2007
Wer kam wieder mal in unser Städtle? Richtig, der BM für Wirtschaft und Technologie und damit auch etwas Nachhaltiges von seinem Besuch blieb, pflanzte er auf dem Gelände der Fa. Leitz einen Baum. Von wem ist die Rede? Richtig – Michael Glos sein Name.
(* 14. Dezember 1944 in Brünnau). Er war von 2005 bis 2009 Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und von 1993 bis 2005 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und Erster stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Im Jahr 2011 äußerte er in einem Interview rückblickend, er sei von seiner Berufung zum Wirtschaftsminister im Herbst 2005 überrumpelt worden und für die Aufgabe nicht vorbereitet gewesen: „Ich wusste damals nicht mal, wo dieses Wirtschaftsministerium genau stand. Ich habe sogar in der Nähe gewohnt, aber es hat mich nie interessiert. Ich hatte kaum eine Ahnung davon, was die Aufgaben dieses Ministeriums sind, um was es sich alles zu kümmern hat.
Und auch der Erfinder der Riester-Rente gab sich ein Stell-dich-ein: Walter Riester.
(* 27. September 1943 in Kaufbeuren) ist ein deutscher Politiker der SPD. Er war von 1998 bis 2002 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Riester von 1957 bis 1960 eine Ausbildung zum Fliesenleger. Danach leistete er seinen Wehrdienst bei der Pioniertruppe ab, stellte aber einen Monat vor Ende seiner Dienstzeit einen Antrag auf Kriegs-dienstvrweigerung. Als Fliesenleger war er bis 1969 tätig und legte 1969 die Meisterprüfung ab. Er besuchte danach bis 1970 die Akademie der Arbeit in Frankfurt am Main und war anschließend bis 1977 als Jugendsekretär beim DGB-Landesbezirk Baden-Württemberg tätig. Mit seinem Namen eng verknüpft ist die in seiner Amtszeit geschaffene sogenannte Riester-Rente, eine staatlich bezuschusste private Altersvorsorge, die er gegen den Rat von Wirtschaftswissenschaftler Winfried Schmähl einführte.
Für mich wieder ein Beispiel einer gescheiterten Rentenreform – ob ich noch in meinem Leben den notwendigen großen Wurf, den kompletten Umbau unserer Rentensystem erlebe? – Ich glaube nicht! Außer „länger arbeiten“ fällt der Politik und dem Experten Raffelhüschen nichts wesentlich anderes ein.
2008

Karlheinz Böhm, befreundet mit Dr. Dieter Brucklacher, kam nach Oberkochen (Wikipedia Manfred Werner — Tsui, Save The World Awards 2009 show11 — Karlheinz Böhm, CC BY-SA 3.0)
Eine besondere Persönlichkeit gab sich die Ehre – Karlheinz Böhm. Zwei 80. Geburtstage standen im Mittelpunkt der “Jazz Lights 2008” vom 24. Februar bis 9. März. Der altgediente Swing-Pianist Paul Kuhn eröffnet beim Internationalen Festival in Oberkochen seine Jubiläumstournee, während ein “Special” mit Eva Mattes, Uwe Ochsenknecht, Tango Five und dem German Pops Orchestra dem Gründer und ersten Aktivisten der Hilfsorganisation “Menschen für Menschen”, Karlheinz Böhm, gewidmet ist. Anschließend trugen sich Karlheinz Böhm und seine Frau Almaz ins Goldene Buch der Stadt ein.
(* 16. März 1928 in Darmstadt; † 29. Mai 2014 in Grödig). Er war ein österreichischer Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle in der Sissi-Trilogie als Kaiser Franz Joseph an der Seite von Romy Schneider bekannt wurde. Nach seiner Karriere als Schauspieler gründete er, aufgrund einer Wette bei „Wetten Dass?“ die Stiftung Menschen für Menschen (in Deutschland und der Schweiz) sowie den gleichnamigen Verein in Österreich. Seine Organisation, für die er sich bis ins hohe Alter engagierte, hilft unter dem Motto „Hilfe zur Selbstentwicklung“ notleidenden Menschen in Äthiopien. Er war das einzige Kind des österreichischen Dirigenten Karl Böhm (1894–1981) und der deutschen Sopranistin Thea Linhard-Böhm (1903–1981), wurde 1928 in Darmstadt geboren, wo sein Vater als General-musikdirektor angestellt war. Sein Vater war gebürtiger Grazer, seine Mutter Münchnerin. Seine Kindheit verbrachte er in Darmstadt, Hamburg und ab 1934 in Dresden. Böhm besuchte die Volksschule und die König-Georg-Schule. Ab 1940 war er in einem Internat in Kufstein. 1942 verhalf ihm ein gefälschtes ärztliches Attest zur Ausreise in die Schweiz, wo er das Internat Lyceum Alpinum Zuoz besuchte.
Eine neue Städtepartnerschaft wurde eingegangen, dieses Mal mit der ung. Stadt Mátészalka. Über die Stadt ist nicht viel zu finden, wenig zu erzählen und über Aktionen, außer eines Schüleraus-tausches mit der Dreißentalschule, innerhalb dieser Partnerschaft nicht viel zu berichten.
„The town was the birthplace of actor Tony Curtis’ father, Emanuel Schwartz.“
Um unsere Partnerstädte kümmert sich der „Verein für Städtepartnerschaften“, der am 28. Juni 1984 als 54ter Oberkochener Vereins gegründet wurde. Die damaligen Verantwortlichen waren als
Vorsitzender: Rudolf Heitele, als stellvertretender Vorsitzender: Dr. Hans Brennenstuhl, als Schriftführerin: Suse Bantel und als Schatzmeister: Johannes Feil. Die damalige Mitgliederzahl belief sich auf 122. Das alles geht zurück auf das Jahr 1971, in welchem die Familie Karl-Maria Riede Urlaub im Sportzentrum Bombannes Maubuisson an der Atlantikküste machte und dort die Familie Jean-Pierre Boulanger aus Dives-sur-Mer an der Côte Fleurie in der Normandie kennenlernte. Da Jean-Pierre in Dives als Lehrer am Collège Paul Eluard seine Baguettes verdiente, regte er an, einen Schüleraustausch mit Oberkochen in Erwägung zu ziehen.
2009

Ivo Gönner – der König von Ulm (Wikipedia -stk, 2024 Schwoermontag P1035373 (cropped), CC BY-SA 4.0
)
Ein weit über seine Stadtgrenzen hinaus bekannter OB besuchte uns – Ivo Gönner aus Ulm, der uns als Präsident des BaWü Städtetags besuchte. (* 18. Februar 1952 in Laupheim) ist ein deutscher Kommunalpolitiker (SPD) und war von 1992 bis 2016 Oberbürgermeister von Ulm. Ivo Gönner wurde als Sohn eines Laupheimer Apothekers geboren und wuchs im oberschwäbischen Laupheim auf. Er besuchte das Kolleg St. Blasien im Schwarzwald. Seinen Zivildienst leistete er in Ulm, bevor er sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg aufnahm. 1978 kehrte Gönner nach Ulm zurück, als er Referendar am Landgericht wurde und anschließend bis 1992 als selbständiger Rechtsanwalt arbeitete. Er war ein entschiedener Verfechter des Projektes „Stuttgart-21“. 2016 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde in Ulm verliehen.

Oberkochen bekam nachträglich eines von 1019 Kleinspielfeldern – die Kinder erfreut es heute noch, die Nachbarn weniger (Archiv Müller)
Die nächsten Gäste kamen aus dem Bereich des Fußballs. Auf dem Gelände der Dreißentalschule wurde ein DFB-Minispielfeld gebaut und aus diesem Anlass ließen sich der „MV“ Gerhard Mayer-Vorfelder und Renate Lingor bei uns blicken.
MV (* 3. März 1933 in Mannheim als Gerhard Mayer; † 17. August 2015 in Stuttgart) war ein deutscher Sportfunktionär und Politiker der CDU. Er war von 1980 bis 2001 Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg und von 1980 bis 1991 Kultus- sowie von 1991 bis 1998 Finanzminister des Landes Baden-Württemberg. Von 1975 bis 2000 bekleidete Mayer-Vorfelder das Amt des Präsidenten beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Anschließend fungierte er von 2001 bis 2006 als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Er war der Sohn des badischen Oberregierungsrats Eugen Mayer-Vorfelder und dessen Frau Klara, geb. Probst. Sein Vater erweiterte 1935 den ursprünglich nur „Mayer“ lautenden Nachnamen um den Geburtsnamen der Großmutter väterlicherseits hin zu „Mayer-Vorfelder“, um eine Verwechslung mit gleichnamigen Familien im Ort auszuschließen.
Renate Lingor (* 11. Oktober 1975 in Karlsruhe) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin. Sie spielte von 1991 bis 2008 für den SC Klinge Seckach und den 1. FFC Frankfurt in der Bundesliga und von 1995 bis 2008 für die Nationalmannschaft. 2006 belegte Lingor hinter der Brasilanerin Marta und der Brasilianerin Marta und der US-Amerikanerin Kristine Lilly den dritten Platz bei der Wahl zur FIFA-Weltfußballerin des Jahres. Sie bestritt 149 Länderspiele.
DFB-Minispielfeld. Von Flensburg bis Freiburg, von Berlin bis Bocholt sind 1.019 Mini-Spielfelder über das ganze Land verteilt. Eine einmalige Infrastruktur für Kinder und Jugendliche, denn die Standorte wurden so gewählt, dass sie möglichst gleichmäßig innerhalb der Landesverbände und auf lokaler Kreisebene flächendeckend verteilt sind.
Auch die katholische Kirche hatte in diesem Jahr ein High-Light. Der Bischof Gebhart Fürst kam, um eine Firmung durchzuführen. (* 2. Dezember 1948 in Bietigheim).Er ist Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er begann 1969 sein Studium nach dem Abitur, das er am Mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium Bietigheim ablegte, mit der griechischen und hebräischen Sprache am Collegium Ambrosianum in Stuttgart. Er setzte es fort mit dem Fach Katholische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen (1970) und an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien (1971 bis 1972). 1975 legte er die Theologische Hauptprüfung (Erste Dienstprüfung) ab; im gleichen Jahr trat er in das Priesterseminar der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Rottenburg am Neckar ein.
Und noch ein Besuch aus der Welt des Fußballs – die Weißweiler-Elf aus Mönchengladbach war wegen eines Benefizspiels zu Gast: „Die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach vereint die Spieler von 4 Jahrzehnten erfolgreicher Bundesligazeiten in einem Team. Zahlreiche Titel wurden seit Gründung der Weisweiler Elf im Jahre 1991 schon gewonnen. Aufgrund der vielen Erfolge und der Attraktivität des mit vielen ehemaligen Nationalspielern besetzten Teams ist die Weisweiler Elf zu einer der erfolgreichsten und beliebtesten Traditionsmannschaften in Deutschland geworden. Hennes Weisweiler wurde am 05.12.1919 geboren und verstarb am 05.07.1983. Mit seinen Vereinen Borussia Mönchengladbach, FC Barcelona, 1.FC Köln, Cosmos New York und Grashoppers Zürich wurde er 6 x Liga-Meister, 3 x Pokalsieger und 1 x UEFA-Cup Gewinner.
Hennes Weisweiler wurde am 05.12.1919 geboren und verstarb am 05.07.1983. Mit seinen Vereinen Borussia Mönchengladbach, FC Barcelona, 1.FC Köln, Cosmos New York und Grashoppers Zürich wurde er 6 x Liga-Meister, 3 x Pokalsieger und 1 x UEFA-Cup Gewinner.“
Letzter Besucher in diesem Jahr war der damalige BM für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Sigmar Hartmut Gabriel. (* 12. September 1959 in Goslar). Er ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SPD) und heutiger Berater und Publizist. Er war von November 2009 bis März 2017 Bundesvorsitzender der SPD und von Dezember 2013 bis März 2018 Vizekanzler. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Atlantik-Brücke. Gabriel wurde als zweites Kind des Beamten Walter Gabriel (1921–2012) und der Krankenschwester Antonie Gabriel (1922–2014)[1] in Goslar geboren. Die Eltern trennten sich, als er drei Jahre alt war. Gabriels ältere Schwester Gudrun Sabine blieb bei der Mutter, er selbst wuchs gegen seinen Willen in den ersten zehn Lebensjahren bei seinem Vater und seiner Großmutter Lina Gabriel in einer Wohnsiedlung in Goslar-Jürgenohl auf. 1969 erhielt seine Mutter nach mehrjährigen juristischen Auseinander-setzungen das alleinige Sorgerecht, und Gabriel zog zu ihr. Ende der 1970er Jahre erfuhr Gabriel, dass sein Vater (Kommunalbeamter im mittleren Dienst bei der Verwaltung des Kreises Stormarn) auch in der Nachkriegszeit überzeugter Nationalsozialist geblieben war. Gabriel brach daraufhin den Kontakt zu seinem Vater völlig ab. Erst 25 Jahre später unternahm Sigmar Gabriel einen Versuch, die gemeinsame Vergangenheit mit seinem Vater aufzuarbeiten.
2010
Ein Besuch in diesem Jahr wurde von Teilen der Bevölkerung nicht gut aufgenommen, sprich „nicht jeder besondere Besuch gehört ins Goldene Buch“. Wer war Stein des Anstoßes? Keine geringere als Kathie Stam aus Indiana, die „Miss German-America – Königin der Steubenparade“.
Dazu möchte ich aus persönlicher Erfahrung einiges ergänzen:
„Das ist nicht irgendeine Miss aus irgendwelchen Spelunken. Sie wird seit 1957 jedes Jahr gewählt und hatte über Jahrzehnte (bis 2015), neben ihren lokalen US-Aufgaben während der Steuben-Parade, die Aufgabe als ein sog. „Goodwill-Botschafter Deutschland und Österreich zu besuchen“. Sie traf Bürgermeister, pol. Repräsentanten, Germana Clubs und soziale Einrichtungen, um über die „Steuben-Parade“ zu informieren und einzuladen. Die German-American Steuben Parade ist ein traditions-reicher Umzug, der jedes Jahr am dritten Samstag im September auf der Fifth Avenue in New York City stattfindet. Die Parade ist eines der größten Ereignisse im deutsch-amerikanischen Festkalender. Sie wurde 1957 von deutschstämmigen Amerikanern gegründet. Diese wollten die Traditionen ihrer Heimat aufrechterhalten. Die Deutschamerikaner sind bis heute eine der größten Einwanderergruppen in den USA. Etwa 15 Prozent aller US-Amerikaner sind deutscher Herkunft oder Abstammung. Allein in New York City leben etwa 500.000 Deutschstämmige. Die Steuben Parade ist eine der größten Festparaden an der Ostküste der Vereinigten Staaten, sie wird jährlich von mehreren tausend Menschen besucht. Die erste Steubenparade wurde 1957 in der Nachbarschaft Ridgewood im New Yorker Stadtteil Queens abgehalten. Dort lebten damals die meisten Deutschamerikaner der Stadt. Da sich über die Jahre immer mehr Teilnehmer anmeldeten, wurde die Parade auf die Fifth Avenue in Manhattan verlegt, wo sie heute von der 64. aufwärts zur 86. Straße zieht. Die 86. Straße ist für die Deutschamerikaner wiederum von besonderer Bedeutung. Hier, in der Nachbarschaft Yorkville, war bis in die 1970er das deutschamerikanische Zentrum New Yorks. Die 86. Straße selbst trug den inoffiziellen Beinamen „Sauerkraut Boulevard“ und beherbergte deutsche Restaurants, Vereinshäuser, Bäckereien und Metzgereien.
Ich selbst durfte 1976, anlässlich des 200jährigen Jubiläums der USA, als Besatzungsmitglied des Zerstörers „Mölders“ an der Parade teilnehmen. Wir waren als offizielle Delegation der Bundesrepublik das erste Marineschiff, das den Hafen New York anlief. Bei vielen persönlichen Gesprächen und Besuchen bei den Deutsch-Amalrikanern, war deutlich zu vernehmen, wie wichtig diese Parade (auch heute noch) ist. Viele von uns wurden nach dem Einlaufen in den Hafen von wildfremden Menschen, die an der Pier auf uns warteten, über das Wochenende in ihre Häuser eingeladen und rund um die 86th Straße brauchten wir als deutsche Mariner an diesem Wochenende kein Geld – Gastfreundschaft ist eine Besonderheit in der US-Gesellschaft, die seines Gleichen sucht. Also, das ist schon in Ordnung, wenn sie sich in unserem Goldenen Buch eingetragen hat.
Und was sagte Donald Trump 2002 zur Steubenparade: „Die Steuben-Parade ist die einzige Parade New Yorks, bei der die Straßen anschließend sauberer sind als vorher.“
2013
Der Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich war zu Gast. (* 10. März 1957 in Naila.) Er ist ein deutscher Politiker (CSU) und war von 2011 bis 2013 Bundesminister des Innern und ab 17. Dezember 2013 Chef des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Am 14. Februar 2014 trat Friedrich wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat im Zusammenhang mit dem Kinderpornoskandal um den indischstämmigen SPD-Politiker Sebastian Edathiparambil von seinen Ämtern zurück. Von 2017 bis 2021 war er Vizepräsident des Deutschen Bundestages.
Und dann, am Bahntag (25. Feb) kam der Bahnchef Dr. Rüdiger Grube zu uns, um u.a. unseren „Schorsch vom Kies“, den ehemaligen MdB Georg Brunnhuber zum Ehrenbahnhofsvorstand zu ernennen. Ebenso lobte er das Engagement von Frank Rank, der aus einem hässlichen Entlein (dem alten Bahnhof) ein Schmuckstück gemacht hat.
(* 2. August 1951 in Hamburg) ist ein deutscher Wirtschaftsmanager und Lobbyist. Von Mai 2009 bis Januar 2017 war er Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG. Bis August 2016 war er auch Vorstandsvorsitzender der (inzwischen aufgelösten) DB Mobility Logistics AG. Er ist Mitglied in Aufsichtsräten, Kuratorien, Stiftungsvorständen und Geschäftsführender Gesellschafter der Rüdiger Grube International Business Leadership GmbH. Grubes Eltern waren Obstbauern in Moorburg, sie bewirtschafteten einen Bauernhof. Sie ließen sich scheiden, als Grube fünf Jahre alt war. Nach eigenen Angaben haben seine Mutter, sein Bruder und er den elterlichen Hof anschließend alleine bewirtschaftet. Nach Besuch der Hauptschule machte Grube – gegen den Willen seiner Mutter und trotz schlechter Noten – einen Realschulabschluss. Für den Wechsel auf die Realschule wiederholte er die neunte Klasse. Danach machte er 1970 eine gewerblich-technische Ausbildung zum Metallflugzeugbauer bei dem zu Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) gehörenden Hamburger Flugzeugbau.
2015
Anlässlich des 70ten Todestages von Eugen Bolz kam der scheidende Landtagspräsident Guido Wolf, Es wurde eine Gedenktafel enthüllt. Damit ehre man den Staatsmann Bolz, der als Reichstags-abgeordneter den Wahlkreis Aalen, Neresheim, Ellwangen und Gaildorf vertreten hat. Er skizzierte das Leben und Wirken von Eugen Bolz.
(* 28. September 1961 in Weingarten, Landkreis Ravensburg). Er ist ein deutscher Jurist und Politiker der CDU. Er war von 2015 bis 2016 Landtagsfraktionsvorsitzender der CDU Baden-Württemberg und somit Oppositionsführer. Wolf wuchs in Weingarten auf und besuchte dort die Grundschule. Er bestand das Abitur am Spohn-Gymnasium in Ravensburg. Anschließend studierte er Rechtswissen-schaft an der Universität Konstanz.
2016
Anlässlich er Einweihung des Windparks Oberkochen gaben sich BaWÜ-Umweltminister Franz Untersteller und Tübingens OB Boris Erasmus Palmer die Ehre. Die vier Windanlagen sollen künftig jährlich 23,4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und rund 6000 Vierpersonenhaushalte mit Strom versorgen. Es war viel von Wind und Windrädern die Rede, doch vor lauter Schneetreiben war kein einziges Windrad zu sehen. So fand die Einweihung im Rathaus statt, wo es trocken und warm war (und es in der Regel überwiegend nicht stürmt). So haben wir zwar nun Windkraft, aber die Bürger Oberkochens haben nichts davon – zukünftige Energiepolitik sollte anders aussehen.
Untersteller: (* 4. April 1957 in Ensheim bei Saarbrücken) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Von 2006 bis 2021 war er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg. Er war von 2011 bis 2021 Landesminister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft von Baden-Württemberg. Untersteller verbrachte seine ersten zwanzig Lebensjahre im Saarland. Nach Abschluss seines Landschaftsarchitekturstudiums an der FH Nürtingen und einem längeren Studienaufenthalt in Kolumbien war er zunächst als Mitarbeiter des Öko-Instituts in Freiburg tätig.

Boris Palmer – ein toller OB in Tübingen, der es aber nicht sein lassen konnte, ordentlich anzuecken (Wikipedia Superbass, 2020–02-17-Boris Palmer-hart aber fair-8374, CC BY-SA 4.0
)
Palmer: (* 28. Mai 1972 in Waiblingen) ist ein deutscher Politiker, dessen Mitgliedschaft bei Bündnis 90/Die Grünen bis Ende 2023 ruht und dann doch endete. Seit 2007 ist er Oberbürgermeister der Stadt Tübingen. Er wuchs als Sohn des Obstbauern Helmut Palmer in Geradstetten auf. Sein Vater erlangte als „Remstal-Rebell“ überregionale Bekanntheit, da er bei mehr als 250 Bürgermeisterwahlen in Baden-Württemberg als parteiloser Kandidat antrat. Palmer begleitete seinen Vater schon als Kind oft bei dessen Wahlkämpfen. Er ist ein Cousin des CDU-Politikers Christoph Palmer, der früher Landtagsabgeordneter, Staatsminister, Vertrauter des Ministerpräsidenten Erwin Teufel und Kreisvorsitzender der Stuttgarter CDU war. Palmer wurde als hochbegabt eingestuft und bestand sein Abitur an der Freien Waldorfschule Engelberg im Juni 1992 mit der Gesamtnote 1,0. Nach seinem Zivildienst beim DRK studierte er von 1993 bis 2000 Geschichte und Mathematik für das Lehramt an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und war 1997 für ein Auslandssemester in Sydney. Dieses Studium schloss er mit dem Ersten Staatsexamen ab.
Beim Neujahrsempfang in Oberkochen, im Januar 2023, hielt er eine launige Rede, die beim Publikum bestens ankam. Ein paar Monate später, kam es bei einem öffentlichen Vortrag in Frankfurt zu einem Eklat, der ihm massiv schadete. Inzwischen hat er die GRÜNEN verlassen.
Im Januar reiste der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Ludwig Albert Oppermann zu einem Besuch bei der Fa. Leitz an. Es war halt mal wieder Wahlkampf, da reisen Politiker gerne und die örtlichen politischen Vereine, sorgen für das Rahmenprogramm – bevor es, husch husch, weitergeht.
(* 27. April 1954 in Freckenhorst; † 25. Oktober 2020 in Göttingen). Er war ein deutscher SPD-Politiker und Jurist. Vom 24. Oktober 2017 bis zu seinem Tod war er Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Oppermann wurde 1954 als Sohn eines Molkereimeisters geboren. Er besuchte die Goetheschule Einbeck, an der er 1975 das Abitur ablegte. Anschließend studierte er ohne Abschluss Germanistik und Anglistik an der Universität Tübingen. Er verweigerte den Kriegsdienst und war von 1976 bis 1978 als freiwilliger Helfer bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in den USA tätig.
2017

Leni Breymaier mit einem besonderen Bezug zu Oberkochen (Wikipedia
Wieder mal ein Wahljahr und es kam die SPD-Kandidatin Leni Breymaier. Im Gegensatz zu vielen anderen, die einfach nur unterschrieben, hinterließ sie etwas Persönliches: „Rathaus Oberkochen. Hier habe ich vor 25 Jahren (also 1992) geheiratet. Ehe hält (Herzchen). Danke für den netten Empfang“. Jetzt stellt sich die Leserschaft vielleicht die Frage: Warum in Oberkochen? Ganz oifach, ihr Ehemann ist der Oberkochner Hans-Ulrich Weidmann, früher wohnhaft im Gerhard-Hauptmann-Weg 9.
(* 26. April 1960 in Ulm; bis 2017 amtlich Magdalena Breymaier ist eine deutsche Politikerin der SPD, Gewerkschafterin und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie absolvierte von 1976 bis 1982 eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau und qualifizierte sich zur Substitutin. Sie gehörte zunächst der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft an und war für diese ab 1982 als Gewerkschafts- sekretärin hauptamtlich tätig. Von 2002 bis 2007 war sie stellvertretende Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes und von 2007 bis November 2016 Landesbezirksleiterin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft in Baden-Württemberg.
Abschließend bleibt zu sagen. Ein Goldenes Buch ist ein in Gemeinden, Städten und Landkreisen verwendetes Buch, in dem sich Ehrengäste während eines Besuchs eintragen dürfen. Die Bezeichnung ist sinnbildlich, aber auch wörtlich in Bezug auf den Goldschnitt der Seiten und Vergoldungen am Einband zu verstehen.
Oftmals sind die Bücher schwere, in Leder gebundene Folianten. Die Einträge der Gäste werden von Kalligraphen vorgestaltet, indem diese Namen des Gastes, Datum und Umstand des Besuchs auf ein Vorblatt schreiben.
Wenn ich mir also die obige Beschreibung anschaue und mir die drei vorliegenden Bücher anschaue – das ist noch reichlich Luft nach oben. Als zeitweise äußerst wohlhabende Gemeinde sollten wir uns etwas edlere Goldene Bücher leisten können, auch wenn die Zahl der Einträge im Vergleich zu früheren Jahren, aus verschiedenen Gründen, nachgelassen hat. Möglicherweise wird es zukünftig auch eine Art „Loseblatt-Sammlung“ geben. Es bleibt aber anzumerken, dass die Qualität und die Anzahl der Einträge nachließen: Zum einen, weil es weniger Menschen wie Diedrich Bantel und Kuno Gold gibt, die noch in schönen Kalligraph-Schriften schreiben konnten und zum anderen, weil den Besuchern schlicht und einfach, außer der Unterschrift, nichts Besonderes einfiel.
Wilfried „Billie Wichai“ Müller — Billie vom Sonnenberg