „ihren Turm“ wieder zurück. Umgehend wurde mit einem Neubau der Schutzhütte begonnen, da die alte nach der Besetzungszeit nicht mehr zu benutzen war. Die Fertigstellung erfolgte 1962. Die Wanderer hatten nun ein schönes Wandergebiet, einen Aussichtsturm und eine neue Schutzhütte zur Verköstigung.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_18 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="490" height="719" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-19.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13335"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_128 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>1974 Die Flammen fressen die Schutzhütte – ein Schock für alle Oberkochner (Archiv Müller)</p>
<p><strong>Der Brand.</strong></p>
<p>1974 war die Schutzhütte nur noch Schutt und Asche. Die Hütte brannte infolge eines technischen Defektes am Getränkekühlschrank vollständig nieder, am Mittag des 9. Februar standen nur noch die rauchgeschwärzten Umfassungsmauern. War sie doch erst in über 4.000 Arbeitsstunden frisch renoviert worden und dann so ein Schlag – da mussten sich viele erst Mal davon erholen. Aber der Verein schaffte nahezu Unmögliches. Nach über 9.000 Stunden Wiederaufbauarbeit konnte die Hütte, unter Aufbietung aller Kräfte, nach Plänen des hiesigen Architekten Willibald Mannes und unter der Leitung von Erich Kolb und Horst „Eiche“ Eichentopf, nach 5 Monaten wieder eröffnet werden. 1974 war das Jahr in dem die Hütte zweimal eingeweiht wurde.</p>
<p><em>»Das Unglück hatte den Verein schicksalhaft getroffen«, schrieb Bürgermeister Bosch, »die gesamte Einwohnerschaft nimmt daran Anteil und begleitet den Wiederaufbau jetzt schon mit ihren besten Wünschen«.</em></p>
<p><em>Vertrauensmann Forstdirektor Schurr wandte sich mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit: »… Die alte Hütte ist vollkommen verloren, wir werden ganz neu beginnen müssen. Schon heute ist aber sicher, dass wir unsere Hütte nicht aufgeben, sondern so rasch als möglich in der alten Form wieder aufbauen wollen. Dazu werden wir erneut viel Hilfe brauchen, Hilfe aus der ganzen Bürgerschaft und in jeder Form, als Mitarbeit, als Rat, als Spende. Es ergeht deshalb meine herzliche Bitte an alle, die sich wie wir den Volkmarsberg nicht ohne Schutzhütte vorstellen können, sich am Wiederaufbau nach Kräften zu beteiligen.…« Wir werden mit altbewährtem Geist eine neue Hütte bauen und aufs neue beweisen, was Gemeinsinn und zäher Wille bewirken können. »Mit diesem Appell wollen wir ans Werk gehen«.</em></p>
<p><strong>Der wandernde Bundespräsident.</strong></p>
<p>Seine Amtszeit von 1979 bis 1984 ist nicht groß in Erinnerung geblieben. Seine Wahl allein war schon ein Problem, da er früher Mitglied der NSDAP war. An seine Wanderleidenschaft erinnern sich jedoch noch viele. Auf 45 Tagesetappen, von Hohenwacht an der Ostsee bis nach Garmisch-Partenkirchen, hat er Deutschland durchwandert. Jedoch nicht allein, sondern immer im Tross und wo er hinkam, wurden natürlich entsprechende Aufwände betrieben, welche die Gemeinden bzw. die Steuerzahler sicher einiges an Geld und personellem Aufwand gekostet haben. In der Nachbetrachtung wirkt das ein wenig sonderlich, zumal er darüber auch noch ein Buch mit dem Titel „Wanderungen in Deutschland“ geschrieben hat. Seine Wanderung begann er mit den Worten:</p>
<p><em>„In der Tat wollen wir hier heute Morgen die Wanderung beginnen, die wir antreten, um ganz Deutschland bis zu den Alpen zu durchwandern. Allerdings in Etappen. Immer nur in drei Tagen. Also nicht, dass sie denken, ich werde in den nächsten zwei Monaten meine Amtsgeschäfte aufgeben und nur noch wandern. Das geht leider nicht.“</em></p>
<p>In Oberkochen traf er dann 1981 ein. Er besuchte den Turm und ca. 3.000 Mitwanderer mussten mit Erbseneintopf vom THW verköstigt werden.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_19 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="550" height="737" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-20.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13336"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_129 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Ein Schüleraufsatz zum Thema „Volkmarsberg“ (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>Luitgard Hügle, </strong>eine liebe Freundin aus Poggibonsi in der Toskana hat ein paar Erinnerungen an ihren alten Hausberg aufgeschrieben:</p>
<p><em>„Eng mit meiner Heimat verbunden ist der Volkmarsberg. Der Hausberg von Oberkochen, „der Berg” schlechthin und einfach so genannt. Es gibt viele Wege auf den Berg: Über die Fahrstraße oder den Viehtrieb sowie über den Weingarten oder übers Wolfertstal oder gar den weiten Weg über den Buchenwang.</em></p>
<p><em>Im Frühling gab es Anemonen und Leberblümchen, Lungenkraut, auch Hänsel und Gretel genannt, und natürlich die wunderbaren geschützten Küchenschellen, die ganz haarig sind, um sich gegen die kalte Märzenluft zu schützen. Es kann lange noch recht kalt sein. An einem ersten Mai waren wir Kinder mit unserem Papa auf dem Volkmarsbergturm. Es windete und schneite links und rechts quer, so dass man nichts sah und gerne gleich wieder runter stieg. Der Turm und die Hütte waren irgendwie immer das Ziel. Beide stammen aus der Vorkriegszeit, waren aber bis in die 60iger von den Amerikanern besetzt und mit Stacheldraht umzäunt gewesen. Sie hatten den hohen Berg als Funkstation benützt.</em></p>
<p><em>Im Mai waren unter den Buchen riesige Felder mit duftendem Waldmeister. Danach kam die Beerenzeit: Walderdbeeren, Himbeeren und auf einem Nebensattel des Berges gab es eine große Heidelbeerplatte. Die Beeren schmeckten alle wunderbar und es war herrlich in der herb duftenden Luft unter den Bäumen.</em></p>
<p><em>Aber das Besondere am Berg war und ist die Wacholderheide. Mein Vater hatte sehr früh erkannt, dass sie nur erhalten bleiben würde, wenn man den „Aufschlag” ständig wegmachen würde. Vor allem, nachdem keine Schafe mehr dort weideten, die alles wegfraßen, alles außer dem stacheligen Wachholder. Er verbrachte jeden Sonntag und viele Abende im Wald, um zu arbeiten und um wenigstens einen Weg durch die Wachholderbüsche freizuhalten. Dieser Weg wurde später nach ihm „Paul-Grupp-Weg” genannt.</em></p>
<p><em>Bei seiner Arbeit hat er sich schon im Sommer „seinen” Christbaum ausgesucht. Es war zwar verboten, aber für einen so „sterrigen” Christbaum beim Gärtner noch viel Geld bezahlen? Und so kam es, als er in einem Jahr nicht rechtzeitig dazugekommen war, sich seinen Christbaum zu holen, dass dieser am Heiligen Abend noch als Eisklumpen im Zuber lag.</em></p>
<p><em>Im Herbst gab es die herrlichen Silberdisteln auf dem Berg. Wenn die Blätter abfielen, blieb ein Bürstle übrig, mit dem man schön spielen konnte. Alle 4 Jahre gab es auch Buchele, Bucheckern. Die waren nach dem Krieg sehr begehrt, weil man Öl daraus pressen kann. Die Leute kamen von überall her, um Buchele zu sammeln. Einmal gingen wir mit meinem Vater tief hinein in den Wald. In einer Mapp, der Aktentasche, hatte er zugeschnittene Hölzer und Nägel mitgebracht. Er fällte zwei dünne Tannenbäumchen und machte daraus eine Leiter. Die ebenfalls mitgebrachten Decken breiteten wir rings um die Buche aus, er stieg rauf und klopfte mit dem Holzhammer. Mit reicher Beute zogen wir heim. Transportiert wurde immer alles mit dem Leiterwägele – einem Handwagen.</em></p>
<p><em>Dann gab es reichlich Schlehen und Hagebutten. Aus den Schlehen machte man dicken Sirup, der schmeckte köstlich zu Grießbrei. Die Hagebutten wurden getrocknet und den ganzen Winter über gab es Kernles-Tee sowie Hagebutten- oder auch Wildrosentee.</em></p>
<p><em>Im Herbst wurde der Berg ein wunderbares Märchenland, wenn es fror, und wenn der Reif dick auf den Zweigen hing, wenn aus den trockenen Blättern zarte Eisgebilde wurden und die Spinnnetze dick weiß zwischen den Büschen hingen. Wenn’s dann endlich schneite, ging’s auf den Berg zum Skifahren. Meine Skier hatte Onkel Clemens gemacht, er war Schreiner und ich hatte zusehen dürfen, wie er die Spitzen gebogen und die Bindung aufgeschraubt hat. Die Stöcke dazu hat man bei Erwin Gold gekauft. Skikurs für die Kinder machte der „Schreiberle”. Nach jeder Abfahrt musste man die Skier abschnallen und geschultert wieder rauf tragen. Am schönsten waren die Skiwanderungen durch den verschneiten Wald, etwa zum Tauchenweiler. Dort gab es ein Glas frische Milch und eine große Scheibe Bauernbrot mit dick Butter drauf, selbst gemachte natürlich. Die roch auch ganz intensiv nach Butter. Wenn’s auf dem Heimweg schon dunkel wird, muss man sich an der leichten Helle zwischen den Bäumen orientieren. Und ab den Schibuckeln konnte man dann hinunterfahren, zum Bremsen die Stöcke zwischen den Beinen….</em></p>
<p><em>Schön war der Winter, aber bald schon freuten wir uns aufs Frühjahr, wenn die Bächlein anschwollen und die Schmalzkacheln blühten.“</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_20 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="527" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-21.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13337"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_130 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>In einem richtigen Winter ein Traum in Weiß (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>Wichtige Eckpfeiler nach Datum waren:</strong></p>
<p><strong>1890</strong> Errichtung eins Messturmes.</p>
<p><strong>1894</strong> Mitgliederverzeichnis: Weiger, Oberförster (Vertrauensmann), Bezler (Schultheiß), Brecht (Pfarrer), Breitenbach (Pfarrer), Bäuerle, Wilhelm (Bohrerfabrikant), Leitz, Albert (Bohrerfabrikant), Alison (Kaufmann), Ernst, Ludwig (Zimmermeister), Günther, G. (Fabrikant), Wider (Pfarrer).</p>
<p><strong>1897</strong> erlebte der Volkmarsberg einen Höhepunkt in der Albvereinsgeschichte, er war Ziel der jährlichen Festfahrt. Am 27. Juni 1897 brachte ein Sonderzug die Teilnehmer in unsere Region. Schon in Unterböbingen stieg der Hauptteil der aus Stuttgart kommenden Wanderschar aus, »es mögen gegen 1000 Köpfe gewesen sein, darunter viele tapfere Damen«, um über den Rosenstein, Lauterburg und Tauchenweiler zum Volkmarsberg zu marschieren.</p>
<p><strong>1905</strong> musste der Turm wegen Baufälligkeit gesperrt werden.</p>
<p><strong>1921</strong> war die Gauwanderung auf den Volkmarsberg der Höhepunkt, die am 12. Juni viele Mitglieder benachbarter Ortsgruppen auf den Volkmarsberg führte. »Unter Begleitung gefälliger Weisen führten sechs Damen und zwei Herren der Ortsgruppe unter Leitung von Frau Martha Leitz ein anmutiges Waldfeenspiel in duftigen Schleiern und reizenden Kostümen auf«. Es war ein gelungenes Fest. Durch den Verkauf von Liebesgaben konnten — wie Mager berichtete — »die hübsche Summe von 2000.- Mark dem Grundstock für den Turmbau einverleibt werden«.</p>
<p><strong>1924</strong>, am 3. Oktober, wurde die Schutzhütte unter reger Beteiligung auch benachbarter Ortsgruppen eingeweiht. Den Bauplatz für die Hütte hatte der Oberkochener Gemeinderat kostenlos zur Verfügung gestellt, Materialspenden der Gemeinde, der Forstverwaltung, Spenden und unentgeltliche Arbeitsleistungen vieler Oberkochener Handwerker und Albvereinsmitglieder hatten schließlich in schwierigen Zeiten den Bau ermöglicht, zu dem wohl Vertrauensmann Fritz Leitz das meiste geleistet und gespendet hat.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_21 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="513" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-22.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13338"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_131 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Ein Volkstanz bei der feierlichen Einweihung des Turmes 1961 (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>25. Mai 1930</strong> wurde der Turm seiner Bestimmung übergeben. Bei herrlichem Frühlingswetter hatten sich etwa 4.000 Wanderer auf dem Berg eingefunden, unter ihnen Wirtschaftsminister Dr. Maier von der württ. Staatsregierung. Die Oberkochener Musikkapelle und der Gesangverein »Sängerbund« umrahmten den Weiheakt, bei dem 14 Redner das Wort ergriffen.</p>
<p><strong>Im April 1933</strong> begann der freiwillige Arbeitsdienst mit dem Bau der Volkmarsbergstraße, der dann von Notstandsarbeitern vollendet wurde. Die 1.365 m lange Straße wurde vom Dreißental am linksseitigen Waldabhang mit 10–12 % Steigung bis zur Wacholderheide geführt. Sie endete etwa 1 km vom Turm entfernt.</p>
<p><strong>Am 11. Juli 1959</strong> fand das erste Kinderfest auf dem Volkmarsberg statt.</p>
<p><strong>Auf den 24. August 1960</strong> wurde die „Entlassungsurkunde“ der US-Army für den Volkmarsberg ausgestellt.</p>
<p><strong>Am 10. September 1960</strong> wurde nach Abschluss der Renovierungsarbeiten der Turm in einer würdigen Feierstunde wieder seiner ursprünglichen Bestimmung übergeben.</p>
<p><strong>Am 10. September 1961</strong> wurde der „Berg“ feierlich freigegeben. Mit Reden durch die Wichtigen und Sangeskunst durch den Männerchor des Sängerbundes ergänzt um einige Heimatchöre. BM Gustav Bosch durfte dabei folgende VIPs in seiner Rede begrüßen:</p>
<ul>
<li>Alt-Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier</li>
<li>Alt-Bürgermeister Richard Frank</li>
<li>Direktor Fahrbach als Vorsitzenden des Schwäbischen Albvereins</li>
<li>Landrat a.D. Burkart als Ehren-Gauvorstand</li>
<li>Studiendiektor Schwarz aus Bopfingen als Gauobmann</li>
<li>Oberschulrat Döllinger aus Heidenheim als Gauobmann</li>
<li>Oberbürgermeister Dr. Schübel aus Aalen</li>
</ul>
<p>In seiner Rede erwähnte Dr. Reinhold Maier eine Episode aus der Einweihung vom 25. Mai 1930, über die auch heute noch geschmunzelt werden darf:</p>
<p><em>„Damals sei er mit dem Frühzug von Stuttgart nach Schwäbisch Gmünd gefahren. Mangels einer Busverbindung, von dort aus mit der Taxe bis zum Furtlachpass gefahren, um von dort aus auf den Volkmarsberg zu wandern. So weit so gut – Am Montag habe ihn dann ein Beamter des Wirtschaftsministeriums auf etwaige Ausgaben angesprochen und er habe ihm gesagt, dass außer 7 DM Taxi-Kosten nichts angefallen sei. Der Beamte versicherte ihm gegenüber, dass er sich für eine Erstattung einsetzen wolle. Leider kam er nach einiger zurück und erklärte ihm, dass die Rückerstattung nicht möglich sei. Begründung: Wer vom Furtlachpass auf den Volkmarsberg wandern könne, dem sei auch das Stück von Gmünd aus zuzumuten. Gelebte schwäbische Sparsamkeit – Herrlich.“</em></p>
<p>Kaum vorstellbar, dass sich damalige Politiker die Taschen vollgestopft hätten, wie das heute mitunter der Fall ist. (Es war nicht alles besser, aber manches schon – vor allem die Einstellung und der Respekt).</p>
<p><strong>Am 21. Juli 1979</strong> fand das letzte Kinderfest am dem Volkmarsberg statt. Die meisten Lehrer waren wohl darüber nicht gerade traurig.</p>
<p><strong>1980</strong> zu seinem 50. Geburtstagsfest war der Turm noch einmal mit einem Kostenaufwand von rund 80.000 DM gründlich renoviert worden, er hatte ein Kupferdach und neue Fenster erhalten, und das Turmstüble war zu einem gemütlichen Raum für die Jugendgruppe umgestaltet worden. Mit einer Sternwanderung auf den Volkmarsberg begann am Himmelfahrtstag das Fest, zu dem sich im Laufe des Tages etwa 7.000 Wanderer auf dem Berg versammelten, unter ihnen sogar einige Männer, die schon 1930 am Turmbau mitgearbeitet hatten.</p>
<p><strong>1981</strong> der überall wandernde Bundespräsident gab sich die Ehre.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="576" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-23.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13339"></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Bundespräsident Karl Carstens – „The Wanderer“ – zu Besuch (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong>1982</strong> fand eine besondere Sonnwendfeier statt, dieses Mal nach Art der schwedischen Mittsommernacht mit der Musik- und Folkloregruppe »Bollebygds Spelmanslag« und einem richtigen Mittsommernachtsbaum.</p>
<p><strong>1990</strong> führte an Christi Himmelfahrt, aus Anlass des 60jährigen Bestehens, eine Sternwanderung von über 3.000 Wanderern auf den Berg.</p>
<p><strong>1991</strong> fand das erste Montain-Bike-Rennen unter dem Volkmarsberg statt</p>
<p>Leider gibt die Chronik der Ortsgruppe des schwäbischen Albvereins nach 1994 nichts mehr her ☹.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="554" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-24.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13340"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_133 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Jubiläumsgrüße vom Hausberg (Archiv Müller)</em></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller</strong></p></div>
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		<title>Rodstein oder Rotstein – was ist nun richtig?</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/rodstein-oder-rotstein-was-ist-nun-richtig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[smarterPresence]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2020 23:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=20426</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="401" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/rodstein01-1.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-20611"></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Ganz gleich ob Rotstein oder Rodstein: Vom Felsen hoch über Oberkochen hat man einen wunderbaren Ausblick ins Kochertal. Archivfoto: Anne Karrer</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_135 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Na ja, ein weltbewegendes Problem ist es nicht, ob man den schmucken Felsen hoch über Oberkochen mit „d“ oder mit „t“ schreibt. Aber es ist ein kleines Stück Heimatgeschichte, das die Oberkochener schon immer umgetrieben hat und noch heute wird über die richtige Schreibweise diskutiert.</p>
<p>Schließlich ist der Rod(t)stein ein beliebtes Wanderziel und er ist die auserkorene Startrampe für Gleitschirmflieger. Und man hat vom Felsen aus eine tolle Aussicht auf die Stadt und ins Brenztal.</p>
<p>Vom allzu früh verstorbenen Oberkochener Heimatforscher Dietrich Bantel weiß man, dass die Frage nach der richtigen Schreibweise des Rod(t)steins niemals verbindlich beantwortet wurde. Vor 170 Jahren gab es noch keinen Duden mit der Idee, verbindliche Schreibweisen festzulegen. Dietrich Bantel hatte Alt-Oberkochener und in der Heimatgeschichte firme Bürger befragt. Zunächst war kaum einer unter den Befragten, der die Schreibweise Rotstein begründen konnte. Alle bis auf einen waren sich einig, dass man Rodstein mit „d“ schreibt, weil sie glaubten, die Namensgebung stamme von roden mit der Bedeutung „urbar machen“. Allerdings war in der „Urkarte“ vor 170 Jahren der Begriff Rotstein zu finden. Eine Person mutmaßte, dass eine Schreibweise „Rotstein“ vielleicht damit zusammenhängen könnte, dass der Fels – wie die Berge in den Dolomiten – rot wird, wenn er von der Abendsonne angestrahlt wird. Dieser Annahme wollte „Didi“ Bantel nicht folgen, für ihn war sie eine „Vermutung aus dem hohlen Bauch heraus.“</p>
<p>Immerhin aber steht fest, dass tatsächlich in fast allen amtlichen Karten die Schreibweise „Rotstein“ verwendet wird. Im Stadtplan heißt der Felsen „Rodstein“. Beim Landesvermessungsamt ist nie eine Anfrage gestellt worden, wie der Fels nun wirklich heißt. Bemühungen um interne Klärung gab es seitens der Altvorderen aber schon. Franz Balle verwendete in seinen „Heimatkundlichen Blättern die amtliche Schreibweise „Rotstein.“ Die Alt-Lehrer Mager und Günter, die heimatkundlich sehr engagiert waren, hatten die Schreibweise mit „d“ favorisiert.</p>
<p>Dr. Christhard Schrenk, ein deutscher Historiker, verwendet in seinem Heimatbüchlein „Rodstein“ und verweist auf die Rodhalde und den Rodsteinhang. Und der unvergessene Oberforstdirektor Karl Schurr macht im Heimatbuch von 1986 klar, dass der Name „Rot oder Rod“ sich wohl von „reuten“ – „roden“ ableitet. Mit rotem Boden oder dergleichen habe dies nichts zu tun. Allerdings ließ er quasi als Hintertürchen offen, dass die Erklärung vielleicht doch nicht schlüssig sein könnte.</p>
<p>Ein Fakt, der für „Rodstein“ spricht, ist, dass sowohl vom Gestein als auch vom Boden her keinerlei Verbindung in Richtung „rot“ gegeben ist. Oberkochen befindet sich im Weißen Jura. Für den Rodstein spricht auch, dass sich nur wenige Kilometer in Luftlinie vom Rodstein entfernt, das Hofgut Hohenroden bei Essingen befindet. Dietrich Bantel kam zum Schluss, dass die offiziellen Karten nicht von Einheimischen, sondern von Ortsunkundigen gemacht wurden.</p>
<p>Im offiziellen Stadtplan ist der Felsen als Rodstein eingezeichnet.</p>
<p><strong>Lothar Schell, Schwäbische Post</strong></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bericht 718: Oberkochen und seine Naturdenkmäler</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-718-oberkochen-und-seine-naturdenkmaeler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[smarterPresence]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2020 22:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 700-799]]></category>
		<category><![CDATA[Natur, Grenzsteine, Feldkreuze, Denkmäler, Volkmarsberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://heimatverein-oberkochen.com/?p=17842</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Einführung.</strong></p>
<p>Schon in der Antike waren die Menschen bemüht besondere Ort und Sehenswürdigkeiten in Reiseführern aufzuzeigen, um die Reise und Entdeckerlust der Menschen anzuregen. So beschrieb Antipatros von Sidon im 2. Jh. vor Chr. die sieben Weltwunder der Antike. Inzwischen bildet die UNESCO den bekanntesten Rahmen unter dem Begriff Welterbe für von Menschenhand oder der Natur geschaffene Objekte und Plätze.</p>
<p>In dem Artikel soll es sich, nach langer Zeit, wieder einmal um die Natur drehen, die uns in Oberkochen doch reichlich gesegnet hat.</p>
<p>Die UNESCO führt 213 Natur-Erbe-Stätten auf (Stand November 2019), davon drei in Deutschland: „Grube Messel“ (Fossilienfundstätte) ernannt 1995; „Alte Buchenwälder“ Deutschlands ernannt 2007 &amp; 2011 (und nein, unsere heimischen Buchwälder gehören nicht dazu. Denn wir müssen schon zwischen einem gewachsenen urtümlichen Wald und einer Baumplantage unterscheiden) und seit 2009 das „Deutsche Wattenmeer“.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="817" height="688" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-04.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13099"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_137 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em><a href="https://umap.openstreetmap.fr/de/map/oberkochen-naturdenkmale_447117#13/48.7658/10.1187" target="_blank" rel="noopener">Übersichtskarte (Archiv Stefan Müller)</a></em></p>
<p><strong>Oberkochner Umgebung.</strong></p>
<p>So bedeutend sind die Orte, welche ich heute Ihnen näherbringen möchte, nun auch wieder nicht, dafür aber in unmittelbarer Nähe. Da dieses Jahr Reisen nur beschränkt und unter Auflagen möglich sind, rücken die örtlichen Besonderheiten wieder mehr in den Fokus. Lassen sie sich inspirieren, nicht nur von den großen bekannten, sondern auch von den kleine teilweise verstecken Höhepunkten unserer Natur auf der Gemarkung Oberkochen.</p>
<p>Welche Naturerscheinungen sind in Oberkochen schützenswert? Natürlich das Naturschutzgebiet „Volkmarsberg“ (seit 1938) oder das Landschaftsschutzgebiet „Tiefes Tal“ – im Volksmund „Tiefental“ genannt (seit 1973) mit der „Hubertusquelle und Teich“.</p>
<p>Für kleinere, natürlich entstandene Landschaftselemente gibt es das Prädikat „Naturdenkmal“. Im Laufe der Zeit wurden in Oberkochen 14 Naturdenkmäler durch untere Naturschutzbehörde ausgewiesen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bei Wikipedia wird folgende Definition von Naturdenkmal aufgeführt:</strong></span></p>
<p><em>In Deutschland ist der Schutz von Naturdenkmälern in § 28 Bundesnaturschutzgesetz und den Länder-Naturschutzgesetzen verankert. Geschützt sind danach rechtverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur (Naturgebilde) oder entsprechende Flächen bis zu 5 Hektar (Flächennaturdenkmale), sofern ihr Schutz wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit oder aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen erforderlich ist. Der Schutz bedeutet ein weitgehendes Veränderungsverbot, das wie der jeweilige Schutzgegenstand und ‑zweck durch Rechtsverordnungen auf der Grundlage jeweiligen Landesrechts näher bestimmt wird.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Beginnen wir mit den bekannteren Orten unsere Oberkochener Naturreise an der Stelle, an der wohl jeder Oberkochener mit Sicherheit schon einmal war.</strong></span></p>
<p><strong>Schwarzer Kocherursprung:</strong></p>
<p>Ursprung des 168 km langen Kochers. Unsere größte Quelle in der Stadt und schon auf Karten im ersten Jahrtausend erwähnt (damaliger Name: Cochane). Schon seit der damaligen Zeit ist der Fluss prägend für seine Siedlungen am Flusslauf mit ihren Mühlen, der Schlackenwäsche und ersten Industriebetrieben. Gerade an heißen Sommertagen ist es sehr erfrischend hier einen kurzen Besuch abzustatten. <strong>Mehr Details in den Berichten des Heimatvereins: 85, 249, 250, 307, 432, 435, 489, 568, 570 und 577.</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_26 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="882" height="660" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-02.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13097"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_138 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Schwarzer Kocher (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Rodstein:</strong></p>
<p>Hoch über Oberkochen in südlicher/östlicher Richtung thronend, seit einiger Zeit sehr schön freigeschnitten von der Vegetation. Mit einer kleinen Höhlengrotte und einem Kreuz seit 1861. Unterhalb finden wir die durch unseren ehemaligen nach Königsbronn gezogenen Eugen Weber angelegte Mariengrotte. Obwohl er in der Abenddämmerung manchmal wunderschön rötlich leuchtet, wird „Rodstein“ mit „d“ geschrieben – auch wenn das auf manchen alten Karten anders geschrieben wurde. Das leitet sich vom Altdeutschen roden = urbar machen ab. Dort oben gibt es Gott sei Dank keine Restauration und nicht wenige fahren oder laufen dort hinauf, um den wunderbaren Rundblick über Oberkochen und seine Landschaft zu genießen.</p>
<p>Kaum zu glauben, dass in der Ära Bürgermeister Bosch einmal ernsthaft drüber nachgedacht wurde, statt das Gebiet „Heide“, den Bereich hinterm Rodstein zu bebauen. Aus heutiger Sicht wäre das eine nicht zu verstehende Entscheidung gewesen. Wir müssen heute bei allen Bebauungswünschen und ‑plänen wirklich die Vor- und Nachteile gegenüberstellen und nicht nur dem Drang nach Bauplätzen nachzugeben. <strong>Mehr Details siehe Berichte des Heimatvereins: 62, 383, 384, 390, 520 und 616.</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_27 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="882" height="660" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-03.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13098"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_139 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Rodstein (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Großes Wollenloch:</strong></p>
<p>Unsere tiefste Höhle in Oberkochen auf einer Höhe von 690m, oben auf dem Wollenberg an der Gemarkungsgrenze zu Essingen. Er ist einer der tiefsten Naturschächte der Schwäbischen Alb mit einer Tiefe von ca. 54 Metern.</p>
<p>Es herrscht ein absolutes Betretungsverbot, deshalb auch der hohe Drahtzaun außen rum. Nicht ohne Grund, so haben sich im Laufe der Zeit doch einige Tragödien hier zugetragen. (Die Sage vom Schäfer am Wollenberg, Unglück bei der Befahrung usw…) Die Höhle wird bereits seit über 200 Jahren erforscht, u.a. durch den Schwäbischen Albverein ab 1895, den Heidenheimer Naturfreunden, den „Wollenloch-Club Oberkochen“ ab 1949–1953 (aus dieser Zeit stammen auch die Grundrisse vom Haus, die heute noch vorhanden sind). Später, aber nicht maßgeblich durch das „Wollenloch“ geprägt, entstand Anfang der 1980er die Höhleninteressengemeinschaft Oberkochen (Höhlen InGO), die 33 Höhlen auf unserer Gemarkung gefunden und erforscht hat.<strong> Mehr Details siehe Berichte des Heimatvereins: 48, 58, 196, 248, 387 und 604.</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_28 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="377" height="672" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-01.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13096"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_140 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Schnittzeichnung Wollenloch (Archiv Müller)</em></p>
<p><strong><em>Kurzer Einschub zum Unglück im Wollenloch von Wilfried Müller</em></strong></p>
<p><em>In den letzten Monaten habe ich viel Zeit im Schwäpo-Archiv verbracht, um mir die Oberkochener Seiten ab 1948 näher anzuschauen und zu dokumentieren. Dazu ist mir einiges zum Thema „Wollenlochclub“ aufgefallen, dass ich bei dieser Gelegenheit veranschaulichen will:</em></p>
<p><em>Wie es die gesellschaftliche Ordnung der damaligen Zeit verlangte ☺ stiegen 1949 zuerst die Männer und ein paar Wochen später die Frauen ins ca. 800.000 Jahre alte Wollenloch hinab, wobei anzumerken ist, dass die Frauen mehr Zuschauer hatten als die Männer. Nach der sagenhaften „Schäferin vom Wollenloch“ war Toni Gentner, die Tochter des damaligen Försters, somit die zweite Frau, welche die Höhle jemals von innen gesehen hat. Im gleichen Jahr kam es dann am 23. Oktober zu einem tödlichen Absturz. Der ledige 18jährige Elektriker Karl Wolf (Mitglied im Club) fuhr mit der installierten Einstiegs-/Ausstiegshilfe problemlos ein, aber beim Ausfahren (mit vermutlich zu hohem Tempo) prallte er an die obere Abgrenzung, der Haken löste sich und der Stuhl mit dem Herrn Karl stürzte er in die Tiefe. Noch am gleichen Tag verstarb er im Krankenhaus Aalen. Die Kriminalpolizei schloss die Höhle und nahm die Ermittlungen auf. Im folgenden Jahr 1950 fand vor dem Schöffengericht Aalen ein Prozess statt, bei dem sieben Mitglieder des Wollenloch-Clubs angeklagt wurden. Es erfolgten sechs Freisprüche und eine Verurteilung.</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_29 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="660" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-05.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13100"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_141 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Großes Wollenloch (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p>Kommen wir nun zu den weniger bekannten Naturdenkmälern und beginnen hier mit dem <strong>Kanzelfelsen</strong>: Gelegen zwischen den Flurbereichen „Lache und Berghäule“ am Wegesrand, lädt eine Bank/Tisch-Gruppe zum Verweilen am Fuße des Felsengebildes ein.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_30 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1006" height="566" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-06.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13101"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_142 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Kanzelfelsen (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Eichenallee im Langes oder Langen Teich:</strong></p>
<p>(das Teich = muldenartige, meist wasserlose Vertiefung). Letztes Jahr fiel auf, dass das Gebiet wegen dem Eichenprozessionsspinner durch Absperrbänder markiert wurde. Von einigen Bäumen ist leider nicht mehr viel übrig. Wie wäre es, wenn man den Bestand hier ergänzen würde? Es ist grundsätzlich schade, wenn Alleen verschwinden.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_31 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="882" height="660" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-07.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13102"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_143 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Eichenallee (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Brunnenhöhle:</strong></p>
<p>Am Fuße des Brunnensteins mit 145 Metern ist sie eine der längsten Höhlen der Ostalb. Ab 1967 wurde sie durch junge Zeiss-Mitarbeiter erforscht. 1977/1978 wurde die Höhle durch die „Arge BERG“ in einer Länge von 123 Meter, einschließlich des Höhlenbachs, der Höhlenseen und der Tropfsteinvorkommen, erkundet. Oberkochener Schüler mit ihren Eltern machten 1979 weitere Entdeckungen, so dass das Höhlensystem auf derzeit bekannte 145 Meter anwuchs.</p>
<p><strong>Mehr Informationen und Berichte finden sich vor allem im blauen Heimatbuch (auch über die Homepage des Heimatvereins einsehbar).</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_32 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="629" height="839" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-08.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13103"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_144 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Brunnenhöhle (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Griebigensteinhöhle:</strong></p>
<p>Rechts oberhalb der alten Kuhsteige gelegene sagenumwobene Höhle. Sie diente immer wieder als Unterschlupf und Schutzhöhle in Kriegszeiten (während des 30jährigen Krieges und der Franzosenfurcht 1848 sowie während des 2. Weltkriegs). Bei Grabungsaktionen im Jahre 1979 wurde die Höhle von 15 Meter auf 50 Meter erweitert, nachdem ein Einstiegsschacht entdeckt und freigelegt werden konnte. Die Sage zu einer unterirdischen Verbindung zum Pulverturm konnte aber noch nicht nachgewiesen werden. (Höhlendackel). <strong>Mehr Details siehe Berichte des Heimatvereins: 221, 248, 688 und im alten blauem Heimatbuch.</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_33 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="756" height="566" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-09.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13104"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_145 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Griebigensteinhöhle (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Kuckuckstein:</strong></p>
<p>Hinten im Wolfertstal im nordöstlichen Seitental „Finstertäle“ liegt auf der Gemarkungsgrenze zu Aalen der „Kuckuckstein“, ca. 15 Meter hoch und mit einer burgartigen Gestalt. Stark eingewachsen bietet er nur noch einen spärlichen Blick ins Tal. Erklommen werden kann der Felsen über einen steilen Zickzack-Weg vom Tal aus oder bequem von der Rückseite über die Aalener Gemarkung.<strong> Mehr Details siehe Bericht des Heimatvereins: 421.</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_34 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="660" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-10.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13105"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_146 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Kuckuckstein (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Deutlich weniger bekannt sind die folgenden Naturschönheiten.</strong></span></p>
<p><strong>Kleines Wollenloch:</strong></p>
<p>Einige hundert Meter nordöstlich vom „Großen Wollenloch“ entfernt, direkt am Fußweg vom Tal hinauf gelegen. Es ist ca. 9 Meter tief und hat einen Durchmesser von ca. 3 Meter und ist mit einem Holzzaun umgeben. Eine erste Beschreibung dazu gab es bereits im Jahre 1898. <strong>Mehr Details siehe Bericht des Heimatvereins: 196.</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_35 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="629" height="839" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-11.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13106"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_147 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Kleines Wollenloch (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Borzelloch:</strong></p>
<p>Es liegt direkt am Rande des „Meckenschlagweg“ am nördlichen Hang des „Tiefentals“ in einer Höhe von 660 Meter. Der Einstiegsschacht ist umzäunt und hat einen Durchmesser von ca. 1,5 Meter und eine Tiefe von ca. 3,5 Meter. Durch Versturz verringert sich die Tiefe des Schachts zusehends (und bestimmt auch durch Steinewerfer). Erst während des Baus des Forstweges wurde diese Höhle geöffnet.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_36 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-18-rotated.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13112"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_37 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="660" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-12.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13107"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_148 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Borzelloch (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Feuerknochenschacht:</strong></p>
<p>Oberhalb einer markanten Weggabelung im Gewann „Hohes Mahd / Großteich“ liegt der „Feuerknochenschacht“. Auch er ist mit einem Holzzaun umgeben und beherbergt Fledermäuse. Erstmals befahren wurde der Schacht im Jahr 1979. Ein Einstiegstrichter von 4 Meter Durchmesser führt schräg 10 Meter tief hinab.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_38 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="660" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-13.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13108"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_149 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Feuerknochenschacht (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Kommen wir nun zu den wahrscheinlich unbekannteren und versteckten Schönheiten:</strong></span></p>
<p><strong>Borzelgrube:</strong></p>
<p>Das ist der größte Einsturztrichter auf unserer Gemarkung am nördlichen Rand des „Tiefentals“ mit einem Durchmesser von gut 30 Meter und einer Tiefe von 7–9 Meter. Bereits 1871 erfolgte eine erste geologische Beschreibung (Geologische Spezialkarte von Württemberg). Am Südhang der „Borzelgrube“ befand sich früher einmal ein kleiner Steinbaubetrieb. Inzwischen ist der Ort komplett eingewachsen und, wie am Foto zu sehen, vom Boden aus nur schlecht zu dokumentieren.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_39 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="660" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-14.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13109"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_150 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Borzelgrube (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Hülbe im Riesenhau:</strong></p>
<p>Ein vom früheren Forstdirektor Karl Schurr 1981 wiederhergestelltes Relikt der Oberkochener Waldweidenwirtschaft. Die Größe im unregelmäßigen Oval beträgt ca. 24 Meter x 14 Meter. Für die Hirten der Riesenhau, die das ganze Jahr, Tag und Nacht in der Einsamkeit der Weideplätze verbrachten, ein wichtiger Ort zum Überleben von Mensch und Vieh.</p>
<p>Alte Unterlagen deuten darauf hin, dass hier am Hauptweideplatz der Gemeinde sogar eine kleine Siedlung existierte, da im Jahre 1337 der Name „Risun“ erwähnt wurde. Vermutlich wurde während der Türkenkriege der Hof verbrannt. <strong>Mehr Details siehe Bericht des Heimatvereins: 161.</strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_40 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="1008" height="566" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-15.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13110"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_151 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Hülbe im Riesenhau (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Kahlenbühlhöhle:</strong></p>
<p>Diese Höhle zu finden hat mich drei Anläufe gekostet. Ist sie doch seit Jahrzehnten abgedeckt. Die Positionsangabe u.a. auch von den Landesämtern ist sehr ungenau und an der ursprünglich bei Wikipedia angegeben GPX Position fand sich nichts außer viele Tannenbäume. Und wie sieht so eine Abdeckung überhaupt aus? Zudem ist das GPX Signal so tief im Wald nicht ganz so genau.</p>
<p>Die Höhle ist ca. 15 Meter lang und 10 Meter tief und ist oben auf dem „Kahlenbühl“ gelegen. Sie beherbergt u.a. eine prächtige versinterte Halle. Ihr schmaler Einstiegsschacht ist abgedeckt, da vor vielen Jahrzehnten dort Wildkadaver versenkt wurden. Zwar wurde 1980 eine Reinigungsaktion durchgeführt, dennoch liegt sie weiter tief im Wald gut versteckt. Sie ist verschlossen und nur durch ein paar Farbmarkierungen umstehender Bäume erkennbar.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_41 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="881" height="661" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-17.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-13111"></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_152 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Kahlenbühlhöhle (Archiv Stefan Müller)</em></p>
<p><strong>Hinweis:</strong></p>
<p>Unter diesem Link von Wikipedia findet man noch genauere GPX Position.<br><em>https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Naturdenkmale_in_Oberkochen</em></p>
<p>Natürlich gibt es neben diesen 14 Landschaftselementen noch weitere interessante Berge, Quellen und Felsen (schon ehemalige Lehrer zu Beginn des 20. Jahrhunderts wie die Lehrer Mager und Günter widmeten sich einer Erfassung). Mindestens 33 Höhlen wurden dokumentiert durch die Höhlen Interessengemeinschaft Oberkochen, kurz „IngO“ genannt, später Ostalb. Es gibt viele Hülben (ca. 21 auf Härtsfeldseite ca. 7 auf Albuchseite) und alte exponierte Bäume, wie z.B. die „Schneider Linde“ in der Bilz, Reste der „Mutterbuche“ oder die „Bertha Buche“ u.a.m. Die untere Naturschutzbehörde weist hier als niedrigste Kategorie „Waldbiotope“ und „Offenlandschaftbiotope“ aus. Allein im Ostalbkreis gibt es davon mehr als 7.500.</p>
<p>Jetzt ist an Ihnen die Herausforderung anzunehmen und alle 14 Naturdenkmäler in Oberkochen selbst zu entdecken und erkunden. Bitte keine Höhle zum Schutz der Fledermäuse betreten!</p>
<p>Wer Lust bekommen hat, das genannte zu besuchen und zu dokumentieren, aber auch den Vergleich zu früher aufzustellen, den möchte ich gerne dazu aufrufen, sich uns anzuschließen.</p>
<p>Beispielsweise stellen sich noch folgende Aufgaben: Wo lassen sich noch Hülben auffinden, wo sind die beiden Hungerbrunnen aus der Beschreibung von Alfons Mager, die heute nicht mehr bekannt sind (Trinkquelle in der „Loh“ und im „Kleeb“).</p>
<p><strong>Was können wir noch tun?</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Openstreetmap</span>, GPS-Erfassung, digitale Fotografie, auch mittels Drohnen, der Austausch über das Internet sowie digitale Informationssysteme der Landesanstalten geben uns heute ganz andere Möglichkeiten der Dokumentation, Erfassung und Recherche als früher in den 80iger Jahren oder in den ganz frühen Zeiten.</strong></p>
<p><strong>Schlussbemerkung.</strong></p>
<p>Ein großes Dankeschön an Stefan Müller, mit dem ich schon einen anderen Bericht zusammen machen durfte und der seit einiger Zeit aktiv im Heimatverein tätig ist. Also, wen das Thema interessiert, der möge mit Stefan in Kontakt treten.</p>
<p><strong>Bitte.</strong></p>
<p>Es ist schön, wenn MitbürgerInnen bereit sind, sich dem Thema Natur, auch im weitesten Sinnen, zu widmen und auch Texte dazu zu veröffentlichen. Früher hat das der Gottlob Braun gemacht, da wäre es doch auch mal interessant einen Vergleich zu erstellen, nach dem Motto „was hat früher bei uns gewachsen und welche Pflanzen lassen sich heute beobachten“. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich natürlich Veränderungen ergeben (die auch nicht aufhören werden), bedingt durch Klimawechsel und Verringerung der Artenvielfalt und durch das was uns noch alles bevorstehen wird.</p>
<p>In diesem Sinne, gehen Sie mal mit einer anderen Intension hinaus in die Natur, als Sie es bisher gewohnt waren.</p>
<p style="text-align: right;"><em><strong>Stefan Müller</strong></em></p>
<p style="text-align: right;"><em><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller</strong></em></p></div>
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