Lange habe ich gesucht…und wurde nach großem Aufwand doch noch fündig, weil es nicht sein konnte, dass diese Arbeit eines früheren Oberkochener Arbeitskreises verloren gegangen sein könnte.
1991 fing Dietrich Bantel an, einen Ordner über Oberkochener Hausnamen anzulegen. Bis 2010 gab es dann unregelmäßige Treffen, von den Menschen, die damals das Wissen darüber hatten und bereit waren es zu teilen:
„Anton Betzler (Kratzer), Josef Wingert (Draier), Hilde Trittler (Gruabwirde), Paul Wingert (Balgadag), Anton Gutheiß (Done), Edwin Gold, Trudl Fischer, Gretl Bleibler, Eugen und Blandina Gentner sowie Helmut Gold (Murxle) und Lisbeth Schön.“
Dazu bekam ich eine Liste von Ludwig Burghard, eine weitere von Bruno Brandstetter und vieles wusste und recherchierte ich selbst und kämpfte mich auch durch alle bisherigen heimatkundlichen Berichte, das Heimatbuch und das Büchle „Alt-Oberkochen“ von Christhard Schrenk, durch die Amtsblattausgaben ab 1953 sowie durch weitere Quellen.
Und dann wurde das Projekt aufgrund des gesamten Materials so groß, dass ich mich für den Namen „Oberkochener Hall of Names“ (angelehnt an den amerikanischen Begriff „Hall of Fame –Ruhmeshalle“) entschied, denn außer den „Haus- und Spitznamen“ gab und gibt es viele weitere Begriffe, die ich einbringen wollte, weil sie für Oberkochen wichtig waren und tlw. noch sind, oder weil sie es sonst in keinen eigenen Bericht geschafft hätten.
Die Listung erfolgt sortiert nach A‑Z. Dazu gibt es Erklärungen, Herleitungsbeschreibungen, Kommentare und Bilder. Und wo nichts zu finden war oder es an Unterstützung mangelte – steht halt auch nichts.
Ich bin mir wohl bewusst, dass das möglicherweise den einen oder die andere im Einzelfall nicht gänzlich erfreut – trotzdem darf das Ganze deshalb nicht im Ordner vor sich hin vergilben. Und wenn darüber gesprochen und debattiert wird, dann ist das Ziel erreicht. Und Fehler sind aufgrund der Vielzahl an Begriffen nicht ausgeschlossen. Aber wie sagt der Schreiner: „Wo gehobelt wird fallen halt auch Späne.“
Ich habe einige Namen und die dazugehörigen Stories nicht aufgeführt, die durchaus noch bekannt sind, aber bei mir irgendwie eine rote innere Linie überschritten haben. Die Sprache war früher gröber und derber als heute und so sind auch einige Namen entsprechend der Zeit, aus der sie stammen. Heute in Zeiten des „Genderwahns“, des ständigen Suchens nach rassistischen Äußerungen und des Verurteilens kultureller Aneignungen (leider auch rückwärtsgerichtet) wären viele der Wortschöpfungen heute nicht mehr möglich.
Es sind rund 800 Namen und Begriffe, die aufgelistet und in geplanten 50 Teilen über einen Zeitraum von nahezu 3 Jahren (bis 2028). veröffentlicht werden. 15 davon werde ich nicht der Öffentlichkeit preisgeben, weil „se z‘ hoikl send“. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, man freut oder ärgert sich über die Listung oder man freut oder ärgert sich über die Nichterwähnung. In all diesen Fällen behalten wir ruhig Blut und sagen uns (frei nach Bruno Brandstetter): „So isch’s halt“ ????. Und wie würde der Gutheiße Done sagen: „So viele Neema in meim Koopf“.
HAUSNAMEN
Allgemein: In vielen Regionen Deutschlands gibt es auf dem Dorf ganz besondere Namen: die Hausnamen (auch Dorfnamen oder Hofnamen genannt). Will man über einen Bekannten aus dem Dorf sprechen, so bezeichnet man ihn nicht mit dem Familiennamen (Müller, Maier, Schmitt und Schultze), sondern mit dem sogenannten Hausnamen. Man unterscheidet also, wie man heißt (Vorname), wie man sich nennt (Hausname) und wie man sich schreibt (Familienname). Kennt man den Hausnamen, weiß man zugleich, wo jemand wohnt und zu welcher Familie die Person gehört. Während die offiziellen Familiennamen im Personalausweis stehen, sind die Hausnamen inoffiziell und werden nur in der mündlichen Kommunikation in der Dorfgemeinschaft verwendet.
Oberkochenspezifisch: Hausnamen sind ein faszinierender Teil der Schwäbischen Kultur.
Diese Namen sind nicht an eine Person gebunden, sondern an ein Haus. Heiratete beispielsweise ein Grupp auf den „Goldahof“, blieb der Name „Gold“ auf dem Hof und die Bewohner wurden zum „Goldabauer“.
Gelegentlich wurde der Name auch mitgenommen. Im Jahr 1673 zog ein Melchior Schneider von Fleinheim nach Oberkochen und brachte den Namen „Sonndag“ mit. Sein Großvater war an einem Sonntag geboren und bekam, sehr ungewöhnlich, den Vornamen „Sonntag“. Und so lebt dieser Name bis heute fort.
Ihren Ursprung haben die Namen in der Unterscheidung von Einwohnern mit demselben Namen. Dabei ist zu bedenken, dass diese Namen oft noch aus einer Zeit stammen, als das mit Straßen und Hausnummern noch völlig anders geregelt war.
Neue Namen entstehen heute nicht mehr und so nach und nach sterben diese Namen im täglichen Sprachgebrauch aus.
SPITZNAMEN
Allgemein: Ein Spitzname (im 17. Jahrhundert bedeutete spitz ‚verletzend‘), ist ein Ersatzname für den realen Namen einer Person. Dieser Beiname kann auch eine Unvollkommenheit andeuten. In der Regel übertrifft er den eigentlichen Namen an Witz. Sie werden häufig nach äußeren Merkmalen, dem Verhalten, dem Beruf, der Funktion oder nach Bezeichnungen, die zufällig entstehen und Anklang finden, gebildet.
Personenbezogen: Diese Namen gehen nicht selten auf einen bestimmten Anlass oder eine Eigenart der Person zurück. Diese hatten aber nicht die Kraft sich zu einem Hausnamen zu entwickeln. Daher gelten sie nur für diese eine Person wie z.B. „Spatzahans“.
Berufsbezogen: Oft war feststellbar, dass die Berufsbezeichnung allein genügte, um klar zu benennen wer gemeint war z.B. „Doadagräber“ oder es wurde der Vorname nachgestellt wie bei „Metzgers Paul“.
Oberkochenspezifisch: Spitznamen entstehen, im Gegensatz zu Hausnamen, auch heute noch neu und deshalb habe ich auch solche aus „meiner Zeit“ aufgenommen.
NAMEN für GEBÄUDE, GESCHÄFTE, ORTSTEILE, GEBIETE, NATURORTE und DIVERSES
Diese wurden ausgewählt, weil sie einmal etwas Besonderes waren und mitunter heute noch sind wie z.B. „Das Kies“.
LOST PLACES: VERLORENE ORTE – gibt’s nemme
Das sind Orte, die früher einmal wichtig waren und verschwunden sind, im besten Fall sind noch Fundamente zu finden. Auch solche gibt es bei uns wie z.B. „dr Schtoibruch oder d‘ Schischanza“.
LOST JOBS: VERLORENE TÄTIGKEITEN– gibt’s au nemme
Funktionsträger, die es heute nicht mehr gibt wie z.B. „den Amtsbüttel“
LOST GAMES: VERLORENE SPIELE – gibt’s erscht recht nemme
Das sind Kinderspiele, die längst der Vergessenheit anheimgefallen sind.
ORIGINALE
Ein Original ist eine Person, die durch unverwechselbares, zum Teil auch exzentrisches Auftreten, Verhalten oder andere Eigenschaften bekannt geworden ist. Dabei spielen die Faktoren, die ein Abweichen von der Allgemeinheit, ein Überraschungsmoment, etwas Seltsames und Wunderliches manifestieren, eine Rolle.
Im Brockhaus von 1839 steht dazu folgender Text: „Auch Menschen werden Originale genannt, wenn sie sich durch Originalität ihrer Denkungsart oder ihres Benehmens auf eigenthümliche und auffallende Weise vom Gewöhnlichen entfernen; dies kann jedoch ebenso gut durch Seltsamkeit und Thorheit, wie durch edle und vortreffliche Eigenschaften geschehen.“
FREUNDESKREISE
Es gibt oder gab bei uns sehr spezielle, die einfach erwähnt werden müssen wie z.B. „Sechserclub“, „Bagage“, 1. ADV u.a.
BEGRIFFE und SPRÜCHE
Und auch solche will ich hier explizit erwähnen wie z.B. „Reigeschmecktr und Flichtling“ oder „so lang Du Deine……“
ANMERKUNGEN
• Die Vorsilbe Kohl- hatte immer etwas mit Köhlerei und Holzkohle zu tun.
• Die Nachsilbe ‑seff — ist immer auf Josef zurückzuführen.
• Als Adresse wurde jeweils die älteste genommen, die zu finden war.
• Es ist jetzt doch eine (minestens) 50-teilige!!! Berichtsreihe geworden und da mag der eine oder die andere sagen – gings nicht eine Nummer kleiner? Ha Noi – es ist die erste und wohl letzte Gelegenheit all das unter dem Titel „Hall of Names“ vorzustellen. Dazu brauchte es Willen und Kreativität, Durchhalten beim Recherchieren, ein gutes Erinnerungsvermögen sowie die Unterlagen der früheren Arbeitsgruppe (die namentlich schon am Anfang aufgelistet wurden) und die tatkräftige Unterstützung von Bruno Brandstetter und dem inzwischen verstorbenen Huga-Schreiner.
ZUR EINSTIMMUNG
Da gehen wir mal ins Jahr 1908 zurück und lesen dazu eine Ortsbeschreibung: „1139 (913 kath.) Einwohner, 496 m hochgelegen, Gesamtgemeinde 1168*** (922 kath.***) Einwohner, Pfarrdorf mit Marktgerechtigkeit, 8,7 km südlich von Aalen, im Tal des schwarzen Kochers, nahe seinem Ursprung, von reichbewaldeten Höhen umschlossen.
*** entscheidend für die zweierlei Einwohnerzahlen ist die getrennte Aufführung von
• Kreuzmühle, Häuser, erbaut 1845 mit 10 Einwohner
• Schlackenwäsche, Haus, erbaut 1745 mit 5 Einwohner
• Schleifmühle, Häuser, erbaut 1725 mit 11 Einwohner
• Ziegelhütte (Achtung: Oberkochen – nicht Königsbronn!), Häuser, im 19. Jahrhundert mit 8 Einwohner
Bahnstation, Postagentur mit Telegraf und Telefon, werktags 2mal und sonntags einmal Postzustellung, Arzt in Unterkochen (4 km) und Königsbronn (5 km), Apotheke in Königsbronn, gute Wirtschaften, 7 Kaufläden, alles im Ort zu haben.

Alt-Oberkochen noch recht überschaubar, aber schon mit Eisenbahnanbindung (Archiv Müller)
Jetzt noch die emotionale Einstimmung mit der leicht angepassten Oberkochener Version von „Wir wandern heut ins Schwabenland“, das der „HugaPaule“ oft am Stammtisch anstimmt:
Wir wandern heut ins Schwabenland,
ins Schwabenland hinaus,
mit frohem Mut und heitrem Sinn,
sind überall zu Haus:
Auf rauher Alb, in steiler Höh,
im Schwarzwald und am Bodensee,
im Brenztal und am Kocherstrand,
wie bist du schön mein Schwabenland,
mein Schwabenland.
Wir singen heut ein freies Lied,
ein Lied das laut erschallt,
das klingen soll in Lust und Freud,
durch Berg u. Wald und Feld
Auf rauher Alb, in steiler Höh,
im Schwarzwald und am Bodensee,
im Brenztal und am Kocherstrand,
wie bist du schön mein Schwabenland,
mein Schwabenland.
Wir heben heut die Becher hoch,
gefüllet bis zum Rand,
und stossen an und trinken aus
auf unser Schwabenland:
Auf rauher Alb, in steiler Höh,
im Schwarzwald und am Bodensee,
im Brenztal und am Kocherstrand,
wie bist du schön mein Schwabenland,
mein Schwabenland.
Genug des Vorgeplänkels – Jetzt geht‘s lo-os!
„1. ABI-Ball“ – auf dem hiesigen Gymnasium
Am Freitag, den 29. Mai 1987 fand in der alten Dreißentalhalle zum ersten Mal in der Geschichte des Gymnasiums eine Abiturientenball statt. Da die Veranstaltung sich im Nachhinein als nicht kostendeckend herausstellte, schritt Bürgermeister Gentsch ein und erließ den Abiturienten anfallende Gebühren und die Hallenmiete. Da ich in späteren Jahren keine Hinweise auf ähnliche Veranstaltungen fand, gehe ich davon aus, dass der erste Ball auch der letzte war.
„1. ABI-Jahrgang“ – auf dem hiesigen Gymnasium
Studienrat Rudolf Thiem, empfing uns ca. 30 Schüler im Schuljahr 1963 mit einer heute gänzlich unverständlichen Begrüßung. Sinngemäß: „Ihr seht hier an der Tafel die Gauß’sche Normalverteilungskurve. Anhand dieser lässt sich leicht erklären, warum ihr bis zum Abitur nur noch 18 Schüler sein werdet. Egal – auch wenn ihr lauter Einser schreiben würdet – mehr als 18 werdet ihr wohl nicht sein“. (Bei einem Gespräch, viele Jahrzehnte später im Naturfreundehaus, erklärte er mir: „Unsere Aufgabe war es nicht, alle zum Abitur zu führen, sondern zu selektieren.“ Die ersten wurden schon nach dem Probe-Vierteljahr aussortiert und so ging es im Laufe der Jahre immer weiter, bis das 1971 eintrat, was er damals schon prophezeite – nicht 18, sondern immerhin 22 meiner damaligen Mitschüler machten als erster Jahrgang in Oberkochen ihr Abitur:

Der allererste Abi-Jahrgang auf dem hiesigen Gymnasium (Archiv Müller)
Von links hinten nach rechts vorne
• Jörg Funke, Götz Hopfensitz, Johannes Schmieg, Ursula Kranz, Werner Schaupp, Rudolph Thiem, Reinhold Kurz
• Bernd Mayer, Arthur Grupp, Heidrun Flügel, Gabi Moser, Hannelore Völker, Karl Starz, Michael Ludwig, Volkmar Schrenk
• Eckart Irion, Peter Neupert, Werner Schulze, Ursula Dietrich, Gudrun Korn, Regina Straube, Walter Hegelau
„1. ADV“ – Freundeskreis: Ein echter Kameradenverein, 40 Jahre jung (1986 – 2026) und jetzt au no gscheid. Der folgende Text stamm vomHuha-Paule
Irgendwie schon längere Zeit stand vor über vier Jahrzehnten der Gedanke im Raum, einen Kumpel-/ Freundesverein zu gründen. Dazu gab es 1985 drei größere spontane Treffen und so wurde schließlich am 11. Januar 1986 im Turmstüble auf dem Volkmarsberg der hochwohllöbliche 1. ADV ins Leben gerufen. Viele dicke, fette Ordner berichten aus der nun fast 40-jährigen Historie. Wir gaben die Festschrift „Bürger und Platte“ heraus, natürlich genannt nach dem Oberkochern Amtsblatt, in der u.a. jedes Mitglied sich vorstellte -. In den folgenden Jahren entstanden eine Menge dieser Broschüren, im 2. Jahr wurden z.B. 12 Stück geschaffen, 1990 waren es 6 Rundschreiben BuP.
Der Gründungs- und für die ersten Jahre Vorstand waren die Jungs, die schon viele, viele Bergtouren miteinander unternahmen, Präsident Paul Hug, Vize Hans Hofmann, Schriftführer Gerhard Bahmann, Kassier Eugen Heiter. So kamen weitere Oberkochener dazu über Altersgenossen, Schulkameraden, Handball… mit vielen schönen Erlebnissen bei der Anna im Ochsen oder beim Horst im Fässle, vor allem nach dem Freitagstraining, wo dann immer die auswärtigen Studenten… wieder heim fanden. Weitere Dachplatten („Du Dachplatt“ hieß damals ein lustiges Schimpfwörtchen) waren bei der Gründungsversammlung anwesend:
Josi Gangl, Siegfried Grupp, Thomas Gentner, Lothar König, Klaus Müller, Ludwig Bahmann, Alfons Weißkopf, Carlo Heindel und Patriz Ilg (entschuldigt). Später stießen dazu Max Liersch, Harald Gentsch, Willibald Grupp, Eberhard und Thomas Haag, Adolf Fischer, Manfred Grupp, Wolfgang Stein, Wolfgang Elmer, Hans Hubrig.
Eine besondere Bedeutung trägt die kleine Dachplatte, die mit einer Kette um den Hals getragen wird. Wehe, einer trägt sie nicht, ein anderer kontrolliert, dann kann es teuer werden mit dem Bezahlen einer Runde – ansonsten zahlt halt der Kontrolleur. Freilich ist der 1. ADV ein reiner Herrenclub, sogar mit ein paar selbst geschrieben Liedern mit Texten, manche als Männerchorsätze. Doch die Satzung zum eingetragenen Verein konnte bei den Behörden leider nicht durchgesetzt werden wegen des Satzes „Der Verein verfolgt gegenüber fremden Frauen keine frauenfeindlichen Ziele“.
Man genoss in den 40 Jahren viele wunderbare Erlebnisse in der ganzen Welt. Basis dabei waren stets in Oberkochen die Maiwanderung zum Aalbäumle – nach dem Start am hiesigen Maibaumfest oder die Tour zum Ebnater Bierzelt an den Vatertagen. Da erlebte man auch gehaltvolle Weihnachtsfeiern, etwa in der Maria Schutz-Kapelle am 27.12.1986, Hauptversammlungen an allen möglichen Orten, in Kirchheim gab es ein Treffen zum Maßschneidern von Lederhosen, am 30.11.1996 dort ein ADV-Hausschlachten… oder bei der 650-Jahr-Feier der Heimatgemeinde trugen wir mit einem Festwagen die Geschichte des Schäfers vom Wollenloch bei. Darüber hinaus haben wir ein paar Sitzbänke im Ort finanziert.
Alle freuen sich rückblickend über eine bunte Vielfalt von Erlebnissen: Die Berge waren stets im Zentrum, es gibt wohl nur wenige Plätze, wo „Dachplatten“ nicht aus irgendeinem Grund waren. Sei es oft Kitzbühel, Südtirol, Zeiss-Hütte, Oberjoch, Ostlerhütte, Leogang, Nenzinger Himmel, Thalkirchdorf, Winkelmoosalm, Hörnlepass-Hütte…, viele Touren allüberall, sogar mit teilweise echtem Klettern. 2002 radelten wir rund um den Bodensee. Ein Ziel bildete natürlich immer das Münchner Oktoberfest. Wir besuchten darüber hinaus Hamburg, Ahaus (Tobit Nightclubbing), Prag…Dazu erfreuten Tennisturniere, Fußballspiele, Golfen, Ski‑, Radfahren oder Firmenbesichtigungen, Weinproben…
Freilich kamen auch Reisen ins Ausland nicht zu kurz, z.B. nach Island, Malaga, Irland, Italien… Ganz besondere Höhepunkte waren die von Max Liersch ab 1990 organisierten Segeltörns in der jugoslawischen Adria, Korfu, Griechenland, Türkei.
Logisch: Ebenso wechselten die Vorstände, jeder übernahm Ämter. Freilich haben sich die Zeiten geändert: Hatten vor 40 Jahren fast alle hier am Ort Elternhäuser, Plätze, Engagements am Ort…, man war ja schließlich noch recht jung – nun sind alle deutlich älter, wohnen mit ihren Familien und teils verheirateten Kindern und Enkeln im Land verstreut. Fünf Mitglieder sind leider schon verstorben. Trotzdem gibt es noch ein Jahresprogramm mit mindestens 4 Terminen. An einem davon wird es im kommenden Oktober mit dem Flieger nach Bari gehen. Die aktuell neugewählte Vorstandschaft (2024) bilden Carlo Heindel, Eberhard Haag, Gerhard Bahmann sowie Adolf Fischer und alle freuen sich auf die gemeinsamen Treffen. Schön, dass wir den 1. ADV haben!

Der Freundeskreis 1. Allgemeiner Dachlattenverein (ADV) auf Malaga (Archiv Paul Hug)
Dieses war der erste Streich – „Billie vom Sonnenberg“