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	<title>Menschen in Oberkochen | Heimatverein Oberkochen</title>
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	<title>Menschen in Oberkochen | Heimatverein Oberkochen</title>
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		<title>Bericht 862: Unsere Auswanderer und Expats — weltlich und geistlich Teil 6</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 22:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #ff0000;">​Meine liebe Schulfreundin Christiane „Chris“ Gaertner-Lemoine (früher Silcherweg 26) hat mir ebenfalls einen sehr persönlichen Bericht aus Paris geschrieben:</span></strong> Lieber Billie, wir sagen « ExPat » in Frankreich und benennen damit Aus- oder Einsiedler aus oder in außereuropäische(n) Länder(n), die meist zeitlich befristet ins Ausland gehen. Häufig handelt es sich um Versetzungen, die vom Arbeitgeber organisiert werden. Zu meiner Geschichte oder so vieler Expats in meiner Jugend: Die Schwedenhäuser im Silcherweg wurden ca. 1960 von Zeiss gebaut. Dort wurden verschiedentlich ExPats untergebracht. Als meine Eltern das eine der beiden «Endhäuser» kauften, wohnten in den 3 mittleren Häusern weiterhin solche Expats. Zuerst hatten wir spanische Nachbarn, mit denen sich meine Eltern sofort angefreundet hatten. Ich erinnere mich wage an einen für damalige Zeiten exotischen Abend mit Pedro und seiner Familie…Danach kam eine amerikanische Familie aus New Jersey mit 2 Mädchen ungefähr in unserem Alter, Jim, Chris, Karen und Nancy. Von denen lernten wir, dass man sich unter der Woche zur Arbeit «fein» anzieht und zum Wochenende die coole Masche wählt. Für mich war das der erste Ansporn, Englisch zu sprechen. Meine Mutter mochte sie besonders gern. Sie hat auch diese Familie später in New Jersey besucht. Danach kamen Kanadier. Das war, glaube ich, schon nach der Scheidung meiner Eltern. Auch mit denen hatte meine Mutter lange Kontakt. Wenig später zog die Familie Holz in das vorletzte Haus (Silcherweg 32) Sicher erinnerst Du Dich an Cornie (Cornelius), vielleicht auch an Petra. Ich glaube, sie kamen damals aus Kenia, Petra und Cornie waren schon 2‑sprachig, und ich habe mich schnell mit Petra angefreundet. Sie sind später nach Canada weitergezogen. Heute lebt Petra verheiratet in Australien, Toowoomba (Queensland) und heißt Lehmann. Lange Zeit kam Petra einmal im Jahr nach Deutschland, um ihre Mutter in Göttingen zu besuchen. Dies ist nun auch vorbei, und es ist gut möglich, dass sie nicht mehr kommt. (Anmerkung: nach dem Auszug der Familie Holz ist die Familie Grünler in dieses Haus eingezogen, aus München kommend. (Inlands-ExPats).</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32527" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32527" class="wp-image-32527 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-44-Chris.jpg" alt width="650" height="749"><p id="caption-attachment-32527" class="wp-caption-text">1991: Chris, wie ich sie noch in Erinnerung habe (überlassen von Christiane Gaertner-Lemoine)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nun zu mir oder worum geht es eigentlich? Ich bin in einer vom Krieg und der Nachkriegszeit «zerfledderten» Familie aufgewachsen. Mein Vater war Oberschlesier, seine überlebenden Schwestern und ein Bruder haben sich in Bremerhaven, Essen und in Halle niedergelassen. Die Eltern meiner Mutter waren geschieden (die Berliner Oma 2 Mal verheiratet und geschieden!!), Oma und ein Halbbruder blieben in Berlin, ein Bruder meiner Mutter ging nach Stadt Allendorf, der andere blieb in Ostberlin, aus Überzeugung. Der Opa, auch wiederverheiratet, lebte in Magdeburg mit 2 weiteren Halbschwestern. Mitte der 50iger Jahre hat mein Vater, der Augenoptiker war, den Job bei Zeiss Opton angetreten und wir sind nach Oberkochen gezogen, weit von Berlin und auch noch weiter vom Rest der Familie.</p>
<p>Folglich Umgewöhnung, alles neu, alles anders. Ganz logisch also, dass ich das Reisen fast mit in die Wiege bekommen habe. Mindestens einmal im Jahr fuhren wir nach Berlin, anfänglich zu Weihnachten und zu Ostern, mit der Isetta in 2 Tagen mit Übernachtung Ab ‘59/60 Sommerferien an der Ostsee, Scharbeutz, 1966 Dänemark und ab 1967 Spanien. Meine Berliner Oma düste auch laufend irgendwo herum. Als Hebamme hatte sie schon seit kurz vor dem Krieg ein Auto, einen Dixie, später einen DKW und dann einen ganz modernen Renault Dauphine. In den 50er und 60er Jahren machte sie Urlaub am Gardasee, wir habe sie auch am Titisee getroffen und in Tirol. Später reiste sie nach Bulgarien, wo sie ihren DDR-Sohn treffen konnte. Immer auf Achse. Im Herbst 1968 wurden meine Eltern geschieden, mein Vater zog nach Aalen und überließ meiner Mutter und mir das Haus im Silcherweg.1969 wurde mein Vater nach Tokyo versetzt. Vorausgesehen waren 3 Jahre, es wurden 4 ½. Das war schon großes Kino. Japan war zu der Zeit noch nicht das Land aller Träume und kein Mensch hatte je Sushi oder Sashimi gegessen. Für meinen Vater war das beruflich gesehen der große Sprung nach oben, aber auch finanziell. In dem Gehalt wurde die neue Situation auch insofern berücksichtigt, als man davon ausging, dass ein Occidentale (Europäer, Amerikaner) nicht nach japanischem Standard leben könnte. Alle irgendwie «westernstyle» Lebensmittel kosteten horrendes Geld und einen westlichen Lebensstil führen, musste bezahlt werden. Die Freizeitkontakte waren vor allem andere «Expats», Amerikaner, Europäer etc., die man in den verschiedenen Clubs Bars oder Restaurant der großen Hotelketten traf (Nikko, Hilton…).</p>
<p>Wahre japanische Freunde waren eher eine Ausnahme. Aber mein Vater, der dem Anschein nach eher streng und Respekt erregend auftrat, hat es durch seine Einfühlsamkeit und Feinfühligkeit geschafft, die Zuneigung der Japaner zu gewinnen. Das hat ihm auch zu dicken Verträgen verholfen. Er hatte schnell festgestellt, dass man nicht mit der Tür ins Haus fallen darf, wenn man Geschäft mit Japanern machen wollte. Zuerst wird Tee getrunken, man unterhält sich über die Familie, Gott und die Welt, dann geht’s evtl. in die Sauna. Eines Tages in Sapporo sagte mein Vater, dass er etwas später einen Rückflug gebucht hatte. Kein Problem, wurde umgebucht, Abendessen war schon geplant, Übernachtung organisiert, und erst am nächsten Morgen wurde Business diskutiert. Obwohl die Verständigung vor allem auf Englisch stattfand, hat er doch ein paar Brocken Japanisch gelernt. Sieglinde, seine zweite Frau lernte auch Japanisch und Ikebana. Beide haben nur positive Erfahrungen gemacht und schöne Erinnerungen behalten.</p>
<p>Warum erzähle ich das alles, wo Du doch auf mehr über «Auswanderung» wissen möchtest? Diese Geschichten aus der Kindheit und Jugend sind für mich grundlegend für meine eigene Geschichte. Die Entscheidung, nach Paris zu ziehen, war für mich nicht schwieriger, als wenn ich zurück nach Berlin gezogen wäre oder sonst wohin, weit weg von der Alb (es wäre fast Athen geworden…). Viel wichtiger in dieser Geschichte war die Trennung von meinem langjährigen Lebenspartner und der Anfang einer neuen Bindung. Ich habe mir absolut keine Gedanken gemacht über eventuelle existentielle Schwierigkeiten oder über das für und wider Deutschland oder Frankreich. Der Anfang war ein einfacher Umzug in ein europäisches Nachbarland, das ich nach vielen Reisen schon etwas kannte.</p>
<p>Über 48 Jahre später aber blicke ich mit gewissem Stolz auf all die Hürden zurück, die ich genommen habe. Heute betrachte ich diese Umsiedelung als Neuanfang in vieler Hinsicht. Wenn man sich voll integrieren will, muss man zuallererst die Spreche gut lernen. Das ist das A und O. Ohne Sprache keine Kultur (Theater, Kino etc.) und vor allem keine Anerkennung. Das war meine erste und bedeutende Hürde. Meine Sprachbegabung hat mir geholfen, diese Hürde in 2 bis 3 Monaten zu nehmen. Ich gebe aber auch zu, dass das mein Ding ist. Ich liebe es, mich verständigen zu können und liebe Sprachen aller Art, weil Sprachen der Grundstein zur Kontaktaufnahme mit anderen ist.</p>
<p>Ins europäische Ausland gehen? Einfach mal so!!! Eben doch nicht, jedenfalls nicht ganz so einfach im Jahr 1977. Erster Kontakt beim französischen Konsulat in Stuttgart&nbsp;: «Wo arbeiten Sie? Haben Sie ein Stellenangebot?&nbsp;» …. Öhhh, nee, das will ich vor Ort finden….Ich habe die detaillierte Liste meiner Umzugsgüter vorgelegt (alle Schallplatten, Bücher etc. gezählt), er hat sie gestempelt und mir den Umzug erlaubt. (An der Grenze hat das kein Schwein interessiert). Später habe ich in Paris den Antrag auf Aufenthaltserlaubnis gestellt. Ein umfangreiches Kapitel, das auch in ein extra Spezial- Kapitel «Europa» gehört! Auch 2 Jahre später die Einführung meines Autos, sowie die ersten Passerneuerungen am Konsulat. Damals wie heute ein Europa der europäischen Bürger und ein politisches Europa.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32525" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32525" class="wp-image-32525 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-42-Chris-mit-Thomas.jpg" alt width="950" height="1069"><p id="caption-attachment-32525" class="wp-caption-text">1987: Chris mit Sohn Thomas auf der champs elysées (überlassen von Christiane Gaertner-Lemoine)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die ersten Wochen in Paris waren hart. Ich hatte mein Studentenleben zurückgelassen, wo ich es gewohnt war, zu diskutieren und als «Chris» in meinem Freundeskreis persönlich anerkannt zu sein. Nun war ich bombardiert durch Radio, Fernsehen und Diskussionen auf Französisch, und war nur «die Freundin von….». Die schwierigste Phase war die, in der ich anfing gut zu verstehen, aber noch nicht am Gespräch teilnehmen konnte. Anfang Oktober 1977 habe ich meinen ersten Job bei Berlitz angetreten. Berlitz war ein idealer Eintritt ins Berufsleben für mich. In der Berlitzschule lehrte man ausschließlich seine Muttersprache. So waren meine Kollegen natürlich Deutsche und Österreicher, und viele Engländer, Amerikaner, Australier, Spanier, Brasilianer, Italiener, Japaner, etc. Es ähnelte ein wenig einem Campus. So war es ganz natürlich, dass meine ersten Freunde in Paris Briten waren. Wir waren uns in gewisser Weise ähnlich, da wir die gleichen Integrationsprobleme hatten. Vor allem aber litten wir am gleichen Mangel in Paris&nbsp;: Keine Kneipen!! Massenweise Cafés, Bistros oder Nachtbars, aber die Kneipe, in der man auf ein Glas Freunde, Bekannte oder Unbekannte trifft, kannte man in Paris damals nicht. Auch ist im Pariser Sozialleben kein Platz für Spontanität. Man ruft sich an, lädt sich gegenseitig zum Essen ein oder geht gemeinsam ins Theater oder Kino. (Erst 5 Jahre später, im Vorort von Paris haben wir ein reicheres Sozialleben gefunden. Paris ist einfach eine funkelnde Fassade mit reichlichem Kulturangebot). Nach und nach lernte ich alles neu: Wo und wie bekommt man welche Papiere, welche Rechte und Verbote gelten für europäische Ausländer, aber auch die kulturellen Referenzen. ALLES ist neu. Keiner kennt deine Kinderlieder, deine Lieblingsgerichte, deine Kinderbücher, deine dummen Sprüche oder Sprichwörter, sogar Hits und Filme und all die Gewohnheiten, die so alltäglich und normal waren. Alles, was man in der Schule gelernt hat, kommt nun in eine Schublade und man muss sich mit all dem, was in meinem Fall die Franzosen gelernt haben, auseinandersetzen und es nach und nach «inkorpurieren». Alle Referenzen müssen neu erlernt werden und plötzlich wird klar, wie wenig Kulturgut über die Grenzen kommt: Literarische Bestseller, Filme, Humor&nbsp;!!! Niemand kennt Loriot in Frankreich, aber kennt man Coluche in Deutschland? Ich beschreibe hier in keiner Weise was gut ist oder schlecht, besser oder schlechter, das sind nur Beobachtungen und Tatsachen. In den ersten Jahren ohne Internet, Low-Cost-Flügen und mit teuren Telefongebühren, habe ich mich sehr von Deutschland entfernt, bin aber immer Deutsche geblieben. Kann man seine Herkunft, seine Erziehung, seine Kultur verleugnen? Ich nicht. Als ich 1980 geheiratet habe, hätte ich automatisch die französische Staatsbürgerschaft annehmen können, hätte aber dafür die deutsche ablegen müssen. (Diese Regelung hat sich inzwischen geändert) Das stand für mich außer Frage. Mit dem Tod meiner Mutter habe ich wieder viel Deutsches gelernt. Wo bekommt man welche Papiere, was musss man tun, wenn…. etc. Völliges Neuland nach 45 Jahren Abwesenheit! Das ist immer noch aktuell. Durch eine unerwartete Erbschaftsangelegenheit habe ich erfahren, dass es in Deutschland einen Erbschein gibt, welche Funktion dieser hat und wie er funktioniert. Gottseidank hilft mir ein netter Notarangestellter im Ruhestand, der meine Mutter überhaupt ausfindig gemacht hat. Am Anfang habe ich immer nur Bahnhof verstanden…. Es geht in dieser Angelegenheit nicht um großes Geld, nur um Grundbuchbereinigung. Da ich aber solche Angelegenheiten sehr ernst nehme und ich einfach verstehen muss, was ich tue, beansprucht diese Geschichte viel Zeit und beschäftigt mich ausgiebig. Damit komme ich zu einem Fazit,&nbsp;was die Angelegenheit «Auswanderer» betrifft: Egal wie man es angeht oder wie es einem vorgeschlagen wird, «auswandern» oder jegliche wesentliche örtliche Veränderung bedarf Flexibilität, Offenheit, Neugier (viel Neugier), Anpassungsfähigkeit und guten Willen. Ich habe gelernt, «Wasser in meinen Wein» zu tun. «Mettre de l’eau dans son vin» was so viel bedeutet wie einen Kompromiss eingehen, seine Forderungen oder Erwartungen zu reduzieren. Ich sehe mein Herkunftsland und meine Kultur weniger kritisch und wäge mehr das Für und Wider sowohl kulturell als auch sozial oder politisch. Ich halte es für ein Privileg, im Leben nie auszulernen. Die alten Griechen sagten «panta rhei», alles fließt, alles ändert sich. Aber auch wo komme ich her und wo gehöre ich hin? Eindeutig Europa, dann Deutschland mit unterschiedlichen Einflüssen mehrerer Wurzeln, all das gut gemischt mit französischer Erfahrung in 48 Jahren. A suivre…..</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32526" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32526" class="wp-image-32526 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-43-Chris-mit-Ehemann.jpg" alt width="1200" height="954"><p id="caption-attachment-32526" class="wp-caption-text">1997: Chris mit Ehemann (überlassen von Christiane Gaertner-Lemoine)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Günther Lübeck aus Boise in Idaho schrieb den folgenden Bericht</strong></span>: Ich wuchs wohlbehütet im Zeppelinweg 45 auf. Meine Eltern Margarete und Siegfried Lübeck hatten alle Hände voll zu tun uns Kinder im Griff zu haben. Im Zeppelinweg galt die Regel, dass alle, die gerade da waren, dazu gezählt haben. Da wurde keiner ausgegrenzt. Von 1970 bis 1979 habe ich meine Schulzeit in der Dreissentalschule verbracht, die eigentlich rasend schnell vorbeiging. Halt! Nicht ganz, denn die ersten 2 Jahre waren wir wegen Platzmangel in die Sonnenbergschule ausgegliedert worden. Nun war die Schule für mich nicht wie für andere Schüler einfach nur eine Schule – es war die Schule, an der meine Großeltern als Hausmeister fungierten. Deshalb konnte ich auch nach dem Unterricht Zeit mit meinen Geschwistern, Cousins und Cousinen in der Schule verbringen. Nach Beendigung der Volksschule habe ich eine Lehre als Feinmechaniker bei Carl Zeiss absolviert und bin heute noch für die Firma unterwegs.<br>Von Oberkochen aus hatte ich dann die Möglichkeit die Welt zu bereisen, was ich immer sehr spannend fand. In der ersten Etappe verließ ich Oberkochen, um im Werk Göttingen zu arbeiten. Mit dem Fall der Mauer wurde die Arbeit rasch von Göttingen in das Werk nach Jena verlegt. Dennoch bin ich oft in Oberkochen zu Besuch gewesen und habe mich immer wieder gefreut, in der Heimat vorbeizuschauen. Von Jena aus bin ich dann zunehmend mehr und mehr auf Reisen gewesen, die sich dann auch mal in längeren Auslandsaufenthalten niedergeschlagen hat. Glasgow, Nimwegen, Newcastle und Singapur waren meine damaligen Stationen. Auf einer meiner beruflichen Reisen bin ich dann nach Boise in Idaho gekommen. Oft habe ich gesagt, dass ich nie nach USA ziehen möchte und doch hat es mich mit meiner Frau dorthin verschlagen. Es gab das berufliche Angebot in Boise als „Service Engineer“ zu arbeiten und so wurden die USA unsere neue Heimat. Einmal dort gewesen wussten wir das es unser Platz werden kann. Ich denke es ist nicht nur die Natur, sondern auch die Freundlichkeit der Leute die uns hier begeistert. Den Vorteil, dass ich nun meistens „Local“ arbeite und nur bedingte Reisetätigkeiten habe, hat mein Leben doch sehr zum Vorteil verändert.<br>Natürlich hat es erstmal eine Weile gedauert, hier Wurzeln zu schlagen. Nach dem Anfangsstress wegen Papieren und Formularen, haben wir dann versucht, unser Leben zu gestalten. Irgendwann habe ich dann bemerkt, dass wir doch schon mehr wie die Amis leben. Probleme? Ja, gab es hier und da. Eines der lustigsten war, als wir ein Nummernschild mit den Buchstaben „SCHWOB“ besorgen wollten. Diese Beschriftung wurde mehrmals abgelehnt. Dennoch haben wir (in diesem Fall meine Frau) es dann doch geschafft. Und noch heute haben wir unser Nummernschild und werden es auch behalten.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32520" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32520" class="wp-image-32520 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-45-Guenther-Luebeck.jpg" alt width="650" height="483"><p id="caption-attachment-32520" class="wp-caption-text">Günther Lübeck mit seiner außergewöhnlichen Autonummer (Archiv HVO Dietrich Bantel)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Was sind so die 5 hauptsächlichen Unterschiede „D zu USA“? Immer wieder fallen uns hie und da die Unterschiede zu unserem früheren Leben in Deutschland auf. Wir kochen viel, da ein Leben ohne Spätzle und Maultaschen eigentlich nicht schön sein kann. Loriot würde dazu sagen: „Ein Leben ohne Spätzle ist möglich, aber sinnlos.“ Meine Frau ist zwar norddeutscher Herkunft, hat aber die Vorzüge der Schwäbischen Küche schätzen gelernt. Reisen mit dem Auto ist auch so eine Sache. Zwar haben wir in Idaho eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Meilen/Stunde, fahren aber fast so schnell wie in Deutschland. Die längeren Strecken machen es dann aus. Auffallend ist, dass stundenlanges Fahren deutlich entspannter ist. Es wird auch mehr an den Wochenenden unternommen, da zusammenhängender Urlaub, wie in „D“ üblich fast nicht gemacht wird, außer wir sind auf Heimaturlaub.<br>Wir leben jetzt seit 20 Jahren in Idaho. Ich versuche schon hier und da zu erfahren, was in Oberkochen so los ist, allerdings kann halt das Amtsblatt „Bürger und Gemeinde“ nur bedingt wiedergeben, was in Oberkochen passiert. Bin aber jetzt in einem Verteiler des „Billie vom Sonnenberg“ gelandet, der seit 2019 wöchentlich Infos aus Oberkochen bundes- und weltweit verschickt.<br>Da wir allein in Boise leben, gibt es hie und da ein Telefongespräch in die alte Heimat. Auch der eine oder andere Austausch mit Kollegen, die aus der Firma anreisen, ist immer ein willkommener Austausch. Erst neulich hatte ich Kollegen aus Oberkochen bei uns in Boise zu Besuch und bei solchen Gelegenheiten zeige ich unseren Besuchern gerne die Umgebung.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32521" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32521" class="wp-image-32521 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-46-Guenthers-Lieblingsort.jpg" alt width="1200" height="674"><p id="caption-attachment-32521" class="wp-caption-text">Günther an seinem Lieblingsort – der Natur (überlassen von Günther Lübeck)</p></div><div id="attachment_32522" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32522" class="wp-image-32522 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-47-Guenther-liebt-die-Natur.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-32522" class="wp-caption-text">Günther liebt und genießt gerne die Natur – das merkt man (überlassen von Günther Lübeck)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Während meiner Auslandsaufenthalte habe ich schnell gelernt, dass man nie vergleichen soll, wo es besser ist und wo nicht. Der Punkt ist einfach, dass es anders ist. Die Natur in Idaho hat es uns schon angetan. Im Norden ist die Vegetation ähnlich wie in Oberkochen. Um aber einen Leberkäse zu bekommen kann ich nicht einfach mal schnell um die Ecke – da muss ich schon 7 Stunden fahren, um bei einem sehr guten Metzger deutsche Schmankerln wie Landjäger, Leberkäs, Leberwurst und Weißwürste einzukaufen.<br>Wenn wir dann mal in Oberkochen zu Besuch sind, ist das immer so eine Sache. Erstmal freue ich mich wieder da zu sein, wo ich mich immer noch ein bisschen auskenne, und besonders, noch erkannt werde. Freunde zu treffen und sich zu unterhalten, was denn so alles los ist. Dank der heutigen Möglichkeiten bin ich schon im Groben (Danke für das Amtsblatt online) informiert. Und durch die Facebook Seiten der Oberkochener Gruppen (Danke an die Admins) sind auch Bilder dabei, die ich hier in den USA immer freudig zeige.<br>HEIMAT, was für ein Begriff. Für mich ist Heimat nicht „wo” ich bin, nicht „was” ich bin. sondern „wer” ich bin. Meiner Meinung nach ist jeder Mensch ein Teil seiner Umgebung, die ihn geprägt hat. Und in diesem Sinne bin ich froh und stolz aus Oberkochen zu stammen. Also kurz gesagt, egal wo mein Zuhause ist, Oberkochen ist immer in mir und bleibt auch da.<br>Eine kleine Episode. Vor einigen Jahren haben unsere Freunde aus den USA, uns bei einem Besuch in die alte Heimat Oberkochen begleitet. Heute noch, nach vielen Jahren, erzählen sie immer noch gerne von ihrem Aufenthalt in Oberkochen. Eine Geschichte ist für sie aber bis heute besonders gewesen: <em>„Wir hatten ein paar Drinks bestellt. In den USA wird normal das Glas komplett voll mit Eiswürfeln gefüllt. In Deutschland ist es üblich den Drink zuzubereiten und am Ende drei Eiswürfel dazuzugeben. Mein Freund hat mich gefragt, ob ich nicht mehr Eiswürfel haben möchte und ob ich nicht fragen wolle. Ich habe ihm gesagt, dass das schon gut so sei, aber ich für ihn habe ich dann doch nachgefragt. Die Antwort des Wirtes: „Warum mehr Eis? Ich habe dir doch extra die großen gegeben (Tja, im Schwoabland wird scho no gschpart – au mit Eis).</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Von Patrick Ditz aus Atlanta stammt eine recht frische Auswanderungsgeschichte.</strong></span><br>Meine Eltern sind Siegfried und Gerlinde Ditz aus der Weingartenstraße 19. Zuerst ein bisschen etwas über meine Schul- und Ausbildungszeit</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>• Dreissentalschule</em><br><em>• Georg-Elser-Schule Königsbronn</em><br><em>• Technische Schule Aalen (Ausbildung zum Fachinformatiker)</em><br><em>• Theodor-Heuss-Gymnasium Aalen (Abitur)</em><br><em>• Universität Stuttgart (Bachelor of Science, Wirtschaftsinformatik)</em><br><em>• 2000–2003 Berufsausbildung zum Fachinformatiker bei der TSI GmbH in Aalen</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32523" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32523" class="wp-image-32523 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-39-Patrick-Ditz-Frau-Tochter-und-Hund.jpg" alt width="1200" height="1800"><p id="caption-attachment-32523" class="wp-caption-text">Patrick mit Frau, Tochter und Hund (überlassen von Patrick Ditz)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Der Grund für die Auswanderung nach USA? </strong></span>Der Hauptgrund für meine Auswanderung war eine Kombination aus beruflichen Chancen und meiner schon lange bestehenden Faszination für das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Bereits während meines Studiums absolvierte ich 2008 ein sechsmonatiges Praktikum bei der „Grenzebach Gruppe“ in der Nähe von Atlanta. In dieser Zeit konnte ich das Land kennenlernen und knüpfte Freundschaften, die bis heute bestehen. Nach meinem Studium erhielt ich ein Jobangebot bei der „Libelle AG“ mit der Möglichkeit, in die US-Niederlassung nach Atlanta zu wechseln. Dadurch bekam ich mein Arbeitsvisum und zog 2011 mit zwei Koffern in die USA. Später eröffnete mir die Green Card weitere berufliche Möglichkeiten. Nach mehreren Jahren mit „Deloitte und Accenture“, arbeite ich jetzt bei „World Wide Technology“ *** als Senior Manager und leite die „Cyber Security Praxis“.</p>
<p>*** Als Technologen und Innovatoren ermöglicht uns unsere Expertise in KI, Cybersicherheit, digitaler Transformation, Cloud- und Rechenzentrumsinfrastruktur, Netzwerken, Datenanalyse, Automatisierung und mehr, bahnbrechende Lösungen zu liefern, die Unternehmen neu definieren, Branchen revolutionieren, Gemeinschaften transformieren und die Erwartungen übertreffen. Wir stellen uns nicht nur eine bessere Zukunft vor – wir schaffen sie. Unser Advanced Technology Center (ATC) befähigt Organisationen, Ideen zu testen, Strategien zu validieren und Innovationen mit Zuversicht zu beschleunigen. Mit Sitz in St. Louis beschäftigen wir mehr als 14.000 Mitarbeiter und betreiben fast 5 Millionen Quadratfuß Lager‑, Vertriebs- und Integrationsfläche in mehr als 20 Standorten weltweit. Unser unerschütterliches Engagement für unsere Mitarbeiter, unsere Kunden, unsere Partner, unsere Kultur und unsere Grundwerte leitet weiterhin alles, was wir tun.<br>Atlanta ist für mich ein idealer Wohnort, weil sich dort berufliche Chancen und Lebensqualität gut verbinden lassen. Die Stadt ist wirtschaftlich sehr stark und bietet viele Karrieremöglichkeiten, insbesondere im internationalen Umfeld, und daher ein „Melting Pot“ für viele Europäer. Man kann sich also hier als „Ausländer“ ganz wohl fühlen. Durch meine Tätigkeit als IT-Consultant bin ich regelmäßig auf Achse, und habe dadurch so ziemlich alle Flecken der USA bereist. Klar gibt es auch schönere Orte, aber ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt. Mit dem verkehrsreichsten Flughafen der Welt, gibt es auch mehrere tägliche Direktflüge nach Deutschland, was Besuche bei Familie und Freunden erleichtert.</p>
<p>Viele deutsche Firmen, wie z.B. Porsche, Mercedes, oder Lufthansa haben in Atlanta Ihren US-Hauptsitz, und mit ca. 17.000 deutschen Expats hat Atlanta viel zu bieten, was deutsche Kultur angeht. Außerdem gibt es in Atlanta eine große deutsche Community mit vielen deutschen Firmen und kulturellen Angeboten, wie z.B. die German American Chamber of Commerce (GACC), die German American Culture Foundation (GACF), das Goethe Institut, sowie drei komplett deutschsprachige Schulen. Nicht zu vergessen, auch einen deutschen Biergarten, Bäckerei, Metzgerei, und sogar auch Lidl und Aldi. Dadurch fällt es leichter, sich als Deutscher einzuleben und gleichzeitig den Kontakt zur Heimat zu behalten</p>
<p>Im Allgemeinen kann ich mich sehr gut mit dem Lebensstiel der Amerikaner identifizieren. Es ist alles etwas lockerer hier, die Menschen sind freundlich (man spricht oft von der <em>„Southern Hospitality“</em>), und man hat generell viele Freiheiten, die man in Deutschland so nicht hat.</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Was waren die Anfangsschwierigkeiten? </strong></span>Wie bei jeder Auswanderung war der Anfang eine Herausforderung. Viele Dinge, die in Deutschland selbstverständlich waren, muss man als Auswanderer wieder erneut lernen. Angefangen beim Bankkonto eröffnen, wie es bei der Führerscheinstelle abläuft, wie man ein Haus kauft, usw. Wie schon erwähnt, gibt es glücklicherweise eine große „German Community“, und jeder ist bereit zu helfen. Dadurch konnte ich mich schnell einleben und die anfänglichen Schwierigkeiten gut meistern. Nach 15 Jahren, muss man natürlich auch eingestehen, dass nicht immer alles Gold ist was glänzt, und es gibt definitiv Dinge, die man nur schwer akzeptieren kann und einfach so hinnehmen muss, aber ich denke das ist überall so.</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Was sind so die hauptsächlichen Unterschiede Deutschland zu USA? </strong><strong>Zentrale Klimaanlagen</strong>:</span> Da muss ich ehrlich zugeben, dass ich mittlerweile sehr verwöhnt bin, was die Besuche in Deutschland im Sommer unangenehm machen kann. <strong>Spritpreise</strong>: Der Liter Benzin kostet umgerechnet ca. 0,80 €, was für mich als Autonarr natürlich wie im Paradies ist. <strong>Drive through</strong>: Von Banken bis zum Kaffee, die Amerikaner sind sehr bequem und es hat fast alles einen „Drive through“, sodass man bequem vom Auto aus alles erledigen kann.</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Persönliches.</strong><strong> Familie</strong>:</span> Ich bin nun schon seit über 15 Jahren in den USA. Meine Frau heißt Leigh Ann und wir haben zwei Kinder (Nora, 7 Jahre, und Bruno, 5 Monate). <strong>German Background:</strong> Meine Frau und die Kinder lieben deutsches, oder besser gesagt, schwäbisches Essen, und die Koffer sind nach einem Besuch in Deutschland immer vollgepackt mit Maultaschen. Alles andere kann man mittlerweile auch vor Ort kaufen, egal ob Schnitzel, Weißwurst, oder Leberkäse.<strong> Staatsangehörigkeit:</strong> Meine Kinder haben die doppelte Staatsbürgerschaft und wachsen zweisprachig auf. Meine Tochter geht samstags zusätzlich zur „<em>German School of Atlanta</em>“ und ich habe sie seit 2021.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32524" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32524" class="wp-image-32524 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-40-Patrick-Ditz-mit-KIndern.jpg" alt width="1200" height="1419"><p id="caption-attachment-32524" class="wp-caption-text">40 Patrick mit KIndern (überlassen von Patrick Ditz)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Heimat und Kontakt zu ihr:</strong> </span>Laut Definition ist Heimat „ein Begriff der ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit, Geborgenheit und Vertrautheit beschreibt, oft verbunden mit dem Ort der Kindheit oder Herkunft“. Meine Heimat ist definitiv Oberkochen, und wird es auch immer bleiben, aber mein Lebensmittelpunkt ist mittlerweile die USA. Ich komme ca. 2–3‑mal im Jahr nach Deutschland und meine Familie aus Deutschland kommt auch öfter auf Besuch in die USA, daher sieht man sich dann doch relativ häufig.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg – Der Nicht-Ausgewanderte</strong></p>
<p>​</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bericht 861: Unsere Auswanderer und Expats – weltlich und geistlich Teil 5</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-861-unsere-auswanderer-und-expats-weltlich-und-geistlich-teil-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 22:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=32496</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Peter Meroth, Journalist (u.a. beim STERN), Mitglied des 6er-Clubs und alter Dreißentaler schrieb einen sehr persönlicheren Bericht über seine Schwester Brigitte und deren Mann Rudi Mikler.</strong></span></p>
<p>Das erste Bild ist unscharf. Ein eiskalter Januarmorgen. Ein kleiner Junge spielt vor der Haustür auf dem Treppenabsatz. Wischt den Schnee von der Metallstange, steigt auf das Geländer. Der Junge bin ich, sieben Jahre alt, fast schon acht. Ein Mann kommt die Dreißentalstraße herunter. Es muss der Lehrer Hölldampf gewesen sein. „Warum bist Du denn nicht in der Schule?“, will er wissen. „Meine Schwester heiratet und wandert aus. Nach Kanada“, sage ich. Das zweite Bild in meiner Erinnerung sind die Kisten. Große Holzkisten stehen im hinteren Wohnzimmer. Das gute Geschirr ist darin, das meine Schwester Brigitte zur Hochzeit bekommen hat. Gut gepolstert mit Holzwolle. „Damit beim Transport übers Meer nichts kaputt geht“, erklären die Erwachsenen. Auch die Uhr kommt in die Kiste. So eine schöne Uhr! Eine dicke Kordel ist um das runde Gehäuse geschlungen. Die Enden münden in einem Metallknauf. Daran kann man diese Wunderuhr an die Wand hängen, wie auf einem Schiff. Noch deutlicher habe ich die Nägel vor Augen, mit denen die Kisten verschlossen werden. Lange Stahlstifte mit Filzringen unter den Köpfen. „Damit das Holz nicht splittert.“ So also geht Auswandern. Seltsam, was für Details sich im Kopf eines Kindes einnisten.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_16 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32487" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32487" class="wp-image-32487 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-41-Meroth.jpg" alt width="650" height="570"><p id="caption-attachment-32487" class="wp-caption-text">Hochzeit von Brigitte Meroth und Rudi Mikler in Oberkochen (überlassen von Peter Meroth)</p></div><div id="attachment_32754" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32754" class="wp-image-32754 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-56-Rudi-mit-Freunden.jpg" alt width="650" height="679"><p id="caption-attachment-32754" class="wp-caption-text">Rudi (mittig mit der Baseballkappe) und Freunde 1957 vor ihrer Unterkunft in der Uran-Mine der Spanish American Mine Company</p></div><div id="attachment_32753" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32753" class="wp-image-32753 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-57-Rudi-und-Brigitte.jpg" alt width="650" height="453"><p id="caption-attachment-32753" class="wp-caption-text">Nach einem Mittagessen September 2023 in der Foster’s Inn in Stratford. Rudi lässt Brigitte von seinem Irish Coffee probieren</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_17 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Brigitte und Rudi heirateten am Mittwoch, dem 7. Januar 1959, standesamtlich und am Freitag darauf in der Kirche. Im Februar, da war Brigitte 22 Jahre alt und Rudi wurde 27, bestiegen sie in Oberkochen den Zug und fuhren nach Cuxhaven. Die Seereise mit der „Hanseatic“ dauerte sechs Tage bis nach Halifax. Von der Hafenstadt im Osten Kanadas waren es noch einmal fast 2000 Kilometer mit der Bahn über Montreal und Toronto nach Stratford. Die Kleinstadt in Südwest-Ontario, in der Mitte zwischen den großen Seen Lake Huron und Lake Erie gelegen, hatte damals rund 20.000 Einwohner. Stratford entsprach nicht dem Klischee von der Neuen Welt mit Wolkenkratzern oder Wildwest-Romantik, und doch fanden sie hier ihr Glück. Als Kind habe ich erst nach und nach begriffen, wie die Auswanderer dort drüben lebten. Bei einem der seltenen Telefonate nach Übersee wollte ich ganz aufgeregt wissen, ob sie einen Straßenkreuzer fahren, ob es bei ihnen auch Texas Rangers oder zumindest Cowboys gäbe. Aber ihr erstes Auto war ein VW-Käfer, sie hatten keine Rancher in der Umgebung, nur Farmer. Und nur die Mounted Police als Überbleibsel der Pionier-Zeiten – berittene Rotröcke, die eher friedvoll daherkamen und keineswegs so schießwütig wie die Revolverhelden in den ersten Fernseh-Serien bei uns.</p>
<p>Rudi Mikler hatte die großen Abenteuer schon zuvor erlebt. Er hatte zum ersten Mal 1956 den Aufbruch nach Kanada gewagt, zusammen mit zwei weiteren Oberkochenern, Willi Holster und Franz Trittler. Die drei hatten beim kanadischen Konsulat ihre Papiere eingereicht: polizeiliches Führungszeugnis, Gesundheitszeugnis, Zeugnisse ihrer Gesellenprüfung. Überraschend schnell bekamen sie eine Arbeitserlaubnis und einen Stempel in den Pass mit dem Visum. Mitte Dezember schifften sie sich in Bremerhaven auf einem griechischen Dampfer ein. Schon die Überfahrt bescherte ihnen ein neues Gefühl von Freiheit, allein auf sich gestellt, ohne Verwandtschaft, ohne das geregelte Leben im Dorf. Nach sieben Tagen landeten sie in Quebec, fuhren mit dem Zug weiter nach Toronto – und erlebten eine böse Überraschung. Sie hatten jeder eine Bescheinigung, dass sie auf dem Flughafen als Mechaniker arbeiten könnten. Doch sie wurden abgelehnt wegen mangelnder Englischkenntnisse. Für sie gab es nur Jobs als Tellerwäscher oder Autowäscher. Nach drei Tagen in einer primitiven Unterkunft unterschrieben sie Arbeitsverträge bei einem Bergbauunternehmen, der Spanish American Mine, am Elliot Lake. Die Bezahlung war gut, aber es wurde ein harter Winter. Das Gebiet ist rund 600 Kilometer von Toronto entfernt, abgelegen in der Wildnis, zwischen Seen und Sümpfen. Die drei Oberkochener mussten selbst in primitiven Hütten hausen und in der Eiseskälte Unterkünfte für die Bergarbeiter bauen. Sie halfen mit, den Ort zu schaffen, der 1957 erst offiziell gegründet wurde, zwei Jahre später bereits 26.000 Einwohner zählte und sich „Uranium Capital of the World“ nannte, Welthauptstadt des Urans. Das Erz von Elliot Lake enthielt bis zu 80 Prozent des radioaktiven Materials. Uran war gefragt in jener Zeit der Atom-Euphorie. Die Mine erbrachte märchenhafte Profite. Die Arbeiter schufteten unter erbärmlichen Bedingungen. Rudi konnte aufregende Geschichten davon erzählen, wie sie mit Raupenschleppern Fangen spielten und im Morast stecken blieben oder wie er einem jungen Arbeiter mit dem Messer einen schmerzhaften Abszess hinterm Ohr öffnen musste. Einen medizinischen Dienst gab es in diesem Goldgräberlager nicht. Nach drei Monaten hatten die Oberkochener frei, konnten sich bei einer Bank in Toronto ihren Lohn auszahlen lassen. Willi Holster und Frank Trittler hatten die Schnauze voll von der Arbeit im Busch. Franz zog weiter in eine Stadt nahe Woodstock in den USA, Willi blieb in Ontario, in der Stadt London, ganz im Süden der Provinz. Rudi hat ihn 1966 noch einmal wiedergetroffen. Gemeinsam schauten sie bei einem Public Viewing in der Stadt Kitchener ein Spiel der Fußballnationalmannschaft an, vermutlich das WM-Finale Deutschland-England.</p>
<p>1957 arbeitete Rudi weiter in Elliot Lake, jetzt als Wartungsmechaniker für Kräne, Pumpen und andere Fördertechnik. Er verdiente nicht schlecht und sparte eifrig für einen Besuch in Oberkochen. Dort wartete ja Brigitte, seine Braut auf ihn. Oder hatte sie ihn schon vergessen? Zunächst riss ihn ein anderes Ereignis aus seinen Grübeleien. Rudis Bruder Heinz, der 1952 schon nach Kanada ausgewandert war, meldete sich. Rudi hatte vor, seinen eigenen Weg gehen, ohne Hilfe von seinem älteren Bruder. Doch Heinz‘ Bitte, die Patenschaft für seinen Sohn zu übernehmen, wollte der frischgebackene Onkel Rudi nicht ausschlagen. Im Juni 1957 reiste er für eine Woche nach Stratford, wo Heinz mit seiner Familie wohnte. In fröhlicher Runde wurde die Taufe gefeiert, und Heinz nutzte die Gelegenheit. Er nahm Rudi mit zu seiner Firma und stellte ihn dem Chef vor. Das Schweinfurter Unternehmen Kugelfischer (heute FAG) war dabei, in Stratford, dem ersten Auslandswerk nach dem Zweiten Weltkrieg, eine neue Produktion zu starten. Die Automobilindustrie im nahen Detroit hatte einen schier unstillbaren Bedarf an Kugellagern. Der oberste Boss wollte ihn haben, das gefiel Rudi. Und Heinz wusste, wie er den Bruder vollends überzeugen konnte: Wenn du die neue Fertigungslinie aufbaust, dann bist Du dort der Meister. So kam es, dass Rudi zum zweiten Mal von einem Windhauch der Industriegeschichte gestreift wurde. Erst vom Atom‑, jetzt vom Autoboom. Bis zum Oktober 1957 musste er noch seinen Kontrakt am Elliot Lake erfüllen, dann zog er nach Stratford. Er überwachte den Aufbau der Maschinen, organisierte die neue Produktion, optimierte die Abläufe und packte auch selbst mit an, wenn es irgendwo hakte. Neue Werkzeuge, neue Techniken, neue Materialien – bei Rudi lief das Geschäft wie ein Kugellager, rund und reibungslos. Nach einem Jahr unterbrach Rudi seine Arbeit, seinen Aufstieg bei Kugelfischer. Er hatte genug Geld gespart für eine wichtige Reise. Im Oktober 1958 traf er in Oberkochen ein und fragte meine Schwester Brigitte, ob sie seine Frau werden wolle. Und ihm nach Kanada folgen würde. Papiere für die Hochzeit und für die Übersiedelung mussten besorgt, die Eltern und Familien des jungen Paares auf die großen, bevorstehenden Veränderungen eingestimmt werden. Dann folgte der Aufbruch nach Stratford. 1969 wurde Rudi Werksleiter bei Kugelfischer, bis zu seiner Pensionierung 1995 blieb er bei der Firma. Brigitte, die eine kaufmännische Ausbildung hatte, arbeitete bei der Stadtverwaltung. Unterbrochen von den Zeiten, in denen sie ihre drei Kinder bekam und großzog. Sie machte nie einen Führerschein, fuhr immer mit dem Fahrrad ins Büro. Irgendwann kam in einem Päckchen mit Zimt- und Kirschkaugummis (sensationell damals!) auch ein Foto vom neuen Auto der kanadischen Familie in Oberkochen an. Es war ein weinroter Ford Thunderbird mit echten kleinen Heckflossen. Und ich machte damals meinen Frieden damit, dass sie keine Wolkenkratzer und Texas Rangers in Stratford hatten. Sondern etwas viel Besseres, wie ich später feststellte:</p>
<p>Das hübsche Städtchen heißt nicht nur Stratford upon Avon wie Shakespeares Geburtsort, es liegt nicht nur an einem kleinen Fluss, der natürlich auch Avon heißt, mit einem kleinen See und vielen Schwänen darauf, sondern es hat auch ein Shakespeare-Theater und im Sommer ein Theaterfestival, eines der größten Nordamerikas. Dann wimmelt es im Park, am See und in den Straßen rund um das Festival-Zentrum vor Künstlern, Kunsthandwerkern und Theatervolk. In der Umgebung siedeln viele Amish People, Mennoniten, die nach alter Sitte Brot, Käse, Fleisch, Wurst produzieren, auch viele andere Lebensmittel, und auf dem Markt verkaufen.</p>
<p>Weshalb sind Rudi und Brigitte überhaupt ausgewandert, haben Familie, Freunde, die Heimat, alles Vertraute hinter sich gelassen, um sich ins Ungewisse zustürzen? Ich habe es mir später so zusammengereimt, dass das Leben im Deutschland der 1950er Jahre sehr eng war, reglementiert, normiert und wenig Spielraum ließ. Rudis berufliche Chancen mit seinem Gesellenbrief als Dreher waren begrenzt, formelle Qualifikation zählte mehr als praktisches Können. Aber wie hätte Rudi, Sohn einer armen Flüchtlingsfamilie, eine Meisterausbildung finanzieren können. Oder gar ein Hochschulstudium? Zumal er kein Abitur hatte und der Zweite Bildungsweg eine ferne Utopie war. Noch später habe ich ihn gefragt, was für die Auswanderung tatsächlich den Ausschlag gab. Und siehe da, es waren Träume. Australien, Norwegen, Kanada… Irgendwo in der weiten Welt wollten sie Sprachen lernen, ein anderes Leben ausprobieren. Brigitte war beseelt von dem Gedanken, sagt Rudi, sie hat Prospekte gesammelt, sie zu Hause studiert. Und er, wollte er sie beeindrucken? Rudi lächelt. Die Frage hat er nicht ganz verstanden. Vor ein paar Jahren sind Brigitte und Rudi aus ihrem Haus mit den vielen Treppen in eine altersgerechte Wohnung gezogen. Natürlich in der Romeo Street, Shakespeare lässt grüßen. Brigitte ist im Mai 2025 gestorben, sie wurde 88 Jahre alt. Rudi ist im Februar 94 geworden. Seine drei Kinder haben einen „caring and homekeeping service“ organisiert. Vor allem die Töchter, die in der Nähe von Toronto wohnen, kommen öfter vorbei. Aber er versorgt sich auch selbst, hat vor kurzem wieder die Führerscheinprüfung bestanden, die Senioren in Kanada alle zwei Jahre ablegen müssen. Rudi kann von seinem Balkon aus in den Upper Queen’s Park schauen. Oder an guten Tagen auch mal ein Stück hinübergehen, Richtung Festivaltheater. Oder zu den Schwänen.&nbsp;So war es bis zum Pfingstsonntag. Sein Herz, das für andere immer so groß war, hat aufgegeben. Am Abend ist er gestorben. Ein Jahr und zwei Tage nach dem Tod von Brigitte.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Luitgard Hügle geb. Grupp aus Barberino Val d’Elsa bei Poggibonsi </strong></span>wollte etwas schreiben, aber dann schrieb sie mir nach ihrem 85sten Geburtstag, dass sie sich aus diesem „Geschäft“ zurückziehen möchte. Vermutlich ist ihr das inzwischen zu viel und zu anstrengend. Jedenfalls sage ich DANKE für die bisherige reichliche Unterstützung. Und so habe ich halt selbst recherchiert und auch etwas gefunden:</p>
<p><strong>Fritz Hügle</strong> stammt aus Rottweil und seine Frau Luitgard geb. Grupp aus dem Dreißental in Oberkochen. Fritz wollte im Werkzeugbau und- vertrieb tätig werden und da kommt man an Oberkochen nicht vorbei – dem Zentrum der Holzbearbeitungswerkzeuge. Und so kamen Fritz und Luitgard zusammen. Mitte der 60er Jahre zogen sie nach Poggibonsi und gründeten die Firma LIGNO-Systems, ein Vertriebs- und Serviceunternehmen für Maschinenwerkzeuge. Zeitweise beschäftigten sie bis zu 80 Mitarbeiter. Fritz war u.a. Repräsentant für OPPOLD und belieferte überwiegend die holzverarbeitenden Unternehmen in Norditalien und übernahm den Service für die verkauften Werkzeuge. 2005 schlossen sie die Firma und genießen seither das Leben in ihrem schönen Haus. Und hin und wieder kommen Oberkochener zu Besuch und man erzählt sich Geschichten bei gutem italienischem Essen und Trinken – wie Renate und ich auch schon erfahren durften.</p>
<p><strong>Luitgard Hügle</strong> ist eine geborene Grupp und hat damit eine weitverzweigte Familie, denn die GRUPPS aus Oberkochen sind wohl die größte Familie unseres Heimatortes. Herbert „Hättere“ und Paul sind ihre Brüder. Es erforderte damals sicher eine Menge Mut, in den 60ern den Schritt nach Italien zu wagen, den sie aber sicher nie bereute. Zurück nach Oberkochen? Nur zu Besuch, denn die italienische Lebensweise ist doch eine andere und wenn man sie mal kennengelernt hat, gibt man sie nicht wieder auf. <em>„Schaffe hat mr scho au müasse“,</em> aber in Kombination mit dem <em>„Dolce far niente“</em> ist das doch viel erträglicher und schöner. Die Tochter betreibt in der Nähe von Ancona ein Hotel mit Restaurant und der Sohn ist nach Berlin gezogen. Ihre heimatlichen Spuren finden sich in vielen Berichten von ihr, die in Dietrich Bantels und in meinen Berichten Eingang gefunden haben.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_18 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32488" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32488" class="wp-image-32488 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-17-Luitgard-und-Fritz-Huegle.jpg" alt width="650" height="877"><p id="caption-attachment-32488" class="wp-caption-text">2014: Luitgard und Fritz in ihrem Zuhause (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>​</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Petra Dobbs geb. Reimann (auch ein Mitglied des „Sechser-Clubs“) schickte mir folgenden Bericht aus Connecticut / USA. </strong></span><strong>(Sie hat ihr Talent zum Schreiben schon früh in einigen Berichten in der Schülerzeitung SCOLASSO unter Beweis gestellt) </strong>….und wenn der Flieger aus New York sich langsam den roten Dächern Süddeutschlands nähert, landet und ich in den Flughafen entlassen werde, dann klingt es, riecht es, fühlt sich an wie zuhause. Das hat sich in den über 50 Jahren meiner Abwesenheit aus Deutschland nicht geändert. Die Vertrautheit der Klänge und die Leichtigkeit, mit der sich mein Denken umstellt auf das Deutsche, überrascht mich jedes Mal.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32486" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32486" class="wp-image-32486 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-24-Den-Volkmarsberg-hoch-1964.jpg" alt width="1200" height="912"><p id="caption-attachment-32486" class="wp-caption-text">1964: Petra mit ihrem Papa auf dem Weg zum Volkmarsberg in den Wintern unserer Kindheit (überlassen von Petra Dobbs)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>An einem verschneiten, kalten Tag im April 1976 landete ich zum ersten Mal als Einwanderer, nicht als Tourist, zusammen mit meinem amerikanischen Mann in New York, was für ihn zuhause, für mich aber ein neues Kapitel mit vielen Fragezeichen war. Alles war neu, ob es die Ortschaftsbilder mit ihren hölzernen Einfamilienhäusern waren, die Lebensmittelangebote in den Geschäften, die Art der Menschen, sich zu begrüßen, der neue Familienverband mit nur fremden Menschen, die mich in ihre Mitte aufnehmen wollten.</p>
<p>Mein Mann und ich hatten vor der Abreise nach Amerika in England gelebt und hatten Europa bereist mit unserem sehr geliebten VW-Bus, hatten auch die Universität in Cambridge zur Weiterbildung genutzt und waren an einem Punkt angekommen, wo unsere Finanzen nach Auffrischung riefen. Eine Arbeitsstelle in den Staaten zu finden war Priorität, und ich stellte fest, dass mein Abschluss als Lehrer in den Staaten nicht anerkannt wurde, obwohl nach Lehrern schon damals gesucht wurde.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32490" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32490" class="wp-image-32490 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-23-Petra-Dobbs-mit-Mann-Jim.jpg" alt width="1200" height="1600"><p id="caption-attachment-32490" class="wp-caption-text">2025: Petra mit Ehemann Jim (überlassen von Petra Dobbs)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Stelle, die mir angeboten wurde, war Neugebiet von der Materie her, aber auch der Sachsprache, die mir nicht vertraut war. Probezeit und Einarbeitung waren eine Herausforderung und so kam es, dass das erste Weihnachtsfest, das wir in unserer neuen Heimat feiern wollten, überschattet war von großem Heimweh, das so schlimm war, dass mein Mann anbot, dass ich “nach Hause” fliegen sollte.</p>
<p>Verständnisvoll, wie das Angebot auch war, hat es meine Einstellung zu meinem amerikanischen Leben geändert. Mir wurde klar, dass ich eine Entscheidung getroffen hatte, die mein Leben in andere Bahnen leitete, dass ich den Begriff “des Zuhause“ neu und anders definieren musste.</p>
<p>Als einen Versuch dazu luden wir unsere amerikanische Familie zu einem deutschen Weihnachtsessen mit Gänsebraten und Blaukraut ein, was für alle eine neue kulinarische Erfahrung war. Kochen konnte ich noch nicht besonders gut, viele (damals noch sehr teure) Gespräche mit dem deutschen Ausland, sprich meiner Mutter, wurden geführt, aber das deutsche Gänseessen war ein durchschlagender Erfolg, und es ist zu einer nunmehr 50jährigen Familientradition geworden.</p>
<p>Manche Entscheidungen brauchen lange Anlaufzeit. Zwanzig Jahre nach meiner Einwanderung stellte sich mir die Frage meiner Nationalität. Wir hatten unsere Zelte in Connecticut aufgeschlagen, und aus einer Notlage wurde ein Heim, dicht am Strand des Long Island Sounds, in der Nähe von New York, in einem herrlichen kleinen Staat, der mich in seiner Einstellung an die Menschen im Schwabenland erinnert hat.</p>
<p>Wir hatten das große Glück, dass wir zwei tolle Kinder in die Welt bringen konnten, die unser Heim zum Zuhause machten. Ich war sehr engagiert in der Schule der Kinder und in dem “local board of education”, einem Gremium, das bestimmend ist für die Schulpolitik im Ort. Um wählen zu können oder gewählt zu werden, muss man, wie überall, Landsmann/frau sein. Und das war der Zeitpunkt meiner Bewerbung für einen amerikanischen Pass. Meine Tochter war traurig, weil sie meinte, sie könne nun nicht mehr sagen, ich sei Deutsche…. Ich versuchte zu erklären, dass man das Zuhause aus einem Menschen nicht entfernen kann, dass aber der Mensch in seiner Umwelt politisch aktiv sein muss und dazu gehört das Wählen.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_24 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32489" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32489" class="wp-image-32489 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-22-Petra-Dobbs-in-den-Kanadischen-Rockies.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-32489" class="wp-caption-text">2025: Petra beim Wandern in den kanadischen Rocky Mountains (überlassen von Petra Dobbs)</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mir ist das Land ans Herz gewachsen – ich habe ein erfolgreiches eigenes Geschäft aufgebaut. Verbunden mit meiner Tätigkeit bin ich viel gereist und habe dadurch dieses tolle Land mit seinen traumhaften Landschaften kennengelernt. Auch manche Städte haben mir gut gefallen, Chicago, New Orleans, San Francisco. Ich habe das Wandern entdeckt und es gibt wohl kaum einen größeren Kontrast als die Gletscher in Alaska und die Wüstenlandschaften in Utah und die Schönheit der Rocky Mountains. Wir sind auf unserem vertrauten Long Island Sound gesegelt und haben den Abendhimmel mit dem Blick auf New York bewundert.</p>
<p>Und jetzt komme ich ein wenig in Schwierigkeiten, denn bei aller Liebe und Akzeptanz, die ich für mein Land empfinde, muss ich gestehen, dass mich die gegenwärtige Situation im Lande tief beunruhigt. Es gehört wohl dazu, dass man sein Verhältnis zum Lande ähnlich einer Ehe <em>“for better or worse”</em> sieht. Man nimmt das Gute mit dem Schlechten und hofft auf Besserung.</p>
<p>Damit komme ich zum Ende meines Berichtes. Als ich im Oktober mit dem Flieger aus Frankfurt über die Hochhäuser New Yorks einflog, in die Einwanderungshalle entlassen wurde, dann klang es, roch es, fühlte sich an wie zuhause. Der amerikanische Beamte gab mir meinen Pass zurück und sagte <em>“welcome home”</em> und so war es dann auch.</p>
<p><strong>Ergänzung von Billie:</strong> Sie ist Inhaberin von „PRSS, Inc.“, einem Unternehmen mit Sitz in Norwalk, Connecticut. Ihr Unternehmen bewegt sich im Bereich Business Services / Consulting.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_26 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong><u>AUSWANDERERLISTEN</u></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden im Amtsblatt BUG Oberkochen in den Jahrgängen 1953 bis 1979 unter der Rubrik „Lebewohl sagten der Gemeinde“</strong></span></p>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Anmerkungen: </strong><em>es sind auch Expats, Schüler und Studenten und Heimkehrer aufgelistet und einige sind auch zurückgekommen oder haben sich mehrfach abgemeldet. Einige Male ist das „hin und her“ nicht durchgängig zu recherchieren (z.B. Hügle und Hirner). Alle Gemeldeten „unter Jenaer Str. 2“ waren Werkstudenten der Fa. Zeiss.</em></p>
<p><strong>Hinweis:</strong><em> In den Jahren 1973 und 1974 gab es viele Einwohner ausländischer Herkunft, die in ihre Heimatländer zurückkehrten (23 nach Jugoslawien, 11 nach Italien, 1 nach Türkei, 3 nach Spanien, 1 nach Portugal)</em></p>
<p><strong><u>Im Jahr 1952</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Mikler, Heinz&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Canada</em></li>
</ul>
<p><strong><u>Im Jahr 1953</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Balle, Elisabeth (Tochter) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rosenweg 4</em></li>
<li><em>Balle, Johanna (Mutter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rosenweg 4</em></li>
<li><em>Balle, Paul (Vater) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rosenweg 4</em></li>
<li><em>Balle, Wolfgang (Sohn) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rosenweg 4</em></li>
<li><em>Diller, Eduard Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 20</em></li>
<li><em>Folberth, Hans &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Österreich&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 47</em></li>
<li><em>Gold, Paul und Anna Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstraße 17</em></li>
<li><em>Griebenow, Carola (Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Griebenow, Elfriede (Mutter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Griebenow, Kurt (Vater) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Hahn, Fritz </em><em>(kam 1955 zurück) </em><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong><em>USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 15</em></li>
<li><em>Hollenstein, Arthur Frankreich&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Keltenstraße 1</em></li>
<li><em>Klier, Karl-Heinz Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Katzenbachstraße 24 / II</em></li>
<li><em>Kuhn, Elfriede (Mutter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 26 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Kuhn, Falko (Sohn) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 26 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Kuhn, Paul (Vater) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 26 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Kuhn, Ursula (Tochter Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 26 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Lipfert, Horst </em><em>(kam 1955 zurück)</em><em> USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jägergässle 9</em></li>
<li><em>Parageit, Gerhard und Frau USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 13</em></li>
<li><em>Polifke, Franz Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Katzenbachstraße 57</em></li>
<li><em>Pröhl, Annemarie (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 18 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Pröhl, Hannelore (Tochter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 18 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Pröhl, Heidemarie (Tochter USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 18 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Pröhl, Johannes (Vater)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 16 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Stadie, Martin Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstraße 29</em></li>
<li><em>Starke, Hans Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstraße 2</em></li>
<li><em>Ziegler, Bernd (Sohn) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Ziegler, Hans-Hermann (Kind)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Ziegler, Käthe (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Ziegler, Konrad (Sohn)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Ziegler, Kurt (Vater) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Im Jahr 1954</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Bauer, Gerda (Tochter) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 8</em></li>
<li><em>Bauer, Hedwig (Mutter) Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 8</em></li>
<li><em>Bauer, Kurt (Vater) Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 8</em></li>
<li><em>Bieber, Hermann Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 7</em></li>
<li><em>Böttger, Angelika (Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 32 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Böttger, Brigitte (Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 32 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Böttger, Doris (Mutter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 32 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Böttger, Rudolf (Vater)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 32 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Böttger, Udo (Sohn) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 32 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Brack, Creszentia Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 4</em></li>
<li><em>Colby, Bernhard England&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ???</em></li>
<li><em>Eisenmann, Gerhard Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 7</em></li>
<li><em>Fleischmann, Alfreda Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 34</em></li>
<li><em>Gaiser, Peter (kam 1954 zurück &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brasilien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 23 / 1</em></li>
<li><em>Geiß, Erwin </em><em>(kam irgendwann zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstraße 40</em></li>
<li><em>Götze, Renate Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 26</em></li>
<li><em>Henschel, Fritz &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mühlstraße 12</em></li>
<li><em>Koslowski, Gerhard (Vater) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Koslowski, Ruth (Mutter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Koslowski, Hansjürgen (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Koslowski, Klaus-Uwe (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Krüger, Dieter (Sohn) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 34&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Krüger, Frieda (Mutter) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 34&nbsp; </em></li>
<li><em>Krüger, Günther (Sohn) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 34&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Krüger, Theodor USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 10</em></li>
<li><em>Krüger, Walter (Vater) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 34&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Krüger, Walter jun. (Sohn) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 34&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Kunert, Ursula Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heidenheimer Str. 2</em></li>
<li><em>Küster, Irene Österreich&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Katzenbachstraße 25</em></li>
<li><em>Lehmann, Heinz USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 22</em></li>
<li><em>Lehmann, Rosa &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 22</em></li>
<li><em>Maier Vinzenz (*Sohn) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Eugen (**Vater) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Eugen (*Vater) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Eugen jun. (*Sohn) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Helene (*Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Hubert (*Sohn) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Lidwina (*Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Lidwina (*Eltern) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Lore (**Mutter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Maria (*Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Maier, Monika (**Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 77</em></li>
<li><em>Pathe, Oskar Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstraße 70</em></li>
<li><em>Remde, Heinz USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im Mahd 5</em></li>
<li><em>Remde, Irene USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im Mahd 5</em></li>
<li><em>Schäfer, Alexander (Vater) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Feigengasse 7</em></li>
<li><em>Schäfer, Alexander jun. (Sohn)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Feigengasse 7</em></li>
<li><em>Schäfer, Elisabeth (Mutter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Feigengasse 7</em></li>
<li><em>Schäfer, Regina (Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Feigengasse 7</em></li>
<li><em>Schäfer, Renate (Tochter)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Feigengasse 7</em></li>
<li><em>Schäfer, Sonja (Tochter)</em> <em>Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Feigengasse 7</em></li>
<li><em>Sekera, Hildegard Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstraße 6</em></li>
<li><em>Sekera, Stephan Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstraße 6</em></li>
<li><em>Tramnitz, Günther </em><em>(1958 zurück)</em><em> Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstraße 40</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Im Jahr 1955</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Brinkmann, Klaus Japan&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr. 52</em></li>
<li><em>Brinkmann, Ursula Japan&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr. 52</em></li>
<li><em>Diller, Emma Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 20</em></li>
<li><em>Fritz, Maria Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mühlstraße 3</em></li>
<li><em>Gräßer, Fritz </em><em>(1958 zurück)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Finkenweg 11&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Gräßer, Helene </em><em>(1958 zurück)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Finkenweg 11</em></li>
<li><em>Hahn, Fritz </em><em>(zum zweiten Mal, 1960 wieder zurück)</em><em> USA &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 1</em></li>
<li><em>Hentschel, Eva &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 22</em></li>
<li><em>Hentschel, Max &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 22</em></li>
<li><em>Juraschka, Eli Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstraße 29</em></li>
<li><em>Koepsel, Hans USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Lang, Grete Spanien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Enzianweg 4</em></li>
<li><em>Pfarrschner, Annemarie (Mutter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heidenheimer Str. 31</em></li>
<li><em>Pfarrschner, Heinz (Vater) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heidenheimer Str. 31</em></li>
<li><em>Pfarrschner, Ulrich (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heidenheimer Str. 31</em></li>
<li><em>Schlosser, Eleonore USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstr. 59</em></li>
<li><em>Schmidt, Eberhard Brasilien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nelkenweg 9&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Winter, Charlotte (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Volkmarsbergstraße 15</em></li>
<li><em>Winter, Doris (Tochter) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Volkmarsbergstraße 15</em></li>
<li><em>Winter, Jutta (Tochter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Volkmarsbergstraße 15</em></li>
<li><em>Winter, Ludwig (Vater) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Volkmarsbergstraße 15</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Im Jahr 1956</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Adolf, Renate Schweden&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 32</em></li>
<li><em>Adolf, Rosemarie Schweden&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 32</em></li>
<li><em>Bestle, Adolf (Vater) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Blumenstr. 24</em></li>
<li><em>Bestle, Barbara (Mutter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp; Blumenstr. 24</em></li>
<li><em>Bestle, Erika (Tochter) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Blumenstr.&nbsp; 24</em></li>
<li><em>Bestle, Manfred (Sohn) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp; Blumenstr. 24</em></li>
<li><em>Bestle, Wolfgang (Sohn) Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp; Blumenstr.&nbsp; 24</em></li>
<li><em>Bohnhardt, Martha (Mutter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 20</em></li>
<li><em>Bohnhardt, Ferdinand (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 20</em></li>
<li><em>Gründler, Monika (Tochter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nelkenweg 5</em></li>
<li><em>Gründler, Paul (Vater) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nelkenweg 5</em></li>
<li><em>Gründler, Waltraud (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nelkenweg 5</em></li>
<li><em>Heid, Werner Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Finkenweg 4</em></li>
<li><em>Holster, Wilhelm Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Feigengasse 14</em></li>
<li><em>Jahn, Gerhard Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 20 </em><em>(Baracken)</em></li>
<li><em>Janßen, Ute </em><em>(1957 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 31</em></li>
<li><em>Kahle, Gerda </em><em>(kein Land angegeben) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Afrika&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kapellensteige 8</em></li>
<li><em>Kulhanek, Thomas &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 59</em></li>
<li><em>Kurrek, Wolfgang USA&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Sperberstr. 17</em></li>
<li><em>Maier, Fritz USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 14</em></li>
<li><em>Mikler, Rudolf Canada&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Weingartenstr. 55</em></li>
<li><em>Müller, Heinz (Vater) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 18</em></li>
<li><em>Müller, Holger (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 18</em></li>
<li><em>Müller, Rainer (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 18</em></li>
<li><em>Müller, Sonja (Mutter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 18</em></li>
<li><em>Seilkopf, Heinz &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr.&nbsp; 69</em></li>
<li><em>Strehle, Gerhard Schweiz&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Zeppelinweg 23</em></li>
<li><em>Süß, Sigmar USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr.&nbsp; 32</em></li>
<li><em>Süß, Martha USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr.&nbsp; 32</em></li>
<li><em>Trittler, Franz Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstr. 44</em></li>
<li><em>Trukenmüller, Leo USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mühlstr. 12</em></li>
</ul>
<p><strong><u>&nbsp;</u></strong><strong><u>Im Jahr 1957</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Betzler, Brigitte </em><em>(1958 zurück)</em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstr. 38</em></li>
<li><em>Bosshammer, Marianne</em><em> (1959 zurück)</em><em> Schweden&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstr. 42</em></li>
<li><em>Düver, Marlies</em><em> (1958 zurück)</em><em> Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Försterstr. 3</em></li>
<li><em>Eichenberg, Wolfram Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Spatzenweg 3</em></li>
<li><em>Fischer, Sigrid USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 12</em></li>
<li><em>Fröbel, Gerhard &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Niederlande&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Volkmarsbergstr.&nbsp; 19</em></li>
<li><em>Gehringer, Reinhold Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstr. 44</em></li>
<li><em>Hirner, Adolf </em><em>(zurück 1959, wohl nur befristet)</em><em> Canada&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Sperberstr. &nbsp; 32</em></li>
<li><em>Hüttich, Gunther (Sohn) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 13</em></li>
<li><em>Hüttich, Heinz (Vater) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 13</em></li>
<li><em>Hüttich, Lilly (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 13</em></li>
<li><em>Hüttich, Rainer (Sohn) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 13</em></li>
<li><em>Köhler, Heinz Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Keltenstr. 1</em></li>
<li><em>König, Barbara England&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gartenstr.&nbsp; 23&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em></li>
<li><em>Mangold, Theresia Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstr.&nbsp; 4</em></li>
<li><em>Merkl, Annemarie (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 34</em></li>
<li><em>Merkl, Dorid (Tochter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 34</em></li>
<li><em>Merkl, Gudrun (Tochter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 34</em></li>
<li><em>Merkl, Walter (Vater) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 34</em></li>
<li><em>Müller, Edeltraud (**Mutter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 63 / II</em></li>
<li><em>Müller, Horst (**Vater) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 63 / II</em></li>
<li><em>Müller, Lore (*Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 16</em></li>
<li><em>Müller, Silvia (**Tochter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 63 / II</em></li>
<li><em>Müller, Walter (*Vater) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 16</em></li>
<li><em>Müller, Walter jun. (*Sohn) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 16</em></li>
<li><em>Müller, Willy *(Sohn) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 16</em></li>
<li><em>Pantke, Erhard USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr. 33</em></li>
<li><em>Reinhard, Otto Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wiesenweg 1</em></li>
<li><em>Rühle, Willy Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rosenweg 3</em></li>
<li><em>Schluderbacher, Niels &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Italien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sperberstr.&nbsp; 19</em></li>
<li><em>Schubert, Gisela (</em><em>1958 zurück</em><em>) Frankreich&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jenaer Str. 41</em></li>
<li><em>Siegel, Gerda (Mutter) USA&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Panoramastr. 1</em></li>
<li><em>Siegel, Ralph (Sohn) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Panoramastr. 1</em></li>
<li><em>Trillhose, Siegfried Niederlande&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Panoramastr. 1</em></li>
<li><em>Ziegler, Peter USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heidenheimer Str. 29</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Im Jahr 1958</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Amann, Gerdi USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr.&nbsp; 25</em></li>
<li><em>Amann, Siegfried USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr.&nbsp; 25</em></li>
<li><em>Bauer, Anneliese </em><em>(1959 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; England&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jägergässle 24</em></li>
<li><em>Blume, Hermann Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Walter-Bauersfeld-Str. 39</em></li>
<li><em>Dauner, Ursula </em><em>(1959 zurück)</em><em> England&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Meisengasse 1</em></li>
<li><em>Gläß, Margarethe</em><em> (1959 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wacholdersteige 22</em></li>
<li><em>Heid, Dieter Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Finkenweg 4</em></li>
<li><em>Juchum, Heinz Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heidenheimer Str. 22</em></li>
<li><em>Just, Anni (Mutter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rosenweg 3</em></li>
<li><em>Just, Walter (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rosenweg 3</em></li>
<li><em>Koetschau, Hans-Joachim USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstr. 64</em></li>
<li><em>Kolb, Adolf Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lerchenstr.&nbsp; 7</em></li>
<li><em>Kolb, Elisabetha Australien&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lerchenstr. 7</em></li>
<li><em>Lehmann, Wilfried </em><em>(1959 zurück)</em><em> Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Walter-Bauersfeld-Str. 39</em></li>
<li><em>Mehlhorn, Eberhard Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Keltenstr.&nbsp; 1</em></li>
<li><em>Meyer, Bertha USA &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 38</em></li>
<li><em>Neukomm, Hans-Rudi &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lerchenstr. 3</em>
<ul>
<li><em>er war Schweizer und erster Geschäftsführer bei Leitz in Dietikon (CH) und später zusätzlich in Leitz Colmar (F) und wurde wohl in dieser Zeit einige Monate bei Leitz eingearbeitet</em></li>
</ul>
</li>
<li><em>Nyenhuis, Hans &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr. 42</em></li>
<li><em>Röder, Bernd (Sohn) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 22</em></li>
<li><em>Röder, Erika (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 22</em></li>
<li><em>Röder, Manfred (Vater) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 22</em></li>
<li><em>Rosenberg, Fritz </em><em>(1959 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wacholdersteige 24</em></li>
<li><em>Schneppe, Johanna (Mutter) </em><em>(1969 zurück)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 10</em></li>
<li><em>Schneppe, Karl (Vater) </em><em>(1969 zurück)</em><em> USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 10</em></li>
<li><em>Schneppe, Renate (Tochter) </em><em>(1968 zurück)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 10</em></li>
<li><em>Weber, Diana (Tochter) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr. 14</em></li>
<li><em>Weber, Gerhard (Vater) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr. 14</em></li>
<li><em>Weber, Johanna (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr. 14</em></li>
<li><em>Witt, Emil Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 36</em></li>
<li><em>Zack, Heide-Christel</em><em> (1959 zurück)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zeppelinweg 11</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Im Jahr 1959</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Bauer, Anneliese </em><em>(1961 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Frankreich&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jägergässle 24</em></li>
<li><em>Beyenal, Hakki &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Türkei&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 7</em></li>
<li><em>Dorster, Heidi </em><em>(1961 zurück)</em><em> Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 1</em></li>
<li><em>Grupp, Hans</em><em> (1961 zurück)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mühlstr. 26</em></li>
<li><em>Hammer, Ingeborg </em><em>(1960 zurück)</em><em> Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 25</em></li>
<li><em>Kindermann, Christa </em><em>(1961 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Walter-Bauersfeld-Str. 11</em></li>
<li><em>Kloppe, Johanna </em><em>(1961 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; England&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 19</em></li>
<li><em>Klotz, Antalne Ungarn&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heidenheimer Str. 30</em></li>
<li><em>Kürbs, Gerti </em><em>(1960 zurück) </em><em> Schweiz&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Panoramastr. 5</em></li>
<li><em>Kurth, Günther Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 68</em></li>
<li><em>Lensler, Brigitte </em><em> (1959 zurück)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Friedhofweg 4</em></li>
<li><em>Mikler, Brigitte Meroth Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dreißentalstr. 55</em></li>
<li><em>Motzer, Helga </em><em>(1961 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; England&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 19</em></li>
<li><em>Müller, Lore (Mutter) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr. 75</em></li>
<li><em>Müller, Walter (Vater) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr.&nbsp; 75</em></li>
<li><em>Müller, Walter (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr.&nbsp; 75</em></li>
<li><em>Müller, Willy (Sohn) Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weingartenstr.&nbsp; 75</em></li>
<li><em>Paap, Lieselotte Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wacholdersteige 22</em></li>
<li><em>Pfitzenmayer, Sigrid </em><em>(1961 zurück)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wacholdersteige 21</em></li>
<li><em>Schneck, Edgar &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Turmweg 20</em></li>
<li><em>Schweda, Hedwig (Mutter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 52</em></li>
<li><em>Schweda, Karl (Vater) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 52</em></li>
<li><em>Schweda, Siegfried (Sohn) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 52</em></li>
<li><em>Schweda, Sieglinde (Tochter) USA&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Brunnenhalde 52</em></li>
<li><em>Sieber, Erich </em><em>(1961 zurück und dann wieder los)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ölweiher 1</em></li>
<li><em>Strehle, Gerhard</em><em> (1959 zurück) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr.&nbsp; 5</em></li>
<li><em>Strehle, Waltraud Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sonnenbergstr. 5</em></li>
<li><em>Voigt, Heide </em><em>(1960 zurück)</em><em> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Walter-Bauersfeld-Str. 14</em></li>
<li><em>Waradi, Istvan Ungarn&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Heidenheimer Str. 30</em></li>
<li><em>Wirth, Albert Canada&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aalener Str. 38</em></li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg – Der Nicht-Ausgewanderte</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 860: Unsere Auswanderer und Expats — weltlich und geistlichTeil 4</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-860-unsere-auswanderer-und-expats-weltlich-und-geistlichteil-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=32481</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #ff0000;">Auswanderung nach Südamerika von Wilhelm und Irma Spiegler.</span> </strong><em>(Die Erinnerungen von Irma stammen aus dem Sommer 2000). </em>Ende der vierziger Jahre trat unser Schwager Willy Pfütze, der zu der Zeit bei der Firma Zeiss arbeitete, an meinen Mann heran, um seinen Rat zu hören betreffend Gummivulkanisierung an Zeiss‘schen Instrumenten, vor allem Feldstechern. Mein Mann studierte den Fall und ließ Rohgummi kommen, und als ich meinen transportablen elektrischen Backofen suchte, hatte er ihn mit in die Werkstatt genommen und probierte frisch darauf los. Die Sache klappte, ich war meinen Ofen los und Gretel Bleibler (früher Gretel Jooss) musste den Teig wieder zum Bäcker bringen. Gretel arbeitete zu der Zeit in unserem Haushalt, sie war sehr tüchtig, sehr fleißig und liebenswert im Umgang. Sie blieb bis Ende 1950, dann bekam sie eine Stelle bei Zeiss und wir waren sowieso schon bei der Auflösung der Werkstatt. Die Versuche meines Mannes mit dem Vulkanisieren waren der Anfang der Firma Gummi Pfütze. Auch machte mein Mann Schleifscheiben, die ebenfalls bei uns gegossen wurden. Aber der Wunsch nach Auswanderung blieb. Am liebsten wären uns die USA oder Kanada gewesen, aber da hätte man zu lange warten müssen. Doch dann bot sich Brasilien an, das zu der Zeit Techniker suchte.</p>
<p>Mein Mann und Herr Dr. Wagner von Zeiss, ein guter Freund meines Mannes und inzwischen aus der Firma ausgeschieden, griffen die Sache auf uns setzten sich mit Willy Seybold, Büro für Wirtschaftsorganisation, Frankfurt am Main, in Verbindung. Da die Kenntnisse beider für Südamerika von Interesse waren, wurde ihnen der Vorschlag gemacht, nach Asuncion, Paraguay, auszuwandern, da gerade hier Fachleute gesucht wurden und Paraguay durch die Regierung Strössner *** besonders deutschfreundlich war. Willy Seybold leitete alles in die Wege und mein Mann sowie Herr Dr. Wagner bekamen das permanente Visum sowohl für Brasilien und Argentinien als auch für Paraguay.</p>
<p><strong>*** Der Name Strössner verlangt nach einem erklärenden Hinweis:</strong> “<em>Stroessners Vater war Hugo Strößner, der aus dem oberfränkischen&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hof_(Saale)" target="_blank" rel="noopener"><em>Hof an der Saale</em></a><em>&nbsp;stammte und als Buchhalter in einer Brauerei arbeitete. 1898 wanderte Strößner nach Paraguay aus, wo er die Paraguayerin Heriberta Matiauda heiratete, mit der er drei Kinder hatte.&nbsp;Stroessners Zeit als Präsident von Paraguay ist einerseits von einem wirtschaftlichen Aufschwung, andererseits von einer an Totalitarismus grenzenden Diktatur gekennzeichnet. Seine Amtszeit war unter anderem geprägt von extremem&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Personenkult" target="_blank" rel="noopener"><em>Personenkult</em></a><em>, massiver Begrenzung der Medienfreiheit, der Unterdrückung jeglicher politischer Opposition, systematischer Folter,&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Extralegale_Hinrichtung" target="_blank" rel="noopener"><em>extralegalen Hinrichtungen</em></a><em>,&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konzentrationslager_(historischer_Begriff)" target="_blank" rel="noopener"><em>Konzentrationslagern</em></a><em>, der sexuellen Ausbeutung von Angehörigen indigener Ethnien und vielen anderen Verbrechen. Zudem bot er in den Jahren 1959–1960 dem Lagerarzt von Auschwitz&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Mengele" target="_blank" rel="noopener"><em>Josef Mengele</em></a><em> Unterschlupf</em>.”</p>
<p>Auf Anraten von Seybold kaufte mein Mann einen Volks-Kombiwagen Luxus, dessen Karosserie blau-silber war. Es stellte sich nachher heraus, dass es der erste Kombiwagen in Paraguay war.<br>Ende des Jahres 1950 sollte die Reise mit dem französischen Schiff »Florida« von Marseille/Frankreich aus losgehen. Die schon gepackten Kisten gingen nach Frankreich zum Transportunternehmen, um dort auf Abruf zu lagern, denn wir, die Familie, sollten erst später nachkommen. Es wurde lediglich der Kombiwagen mit allem Nötigen gefüllt und zusammen mit dem ebenfalls auswanderungswilligen Helmut Falkenhain mit Frau und zwei Kindern ging am 2. Weihnachtsfeiertag von Frankfurt aus die Reise nach Marseille los, einschließlich Dr. Wagner.</p>
<p>Familie Falkenhain fuhr gleichfalls in ihrem Kombi, aber ihr Ziel war Brasilien, wo sie bald nach Ankunft den Kombi verkaufen konnten, um eine bereits bestehende, gutgehende Pension in Pacht zu übernehmen und somit auch gleich einen guten Anfang hatten.</p>
<p>Mein Mann und Dr. Wagner fuhren also weiter nach Buenos Aires, wo, da ja Hochsommer in Südamerika, sie sehr große Hitze empfing. Dr. Wagner machte schlapp und mein Mann fuhr allein mit dem Kombi nach Asuncion. Dort machte er die Bekanntschaft eines Herrn zum Baum, der ihn mit der deutschen Kolonie bekannt machte. Eine ältere Witwe, Frau Kraus, suchte für ihr Unternehmen — Herstellung von Papierwaren aller Art, Bücher usw. — einen tüchtigen Chef. Zur Zeit ihres Mannes wurden dort sogar Banknoten gedruckt. Die Familie wäre ebenfalls erwünscht und ein Haus mit Garten sei auch vorhanden. Unsere Familie bestand zu der Zeit aus uns Eltern und 5&nbsp;Kindern, denn 1946 wurde unsere Irmhild und 1948 Sohn Wilfried geboren.</p>
<p>Mein Mann schaute sich erst einmal alles an und fand vor allem die Hitze dort unerträglich. Er kam ja aus dem deutschen Winter in den paraguayischen Sommer und das muss erst verkraftet werden.</p>
<p>Ich hatte mit meines Mannes Einverständnis und auf Anraten von Seybold unser Haus verkauft, das Nötigste verpackt und die Haushaltskiste ebenfalls zur Spedition nach Frankfurt geschickt. Wir selbst fanden in der Nähe von Frankfurt eine Pension, die froh war, zu der Zeit Gäste zu haben und so war ich auch gleich nahe Frankfurt, um auch meinen Pass in Ordnung zu bringen, denn mir fehlten ja noch die Eintragungen für Brasilien, Argentinien und Paraguay.</p>
<p>Mein Mann konnte sich so schnell nicht für Paraguay entschließen und wollte erst einmal zurück zu Dr. Wagner in Argentinien und seine Meinung hören. Er verkaufte den Kombi an das Militär, das ihn unbedingt wollte, und ließ die anderen Sachen bei Frau&nbsp;Kraus.</p>
<p>In Buenos Aires hatte sich Dr. Wagner wieder erholt und bereits Anschluss in der deutschen Kolonie gefunden und auch schon eine Anstellung in seinem Fach. Er besprach die Sache mit meinem Mann, fand es in Argentinien gut, wollte bleiben und auch meinem Mann eine gute Stellung besorgen. Aber mein Mann wollte nicht, sondern kam wieder nach Deutschland zurück, um sich alles zu überlegen und die Sache mit mir zu besprechen. Natürlich suchte er auch Willy Seybold auf. Hier traf er zufällig Graf Zeppelin mit Sohn, die nach Brasilien wollten, um sich dort einmal umzusehen und eventuell Land zu kaufen.</p>
<p>Wir beschlossen, doch nach Paraguay zu gehen, sagten der Spedition Bescheid, unser Auswanderergut nach Buenos Aires zu schicken. So ging also für uns alle am 25. Mai 1951 die Reise per Zug nach Marseille los. Es war eine lange Fahrt. Dort wartete das gerade von der Jungfernfahrt zurückgekommene französische Schiff »Provence« auf uns und los ging die Fahrt, die sehr angenehm verlief.</p>
<p>Auf dem Schiff kam mein Mann weiter ins Gespräch mit Graf Zeppelin, der sagte: »Herr Spiegler, wenn Sie das Visum auch für Brasilien haben, warum steigen sie nicht erst mal dort aus und sehen sich alles an?« Mein Mann sagte: »Aber unsere Kisten sind nach Buenos Aires deklariert und liegen zu unterst im Schiff und man wird sie nicht herausgeben«. Graf Zeppelin meinte, das wäre kein Problem, er hätte einen Bekannten in Buenos Aires, der würde die Kisten in Empfang nehmen und, wenn wir in Brasilien blieben, sie mit dem nächsten Frachter nach Santos schicken.</p>
<p>Mein Mann willigte ein und so fuhren wir nicht bis nach Buenos Aires, sondern nur bis Santos und dann weiter nach Sao Paulo, wo wir zuerst im Hotel und dann in der Pension Falkenhain wohnten. Mein Mann war dann fast jeden Tag mit Graf Zeppelin unterwegs und fand schließlich, dass es doch richtiger wäre, in Brasilien zu bleiben, da wäre doch viel mehr&nbsp;los.</p>
<p>Also ließen wir unsere Kisten nach Santos kommen, stellten aber fest, dass gerade die Haushaltskiste irgendwie verschwunden war. Sie tauchte auch nicht wieder auf, was für die Familie besonders schmerzlich war, weil sie nicht nur das enthielt, was wir so nötig am Anfang brauchten, sondern auch die Spielsachen der Kinder, Schulranzen usw. sowie die elektrische Eisenbahn mit allem Zubehör der Jungens.</p>
<p>Nachdem sich Graf Zeppelin doch nicht entscheiden konnte, in Brasilien etwas zu kaufen, reiste er ab und wir hörten nie wieder etwas von ihm. Auch Dr. Wagner meldete sich nie wieder bei&nbsp;uns.</p>
<p>Wir mieteten uns nun ein neu erbautes Haus in einer angenehmen Wohngegend und waren auf uns allein gestellt. Da wir im brasilianischen Winter ankamen, wurde für uns die Klimaanpassung leichter und wir empfanden es angenehm, dass es von Monat zu Monat wärmer wurde und wir schließlich unser erstes Weihnachtsfest in den Subtropen in Sommerkleidern und unter Pinienzweigen feiern konnten. Mein Mann flog nach Weihnachten noch einmal nach Paraguay und dann entschieden wir uns endgültig hier in Sáo Paulo zu bleiben. Unsere ersten Möbel machte mein Mann selbst und sie sind ihm ganz gut gelungen.</p>
<p>Mein Mann fand Arbeit bei der Firma D. E&nbsp;Vasconcellos, Hersteller von optischen Geräten und zwar als Leiter des Laboratoriums und der Abteilung für Hochvakuumtechnik, zum Aufdampfen von Qualitätsaluminiumspiegeln und Lichtbrechung vermindernden Schichten, also der sogenannte T‑Belag auf der&nbsp;Optik. 1954 wurde unsere Tochter Sonia geboren.</p>
<p>Nach viel Fleiß und Sparsamkeit war es dann soweit, dass wieder eine eigene Fabrik entstand, in der Schleifmaschinen für Widiastähle, Feilmaschinen und Flächenschleifmaschinen hergestellt wurden. Es wurden aber auch Lohnarbeiten gemacht und es arbeiteten acht Personen.</p>
<p>Der Verbrauchermarkt war jedoch nach einigen Jahren gesättigt, so dass die Firma verkauft wurde. Von dem Erlös kauften wir uns ein soeben fertig gestelltes ebenerdiges Haus, das elfte in einer Einbahnstraße, in dem ich noch heute wohne. Es bestand und besteht auch heute noch viel Grünes. Am Straßenende dehnt sich zwar noch die 30 Hektar große Chàcara (Landgut) des ehemaligen Schweizer Besitzers aus, doch in der Straße hinter uns stehen schon 12-stöckige Hochhäuser.</p>
<p>Am Ende des Grundstücks ließ mein Mann wiederum eine, zuerst kleine Fabrik entstehen, die sich im Laufe der Jahre um mehr als 150 qm auf das neben uns liegende, inzwischen gekaufte Grundstück erweiterte. Einen Teil des Maschinenparks der alten Firma hatte mein Mann mitgenommen und nun arbeitete die neue Firma unter dem Namen »3WS” (Wilhelm Spiegler, Wilhelm Hartmut und Wilfried) und wir hatten wieder 8 — 10 Leute zum Arbeiten. Es entstand auch eine eigene Aluminium-Gießerei und eine Härterei und einige Jahre lang wurden für eine Schweizer Firma Wärmeaustauscher hergestellt.</p>
<p>Zur gleichen Zeit wurde mein Mann bei der Mercedes Benz do Brasil, die noch nicht lange im Lande war, als Werkzeug- und Vorrichtungskonstrukteur eingestellt, jedoch dann im allgemeinen Betrieb eingesetzt. Später übernahm und organisierte er dann die Abteilung Werkzeugschleiferei und die Werkzeugausgabe.</p>
<p>​</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32477" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32477" class="wp-image-32477 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-38-Willelm-SpieglerTochter-Schwiegersohn.jpg" alt width="950" height="695"><p id="caption-attachment-32477" class="wp-caption-text">Willelm Spiegler mit Tochter und Schwiegersohn (Archiv Heimatverein Bantel)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mein Mann arbeitete 17 Jahre bis zu seiner Pensionierung bei der Mercedes und widmete sich danach ganz dem eigenen Betrieb. Unsere Tochter Gerda wurde gleichfalls bei der Mercedes angestellt, zuerst in der Direktion, dann aber war sie immer die »rechte Hand« des jeweiligen Präsidenten.</p>
<p>Als mein Mann auf die Fünfzig zuging, erfüllte er sich seinen großen Wunsch, Motorradrennen zu fahren. Er trat dem Centauro-Motor-Club bei, kaufte sich eine NSU Max 250 und trainierte jeden Sonntag fleißig auf der Rennpiste in Interlagos. Danach fuhr er sicher und unfallfrei mit den jungen Leuten Rennen. Drei- und Sechsstunden Rennen meisterte er spielend. Er gewann unter anderem die brasilianische Meisterschaft sowie auch die von Sào Paulo. Auch fuhr er mit einer Maico-Maschine 175 und auch mit einer Lambretta. Unsere Kinder waren hell begeistert und fast immer dabei. Nachdem ihm das Rennen keinen Spaß mehr machte, wurde er ehrenamtlicher Technischer Direktor beim Kart Club hier in Sào Paulo. Zu der Zeit fuhr auch der spätere brasilianische Formel‑1 Fahrer Ayrton Senna sehr rasant Kart.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32478" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32478" class="wp-image-32478 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-11-Spiegler.jpg" alt width="950" height="639"><p id="caption-attachment-32478" class="wp-caption-text">Wilhelm Spiegler bei der Ausübung seines Hobbies (Archiv Heimatverein Bantel)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_31 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nun befasste sich mein Mann mit der Konstruktion und Herstellung von Kart-Motoren, Motorrädern und Motoren für Wassersportzwecke. Einen Motorenprüfstand hatte er sich selbst gebaut.</p>
<p>Meine Tochter Irmhild mit Mann fertigten nach meines Mannes Angaben Surfbretter mit Motor aus Fiberglass, die damals neu auf dem Markt waren, heute sind sie ja weit verbreitet. Meine Enkel waren begeisterte Fahrer auf dem Stausee Sao Paulos. Die Surfbretter wurden von meinem Mann selbst dekoriert. In seiner Freizeit machte mein Mann hübsche Emaille-Arbeiten, die hier noch wenig bekannt waren, vorwiegend kleine Teller, aber auch Armbänder und Gürtel, die aus vielen Einzelteilen bestanden, und auch Manschettenknöpfe. Später fand er Gefallen an der Verarbeitung hübscher Edelhölzer und fertigte Holzteller, Kerzenständer, Vasen und Schmuckkästchen, sowie auch ein ganzes Sortiment Schönheitscremes. Aber zu einer Produktion kam es nicht. Es blieb der Familie, Freunden und Bekannten als Geschenk vorbehalten. Er hatte immer neue Ideen. Auch hatte sich mein Mann als Hobby eine Zierkarpfenzucht in Bassins zugelegt. Wir hatten sehr schöne Exemplare.</p>
<p>Als alles bestens lief, die Kinder verheiratet waren und ihren eigenen Hausstand, ihre Häuser und ihr Auskommen hatten, wurde mein Mann 1982 krank und musste sich hintereinander zwei schweren Operationen unterziehen. Wieder einigermaßen hergestellt, arbeitete er unermüdlich weiter und sagte sich »Ich will, ich kann, ich muss!« Er arbeitete nur noch mit dem jüngsten Sohn. Der Ältere hatte sich bald nach seiner Verheiratung selbständig gemacht und hat vor allem die technische Assistenz an ölbeheizten Industrie- und Bewässerungsanlagen, wie bei dem weltbekannten Unternehmen »Gewürze Fuchs«. Diese Gewürze werden im Bundesstaat Goiàs großflächig angebaut und auch getrocknet. So ist mein Sohn per Flugzeug oder Auto schon Tausende von Kilometern in Brasilien herumgekommen und hat viel gesehen und erlebt.</p>
<p>Im Juni 1988 wurde mein Mann erneut operiert und davon erholte er sich nicht mehr, die Krankheit war zu schwer. Am 8. Juli schloss er seine Augen für immer und wurde am nächsten Tag in der Familiengruft beigesetzt. Es war ein schwerer Verlust für mich und die Kinder. Wir denken in Liebe und Dankbarkeit an ihn. In unseren Herzen lebt er weiter. Ich lebe seit dem allein in unserem Haus. Unser Zweithaus in den Bergen des Bundesstaates Minas Gerais hat unsere Tochter Sonia mit Familie gekauft.</p>
<p>Unser Geschäft »3WS« wurde noch drei Jahre von Sohn Wilfried weitergeführt. Dann lohnte es sich nicht mehr. Mengen von Maschinen kamen ins Land, mit denen Kleinbetriebe nicht mehr konkurrieren konnten. Ebenfalls kam Konkurrenz durch ausländische Großbetriebe. Das Geschäft wurde verkauft und seit einem Jahr wohnt Sohn Wilfried mit Familie in einem Teil der ehemaligen Fabrikräume, die er sich als Wohnung hergerichtet hat. So habe ich immer Gesellschaft.<br>Zwei unserer Kinder sind meine Nachbarn, auch die drei anderen wohnen und arbeiten in Sào Paulo. Nächstes Jahr sind wir ein halbes Jahrhundert hier in Brasilien und werden auch unser Leben hier beschließen.</p>
<p><strong>Wer sich für sein komplettes Leben interessiert, findet diese in den <span style="color: #3366ff;">Berichten <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-372-wilhelm-spiegler-30-05-1912-08-07-1988-1-folge/">372</a> bis <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-376-wilhelm-spiegler-30-05-1912-08-07-1988-5-folge/">376</a></span>, die Dietrich Bantel aus den Erzählungen von Irma Spiegler im Jahr 2000 veröffentlichte.</strong></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><u>AUSWANDERERLISTEN</u></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Einwanderungskarten Rio de Janeiro Brasilien 1900 bis 1965</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Grupp, Heinrich geb. 1906 ausgewandert 1953</em></li>
<li><em>Sapper, Eugen Wilhelm geb. 1944 ausgewandert 1964</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Georgia USA Einwanderungsregister 1794 bis 1993</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Betzler Fratzscher, Anna geb. 1895 ausgewandert 1927</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Kansas USA föderales Einbürgerungsregister 1865 bis 1984</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Combs, Raimund Michael geb. 1960 ausgewandert 1980</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Arizona USA Einbürgerungsregister 1909 bis 1991</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Fünfschilling, Maria geb. 1905 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1927</em></li>
<li><em>Gold, Marie geb. 1905 ausgewandert 1927</em></li>
<li><em>Ulmer, Manfred Karl-Heinz geb. 1956 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1974</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in New York USA bundesstaatlichen und föderalen Einbürgerungsregister 1794 bis 1943</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Fritz, Joseph geb. 1891 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1907</em></li>
<li><em>„Irgendeine“ Rosa geb. 14.11.1881 </em>
<ul>
<li><em>aus Oberkochen; am 17.03.1920 aus Canada nach den USA eingewandert mit Ehemann George Edward Blank (Chauffeur) und den Kindern Juli Marie geb. 1901, James Gordon geb. 1904 und Leon Francis geb. 1906.</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in New York State USA Passagierlisten 1917 bis 1967</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Balle Gerhard geb. 1938 ausgewandert 1962</em>
<ul>
<li><em>Der muss aber zurückgekommen sein, denn er hat später bei Leitz gearbeitet</em></li>
</ul>
</li>
<li><em>Friede, Hasso geb. 1955 ausgewandert 1958</em></li>
<li><em>Siegloch, Maria geb. 1903 ausgewandert 1962</em></li>
<li><em>Uhlendorff, Willi Julius geb. 1908 ausgewandert 1961</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in New Jersey USA Passagierlisten ankommender Flugzeuge</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Crissman, Maria K. geb. 1924 ausgewandert 1960</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Ausländerregistrierung USA während des II. Weltkrieges 1940 bis 1955</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Corsaletti, Bertha geb. 1921 ausgewandert 1947</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Reisepassanträge USA 1795 bis 1925</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Kuhuel, Paul geb. 1845</em></li>
<li><em>Meyer, Bertha geb. 1883</em></li>
<li><em>Völker, Karl</em></li>
<li><em>Völker, Mathilde geb. 1888</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Passagierlisten Afrika, Asien, Australien, Europa</strong></span></p>
<p><strong><em><u>Ankunftsland Australien:</u></em></strong></p>
<ul>
<li><em>Ammon, Gertrud geb. 1920 ausgewandert 1955</em></li>
<li><em>Ammon, Karl-Heinz geb. 1953 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1955</em></li>
<li><em>Ammon, Melitta geb. 1947 ausgewandert 1955</em></li>
<li><em>Ammon, Oscar geb. 1942 ausgewandert 1955</em></li>
<li><em>Geis, Erwin geb. 1930 </em><em>(3 x gelistet: Geis, Beis, Gois)</em><em> ausgewandert 1954 </em></li>
<li><em>Kolb, Adolf geb. 1933 ausgewandert 1958</em></li>
<li><em>Kolb, Elisabeth geb. 1933 ausgewandert 1958</em></li>
<li><em>Maier, Eugen geb. 1936 ausgewandert 1954 </em></li>
<li><em>Maier, Helene geb. 1937 ausgewandert 1954</em></li>
<li><em>Maier, Hubert geb. 1949 ausgewandert 1954</em></li>
<li><em>Maier, Lidwina geb. 1912 ausgewandert 1954</em></li>
<li><em>Maier, Lidwina geb. 1948 ausgewandert 1954</em></li>
<li><em>Maier, Vinzenz geb. geb. 1941 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1954</em></li>
<li><em>Rümmler, Ingrid geb. 1950 ausgewandert 1953</em></li>
<li><em>Schäfer, Sonja geb. 1951 ausgewandert 1954</em></li>
<li><em>Schimmel, Josef geb. 1928 ausgewandert 1956</em></li>
<li><em>Schimmel, Magdalena geb. 1929 ausgewandert 1956</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>&nbsp;</strong><strong><em><u>Ankunftsland Australien:</u></em></strong></p>
<ul>
<li><em>Möhrle, Christine geb. 1945 ausgewandert 1966</em></li>
<li><em>Paukner, Herbert geb. 1942 ausgewandert 1970</em></li>
<li><em>Seidler, Harald geb. 1966 ausgewandert 1966</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Liste „Überquerung der Landesgrenze von USA nach Canada“</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Kopp, Wilhelm geb. 1910 gewechselt 1931</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in der Deutschen Auswanderer Datenbank</strong></span></p>
<p><u>Derzeit sind Passagierlisten aus nachfolgend aufgeführten Zeiträumen erfasst:</u></p>
<p><em>1820 bis 1897:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Anzahl der Auswanderer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 4.702.931</em></p>
<p><em>1904:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Anzahl der Auswanderer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp; 112.121</em></p>
<p><em>1907:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Anzahl der Auswanderer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 79.031</em><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><em>Tausch, Marie geb. 1856&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1865</em></p>
<p><em>Spaeth, Johannes geb. 1850&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1866</em></p>
<p><em>Honold, Jeremias geb. 1829&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1866</em></p>
<p><em>Wieland, Caroline geb. 1857&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1884</em></p>
<p><em>Joos, Carl geb. 1865 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1892</em></p>
<p><em>Lutz, David geb. 1837 (Vater)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1884</em></p>
<p><em>Lutz, Josefa geb. 1845 (Mutter)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1884</em></p>
<p><em>Lutz, Cuno geb. 1876 (Sohn)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1884</em></p>
<p><em>Lutz, Marie geb. 1877 (Tochter)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1884</em></p>
<p><em>Lutz, Josefine geb. 1884&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (Tochter)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1884</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>&nbsp;</em><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg – Der Nicht-Ausgewanderte</strong></p>
<p>​</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 859: Unsere Auswanderer und Expats — weltlich und geistlich Teil 3</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-859-unsere-auswanderer-und-expats-weltlich-und-geistlich-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 22:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=32465</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;">AUSWANDERER NACH DEM II. WELTKRIEG</span></p>
<p><span style="color: #800000;"><span style="color: #ff0000;">Die Geschichte von Gertrud „Trudl“ und August Hauber (geschrieben von und aus der Sicht ihrer Tochter Irmgard Santaiti, geborene Hauber, aus New Jersey</span>).</span> Mein Vater, August Hauber, wurde am 27. April 1921 geboren und ist am 15. Februar 2001 gestorben. Meine Mutter, Gertrud Anna Wingert, wurde am 5. April 1922 geboren und ist am 7. Mai 2010 gestorben. Ich glaube, mein Vater und meine Mutter haben sich zum ersten Mal getroffen, als meine Mutter im Alter von 16 Jahren als Haushaltshilfe in einem Haus arbeitete. Als mein Vater meine Mutter zum ersten Mal sah, war er von ihr hingerissen. Ich würde sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Sie heirateten direkt nach dem Krieg. Ihre Hochzeit war die erste Hochzeit in Oberkochen nach dem II. Weltkrieg. Das Kleid meiner Mutter war aus einem Fallschirm gemacht. Sie heirateten am 1. September 1945. Mein Vater machte eine Ausbildung zum Installateur in Aalen. Auf diese Weise lernten sie sich kennen. Er kam als Lehrling in das Haus, in dem meine Mutter arbeitete, um Klempnerarbeiten durchzuführen. Als junge Frau sehnte sich meine Mutter danach, eine Ausbildung zu machen und einen Beruf zu erlernen. Leider hat sich das nicht ergeben.<br>Meine Eltern, mein Bruder und ich kamen mit dem Schiff nach Amerika mitten im Winter am 5. Februar 1956. Das Meer war kalt und kabbelig. Es gab hohe Wellen. Als Kinder kamen wir damit gut zurecht. Solange wir bei unseren Eltern waren, gab es für uns keine Sorgen und keine Beschwerden. Meine Mutter wurde sehr seekrank.<br>Meine Mutter hatte großes Heimweh nach Deutschland. Mein Vater ging so schnell wie möglich zur Arbeit. Ich glaube, er bekam seinen ersten Job nach nur zwei Wochen in Amerika. Wir kamen mit nichts, nur mit den Kleidern, die wir am Leib trugen, und zwei Koffern. Wir konnten kein einziges Wort Englisch. Wir mussten alles lernen. Ich musste ein Schuljahr wiederholen, weil ich erst die Sprache lernen musste. Ich erinnere mich, als ich eines Tages in der Schule war. Ich meldete mich in der Klasse, und sie konnten nicht verstehen, was ich wollte. Ich habe versucht, ihnen zu sagen, dass ich auf die Toilette muss. Sie versammelten sich alle um mich. Ich glaube, sie haben endlich herausgefunden, was ich wollte. Meine arme Mutter wurde depressiv, denn Amerika war nicht wie Deutschland und sie war weit weg von ihrer Familie. Wir wohnten in einer Wohnung, in einem Gebäude mit vielen anderen Familien. Es gab dort nicht so viele Einfamilienhäuser wie in Deutschland. Wir wohnten in einer Gegend mit vielen Wohnungen, Familien, die in großen Wohnblocks lebten. Meine Eltern machten das Beste daraus. Wenigstens wohnten meine Tante Irene Remde und Maria Angstenberger in der Nähe. Tante Irene und Onkel Heinz haben uns unterstützt.<br>Wir verbrachten viel Zeit mit der kleinen Familie, die wir in Deutschland hatten. Meine Eltern lernten andere Deutsche kennen, und so haben wir unser deutsches Erbe bewahrt. Es war nicht leicht für meine Eltern. Sie hielten durch und wir blieben in Amerika, aber wir vermissten immer unsere Familie in Deutschland. Ich glaube, es war sehr schwer für sie, sich an Amerika zu gewöhnen, vor allem, wenn man die Sprache nicht beherrschte. Meine Eltern waren tapfer. Sie haben unter den gegebenen Umständen ihr Bestes getan. Deutschland war nach dem Krieg in keinem guten Zustand. Meine Mutter erzählte mir, dass sie in Deutschland Lebensmittel einkaufte und eine völlig fremde Frau auf sie zukam, und sie fragte: „Warum bekommen Sie noch ein Kind? Es gibt ohnehin nicht genug zu essen.“ Meine Mutter war zu diesem Zeitpunkt mit mir schwanger. Nach dem Krieg war es eine schlechte Zeit in Deutschland. Ich schätze, man hat ihnen gesagt, dass es in Amerika besser ist. Ich weiß nicht genau, warum sie nach Amerika gezogen sind, das so weit weg war. Meine Eltern haben hart gearbeitet und für uns ein Zuhause in Amerika geschaffen. Sie taten ihr Bestes. An den Wochenenden trafen wir uns mit anderen deutschen Freunden, die meine Eltern kennengelernt hatten. Ansonsten hieß es „Schaffe, schaffe Häusle bauen“, arbeiten und zur Schule gehen. Meine Eltern haben meinem Bruder und mir ein gutes Leben ermöglicht. Wir hatten ein Dach über dem Kopf, Essen auf dem Tisch und wir haben unsere Rechnungen bezahlt. Es fehlte uns an nichts, außer dass wir uns nach unserer Großfamilie in Deutschland sehnten.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32456" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32456" class="wp-image-32456 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-36-Heinz-Irene-und-Sofie-Wanner.jpg" alt width="950" height="854"><p id="caption-attachment-32456" class="wp-caption-text">1954: Heinz und Irene zusammen mit Sofie Wanner geb. Wingert (überlassen von Andrea Wanner-Haupt)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;">Die Geschichte von Irene und Heinz Remde (geschrieben von ihren Kindern Monica Hilken geb. Remde aus New York und Steven Remde aus New Mexico).</span> Irene Margarete Remde, geborene Wingert, und Heinz Karl Remde sind am 9. Januar 1954 aus Oberkochen in die USA ausgewandert. Irene wurde am 4. April 1926 in Oberkochen geboren, Heinz wurde in Hochdorf am 4. April 1924 geboren. Er hat als Praktikant bei Carl Zeiss Jena gearbeitet. Nach dem Krieg, nach 5 Jahren Gefangenschaft in Frankreich, konnte er nicht mehr nach Jena zurück. Carl Zeiss bot ihm eine Stelle in Oberkochen an. Dadurch lernte er Irene kennen. Sie feierten in Oberkochen eine Doppelhochzeit am 2. Juli 1951 mit Sofie Wanner, geborene Wingert, und Erwin Wanner. Nach der Hochzeit wohnten Irene und Heinz im Mahd 5, bis sie nach New York gezogen sind.<br>Die Reise auf der „ITALIA“ von Hamburg nach New York dauerte 11 Tage, und beide waren schwer seekrank. Es gab ein großes Feuer in der Küche auf dem Schiff und man musste das Schiff kippen, um die Flammen zu löschen. Sie sind in New York mit weniger als $10 angekommen.<br>Heinz wurde als Fein-Optiker von American Cystoscope Makers Inc. in den USA abgeworben. Er ist schnell vom Arbeiter zum Vorarbeiter und schließlich zum Manager aufgestiegen. Irene und Heinz sind nach ihrer Ankunft in eine Wohnung in der Tinten Avenue in der Bronx gezogen, welche der Chef von Heinz ihnen vermittelt hat. Zwei Jahre später im Jahr 1956 ist auch Irenes Schwester Gertrud Hauber, geborene Wingert, mit ihrem Mann Gustel Hauber sowie ihren Kindern Robert und Irmgard in die USA ausgewandert. Zusammen haben beide Familien im Jahr 1959 ein Zweifamilienhaus in Bayside, New York gekauft. Heinz hat sich dann mit seiner eigenen Firma „H&amp;S High Precision Optics“ selbständig gemacht.<br>An den Wochenenden haben Irene und Heinz viel Zeit mit ihrer Familie verbracht. Irene ist regelmäßig mit ihren Kindern Monica (geboren 1961) und Steven (geboren 1967) in die Kirche gegangen. Irene hat IMMER Gerichte mit Spätzle gekocht und währenddessen ist Heinz mit den Kindern in die Stadt zum Central Park Zoo gefahren. Ansonsten haben sie im Garten gegrillt. Wenn das Wetter gut war, machten sie Ausflüge zum Strand Jones Beach. Im Oktober 1987 sind die Remdes nach Freehold in Upstate New York gezogen. Das Grüne, der Wald und das Wild in den Catskills haben Heinz und Irene immer an Deutschland erinnert. Heinz ist am 4. Juli 2017 und Irene am 6. August 2018 verstorben.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32457" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32457" class="wp-image-32457 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-37-Familie-Hauber.jpg" alt width="1200" height="1366"><p id="caption-attachment-32457" class="wp-caption-text">1956: Gustel, Trudel Hauber mit ihren Kindern Robert und Irmgart. Irene und Heinz ganz rechts (Bei der Abholung der Schwester). Der zweite Herr von links mit dem Mädchen davor ist unbekannt (überlassen von Andrea Wanner-Haupt) Luiza Guerkale geb. Berger weiß dass der unbekannte Herr ihr&nbsp; Onkel Alfred Angstenberger und das Mädchen davor seine Tochter Elisabeth, also ihre Cousine ist.</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Heidi Pröhl, als Kind wohnte sie mit den Eltern in den alten Zeiss-Baracken, berichtet.</strong></span> Meine Eltern heirateten einst am 02.01.1944 im „Standesamt Eisenerz“ in Schmölln. Johannes Ernst Pröhl (geb. 24.06.1913) war evangelisch und wohnte in der Hermannstraße 16 in Schmölln. Maria Anna Ida Warthmann (geb. 24.03.1921) wohnte in Jenbach in der Schießstandstraße 9. Auf späteren Dokumenten in den USA gab sie nur noch den Namen Annemarie an – ihre Taufnamen mochte sie partout nicht. Mein Vati lernte bei Zeiss in Jena. Vati war von 1945 bis 1947 POW in Marokko, genau 1.250 Tage lang (Prisoner of War = Kriegsgefangener). 1947 kamen wir nach Oberkochen, wo wir bis zur Ausreise in die USA blieben. Vati war Optiker und Mutti arbeitete bei der Betriebskrankenkasse. Wir wohnten von 1947 bis 1953 am Ölweiher 5 in den Baracken – einfach grauslich. Vati flog im April 1953 mit dem Flugzeug voraus in die Vereinigten Staaten. Er wohnte dann bei seiner Schwester in New York, die schon in den 20er Jahren ausgewandert war. Am 14. November 1953 kamen wir mit der „ITALIA“ in New Yok City an. Dieser Tag war mein sog. „Immigration Day“. Ich bin heute noch erstaunt, dass meine Eltern ein Leben in einem unbekannten Land ohne Kenntnis der Sprache riskierten. Aber sie hatten auch viele Freunde. Mein Vati war ein genialer Optiker, der einst bei „Carl Zeiss“ in Jena und Oberkochen arbeitete. In den USA arbeitete er dann bei „Perkin Elmer CT“ *** u.a. auch für das HUBBLE-Projekt und ein MOND-Projekt.</p>
<p><em>*** . Perkin-Elmer blieb bis in die 1960er Jahre hinein im militärischen Bereich stark vertreten und war gleichzeitig maßgeblich an&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/OAO-3" target="_blank" rel="noopener"><em>OAO‑3</em></a><em>, einem 36-Zoll-Ultraviolett-Weltraumteleskop, sowie an&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Skylab" target="_blank" rel="noopener"><em>Skylab</em></a><em>, der ersten amerikanischen Raumstation, beteiligt. Der wichtigste Beitrag des Unternehmens zum&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo-Programm" target="_blank" rel="noopener"><em>Apollo-Programm</em></a><em>&nbsp;war der CO<sub>2</sub>-Sensor, der die Astronauten während des Ausfalls von&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_13" target="_blank" rel="noopener"><em>Apollo 13</em></a><em>&nbsp;rettete.</em></p>
<p>Mutti arbeitete bei „Clairol“ <em>(heute gehört die Firma zu „Wella“).</em> Meinen Eltern bin ich heute noch sehr dankbar, für all das, was sie auf sich genommen hatten und für den Mut in der damaligen Zeit.</p>
<p>Ich erinnere mich noch gut an die Familie Remde. Heinz war auch Feinoptiker wie mein Vater Johannes Ernst. Dieser hatte auch anfangs für Heinz gebürgt. Sie waren schon in Oberkochen befreundet und auch in New York die ganzen Jahre über. Die Remdes haben 2 Kinder, Tochter Monica in Upstate New York und Sohn Steve Remde in Albuquerque New Mexiko.</p>
<p>Am 14. November 2014 führte ich für meine verstorbenen Eltern (Vati starb 1997, Mutti 2012) an Bord der „Cruise Ship Victory“ bei Cap Canaveral eine Seebestattung durch. Ich bin immer noch rege auf Facebook unterwegs. Auch war ich mit Heinz Fischer befreundet, der nach Australien ausgewandert war und vor ein paar Monaten hochbetagt leider verstorben ist. Es ist schade, dass ich immer weniger Freunde habe, mit denen ich Deutsch sprechen kann und zu Oberkochen sind nahezu alle Kontakte eingeschlafen bzw. sind die Menschen verstorben, zu denen ich noch Kontakt hatte – hier denke ich besonders an Dietrich Bantel. Der letzte Anker nach Oberkochen ist derzeit noch Wilfried Müller.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32455" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32455" class="wp-image-32455 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-10-Proehls.jpg" alt width="1200" height="896"><p id="caption-attachment-32455" class="wp-caption-text">Das Ehepaar Johannes Ernst Pröhl und Maria Anna Ida geb. Warthmann (überlassen von Heidi Pröhl)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Das Schiff „ITALIA“, mit dem die Familien Remde und Pröhl nach Amerika aufbrachen.</strong></span></p>
<p>Die&nbsp;Kungsholm&nbsp;war ein&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schweden" target="_blank" rel="noopener">schwedisches</a>&nbsp;Passagierschiff der&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Svenska_Amerika_Linien" target="_blank" rel="noopener">Svenska Amerika Linien</a>, das 1927–1928 bei&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blohm_%2B_Voss" target="_blank" rel="noopener">Blohm + Voss</a>&nbsp;in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg" target="_blank" rel="noopener">Hamburg</a>&nbsp;gebaut wurde. Die Glanzzeit der&nbsp;<em>Kungsholm</em>&nbsp;währte ungefähr zehn Jahre. Viele bekannte Persönlichkeiten reisten mit ihr über den Atlantik, unter ihnen&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Greta_Garbo" target="_blank" rel="noopener">Greta Garbo</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sigvard_Bernadotte" target="_blank" rel="noopener">Sigvard Bernadotte</a>&nbsp;und das Prominentenpaar&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alva_Myrdal" target="_blank" rel="noopener">Alva</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gunnar_Myrdal" target="_blank" rel="noopener">Gunnar Myrdal</a>. Mit Ausbruch des&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg" target="_blank" rel="noopener">Zweiten Weltkrieges</a>&nbsp;1939 wurden Atlantikreisen zu gefährlich und die&nbsp;<em>Kungsholm</em>&nbsp;wurde zu Kreuzfahrten in der&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karibik" target="_blank" rel="noopener">Karibik</a>&nbsp;eingesetzt. Der Schriftsteller&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/J._D._Salinger" target="_blank" rel="noopener">J. D. Salinger</a>&nbsp;arbeitete 1941 als Kreuzfahrtdirektor, bzw. Mitglied der Entertainment Crew auf ihr. Nach dem Krieg wurde das Schiff stillgelegt und 1947 im Hafen von New York schwer brandbeschädigt. Im selben Jahr kaufte die&nbsp;<em>Svenska Amerika Linien</em>&nbsp;ihr früheres Schiff wieder zurück und ließ es reparieren. In den 1950er Jahren fuhr sie unter dem Namen&nbsp;„<em>Italia</em><sup>“ </sup>und während der 1960er Jahre fungierte sie als schwimmendes Hotel auf den&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahamas" target="_blank" rel="noopener">Bahamas</a>. Im Jahr 1965 wurde sie schließlich in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bilbao" target="_blank" rel="noopener">Bilbao</a>&nbsp;verschrottet.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32459" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32459" class="wp-image-32459 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Die-Italia.jpg" alt width="650" height="423"><p id="caption-attachment-32459" class="wp-caption-text">Die „Italia“ – mit der die Familien Pröhl und Remde in die USA auswanderten (überlassen von Heidi Pröhl)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong><u>AUSWANDERERLISTEN</u></strong></span></p>
<p><strong>&nbsp;</strong><span style="color: #ff0000;"><strong>Gefunden in Passagierlisten Bremen 1907 bis 1939</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Gold, Maria geb. 1906 ausgewandert 1927 nach New York</em></li>
<li><em>Kopp, Wilhelm geb. 1910 ausgewandert 1930 nach Rochester</em></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_41 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32458" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32458" class="wp-image-32458 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Ausreise-Wilhelm-Kopp.jpg" alt width="1200" height="357"><p id="caption-attachment-32458" class="wp-caption-text">Ausreise des Wilhelm Kopp mit der „Europa“ am 16. April 1930 von Bremen nach New York (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_42 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Gefunden in Liste überseeische Auswanderung aus der Schweiz</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Uhl, Maria geb. 1907 ausgewandert 1929 </em><em>(aus Arbon / Thurgau)</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Passagierlisten Baltimore USA 1820 bis 1964</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Albrecht, Louise geb. 1832 ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Eckner, Heinrich geb. 1834 ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Hegener, Caroline geb. 1832 ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Heller, Caroline geb. 1829 ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Heller, Heinrich geb. 1822 ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Heller, Henriette geb. 1832 ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Lammrich, Caroline geb. 1826 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Loismann, Heinrich geb. 1824 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Wolfram, G. geb. 1829 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1854</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong><em><u>&nbsp;</u></em></strong><strong>Gefunden in Liste ankommender Passagiere in New York incl. Castle Garden und Eillis Island 1820 bis 1957</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Bezler, Aloisia geb. 1903 ausgewandert 1927</em></li>
<li><em>Bezler, Maria geb. 1893 ausgewandert 1933</em></li>
<li><em>Bonaventura Mari geb. 1907 ausgewandert 1938</em></li>
<li><em>Buhmaier, Marie geb. 1909 ausgewandert 1927</em></li>
<li><em>Fischer, Marie geb. 1896 ausgewandert 1923</em></li>
<li><em>Gold, Elisabeth geb. 1903 ausgewandert 1921</em>
<ul>
<li><em>Heiratete 1928 in New York Adam Metzner aus Koesten</em></li>
</ul>
</li>
<li><em>Gold, Maria geb. 1867 ausgewandert 1915</em></li>
<li><em>Gold, Maria geb. 1925 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1927</em></li>
<li><em>Gold, Mathilde geb. 1909 ausgewandert 1929</em></li>
<li><em>Grupp, Wilhelm geb. 1901 ausgewandert 1925</em></li>
<li><em>Hecker, Johann geb. 1898 ausgewandert 1926</em></li>
<li><em>Kilvur, Katarin geb. 1867 ausgewandert 1911</em></li>
<li><em>Kopp, Wilhelm geb. 1910 ausgewandert 1930</em></li>
<li><em>Osaplar, Mary geb. 1888 ausgewandert 1932</em></li>
<li><em>Schaupp, Theresia geb. 1908 ausgewandert 1930</em></li>
<li><em>Staudenecker, Franziska geb. 1912 ausgewandert 1929</em></li>
<li><em>Staudenecker, Ida geb. 1909 ausgewandert 1928</em></li>
<li><em>Staudenecker, Josef geb. 1902 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1930</em></li>
<li><em>Uhl, Eugenie geb. 1913 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1930</em></li>
<li><em>Uhl, Maria geb. 1908 ausgewandert 1929</em></li>
<li><em>Weckenmann, Eugenie geb. 1913 ausgewandert 1936</em>
<ul>
<li><em>Heiratete am 20.12.1931 Eugen Weckenmann in N.Y.</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg – Der Nicht-Ausgewanderte</strong></p>
<p>​</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 858: Unsere Auswanderer und Expats – weltlich und geistlich Teil 2</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-858-unsere-auswanderer-und-expats-weltlich-und-geistlich-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 22:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=32440</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_4 beitrag-row">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong><u>FRÜHE AUSWANDERER</u></strong></span></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Caspar_Pfaudler" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #ff0000;">Caspar Pfaudler</span></strong></a><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;(1861–1889), deutsch-amerikanischer Braumeister.</strong></span> (*&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/4._April" target="_blank" rel="noopener">4. April</a>&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1861" target="_blank" rel="noopener">1861</a>&nbsp;in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oberkochen" target="_blank" rel="noopener">Oberkochen</a>; †&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/6._Juni" target="_blank" rel="noopener">6. Juni</a>&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1889" target="_blank" rel="noopener">1889</a>&nbsp;in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buffalo" target="_blank" rel="noopener">Buffalo</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_York_(Bundesstaat)" target="_blank" rel="noopener">New York</a>) war ein&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher" target="_blank" rel="noopener">deutscher</a>&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Braumeister" target="_blank" rel="noopener">Braumeister</a>&nbsp;und Mitbegründer der&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaudler_Werke" target="_blank" rel="noopener">Pfaudler-Werke</a>.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32428" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32428" class="wp-image-32428 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-13-Pfaudlers-Grab.png" alt width="650" height="397"><p id="caption-attachment-32428" class="wp-caption-text">Caspar Pfaudlers Grab in Buffalo (zur Verfügung gestellt von Robert Fischer Fa. Pfaudler)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><u>Auf der Plattform WIKIWAND finden wir dazu folgendes:</u></strong> Caspar Pfaudler wurde als fünfzehntes von insgesamt sechzehn Kindern geboren. Seine Eltern Michael Pfaudler (Zimmermann und Ölmüller) und Barbara Pfaudler wanderten im Dezember 1864 mit den vier noch lebenden Kindern über&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antwerpen" target="_blank" rel="noopener">Antwerpen</a>&nbsp;in die&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Staaten" target="_blank" rel="noopener">Vereinigten Staaten</a>&nbsp;aus. Die Familie kam am 1.&nbsp;März 1865 in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_York_City" target="_blank" rel="noopener">New York City</a> an.</p>
<p>Einer Idee folgend, den Gärvorgang von&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bier" target="_blank" rel="noopener">Bier</a>&nbsp;durch&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vakuum" target="_blank" rel="noopener">Vakuum</a>&nbsp;zu beschleunigen, suchte Caspar Pfaudler nach einem Behälter, der im Gegensatz zu den damals üblichen Holzfässern in der Lage war, hohem Druck und Vakuum standzuhalten. Er fand in Stahltanks mit&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Email" target="_blank" rel="noopener">emaillierter</a>&nbsp;Innenfläche die bahnbrechende Lösung für das Problem.</p>
<p>In Nordamerika fand Caspar Pfaudler mutige Gründungspartner mit entsprechendem Weitblick für seine Idee und gründete mit ihnen die&nbsp;<em>Pfaudler-Vakuum-Fermentation Process Co.</em>, die später in „The Pfaudler Co.“ umbenannt wurde. Im Jahre 1884 begann diese Gesellschaft in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rochester_(New_York)" target="_blank" rel="noopener">Rochester</a>&nbsp;im Bundesstaat&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_York_(Bundesstaat)" target="_blank" rel="noopener">New York</a>&nbsp;ihre Pionierarbeit: den Bau der ersten glas-emaillierten Stahltanks.</p>
<p>Die ursprüngliche Idee der Gärbeschleunigung durch Vakuum setzte sich später in der Praxis zwar nicht durch, aber der emaillierte Behälter bewies sehr bald seine haushohe Überlegenheit gegenüber den bis dahin üblichen Holzfässern. Die gläsernen Innenwände erforderten nur einen Bruchteil der Pflegearbeiten und boten darüber hinaus eine Garantie für gleichbleibende Qualität des Bieres.</p>
<p>Die Behälter waren damals als sogenannte&nbsp;<em>Ringtanks</em>&nbsp;konstruiert. Einzelne Ringe von etwa einem Meter Länge und mit einem Durchmesser von bis zu drei Metern wurden mit Bördelflanschen zu Behältern verschiedener Länge zusammengeschraubt.</p>
<p>Caspar Pfaudler starb sehr jung am 6.&nbsp;Juni&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1889" target="_blank" rel="noopener">1889</a>, im Alter von 28 Jahren,&nbsp;in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buffalo" target="_blank" rel="noopener">Buffalo</a>&nbsp;in seiner Residence No.&nbsp;852 Michiganstreet. Sein Name hat mit den Pfaudler-Behältern überlebt. 1907 wurde ein Werk in Schwetzingen gegründet und der Standort wurde in den 90er-Jahren nach Waghäusel verlegt. Außerdem betreibt Pfaudler mehrere Servicestationen in deutschen Chemieparks wie Leverkusen, Höchst, Ludwigshafen und Seelze. Die Firmen in den USA und Deutschland gehören heute zu einer indischen Unternehmens-Gruppe mit Sitz in Mumbai.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_46 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32430 size-full aligncenter" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-19-Caspar-Pfaudler.jpg" alt width="450" height="450"></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_47 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>1883 gab es einige wichtige Ereignisse…..</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Der deutsche Passagierdampfer Cimbria sinkt nach einer Kollision bei Borkum, 437 Menschen sterben.</em></li>
<li><a href="https://www.was-war-wann.de/personen/beruehmte-deutsche.html" target="_blank" rel="noopener"><em>Richard Wagner</em></a><em>stirbt in Venedig</em></li>
<li><em>William Frederick Cody, bekannter als Buffalo Bill, führt seine Wildwest-Show in Omaha/(Nebraska) erstmals auf und geht sodann auf Tournee.</em></li>
<li><em>Der erste Orient-Express startet vom Pariser Ostbahnhof zur Fahrt nach Warna am Schwarzen Meer, wo die Reisenden ein Schiff nach Konstantinopel nehmen können.</em></li>
<li><em>Der deutsche Reichstag macht die Krankenversicherung zur Pflichtversicherung.</em></li>
<li><em>Beim Versuch, für ein Preisgeld von £ 12.000 die Whirlpool Rapids des Niagara River zu durchschwimmen, wird Matthew Webb von einem Strudel in die Tiefe gezogen. Vier Tage später wird seine Leiche gefunden. Rund acht Jahre zuvor war es Webb als Erstem gelungen, den Ärmelkanal ohne Hilfsmittel zu durchschwimmen.</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #3366ff;">.<strong>….. und in Oberkochen </strong></span>machte sich der 18-jährige!!! <span style="color: #ff0000;"><strong>Franz Xaver Schaupp</strong></span> auf den Weg nach Amerika. Geboren wurde er am 8.3.1865 als Sohn der Eheleute Dyonisius Xaver Schaupp *1830 † 1899 (Wegknecht in Oberkochen) und Maria Anna Barbara geb. Mauser * 1837 † 1878<em>. (Im Heimatbuch finden wir den Hinweis, dass auch seine Brüder Anton und Alois mit ihm zusammen im gleichen Jahr in die USA auswanderten. Anton wäre 14 und Alois 17 gewesen; ob das sein kann? Die waren damals mutiger als wir heutzutage)</em></p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_48 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32431" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32431" class="wp-image-32431 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-21-F-X-Schaupp-jung.jpg" alt width="650" height="938"><p id="caption-attachment-32431" class="wp-caption-text">Franz Xaver Schaupp als junger Mann (Family Research)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_49 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>​<strong>Folgende Geschwister von Franz Xaver habe ich bei Recherchen gefunden:</strong></p>
<ul>
<li><strong>&nbsp;</strong><em>Aloisia Mathilde Schaupp * 1860 † 1860</em></li>
<li><em>Aloisia Mathilde Schaupp * 1862 † 1863</em></li>
<li><em>Josef Anton Schaupp * 1860 † 1876</em></li>
<li><em>August Anton Schaupp * 1866 † 1940</em></li>
<li><em>Maria Anna Schaupp * 1867 † 1867</em></li>
<li><em>Friedrich Alois Schaupp * 1869 † unbekannt</em></li>
<li><em>Caroline Barbara Schaupp * 1870 † 1871</em></li>
<li><em>Rosa Pauline Schaupp &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; * 1871 † 1872</em></li>
<li><em>Maria Anna Schaupp * 1873 † 1873</em></li>
<li><em>Johannes Paul Schaupp * 1875 † 1952</em></li>
<li><em>August Julius Schaupp * 1876 † 1953</em></li>
</ul>
<p>Nachdem Franz 7 Jahre in den USA, damals noch der „Wilde Westen“, gelebt hatte (wo, ist nicht übermittelt) machte er sich mit sechs weiteren Männern auf, um 160 Morgen (entspricht 40 ha) im Gebiet des Flusses „Queets“ *** (im Staat Washington, nicht Washington D.C.!) zu übernehmen. Er war in dieser Männergruppe der Jüngste und soll auch der Eigenwilligste gewesen sein. Weil im Zelt nicht für alle Platz war, machte er sich allein auf den Weg. Die Indianer beobachteten ihn argwöhnisch und blieben auf Distanz – bis auf einen, mit dem er über eine lange Zeit freundschaftlich verbunden blieb. Mit seiner Axt machte er sich daran eine Blockhütte zu errichten. Da er lange als Zimmermann in Duluth Minnesota gearbeitet hatte, fiel ihm die Sache nicht schwer. Zum nächsten SALOON oder zum DOC waren es sicher Tage, wenn nicht gar Wochen. Es war nicht außergewöhnlich, dass er morgens in seinem Bett Schlangen oder Stinktiere fand, die es sich auch gemütlich machen wollten. Seine Kollegen hatten nach ein paar Monaten von dieser Einöde genug und verließen ihn – nicht ohne ihn vorher zu überreden, doch mit ihnen mitzukommen. Aber Franz Xaver blieb – er wollte bleiben, die von den Behörden geforderte Zeit durchhalten, um seinen Besitzanspruch geltend machen zu können.</p>
<p><strong>Um seine Zeit etwas einzuordnen:</strong> <em>Es war die Zeit von Butch Cassidy und Sundance Kid, die in seinem Alter waren. Älter waren Billy the Kid, Doc Holliday, Wyatt Earp, Johnny Ringo, Pat Garret und Wild Bill Hickock. 1889 war der „Oklahoma Land Run“ und 1890 das berüchtigte „Massaker am Wounded Knee“ (die US-Armee tötete ca. 250 Lakota-Indianer). Die transkontinentale Eisenbahn von New York nach San Francisco wurde 1869 eröffnet und damit verlor der berühmt berüchtigte Oregon-Trail seine Anziehungskraft. Die Wirtschaftsmächtigen zu jener Zeit waren: Cornelius Vanderbilt, J.D. Rockefeller, Andrew Carnegie und J.P. Morgan. Der Bundesstaat Washington an der Westküste (nicht zu verwechseln mit Washington D.C. an der Ostküste) mit seiner Hauptstadt Olympia hatte früher folgende Einwohnerzahlen:</em></p>
<ul>
<li><em>1850 – 201 Einwohner</em></li>
<li><em>1870 – 955 Einwohner</em></li>
<li><em>1890 – 232 Einwohner</em></li>
<li><em>1910 – 1.141.990 Einwohner</em></li>
<li><em>2020 – 7.705.281 Einwohner (heute ist die größte Stadt Seattle)</em></li>
</ul>
<p>Dem Reporter der „Tacome News Tribune“ berichtete er 66jährig im Jahr 1931 von den waghalsigen Kanufahrten auf dem Queets-River. Er war der erste Weiße, der diesen Fluss ohne Hilfe der Indianer allein durchquerte. Die Indianer waren über sein Paddel erstaunt, denn diese manövrierten immer mit einer Stange. Auch rettete er einmal einen Indianer aus dem reißenden Fluss. Auf seinen wenigen Reisen in den zivilisierten Teil der Gegend lernte er Maria Leipinger * 1870 † 1942 aus Mühlheim bei Tuttlingen kennen, die in einer Gärtnerei arbeitete. Flugs wurde am 29.10.1891 in Tacoma (Washington) geheiratet. Auf dem Rückweg ins Siedlungsgebiet wurden beide am Strand von Tacoma vom Wasser überrascht und der Wagen schwamm 2 Stunden lang im Wasser. Seine junge Frau fand das gar nicht so schlimm und bezeichnete die Reise im Nachhinein sehr außergewöhnlich und spannend. Sie lebten noch 7 Jahre auf der Farm, die Franz Xaver erbaut hatte. Insgesamt lebte er 40 Jahre in Tacoma. Er starb am 2. Juli 1950 in Seattle und wurde in Tacoma beerdigt. Ein besonderes Leben, ein besonderer Mensch und oiner aus Obrkocha!</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32427" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32427" class="wp-image-32427 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/BIld-04-F-X-Schaupp.jpg" alt width="650" height="1642"><p id="caption-attachment-32427" class="wp-caption-text">Franz Xaver Schaupp, der sich in Amerika durchkämpfte und es dort auch in die Zeitung schaffte (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Folgende Kinder von Franz Xaver und Magdaline Lina Leibinger habe ich bei Recherchen gefunden:</strong></p>
<ul>
<li><strong>&nbsp;</strong><em>Barbara Ann Schaupp &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; * 1892&nbsp;&nbsp; † 1893</em></li>
<li><em>Helen Matilda Schaupp * 1894&nbsp;&nbsp; † 1955</em></li>
<li><em>Elsie Elizabeth Schaupp &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; * 1894&nbsp;&nbsp; † 1965</em></li>
<li><em>Marie Magdalene Schaupp * 1897&nbsp;&nbsp; † 1968</em></li>
<li><em>Anna Theresa Schaupp * 1902&nbsp;&nbsp; † 1970</em></li>
<li><em>Frank Joseph Schaupp * 1906&nbsp;&nbsp; † 1950</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em></p>
<p><strong>*** Heute lesen wir über diese Gegend:</strong><em> Ein abgelegener Schatz auf der olympischen Halbinsel in Washington, der Hauptstrom des Queets ist einer der am besten geschützten Flüsse des Landes. Von den südlichen Gletschern des Mt. Olympus fließt der Queets 53 Meilen wild und ungestaut bis zur Pazifikküste. Abgesehen von seinen tiefsten Bereichen im Quinault-Indianerreservat fließt der Queets vollständig durch den Olympic Nationalpark, einschließlich der abgelegensten Regenwälder des Parks, eingebettet in ein majestätisches Gletschertal.</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Im Amtsblatt finden wir die Geschichte der „Amerikanerin“ Kreszentia Gold aus der Aalener Straße 32.</strong> </span>Im Jahr 1962 war sie die älteste Einwohnerin und verstarb am 14. Februar mit fast 95 Jahren. Ohne Zweifel eine besondere Frau. Schauen wir kurz auf ihr Leben: <em>„Geboren am 9. Mai 1867 als 4tes Kind des Michael Gold (Holzwart) und seiner Frau Kreszentia geb. Weber. Mit 19 Jahren !!!, also 1886, wanderte sie nach New York aus. Während des I. Weltkriegs kam sie zurück. Kurze Zeit später ging sie wieder in die USA, um 1933 endgültig zurückzukehren.&nbsp; Sie gehörte zu den Menschen, die durch zwei Geldentwertungen ihr Vermögen verlor, aber nicht ihre Frohnatur.“</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_52 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32426" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32426" class="wp-image-32426 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Kreszentia-Gold.jpg" alt width="450" height="423"><p id="caption-attachment-32426" class="wp-caption-text">Kreszentia Gold – auch „Die Amerikanerin“ genannt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Der Metzgersknecht Eugen Betzler wanderte im Jahr 1891 mit seiner Frau Barbara nach Nord-Amerika aus. </strong></span>Der Gemeinderat genehmigte nach eingehender Prüfung diesen Plan. Aus diesem Grund baten sie um Entlassung aus der württembergischen Staatsangehörigkeit und dem hiesigen Gemeindeverband. Der Gemeinderat beschloss folgendes zu bezeugen:</p>
<p><em>Dass Eugen Betzler am 2. März 1867 zu Oberkochen geboren ist und seit dem 22. November 1890 mit Barbara geb. Mall, geboren am 3. Januar 1872, zu Heufelden Oberamt Ehingen, verehelicht ist. Kinder aus der Ehe sind keine vorhanden. Dass Betzler und seine Ehefrau die Württ. Staatsangehörigkeit und das hiesige Gemeindebürgerrecht auf Grund Abstammung bezw. Verheirathung besitzen. Dass beide der katholischen Confession angehören. Dass Eugen Betzler seine Militärpflicht durch 3‑jährige Dienstzeit und 1 Jahr als Kapitulant *** Genüge geleistet hat und nunmehr zur Reserve beurlaubt ist *** Ein Kapitulant war ein Soldat, der sich freiwillig verpflichtete, über die gesetzliche Dienstzeit hinaus in der Armee zu dienen. Dies galt besonders in der preußischen bzw. deutschen kaiserlichen Armee bis 1918. Nach Ablauf der regulären Dienstzeit (zwei bis drei Jahre) konnte ein Soldat seine freiwillige Weiterverpflichtung (Kapitulation) erklären. Die Dienstzeit musste mindestens auf vier Jahre verlängert werden, oft sogar bis zu zwölf Jahre. Dass Betzler und seine Ehefrau in keiner Untersuchung befangen sind und hierorts kein Hindernis bekannt ist, welches den Austritt des Betzler und seiner Ehefrau aus dem Württ. Staat und hiesigen Gemeindeverband im Wege stünde. Dass Betzler und seine Ehefrau ein in Kleidungsstücken bestehendes Vermögen und Reisegeld von 400 Mark expertieren.</em></p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">„Engländer-Paul“ – Paul Anton Gold „Schmidjörgle.</span></strong> Um 1908 ging er nach England, nach London, richtete sich eine Autoreparaturwerkstatt ein, reparierte insbesondere die Autos der Londoner Polizei, gab auch Fahrunterricht. Sein prominentester Fahrschüler war der Vater der englischen Königin. Er kehrte wohl im ersten Quartal 1919 nach dem Krieg nach Oberkochen zurück und zog mit seiner Frau und seinem Anton in das kleine Häusle hinter der Schreinerei Clemens Grupp ein. <span style="color: #3366ff;"><strong>Alles weitere aus seinem beeindruckenden Leben finden wir im Bericht <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-751-das-dreissental-eine-autarke-welt-ein-dorf-im-dorf-teil-6/">751</a> über das Dreißental.</strong></span></p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_54 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32425" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32425" class="wp-image-32425 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-30-Familie-Paul-und-Katharina-Gold.jpg" alt width="1200" height="777"><p id="caption-attachment-32425" class="wp-caption-text">Das Bild beschreibt Frieder Brachmann wie folgt: Mein Ähle Paul Gold, genannt Engländers Paul / Seine Frau Katharina, geb. Grupp, die älteste ihrer ca. 13 Geschwister und meine Oma / Ihr Sohn Paul, geb. in London, hier genannt Katre Paul, zur Unterscheidung gegenüber Gruppa Paul, später Schuhgeschäft Dreißental. Wuchs quasi mit seinen Onkeln Grupp Clemenz, Anton und Co. Auf / Das ältere Mädchen ist meine Mutter Elly, 1920 in Deutschland geboren / Das jüngere Mädchen ist Flory, die Schwester meiner Mutter und somit meine Tante</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_55 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Volkmar Schrenk, unser ehemaliger Direx am hiesigen Gymnasium, recherchierte zum Thema folgendes: </strong></span><strong><br></strong>In jenen Jahren wanderten Leute, denen die Heimat keine wirtschaftliche Perspektive bot, ins »Land der unbegrenzten Möglichkeiten« aus. Dies geht z. B. deutlich aus einem Abschiedsschreiben in der Zeitung hervor, in dem zwei Auswanderer zurückbleibenden Freunden und Bekannten wünschen, <em>dass »sie nicht wie wir, veranlasst durch Mangel an Arbeit, sich genötigt sehen, die teure Heimat zu verlassen und mit Weib und Kind über dem Meer Brot zu suchen, das uns in unserem Vaterland nicht mehr gereicht wurde«.</em></p>
<p>Seltener war, dass ein gestandener Mann die Heimat hinter sich ließ, wie der Oberkochener Bäcker Munz, der »infolge der Auswanderung nach Amerika sein Besitztum« zum Verkauf ausschrieb, und was er zu bieten hatte, war nicht eben wenig: <em>»Ein zweistockiges Wohnhaus mit neu eingerichteter Bäckerei, einem halben Morgen Wiesen und drei Morgen Ackerland«.</em></p>
<p>Nahezu in sämtlichen Ausgaben der Aalener Zeitung finden sich Inserate, die Schiffsverbindungen für Auswanderer nach Amerika anpriesen. Als besonders attraktiv galt die Reise mit der »Englisch-amerikanischen-Schifffahrtslinie, die ab London in gut 20 bis 28 Tagen New York erreichte. Doch durften Auswanderer nicht »französischen Abschied« nehmen, sie mussten sich ordnungsgemäß beim Oberamt abmelden und die verschiedensten Auflagen zu erfüllen. So waren u.a. die Vermögensverhältnisse offen zu legen und wenn sie in finanziellen Schwierigkeiten steckten, wurden per Zeitungsanzeige für sie bürgende Personen gesucht. Wenn notwendig erließ das Oberamt einen Gläubigeraufruf, nachdem 30 Tage zu warten waren, ob Ansprüche angemeldet würden. Erst wenn alle Auflagen erfüllt waren, stellte das Oberamt einen Pass aus, gab seinen Segen und veröffentlichte die Namen der Auswanderer.</p>
<p>So werden am 22. Juli 1859 unter 14 Auswanderern nach Nordamerika auch »Jakob Scheerer und Jakob Schuhmacher genannt«, während nach Bayern nur eine Person auswanderte. (Ja es gab eine Zeit, da war Bayern tatsächlich ein Auswanderungsland!!)</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><u>AUSWANDERERLISTEN</u></strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Unter rund 70 Wagemutigen aus dem Oberamt finden sich im Jahr 1866 auch vier Oberkochener Familien: </strong></span></p>
<ul>
<li><em>Meißner, Georg Jakob mit Familie</em></li>
<li><em>Späth, Johann Georg&nbsp;</em></li>
<li><em>Weber, Josef mit Frau</em></li>
<li><em>Wiedenhöfer, Matthias mit Familie</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Gefunden im Landesarchiv Baden-Württemberg </strong></span></p>
<ul>
<li><em>Dick, Johannes geb. 1841, ev., ledig, Schleifer Geselle, emigriert mit 2 Kinder</em> <em>1860 in die USA</em></li>
<li><em>Dölker, Maria Katharina ev., ledig, geb. 1822 </em><em>ausgewandert</em> <em>1852 in die Schweiz </em></li>
<li><em>Grupp, Georg Adam ev., ledig, emigriert mit 1 Kind</em> <em>ausgewandert 1852 in die USA </em></li>
<li><em>Mausner, Johann Ulrich, Chirurg</em> <em>ausgewandert 1804</em> <em>in die Schweiz </em></li>
<li><em>Trittler Catharina mit ihrem Bräutigam </em><em>*** möglicherweise identisch</em></li>
<li><em>Trittler,</em> <em>Maria Katharina </em><em>ausgewandert 1786 nach Ungarn </em><em>*** möglicherweise identisch</em></li>
<li><em>Meier, Martin </em><em>aus Ulm ausgewandert 1786 nach Ungarn</em></li>
<li><em>Schaupp, Jakob geb. 1793, kath., Hafner Meister, zuletzt wohnhaft in Neckarsulm, emigriert mit Frau und 6 </em><em>Kinder 1854 nach Australien</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Auswandererliste nach Sarata / Bessarabien ***</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Baugärtner, Georg Balthasar geb. 28.01.1778, Nagelschmied mit Frau Elisabeth Maylander geb. 21.04.1784 und adoptierter Tochter Margaretha geb. 1811 </em><em>ausgewandert 1820</em></li>
</ul>
<p>Er gehörte als Kleinhäusler ohne eigenen Hof zu den Gründerfamilien in Sarata und wohnte im und bewirtschaftete den Hof Nr. 14</p>
<p><strong>&nbsp;</strong><em>*** Das frühere </em><strong><em>Bessarabien</em></strong><em> deckt sich heute weitgehend mit dem westlich des Dnister liegenden Teil der&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_Moldau" target="_blank" rel="noopener"><em>Republik Moldau</em></a><em>, nur der Süden (</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Budschak" target="_blank" rel="noopener"><em>Budschak</em></a><em>) sowie der äußerste Norden (um&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chotyn" target="_blank" rel="noopener"><em>Chotyn</em></a><em>) gehören zur&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine" target="_blank" rel="noopener"><em>Ukraine</em></a><em>. <strong>Sarata</strong>&nbsp;(</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ukrainische_Sprache" target="_blank" rel="noopener"><em>ukrainisch</em></a><em>&nbsp;und&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Sprache" target="_blank" rel="noopener"><em>russisch</em></a><em>&nbsp;Сарата,&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4nische_Sprache" target="_blank" rel="noopener"><em>rumänisch</em></a><em>&nbsp;Sărata) ist eine&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Siedlung_st%C3%A4dtischen_Typs" target="_blank" rel="noopener"><em>Siedlung städtischen Typs</em></a><em>&nbsp;im&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rajon_Bilhorod-Dnistrowskyj" target="_blank" rel="noopener"><em>Rajon Bilhorod-Dnistrowskyj</em></a><em>&nbsp;der&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine" target="_blank" rel="noopener"><em>ukrainischen</em></a><em>&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oblast_Odessa" target="_blank" rel="noopener"><em>Oblast Odessa</em></a><em>&nbsp;mit etwa 5.000 Einwohnern.</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Unterlagen Oberamt Aalen</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Meißner, Georg Jakob mit Familie ausgewandert 1866</em></li>
<li><em>Munz, NN (Bäcker) ausgewandert 18xx</em></li>
<li><em>Scheerer, Jakob ausgewandert 1859</em></li>
<li><em>Schumacher, Jakob ausgewandert 1859</em></li>
<li><em>Späth, Johann Georg ausgewandert 1866</em></li>
<li><em>Weber, Josef mit Frau ausgewandert 1866</em></li>
<li><em>Wiedenhöfer, Mathias mit Familie ausgewandert 1866</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden bei Deutsche Digitale Bibliothek</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Betzler, Eugen ausgewandert 1891</em></li>
<li><em>Betzler, Georg ausgewandert 1871</em></li>
<li><em>Elmer, Josef Wilhelm ausgewandert 1903</em></li>
<li><em>Fritz, Johann Anton ausgewandert 1890</em></li>
<li><em>Fritz, Josef Paul ausgewandert 1887</em></li>
<li><em>Gold, Alois ausgewandert 1882</em></li>
<li><em>Gold, Franz Michael ausgewandert 1882</em></li>
<li><em>Grasbon, Hugo &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1912</em></li>
<li><em>Grupp Jakob ausgewandert 1871</em></li>
<li><em>Grupp, Melchior ausgewandert 1871</em></li>
<li><em>Jooß, Johann Christian &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1882</em></li>
<li><em>Kieninger, Johann Konrad ausgewandert 1906</em></li>
<li><em>Schelling, Albert ausgewandert 1854</em></li>
<li><em>Schoch, Josef ausgewandert 1889</em></li>
<li><em>Schoch, Karl ausgewandert 1892</em></li>
<li><em>Starz, Hermann ausgewandert 1882</em></li>
<li><em>Veil, Anton ausgewandert 1880</em></li>
<li><em>Vellnagel, Heinrich ausgewandert 1883</em></li>
<li><em>Weber, Johann &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1902</em></li>
<li><em>Wiedenhöfer, Johann Jakob ausgewandert 1873</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Gefunden in Hamburger Passagierlisten 1850 bis 1934</strong></span></p>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><em><u>Ankunftsort New York, USA:</u></em></strong></p>
<ul>
<li><em>Babst, Marie geb. 1841 (alleinstehend) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1861</em></li>
<li><em>Bäuerle, Marie geb. 1840 (alleinstehend) ausgewandert 1840</em></li>
<li><em>Behler, Babette geb. 1871 (Ehefrau) ausgewandert 1891</em></li>
<li><em>Behler, Eugen geb. 1867 (Schlachter) ausgewandert 1891</em></li>
<li><em>Betzler, August geb. 1830 ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Betzler, Carl geb. 1839 (Schuhmacher) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Betzler, Josef geb. 1845 (Metzger) ausgewandert 1868</em></li>
<li><em>Betzler, Joseph geb. 1855 ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Brandstetter, Aloise geb. 1825 (Ehefrau) ausgewandert 1863</em></li>
<li><em>Brandstetter, Franz geb. 1823 (Landmann) ausgewandert 1863</em></li>
<li><em>Brandstetter, Johannes geb. 1857 (Kind) ausgewandert 1863</em></li>
<li><em>Brandstetter, Marie geb. 1856 (Kind) ausgewandert 1866</em></li>
<li><em>Fischer, Caroline geb. 1868 (alleinstehend) ausgewandert 1899</em></li>
<li><em>Fritz, Josef geb.1855 (Tischler) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1872</em></li>
<li><em>Hecker, Barbara geb. 1839 (Ehefrau) ausgewandert 1866</em></li>
<li><em>Hecker, Georg geb. ca. 1846 (Arbeiter) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1869</em></li>
<li><em>Hecker, Johann geb., 1898 ausgewandert 1926</em></li>
<li><em>Hecker, Ulrich geb. 1829 (Sohn) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1866</em></li>
<li><em>Helmer, Gottlieb geb. 1839 ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Hipp, Narzisz geb. 1905 (Mechanikergeselle) ausgewandert 1928</em></li>
<li><em>Hirsch, Josef geb. 1836 (Schuster) ausgewandert 1861</em></li>
<li><em>Hunnold, Katharina geb. 1842 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Kopp, Katharina geb. ca. 1844 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Mauser, Franz geb. ??? (Arbeiter) ausgewandert 1867</em></li>
<li><em>Mauser, Johannes geb. ??? (Arbeiter) ausgewandert 1867</em></li>
<li><em>Reiser, J.H. geb. 1847 (Bergmann) ausgewandert 1863</em></li>
<li><em>Sauer, Dorothea geb. 1909 (alleinstehend) ausgewandert 1927</em></li>
<li><em>Schaub, Johann geb. 1829 ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Schaupp Alois geb. 1869 (Schuster) ausgewandert 1887</em></li>
<li><em>Schlichter, Gottfried geb. 1846 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Schlichter, Louise geb. 1840 ausgewandert 1862</em></li>
<li><em>Schübel, Michael geb. 1834 (Küper) ausgewandert 1866</em></li>
<li><em>Speth, Christ. geb. 1847 (Bergmann) ausgewandert 1863</em></li>
<li><em>Starz, J.G. geb. 1845 (Bergmann) ausgewandert 1863</em></li>
<li><em>Staudenecker, Franziska geb. 1912 (alleinstehend) ausgewandert 1929</em></li>
<li><em>Uhl, Eugenie geb. 1913 (alleinstehend) &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ausgewandert 1930 </em>
<ul>
<li><em> 26.04.1913 / 09.01.2009 war zweimal verheiratet: Zuerst mit Eugen Weckenmann verheiratet (kinderlos), dann seit 26.08.1941 mit Kurt Andreas Hugo Schmitz (1 Kind Joan Schmitz geb. 07.02.1950 New York)</em></li>
</ul>
</li>
<li><em>Uhl, Maria Eugenie geb. 1907 </em><em>(aus Arbon / Thurgau CH)</em><em> ausgewandert 1929 </em>
<ul>
<li><em> 14.05.1907 / gest. 10.11.1994, war mit Alfons Bonaventura verheiratet, kinderlos</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong><em>&nbsp;</em></strong><strong><em>Anmerkung 1:</em></strong><em> Die Eltern der beiden Uhl-Schwestern waren Karl Adolf Uhl geb. 29.09.1882 gest. 24.02.1971 und Karoline Barbara geb. Kochendorfer geb. 04.12.1882 gest. 03.04.1920. Sie hatten noch 2 weitere Kinder: Adolf Max und Gregor Karl</em></p>
<p><strong><em>Anmerkung 2:</em></strong><em> Karl Adolf Uhl heiratete nach dem Tod seiner ersten Frau Helene geb. Steiner. Sie hatten auch 4 Kinder: Helene Pauline, Ewald Otto, Max Josef und Anna Pauline. Aber auch diese starb bereits 1955.</em></p>
<p><em>&nbsp;</em></p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_56 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32429" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32429" class="wp-image-32429 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-16-Haus-Wiesenweg-1.jpg" alt width="1200" height="768"><p id="caption-attachment-32429" class="wp-caption-text">Haus Wiesenweg 1 (Roland Miltner: Vor dem Haus stehen meine Großeltern Helene und Adolf Uhl mit meiner Mutter Anna (auf dem Arm) und den Brüdern Ewald und Gregor — der größere (überlassen von Roland Miltner).</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_57 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><ul>
<li><em>Völker, Carl geb. 1879 (Schlossergeselle) ausgewandert 1899</em></li>
<li><em>Wiedenhofen, Carl geb. 1850 (Landmann) ausgewandert 1875</em></li>
</ul>
<p><strong><em><u>&nbsp;</u></em></strong><strong><em><u>Ankunftsort Toronto, Canada:</u></em></strong></p>
<ul>
<li><em>Flurer, Maria geb. 1888 ausgewandert 1927</em>
<ul>
<li><em>Mit ihrem Mann Fred John (formerly Johann F.) am 10.10.1941 in die USA eingewandert</em></li>
</ul>
</li>
<li><em>Uhl, Franz geb. 1908 (Landmann, Taglöhner) ausgewandert 1930</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><em><u>Ankunftsort Buenos Aires, Argentinien:</u></em></strong></p>
<ul>
<li><em>Dürr, Babette geb. 1887 (verheiratet) ausgewandert 1927</em></li>
<li><em>Vogler, Josef geb. 1902 (Bäcker) ausgewandert 1924</em></li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><strong>&nbsp;</strong><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg – Der Nicht-Ausgewanderte</strong></p>
<p>​</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 857: Unsere Auswanderer und Expats — weltlich und geistlich Teil 1</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-857-unsere-auswanderer-und-expats-weltlich-und-geistlich-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 22:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=32406</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_5 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_5 beitrag-row">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_58 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Danke. </strong></span>Mein besonderes Dankeschön geht für diesen Bericht an Reinhold Bahmann, Ludwig Burghard, Melanie Jerg, Heidi Pröhl und den Nachkommen der Wingert-Schwestern sowie Herrmann Metz. Mein Dank geht aber auch in die USA an Petra Dobbs geb. Reimann, Günther Lübeck und Patrick Ditz. Auch meinen Schulfreunden und ‑freundinnen danke ich herzlich: Werner Bernlöhr, Christiane Gaertner-Lemoine, Werner Hilgart und Peter Meroth. Nicht zu vergessen Robert Fischer-Liersch von der Firma Pfaudler. Die Recherche hat viele Monde lang gedauert und viel Zeit im Fraktionszimmer und in diversen Datenbanken mit sich gebracht.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Hinweis.</strong> </span>Diese Reihe ist für Oberkochen wichtig, weil Auswanderung bisher nicht umfassend recherchiert und darüber berichtet wurde. Es ist also ein wichtiger Beitrag zur Ortsgeschichte und sollte aus&nbsp; meiner Sicht offiziell in das Städtische Archiv aufgenommen werden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Struktur.</strong></span> Der Bericht hat 10 Teile und fast jedem Teil wird eine namentliche Liste mit rund 950 ausgewanderten Personen aus Oberkochen hintenangestellt und das Ganze mit ein paar Fotos garniert.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Intro.</strong></span> Der erste namentlich genannte deutsche Auswanderer war&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Daniel_Pastorius" target="_blank" rel="noopener">Franz Daniel Pastorius</a>, der in Verhandlungen mit&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/William_Penn" target="_blank" rel="noopener">William Penn</a>&nbsp;1683 die Einwanderungserlaubnis für eine Gruppe deutscher Siedler in&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pennsylvania" target="_blank" rel="noopener">Pennsylvania</a>&nbsp;erwirkte. Zusammen mit 13 auf einem späteren Schiff nachfolgenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Krefeld" target="_blank" rel="noopener">Krefelder</a>&nbsp;Familien gründete und organisierte er die Siedlung&nbsp;„<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Germantown_(Philadelphia)" target="_blank" rel="noopener">Germantown</a>“, heute ein Vorort von&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Philadelphia" target="_blank" rel="noopener">Philadelphia</a>. In der Periode von 1850 bis 1890 stellten die Deutschen sogar die größte nationale Einwanderergruppe. Von den 5,9 Millionen Menschen, die in der Zeit von 1820 bis 1928 nach Übersee gingen, wanderten 5,3 Millionen, d. h. fast neun Zehntel, in die USA aus, gegenüber nur 200.000 nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilien" target="_blank" rel="noopener">Brasilien</a>, 145.000 nach&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanada" target="_blank" rel="noopener">Kanada</a>&nbsp;(ab 1851) und 120.000 nach&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien" target="_blank" rel="noopener">Argentinien</a>&nbsp;(ab 1861).</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Zeitleiste: Deutsche Auswanderung im 19. Jahrhundert</strong></span></p>
<p><strong>1816–1830: Erste größere Wellen</strong></p>
<ul>
<li><em>Nach dem „Jahr ohne Sommer“ 1816: Hungersnöte und Missernten führen zu ersten Auswanderungen nach Nordamerika.</em></li>
<li><em>Viele Auswanderer stammen aus Südwestdeutschland (Baden, Württemberg).<br></em><strong><em>Erklärung:</em></strong><em> Die bemerkenswerte Wechselwirkung zwischen einem deutlichen Rückgang der Sonnenaktivität und großen Vulkanausbrüchen, wie dem Vulkan Mayon auf den Philippinen und dem Berg Tembora in Indonesien (der größte in den letzten 1.300 Jahren aufgezeichnete Ausbruch),&nbsp;verursachte einen Rückgang der globalen Temperaturen um 0,4 bis ‑0,7 °C.&nbsp;Infolgedessen machte dieses Phänomen den Sommer 1816 in Europa zum kältesten Sommer, der zwischen 1766 und 2000 dokumentiert wurde. Dieser Klimawandel löste schwere Nahrungsmittelknappheit auf der gesamten Nordhalbkugel aus, zusammen mit anderen damit zusammenhängenden Phänomenen, die im Folgenden untersucht werden.</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>1830–1850: Etablierung der Auswanderung</strong></p>
<ul>
<li><em>Gründung von Auswanderungsagenturen in Bremen und Hamburg.</em></li>
<li><em>Reedereien wie HAPAG und Norddeutscher Lloyd bieten spezielle Auswandererpassagen.</em></li>
<li><em>Ziel: vor allem die USA, insbesondere Pennsylvania, Ohio und Missouri.</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>1850–1870: Diversifizierung der Ziele</strong></p>
<ul>
<li><em>Neben den USA auch Auswanderung nach Südamerika (Brasilien, Argentinien) und Australien.</em></li>
<li><em>Politische Gründe: Nachwirkungen der Revolution von 1848.</em></li>
<li><em>Erste deutsche Siedlungen in Südamerika entstehen.</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>1871–1890: Hochphase der Auswanderung</strong></p>
<ul>
<li><em>Nach der Reichsgründung 1871: wirtschaftliche Umbrüche und soziale Spannungen.</em></li>
<li><em>Über 1 Million Deutsche wandern in diesem Zeitraum aus.</em></li>
<li><em>Ellis Island wird zum zentralen Einwanderungstor in den USA.</em></li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_59 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32402" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32402" class="wp-image-32402 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-14-Ellis-Island-Complex.jpg" alt width="650" height="569"><p id="caption-attachment-32402" class="wp-caption-text">Die meisten Auswanderer betraten US-Boden in Ellis Island (Wikipedia 2018)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_60 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>1890–1914: Rückgang und neue Dynamik</strong></p>
<ul>
<li><em>Wirtschaftliche Besserung im Deutschen Reich reduziert die Auswanderung.</em></li>
<li><em>Gleichzeitig wächst die Zahl der Rückkehrer.</em></li>
<li><em>Neue Ziele: Kanada, Südafrika, Chile. </em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Allgemein lässt sich sagen</strong></p>
<ul>
<li><strong><em>Bis 1945:</em></strong><em> Die frühen Auswanderungen fanden in einer Übergangsphase zwischen agrarischer Gesellschaft und Industriezeitalter statt. </em></li>
<li><strong><em>Nach 1945: </em></strong><em>Die Emigration verlagerte sich zunehmend in Richtung wirtschaftlich motivierter Wanderung. Viele Deutsche suchten nach dem Zweiten Weltkrieg neue Perspektiven in Übersee, insbesondere in Kanada, den USA, Brasilien und Argentinien.</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><em>&nbsp;</em><strong>Hauptphasen der Auswanderung aus Süddeutschland</strong></span></p>
<ol>
<li><strong> Frühe Phase (ab 1709) Winter 1709:<br></strong>Einer der kältesten Winter Europas führte zu einer ersten großen Auswanderungswelle, besonders aus der Pfalz, dem Elsass und Teilen Württembergs. Viele flohen über die Niederlande nach England und weiter nach Nordamerika, insbesondere nach Pennsylvania.</li>
<li><strong>&nbsp;</strong><strong>Napoleonische Zeit und Folgejahre (ca. 1800–1830)<br></strong>Kriegsfolgen, wirtschaftliche Not und politische Repression nach dem Ende des Heiligen Römischen Reichs führten zu verstärkter Auswanderung. Viele Süddeutsche wanderten auf Einladung der Zarin Katharina II. nach Russland aus, insbesondere in die Gebiete entlang der Wolga und später nach Bessarabien (heute im Großen und Ganzen zur Republik Moldau gehörend).</li>
<li><strong>&nbsp;</strong><strong>Hungerjahre 1816/17 („Jahr ohne Sommer“)<br></strong>Der Ausbruch des Vulkans Tambora 1815 führte zu Missernten und Hungersnöten. Besonders betroffen: Baden, Württemberg und Bayern. Viele wanderten nach Nordamerika aus, vor allem in die USA.</li>
<li><strong>&nbsp;</strong><strong>Massenauswanderung im 19. Jahrhundert (1830–1880)<br></strong>Bevölkerungswachstum, Armut, fehlende Industrialisierung und politische Unzufriedenheit trieben viele zur Emigration. Die Kartoffelfäule führte Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer schweren Hungersnot, die auch in Deutschland eine Auswanderungswelle auslöste – besonders zwischen 1845 und 1848. Süddeutsche wanderten in großer Zahl nach Nordamerika, aber auch nach Brasilien, Argentinien und Australien aus. Nach der gescheiterten Revolution von 1848/49 kam es zu einer bedeutenden Auswanderungswelle aus Deutschland, insbesondere durch politisch Verfolgte, die als „Achtundvierziger“ (engl. <em>Forty-Eighters</em>) bekannt wurden. Diese Emigration war nicht nur zahlenmäßig relevant, sondern hatte auch kulturelle und politische Auswirkungen in den Zielländern, vor allem in den USA.</li>
</ol>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Ursachen der Auswanderung nach 1848. </strong></p>
<p><u>Scheitern der Märzrevolution:</u> Die Hoffnung auf nationale Einheit, Demokratie und Bürgerrechte wurde zerschlagen. Viele Revolutionäre wurden verfolgt oder inhaftiert.</p>
<p>Politische Repression: Nach der Niederschlagung der Aufstände verschärften die deutschen Fürsten die Kontrolle, was viele Oppositionelle zur Flucht zwang.</p>
<p><u>Wirtschaftliche Not:</u> Neben politischer Verfolgung litten viele unter Armut, Hunger und fehlenden Perspektiven.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Zielregionen der „Achtundvierziger“</strong></p>
<ul>
<li><strong>USA:</strong> Die Vereinigten Staaten waren das Hauptziel. Dort gab es keine Einwanderungsbeschränkungen, und viele Deutsche fanden Aufnahme und neue politische Betätigungsfelder. Bekannte Persönlichkeiten wie Carl Schurz (<em>er war der erste gebürtige Deutsche, der Mitglied des&nbsp;</em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Senat_der_Vereinigten_Staaten" target="_blank" rel="noopener"><em>Senates der Vereinigten Staaten</em></a><em>wurde</em>) und Friedrich Hecker <em>(Col. Frederic Hecker 82nd Ill. Inf., er befehligte während des Bürgerkrieges das 82. Infanterieregiment des Staates Illinois. Bei seinem Begräbnis sollen rund 1000 Menschen anwesend gewesen sein)</em> wurden zu wichtigen Figuren in der amerikanischen Politik und Gesellschaft.</li>
<li><strong>Australien:</strong> Auch hier fanden einige Exilanten Zuflucht, besonders in den liberaleren Kolonien.</li>
<li><strong>Schweiz, Frankreich, England:</strong> Diese Länder dienten oft als erste Station im Exil, bevor eine Weiterreise erfolgte</li>
<li>Zentren der Auswanderung: Schwarzwald, Hunsrück, Allgäu, Schwäbische Alb.</li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Zielregionen der Süddeutschen Auswanderer</strong></p>
<ul>
<li><strong>USA:</strong> Besonders beliebt waren Ohio, Wisconsin, Missouri und Texas.</li>
<li><strong>Russland:</strong> Wolgadeutsche und Schwarzmeerdeutsche Kolonien.</li>
<li><strong>Südamerika:</strong> Deutsche Kolonien in Brasilien (z. B. Blumenau) und Argentinien.</li>
<li><strong>Osteuropa:</strong> Ungarn, Siebenbürgen, Galizien</li>
</ul>
<p>Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Lockerung der Einreisebedingungen in den wichtigsten Zielländern gab es seit Anfang der 1950er Jahre wieder einen starken Anstieg der Auswanderung. <strong>Von 1946 bis 1961 wanderten laut dem Statistischen Bundesamt 780.000 Deutsche nach Übersee aus, davon etwa die Hälfte in die USA, 234.000 nach Kanada und 80.000 nach Australien. </strong>Außerdem emigrierten <strong>zwischen 1945 und 1952 schätzungsweise 180.000 Deutsche in westeuropäische Staaten, insbesondere nach Frankreich und Großbritannien. </strong></p>
<p>Erst seit 1954 gibt es zuverlässige statistische Daten, nach denen es zwischen 1954 und 1959 eine jährliche Auswanderung von etwa 100.000 Personen aus Deutschland gab. Ab Anfang der 1960er Jahre führte der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland zu einem spürbaren Rückgang der Auswanderung.</p>
<p>Ab den 70er Jahren bis heute ist oft eine berufliche Veränderung der Grund für die Ausreise, die nicht selten nur für ein paar Jahre geplant war und dann doch endgültig wurde, vor allem dann, wenn Kinder im Ausland geboren und eingeschult wurden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Wie war das einst wirklich – Schauen wir uns das mal im Detail an</strong></span></p>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Organisation der Auswanderung</strong></p>
<p>Im 19. Jahrhundert wurde die deutsche Auswanderung meist durch private Initiativen, Vermittler und teils auch durch Gemeinden organisiert und finanziert. Viele Auswanderer mussten die Kosten selbst tragen, doch es gab auch Unterstützung durch öffentliche Stellen.</p>
<p><strong>Auswanderungsagenturen und Vermittler:</strong> Diese spezialisierten sich auf die Organisation der Reise, halfen bei der Buchung von Schiffspassagen und der Abwicklung von Formalitäten. Sie warben aktiv in Dörfern und Städten für die Auswanderung.</p>
<p><strong>Reedereien</strong> wie HAPAG oder Norddeutscher Lloyd boten spezielle Auswandererpassagen an. Sie unterhielten eigene Auswandererhallen und sorgten für die Einschiffung in Häfen wie Hamburg oder Bremen.</p>
<p><strong>Auswanderervereine und kirchliche Organisationen</strong> unterstützten besonders bedürftige Familien bei der Planung und Durchführung.</p>
<p><strong>Gemeinden und Behörden:</strong> In wirtschaftlich schwachen Regionen unterstützten manche Gemeinden die Auswanderung, um die lokale Armut zu lindern. Sie übernahmen teilweise die Kosten für die Überfahrt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Wie wurde Auswanderung finanziert?</strong></span></p>
<ul>
<li><strong>Eigenfinanzierung:</strong> Die meisten Auswanderer mussten ihre Reise selbst bezahlen. Dazu verkauften sie oft ihren Besitz oder erhielten Unterstützung von Verwandten.</li>
<li><strong>Gemeindliche Zuschüsse:</strong> In Fällen großer Not übernahmen Gemeinden die Kosten der Überfahrt, um Sozialausgaben zu senken.</li>
<li><strong>Vorschüsse durch Agenten:</strong> Manche Vermittler gewährten Kredite für die Passage, die später in der neuen Heimat zurückgezahlt werden mussten.</li>
<li><strong>Staatliche Unterstützung:</strong> In Einzelfällen förderten auch staatliche Stellen die Auswanderung, etwa durch die Bereitstellung von Informationen oder die Vereinfachung bürokratischer Prozesse.</li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Wie war der Ablauf einer Auswanderung?</strong></span></p>
<ul>
<li><strong>Entscheidung und Anmeldung:</strong> Die Auswanderung musste bei lokalen Behörden angezeigt werden.</li>
<li><strong>Reisevorbereitung:</strong> Vermittler organisierten die Route, oft über Zwischenstationen wie Le Havre oder Rotterdam. Nicht selten verloren Einwanderer ihr Geld, bevor sie Europa verlassen konnten, weil sie Betrügern aufgesessen waren.</li>
<li><strong>Überfahrt:</strong> Die Schiffsreise dauerte je nach Ziel zwischen 4 und 12 Wochen. Die Bedingungen waren oft beengt und hygienisch problematisch.</li>
<li><strong>Ankunft und Einwanderung:</strong> In den USA etwa erfolgte die Einreise über Ellis Island, wo medizinische und rechtliche Prüfungen stattfanden.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Hier ist ein Beispiel für eine typische deutsche Auswandererreise im Jahr 1850 – von der Entscheidung bis zur Ankunft in den USA:</strong></span></p>
<ol>
<li><strong>&nbsp;</strong><strong>Entscheidung zur Auswanderung</strong></li>
</ol>
<ul>
<li><strong>Motivationen</strong>: Wirtschaftliche Not, politische Unruhen (z. B. nach der Revolution 1848), religiöse Verfolgung oder Hoffnung auf ein besseres Leben.</li>
<li><strong>Informationsquelle</strong>: Flugblätter, Zeitungsanzeigen, Berichte von Rückkehrern oder Agenten.</li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<ol start="2">
<li><strong> Anmeldung und Vorbereitung</strong></li>
</ol>
<ul>
<li><strong>Behördliche Genehmigung</strong>: Auswanderung musste bei der lokalen Verwaltung angezeigt werden.</li>
<li><strong>Verkauf von Besitz</strong>: Haus, Land oder Vieh wurden verkauft, um die Überfahrt zu finanzieren.</li>
<li><strong>Kontakt mit Agenten</strong>: Vermittler organisierten die Passage und halfen bei Dokumenten.</li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<ol start="3">
<li><strong> Reise zum Hafen</strong></li>
</ol>
<ul>
<li><strong>Transportmittel</strong>: Mit Pferdewagen oder Eisenbahn (sofern verfügbar) ging es nach Bremen oder Hamburg.</li>
<li><strong>Zwischenstationen</strong>: Oft mehrere Tage Aufenthalt in Auswandererhallen zur medizinischen Untersuchung und Registrierung.</li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<ol start="4">
<li><strong> Überfahrt nach Amerika</strong></li>
</ol>
<ul>
<li><strong>Dauer</strong>: 6–12 Wochen, abhängig von Wetter und Schiffstyp.</li>
<li><strong>Bedingungen</strong>: Enge Unterkünfte im Zwischendeck, einfache Verpflegung, hohe Krankheitsgefahr.</li>
<li><strong>Kosten</strong>: Etwa 30–50 Taler pro Person – oft durch Verkauf von Besitz oder Kredite gedeckt.</li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<ol start="5">
<li><strong> Ankunft in den USA</strong></li>
</ol>
<ul>
<li><strong>Einreiseort</strong>: Meist New York (Castle Garden, später Ellis Island).</li>
<li><strong>Kontrollen</strong>: Medizinische Untersuchung, Registrierung, manchmal Ablehnung bei Krankheit.</li>
<li><strong>Weiterreise</strong>: Mit Dampfschiff oder Eisenbahn ins Landesinnere – z. B. nach Ohio, Wisconsin oder Missouri</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Württemberg. </strong></span>Armut war einst zuhause im Ländle und so wurden die Armen früher nicht selten zur Auswanderung gedrängt. Für viele Gemeinden war es billiger ihnen die Auswanderung zu finanzieren, als sie im Armenhaus durchzufüttern. Allein im Jahr 1819 waren 2.726 Menschen namentlich bekannt, die von Raub und Diebstahl lebten. Berüchtigt war die Gegend zwischen Göppingen und Geislingen. <strong>Mitte des 19ten Jahrhunderts lebten 1,8 Millionen Menschen im Ländle, darunter 120.000 unter dem Existenzminimum.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>In die Neue Welt. </strong></span>Bis Mitte der 1880er Jahre war ein Gleichstand zwischen Segel- und Dampf-Auswandererschiffen erreicht und um 1900 befuhren, bis auf wenige Ausnahmen, nur noch Dampfschiffe die Auswandererlinien nach&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nordamerika" target="_blank" rel="noopener">Nord-</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdamerika" target="_blank" rel="noopener">Südamerika</a>. Die Zustände auf den Schiffen waren anfangs noch sehr schlecht. Der Platzbedarf für&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Druckbeh%C3%A4lter" target="_blank" rel="noopener">Kessel</a>, Maschine und&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kohle" target="_blank" rel="noopener">Kohlevorräte</a>&nbsp;ging zum Teil zu Lasten der Passagierplätze. In den 1870er und 1880er Jahren setzten sich allgemeine Verbesserungen durch. So wurde für den Bau und die Einrichtung von Auswandererschiffen Verordnungen und Gesetze erlassen, die den Raumbedarf je Passagier, die Schlafplätze,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCftung" target="_blank" rel="noopener">Ventilation</a>, Beleuchtung, sanitäre Einrichtungen, Verpflegung, medizinische Betreuung, Rettungsausrüstung (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwimmweste" target="_blank" rel="noopener">Schwimmwesten</a>&nbsp;etc.) und die wasserdichte Unterteilung der Schiffe vorschrieben. Das Dampfschiff löste im Laufe des&nbsp;19.&nbsp;Jahrhunderts&nbsp;das Segelschiff zunehmend ab. Mit der Einführung des regelmäßigen Linienverkehrs mit&nbsp;Dampfschiffen&nbsp;legte die&nbsp;Auswanderung&nbsp;weiter an Fahrt zu. Während ein Segelschiff 44 Tage für die Überfahrt benötigte, waren es für das Dampfschiff nur noch 14 Tage. Die deutschen Häfen für Auswanderer waren Bremen, Bremerhaven und Hamburg. <em>(Mit meinem Schiff „Zerstörer Mölders“ brauchten wir 1974 und 1976 nur noch 5–7 Tage – je nach Treibstoffverbrauch).</em> <strong>Heute haben ca. 50 Millionen US-Amerikaner deutsche Vorfahren! Vergessen wir dabei nicht, dass das besonders im 18ten und 19ten Jahrhundert überwiegend bitterarme Wirtschaftsflüchtlinge waren.</strong></p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_61 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32401" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32401" class="wp-image-32401 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-07-Annonce-Holz-und-Diemer.jpg" alt width="1200" height="394"><p id="caption-attachment-32401" class="wp-caption-text">Eine Annonce von „Holz und Diemer“ aus den 50ern (Amtsblatt Oberkochen)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_62 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong><u>AUSWANDERER LISTEN</u></strong></span></p>
<p><strong>Fast jedem der 10 Teile ist eine Liste mit ausgewanderten </strong>Personen angefügt, die in der Ferne ihr Glück gesucht haben. Die Recherche war zeit- und kostenaufwendig! Dem früheren Bürgermeister Peter Traub sei für die Unterstützung herzlich gedankt. Mehrfach-Nennungen sind möglich, da auf verschiedensten Plattformen und Datenbanken recherchiert wurde. Die Recherche beschränkt sich, bis auf ein paar Ausnahmen, auf die Jahre bis 1979.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Aus diversen Unterlagen und Quellen</strong></span></p>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Australien</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Fischer, Felicitas</em></li>
<li><em>Fischer, Heinz </em><em>(</em><em>2024 gestorben)</em></li>
<li><em>Kolb, Adolf und Liesel aus der Dreißentalstraße </em></li>
<li><em>Maier, die ganze Familie aus der Dreißentalstraße 77</em></li>
</ul>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_63 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32400" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32400" class="wp-image-32400 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-18-Passagierliste-nach-Australien.png" alt width="1200" height="773"><p id="caption-attachment-32400" class="wp-caption-text">Passagierliste nach Australien mit der Familie Maier aus dem Dreißental (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_64 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><u>Nach Belgien und Tunesien</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Metz, Hermann aus der Dreißentalstraße </em><em>(</em><em>beruflich als Expat, inzwischen längst zurück in Breisach)</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Brasilien</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Bernlöhr, Werner </em><em>(beruflich als Expat, zurück in Neunkirchen)</em></li>
<li><em>Gold, Josef (Ziegenpater Frater Stanislau Maristenbruder)</em></li>
<li><em>Hug Anton Rochus (Frater Casimir Bruno Maristenbruder)</em></li>
<li><em>Hug, Willibald (Frater Emilio Conrad Maristenbruder)</em></li>
<li><em>Spiegler, Wilhelm und Irma mit Kindern Irmhild und Wilfried</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Canada</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Balle, Elisabeth</em></li>
<li><em>Heid, Dieter aus dem Finkenweg 4 </em><em>(Sohn der Witwe Anna Heid)</em></li>
<li><em>Heid, Werner aus dem Finkenweg 4 </em><em>(Sohn der Witwe Anna Heid)</em></li>
<li><em>Hirner, Adolf aus der Sperberstraße 32 </em><em>(Sohn der Eheleute Karl Hirner und Maria geb. Fischer)</em></li>
<li><em>Holster, Willy aus der Feigengasse 14</em></li>
<li><em>Radünz, Stefan </em><em>(für Leitz beruflich nach Kanada, früherer Besitzer des Hauses Sonnenbergstraße 32)</em></li>
<li><em>Rühle, Willy </em><em>(Sohn der Eheleute Wilhelm Rühle und Marie geb. Spahr)</em></li>
<li><em>Thierer, Paul </em></li>
<li><em>Trittler, Franz aus der Dreißentalstraße 44</em><em> (Sohn der Eheleute Franz Trittler und Sophie geb. Ratgeb)</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Nach China-Hongkong und New York</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Wieland, Dieter geb. Pickelmann</em> <em>(beruflich als Expat, wohnhaft in Speyer)</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Frankreich</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Lemoine-Gaertner, Christiane aus dem Silcherweg 26</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Griechenland und später Schweiz</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Wingert, Günther aus dem Jägergässle </em><em>(G</em><em>laserei Wingert)</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Nach Großbritannien</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Gold, Paul „Engländer-Paul“ </em><em>(während des I. Weltkrieges interniert, später zurückgekehrt)</em></li>
<li><em>Slater, Regina geb. Frank aus der Bahnhofstraße</em><em> (frühere Arbeitskollegin von mir bei Leitz)</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Italien</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Hügle, Fritz und Luitgard geb. Grupp aus em Dreißadaal</em></li>
<li><em>Wingert, Paul aus der Glaserei Wingert im Jägergässle </em><em>(beruflich, ist aber zurückgekommen und residiert im Schwarzwald)</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Japan</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Porzig, Wolfgang </em><em>(einige Jahre beruflich für Zeiss)</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Nach Niederlande</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Hübenthal, Prof. Dr. Christoph </em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Österreich</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Braun, Jürgen </em><em>(Musiker, Sohn von Helma Braun und Enkel des ermordeten Förster Braun)</em></li>
<li><em>Enders, Dr. Sigurd </em><em>(früherer Lehrer am hiesigen Gymnasium für Deutsch und Geografie)</em></li>
<li><em>Seidl, Marion geb. Wöhner aus der Walter-Bauersfeldstraße</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Nach Schweiz</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Fischer geb. Steck, Ingrid </em></li>
<li><em>Salzmann, Regine</em></li>
<li><em>Wingert, Johannes </em><em>(Pfarrer in Zürich und Dietikon)</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Nach Spanien</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Gremerath, Siegfried </em></li>
<li><em>Hörndl, Wolfgang</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Nach Südafrika</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Pointner, Heinz</em><em> (1979 zurück)</em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Nach USA</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Angstenberger, Fred und Maria geb. Gold</em></li>
<li><em>Balle, Paul aus der Katzenbachstraße 6</em></li>
<li><em>Betzler, Eugen mit Frau Barbara geb. Mall</em></li>
<li><em>Betzler, Michael </em></li>
<li><em>Beuschlein, Wilma </em></li>
<li><em>Borst, Dr. Phil., L. Walter </em></li>
<li><em>Brotesser geb. Fischer, Sigrid </em></li>
<li><em>Combs geb. Maier, Erika </em></li>
<li><em>Cook Charles und Maria geb. Kolb</em></li>
<li><em>Couey, Elfriede und Ron </em></li>
<li><em>Dobbs geb. Reimann, Petra </em><em>(Mitglied des berühmten Bantel’schen Sechser-Clubs)</em></li>
<li><em>Doppelbauer geb. Gold, Agnes </em></li>
<li><em>Dummer, Fred und Liese geb. Fischer</em></li>
<li><em>Eisele, Karl und Anne geb. Ebert</em></li>
<li><em>Erz, die gesamte Familie </em></li>
<li><em>Fünfschilling, Frank und Marie geb. Gold</em></li>
<li><em>Goehring, Karin </em></li>
<li><em>Gold, Kreszentia aus der Aalener Straße 32 </em></li>
<li><em>Grundler Wolfgang und Gabi </em><em>(beruflich für Leitz – längst wieder zurück)</em></li>
<li><em>Güntsche, Harald </em><em>(beruflich anfangs für Leitz, dortgeblieben, zu früh gestorben)</em></li>
<li><em>Hauber, August </em></li>
<li><em>Hauber, Gustl und Gertrud „Trudl“ geb. Wingert</em><em> (s andere Mädle vom Glaser Wingert im Jägergässle)</em></li>
<li><em>Heaton, David</em></li>
<li><em>Helmle, Anton und Francis geb. Staudenecker</em></li>
<li><em>Helmle, Karl und Giesela </em></li>
<li><em>Honold, Michael und Hildegard </em></li>
<li><em>Johnson geb. Ortler, Barbara </em></li>
<li><em>Jrizarr, Ferdinand und Fränzi geb. Helmle</em></li>
<li><em>Juhasz geb. König, Gerda M. </em></li>
<li><em>Jurgi, Philip und Brigitte geb. Helmle</em></li>
<li><em>Köhler, Michael</em><em> (beruflich anfangs für Leitz und dann dortgeblieben)</em></li>
<li><em>König, Werner E. </em></li>
<li><em>Kopp, William </em></li>
<li><em>Kunert, Martin und Mathilde geb. Gold</em></li>
<li><em>Labbert, Frank und Regina geb. Röttinger</em></li>
<li><em>Lampe, Hermann </em></li>
<li><em>Link geb. Berger, Ursula </em></li>
<li><em>Miller, geb. Bauer, Anneliese </em></li>
<li><em>Muldrow, Barbara </em></li>
<li><em>Muldrow, Waltraud </em></li>
<li><em>Pantke, Herbert </em></li>
<li><em>Pantke, Erhard </em></li>
<li><em>Pracht, Hans und Annemarie </em></li>
<li><em>Proehl, Heidi mit der gesamten Familie</em></li>
<li><em>Remde, Heinz und Irene geb. Wingert </em><em>(</em><em>au a Mädle vom Glaser Wingert im Jägergässle)</em></li>
<li><em>Roeder, Manfred </em></li>
<li><em>Roos, Dr. Reinhard</em></li>
<li><em>Rosenkranz, Fritz </em></li>
<li><em>Rötter, M.K. </em></li>
<li><em>Schaupp, Franz Xaver </em></li>
<li><em>Siegel geb. Filler, Gerda </em></li>
<li><em>Steckel, Oskar </em></li>
<li><em>Suess, Sigmar und Martha</em></li>
<li><em>Trukenmüller, Leo</em></li>
<li><em>Tynan, William und Gerlinde geb. Herrmann</em></li>
<li><em>Veit geb. Piesch, Hildegard </em></li>
<li><em>Vogel, Ulrich und Anna geb. Starz</em></li>
<li><em>Wands geb. Rau, Dagmar aus der Walter-Bauersfeld-Straße</em></li>
<li><em>Weise, Helena</em></li>
<li><em>Weise, Richard </em></li>
<li><em>Wirth, Elisabeth (</em><em>in New York bekannt als Elise Wirth Schrott, Tochter von Johann Michael Wirth)</em></li>
<li><em>Witt, Emil </em></li>
<li><em>Zimmer geb. Fischer, Maria </em></li>
</ul>
<p><em>&nbsp;</em><strong><u>Nach Vietnam</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Hartwig, Sabine aus der Jenaer Str. 20 </em><em>(Tochter von Hans und Erika Hartwig)</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong><u>Weiß Gott wohin</u></strong></p>
<ul>
<li><em>Winter, Ludwig aus der Volkmarsbergstraße 15</em></li>
<li><em>Balle, Paul</em><em> (Sohn des Ignaz Peter Paul und Bruder vom Tankstellen-Balle Karl)</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong><strong>Liste vom Bürgermeister Stadt Oberkochen (jährlicher Weihnachtsbrief)</strong></p>
<ul>
<li><em>Ammon, Gertrud Australien</em></li>
<li><em>Berroth, Dr. Erika USA</em></li>
<li><em>Borst, Dr. Walter USA</em></li>
<li><em>Combs, Erika USA</em></li>
<li><em>Couey, Elfriede USA</em></li>
<li><em>Dreyer, Ingrid USA</em></li>
<li><em>Ebert, Alois Canada</em></li>
<li><em>Einsiedler, Mario Ungarn</em></li>
<li><em>Fischer, Heinz Australien</em></li>
<li><em>Freiburg, Lothar (</em><em>früher Rektor in OKO)</em><em> Italien</em></li>
<li><em>Fritscher, Peter V. USA</em></li>
<li><em>Fritscher, Philip USA</em></li>
<li><em>Geisthövel, Michael Brasilien</em></li>
<li><em>Geul, Sabine USA</em></li>
<li><em>Gold, Georg USA</em></li>
<li><em>Hassinger, Eva Frankreich</em></li>
<li><em>Heid, Dieter Canada</em></li>
<li><em>Hirner, Adolf Canada</em></li>
<li><em>Honold, Michael USA</em></li>
<li><em>Hügle, Fritz und Luitgard Italien</em></li>
<li><em>Keller, Margot Schweiz</em></li>
<li><em>Kindermann, Dieter USA</em></li>
<li><em>Köhler, Georg Argentinien</em></li>
<li><em>Kolb, Adolf Australien</em></li>
<li><em>Lübeck, Günther USA</em></li>
<li><em>Lukombo, Jean </em><em>(früher kath. Pfarrer OKO) </em><em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em><em>Kongo</em></li>
<li><em>Miller, Anneliese B. USA</em></li>
<li><em>Minder, Lucia Portugal</em></li>
<li><em>Pantke, Herbert USA</em></li>
<li><em>Rank, Harald du Saadiah Malaysia</em></li>
<li><em>Dobbs geb. Reimannn, Petra USA</em></li>
<li><em>Sari, Maria Australien</em></li>
<li><em>Scherer, Martina Schweiz</em></li>
<li><em>Schürmeyer, Fritz Portugal</em></li>
<li><em>Seidl, Marion Österreich</em></li>
<li><em>Seidler, Christa Südafrika</em></li>
<li><em>Slater geb. Frank, Regina Großbritannien</em></li>
<li><em>Strecker, Helmut und Monika </em><em>(früher Rektor Gym)</em><em> Portugal</em></li>
<li><em>Trittler, Frank Canada</em></li>
<li><em>Walther, Eberhard Schweiz</em></li>
<li><em>Wands geb. Rau, Dagmar USA</em></li>
<li><em>Westphal-Mansour Frankreich</em></li>
<li><em>Williman-Wingert, Petra &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schweiz</em></li>
<li><em>Winter Amaral de Figueiredo, Ulrike Portugal</em></li>
<li><em>Witt, Ernst Frankreich</em></li>
</ul>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg – Der Nicht-Ausgewanderte</strong></p>
<p>​</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 856: Albert Holz – In Memorium zum 90sten Geburtstag</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-856-albert-holz-in-memorium-zum-90sten-geburtstag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 22:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=32381</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_6 beitrag-row">
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;">​<strong>Und?</strong></span> Das ist die kürzeste schwäbische Gesprächseröffnung, die ich kenne und die kein Thema von vornherein ausschließt. Albert Holz verwendete sie nicht selten, um ein Gespräch zu beginnen. Vorausschicken will ich, dass man der Person Albert Holz nicht gerecht werden würde, ihn nur aufgrund seiner Leistungen zu würdigen. Er war ein Mensch, wir sagen heute oft <em>„oiner vom alta Schlag“</em> und da gehören einfach Geschichten mit und über ihn dazu. Privat war Rosemarie die Frau an seiner Seite und im „Geschäft“ war Helga Rassel seine jahrzehntelange Sekretärin. Und so beginne ich einfach zu erzählen — s wird scho rächt werra. Der Bericht erscheint wegen der großen Auswanderer-Reihe eine Woche vor seinem Geburtstag.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_66 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32370" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32370" class="wp-image-32370 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-09-Albert-Holz.jpg" alt width="1200" height="1282"><p id="caption-attachment-32370" class="wp-caption-text">Schon in jungen Jahren fesch angezogen. Die junge Frau an seiner Seite möge sich bitte melden, da namentlich unbekannt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_67 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;">​</span><strong><span style="color: #3366ff;">Intro</span>.</strong> Albert Holz, ein Oberkochener Kind, das im Brunkel das Licht der Welt erblickte, Ausbildung und sein ganzes berufliches Leben bei einer Firma durchlief, für seine Familie in der Katzenbachstraße ein Haus baute, viele Freunde hatte und sich bei seinen Kunden großer Beliebtheit erfreute sowie eine enge Beziehung zu „seinen“ Vertretern hatte. Er war gerne unter Menschen. Sei es unter seinen Freunden, mit der Kolpingsfamilie, dem Leitz-Freundeskreis, der Bagage, auf Vertretertagungen, auf den jährlichen Messeveranstaltungen (auf seiner „IHM“ in München und später auf der „HOLZ-Handwerk“ in Nürnberg), bei den Fachverbänden und besonders unter seinen Kunden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Familienherkunft.</strong> </span>Sein Elternhaus finden wir heute noch in der Nähe des Kochers in der Kapellenweg 10/1. Seine Großeltern waren die Hebamme „Hefattel“ Theresia Holz geb. Elmer *17.5.1876 / †10.5.1970 und Albert August Holz *29.4.1871 / †2.1.1959.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_68 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32371" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32371" class="wp-image-32371 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01Albert-Holz-mit-Claus-Dieter-Weick.jpg" alt width="1200" height="948"><p id="caption-attachment-32371" class="wp-caption-text">Mit seinem Mitarbeiter Claus Dieter Weick beim Tagesgeschäft (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_69 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Meilensteine – beruflich und privat</strong></span></p>
<p><strong>1936 — </strong>Am 3. Mai in Oberkochen geboren</p>
<p><strong>1942 -</strong> Einschulung</p>
<p><strong>1950 -</strong> Schulentlassung und Beginn einer 3jährigen Lehrzeit bei Emil Leitz in der Bahnhofstraße 7 als 14jähriger Bub</p>
<p><strong>1953 -</strong> Er durfte mit 17 Jahren den Führerschein machen, weil der ehemalige Geschäftsführer Karl Kümmerle aufs Landratsamt nach Aalen fuhr und dort die Notwendigkeit für die Firma erläuterte</p>
<p><strong>1959</strong> — Umzug von der Bahnhofstraße in den Ölweiher 2 – heute Leitzstraße 2</p>
<p><strong>1959 -</strong> Eingliederung Emil Leitz als Vertrieb SÜD in die Firmengruppe Gebr. Leitz</p>
<p><strong>1966 -</strong> Hochzeit mir Rosemarie Barbara Honikel</p>
<p><strong>1966 -</strong> Geburt der Tochter Petra&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>1967 -</strong> Erteilung der Prokura für Emil Leitz sowie später für die neuen Niederlassungen Troisdorf Vertrieb WEST und Bielefeld Vertrieb NORD</p>
<p><strong>1968 -</strong> Einzug im neuen Haus in der Katzenbachstraße</p>
<p><strong>1968 -</strong> Geburt des Sohns Andreas „Andi“</p>
<p><strong>1971 -</strong> Gesamtprokura für Gebr. Leitz</p>
<p><strong>1975 -</strong> 25jähriges Jubiläum bei Emil Leitz. Ein besonderer Gast war eingeladen – der erste Kunde, den Albert Holz einst besuchte – er war wohl auch eine Zeitlang als Vertreter unterwegs</p>
<p><strong>1983 -</strong> Geschäftsführer Emil Leitz</p>
<p><strong>1987 -</strong> Einweihung des Josefskapelle unterhalb des Rodsteins. Eine tolle Leistung der „Bagage“</p>
<p><strong>1989 — </strong>Fall der Mauer und da musste rasch gehandelt werden. Abenteuerliche Reisen in spannenden Zeiten, um neue Servicestellen und Vertreter im Vertrieb SÜD und NORD zu installieren</p>
<p><strong>1990 -</strong> 40jähriges Jubiläum bei Emil Leitz</p>
<p><strong>1990 -</strong> Ehrenmedaille des Landes BaWü für sein 40jähriges</p>
<p><strong>1990</strong> — Ehrennadel in Gold für besondere Verdienste um das Glaser- und Fensterhandwerk</p>
<p><strong>1996 -</strong> Albert-Leitz-Medaille in Gold. Dem Vernehmen nach war das die erste und wohl auch eine besondere Ausgabe</p>
<p><strong>1999 -</strong> Albert verlässt die Firma offiziell am 19. Januar. Nach 27 Jahren als Verkaufsleiter Gebr. Leitz und 15 Jahren als Geschäftsführer Emil Leitz. Emil Leitz – das ist seine Erfolgsgeschichte und „Das Holzfenster“ seine Passion</p>
<p><strong>2016 -</strong> Der Jahrgang 1936 feiert seine 80er. Jahrgänger waren u.a. die verstorbenen Paul Trittler, Bruno Balle, Sigrid Schoch, Manfred Fischer, Josef Pavcek, Gerhard Sengteller, Max Trittler</p>
<p><strong>2021 -</strong> Am 2 — Mai, einen Tag vor seinem 85sten Geburtstag, verstarb Albert</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_70 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32364" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32364" class="wp-image-32364 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-1990-in-der-Fachpresse.jpg" alt width="450" height="861"><p id="caption-attachment-32364" class="wp-caption-text">1990 in der Fachpresse (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_71 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Erinnerungen von seinem Schul- und „Bagage“-Freund Bruno Brandstetter</strong>:</span> <em>„Mein Schulfreund in der Volksschule war Willi Sauter, der in Oberkochen gegenüber meinem Elternhaus wohnte. Diese Freundschaft ging 1942 mit dem Ende der Schulzeit langsam zu Ende. Der neue Freund wurde Albert. Wir gingen mit Bruno Balle in die Kaufmännische Berufsschule nach Aalen. Albert ging zu Leitz, Bruno zu Bäuerle und ich zu Edelmann. Wir 3 waren immer zusammen. Zuerst bei der kath. Schwabenjugend und ab 18 bei Kolping in Oberkochen. Doch nun zu Albert. Er war immer dabei, kein Anführer, kein Rädelsführer, kein Erfinder von Streichen – aber immer mitgemacht. Eine kleine Geschichte will ich zum Besten geben:</em></p>
<p><em>Es war wohl in der Zeit zwischen 1957 und 1960. Ich nannte einen grünen Lambretta-Motorroller mein Eigen. Auch besaß ich eine Kleinbildkamera und ein Foto-Entwicklungs-Labor. Das Entwickeln und das Erstellen von Abzügen, die am Schluss zum Trocknen an einer Schnur aufgehängt wurden, machte uns viel Spaß. Dann hatten Albert und ich DIE Idee: Wir könnten doch Fotos von Veranstaltungen und Versammlungen machen und dazu einen Bericht für die SchwäPo schreiben. Gesagt — Getan. Ran an den Speck. Rasch zu der oder dieser Veranstaltung, ein paar Bilder gemacht, einen schnellen Bericht geschrieben und am gleichen Abend noch mit der Lambretta nach Aalen zur Redaktion gefahren. Das gelang uns aber nur zwei Mal! Beim dritten Mal hieß es bei der Redaktion, dass wir keine Berichte mehr bringen dürften, da in Oberkochen der lokale Chefberichterstatter Robert Wolff sei. Tja, am Platzhirsch kamen wir halt nicht vorbei.</em></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Erinnerungen eines ehemaligen Mitarbeiters:</strong></span><br><strong>Umwelt: </strong>Bei einem Termin (1974) im Schärfdienst München-Pasing bei den Herren Sanwald und Nagel entdeckte Herr Holz auf dem Grundstück eine dunkle Stelle. Nach Rückfrage stellte es sich heraus, dass hier Entharzungsmittel entsorgt wurde. O‑Ton Herr Holz: <em>„Sorgen Sie dafür, dass so etwas nicht mehr gemacht wird, denn ich will wegen solcher Verstöße nicht in der Bildzeitung erscheinen.“</em></p>
<p><strong>Sozial: </strong>Als ich 1982 in viel Eigenleistung mein Haus gebaut habe, hatte Herr Holz viel Verständnis dafür, dass ich pünktlich Feierabend machten musste. Nach dieser Zeit hatte er deutlich darauf hingewiesen, dass die Arbeit nun wieder im Vordergrund zu stehen hat.<br><strong>Mach mal: </strong>Dieser Ausdruck war sehr häufig von ihm zu hören. Was das zu bedeuten hatte war oft unklar und mit einem Fragezeichen. Als Rentner habe ich Herr Holz gefragt, was er damit eigentlich sagen wollte. Kurz und knapp antwortete er: <em>„Macht einfach und wenn es schief geht stehen wir zusammen.“</em></p>
<p><strong>Religiöse Glaube: </strong>Bei der Mitarbeiterauswahl stand die Qualifikation schon im Vordergrund, aber der Familienstand und die kirchliche Zugehörigkeit hatten schon auch ihren Stellenwert. Nachdem ich einmal den Lebenslauf eines Bewerbers vorgetragen hatte, sagte Herr Holz <em>„…und wenn er jetzt noch katholisch ist, dann passts.“</em></p>
<p><strong>Sparsamkeit: </strong>Das klang schon in einigen Kommentaren durch, dass das eine Grundtugend war, auch gepaart mit Humor. Ein Paradebeispiel der lustigen Art war eine seiner „selbst gebastelten“ Visitenkarten.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_72 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32367" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32367" class="wp-image-32367 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Visitenkarte-vorne.jpg" alt width="450" height="191"><p id="caption-attachment-32367" class="wp-caption-text">eine selbst gebastelte sehr spezielle Visitenkarte zeigt seinen Humor (Archiv Müller)</p></div><div id="attachment_32368" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32368" class="wp-image-32368 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Visitenkarte-hinten.jpg" alt width="450" height="215"><p id="caption-attachment-32368" class="wp-caption-text">er wird sie hoffentlich nicht allzu oft angewendet haben (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_73 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Als alter Leitz’ler habe auch ich, der „Billie“, einiges mit ihm erlebt:</strong></span></p>
<ul>
<li>Es war die „Zeit der Assistenten“. Karl Wirth † hatte Roland Fürst, Manfred Mischak † den Edwin Franz † und Albert Holz den Karl Mühlberger. Und so trug sich einst folgende Geschichte zu, die eindeutig belegt, dass man bei Leitz durchaus telepathischen Fähigkeiten einsetzen konnte:</li>
</ul>
<p>Karl kommt zu mir ins Büro mit den Worten <em>„Du sollst mir die Unterlagen geben“. </em>Darauf ich: <em>„Welche Unterlagen“</em> und Karl zog wieder ab. Karl zu Albert: „<em>Der Billie weiß von nichts</em>.“ Albert zu Karl: „Der wois scho!“ Karl stand wieder in meinem Büro und sagte: <em>„Du dätscht scho wissa“.</em> Ich überlegte kurz, sah meine ganzen Ordner an, zog einen heraus, gab ihn Karl und der ging damit zu Albert, der kurz hineinschaute und sagte: <em>„Geht doch!“</em></p>
<ul>
<li>Im dritten Lehrjahr, ich war inzwischen Disponent für den Produktbereich Sägen. Leitz fertigte damals noch keine Sägen, sondern ich musste das Standardprogramm beim Leuco in Horb und die Sondersägen bei Wigo in Neresheim bestellen. Es war im tiefsten Winter Anfang der 70er-Jahre, Albert stürmte in mein Büro: <em>„Billie! Pack Deine Ordner, wir fahr’n zum Leuco nach Horb. Jetzt!“</em> Also, der Lehrling Billie nahm alle relevanten Ordner mit ins Auto und sortierte während der winterlichen Fahrt über die Schwäbische Alb auf der Rückbank alle offenen Aufträge, um für das Gespräch gewappnet zu sein. Wir trafen um die Mittagszeit in Horb ein und der Verlaufsleiter Horrer empfing uns mit den Worten: <em>„Gehen wir doch erst mal Essen“, </em>worauf Albert entgegnete:<em> „Noi, I will jetzt meine Säga“. </em>Also kein Essen, stattdessen Besprechungszimmer. Das Gespräch wogte hin und her, eine Einigung weit und breit nicht zu erkennen (es stand die Vermutung im Raum, dass Leuco die Endabnehmer bevorzugte und uns als Händler und Konkurrent bewusst hängen ließ), bis Albert irgendwann der Kragen platzte und er ausrief: <em>„Billie! Jetzt sag halt au Mal was!“</em> Das verschlug dem Lehrling Billie komplett die Sprache. Fazit: Viel Lärm um nichts. Wir nahmen ca. 100 Sägen im Kofferraum als Good-Will mit und auf der Rückfahrt gab es dann doch etwas zum Essen. Die Lage wurde aber nicht besser. Die Konsequenz war, dass Leitz dann eine eigene Sägenfertigung in Unterschneidheim aufbaute</li>
<li>Als ich 1978 nach meiner Marinezeit wieder zu Leitz zurückkam, führte mich meine erste Geschäftsreise wegen eines 2‑tägigen Seminars nach Stuttgart-Vaihingen. Ich überlegte am ersten Tag: Fahre ich nach Oberkochen zurück, um am nächsten Tag wieder früh im Hotel zu sein oder bleibe ich über Nacht? Ich entschied mich dafür im Hotel zu bleiben. Als ich dann meine Spesenabrechnung bei Albert abgab, schaute er sich das kurz an und sagte<em>: „Das unterschreib ich Dir nicht, das Zimmer kostet ja mehr, als mein Zimmer bei der Handwerksmesse in München“.</em> Oooops – da stand ich nun…</li>
<li>Anfang der 80er Jahre war ich mit Albert auf Besuch bei unserer Niederlassung in Troisdorf und wieder trat Alberts Sparverhalten an den Tag. Wir übernachteten im Canisius-Haus. Ich kam abends auf das Zimmer und dachte mich trifft der Schlag. So ein Zimmer hatte ich bis dahin und auch später auf der ganzen Welt nicht gesehen. Die Tapete hing in Fetzen von der Wand und auch sonst „Zum Vergessen“ und nachts haben die noch Karneval gefeiert – ich bekam kein Auge zu. Erkenntnis: „Man fährt zwischen Weiberfastnacht und Faschingsdienstag nicht beruflich ins Rheinland“. Und Canisius ist für mich seitdem ein Synonym für übertriebene Sparsamkeit</li>
<li>Einst bekamen wir einen neuen Mitarbeiter bei Emil Leitz, der es bis heute versteht, fast so gut wie HaPe Kerkeling, Leute, Sprachen und Dialekte nachzumachen. Bei seiner ersten Weihnachtsfeier gab er eine Probe seines Könnens ab und die ganze Truppe lachte sich halb tot. Als er gerade ins (Pseudo)Russische wechselte, trat Albert ein und war von seinem Mitarbeiter sehr beeindruckt und versprach ihm, dass man sich im neuen Jahr unbedingt zusammensetzen müsse, denn ein Mann, der Russisch beherrscht, müsse doch gefördert werden…..</li>
<li>Gehaltsverhandlungen bei Emil Leitz liefen Ende der 70er tlw. etwa wie folgt ab. Vertreter zu Albert: <em>„Ich habe im Wohnzimmer eine neue Holzdecke installiert…..“</em></li>
<li>Früher leitete ich die jährliche Inventur bei Leitz und bei Karl Kümmerle lernten wir, dass wir am Samstag großzügig zu den Kollegen sein sollten, weil sie ja ihre Freizeit dafür hergaben. Also feierten wir nach der Inventur eine Grillparty mit Bier und Steaks am Ölweiher. Unser Ferienarbeiter Wolfgang Seitz (leider viel zu früh verstorben) fuhr mit dem Moped nach der Party nach Hause und sah wohl am Lindenbrunnen mehr als einen Baum und fuhr gegen einen der drei und brach sich dabei den Oberschenkel. Auf die polizeiliche Frage, wo er denn herkomme, gab er Auskunft: <em>„Vom Leitz“</em> und dann nahmen die Dinge ihren Lauf und ich lernte was <em>„Verletzung der Aufsichtspflicht“</em>&nbsp; heißt. Albert klärte die Sache mit dem Vater von Wolfgang und dem Anwalt Arthur Fischer und ich kam ohne Blessuren aus der Nummer heraus. Auch so war Albert – er ließ keine Kühe auf dem Eis, sondern sorgte dafür, dass die Dinge geregelt wurden</li>
<li>Albert: „Wilfried Müller? Kenne ich nicht!““ Ach was, das ist der Billie?“ Den kennen wir und mit aus diesem Grund bin ich noch heute als der BILLIE bekannt</li>
<li>Als ich mich Ende 1977 nach Marinezeit und Ausbildung zum Organisator wieder bei Leitz bewarb, lief Albert zu den alten Kollegen bei Emil Leitz und sagte: <em>„Der Billie war doch gut oder? Der kommt wieder!“</em></li>
<li>Das Englische war seine Sache nicht und so bezeichnete er immer das neue Software-Release als Relais. Relais oder Release – was solls – mir dädet scho wisse</li>
<li>Und als es in einem heimatkundlichen Bericht über seinen Brunkel ging, war er mit Herzblut dabei</li>
</ul>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_74 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32366" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32366" class="wp-image-32366 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Grossraumbuero-aus-den-70ern-Emil-Leitz.jpg" alt width="1200" height="672"><p id="caption-attachment-32366" class="wp-caption-text">Das Großraumbüro Emil Leitz und Verkauf Gebr. Leitz in den 70ern – heute befindet sich dort ein kleines Museum (Archiv Müller). Linke Bildhälfte Personen vlnr: Claus Dieter Weick, Gustav Jäck, NN, Fritz Matuschek, Georg Sorg, Christa NN verh. Hubel, NN, Marlies Bösner verh. Schubert / Bildmitte: Karl Mühlberger und Gabriele Grundler / Rechte Bildhälfte: Conny Betzler verh. Hartmann, Günther Heldenmaier, NN, vermutlich Werner Stübing (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_75 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong>Albert Holz und seine Vertreter. Anton Balle erinnert sich an einen besonderen Abend.</strong></span></p>
<p>Die folgende Geschichte spielte sich im Rahmen der „IHM“ in München ab. Die 80er waren noch rustikal. &nbsp;Rauchen in Lokalen war noch erlaubt und von vielen wurde auch noch kräftig gequalmt. Der Humor war mitunter noch deftig und die Vertreterschaft der Fa. Emil Leitz hatte schon einige „Hochkaräter“ in ihren Reihen. Albert Holz war Nichtraucher – hat aber in Geselligkeit doch mal gerne eine Kippe „geschnorrt“ und so wurde er an diesem Abend „ausgesucht“. Die Damen aus dem Messeservice haben doch tatsächlich 1 Zigarette mit einem „Ladycracker“ (früher sagte man Judenfurz dazu – isch heute vermutlich schtrengschtens untersagt) präpariert. Alle 30 Anwesenden wussten Bescheid – nur der Hauptakteur nicht. Die präparierte Zigarette wurde so in eine Zigarettenschachtel gesteckt, dass sie 2 cm herausragte und beim Griff an die Schachtel einfach genommen werden musste. Und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Der Gelegenheitsraucher griff zu – nahm ein auf dem Tisch liegendes Feuerzeug – zog an der Zigarette und sie explodierte wie geplant in seiner Hand. Albert Holz kippte vor Schreck fast vom Stuhl und der ganze Saal tobte vor Lachen. Mit einem „Ihr Saumenscher“ warf er den Rest der Zigarette weg und bestellte sich auf den Schreck erst mal einen „Underberg“.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_76 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32369" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32369" class="wp-image-32369 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-07-Albert-Holz-mit-Gnter-Schmidt.jpg" alt width="650" height="963"><p id="caption-attachment-32369" class="wp-caption-text">Bei einer Emil-Leitz-Vertretertagung abends im Gasthof „Pflug“ während der Ehrung des Vertreters Günther Schmidt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_77 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;">Auch die KI kennt Albert Holz: Albert Holz</span> war eine prägende Persönlichkeit aus Oberkochen, die sowohl beruflich als auch gesellschaftlich tiefe Spuren hinterlassen hat.</p>
<p><strong>Beruflicher Werdegang:</strong></p>
<ul>
<li>Er arbeitete fast 50 Jahre lang für die Firma Leitz in Oberkochen, den führenden Hersteller von Präzisionswerkzeugen für die Holzbearbeitung.</li>
<li>Nach seiner kaufmännischen Ausbildung begann er dort im Vertrieb und stieg über die Jahre zum Gesamtvertriebsleiter, Prokuristen und schließlich Geschäftsführer auf.</li>
</ul>
<p>Er war maßgeblich am Aufbau der Vertriebs- und Servicegesellschaften beteiligt und wurde für seine Verdienste mit der Albert-Leitz-Ehrennadel (es war natürlich die Medaille) in Gold ausgezeichnet.</p>
<ul>
<li>Albert Holz hatte bei Leitz eine beeindruckende Karriere, aber sie war keineswegs frei von Herausforderungen. Hier sind einige der größten Hürden, die er laut Berichten gemeistert hat:</li>
<li>Aufbau eines flächendeckenden Vertriebsnetzes In den 1960er- bis 1980er-Jahren war es eine enorme Aufgabe, die Vertriebs- und Servicegesellschaften in Deutschland aufzubauen. Holz war maßgeblich daran beteiligt, neue Standorte wie Troisdorf (West) und Bielefeld (Nord) zu etablieren – inklusive Personalaufbau, Logistik und Kundenbindung.</li>
<li>Branchenvertretung und Messearbeit. Als Beirat in Fachverbänden und auf Messen wie der Ligna in Hannover, der IHM in München und der Holz-Handwerk in Nürnberg war er ein gefragter Ansprechpartner. Diese Rolle erforderte diplomatisches Geschick, Fachwissen und ein gutes Gespür für Branchentrends.</li>
</ul>
<p><strong>Persönliches Engagement:</strong></p>
<ul>
<li>Albert Holz war tief in der Oberkochener Gemeinschaft verwurzelt. Er engagierte sich in der Kolpingfamilie und war Teil der Freundesgruppe „Bagage“, mit der er unter anderem die Josefs-Kapelle miterrichtete und pflegte.</li>
<li>Er galt als warmherziger, hilfsbereiter Mensch, der stets für andere da war. Sein plötzlicher Tod im Mai 2021 – kurz vor seinem 85. Geburtstag – traf viele in der Gemeinde unerwartet.</li>
</ul>
<p>Ein echtes Oberkochener Urgestein – beruflich brillant, menschlich geschätzt. Sein Erfolgsrezept? Fachliche Kompetenz, strategisches Denken – und ein echtes Herz für das Handwerk. So die KI!</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Seine wichtigsten Freundeskreise waren:</strong></span></p>
<p><strong>Die Kolping-Familie. </strong>Im Jahr 2021 wurden Bruno Balle, Bruno Brandstetter, Alois Burkhardsmeier, Franz Brunnhuber, Albert Holz, Hariolf Seibold und Franz Weber für 65 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_78 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_32365" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32365" class="wp-image-32365 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Albert-und-die-Kolpingsfamilie.jpg" alt width="1200" height="676"><p id="caption-attachment-32365" class="wp-caption-text">Im Kreise seiner Kolpingsfamilie (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_79 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die Leitz-Freunde.</strong> Albert Holz, Wim Dissel (Holland), Manfred Dorigo (Italien), Hermann Haslauer (Österreich), Hans-Ruedi Neukomm (Schweiz). Die Truppe fuhr jährlich, zusammen mit den Ehefrauen, in Urlaub.</p>
<p><strong>Die Bagage.</strong> Bruno Balle †, Bruno Brandstetter, Albert Holz †, Rudolf Hug †, Max Trittler † und Franz Weber †. Mit ihnen verbrachte er gerne seine knapp bemessene Freizeit.</p>
<p><strong>Spuren?</strong> Was Gerd Hubel für Gebr. Leitz Oberkochen und Helmut Hammer für Gebr. Leitz Unterschneidheim waren – das war Albert Holz für Emil Leitz Oberkochen. Prägend! Emil Leitz ohne ihn? Das konnten wir uns viele Jahre einfach nicht vorstellen. Er hatte mir mal gesagt: <em>„Beim Leitz geht’s mitunter rau zu, aber herzlich“</em> – und er sorgte dafür, dass das Zweite nicht auf der Strecke blieb.</p>
<p><strong>Nachklang. </strong>Im Jahr 1972 fuhren wir anlässlich eines bemerkenswerten Lehrlingsausfluges mit dem Bus Richtung Königsee. Wie das früher so war, im hinteren Busteil saßen immer die Aufgedrehten und Angesagten, und bald stimmten wir das Lied von Manuela <em>„Prost Onkel Albert, mach die Leinen los“</em> an – wir Lehrlinge mochten ihn und dachten auch damals im Bus an ihn. Er war nicht verkopft oder verkrampft – er war authentisch: Oiner vom Bronkel, der es geschafft hatte und wir Jungen merkten so etwas. Am Maifeiertag 2021 war er noch mit der „Bagage“ in der Josefs-Kapelle unterhalb des Rodsteins und am nächsten Tag, dem 2. Mai 2021, machte er einen Tag vor seinem 85sten Geburtstag für immer die Leinen los.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Da er wusste, dass ich viel Zeit in der Schweiz verbringe und dort auch entsprechende Kontakte habe, gab er mir die Aufgabe, ihn zu informieren, sobald sein alter Weggefährte Hans Ruedi Neukomm verstorben sei. Diese Aufgabe konnte ich nicht mehr ausführen, da Hans Ruedi im 93sten Lebensjahr am 17. Jan 2022, verstorben ist.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></p>
<p>​</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 848 Bruno Balle – In Memoriam zum 90sten Geburtstag – Ein Leben für seine Gemeinde</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-848-bruno-balle-in-memoriam-zum-90sten-geburtstag-ein-leben-fuer-seine-gemeinde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 23:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=31935</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_7 beitrag-row">
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_80 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_31946" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31946" class="wp-image-31946 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-06-Wappen-Familie-Balle-.jpg" alt width="650" height="963"><p id="caption-attachment-31946" class="wp-caption-text">Das Wappen der Familie Balle (überlassen von Martin Balle)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_81 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Intro.</strong></span> <strong>Balle – eine große Familie in Oberkochen</strong> und lange ansässig. Beginnen wir mit einem Rückblick in eine Zeit, die wir uns heute nicht vorstellen können. In der Schule lernten wir, dass der 30jährige Krieg von 1618 bis 1648 dauerte, aber wir lernten nicht, was das bedeutete: Krieg, Verwüstung, Verhungern, Tod, Entvölkerung. Im Jahr 1665, die Wunden des Krieges begannen langsam zu heilen, kauften Caspar Balle (geb. 1615 gest. 1675) und seine Frau Ursula für 1.425 Gulden (heutiger Wert zwischen 300.000 und 600.000 Euro) den Birkhof. Nach dem Tode ihres Mannes übertrug Ursula den Hof 1687 für 1.200 Gulden ihren Söhne Kaspar und Baltes. Im Jahr 1688 wurde der Birkhof geteilt und so kam es zur Trennung in den „oberen Balle und den unteren Balle“. Caspars Sohn Melchior heiratete nach Simmisweiler und dessen Sohn Johann Adam Balle fand den Weg nach Oberkochen und war, so die Annahme, der erste Balle in Oberkochen. Er heiratete am 12. Juli 1707 Theresia Veil aus Oberkochen. Später stellte sich heraus, dass bereits 1696 ein Jakob Balle und dessen Vater Emanuel Balle im Kirchenbuch eingetragen war. 1703 fand man im Kirchenbuch einen Kaspar Balle mit Ehefrau Anna Maria und Sohn Georg.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_82 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_31940" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31940" class="wp-image-31940 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-08-Birkhof.jpg" alt width="1200" height="612"><p id="caption-attachment-31940" class="wp-caption-text">Der Birkhof – der Herkunftsort der Balles (Archiv Müller)</p></div>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_83 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Und so kennen wir heute die unterschiedlichsten Balle bei uns:</strong></span> Den Fahrrad-Balle, den Tankstellen-Balle, den Christbaum-Balle (dr hentere Balle), den Bürgermeister-vom-Katzenbach-Balle (dr vordere Balle), den CDU-Balle und viele andere mehr.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Kurze Vorstellung der Balle-Linie des Bruno Balle. </strong></span>In der nachstehenden Familienlistung sehen wir, dass es im 19ten Jahrhundert üblich war, wenn ein Kind sehr früh starb, das nächste Kind mit dem gleichen Namen zu taufen. Dahinter standen religiöse Vorstellungen, Familientraditionen und der Wunsch, den „verlorenen“ Namen im Gedächtnis der Familie zu bewahren. Wobei aber auch erkennbar ist, dass nicht in jedem Fall so gehandelt wurde.</p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Franz Jakob Balle </strong></span>*29.03.1755 / †20.08.1837 und Maria Anna Brandstetter *30.05.1751 / †16.04.1829 / Heirat am 03.02.1776. Aus der Ehe gingen 7 Kinder hervor.</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Johann <u>Jakob</u> Sebastian Balle </strong></span>*30.01.1790 / † 06.2.1869 und Maria <u>Viktoria</u> Concordia geb. Schübel *31.12.1788 / †14.05.1861 / Heirat am 22.11.1820. Aus der Ehe gingen 7 oder 8 Kinder hervor: Sie bewirtschafteten das landwirtschaftliche Anwesen in der Feigengasse (dr hentere Balle)</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Sohn Jakob Balle</strong> </span>*20.04.1823 / †19.04.1878 und Maria Anna geb. Schmid *11.12.1830 / †21.02.1903 / Heirat am 23.06.1852. Sie hatten 13 Kinder:</p>
<ol>
<li><span style="color: #3366ff;"><strong><u>Joseph</u></strong></span><strong><span style="color: #3366ff;"> Anton</span> </strong>*08.04.1851<strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>†09.04.1938</li>
<li>Jakob *01.04.1853 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †01.02.1856</li>
<li>Johann Michael *21.09.1854&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †04.12.1880</li>
<li>Maria <u>Aloisa</u> *06.12.1855</li>
<li>Johann <u>Jakob</u> *08.03.1857&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †26.12.1937</li>
<li>Maria Anna *08.02.1859&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †31.05.1933</li>
<li>Franz <u>Xaver</u> *27.03.1851&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †13.02.1920</li>
<li>Anton *27.08.1862&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †31.08.1863</li>
<li>Anton *03.06.1864&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †28.12.1953</li>
<li>Franz *22.01.1866&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †14.10.1934</li>
<li>Theresia *21.03.1867&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †27.06.1867</li>
<li>Theresia *03.09.1868&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †29.08.1944</li>
<li>Carl *04.05.1873&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †01.01.1921</li>
</ol>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_84 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_31942" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31942" class="wp-image-31942 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-02-Joseph-Anton-Balle.jpg" alt width="650" height="936"><p id="caption-attachment-31942" class="wp-caption-text">Großvater, der erste Rechner der Gemeinde (überlassen von Martin Balle)</p></div>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_85 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #3366ff;"><strong><u>Joseph</u></strong><strong> Anton Balle</strong> </span>*08.04.1851 / †09.04.1938 und Maria Anna Brandstetter *26.01.1855 / †03.03. 1931 / Heirat am 19.02.1884. Aus der Ehe gingen ebenfalls 13 Kinder hervor:</p>
<ol>
<li><u>Maria</u> Anna *27.02.1876&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †10.09.1942</li>
<li><u>Magdalena</u> Theresia *26.02.1881&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †07.10.1940</li>
<li>Mathilde Adelheid *26.09.1884&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †05.03.1885</li>
<li><u>Joseph</u> Anton (Pfarrer) *11.04.1886&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †18.01.1945</li>
<li><u>Paulina </u>Theresia *16.04.1887&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †20.01.1963</li>
<li><u>Franz</u> Anton *21.05.1888&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †21.05.1888</li>
<li>Franz Anton *12.10.1889&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †22.07.1971</li>
<li><span style="color: #ff0000;"><strong><u>Anton</u></strong><strong> Paul </strong></span>*04.10.1890&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †20.03.1974</li>
<li><u>Karl </u>Jakob *28.02.1892&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †03.03.1964</li>
<li>Ignaz Peter <u>Paul</u> *25.06.1891&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †21.09.1970</li>
<li>Agnes Cäcilia *13.05.1895&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †14.12.1895</li>
<li>Aloisius *19.04.1896&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †31.12.1896</li>
<li>Aloisius *12.04.1898&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †27.10.1971</li>
</ol>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Anton Paul</strong> </span>*04.10.1890 / †20.03.1974 und Karoline Theresia geb. Weber *02.11.1893 / †16.03.1956 / Heirat am 23.07.1923. Aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor:</p>
<ol>
<li><u>Josef </u>Anton *22.04.1925&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †25.09.2012</li>
<li><u>Anna</u> Karoline *14.07.1926&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †15.02.2003</li>
<li>Thekla *14.06.1929&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †14.06.1929</li>
<li><u>Gertrud</u> Maria *21.11.1930&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †29.11.2014</li>
<li>Anton *22.05.1932&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †18.07.2014</li>
<li><span style="color: #ff0000;"><strong>Karl <u>Bruno</u></strong></span> *02.02.1936&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; †10.06.2023</li>
</ol>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Karl <u>Bruno</u> </strong></span>*02.02.1936 / †10.06.2023 und Hildegard Kreszentia geb. Kaufmann *08.05.1937 / Heirat am 05.05.1972. Aus der Ehe gingen 2 Kinder hervor</p>
<ol>
<li>Martin *30.06.1973</li>
<li>Andreas *13.03.1975</li>
</ol>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_86 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_31943" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31943" class="wp-image-31943 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-03-Hochzeit-Bruno-Balle-.jpg" alt width="650" height="1118"><p id="caption-attachment-31943" class="wp-caption-text">Hochzeit von Bruno Balle und Hildegard Kaufmann im Jahr 1972 (überlassen von Martin Balle)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_87 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Das Leben des Bruno Balle.</strong></span> Geboren wurde er am 2.2.1936 als 6. Kind der Eheleute Anton Paul *04.10.1890 / †20.03.1974 und Karoline Theresia geb. Weber *02.11.1893 / †16.03.1956 (Das 3te Kind Thekla verstarb am Tag ihrer Geburt). Nach der obligatorischen Schulzeit, die er u.a. mit Albert Holz, Bruno Brandstetter und Max Trittler verbrachte, begann er eine kaufmännische Lehre bei der Firma Bäuerle in der Bahnhofstraße. Der Firma Bäuerle blieb er 32 Jahre lang treu und wechselte dann für die nächsten 17 Jahre zur Firma Günther + Schramm.</p>
<p>1966 baute er das Haus in der Goethestraße 10 (heute Bürgermeister-Bosch-Straße 10). Im Jahr 1972 wurde die Hochzeit mit Hildegard geb. Kaufmann gefeiert. Die Familie wuchs mit den Jahren, 1973 wurde Martin und 1975 Andreas geboren.</p>
<p>Nun war Bruno Balle aber ein politischer Mensch mit einer großen sozialen Ader und da blieb es nicht aus, dass er bei den verschiedensten Projekten oft an vorderster Front stand. Ein Antrieb für sein politisches und soziales Leben war die Zeit des Nationalsozialismus, in der bereits sein Vater einiges an Schikanen der Nazis erdulden musste:</p>
<p><em>Als kleines Kind erlebten Bruno und seine Familie die braune Diktatur sehr direkt. Sein Vater und der Fabrikant Josef Schmid waren Mitglieder der Zentrumspartei. 1933 wurden Anton Balle und Josef Schmid aus dem Gemeinderat zwangsweise entfernt. Vater Balle wurde später von der GeStaPo (Geheime Staatspolizei) wegen Widerstandes verhört und ihm und seiner Familie massive Repressionen angedroht – bis hin zum Konzentrationslager. Beide Männer blieben ihrer christlichen Grundüberzeugungen und Linien zwölf Jahre lang treu – entgegen den damaligen Umständen – und zeigten somit, dass es auch anders ging.</em></p>
<p>Und so gewann Bruno in den 50er Jahren die Einsicht, dass Demokratie Engagement benötigt – diese Erkenntnis braucht es auch heute vermehrt wieder, denn Demokratie fällt nicht vom Himmel und weilt dann ewig unter uns.</p>
<p><strong>Herzensprojekte.</strong> Auf die Frage nach „seinen“ Projekten antwortete mir Martin: <em>„Das waren wohl der Krankenpflegeverein, die Realgenossenschaft und das SMT-Projekt sowie die Katholische Kirche“. </em></p>
<p><strong>Kolping.</strong> 1953, im Alter von 17 Jahren, trat er der Kolpingsfamilie bei und seine erste ehrenamtliche Tätigkeit war die des Seniors in der Kolpingfamilie – heute würden wir Vorstand dazu sagen – und es kommt sicher nicht von ungefähr, dass heute wieder ein Balle den Kolping anführt – sein Neffe Anton Balle.</p>
<p><strong>Junge Union.</strong> Im Jahr 1965 gründete er mit Hubert Winter die Junge Union in Oberkochen.</p>
<p><strong>Senioren Union. </strong>Sie wurde 1988 durch Rudolf Eber, unter Mitwirkung von Staatssekretär Dr. Eugen Volz MdL, gegründet. Bruno war von 2013 bis 2018 ihr Vorsitzender.</p>
<p><strong>Oberkochener Bank / VR Bank Ostalb.</strong> Tätigkeiten als Aufsichtsrat und Aufsichtsratsvorsitzender.</p>
<p><strong>Realgenossenschaft.</strong> Das war über Jahrzehnte hinweg das Terrain der Balles. Ab 1941 führte sein Vater und Bruno ab 1969 bis zu seinem Tod die Genossenschaft und sorgten dafür, dass ein moderner Forstbetrieb entstand. Während Brunos Amtszeit wuchs der Realwald um 50 ha.</p>
<p><strong>Katholischer Krankenpflegeverein.</strong> Gute 52 Jahre lang, von 1966 bis 2019, führte er den Verein und ihm verdanken wir auch die Ökumenische Nachbarschaftshilfe.</p>
<p><strong>CDU-Stadtverband.</strong> Ihn führte Bruno von 1983 bis 2008.</p>
<p><strong>Religion und Kirche.</strong> Das Christentum war in der Familie Balle zu Hause und wurde gelebt. In diesem Zusammenhang muss die Geschichte der Josefs-Kapelle nochmals angesprochen werden. Bruno Balle war auch als Erbauer bei der Entstehung dieser Kapelle, als Teil der sog. „Bagage“, mit dabei.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_88 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_31941" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31941" class="wp-image-31941 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-01-Bruno-Balle.jpg" alt width="650" height="871"><p id="caption-attachment-31941" class="wp-caption-text">Bruno Balle als Gemeinderat (Archiv Rathaus)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_89 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Gemeinderat. </strong>Im Jahr 1975 wurde er erstmals in den Gemeinderat gewählt. Über 34 Jahre gehörte er dem Gremium bis zum Jahr 2009 an. Sieben Mal wurde er gewählt und immer mit einer sehr guten Stimmenzahl:</p>
<p><strong>Jahr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Stimmen</strong></p>
<ul>
<li><em>1975 – 2.295 </em></li>
<li><em>1980 – 2.876</em></li>
<li><em>1984 – 3.259</em></li>
<li><em>1989 – 3.527</em></li>
<li><em>1994 – 3.745</em></li>
<li><em>1999 – 3.319</em></li>
<li><em>2004 – 3.093</em></li>
</ul>
<p>Erster und zweiter Vertreter des Bürgermeisters sowie Fraktionsvorsitzender waren zusätzliche Ämter, die er jahrelang ausübte. Es gab keine Sitzung, keinen Tagesordnungspunkt, kein Thema, auf das er nicht vorbereitet war und Stellung bezog.</p>
<p>Sein Wirken im Gemeinderat lässt sich mit den Worten seiner ersten Rede zum Haushalt beschreiben. Ich fand diese Anmerkung in einer Rede von Franz Uhl: <span style="color: #3366ff;"><strong><em>„Der Gemeinderat muss sich stets die Frage stellen, </em></strong></span></p>
<ul>
<li><span style="color: #3366ff;"><em>wo stehen wir</em></span></li>
<li><span style="color: #3366ff;"><em>erfüllen wir die Aufgaben, die uns gestellt sind</em></span></li>
<li><span style="color: #3366ff;"><em>wirtschaften wir mit den uns zur Verfügung gestellten Mitteln der Bürger optimal</em></span></li>
<li><span style="color: #3366ff;"><em>stellt der Gemeinderat die Weichen der Stadt im Sinne des Bürgers</em></span></li>
<li><span style="color: #3366ff;"><em>hat der Gemeinderat noch das Vertrauen des Bürgers</em></span></li>
<li><span style="color: #3366ff;"><em>vollzieht er Maßnahmen, die den Bürger, aber auch Handel, Gewerbe und Industrie nicht überfordern“</em></span></li>
</ul>
<p>Bei der Verleihung der Bürgermedaille sagte Balle zum Bürgermeister: <em>„Nicht immer waren wir einer Meinung, aber in wichtigen und für die Stadt entscheidenden Belangen, waren wir uns einig.“</em></p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_90 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_31944" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31944" class="wp-image-31944 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-04-Bruno-Balle-mit-Erwin-Teufel.jpg" alt width="1200" height="848"><p id="caption-attachment-31944" class="wp-caption-text">Bruno Balle im Gespräch mit MP Erwin Teufel (überlassen von Martin Balle)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_91 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Carl Zeiss SMT AG. </strong>Es ist auch ihm zu verdanken, dass innerhalb weniger Monate die planerischen, technischen und grundstücksrechtlichen Voraussetzungen geschaffen wurden, um den Verbleib in Oberkochen und den Umzug der SMT an den heutigen Standort Realität werden zu lassen (Das wäre heute so nicht mehr möglich. Das Bürokratie-Monster lässt grüßen). Auch dass Erwin Teufel nach Oberkochen kam und eine „10-Millionen-Förder-Finanzspritze“ mitbrachte, wäre ohne Bruno Balle wohl so nicht geschehen. Und wenn wir uns heute an einem gesunden, und für die Größe unserer Stadt ungewöhnlichen Haushalt, erfreuen können, dann liegt das auch an den Männern der damaligen Zeit: <em>Bruno Balle, Erwin Teufel, BM Peter Traub, Georg „Schorsch“ Brunnhuber und den Entscheidern der Firma Carl Zeiss.</em></p>
<p><strong>Schöffe.</strong> Auch diese Funktion übte er jahrzehntelang aus. Erst beim Amtsgericht Aalen, dann beim Verwaltungsgericht Stuttgart.</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_92 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_31939" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31939" class="wp-image-31939 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-07-Ehrenbuergerwuerde.jpg" alt width="1200" height="793"><p id="caption-attachment-31939" class="wp-caption-text">Bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Jahr 2010 (überlassen von Martin Balle)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_93 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Ehrungen und Auszeichnungen. </strong>Wer sich so, über die Maßen, in das gesellschaftliche und politische Leben einbringt, kann sich mancher Wertschätzung nicht entziehen und er hat das sicher so verstanden wie Ehrungen gemeint sind: <em>„Als Dankeschön für das Vergangene und als Ansporn für das Zukünftige.“</em></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>1980 – Staatsmedaille für besondere Verdienste in der Forstwirtschaft</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>1986 – Ehrennadel des Landes BaWü</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>1995 – Ehrennadel in Silber des Gemeindetags BaWü</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>1996 – Verleihung des Bundesverdienstkreuzes</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>2005 – Goldene Ehrennadel für 30 Jahre Gemeinderat</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>2006 – Bürgermedaille der Stadt Oberkochen</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>2010 – Verleihung des Ehrenbürgerrechts</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>2019 – Martinus Ehrennadel der Kath. Kirche</em></strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>2005 – Ehrennadel des Württembergischen Genossenschaftsverbandes</em></strong></span></p>
<p><strong>Abschiedsworte. </strong>Bruno Balle wurde am 16. Juni 2023 auf dem Katholischen Friedhof in Oberkochen beerdigt. In einer bewegenden Trauerfeier in der Katholischen Kirche St. Peter und Paul wurden zu Herzen gehende und bewegende Nachrufe gehalten. <strong>Kurt Abele,</strong> Vorstand der VR Bank Ostalb, verwies auf Balles 34-jähriges Engagement im Aufsichtsrat der Oberkochener Bank und nach der Fusion in der VR-Bank Ostalb, <strong>Karl Wingert</strong> auf sein 54-jähriges Wirken in der Realgenossenschaft Oberkochen für „die Wälder unserer Stadt“. „53 Jahre war Balle eine tragende Säule im katholischen Krankenpflegeverein und später in der ökumenischen Nachbarschaftshilfe“, sagte deren Vorsitzende <strong>Brigitte Werner</strong>. Und fast 70 Jahre hat sich Balle in der Kolpingsfamilie intensiv eingebracht, wie deren Vorstand <strong>Anton Balle</strong> ausführte. Sie wollte ihn jetzt zum Ehrenmitglied ernennen, „was nun leider ohne ihn passieren wird“, schloss er. <strong>Winfried Mack</strong> beschrieb ihn als bescheiden, nicht ohne Ehrgeiz, erdverwurzelt und weltoffen. <strong>Pfarrer Macho</strong> merkte an, dass ohne ihn manches in Oberkochen heute anders wäre.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Georg „Schorsch“ Brunnhuber</strong></span>, der sicher eine besondere Beziehung zu ihm hatte, war gerne bereit Bruno Balles Bedeutung für Oberkochen und für ihn selbst zu beschreiben und gab ihm die Headline:<span style="color: #3366ff;"><strong> <em>„Ein Leben für die Allgemeinheit und ein lebenslanges Engagement für Oberkochen“.</em></strong></span></p>
<p><em>„Wer Bruno Balles Lebenswerk erkennen und begreifen will, der muss tief in die Familie Balle eintauchen! Sein Elternhaus war geprägt von einer tiefen Frömmigkeit und im katholischen Glauben verwurzelt. Sein Vater Anton hat diese tiefe Gläubigkeit in seiner Familie mit 10 Geschwistern (er hatte 12, aber 2 sind bei der Geburt gestorben) und selbstverständlich auch in seiner eigenen Familie verkörpert. Der Bruder von Brunos Vater, Joseph Anton, war Pfarrer im Bistum Augsburg. Dieser schrieb seine Grabrede selbst und sie wurde an seinem Begräbnis öffentlich vorgelesen. Bruno und seine Geschwister besuchten sein Grab in Inchenhofen jährlich. In dieser glaubensstarken Familie ist Bruno aufgewachsen. Er hat als kleiner Bub mitbekommen, wie die GeStaPo seinen Vater mehrmals zum Verhör abgeholt hat. Man wusste nie, ob er jedes Mal wiederkommen würde. Mal kam er nach 3 Tagen oder auch erst nach 2 Wochen nach Hause zurück. Anton Balle war auch in der „Katholischen Zentrumspartei“ aktiv, die im örtlichen Gemeinderat die Mehrheit hatte, bis die Nazis am 30. Januar 1933 die Macht in Deutschland übernahmen. Nur wenige wissen, dass das „Katholische Zentrum“ noch bei der anschließenden Wahl (die keine freie mehr war) am 5. März 1933, die absolute Mehrheit in Oberkochen hatte, obwohl die SA im Wahllokal anwesend war und versuchte, die Wahl zu beeinflussen. Die Katholiken in Oberkochen ließen sich, zumindest im Nov. 1932, nicht beeindrucken.</em></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>Einschub: Die Wahlen von 1930 bis 1933 *** in Oberkochen</em></strong></span></p>
<ol start="14">
<li><strong><em> Sep 1930</em></strong><em> NSDAP-Durchbruch</em></li>
<li><strong><em> Jul 1932</em></strong><em> NSDAP stärkste Partei</em></li>
<li><strong><em> Nov 1932</em></strong><em> letzte freie Wahl (Zentrumspartei 55,1% / NSDAP 23,2% / KP 13,1% / SPD 2%)</em></li>
<li><strong><em> Jan 1933</em></strong><em> Hitler wird Reichskanzler</em></li>
<li><strong><em> Mär 1933</em></strong><em> Wahl unter Terrorbedingungen</em></li>
</ol>
<p><em>*** Auf dem Rathaus liegen keinerlei Zahlen zu diesen Wahlen vor. Dort wurde sicher irgendwann „aufgeräumt“. Ich habe Zahlen vom Nov 1932 dem neuen Heimatbuch entnommen. Es hat den Anschein, dass sie aus den Bantel’schen Unterlagen stammen und wenn die Zahlen noch vorhanden sein sollten, dann sind sie es dort..</em></p>
<p><em>Bruno Balle hatte von seiner frühesten Jugend an eine klare Botschaft von seinem Elternhaus erhalten: „Bleibe dem katholischen Glauben treu und lebe auch in der Öffentlichkeit die christlichen Werte.“ Mit diesen Voraussetzungen war der politische Weg für ihn klar. Sein Vater gründete umgehend nach dem II. Weltkrieg zusammen mit dem Unternehmer Jakob Schmied und anderen ehemaligen Zentrumsmitgliedern die CDU Oberkochen. Bruno gründete zusammen mit Hubert Winter die Junge Union in Oberkochen. Ab diesem Zeitpunkt war er in der Kommunalpolitik angekommen. Mit der Unterstützung von Julius Metzger (damaliger CDU-Vorsitzender und erster Bürgermeister-Vertreter) und später durch Rudolf Eber (Geschäftsführer der Fa. Jakob Schmied und CDU-Vorsitzender) wurde er ein immer wichtigerer Mitstreiter in der CDU und der Kommunalpolitik. Schon Mitte der 70er Jahre war klar, dass er die Nachfolge von Rudolf Eber im CDU-Stadtverband übernehmen würde. 1975 wurde er zum 1sten Mal in den Gemeinderat gewählt. Er nahm seine Aufgaben sehr ernst und engagierte sich zunehmend auf Kreis‑, Bezirks- und Landesebene der CDU. Heute würde man ihn als Netzwerker bezeichnen, denn früh knüpfte er Kontakte zu führenden CDU-Politikern, die später für Oberkochen noch wichtig werden würden. Eine politische Meisterleistung von ihm war sicher meine Nominierung zum CDU-Bundestagskandidaten im Wahlkreis Heidenheim-Aalen. Durch seine freundschaftliche Art konnte er zusammen mit seinem Sohn Martin den CDU-Ortsverband auf 200 Mitglieder ausbauen, wodurch dieser der größte im Wahlkreis wurde. Mit diesem Paket im Rücken gewann ich damals im Jahr 1990 die Kandidatur gegen Prof. Dr. Manfred Abelein.</em></p>
<p><em>Für Bruno war die Parteiarbeit keine Last, sondern eine große Freude und packte die Probleme mit großer Begeisterung an. Er kümmerte sich um die Realgenossenschaft, die seine Vorfahren schon erfolgreich führten. Desweiterten engagierte er sich im Katholischen Krankenpflegeverein. Er war auch ein musischer Mensch. Von Jugend an sang er im Kirchenchor und war eine Stütze des berühmten Doppel-Quartetts unter der Leitung von Heinz Sievers. </em></p>
<p><em>Kommunalpolitisch war sein Höhepunkt sicher die Umsiedelung der Fa.</em> <em>Carl Zeiss SMT GmbH (Semiconductor Manufacturing Technology) vom Campus an der Carl-Zeiss-Straße zum heutigen Standort zwischen Oberkochen und Königsbronn. Bruno hat damals den Ministerpräsidenten Erwin Teufel zu einer Wahlveranstaltung in die Dreißentalhalle eingeladen. Zu diesem Zeitpunkt stand die Entscheidung auf Messers Schneide –<strong> Jena, Aalen-Ebnat oder Oberkochen</strong>. Er lud die Verantwortlichen von Zeiss zu der Veranstaltung ein und startete dadurch bezüglich des Standortes einen neuen Denkprozess bei Carl Zeiss. Meine guten Kontakte zum Stiftungskommissar Heinz Dürr brachten dann den Durchbruch. SMT würde in Oberkochen bleiben und neu bauen. Das Ergebnis lässt sich sehen. Hunderte Millionen Euro wurden in mehreren Bauabschnitten investiert und die Gewerbesteuer aus diesem Bereich beträgt inzwischen jährlich deutlich über 100 Millionen Euro!</em></p>
<p><em>Alles in allem kann man über Bruno sagen: „Bei allen Erfolgen seines Lebens blieb er immer bescheiden. Er drängte sich nie in den Vordergrund und freute sich über gelungene Werke und Projekte. Er war ein gradliniger ehrlicher Mann, der uneigennützig für alle Mitbürger da war. Man konnte immer zu ihm kommen und er nahm sich immer Zeit für den Menschen und sein Anliegen.“ </em></p>
<p><em>Bruno verkörpert auch das alte Oberkochen. Er hat die Entwicklung vom Dorf zur Stadt mitgestaltet. Die vielen neuen Bürger, seien sie aus Jena, Coburg, aus Schlesien, dem Sudetenland (Böhmen und Mähren) und aus Ungarn und wo sie sonst noch als Flüchtlinge und Vertriebene zu uns hergekommen sind, hat er mit seinem Elan und seiner kameradschaftlichen Art immer versucht in die Stadtgemeinschaft einzubinden. </em></p>
<p><em>Noch eines ist bemerkenswert: Bei vielen Menschen, die sich so über die Maßen engagieren, kommt es mitunter vor, dass sich Kinder von seinem Weg abwenden. Nicht so bei der Familie Balle. Bruno nahm seinen Sohn Martin schon frühzeitig zu allen Veranstaltungen mit und so war es dann auch kein Zufall, dass Martin auch sein Nachfolger in der CDU wurde. Es lässt sich sagen: Bruno war nicht nur ein Vorbild für seinen Sohn Martin, sondern auch für viele Mitstreiter in Oberkochen. So einen Menschen vermisst man, wenn er nicht mehr unter uns weilt. Er war ein toller Mensch.</em></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Bevor wir schließen lassen wir die KI zu Wort kommen:</strong></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong><em>Engagement und Wirken</em></strong></span></p>
<ul>
<li><strong><em>Kommunalpolitiker:</em></strong><em> Bruno Balle war über viele Jahre hinweg kommunalpolitisch aktiv und prägte das öffentliche Leben in Oberkochen maßgeblich.</em></li>
<li><strong><em>Christliches Elternhaus:</em></strong><em> Er stammte aus einfachen Verhältnissen und einem christlich geprägten Elternhaus, was seine Haltung und sein Wirken stark beeinflusste.</em></li>
<li><strong><em>Lebensmotto:</em></strong><em> Sein Handeln lässt sich mit „<strong>Einer von uns, einer für uns</strong>“ beschreiben – er stellte sein Leben in den Dienst der Gemeinschaft.</em></li>
<li><strong><em>Gesellschaftliches Engagement:</em></strong><em> Neben der Politik war er in vielen Bereichen ehrenamtlich tätig und setzte sich für den Zusammenhalt in der Gesellschaft ein.</em></li>
</ul>
<p><span style="color: #3366ff;"><strong>Bedeutung für Oberkochen</strong></span></p>
<ul>
<li><em>Bruno Balle galt als „<strong>Oberkochener par excellence</strong>“.</em></li>
<li><em>Mit seinem Tod verlor die Stadt eine ihrer <strong>prägendsten Persönlichkeiten</strong>, die das Gemeinwesen nachhaltig beeinflusst hat.</em></li>
</ul>
<ul>
<li><em>Sein Wirken wird in Oberkochen als beispielhaft für <strong>bürgerschaftliches Engagement</strong> angesehen.</em></li>
<li><strong><em>Kommunalpolitische Unterstützung:</em></strong><em> Bruno Balle war über Jahrzehnte hinweg im Gemeinderat und in Ausschüssen aktiv. Er setzte sich für eine <strong>wirtschaftliche Diversifizierung</strong> der Stadt ein.</em></li>
<li><strong><em>Netzwerker:</em></strong><em> Er pflegte enge Kontakte zu Unternehmen und Entscheidungsträgern und trug dazu bei, dass Oberkochen als Standort attraktiv erschien.</em></li>
<li><em>In Nachrufen wurde betont, dass er maßgeblich an der <strong>Umsiedelung von SMT beteiligt</strong> war – durch seine politische Arbeit und sein Engagement für die Stadtentwicklung.</em>
<ul>
<li><strong><em>Langfristige Wirkung:</em></strong><em> Mit der Umsiedlung von SMT wurde Oberkochen wirtschaftlich breiter aufgestellt, was auch Balles Ziel war: die Stadt zukunftsfähig machen und Arbeitsplätze sichern.</em></li>
<li><em>Die Umsiedlung von SMT gilt als <strong>strategisch wichtig</strong> für die Stadt, da sie neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität brachte.</em></li>
<li><em>Bruno Balle wird in diesem Zusammenhang als <strong>Mitgestalter und Wegbereiter</strong> gesehen, der die Interessen der Stadt gegenüber Unternehmen und Investoren vertrat.</em></li>
<li><em>Sein Engagement zeigt, dass er nicht nur gesellschaftlich, sondern auch <strong>wirtschaftlich prägend</strong> für Oberkochen war.</em></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Zusammenfassung</strong></span></p>
<p><em>Bruno Balle war nicht nur Kommunalpolitiker, sondern ein <strong>lebenslanger Gestalter des öffentlichen Lebens</strong> in Oberkochen. Seine Auszeichnungen – vom Bundesverdienstkreuz bis zur Ehrenbürgerwürde – spiegeln wider, wie sehr er für seine Heimatstadt und deren Menschen gewirkt hat. </em></p>
<p><strong>Schluss.</strong> Und so schließen wir den Bericht mit seinen eigenen Worten: <strong><em><span style="color: #3366ff;">„Ich war ein Mann der Gemeinschaft, ein Mann aus der Gesellschaft und das wollte ich sein und bleiben. Jemand von Euch und mit Euch.“</span> </em></strong>Und wenn er einen Standpunkt hatte und diesen eisern verteidigte, konnte er ein ganz schön harter Brocken sein – aber immer zum Wohle der Stadt (So BM Peter Traub im Rahmen einer Laudatio bei einer Ehrung für ihn).</p>
<p>​</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_94 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_31945" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31945" class="wp-image-31945 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bild-05-Bruno-und-Hildegard-Balle.jpg" alt width="1200" height="802"><p id="caption-attachment-31945" class="wp-caption-text">Bruno und Hildegard Balle im Alter (überlassen von Martin Balle)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_95 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: right;"><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 832: Er wäre 90 geworden – Dietrich „Didi“ Bantel — Als Lehrer für den Ort da sein, das war seine Devise.</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-832-er-waere-90-geworden-dietrich-didi-bantel-als-lehrer-fuer-den-ort-da-sein-das-war-seine-devise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2025 22:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=25727</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_8 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_8 beitrag-row">
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_96 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Intro:</span></strong></p>
<blockquote>
<p>„Ich will einmal eine fröhliche Beerdigung haben, weil ich mit meinem Leben rundum zufrieden bin“,</p>
</blockquote>
<p>so sprach er einmal zu seinen Lebzeiten, als es um die Beerdigung ging. Schauen wir uns einmal sein Leben im Detail an.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Dietrich Bantel,</strong></span> bei seinen Freunden, den ehemaligen Schülern, im Heimatverein und in Oberkochen auch als „Didi“ bekannt und in seiner Familie „Titich“ genannt, wurde am 25. Juli 1935 geboren. Seine Eltern waren Ernst Bantel (1904–1973) Oberpostdirektor (Leiter des Fernmeldeamts II in Stuttgart) und Marianne Bantel geb. Blezinger. Sein 2 Jahre jüngerer Bruder Martin war Professor an der Fachhochschule Uni Frankfurt. Dietrich lebte von 1935 bis 1937 in Stuttgart, von 1937 bis 1938 in Saarbücken, von 1938 bis 1940 in Graz und ab 1940 wieder in Stuttgart. 1963 heiratete er Susi geb. Hillenbrand. Die beiden haben drei Töchter: Silvia, Carmen und Sonni. 1968 zogen sie in das Haus am Espenrain 3, für das der Freund Willibald Mannes als Architekt fungierte. „Didi“ verstarb unerwartet am 6. März 2018.</p>
<p>Dieser Bericht kann nicht alle Facetten und Leistungen seines Lebens abbilden, aber er gibt einen guten Überblick über sein Leben und seine vielfältigen Aktivitäten.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Anfänge in Stuttgart.</span></strong> Von 1942 bis 1945 besuchte er die Kräherwald-Grundschule in Stuttgart und von 1945 bis 1954 das Dillmann-Gymnasium in Stuttgart, an dem er sein Abitur ablegte. Von 1954 bis 1958 studierte er an der Stuttgarter Kunstakademie Grafik, von 1958 bis 1960 an der Universität Tübingen als wissenschaftliches sog. Beifach Englisch.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_97 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Weitere Schritte.</span></strong> 1960 folgte eine 4‑monatige Tätigkeit an einer Grammar-School in Chislehurst. Bis 1962 folgten Referendarzeiten an Stuttgarter Schulen u.a. auch an seinem alten Stuttgarter Gymnasium.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Anfänge in Oberkochen.</span></strong> Mit Erlass des Oberschulamts Nordwürttemberg vom 17. April 1962 wurde er als 27 Jahre junger Referendar dem Progymnasium Besigheim am Neckar zugewiesen. Als er am 1. Mai vom Skifahren aus Südtirol nach Hause kam (also nach Stuttgart) erfuhr er jedoch, dass er den Dienst bereits am nächsten Tag, dem 2. Mai 1962, nicht in Besigheim, sondern am Progymnasium in&nbsp;<strong>Oberkochen auf der Ostalb</strong> antreten solle. Da wurde früher nicht viel Federlesen gemacht, ruckzuck war man plötzlich woanders – in diesem Fall also auf der Ostalb.</p>
<p><strong>Kommentare dazu:</strong></p>
<p><u>Der Vater:</u></p>
<blockquote>
<p>„Hockt der Saukerle doch mitta en mein Urlaub nei“.</p>
</blockquote>
<p><u>Sein ehemaliger Stuttgarter Geografie-Lehrer, als er hörte, dass es nach Oberkochen ging</u></p>
<blockquote>
<p>„Oh Bua – wenigschtens Ober……“</p>
</blockquote>
<p><u>Randbemerkungen:</u></p>
<p>Sein Bruder arbeitete damals bei Carl Zeiss in Oberkochen und seine Mutter stammt aus der direkten Linie des Königsbronner Industriellen Johann Georg Blezinger – daher war es womöglich doch kein Wunder, sondern höhere Bestimmung, dass er nach Schwäbisch-Sibirien versetzt wurde. Und die ein oder andere Wanderung hatte ihn auch schon auf unseren Hausberg geführt, als der noch von den Amis besetzt war. Letztendlich doch ein Glücksfall für ihn und für uns.</p>
<p><span style="color: #0000ff;">Die Erste Schule in Oberkochen.</span> Und so traf er mit dem dampfgetriebenen Zug in Oberkochen ein, suchte den Weg zu seiner ersten Bleibe, dem Schaupp’schen Haus (Willibald und Martha Schaupp) am Fuße des Turmwegs, gegenüber vom damaligen Café „Weidl“. Weiter ging es zum neuen Arbeitsplatz — dem alten HJ-Heim, inzwischen Bergheim genannt, und nun Ort des Progymnasiums.</p>
<p><strong>Das Kollegium bestand damals aus 8 Lehrkräften und 4 Geistlichen:</strong><br><em>Studiendirektor Schrenk, Studienrat Hils, Studienrat Krug, Studienrätin Ulrich, Studienassessorin Ehmann, Studienassessor Riegel, Studienassessor Schwab, Studienassessor Thiem, Hauptlehrerin (HHT) Kunrath, Pfarrer Forster, Vikarin Gradner, Vikar Grassel, Pfarrer Geiger und er – der Studienreferendar Bantel.</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_98 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25738" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25738" class="wp-image-25738 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-02-Lehrerkollegium-1962.jpg" alt width="1200" height="871"><p id="caption-attachment-25738" class="wp-caption-text">Das Lehrerkollegium anno 1962 im Bergheim – damals Pro-Gymnasium (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_99 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25739" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25739" class="wp-image-25739 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-03-EAG.jpg" alt width="1200" height="624"><p id="caption-attachment-25739" class="wp-caption-text">Sein von ihm gezeichnetes Gymnasium – als ausgebautes Ernst-Abbé-Gymnasium (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_100 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Zweite Schule in Oberkochen.</span></strong> Schnell kam dann der Umzug zum Tierstein, wo das neue Progymnasium fertiggestellt wurde. Das Kollegium wuchs und die Arbeit auch. Seine Lehrtätigkeit endete im Jahr 1995, da war seine Schule schon längst ein richtiges Gymnasium. Seine Schule hatte im Laufe der Zeit folgende Direktoren:</p>
<ul>
<li>Volkmar Schrenk</li>
<li>Lothar Freiburg</li>
<li>Helmut Strecker</li>
<li>Hans-Ulrich Wörner (aktuell)</li>
</ul>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Der Heimatverein.</span></strong> Diesen gründete er im Jahr 1987 mit 61 Gründungsmitgliedern entgegen der weilläufigen Meinung, dass Oberkochen eh keine Geschichte hat. Und die Oberkochener öffneten ihm die Türen für die Recherchen, ohne die kein Heimatverein entstehen und überleben kann. Bis 2008 war er dessen emsiger dynamischer ideenreicher 1. Vorsitzender, danach übernahm Dr. Karl „Charly“ Elmer und „Didi“ wurde zum Ehrenvorsitzenden befördert.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Das Heimatmuseum.</strong></span> Eröffnung 1997. <strong>»Schaffung eines Heimatmuseums«</strong>, so lautete 1987 der Punkt 9 des Arbeitsprogramms des Heimatvereins bei der Vereinsgründung. Mit den gedanklichen Vorplanungen fürs Heimatmuseum war gleich nach der Vereinsgründung angefangen worden. 1992, 5 Jahre nach der Gründung des Heimatvereins, war es dann soweit: Die Stadt Oberkochen konnte dem Heimatverein einen idealen Platz für ein Heimatmuseum anbieten, und zwar im Jahr 1860 erbauten alten evangelischen Schulhaus, das schon vielen Zwecken, zuletzt als Jugendhaus, gedient hatte. 1992 begann also die heiße Phase der praktischen Umsetzung und des Aufbaus des Museums, das wiederum nach 5 weiteren Jahren, 1997 eröffnet werden konnte. Ohne Didis treibende kreative Kraft wäre das so nicht möglich gewesen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der alemannische Friedhof.</strong></span> Am 19. März 1980 haben Kinder in Hüttlingen mit einem Totenschädel gespielt. Schnell stellte sich heraus, dass dieser vom Erdaushub des Grundstücks Stelzenmüller in der Frühlingsstraße 3 stammte. Das Landesdenkmalamt vermutet einen alemannischen Friedhof mit bis zu 1000 Gräbern im Bereich von der Försterstraße bis zur Frühlingsstraße. Schnell war ein Baustopp ausgesprochen und Didi Bantel und der Bauherr und Fotograf Rolf Stelzenmüller waren in ihrem Element, was das Graben, Fotografieren und Dokumentieren betrafen. Auch zwei Bantel’sche Schüler durften damals mitarbeiten: Paul Hug und Rudolf Post.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Der Sechser-Club.</span></strong> Am 4. März 1967 wurde der Club bei der „Therese” auf dem Niesitz ins Leben gerufen und hatte 23 Gründungsmitglieder. Der Club bestand im Kern aus den Schülern der sechsten Klasse des 1967er-Jahrgangs des damaligen Progymnasiums, die als letzte ihr Abitur nicht in Oberkochen ablegen konnten. Sogar eine eigene Club-Hymne wurde regelmäßig intoniert „<em>Flöss, flöss, flöss – la flör, la flör, la flöss.”</em> Um Sechserclub-Mitglied zu werden, musste ein Zweizeiler gereimt werden wie z.B.</p>
<ul>
<li>Ich bin die Ebers Adelheid – mein Motto ist stets Fröhlichkeit</li>
<li>Ich bin die Moni Mannes und wünsch mir einen Hannes</li>
<li>Ich bin des Trittlers Done und liebe meine Mone</li>
<li>Ich bin dem Meroth sein Peter – so klein wie ich ist nicht jeder</li>
<li>Ich bin der Uwe Norkus – Meine Seele ist so schwarz wie Ruß</li>
<li>Ich bin die Gudrun Reuter – und werde täglich g’scheiter</li>
<li>Ich bin die Susi Bantel – ach was hab‘ ich für’n Rantel</li>
<li>Ich bin des Kolben Eberhard – der niemals einen Pfennig hat</li>
<li>Ich bin der Otto Fischer – und fühl‘ mich hier immer heimischer</li>
</ul>
<p><strong>Prof. Dr. Manfred Fähnle erinnerte nach Didi’s Tod in der Schwäpo:</strong></p>
<blockquote>
<p>„Didi organisierte immer wieder Treffen der Mitglieder des Sechser-Clubs. Manche reisten dazu von weit her an, ein besonders engagiertes weibliches Mitglied sogar von Connecticut (USA). Das letzte Treffen war im Juli 2017 in Oberkochen in der Nähe des Bergheimes, des ersten Sitzes des Progymnasiums. Jeder zitierte dabei sein Gedicht, das er bei der Aufnahme verfasst hatte, jeder berichtete, was er seit der mittleren Reife beruflich und privat erlebt hatte. Auch der frühere Studienrat Otto Fischer war anwesend und von den Karrieren seiner ehemaligen Schüler sehr beeindruckt. Didi zeigte Bilder aus alten Zeiten. Tags darauf organisierte er noch einen Besuch im Heimatmuseum.“</p>
</blockquote>
<p>Niemand konnte sich damals vorstellen, dass sie das letzte Treffen erlebten.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Stadtrat im Gemeinderat.</strong></span> Von 1968 bis 1993 war Bantel als Vertreter der BGO (heute: Freie Bürger Oberkochen) Mitglied im Gemeinderat. In seiner Abschiedsrede erwähnte BM Gentsch, dass er ein Lehrer gewesen sei, <em>„den man vorzeigen könne“</em>, Bruno Balle lobte Didi‘s ausgeprägte Ideenvielfalt und Franz Schoen erwähnte, dass trotz aller Schlachten, die im Gremium geschlagen wurden, Bantel stets Brücken zu Andersdenkenden schlug.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Reisende.</strong></span> Ob mit dem Fahrrad durch Schottland, England, Wales, Schweiz, Italien und Frankreich oder zu Fuß in einem 86 KM-Tagesmarsch vom Schwarzwald nach Stuttgart. Mit dem Flugzeug nach Indien und später mit dem Wohnmobil – Stillstand war seine Sache nicht – alles musste in Bewegung sein.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Autor.</strong></span> Der vor einigen Monaten verstorbene Otto Bäuerle fungierte bei zwei Büchern als Herausgeber. Die beiden Werke heißen <strong>„Lichtblicke“</strong> und <strong>„Landnahme“</strong>. Die Gedichte stammen von Heinz Zeckel und die Bilder von Dietrich Bantel.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Musiker.</strong></span> Musikalisch hatte er es auch drauf – die Violine war sein Instrument. Unterricht bei Prof. Hedwig Pahl in Stuttgart. Mitglied beim Paul-Gerhard-Kammerorchester Stuttgart und im Tübinger Kammerorchester Studenten. Seine Violine erklang jahrzehntelang bei der Altenweihnacht oder als Mitglied im Oberkochener Instrumentalkreis sowie bei den legendären Aufführungen von dem jüngst hoch betagt verstorbenen Otto Fischer am Gymnasium.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Künstler und Grafiker.</strong></span> Sei es die <em>„Urkunde zur Grundsteinlegung des Rathauses“</em>, <em>„Das neue Stadtwappen“</em> oder die von Willibald Mannes gestiftete <em>„Oberkochen-Uhr im Ratssaal“</em>. Oder die vielen graphischen Entwürfe für die örtlichen Vereine. Auch die Aufführungen des Gymnasiums trugen seine grafische Handschrift. Ob eigene Kunstausstellungen oder künstlerische Einführungen zu Ausstellungen andere Künstler – ohne „Didi“ ging da fast nichts.<br>Im Laufe der Jahre sind so über 700 Linolschnitte und rund 3000 Zeichnungen und farbige Arbeiten entstanden. Er hat an 50 Gruppen und Einzelausstelllungen von Oberkochen bis Dschiddha teilgenommen. In vielen Haushalten in Oberkochen und außerhalb Etter (wie er oft zu sagen pflegte) hingen und hängen seine Werke bis heute.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Organisator.</strong></span> Ob bei den Kinderfesten auf dem Berg oder in der Stadt oder bei Umzügen wie z.B. anlässlich der Stadterhebung – immer an der Front.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_101 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25740" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25740" class="wp-image-25740 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-04-Kinderfestumzug.jpg" alt width="1200" height="869"><p id="caption-attachment-25740" class="wp-caption-text">Kinderfestumzug auf der Volkmarsbergstraße in Richtung Volkmarsberg (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_102 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Projekte mit seinen Schülern.</span> </strong>Er begeisterte sich und andere immer wieder, besonders lag ihm ein gutes Lehrer-Schüler-Verhältnis am Herzen.</p>
<ul>
<li><strong>Der Brennofen.</strong> Den baute er 1964 unter Anleitung vom Johannes Elmer, dem damaligen letzten Oberkochener Häfner.</li>
<li><strong>Der Schneemann.</strong> 1968 hatte er während des Unterrichts – quasi offiziell als Schulveranstaltung – links vom Gymnasium mit den Schülerinnen und Schülern einen Riesen-Schneemann gebaut. Er hatte den damaligen Schulleiter Volkmar Schrenk um seine Einwilligung zu dieser Aktion innerhalb des Fachs Bildende Kunst im dreidimensionalen Gestalten gebeten, dieser willigte anstandslos ein. Die zwei großen Leitern besorgte der unvergessene Hausmeister Herbert Riede.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_103 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25741" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25741" class="wp-image-25741 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-05-Der-Schneemann-1968.jpg" alt width="1200" height="675"><p id="caption-attachment-25741" class="wp-caption-text">Das 1968er Winter-Projekt „Schneemann“ am Progymnasium (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_104 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><ul>
<li><strong>Köhlerei-Wesen.</strong> 1983 erstellte er mit Schülern und in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Forstamt kartographische Aufnahmen von 25 Kohlplatten.</li>
<li><strong>Dorfbrunnen.</strong> 1989 grub er zusammen mit seinen Schülern einen alten Dorfbrunnen auf dem Gelände des ehemaligen „Café Muh“ aus.</li>
<li><strong>Bilzhaus.</strong> 1989/1990 wurde in einer gemeinsamen Aktion des Heimatvereins, des Forstamtes und des Gymnasiums im Rahmen des Ferienprogrammes das „Bilzhaus“ freigelegt.</li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Das Landesdenkmalamt.</strong></span> Seit 1984 war er ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Landesdenkmalamt in Stuttgart.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Römerkeller.</strong></span> Es war der Landwirt Konrad Posmik, dem seinerzeit Mauerreste auf seinem im „Weilfeld“ am Ortsrand liegenden Acker aufgefallen waren. Zwischen 1966 und 1971 hatte er sich mehrmals erfolglos an die Stadtverwaltung gewandt. Schließlich nahm er Kontakt zu Dietrich Bantel auf. Vom 23. September bis 15. Oktober 1971 wurde der Römerkeller auf dem Posmick‘schen Acker ausgegraben und freigelegt. Dafür begeisterte er die damaligen Klassen 12 und 13 unter Aufsicht und Anleitung des damaligen Kreisarchivars Hildebrand. Es handelte sich dabei um einen Teil eines ca. 150 n. Chr. erbauten und bis ca. 250 n. Chr. bis zum Alemannensturm betriebenen römischen Gutshofs, ausgegraben und später von der Stadt Oberkochen konserviert. Bei den Grabarbeiten 1971 wurden Keramikscherben, schüsselartige Teller, römischer Beton, Metall- und Glasteile sowie Heizungs- und Dachziegel gefunden. Zudem der Abdruck einer Hundepfote und eine Getreidemischung, die aus 20 Sorten bestand. Vor allem aber ein gut erhaltener römischer Sicherheitsschlüssel.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_105 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25742" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25742" class="wp-image-25742 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-06-Jungs-vom-Roemerkeller.jpg" alt width="1200" height="1708"><p id="caption-attachment-25742" class="wp-caption-text">Die Jungs vom Römerkeller – meine frühere Klasse beim Buddeln (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_106 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Hans-Betzler-Stiftung.</span></strong> Am 14. September 2005 wurde von dem Oberkochener Hans Betzler jun. (geb. 1924), einst in Balingen wohnhaft, die Hans Betzler Stiftung gegründet. Der Stiftungsvorstand bestand damals aus drei Personen. Vorsitzender: Gym.-Prof. Dietrich Bantel, Stellvertreter: Bürgermeister Peter Traub und Schatzmeister: Josef Rosenberger. Anlass der Gründung war letztendlich die Sanierung des Grabsteines des Johann Betzlers, die Didi veranlasst hatte und den wir in der Mauer am Mühlbergele unter der katholischen Kirche finden können:</p>
<blockquote>
<p>ANNO 1687 DEN 31 MAI STARB HER JOHAN BEZLER WIRT UND GAST</p>
</blockquote>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Höhlenforscher.</strong></span> Eine Zeitlang war er Vorsitzender der <em>„HöhlenInGO“</em> Höhleninteressen-gemeinschaft Oberkochen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Das Heimatbuch.</strong></span> Zusammen mit Dr. Christhard Schrenk und weiteren 20 Autoren Herausgabe des ersten Oberkochener Heimatbuches im Jahr 1986.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Lehrer.</strong></span> Er war ein Vollzeitlehrer – 24 / 7 wie man heute sagt. Work-Life-Balance – das war nichts für ihn. Die Trennung Arbeit und Beruf gab es für ihn nicht. Auch war er ein Anhänger der „Stall-Pflicht“ – will sagen, für ihn war es selbstverständlich, am Unterrichtsort zu wohnen (das ist heute überhaupt nicht mehr die Regel). Er war Lehrer aus Berufung und immer im Einsatz. Er verstand es, seine Schüler auch außerhalb des Unterrichts zu begeistern und einige seiner Projekte bleiben unvergesslich. Und als er eines Tages hörte, dass der neue Rektor vom E.A.G. (mit dem er nicht so zurechtkam) das Archiv (Klassenbücher der ehemaligen Kollegen und Kunstwerke der Schülerschaft) vernichten ließ, stürmte er in seine alte Schule, um zu retten, was noch zu retten war. 1966 wurde er Studienrat, 1970 Oberstudienrat und 1974 Gymnasial-Professor. Alles nicht genug: Fachberater, Prüfungsvorsitze, Drittkorrekturen, Arbeitskreise – lief alles noch nebenher.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Verein für Städtepartnerschaft.</strong></span> Auch hier waren Didi und Susi engagiert dabei. Sie verbrachten nicht wenige Urlaube in Dives-sur-Mer und pflegten deutsch-französische Freundschaft.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Seine Berichtsreihe.</strong></span> Die Reihe <em>„Oberkochen — Geschichte, Landschaft, Alltag“</em> startete er am 22. Januar 1988 mit dem Bericht Nummer 1<a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-1-oberkochen-1876-aelteste-aufnahme/"><em> „Oberkochen 1876 – Älteste Aufnahme“</em></a> und führte diese bis zu seinem Tod fort. Sein letzter Bericht mit der Nummer 688 <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-688-ein-oberkochener-im-ersten-weltkrieg/"><em>„Ein Oberkochener im I. Weltkrieg“</em></a> vom 9. Februar 2018.Er schrieb 429 Berichte mit heimatkundlichem Hintergrund und verantwortete viele weitere. Sein ehemaliger Schüler, also ich, (mein Lehrer im Kunstunterricht) führt die Reihe bis heute fort. Die Nummerierung ist inzwischen bei 832 angekommen. Als „Didi“ damit anfing, gab es niemanden, der ernsthaft angenommen hat, dass da mehr als 10 bis 20 Berichte zusammenkommen würden, wie mir Franz Uhl sagte.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Seine Auszeichnungen.</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="color: #ff0000;">1987 Ehrenelferrat der Narrenzunft Oberkochen</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">1993 die Bürgermedaille der Stadt Oberkochen.</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">1993 die Ehrenmedaille des Gemeindetags Baden-Württemberg</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">2008 Ehrenvorsitzender des Heimatvereins Oberkochen</span></li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Bantel war ein außergewöhnlicher, tatkräftiger und immer aktiver Erster Vorsitzender. Er hat als Künstler das Museum aufgebaut, als Geologe und Archäologe in Oberkochen viel ans Tageslicht gebracht und als Historiker das Heimatbuch bereichert.</p>
<ul>
<li><span style="color: #ff0000;">2011 mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde</span></li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Ich erinnere mich noch an einen rappelvollen Bürgersaal, als er diese Verleihung mit Freunden und Bekannten feierte. Der Festakt wurde musikalisch gestaltet von der “Sinfonietta” unter der Leitung von Andreas Hug und Bürgermeister Traub hielt die Laudatio:<em> „Ein richtiger Globetrotter”</em> sei „Didi” Bantel schon immer gewesen, charakterisierte Traub den Bürger Bantel, der in den fünfziger Jahren mit dem Rad das europäische Ausland bereist und binnen sieben Jahren mit einer Strecke von 40 000 Kilometern eine komplette Weltumradelung hingelegt hat, erklärte der Bürgermeister. Bantel sei ein echter Weltbürger, ein Kosmopolit, von der Weltanschauung des Humanismus und der Aufklärung geprägt. Traub ging detailliert auf die kommunalpolitischen Verdienste Bantels ein, der als Freier Wähler und Mitglied der damaligen Bürgergemeinschaft 25 Jahre lang im Gemeinderat ehrenamtlich für die Stadt Oberkochen tätig war. Der Freibürger D.B. sei in hohem Maße auch ein politischer Bürger.</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">Sie haben die Geschichte Oberkochens Schritt für Schritt freigelegt</p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">würdigte Bürgermeister Traub den Kulturbürger Bantel, der seit vielen Jahrzehnten in Sachen Heimatforschung unterwegs sei, der Hand an den <em>„Römerkeller”</em> und ans <em>„Bilzhaus”</em> angelegt, das Heimatmuseum entwickelt und sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesdenkmalamts verdient gemacht habe.<br>Seine ehemaligen Schüler Friedemann „Fiddi“ Blum und ich, Wilfried „Billie“ Müller durften an seinem Tisch sitzen – das war uns schon eine besondere Ehre. Auch erinnere ich mich noch gut an die lustige Erwähnung des Bürgermeisters Peter Traub, dass „Didi“ das neu renovierte Rathaus mit einer Autobatterie verglichen habe.</p>
<ul>
<li><span style="color: #ff0000;">2015 Auszeichnung für sein Lebenswerk durch die Sparkassenstiftung Ostalb</span></li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Der Kreisarchivar Dr. Bernhard Hildebrand, mit dem er viele Jahrzehnte freundschaftlich verbunden war, hielt die Laudatio (Abdruck im Amtsblatt BuG am 10. Juli 2015). Er erwähnte</p>
<ul>
<li>die Ausgrabung des Römerkellers ab dem Jahr 1972</li>
<li>Die Entdeckung des alemannischen Reihengräberfeldes im Jahr 1980</li>
<li>Die Ausgrabung des Bilzhauses im Jahr 1989</li>
<li>Die Gründung des Heimatvereins im Jahr 1987</li>
<li>Die Schaffung des Heimatmuseums im Jahr 1997</li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Er schloss mit den Worten</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“ (Thomas Morus)</p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">und ergänzte die Aussage mit einem Bonmot des Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Tatort Münster) und der Bemerkung, dass der Spruch, leicht modifiziert, besser zu „Didis“ Humor passe:</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Zündhölzer“.</p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">Wobei der Redner wieder unwissentlich die Kurve zu Didi’s Schülern bekam, denn der Sohn vom Zündholz-Mayer aus Zang war ebenfalls einer seiner Schüler ????.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Würdigungen im Rahmen seiner Beerdigung.</strong></span></p>
<ul>
<li><strong>Susi Bantel:</strong> „150 Jahre reichten nicht aus, was „Titich“ in 82 Jahren geleistet hat.”</li>
<li><strong>Pfarrer Ulrich Marstaller:</strong> „Ein einzigartiger Mensch mit einer beeindruckenden Lebensleistung ist nicht mehr unter uns“.</li>
<li><strong>Bürgermeister Peter Traub:</strong> „Dietrich Bantel sei das personifizierte Geschichtswissen der Stadt und ein Freidenker, Querdenker, Vor- und Nachdenker gewesen”.</li>
<li><strong>Richard Burger, ehemaliger Schüler und Kollege:</strong> „Er war omnipräsent; was er tat, war übergreifend und in Oberkochen überall zu spüren”.</li>
<li>K<strong>arl Elmer, Vorsitzender Heimatverein:</strong> „Er war bis zu seinem Tod unser Spiritus Rector. Das Heimatmuseum ist sein Werk. Er hatte viele Talente und Begabungen, ein heiteres Wesen und einen gewinnenden Humor.</li>
<li><strong>Bernd Kresse, Fraktionsvorsitzender (Freie Bürger):</strong> „Kritisch und konstruktiv in seiner Haltung, in seinem Handeln solidarisch und hilfsbereit.”</li>
<li><strong>Klaus Ziemons mit einem Schlagg-Hoi:</strong> „Wir sind ohne ihn ärmer geworden, er ist für uns unersetzlich”.</li>
<li><strong>Professor Dr. Martin Bantel, sein Bruder:</strong> „Die Familie und Oberkochen waren sein Leben“.</li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>So schloss sich sein Oberkochner Kreis.</strong></span> Begonnen hat es im Turmweg mit Wohnung und Schule und beendet wurde es im Turmweg mit der Trauerfeier im „Muckenthaler“, wo er auch hin und wieder einen arbeitsreichen Tag mit Freunden ausklingen ließ.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_107 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25743" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25743" class="wp-image-25743 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-07-Zeichung-Volkmarsberg.jpg" alt width="1200" height="583"><p id="caption-attachment-25743" class="wp-caption-text">Natürlich hatte es ihm unser Hausberg auch angetan. Jeder, der in OKO wohnt, sollte da mal hochgelaufen sein (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_108 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Ich konnte es nicht lassen – die „KI“ musste befragt werden:</span></strong></p>
<blockquote>
<p>Dietrich Bantel, auch bekannt als „Didi“ Bantel, war eine herausragende Persönlichkeit in Oberkochen. Er wurde am 25. Juli 1935 in Stuttgart geboren und war von 1962 bis 1995 Lehrer. Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge war er ein engagierter Künstler, Heimatgeschichtler, Kommunalpolitiker und Musiker.<br>Besonders bekannt wurde er durch seine archäologischen Arbeiten, insbesondere die Freilegung des Römerkellers in den 1970er Jahren. Dieses Projekt führte er zusammen mit seinen Schülern des Ernst-Abbe-Gymnasiums durch, wodurch er Geschichte lebendig und greifbar machte. Der Römerkeller, ein römisches Bauwerk, wurde zu einem wichtigen Symbol für die lokale Geschichte Oberkochens.<br>Sein Engagement ging weit über die Archäologie hinaus. Als Ehrenvorsitzender des Heimatvereins und durch seine Beiträge zur Heimatgeschichte hat er bleibende Spuren in der Gemeinschaft hinterlassen. Dietrich Bantel verstarb im Jahr 2018, doch sein Vermächtnis lebt in Oberkochen weiter.<br>Dietrich Bantel war in der Tat eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die das Leben in Oberkochen auf vielfältige Weise bereicherte. Seine Talente und Leidenschaften waren so vielseitig wie beeindruckend.<br>Als Lehrer am Ernst-Abbe-Gymnasium prägte er Generationen von Schülern und wurde für viele zu einem inspirierenden Vorbild. Sein Unterricht ging über reine Wissensvermittlung hinaus: Er machte Geschichte lebendig, beispielsweise durch die aktive Einbindung seiner Schüler in archäologische Projekte wie die Freilegung des Römerkellers, einer bemerkenswerten Hinterlassenschaft der Römerzeit. Diese Entdeckung wurde nicht nur ein wichtiges Denkmal der Stadt, sondern auch ein Symbol für die Bedeutung von Bildung und Teamarbeit.<br>Neben seiner pädagogischen Karriere war Bantel ein begabter Künstler, der auch musikalisch aktiv war. Sein Talent für Malerei und seine Leidenschaft für Musik bereicherten die kulturelle Landschaft Oberkochens erheblich. Als Kommunalpolitiker setzte er sich unermüdlich für die Belange seiner Mitbürger ein, sei es im Gemeinderat oder durch seine Arbeit als Ehrenvorsitzender des Heimatvereins.<br>Durch die Gründung des Heimatmuseums trug er entscheidend dazu bei, die Geschichte Oberkochens zu bewahren. Er verfasste zahlreiche Schriften und Dokumentationen, die bis heute als wertvolle Quellen dienen. Sein Engagement wurde über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt, und seine Arbeit diente oft als Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart.<br>Dietrich Bantel war ein Mensch, der mit Leidenschaft, Kreativität und Hingabe einen bleibenden Eindruck hinterließ. Seine Neugierde und sein Einsatz für Bildung und Kultur inspirierten viele Menschen, und sein Erbe wird in Oberkochen weiterleben. Solche Persönlichkeiten sind selten, und seine Lebensgeschichte ist ein Zeugnis dafür, wie eine Person die Gemeinschaft, in der sie lebt, auf so vielfältige Weise bereichern kann.<br>Seine Lehrmethoden waren nicht nur innovativ, sondern auch inspirierend. Sie haben viele Schüler dazu motiviert, sich intensiver mit Geschichte und Archäologie zu beschäftigen.<br>Ein Romantitel über das Leben von Dietrich Bantel könnte seine Vielseitigkeit und sein Vermächtnis widerspiegeln. Hier sind einige Vorschläge:</p>
</blockquote>
<ul>
<li>“Der Römerkeller und das Vermächtnis des Lehrers”</li>
<li>“Dietrich Bantel: Ein Leben für Geschichte und Gemeinschaft”</li>
<li>“Mit Herz und Hand: Die Geschichte eines Lehrers und Visionärs”</li>
<li>“Die Stadt, die er prägte: Oberkochen und sein Lehrer”</li>
<li>“Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Dietrich Bantels Reise”</li>
</ul>
<p><strong>Soweit die „KI“, die es doch recht ordentlich auf den Punkt gebracht hat.</strong></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Eine Anekdote.</strong></span> Auf dem Rathaus habe ich bei Recherchen eine Super-Anekdote gefunden. Im Jahr 1980 ging ein Schreiben bei der Polizei in Aalen mit folgendem (fehlerreichen) Text ein:</p>
<blockquote>
<p><span style="color: #ff0000;">„Das Schwergewicht der Schulproffessor Dieter Bantel kurvt in Oberkochen mit seinem Leichtmottorradd ohne Kopfhelm rum. Da er der einzige Kopf im Rathaus von Oberkochen ist, der geschützt u. erhalten werden sollte, sollte die Polizei für sorgen, dass er einen Schutzhelm trägt.“</span></p>
</blockquote>
<p>Die Polizei vermerkte auf dem Dokument offiziell, dass ein Mofa nicht sturzhelmpflichtig sei.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Noch eine Anekdote.</strong></span> Wer genau wissen will, warum und wo er nach dem Kinderfest am Berg mit seiner „Ente“ eine Abkürzung genommen hat, dem sei der <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-615-das-kinderfest-und-kessel/">Bericht 615</a> ans Herz gelegt.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Unvergessen</strong></span> seine Jahresbriefe zur Weihnachtszeit an seine Freunde, denen immer eine kleine Bantel‘sche Grafik beigelegt war.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_109 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25744" style="width: 227px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25744" class="wp-image-25744 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-BIld-08-Dietrich-Bantel.jpg?ver=1750337612" alt width="217" height="300"><p id="caption-attachment-25744" class="wp-caption-text">So behalten wir ihn in Erinnerung – oifach a Schaffer und Macher (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_110 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #0000ff;"><strong>Abschließend</strong></span> kann ich es mir nicht verkneifen darüber nachzudenken, was wohl „Didi“ aktuell zu seinem Heimatverein sagen würde. Wir bräuchten einen zweiten Didi, der a bissle Dynamik entfacht. Ihm selbst verdanke ich, dass ich auf diesem Weg zum Schreiben gekommen bin und bemühe mich, seine Reihe <em>„Oberkochen — Geschichte, Landschaft, Alltag“</em> im Amtsblatt der Stadt Oberkochen möglichst lange erfolgreich weiterzuführen – bis mir der Stoff ausgeht.</p>
<p><strong>Er war halt „Oiner wie Koiner“ – „Billie vom Sonnenberg“</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Wilfried „Billie Wichai“ Müller</em></strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 829: Zur Erinnerung an Willibald Mannes zum 100sten Geburtstag</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-829-zur-erinnerung-an-willibald-mannes-zum-100sten-geburtstag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 22:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=25813</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_9 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_9 beitrag-row">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_9  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_111 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Intro.</span></strong> Oberkochen hatte und hat einige Schreinermeister und Zimmermeister mit ihren Schreinereien und Zimmereien, aber es hatte auch einen „Papst“ – den „Treppenbauer-Papst“ schlechthin. Eine Koryphäe auf seinem Gebiet – und das europaweit. Geboren am Fronleichnamstag, den 11. Juni 1925 in Oberkochen und gestorben am 10. März 2022 in Oberkochen. Sein Grab, das er mit seiner Frau Marieanne (*1925 † 2007) teilt, einer Tochter des Arztes Dr. Alfred Lubenau aus Königsbronn, finden wir auf dem Katholischen Friedhof – nicht weit von seiner einstigen Firma und seinem Wohnhaus im Kapellenweg 26. In diesen nahezu 97 Jahren gestaltete er ein Leben, das umfangreicher nicht sein konnte. Als Nachkommen von Marieanne und Willibald kennen wir seine drei Töchter Monika, Barbara und Christine. Dazu kommen drei Enkel und ein Urenkel.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_112 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25823" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25823" class="wp-image-25823 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-04-4-Baeume-beim-Kath.-Friedhof.jpg" alt width="1200" height="1562"><p id="caption-attachment-25823" class="wp-caption-text">Als noch 4 Bäume den Eingang zum Kath. Friedhof zierten (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_113 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Wie sagte er einst</span> </strong>bei der ersten Vorstellung als Kandidat zur Gemeinderatswahl:</p>
<blockquote>
<p>„Ich habe meine Freude an allem Schönen und Edlen“.</p>
</blockquote>
<p>Das könnte durchaus seine Lebenslinie gewesen sein. Er begann am 11. November 1956 und beendete die Tätigkeit als Gemeinderat am 5. Juni 1989 nach knapp 33 Jahren. Und als er gerührt die Dankesrede zu seinem Abschied im Sitzungssaal hörte, kommentierte er wie folgt:</p>
<blockquote>
<p>„Die Pflicht, die Arbeit und das stete Suchen nach dem Schönen waren im Grunde immer meine 3 Leitlinien.“</p>
</blockquote>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Wie sagte Bürgermeister Gentsch</span></strong> über ihn als Gemeinderat:</p>
<blockquote>
<p>„Er war ein kantiger Mitstreiter, der nicht immer ganz bequem zu handhaben gewesen sei……seine Denkanstöße sowie seine Expertise als Architekt waren unbezahlbar…..er war kein Ja-Sager und kein bequemer Mitläufer, sondern ein Vordenker…..“</p>
</blockquote>
<p>Ich erinnere mich daran, dass er bei zwei größeren Projekten seine ganze Kraft und Überzeugung, zusammen mit anderen, einbrachte. Zum einen bei der Umgestaltung des Kapellenwegs zu einer Durchgangsstraße, was ihm verständlicherweise gar nicht gefiel und zum anderen der Verhinderung eines weiteren Autobahnanschlusses über Oberkochener Gemarkung.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Ein paar Worte zum Vater, der ebenfalls Willibald hieß.</span></strong> Dieser stammte aus Rammingen bei Ulm und wurde am 05.07.1896 geboren. Drei Jahre musste er im I. Weltkrieg Dienst tun und wurde bei Verdun verwundet. 1918 wurde er mit einem Arbeitskommando zur Firma Gebr. Leitz nach Oberkochen geschickt und trat kurz danach in die Zimmerei Brunnhuber ein. 1919 heirate er Eugenie Elmer. Im Jahr 1921 gründete er die Zimmerei Mannes, die ihren Anfang im Haus Nr. 3 in der Mühlstraße hatte. 1923 legte er seine Meisterprüfung ab. Auch der II. Weltkrieg verlangte ihm nochmals Dienstzeiten in den Jahren 1939 und 1944 ab. Anfangs beschäftigte er 2 bis 3 Mitarbeiter, Ende der 30er Jahre bereits 8 bis 10 Gesellen. Und so blieb es nicht aus, dass umgebaut und erweitert werden musste. Der II. Weltkrieg hatte auch hier seine Auswirkungen – 6 seiner 8 Gesellen kamen nicht wieder zurück. Nach dem Krieg ging es dann richtig aufwärts und es musste umgezogen werden – der Kapellenweg 28 wurde das neue Domizil der aufstrebenden Firma. Im Vereinsleben war er sehr aktiv (im Gewerbe- und Handelsverein, im Turnverein, im Gesangverein, im Schwäbischen Albverein und im Musikverein). Von 1951 bis 1956 war er als Gemeinderat tätig. Den Lebensabend verbrachte er bei seinen Töchtern Maria und Resl in Schweinfurt, wo er im Jahr 1978 verstarb.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_114 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25824" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25824" class="wp-image-25824 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-05-Willidald-Mannes-und-Eugenie-Mannes.jpg" alt width="1200" height="801"><p id="caption-attachment-25824" class="wp-caption-text">Willibald Mannes sen. und Eugenie Mannes aus der Mühlstraße 10 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_115 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25822" style="width: 135px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25822" class="wp-image-25822 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-03-Willibald-Mannes.jpeg?ver=1750362441" alt width="125" height="175"><p id="caption-attachment-25822" class="wp-caption-text">Willibald Mannes – ein Stilist von Gottes Gnaden (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_116 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Biografie des Willibald Mannes jun. aus dem Brunkel</span></strong></p>
<p>1931 – 1938 Volksschule<br>1938 – 1940 Zimmererlehre mit 13 Jahren !!!<br>1941 – 1946 Arbeitsdienst, Soldatenzeit, amerikanische Gefangenschaft in Nordfrankreich<br>1946&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Rückkehr, Zimmergeselle im väterlichen Betrieb<br>1948&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Meisterprüfung bei der Handwerkskammer Ulm mit 23 Jahren !!!<br>1948&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Sonderzeugnis zur Befähigung als Lehrer an der Gewerbeschule Aalen<br>1950&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Aushändigung des Meisterbriefes<br>1959&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;alleiniger Inhaber der Firma Mannes<br>1966&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Eintragung in die Architektenliste der Architektenkammer Baden-Württemberg<br>1966 – 2006 eigenständiges Architekturbüro</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_117 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25821" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25821" class="wp-image-25821 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-02-Buch-von-W.Mannes.jpg" alt width="1200" height="1643"><p id="caption-attachment-25821" class="wp-caption-text">Eines seiner Bücher über seine Treppen-Welt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_118 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Treppe</span></strong> hatte es ihm angetan und besonders die <em>„gewendelte“</em>. Ihr widmete er sein berufliches Leben und zeigte durch sie sein Können und seine Passion. Nicht ohne Grund hat eines seiner erfolgreichen Bücher aus dem Jahr 1994 genau diesen Titel.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Mannes-Treppenbau-Freundeskreise.</strong></span> Vier dieser Gruppierungen hat er gegründet und seit 1980 jährliche Treffen mit Firmeninhabern organisiert. Dort wurde auch der liebevolle Spitzname <em>„Stiegen-Papst“</em> kreiert.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Ausstellungen.</span></strong> 1984 begann er in Oberkochen Ausstellungen mit dem Namen <em>„Die Treppe als Kunstwerk“</em> durchzuführen, die in Südtirol, der Schweiz und Österreich ihre Fortsetzung nahmen und in eine Dauerausstellung in seiner Werkstatt von 2003 bis 2013 mündeten.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Autorentätigkeit.</span></strong> Insgesamt verfasste er rund 130 Beiträge in Fachzeitschriften und veröffentlichte 11 Fachbücher über die Treppe und Dachkonstruktionen, die tlw. ins Englische, Französische, Spanische und ins Tschechische übersetzt wurden.<strong><span style="color: #0000ff;"> In diesem Zusammenhang verweise ich auf den Bericht 775 über Oberkochener Autoren.</span></strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_119 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25820" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25820" class="wp-image-25820 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-01-Willibald-Mannes.jpg" alt width="1200" height="1090"><p id="caption-attachment-25820" class="wp-caption-text">Der Autor inmitten seiner Bücherwelt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_120 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Lehrtätigkeit – Durchführung von Fachkursen:</span></strong></p>
<ul>
<li>Durchführung von Fachlehrgängen über Holztreppenbau in vielen Städten Baden-Württembergs</li>
<li>Spezialkurse für Treppenbau in eigener Durchführung in Oberkochen, Entwicklung und Vertrieb vonSpezialwerkzeugen für den rationellen Treppenbau</li>
<li>Aufbau und Durchführung von Lehrgängen für Restauratoren</li>
<li>weit über 100 Vorträge, teilweise mit Dia- und Videovorführungen in Schulen, Firmen und Verbänden im deutschsprachigen Europa</li>
<li>fachbezogene Lehrgänge und Vorträge in Österreich und Südtirol</li>
<li>Nach Aufgabe der Produktion von Treppen im Jahr 1987 begann er mit der Durchführung von ein- oder zweiwöchigen Lehrgängen über handwerklichen Treppenbau in der eigenen Werkstatt (Teilnehmer aus dem deutsch-sprachigen Europa)-</li>
</ul>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Wer solche Spuren hinterlässt,</span> wurde natürlich auch entsprechend geehrt:</strong></p>
<ul>
<li>Bundesverdienstkreuz am Bande</li>
<li>Ehrenmedaille des Gemeindetages Baden-Württemberg</li>
<li>Bürgermedaille der Stadt Oberkochen für 25-jährige Gemeinderatszugehörigkeit</li>
<li>Goldene Ehrennadel des deutschen Zimmerer- und Holzbaugewerkes</li>
<li>Ehrenurkunde 26 Jahre Fachbeisitzer im Meisterprüfungsausschuss für das Zimmererhandwerk derHandwerkskammer Ulm a/D.</li>
<li>Ehrenurkunde 25 Jahre Normenausschuss Treppen</li>
<li>Ehrenmitglied und Ehrenurkunde im Bundesverband Treppen- und Geländerbau e.V., München</li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Auch künstlerisch war er tätig.</strong></span> Ob als Architekt, der z.B. 2004 von Freitag bis Sonntag 14-stündige Kurse für <em>„Freihandzeichnen für Schreiner“</em> für 80 € anbot oder als Künstler, der Motive aus Oberkochen sowie anderen Orten und auch Stillleben malte. Ich habe das Glück, dass mir meine Schulfreundin Bärbel Mannes einige Werke von ihm schenkte.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_121 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25826" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25826" class="wp-image-25826 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-07-Zeichnung-W.Mannes.jpg" alt width="1200" height="1724"><p id="caption-attachment-25826" class="wp-caption-text">Willibalds Zeichenkünste fanden auch ihren Weg in Seminare für Schreiner (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_122 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Fazit:</span> </strong>Wenn man sich das alles anschaut, was in seinem Leben einen Platz einnahm, komme ich nur zu dem Schluss:</p>
<blockquote>
<p>„Der Mann hat geliebt, was er angefasst hat und wenn die Tage nicht ausgereicht haben, muss er die Nächte zum Tag gemacht haben – anders wäre das wohl nicht gegangen.“</p>
</blockquote>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Da habe ich noch einen Bericht eines unbekannten Autors</span> mit dem Titel „Vollendete Stufen“ anlässlich seines 80sten Geburtstages gefunden (mit leichten Anpassungen und Auslassungen):</strong></p>
<blockquote>
<p>….. Wer den Weg des am 11. Juni 1925 in Oberkochen geborenen Willibald Mannes über die Jahrzehnte hinweg verfolgt hat, kann mit einigem Recht annehmen, dass Thaddäus Troll (dessen Großmutter einst auch in unserer Gemeinde lebte) bei der Charakterisierung eines typischen Schwaben einen Mann wie den international anerkannten „Treppenpapst“ Mannes als gedankliches Modell vor sich gehabt hat. Denn von Anfang an hat dieser, ungeachtet aller Schwierigkeiten, seine fachlichen Ziele stets unbeirrt und konsequent verfolgt…. nach seiner Entlassung aus der Wehrmacht gelang es ihm nur mit größter Mühe, seinen Vater Willibald davon zu überzeugen, dass der Treppenbau eine Riesenchance sein würde…..1959 übernahm er den väterlichen Betrieb in nunmehr eigener Verantwortung.<br>In einem Alter, in dem heutige junge Menschen oft noch nicht wissen, was sie tun wollen, stand dieser junge Mann bereits als Lehrer in der Gewerbeschule Aalen, in Ulm, Stuttgart und Karlsruhe vor oft gestandenen Männern, um sie in die Kunst der Baukonstruktion und des Treppenbaus einzuführen. Zwischen 1949 und 2003 hat er in über 170 Lehrgängen rund 4.500 Teilnehmer in seine Art des Treppenbaus eingeführt – sei es in Oberkochen, in Deutschland, Österreich und in der Schweiz….. Auch veranstaltete er Lehrgänge für Restauratoren, deren Anmeldungen weit über das Umsetzbare an Teilnehmern hinausgingen.<br>Sorgen bereitete ihm der industrielle Treppenbau, der auf dem Weg war, die handwerkliche Treppenbaukunst zu verdrängen. Daraus bezog er seinen Elan, um möglichst viele Handwerker dafür zu begeistern….. auch die zuständigen Fachverbände ermahnte er, sich notwendigen Strukturänderungen nicht zu verschließen…..</p>
</blockquote>
<p><strong>Seine Stärken waren:</strong></p>
<ul>
<li>sein beharrlicher Fleiß</li>
<li>seine Fähigkeit sich in unlösbare Probleme zu verbeißen</li>
<li>sein Drang zum Sinnieren und Tüfteln</li>
<li>und das Achten auf höchste Qualität</li>
</ul>
<p>Bis 1987 hat er in seiner hiesigen Werkstatt selbst Treppen hergestellt. Nicht selten musste er Aufträge z.B. aus den Vereinigten Staaten mangels Kapazitäten ablehnen.</p>
<p>Bei der Ehrung eines langjährigen Mitarbeiters stellte er bei seiner Jubiläumsrede fest:</p>
<blockquote>
<p>„Unsere Treppen stehen in allen Teilen Europas zwischen Nancy und Passau sowie zwischen Genfer See und Dänemark. Unsere Werkstatt ist nun zum Hörsaal geworden und unser Maschinenraum zum praktischen Vorführraum.“</p>
</blockquote>
<p>(und auch in Billies Elternhaus im Sonnenberg 34 steht eine solche).</p>
<p>Auch als Architekt war er seit 1966 unterwegs. Wir finden seine Spuren noch heute in damals tlw. kühnen Entwürfen für Privathäuser und auch Vereinsheime zeigen seine Handschrift. Zwischen 1978 und 1981 war er für die schwierigen und gelungenen Renovierungsarbeiten der katholischen Kirche St. Peter und Paul verantwortlich.</p>
<p>1968 durfte er die Eröffnungsrede zum neuen Rathaus am Eugen-Bolz-Platz halten und begann mit den Worten</p>
<blockquote>
<p>„Es baut der Mensch sein Haus, dann formt das Haus den Menschen“.</p>
</blockquote>
<p>Wie wahr.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_123 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25827" style="width: 208px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25827" class="wp-image-25827 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-08-Seminarleiter.jpg?ver=1750362575" alt width="198" height="263"><p id="caption-attachment-25827" class="wp-caption-text">Als Seminarleiter führte er in die Kunst der handwerklichen Treppenkunst ein (Archiv BM Online)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_124 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Nach seinem Tod im Jahr 2022</span></strong> konnte man überall Nachrufe auf ihn finden. Sei es von der Stadt Oberkochen, der SchwäPo, der Schwäbischen Zeitung und den Freien Bürgern und in anderen Medien. Und so beende ich den Bericht über sein Wirken während eines ungewöhnlich langen Lebens mit den Worten eines Treppenbauers aus der „BM Online“.</p>
<blockquote>
<p>„Am 10. März 2022 ist ein erfülltes und gesegnetes Leben zu Ende gegangen. Viel mehr kann menschliches Wirken und Streben nicht hervorbringen. Willibald Mannes war weit mehr als ein „Handwerker“ im üblichen Sinn. Er war erfolgreicher Unternehmer, Buchautor, Künstler, Illustrator, Architekt, Maler, Lehrer, Ausbilder, Kommunikator, engagierter Kommunalpolitiker, Vordenker, Berater und Visionär.</p>
<p>In seiner Selbstwahrnehmung war er aber immer in erster Linie Handwerker. Den Architektentitel hielt er diskret und bescheiden im Hintergrund. Jede Art des Prahlens war ihm fremd. Seine Autorität stand auf dem unerschütterlichen Fundament von Kompetenz, ernsthaftem Ringen, Beharrlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Ehrlichkeit, Empathie, der Bereitschaft zu fördern und zu fordern, auf Kollegialität, auf einem unerschöpflichen Ideenreichtum und auf einem geschulten technischen und ästhetischen Grundverständnis. Bildung und Herzensbildung machten jede Begegnung mit ihm zur Bereicherung.</p>
<p>Er folgte nicht den Trends, sondern er schuf sie selbst. Als blutjunger Zimmermeister verwehrte er sich standhaft der allgemeinen Tendenz jener Jahre unter dem Eindruck der Kriegszerstörungen, dem feuerfesten Werkstoff Beton den Vorzug vor dem geliebten Holz zu geben. Seelenlose Massenarchitektur war ihm ein Gräuel.</p>
<p>Seinen wertvollen Wissens- und Erfahrungsschatz wollte er nicht für sich selbst behalten. In unzähligen Veröffentlichungen und Büchern schenkte er der jungen Treppenbauer-Generation eine wichtige Grundlage. Darüber hinaus waren die Treppenbaukurse in seiner Werkstatt in Oberkochen über Jahre hinaus ausgebucht. Unvergessen bei den Kursteilnehmern sind seine genialen Vorrichtungen, mit denen er auf Standardmaschinen, auch ohne die heutige CNC-Technologie, jede nur erdenkliche Form herzustellen wusste.</p>
<p>Schließlich war er auch Impulsgeber für die vielen Mannes-Freundeskreise, die bis heute auch nach fast 40 Jahren noch bestehen. Viele von uns hatten das Glück, mit seiner Ermunterung, seiner Zuversicht, seiner Daseinsfreude und seinem Vertrauen in die handwerkliche Arbeit die ersten Schritte in die eigene Berufslaufbahn zu starten. Sein Vorbild war geradezu lebensprägend. Dafür bedanken wir uns bei Dir – lieber Willibald – von ganzem Herzen! Im Namen aller Freundeskreise gez. Johannes Wunsch“.</p>
</blockquote>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Nachtrag.</span></strong> Als alter Leitz’ler will ich in diesem Zusammenhang erwähnen, dass es da durchaus Verbindungen gab. Sei es über die „Mannes-Sets“ (Bohrer-Zusammenstellungen für Treppenbauer), die er beim damaligen Emil-Leitz-Chef Albert Holz bestellte (die Holz-Kästchen dazu lieferte der Gruppa-Schreiner vom Schreinergässle) oder über Veranstaltungen im Leitz’schen „Lignorama“ in Riedau (Oberösterreich).</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Dazu noch ein paar Worte aus Oberösterreich (Forum Geschichte) aus dem Jahr 2006.</span></strong> Die Treppe ist eine der ältesten menschlichen Erfindungen. Eigentlich ist die Idee sehr einfach. Und doch ist schon die älteste erhaltene Holzstiege Europas, die im Jahr 2004 im Hallstätter Salzberg entdeckt wurde und auf ein Alter von genau 3349 Jahren datiert werden konnte, von einer erstaunlichen technischen Raffinesse.</p>
<p>Treppenbaukunst „auf höchster Stufe“ wurde im Jahr 2006 im „Lignorama“, diesem höchst aktiven, von der Firma Leitz betriebenen Museum des Holzes in Riedau, im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. Zu sehen gab es Jugendstiltreppen und Barockstiegen, Treppengeländer und Treppeninstallationen, berühmte Treppen und einfache Stiegen und vor allem die Holztreppen von Willibald Mannes, der als der „Treppenpapst“ der Moderne galt.</p>
<p>Der vielfältigen Symbolik der Treppe hat schon Sigmund Freud in der Traumdeutung erstaunliche Aufmerksamkeit gewidmet, vom am Geländer Hinabrutschen bis zum rhythmischen Steigen der Stufen. Der sexuelle Bezug von „Steiger“ und „Nachsteigen“ wird in die Bewegung des Stiegensteigens übersetzt, wobei Freud wohl mehr an die Dumpfheit und Dunkelheit der Kellerstiegen und Hinterhäuser gedacht hat als an die Prunkstiegen der Paläste.</p>
<p>Die Treppe ist das Symbol der Macht. Sie hat Stufen und kennzeichnet Positionen: Von oben herab wird der Gast begrüßt und empfangen, von unten muss er sich nähern und erkennt gleich Machtfülle, Rang und Wohlstand seines Gastgebers. Treppen waren ideal geeignet, Hierarchien zu verdeutlichen und Rangunterschiede zum Ausdruck zu bringen. Das wusste das Barock am besten, das die berühmtesten Stiegenhäuser geschaffen hat, in Klöstern und Schlössern, ob in Würzburg, St. Florian oder Göttweig, die im Extremfall, wenn dem Bauherrn das Geld ausgegangen war, auch formvollendet im Nichts enden konnten. Ehrfurchtsvoll nähert man sich den Zentren der Macht, des Wissens und der Kunst, ob auf der Philosophenstiege der Wiener Universität, der Prunkstiege der Wiener Staatsoper oder im Oberösterreichischen Landesmuseum, das eigentlich nur aus einem riesigen Stiegenhaus besteht. Und selbst der breite Stiegenaufgang zum neuen Landesdienstleistungszentrum ist geeignet, Respekt vor der dahinter beheimateten Bürokratenmacht zu schaffen.</p>
<p>Moderne Architekten schenken den Treppen und Stiegenhäusern ja nur mehr selten Aufmerksamkeit. Man ist auch nicht mehr so hierarchisch orientiert. Mit dem Aufzug ist die Treppe zur Fluchtstiege verkommen. Da ist man froh, wenn man in einer schönen Ausstellung an die Ästhetik und Bedeutung der Treppen erinnert wird (Forum OÖ Geschichte).</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Auch Dietrich Bantel schrieb den sehr persönlichen <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-641-willibald-mannes-90-ein-persoenliches-bild/">Bericht 641</a> anlässlich des 90sten Geburtstages von Willibald Mannes.</span></strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_125 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25825" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25825" class="wp-image-25825 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-06-Mannes-und-Bantel.jpg" alt width="1200" height="878"><p id="caption-attachment-25825" class="wp-caption-text">vlnr.: Willibald Mannes, Dietrich und Suse Bantel, Bärbel Mannes und Monika Mannes-Kapp (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_126 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Ergänzung zu Bericht 829 von Richard Burger:</span></strong></p>
<p>Recherche ist die eine Seite meiner Berichte, Ergänzungen sind die andere. Nicht selten kommt es vor, dass mich nach einem Bericht E‑Mails mit Inhalten erreichen, die den veröffentlichten Bericht sinnvoll ergänzen. Spitzenreiter sind da Wolfgang Ritter aus Dinkelsbühl und Luitgard Hügle aus Poggibonsi. Über Pfingsten hat sich Richard Burger gemeldet und mir die Geschichte seiner eigenen „Mannes-Treppe“ zugeschickt, die ich jetzt sozusagen als Intermezzo zwischen Bericht 829 und 830 zur Veröffentlichung bringe:</p>
<p><strong><span style="color: #000000;">„Wie wir zu einer Mannes-Treppe kamen“</span></strong></p>
<blockquote>
<p>„1984 war es, als sich meine Frau Lilo und ich mit dem Gedanken trugen, in Oberkochen auf der Heide ein Haus zu bauen. Im Alter von Mitte, Ende 20 stolperten wir in und durch das Projekt und von einer Verlegenheit in die andere, nach dem Motto „keine Ahnung von gar nichts“ und davon reichlich.</p>
<p>Wenn ich mir überlege, wie heutzutage, meist durchdacht und geplant, ein Hausbau angegangen wird, wie waren wir doch naiv und unwissend und es grenzt immer noch an ein Wunder, dass es überhaupt funktioniert hat.</p>
<p>Der Architekt schlug uns damals ein halbrundes Treppenhaus vor, gerade mal gut zwei auf zwei Meter. Wir fanden das toll, nicht ahnend, was damit auf uns zukommen würde. Das erkannten wir, als es darum ging, eine Treppe über zwei Stockwerke in dieses halbrunde Loch zu passen. An den Reaktionen der Handwerker merkten wir erst, was wir uns da eingebrockt hatten. Bei elf Herstellern in der näheren und weiteren Umgebung wurden wir vorstellig, die Vorschläge reichten von Wendeltreppen über Stahlkonstruktionen zu Holztreppen, manche mit Wangen, manche ohne Wangen – alle nicht überzeugend. Von den Preisen, die weit über unsere Vorstellung gingen, ganz zu schweigen. <strong><span style="color: #000000;">„Warum haben Sie auch ein so kleines, halbrundes Treppenhaus?“</span> </strong>Ja, warum?</p>
<p>Meine Tante Christina Bischoff, die damals bei Willibald Mannes arbeitete, meinte, wir sollten doch mal bei ihm nachfragen. Wir? Beim „Treppenpapst“? Unmöglich. Ich kannte einige seiner Treppen: Absolute Kunstwerke! Eine davon als künstlerisches Element im Foyer der Fachhochschule in Esslingen, wo ich mein Seminar in der Lehrerausbildung absolvierte. Die Preise mussten astronomisch sein und weit jenseits des Budgets eines Studienassessors.</p>
<p>Schließlich wurde doch ein Termin ausgemacht. Ohne große Erwartungen und ziemlich nervös begaben wir uns in die „heiligen Hallen“ im Kapellenweg. Heutzutage lacht man vielleicht darüber, damals war das aber so und zum Lachen war uns absolut nicht. Schließlich gab uns der Treppenpapst eine Privataudienz.</p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_127 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25828" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25828" class="wp-image-25828 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-09-Mannes-Treppe-Haus-Burger.jpg" alt width="1200" height="1510"><p id="caption-attachment-25828" class="wp-caption-text">Skizze zur Mannes-Treppe im Haus der Burgers (Archiv Burger)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_128 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><blockquote>
<p>Er sah sich den Plan mit dem halbrunden Treppenhaus an, meinte, das sei gar kein Problem, er stelle sich das so und so vor: Er nahm ein Blatt Papier, zeichnete das ovale Auge des Handlaufs drauf, die Stufen, erklärte kurz wie die Statik sei. Er hatte mit einem Blick die Situation erfasst und eine Lösung gefunden, auf die kein anderer Anbieter gekommen war. Wir waren völlig geplättet, denn genau so, wie er sie mit den ersten Bleistiftstrichen skizziert hatte, wurde die Treppe schließlich verwirklicht. Dadurch, dass meine Tante die Zeichnungen machte und dass ein anderer Onkel die Staketen drechselte, wurde sie sogar so günstig, dass auch wir sie uns leisten konnten. Weitaus günstiger als viele der anderen Angebote. Und das vom Treppenpapst!</p>
<p>So kam es, dass wir, „normale Leute“ eben, tatsächlich in den Besitz eines Kunstwerkes vom Treppenpapst kamen. Ich weiß heute noch nicht, wie die Statik funktioniert, denn bei der Montage wurde der Handlauf mit Stangen und Seilen frei in das Treppenhaus gehängt und daran mittels der Staketen jeder einzelne Tritt montiert. Die Tritte halten den Handlauf und der Handlauf die Tritte. So ähnlich oder andersrum.</p>
<p>In der folgenden Zeit kamen immer wieder ganze Busse mit angehenden Treppenbauern zu unserem Haus gefahren, zum Teil aus der Schweiz, denen Willibald Mannes zeigte, wie man eine luftige, leichte Treppe in ein kleines, halbrundes Treppenhaus einfügen kann. Er hatte Gefallen gefunden, auch mal „so etwas Kleines“ zu machen und stellte das den Kursteilnehmern vor.</p>
<p>Seit fast 40 Jahren sind wir somit Besitzer einer Treppe des Treppenpapstes Mannes und wir erfreuen uns täglich dran und sind stolz drauf. Auch wenn ich immer noch nicht verstehe, wie sie eigentlich hält.“</p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_129 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25829" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25829" class="wp-image-25829 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-10-Mannestreppe-Haus-Burger.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-25829" class="wp-caption-text">Die Mannestreppe für Normalos als Herausforderung in einem schmalen Treppenhaus (Archiv Burger)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_130 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Billie:</span></strong> Auch in meinem Elternhaus am Sonnenberg befindet sich eine Mannes-Treppe aus dem Jahr 1950, die nun seit 75 Jahren ihren Dienst verrichtet und bis heute gut aussieht und nicht wie eine ausgelatschte Treppe eines Berliner Mietshauses. Mannes hat eben Treppen für alle gemacht, für kleines Geld und für großes Geld, Alltagstreppen und Hingucker-Treppen und Treppen für die Ewigkeit.</p>
<p style="text-align: right;"><em><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></em></p></div>
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