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	<title>S.Mueller.HVO | Heimatverein Oberkochen</title>
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	<description>Website des Heimatverein Oberkochen e.V.</description>
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	<title>S.Mueller.HVO | Heimatverein Oberkochen</title>
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		<title>Bericht 833: Unsere Wirtshäuser in Oberkochen Teil 12 – Vereinsheime</title>
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		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 22:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Gasthäuser, Mühlen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Abschnitt der „Vereinsheime“</strong></span></p>
<p><span style="color: #0000ff;">Grundlegendes zum Thema „Verein“.</span> Der&nbsp;Verein&nbsp;(etymologisch&nbsp;aus&nbsp;vereinen&nbsp;‚eins werden‘ und etwas ‚zusammenbringen‘) oder&nbsp;Klub&nbsp;bezeichnet eine freiwillige und auf Dauer angelegte Vereinigung von&nbsp;natürlichen&nbsp;und/oder&nbsp;juristischen Personen&nbsp;zur Verfolgung eines bestimmten Zwecks, die in ihrem Bestand vom Wechsel ihrer Mitglieder unabhängig ist. (Soweit die Definition). Eine Gruppierung nach Müller-Jentsch sieht wie folgt aus:</p>
<ul>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tradition" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #0000ff;">Traditionsvereine</span></a> (Bürger‑, Heimat- und Schützenvereine),</li>
<li>Sportvereine,</li>
<li>Hobbyvereine (Kleingärtner- und Tierzüchtervereine, Kegelklubs, Philatelistenvereine etc.),</li>
<li>Musische Vereine (Musik, Gesang, Tanz, Theaterspiel etc.),</li>
<li>Kulturvereine (literarische Gesellschaften, Kunstvereine und Geschichtswerkstätten),</li>
<li>Weltanschauungsvereine,</li>
<li>Umwelt- und Naturschutzvereine,</li>
<li>Selbsthilfevereine (Alkoholismus, Arbeitslosigkeit und spezifische Krankheiten),</li>
<li>karitative und humanitäre (Fremdhilfe-)Vereine,</li>
<li>Förder–&nbsp;und Trägervereine (für Jugendstätten, Kindergärten, Bürgerhäuser etc.)</li>
</ul>
<p>Der älteste bekannte Klub wird 1413 erwähnt und war in London für die Gemeinschaftsaufgaben „wohltätiger Zwecke“ von frommen Tempelherren ins Leben gerufen worden. Der Name dieser Bruderschaft lautete<em> „La Court de Bonne Compagnie“.</em></p>
<p><span style="color: #0000ff;">Allgemeines zum Thema:</span> „Treffen sich drei Deutsche, gründen sie einen Verein.” Das ist ein alter Witz mit einem Körnchen Wahrheit. Na gut, tatsächlich braucht es sieben Leute, um offiziell einen Verein zu gründen. Doch obwohl es im Land rund 600.000 Verbände gibt, ist die Dichte solcher Organisationen in Deutschland nicht unbedingt eine höhere als in anderen europäischen Ländern. Spitzenreiter in dieser Disziplin sind die Skandinavier und die Niederländer.</p>
<p>Deutschlands größter Verein ist der ADAC (“Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.”) mit mehr als 20 Millionen Mitgliedern. Europas größter Hackerverein ist auch in Deutschland ansässig: Der “Chaos Computer Club e.V.” wurde 1981 in West-Berlin gegründet. Also, auf geht’s, wer mal eine „Leitende oder auch leidende Funktion“ bekleiden will, ist in einem Vorstand eines Vereins bestens aufgehoben – will aber heute kaum noch jemand machen. Zum einen steht bei einigen Jobs im Vorstand die „Haftung“ im Raum und zum anderen sehen wir in der Gesellschaft eine individuelle Vereinzelung. Diese wird auch durch die sozialen Medien gefördert. Dazu kommen der Generationenwechsel einhergehend mit einer Bindungsunwilligkeit und einer persönlichen Unverbindlichkeit. Mann und Frau bringen sich lieber in Projekten ein. Dazu kommen noch die Auswirkungen durch Covid 19, die den einen und anderen Verein ins Koma fallen ließ. Manche Vereine kämpfen ums Überleben, andere werden fusionieren müssen und einige werden das „Licht ausmachen“.</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Schützenhaus</span></strong></p>
<p><strong>Am 09. Dezember 1955</strong> wurde die Schützengilde Oberkochen im Gasthof „Pflug“ durch 34 Oberkochener Bürger unter der Patenschaft der Schützengesellschaft Königsbronn gegründet. Doch eigentlich war es keine Neugründung, vielmehr ein Wiederbeginn, da nachweislich seit 1925 im „Kessel“ durch Mitglieder einer Unterabteilung des Kriegervereins mit Wehrmannbüchsen und später KK-Karabinern der Schießsport ausgeübt wurde.</p>
<p><strong>1956</strong> Die Grundstückbesitzer Realgenossenschaft und J.A. Bäuerle gaben ihre Zustimmung und so wurde mit dem Bau der Schießanlage begonnen, denn eine Schießanlage im Wirtshaus „Hirsch“ war zwar ein hübsches Intermezzo, aber nicht tragfähig. Die ehemalige Schießanlage wurde nach dem II. Weltkrieg, von den Amerikanern veranlasst, demontiert. Kriegsverursacher und ‑verlierer und eine Schießanlage – ging gar nicht. Als Basis konnten die Reste aber durchaus verwendet werden. Der erste Schützenkönig war Alfred Haase.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_1 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25698" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25698" class="wp-image-25698 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-1-Schuetzenhaus.jpg" alt width="1200" height="801"><p id="caption-attachment-25698" class="wp-caption-text">Schützenhaus (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_2 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>1957</strong> wurde mit dem Bau des Schützenhauses begonnen. Das Gebäude hatte einen Grundriss von 12,5 x 5,8 Meter und beherbergte im EG einen Aufenthaltsraum, der für eine spätere Bewirtschaftung von 30 Gästen vorgesehen war. Der Schießraum hatte eine Größe von 12 x 4,5 Meter, aus dem heraus auf 10 Meter Entfernung auf 12 Scheibengeschossen werden konnte. Am 28. und 29. Juni wurde das neue Heim eröffnet. Das Festbankett wurde im „Hirsch“ abgehalten und anschließend bis 6. Juli geschossen. Am 7. Juli fand die Siegerehrung statt und erstmals wurde eine Schützenkette verliehen. Die Firmen Carl Zeiss, Wilhelm Grupp und Gebr. Leitz unterstützten den Bau großzügig.</p>
<p><strong>Am 20. Januar 1958</strong> wurde die Schankerlaubnis erteilt.</p>
<p><strong>1980</strong>, zum 25jährigen Jubiläum, waren noch die gelisteten Gründungsmitglieder unter uns: G<em>erhard Balle, Josef Bairle, Alfred Edel, Anton Gutheiß, Fritz Hochreuther, Franz Müller, Hans Minder, Hans Nagel, Gustav Kohn, Franz Schilling und Hans Veith.</em></p>
<p><strong>1987</strong> wurde die Anlage grundlegend verändert und ausgebaut. Der Gastronomiebereich wurde so ausgebaut, dass auch private Feste und Feiern bis zu 100 Personen durchgeführt werden können.</p>
<p><strong>Heute</strong> stehen 16 Stände für 10 Meter-Disziplinen zur Verfügung, davon 10 vollelektronische Wettkampfstände, 2 SCATT-Trainingsstände und 4 herkömmliche Seilzuganlagen, wovon zwei für das Armbrustschießen genutzt werden können. Fünf Stände für die Pistolenwettbewerbe 25m und weitere fünf Stände für Gewehr- und Vorderlader-Disziplinen 50m ergänzen das sportliche Angebot.</p>
<p><strong>Billies Erinnerungen.</strong> Als Kind durfte ich am Sonntagmorgen ab und zu mit zum Frühschoppen ins Schützenhaus. Bis heute erinnere ich mich gerne an die Schützenfeste mit Schieß- und sonstigen Buden sowie Musik bei buntem Lampionschein von Bruno Dietz und seiner Kapelle – unvergessen bei Nacht der Song „Sail along silvery Mooon“ von Billy Vaughn; das Ganze garniert mit Bratwürsten und Brätchen vom Rost. Im Einwohnermeldebuch finden wir Willi Glaser als früheren Bewirtschafter des Schützenhauses. <span style="color: #0000ff;">Spezielle enthüllende Details sind im <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-481-sensationelle-enthuellungen-zum-jubilaeum-der-schuetzengilde/">Bericht 481</a> zu finden.</span></p>
<p><strong>Wie heißt es auf deren Website:</strong> Verbinden Sie Ihre Festlichkeiten mit dem Schießsport oder lassen Sie sich einfach nur von uns verwöhnen. Entspannen Sie sich in freundlicher Atmosphäre und genießen Sie unser umfassendes Getränke- und Speisenangebot von einem kaltem oder warmem Vesper. Öffnungzeiten: Mittwoch 16–22 Uhr / Freitag 19–24 Uhr / Sonntag 10–13 Uhr. Legendär seien die sonntäglichen&nbsp;Frühschoppen, ab ca. 10:30 Uhr, am Baumstumpf-Stammtisch&nbsp;vor dem Vereinsheim.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_3 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25699" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25699" class="wp-image-25699 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-2-Schuetzen-1960.jpg" alt width="1200" height="876"><p id="caption-attachment-25699" class="wp-caption-text">Die Schützen konnten schon immer gut feiern vlnr: Fischer, Schilling, Edel, Glosker, Lange (Archiv Schützengilde)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Bisherige Vorstände, im Verein „Oberschützenmeister“ genannt</span></strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_5 table-template  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>
</p><table id="tablepress-26" class="tablepress tablepress-id-26">
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-1">
	<td class="column-1">1955 — 1956</td><td class="column-2">Hans Hirning</td>
</tr>
<tr class="row-2">
	<td class="column-1">1956 — 1959</td><td class="column-2">Alfred Haese</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">1959 — 1960</td><td class="column-2">Robert Barth</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">1960 — 1964</td><td class="column-2">Gustav Kohn</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">1964 — 1970</td><td class="column-2">Otto Wagner</td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1">1970 — 1974</td><td class="column-2">Gustav Kohn</td>
</tr>
<tr class="row-7">
	<td class="column-1">1974 — 1976</td><td class="column-2">Alfred Breitweg</td>
</tr>
<tr class="row-8">
	<td class="column-1">1976 — 1977</td><td class="column-2">Otto Wagner</td>
</tr>
<tr class="row-9">
	<td class="column-1">1977 — 2001</td><td class="column-2">Hans-Günter Arndt</td>
</tr>
<tr class="row-10">
	<td class="column-1">2001 — 2007</td><td class="column-2">Michael Gold</td>
</tr>
<tr class="row-11">
	<td class="column-1">2007 — 2012</td><td class="column-2">Hans-Uwe Vogel</td>
</tr>
<tr class="row-12">
	<td class="column-1">2012 — 2016</td><td class="column-2">Rudolf Schäffler</td>
</tr>
<tr class="row-13">
	<td class="column-1">2016 — 2022</td><td class="column-2">Karl Kehrle</td>
</tr>
<tr class="row-14">
	<td class="column-1">2022 -</td><td class="column-2">Henning Preßer</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Holza-Hans (heute Skihütte)</strong></span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25700" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25700" class="wp-image-25700 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-3-HolzaHans-Huette-1967.jpg" alt width="1200" height="884"><p id="caption-attachment-25700" class="wp-caption-text">Ein Kleinod auf dem Hausberg „dr Holzahans 1967“ (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nach dem II. Weltkrieg begann überall ein neues Leben und das Wandern am Wochenende lebte langsam wieder auf. Die Wanderer bemängelten zunehmend, dass im Bereich Volkmarsberg keine Hütte zum Einkehren zu finden sei, denn der Hausberg war bis 1960 von der US-Army besetzt. Am 25. Mai 1956 schrieb die Gemeinde „einen Ausschank auf dem Volkmarsberg“ öffentlich aus. Es gab dann drei Bewerber:</p>
<ul>
<li>Horst Herrling aus der Aalener Straße 47</li>
<li>Karl Elmer aus der Dreißentalstraße 34</li>
<li>Hans Holz aus der Heidenheimer Straße 72</li>
</ul>
<p>Am 1. Juni 1956 wurde der Beschluss gefasst, das Alleinverkaufsrecht (für ein Jahr befristet) bis zum 31. März 1957 an Hans Holz für 250 DM zu verpachten. Da die Amerikaner zu dieser Zeit nicht bereit waren, den Berg freizugeben, wurde der Standort der heutigen Skihütte ausgewählt. Und so legte Hans aus dem Kies los und erschuf mit Hilfe vieler Familienangehörigen ein Kleinod, dass 19 Jahre lang seine Bergschenke war. Am 14. Juni 1975 kündigte Hans den Pachtvertrag zum 31. Juli 1975, weil er die Anforderungen des Landratsamtes nicht erfüllen wollte und konnte. Finanziell war das für ihn nicht zu schaffen. Kurz zuvor hatte ihm das Landratsamt am 26. Mai u.a. folgende Forderungen aufgelistet:</p>
<ul>
<li>Hygienisch einwandfreie Trink- und Brauchwasserversorgung</li>
<li>Renovierung der Küche</li>
<li>Schmutzwasserausguss und Handwaschgelegenheit in der Küche</li>
<li>Die Wurstschnittmaschine ist täglich auseinanderzunehmen und zu reinigen</li>
<li>Gläserspülbecken mit Unterwasserspülhahn und Ablaufrohr</li>
<li>Wände im Getränkekeller zu verputzen und auszukalken</li>
<li>Der Fußboden im Getränkekeller ist wasserundurchlässig und trittsicher zu gestalten</li>
<li>Im Schankraum ist ein Auszug aus dem Jugendschutzgesetz aufzuhängen</li>
</ul>
<p>Außerdem wurden die Abortanlagen und die Abwasserbeseitigung sowie fehlende Speisekarten bemängelt. Zudem wurde ein Bußgeld bis zu 10.000 DM bei Nichterfüllung angedroht.<br>Im Jahr 1975 wurde die „Bergschenke Holza-Hans“ von der Ski-Abteilung des TVO übernommen und im Jahr 1977 ging sie als Geschenk der „Bürger- und Engelbräu AG Memmingen“ in den Besitz des Vereins über. Es wurde anschließend renoviert, da aber nicht alle Auflagen des Landratsamtes erfüllt werden konnten, erfolgte 1982 der Abriss und der anschließende Neubau innerhalb von 7 Monaten. Hier hat sich Horst „Eiche“ Eichentopf große Verdienste erworben und wenn heutzutage über Vereinsengagement gesprochen wird, fällt immer noch sehr schnell der Name „Eiche“. Heute wird die Hütte an jedem Sonntag von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern bewirtschaftet. Außerdem kann die Skihütte auch für Veranstaltungen, wie z.B. Geburtstage, Hochzeiten, Kommunion, Konfirmation, Jubiläen, usw. jederzeit gebucht werden. Große Anziehungskraft hat auch bisher das jährliche Oktoberfest. <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-172-vom-holzahans-zur-skihuette/">Mehr zur Hütte vom „Holza-Hans“ im Bericht 172.</a></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_9 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25701" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25701" class="wp-image-25701 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-4-neue-Skihuette.jpg" alt width="1200" height="753"><p id="caption-attachment-25701" class="wp-caption-text">Ein Kraftakt – Bald ist die neue Skihütte fertig (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vereinsheim des Tennisclubs.</strong></span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25702" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25702" class="wp-image-25702 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-5-neues-Tennis-Clubhaus.jpg" alt width="1200" height="601"><p id="caption-attachment-25702" class="wp-caption-text">Das neue schmucke Tennis-Clubhaus – eine bemerkenswerte Vereinsleistung (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_12 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Verein wurde am 5. Juni 1968 im Gasthof „Pflug“ gegründet. Und so war die erste Frage: „Wo soll die Tennisanlage entstehen?“ Bürgermeister Bosch schlug (vermutlich im Spaß) vor – Auf dem Volkmarsberg. Letztendlich ging es dort hin, wo schon beim Bau des Stadions Tennisplätze konzipiert wurden und sie sich heute noch befinden. Nachdem die ersten Plätze zur Verfügung standen, ging es mit der Mitgliederzahl steil nach oben. Mancher erinnert sich vielleicht noch an das erste Heim – einen Schäferkarren. Es folgte der Bau einer Holzbaracke, die mehrmals umgebaut und schließlich zum heutigen schmucken Vereinsheim erweitert wurde. Das erste Vereinsheim, das man auch so nennte konnte, wurde im Juli 1974 eröffnet. Im Frühjahr 2006 wurde dann ein neues richtig schönes Clubhaus eingeweiht. <span style="color: #0000ff;">Mehr dazu gibt es in den beiden Jubiläumsheften zum 25sten und zum 50sten.</span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_13 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25703" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25703" class="wp-image-25703 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-6-Elisabeth-und-Reinhold-Bystron.jpg" alt width="1200" height="811"><p id="caption-attachment-25703" class="wp-caption-text">Elisabeth und Reinhold Bystron, in deren früherer Wohnung ich mein neues Zuhause gefunden habe (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Bewirtung im Heim im Laufe der Jahre</strong></p>
<ul>
<li>1974 — 1980 Ehepaar Ilse &amp; Erich Nagel</li>
<li>1980 – 1987 Grüne Wirte</li>
<li>1988 – 1992 Ehepaar Elisabeth &amp; Reinhold Bystron</li>
<li>1993 – 1997 Ehepaar Ruscha &amp; Rajko Babic</li>
<li>1998 – 1999 Ehepaar Elisabeth &amp; Reinhold Bystron</li>
<li>2000&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Ehepaar Schneider</li>
<li>2001 – 2007 Ehepaar Ruscha &amp; Rajko Babic</li>
<li>2008 – 2009 Ehepaar Andrea &amp; Luigi Leopardi</li>
<li>2010 – 2011 Ehepaar Tanja &amp; Rudolf Gombold</li>
<li>2012 – 2014 Domenico Massaro mit Partnerin Antonia</li>
<li>Ab 2015&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Bewirtungsteam</li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Vorstände im Laufe der Zeit waren bzw. sind:</strong></span></p>
<ul>
<li>1968 – 1973 Eberhard Rossow</li>
<li>1973 – 1977 Otto Bäuerle</li>
<li>1977 – 1978 Karl-Heinz Vogel</li>
<li>1978 – 1982 Otto Bäuerle</li>
<li>1982 – 1986 Christian Meyer</li>
<li>1986 – 1988 Karsten Schmidt-Illmer</li>
<li>1988 – 1990 Otto Bäuerle</li>
<li>1990&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Eberhard Rossow</li>
<li>1990 – 1992 Siegfried Zoller</li>
<li>1992 – 2002 Alois Bernlöhr</li>
<li>Ab 2002&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Rudolf Koller</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Volkmarsberghütte SAV</strong></span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_16 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25704" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25704" class="wp-image-25704 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-7-erste-Volkmarsberghuette-und-Turm.jpg" alt width="1200" height="1597"><p id="caption-attachment-25704" class="wp-caption-text">Die erste Hütte vor dem neu erbauten Turm im Jahr 1930 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_17 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der erste Hüttenbau wurde am 16. Februar 1924 beschlossen. Die Einweihung konnte dann am 3. Oktober 1924 mit VIP’s, Sängerbund und Musikkapelle sowie Vorführungen des TVO gefeiert werden. In dieser Zeit war die Finanzierung schwierig, aber durch Unterstützung von Gemeinde, Forstverwaltung, Handwerker und Mitgliedern, allen voran Fritz Leitz, gelang das Vorhaben. Die Hütte war aber nicht bewirtschaftet. Am 27. Juni 1925 erhielt Emil Kopp vom <strong>Oberamt Aalen</strong> die Wirtschaftserlaubnis zum Ausschank von Bier, Wein und Branntwein in einem Raum auszuschenken. <strong>Genehmigte Öffnungszeiten:</strong> <em>1. Mai bis 30. September von morgens um 8 Uhr bis abends um 6 Uhr / vom 1. Oktober bis 30. April vom morgens um 10 Uhr bis abends um 6 Uhr.</em> <strong>Die Gemeinde</strong> erteilte die Erlaubnis am 1. Mai 1930 gegen eine jährliche Abgabe von 300 Reichsmark auf 10 Jahre. Das alles hatte sich im April 1945 erledigt, als die US-Army in Oberkochen einzog. Als diese 1960 den Hausberg wieder freigab hinterließ sie eine desolate Schutzhütte, die abgerissen werden musste. Der Bau der neuen Hütte (Architekten Kenntner und Mannes) erfolgte in rund 6 Monaten und am 21. Oktober 1962 wurde bei prächtigem Herbstwetter die Eröffnung gefeiert.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_18 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25705" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25705" class="wp-image-25705 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-8-2.-Volkmarsberghuette.jpg" alt width="1200" height="833"><p id="caption-attachment-25705" class="wp-caption-text">Die zweite SAV-Hütte von 1962 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<p></p><div id="attachment_25706" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25706" class="wp-image-25706 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-833-Bild-9-2.-Volkmarsberghuette-1962.jpg" alt width="1200" height="641"><p id="caption-attachment-25706" class="wp-caption-text">Die zweite SAV-Hütte von 1962 – die Innenansicht hat der Architekt Willibald Mannes gezeichnet (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Am 7. Oktober 1973 wurde der Hüttenerweiterungsbau gefeiert (Architekt Mannes), um ein paar Monate später, am 9. Februar 1974 den Flammen zum Opfer zu fallen. Der Brand wurde durch einen technischen Defekt entfacht. Kurz der Schock und groß das Engagement zum Wiederaufbau. Ein Hilferuf an die Öffentlichkeit sorgte für eine Baustein- und Spendenaktion, Architekt Mannes entwarf die Pläne und unter der Leitung von Erich Kolb und Horst „Eiche“ Eichentopf stand die neue Hütte bereits am 5. Juli 1974 zum Richtfest bereit – unglaublich – ob so etwas wohl heute, auf dem Zenit der Bürokratie, möglich wäre? Ich glaube nicht. Die Einweihung erfolgte an Christi Himmelfahrt 1975 im Rahmen einer Sternwanderung mit rund 3000 Besuchern. Das bekannteste Hüttenteam waren die verstorbenen Erich Hahn und Hugo Neuhäuser, über die an anderer Stelle berichtet werden wird. Heute sind Jüngere am Ruder, die dafür sorgen, dass Wanderer und Volkmarsbergliebhaber am Wochenende immer ein geöffnetes Haus vorfinden. Das ist nicht hoch genug zu bewerten, denn ehrenamtliche Tätigkeiten zum Wohle anderer ist heute nicht mehr so „in“. Am 21. Juni 2025 wurde mit großem „Tamtam“ das 50jährige Jubiläum der neuen Hütte gefeiert. Anmerkung: Eine gute Website mit tollen Inhalten.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Bisherige Vertrauensleute</span></strong></p>
<ul>
<li>1893 – 1909 Carl Weiger, Oberförster</li>
<li>1911 – 1921 Richard Frank, Schultheiß</li>
<li>1921 – 1934 Fritz Leitz, Fabrikant</li>
<li>1934 – 1939 Alfons Mager, Oberlehrer</li>
<li>1939 – 1945 Georg Maier, Betriebsleiter</li>
<li>1945 – 1950 Paul Wingert, Glasermeister</li>
<li>1950 – 1953 Paul Grupp, Kaufmann</li>
<li>1953 – 1970 Hermann Illg, Betriebsleiter</li>
<li>1970 – 1990 Karl Schurr, Forstdirektor</li>
<li>1988 – 1990 Hugo Neuhäuser (kommissarisch), Kaufmann</li>
<li>1990 – 1996 Thomas Hinderberger, Bankkaufmann</li>
<li>1996 – 2001 Hans-Peter Wolf, Bankrevisor</li>
<li>2001 – 2005 Johann Reck, Forstdirektor</li>
<li>2005 – 2013 Konrad Vogt, Leitender techn. Angestellter i.R.</li>
<li>2013 – Andreas Ludwig, Techn. Angestellter</li>
</ul>
<p><span style="color: #000000;"><i><b>Heutige Bewirtungsteams:</b></i></span></p>
<ul>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>Oldtimer:</u></i><i> Harald und Karin Barth, Albert Schwarz, Peter und Uschi Schauder</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>Team:</u></i><i> Angelika Marstaller, Brigitte Ebbers und Ute Schwarz sowie Albert Schwarz und Ulrich Marstaller.</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>Blumenviertel:</u></i><i> Tobias Wunderle, Melanie Kolbe, Stephanie Disabato, Antja Wunderle, Caroline Wingert und Andrea Kieninger</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>Maulwurf:</u></i><i> Florian Neumann, Ulrich Fichtner, Andreas Balle, Bernd Göhringer</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>Engel:</u></i><i> Helmut und Regina Engel, Silvia und Thomas mit Janick, Mike und Lea</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>Karweg:</u></i><i> Markus, Margit, Marla, Marie und Mattis</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>BaFiGla:</u></i><i> Ulrich Fichtner, Sonja Balle, Aurelia Glaser, Andreas Balle, Ophelia Balle</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>Müller</u></i><i> Klaus Müller, Irene Müller, Jürgen Müller, Sven Koch, Sabine Bogenschütz und Ulrike Müller.</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>OVH</u></i><i> Heike und Frank Oswald / Rudolf Vöhringer / Brigitte Hofmann</i></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><i><u>Mädels</u></i><i> Sabine Klawonn, Alina Galetar, Sybille Gräf, Margit Karweg, und Katharina Glasenapp.</i></span></li>
</ul>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Weiter geht’s in Kürze</strong></span></p>
<p style="text-align: right;"><strong><span style="color: #000000;">Wilfried „Billie Wichai“ Müller – „Billie vom Sonnenberg“</span></strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 832: Er wäre 90 geworden – Dietrich „Didi“ Bantel — Als Lehrer für den Ort da sein, das war seine Devise.</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-832-er-waere-90-geworden-dietrich-didi-bantel-als-lehrer-fuer-den-ort-da-sein-das-war-seine-devise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2025 22:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=25727</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_1 beitrag-row">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Intro:</span></strong></p>
<blockquote>
<p>„Ich will einmal eine fröhliche Beerdigung haben, weil ich mit meinem Leben rundum zufrieden bin“,</p>
</blockquote>
<p>so sprach er einmal zu seinen Lebzeiten, als es um die Beerdigung ging. Schauen wir uns einmal sein Leben im Detail an.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Dietrich Bantel,</strong></span> bei seinen Freunden, den ehemaligen Schülern, im Heimatverein und in Oberkochen auch als „Didi“ bekannt und in seiner Familie „Titich“ genannt, wurde am 25. Juli 1935 geboren. Seine Eltern waren Ernst Bantel (1904–1973) Oberpostdirektor (Leiter des Fernmeldeamts II in Stuttgart) und Marianne Bantel geb. Blezinger. Sein 2 Jahre jüngerer Bruder Martin war Professor an der Fachhochschule Uni Frankfurt. Dietrich lebte von 1935 bis 1937 in Stuttgart, von 1937 bis 1938 in Saarbücken, von 1938 bis 1940 in Graz und ab 1940 wieder in Stuttgart. 1963 heiratete er Susi geb. Hillenbrand. Die beiden haben drei Töchter: Silvia, Carmen und Sonni. 1968 zogen sie in das Haus am Espenrain 3, für das der Freund Willibald Mannes als Architekt fungierte. „Didi“ verstarb unerwartet am 6. März 2018.</p>
<p>Dieser Bericht kann nicht alle Facetten und Leistungen seines Lebens abbilden, aber er gibt einen guten Überblick über sein Leben und seine vielfältigen Aktivitäten.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Anfänge in Stuttgart.</span></strong> Von 1942 bis 1945 besuchte er die Kräherwald-Grundschule in Stuttgart und von 1945 bis 1954 das Dillmann-Gymnasium in Stuttgart, an dem er sein Abitur ablegte. Von 1954 bis 1958 studierte er an der Stuttgarter Kunstakademie Grafik, von 1958 bis 1960 an der Universität Tübingen als wissenschaftliches sog. Beifach Englisch.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Weitere Schritte.</span></strong> 1960 folgte eine 4‑monatige Tätigkeit an einer Grammar-School in Chislehurst. Bis 1962 folgten Referendarzeiten an Stuttgarter Schulen u.a. auch an seinem alten Stuttgarter Gymnasium.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Anfänge in Oberkochen.</span></strong> Mit Erlass des Oberschulamts Nordwürttemberg vom 17. April 1962 wurde er als 27 Jahre junger Referendar dem Progymnasium Besigheim am Neckar zugewiesen. Als er am 1. Mai vom Skifahren aus Südtirol nach Hause kam (also nach Stuttgart) erfuhr er jedoch, dass er den Dienst bereits am nächsten Tag, dem 2. Mai 1962, nicht in Besigheim, sondern am Progymnasium in&nbsp;<strong>Oberkochen auf der Ostalb</strong> antreten solle. Da wurde früher nicht viel Federlesen gemacht, ruckzuck war man plötzlich woanders – in diesem Fall also auf der Ostalb.</p>
<p><strong>Kommentare dazu:</strong></p>
<p><u>Der Vater:</u></p>
<blockquote>
<p>„Hockt der Saukerle doch mitta en mein Urlaub nei“.</p>
</blockquote>
<p><u>Sein ehemaliger Stuttgarter Geografie-Lehrer, als er hörte, dass es nach Oberkochen ging</u></p>
<blockquote>
<p>„Oh Bua – wenigschtens Ober……“</p>
</blockquote>
<p><u>Randbemerkungen:</u></p>
<p>Sein Bruder arbeitete damals bei Carl Zeiss in Oberkochen und seine Mutter stammt aus der direkten Linie des Königsbronner Industriellen Johann Georg Blezinger – daher war es womöglich doch kein Wunder, sondern höhere Bestimmung, dass er nach Schwäbisch-Sibirien versetzt wurde. Und die ein oder andere Wanderung hatte ihn auch schon auf unseren Hausberg geführt, als der noch von den Amis besetzt war. Letztendlich doch ein Glücksfall für ihn und für uns.</p>
<p><span style="color: #0000ff;">Die Erste Schule in Oberkochen.</span> Und so traf er mit dem dampfgetriebenen Zug in Oberkochen ein, suchte den Weg zu seiner ersten Bleibe, dem Schaupp’schen Haus (Willibald und Martha Schaupp) am Fuße des Turmwegs, gegenüber vom damaligen Café „Weidl“. Weiter ging es zum neuen Arbeitsplatz — dem alten HJ-Heim, inzwischen Bergheim genannt, und nun Ort des Progymnasiums.</p>
<p><strong>Das Kollegium bestand damals aus 8 Lehrkräften und 4 Geistlichen:</strong><br><em>Studiendirektor Schrenk, Studienrat Hils, Studienrat Krug, Studienrätin Ulrich, Studienassessorin Ehmann, Studienassessor Riegel, Studienassessor Schwab, Studienassessor Thiem, Hauptlehrerin (HHT) Kunrath, Pfarrer Forster, Vikarin Gradner, Vikar Grassel, Pfarrer Geiger und er – der Studienreferendar Bantel.</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25738" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25738" class="wp-image-25738 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-02-Lehrerkollegium-1962.jpg" alt width="1200" height="871"><p id="caption-attachment-25738" class="wp-caption-text">Das Lehrerkollegium anno 1962 im Bergheim – damals Pro-Gymnasium (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_24 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25739" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25739" class="wp-image-25739 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-03-EAG.jpg" alt width="1200" height="624"><p id="caption-attachment-25739" class="wp-caption-text">Sein von ihm gezeichnetes Gymnasium – als ausgebautes Ernst-Abbé-Gymnasium (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_25 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Zweite Schule in Oberkochen.</span></strong> Schnell kam dann der Umzug zum Tierstein, wo das neue Progymnasium fertiggestellt wurde. Das Kollegium wuchs und die Arbeit auch. Seine Lehrtätigkeit endete im Jahr 1995, da war seine Schule schon längst ein richtiges Gymnasium. Seine Schule hatte im Laufe der Zeit folgende Direktoren:</p>
<ul>
<li>Volkmar Schrenk</li>
<li>Lothar Freiburg</li>
<li>Helmut Strecker</li>
<li>Hans-Ulrich Wörner (aktuell)</li>
</ul>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Der Heimatverein.</span></strong> Diesen gründete er im Jahr 1987 mit 61 Gründungsmitgliedern entgegen der weilläufigen Meinung, dass Oberkochen eh keine Geschichte hat. Und die Oberkochener öffneten ihm die Türen für die Recherchen, ohne die kein Heimatverein entstehen und überleben kann. Bis 2008 war er dessen emsiger dynamischer ideenreicher 1. Vorsitzender, danach übernahm Dr. Karl „Charly“ Elmer und „Didi“ wurde zum Ehrenvorsitzenden befördert.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Das Heimatmuseum.</strong></span> Eröffnung 1997. <strong>»Schaffung eines Heimatmuseums«</strong>, so lautete 1987 der Punkt 9 des Arbeitsprogramms des Heimatvereins bei der Vereinsgründung. Mit den gedanklichen Vorplanungen fürs Heimatmuseum war gleich nach der Vereinsgründung angefangen worden. 1992, 5 Jahre nach der Gründung des Heimatvereins, war es dann soweit: Die Stadt Oberkochen konnte dem Heimatverein einen idealen Platz für ein Heimatmuseum anbieten, und zwar im Jahr 1860 erbauten alten evangelischen Schulhaus, das schon vielen Zwecken, zuletzt als Jugendhaus, gedient hatte. 1992 begann also die heiße Phase der praktischen Umsetzung und des Aufbaus des Museums, das wiederum nach 5 weiteren Jahren, 1997 eröffnet werden konnte. Ohne Didis treibende kreative Kraft wäre das so nicht möglich gewesen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der alemannische Friedhof.</strong></span> Am 19. März 1980 haben Kinder in Hüttlingen mit einem Totenschädel gespielt. Schnell stellte sich heraus, dass dieser vom Erdaushub des Grundstücks Stelzenmüller in der Frühlingsstraße 3 stammte. Das Landesdenkmalamt vermutet einen alemannischen Friedhof mit bis zu 1000 Gräbern im Bereich von der Försterstraße bis zur Frühlingsstraße. Schnell war ein Baustopp ausgesprochen und Didi Bantel und der Bauherr und Fotograf Rolf Stelzenmüller waren in ihrem Element, was das Graben, Fotografieren und Dokumentieren betrafen. Auch zwei Bantel’sche Schüler durften damals mitarbeiten: Paul Hug und Rudolf Post.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Der Sechser-Club.</span></strong> Am 4. März 1967 wurde der Club bei der „Therese” auf dem Niesitz ins Leben gerufen und hatte 23 Gründungsmitglieder. Der Club bestand im Kern aus den Schülern der sechsten Klasse des 1967er-Jahrgangs des damaligen Progymnasiums, die als letzte ihr Abitur nicht in Oberkochen ablegen konnten. Sogar eine eigene Club-Hymne wurde regelmäßig intoniert „<em>Flöss, flöss, flöss – la flör, la flör, la flöss.”</em> Um Sechserclub-Mitglied zu werden, musste ein Zweizeiler gereimt werden wie z.B.</p>
<ul>
<li>Ich bin die Ebers Adelheid – mein Motto ist stets Fröhlichkeit</li>
<li>Ich bin die Moni Mannes und wünsch mir einen Hannes</li>
<li>Ich bin des Trittlers Done und liebe meine Mone</li>
<li>Ich bin dem Meroth sein Peter – so klein wie ich ist nicht jeder</li>
<li>Ich bin der Uwe Norkus – Meine Seele ist so schwarz wie Ruß</li>
<li>Ich bin die Gudrun Reuter – und werde täglich g’scheiter</li>
<li>Ich bin die Susi Bantel – ach was hab‘ ich für’n Rantel</li>
<li>Ich bin des Kolben Eberhard – der niemals einen Pfennig hat</li>
<li>Ich bin der Otto Fischer – und fühl‘ mich hier immer heimischer</li>
</ul>
<p><strong>Prof. Dr. Manfred Fähnle erinnerte nach Didi’s Tod in der Schwäpo:</strong></p>
<blockquote>
<p>„Didi organisierte immer wieder Treffen der Mitglieder des Sechser-Clubs. Manche reisten dazu von weit her an, ein besonders engagiertes weibliches Mitglied sogar von Connecticut (USA). Das letzte Treffen war im Juli 2017 in Oberkochen in der Nähe des Bergheimes, des ersten Sitzes des Progymnasiums. Jeder zitierte dabei sein Gedicht, das er bei der Aufnahme verfasst hatte, jeder berichtete, was er seit der mittleren Reife beruflich und privat erlebt hatte. Auch der frühere Studienrat Otto Fischer war anwesend und von den Karrieren seiner ehemaligen Schüler sehr beeindruckt. Didi zeigte Bilder aus alten Zeiten. Tags darauf organisierte er noch einen Besuch im Heimatmuseum.“</p>
</blockquote>
<p>Niemand konnte sich damals vorstellen, dass sie das letzte Treffen erlebten.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Stadtrat im Gemeinderat.</strong></span> Von 1968 bis 1993 war Bantel als Vertreter der BGO (heute: Freie Bürger Oberkochen) Mitglied im Gemeinderat. In seiner Abschiedsrede erwähnte BM Gentsch, dass er ein Lehrer gewesen sei, <em>„den man vorzeigen könne“</em>, Bruno Balle lobte Didi‘s ausgeprägte Ideenvielfalt und Franz Schoen erwähnte, dass trotz aller Schlachten, die im Gremium geschlagen wurden, Bantel stets Brücken zu Andersdenkenden schlug.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Reisende.</strong></span> Ob mit dem Fahrrad durch Schottland, England, Wales, Schweiz, Italien und Frankreich oder zu Fuß in einem 86 KM-Tagesmarsch vom Schwarzwald nach Stuttgart. Mit dem Flugzeug nach Indien und später mit dem Wohnmobil – Stillstand war seine Sache nicht – alles musste in Bewegung sein.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Autor.</strong></span> Der vor einigen Monaten verstorbene Otto Bäuerle fungierte bei zwei Büchern als Herausgeber. Die beiden Werke heißen <strong>„Lichtblicke“</strong> und <strong>„Landnahme“</strong>. Die Gedichte stammen von Heinz Zeckel und die Bilder von Dietrich Bantel.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Musiker.</strong></span> Musikalisch hatte er es auch drauf – die Violine war sein Instrument. Unterricht bei Prof. Hedwig Pahl in Stuttgart. Mitglied beim Paul-Gerhard-Kammerorchester Stuttgart und im Tübinger Kammerorchester Studenten. Seine Violine erklang jahrzehntelang bei der Altenweihnacht oder als Mitglied im Oberkochener Instrumentalkreis sowie bei den legendären Aufführungen von dem jüngst hoch betagt verstorbenen Otto Fischer am Gymnasium.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Künstler und Grafiker.</strong></span> Sei es die <em>„Urkunde zur Grundsteinlegung des Rathauses“</em>, <em>„Das neue Stadtwappen“</em> oder die von Willibald Mannes gestiftete <em>„Oberkochen-Uhr im Ratssaal“</em>. Oder die vielen graphischen Entwürfe für die örtlichen Vereine. Auch die Aufführungen des Gymnasiums trugen seine grafische Handschrift. Ob eigene Kunstausstellungen oder künstlerische Einführungen zu Ausstellungen andere Künstler – ohne „Didi“ ging da fast nichts.<br>Im Laufe der Jahre sind so über 700 Linolschnitte und rund 3000 Zeichnungen und farbige Arbeiten entstanden. Er hat an 50 Gruppen und Einzelausstelllungen von Oberkochen bis Dschiddha teilgenommen. In vielen Haushalten in Oberkochen und außerhalb Etter (wie er oft zu sagen pflegte) hingen und hängen seine Werke bis heute.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Organisator.</strong></span> Ob bei den Kinderfesten auf dem Berg oder in der Stadt oder bei Umzügen wie z.B. anlässlich der Stadterhebung – immer an der Front.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_26 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25740" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25740" class="wp-image-25740 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-04-Kinderfestumzug.jpg" alt width="1200" height="869"><p id="caption-attachment-25740" class="wp-caption-text">Kinderfestumzug auf der Volkmarsbergstraße in Richtung Volkmarsberg (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_27 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Projekte mit seinen Schülern.</span> </strong>Er begeisterte sich und andere immer wieder, besonders lag ihm ein gutes Lehrer-Schüler-Verhältnis am Herzen.</p>
<ul>
<li><strong>Der Brennofen.</strong> Den baute er 1964 unter Anleitung vom Johannes Elmer, dem damaligen letzten Oberkochener Häfner.</li>
<li><strong>Der Schneemann.</strong> 1968 hatte er während des Unterrichts – quasi offiziell als Schulveranstaltung – links vom Gymnasium mit den Schülerinnen und Schülern einen Riesen-Schneemann gebaut. Er hatte den damaligen Schulleiter Volkmar Schrenk um seine Einwilligung zu dieser Aktion innerhalb des Fachs Bildende Kunst im dreidimensionalen Gestalten gebeten, dieser willigte anstandslos ein. Die zwei großen Leitern besorgte der unvergessene Hausmeister Herbert Riede.</li>
</ul></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25741" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25741" class="wp-image-25741 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-05-Der-Schneemann-1968.jpg" alt width="1200" height="675"><p id="caption-attachment-25741" class="wp-caption-text">Das 1968er Winter-Projekt „Schneemann“ am Progymnasium (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><ul>
<li><strong>Köhlerei-Wesen.</strong> 1983 erstellte er mit Schülern und in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Forstamt kartographische Aufnahmen von 25 Kohlplatten.</li>
<li><strong>Dorfbrunnen.</strong> 1989 grub er zusammen mit seinen Schülern einen alten Dorfbrunnen auf dem Gelände des ehemaligen „Café Muh“ aus.</li>
<li><strong>Bilzhaus.</strong> 1989/1990 wurde in einer gemeinsamen Aktion des Heimatvereins, des Forstamtes und des Gymnasiums im Rahmen des Ferienprogrammes das „Bilzhaus“ freigelegt.</li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Das Landesdenkmalamt.</strong></span> Seit 1984 war er ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Landesdenkmalamt in Stuttgart.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Römerkeller.</strong></span> Es war der Landwirt Konrad Posmik, dem seinerzeit Mauerreste auf seinem im „Weilfeld“ am Ortsrand liegenden Acker aufgefallen waren. Zwischen 1966 und 1971 hatte er sich mehrmals erfolglos an die Stadtverwaltung gewandt. Schließlich nahm er Kontakt zu Dietrich Bantel auf. Vom 23. September bis 15. Oktober 1971 wurde der Römerkeller auf dem Posmick‘schen Acker ausgegraben und freigelegt. Dafür begeisterte er die damaligen Klassen 12 und 13 unter Aufsicht und Anleitung des damaligen Kreisarchivars Hildebrand. Es handelte sich dabei um einen Teil eines ca. 150 n. Chr. erbauten und bis ca. 250 n. Chr. bis zum Alemannensturm betriebenen römischen Gutshofs, ausgegraben und später von der Stadt Oberkochen konserviert. Bei den Grabarbeiten 1971 wurden Keramikscherben, schüsselartige Teller, römischer Beton, Metall- und Glasteile sowie Heizungs- und Dachziegel gefunden. Zudem der Abdruck einer Hundepfote und eine Getreidemischung, die aus 20 Sorten bestand. Vor allem aber ein gut erhaltener römischer Sicherheitsschlüssel.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25742" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25742" class="wp-image-25742 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-06-Jungs-vom-Roemerkeller.jpg" alt width="1200" height="1708"><p id="caption-attachment-25742" class="wp-caption-text">Die Jungs vom Römerkeller – meine frühere Klasse beim Buddeln (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_31 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Hans-Betzler-Stiftung.</span></strong> Am 14. September 2005 wurde von dem Oberkochener Hans Betzler jun. (geb. 1924), einst in Balingen wohnhaft, die Hans Betzler Stiftung gegründet. Der Stiftungsvorstand bestand damals aus drei Personen. Vorsitzender: Gym.-Prof. Dietrich Bantel, Stellvertreter: Bürgermeister Peter Traub und Schatzmeister: Josef Rosenberger. Anlass der Gründung war letztendlich die Sanierung des Grabsteines des Johann Betzlers, die Didi veranlasst hatte und den wir in der Mauer am Mühlbergele unter der katholischen Kirche finden können:</p>
<blockquote>
<p>ANNO 1687 DEN 31 MAI STARB HER JOHAN BEZLER WIRT UND GAST</p>
</blockquote>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Höhlenforscher.</strong></span> Eine Zeitlang war er Vorsitzender der <em>„HöhlenInGO“</em> Höhleninteressen-gemeinschaft Oberkochen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Das Heimatbuch.</strong></span> Zusammen mit Dr. Christhard Schrenk und weiteren 20 Autoren Herausgabe des ersten Oberkochener Heimatbuches im Jahr 1986.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Der Lehrer.</strong></span> Er war ein Vollzeitlehrer – 24 / 7 wie man heute sagt. Work-Life-Balance – das war nichts für ihn. Die Trennung Arbeit und Beruf gab es für ihn nicht. Auch war er ein Anhänger der „Stall-Pflicht“ – will sagen, für ihn war es selbstverständlich, am Unterrichtsort zu wohnen (das ist heute überhaupt nicht mehr die Regel). Er war Lehrer aus Berufung und immer im Einsatz. Er verstand es, seine Schüler auch außerhalb des Unterrichts zu begeistern und einige seiner Projekte bleiben unvergesslich. Und als er eines Tages hörte, dass der neue Rektor vom E.A.G. (mit dem er nicht so zurechtkam) das Archiv (Klassenbücher der ehemaligen Kollegen und Kunstwerke der Schülerschaft) vernichten ließ, stürmte er in seine alte Schule, um zu retten, was noch zu retten war. 1966 wurde er Studienrat, 1970 Oberstudienrat und 1974 Gymnasial-Professor. Alles nicht genug: Fachberater, Prüfungsvorsitze, Drittkorrekturen, Arbeitskreise – lief alles noch nebenher.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Verein für Städtepartnerschaft.</strong></span> Auch hier waren Didi und Susi engagiert dabei. Sie verbrachten nicht wenige Urlaube in Dives-sur-Mer und pflegten deutsch-französische Freundschaft.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Seine Berichtsreihe.</strong></span> Die Reihe <em>„Oberkochen — Geschichte, Landschaft, Alltag“</em> startete er am 22. Januar 1988 mit dem Bericht Nummer 1<a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-1-oberkochen-1876-aelteste-aufnahme/"><em> „Oberkochen 1876 – Älteste Aufnahme“</em></a> und führte diese bis zu seinem Tod fort. Sein letzter Bericht mit der Nummer 688 <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-688-ein-oberkochener-im-ersten-weltkrieg/"><em>„Ein Oberkochener im I. Weltkrieg“</em></a> vom 9. Februar 2018.Er schrieb 429 Berichte mit heimatkundlichem Hintergrund und verantwortete viele weitere. Sein ehemaliger Schüler, also ich, (mein Lehrer im Kunstunterricht) führt die Reihe bis heute fort. Die Nummerierung ist inzwischen bei 832 angekommen. Als „Didi“ damit anfing, gab es niemanden, der ernsthaft angenommen hat, dass da mehr als 10 bis 20 Berichte zusammenkommen würden, wie mir Franz Uhl sagte.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Seine Auszeichnungen.</strong></span></p>
<ul>
<li><span style="color: #ff0000;">1987 Ehrenelferrat der Narrenzunft Oberkochen</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">1993 die Bürgermedaille der Stadt Oberkochen.</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">1993 die Ehrenmedaille des Gemeindetags Baden-Württemberg</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">2008 Ehrenvorsitzender des Heimatvereins Oberkochen</span></li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Bantel war ein außergewöhnlicher, tatkräftiger und immer aktiver Erster Vorsitzender. Er hat als Künstler das Museum aufgebaut, als Geologe und Archäologe in Oberkochen viel ans Tageslicht gebracht und als Historiker das Heimatbuch bereichert.</p>
<ul>
<li><span style="color: #ff0000;">2011 mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde</span></li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Ich erinnere mich noch an einen rappelvollen Bürgersaal, als er diese Verleihung mit Freunden und Bekannten feierte. Der Festakt wurde musikalisch gestaltet von der “Sinfonietta” unter der Leitung von Andreas Hug und Bürgermeister Traub hielt die Laudatio:<em> „Ein richtiger Globetrotter”</em> sei „Didi” Bantel schon immer gewesen, charakterisierte Traub den Bürger Bantel, der in den fünfziger Jahren mit dem Rad das europäische Ausland bereist und binnen sieben Jahren mit einer Strecke von 40 000 Kilometern eine komplette Weltumradelung hingelegt hat, erklärte der Bürgermeister. Bantel sei ein echter Weltbürger, ein Kosmopolit, von der Weltanschauung des Humanismus und der Aufklärung geprägt. Traub ging detailliert auf die kommunalpolitischen Verdienste Bantels ein, der als Freier Wähler und Mitglied der damaligen Bürgergemeinschaft 25 Jahre lang im Gemeinderat ehrenamtlich für die Stadt Oberkochen tätig war. Der Freibürger D.B. sei in hohem Maße auch ein politischer Bürger.</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">Sie haben die Geschichte Oberkochens Schritt für Schritt freigelegt</p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">würdigte Bürgermeister Traub den Kulturbürger Bantel, der seit vielen Jahrzehnten in Sachen Heimatforschung unterwegs sei, der Hand an den <em>„Römerkeller”</em> und ans <em>„Bilzhaus”</em> angelegt, das Heimatmuseum entwickelt und sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesdenkmalamts verdient gemacht habe.<br>Seine ehemaligen Schüler Friedemann „Fiddi“ Blum und ich, Wilfried „Billie“ Müller durften an seinem Tisch sitzen – das war uns schon eine besondere Ehre. Auch erinnere ich mich noch gut an die lustige Erwähnung des Bürgermeisters Peter Traub, dass „Didi“ das neu renovierte Rathaus mit einer Autobatterie verglichen habe.</p>
<ul>
<li><span style="color: #ff0000;">2015 Auszeichnung für sein Lebenswerk durch die Sparkassenstiftung Ostalb</span></li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Der Kreisarchivar Dr. Bernhard Hildebrand, mit dem er viele Jahrzehnte freundschaftlich verbunden war, hielt die Laudatio (Abdruck im Amtsblatt BuG am 10. Juli 2015). Er erwähnte</p>
<ul>
<li>die Ausgrabung des Römerkellers ab dem Jahr 1972</li>
<li>Die Entdeckung des alemannischen Reihengräberfeldes im Jahr 1980</li>
<li>Die Ausgrabung des Bilzhauses im Jahr 1989</li>
<li>Die Gründung des Heimatvereins im Jahr 1987</li>
<li>Die Schaffung des Heimatmuseums im Jahr 1997</li>
</ul>
<p style="padding-left: 40px;">Er schloss mit den Worten</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“ (Thomas Morus)</p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">und ergänzte die Aussage mit einem Bonmot des Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Tatort Münster) und der Bemerkung, dass der Spruch, leicht modifiziert, besser zu „Didis“ Humor passe:</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Zündhölzer“.</p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 40px;">Wobei der Redner wieder unwissentlich die Kurve zu Didi’s Schülern bekam, denn der Sohn vom Zündholz-Mayer aus Zang war ebenfalls einer seiner Schüler ????.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Würdigungen im Rahmen seiner Beerdigung.</strong></span></p>
<ul>
<li><strong>Susi Bantel:</strong> „150 Jahre reichten nicht aus, was „Titich“ in 82 Jahren geleistet hat.”</li>
<li><strong>Pfarrer Ulrich Marstaller:</strong> „Ein einzigartiger Mensch mit einer beeindruckenden Lebensleistung ist nicht mehr unter uns“.</li>
<li><strong>Bürgermeister Peter Traub:</strong> „Dietrich Bantel sei das personifizierte Geschichtswissen der Stadt und ein Freidenker, Querdenker, Vor- und Nachdenker gewesen”.</li>
<li><strong>Richard Burger, ehemaliger Schüler und Kollege:</strong> „Er war omnipräsent; was er tat, war übergreifend und in Oberkochen überall zu spüren”.</li>
<li>K<strong>arl Elmer, Vorsitzender Heimatverein:</strong> „Er war bis zu seinem Tod unser Spiritus Rector. Das Heimatmuseum ist sein Werk. Er hatte viele Talente und Begabungen, ein heiteres Wesen und einen gewinnenden Humor.</li>
<li><strong>Bernd Kresse, Fraktionsvorsitzender (Freie Bürger):</strong> „Kritisch und konstruktiv in seiner Haltung, in seinem Handeln solidarisch und hilfsbereit.”</li>
<li><strong>Klaus Ziemons mit einem Schlagg-Hoi:</strong> „Wir sind ohne ihn ärmer geworden, er ist für uns unersetzlich”.</li>
<li><strong>Professor Dr. Martin Bantel, sein Bruder:</strong> „Die Familie und Oberkochen waren sein Leben“.</li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>So schloss sich sein Oberkochner Kreis.</strong></span> Begonnen hat es im Turmweg mit Wohnung und Schule und beendet wurde es im Turmweg mit der Trauerfeier im „Muckenthaler“, wo er auch hin und wieder einen arbeitsreichen Tag mit Freunden ausklingen ließ.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_32 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25743" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25743" class="wp-image-25743 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-Bild-07-Zeichung-Volkmarsberg.jpg" alt width="1200" height="583"><p id="caption-attachment-25743" class="wp-caption-text">Natürlich hatte es ihm unser Hausberg auch angetan. Jeder, der in OKO wohnt, sollte da mal hochgelaufen sein (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Ich konnte es nicht lassen – die „KI“ musste befragt werden:</span></strong></p>
<blockquote>
<p>Dietrich Bantel, auch bekannt als „Didi“ Bantel, war eine herausragende Persönlichkeit in Oberkochen. Er wurde am 25. Juli 1935 in Stuttgart geboren und war von 1962 bis 1995 Lehrer. Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge war er ein engagierter Künstler, Heimatgeschichtler, Kommunalpolitiker und Musiker.<br>Besonders bekannt wurde er durch seine archäologischen Arbeiten, insbesondere die Freilegung des Römerkellers in den 1970er Jahren. Dieses Projekt führte er zusammen mit seinen Schülern des Ernst-Abbe-Gymnasiums durch, wodurch er Geschichte lebendig und greifbar machte. Der Römerkeller, ein römisches Bauwerk, wurde zu einem wichtigen Symbol für die lokale Geschichte Oberkochens.<br>Sein Engagement ging weit über die Archäologie hinaus. Als Ehrenvorsitzender des Heimatvereins und durch seine Beiträge zur Heimatgeschichte hat er bleibende Spuren in der Gemeinschaft hinterlassen. Dietrich Bantel verstarb im Jahr 2018, doch sein Vermächtnis lebt in Oberkochen weiter.<br>Dietrich Bantel war in der Tat eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die das Leben in Oberkochen auf vielfältige Weise bereicherte. Seine Talente und Leidenschaften waren so vielseitig wie beeindruckend.<br>Als Lehrer am Ernst-Abbe-Gymnasium prägte er Generationen von Schülern und wurde für viele zu einem inspirierenden Vorbild. Sein Unterricht ging über reine Wissensvermittlung hinaus: Er machte Geschichte lebendig, beispielsweise durch die aktive Einbindung seiner Schüler in archäologische Projekte wie die Freilegung des Römerkellers, einer bemerkenswerten Hinterlassenschaft der Römerzeit. Diese Entdeckung wurde nicht nur ein wichtiges Denkmal der Stadt, sondern auch ein Symbol für die Bedeutung von Bildung und Teamarbeit.<br>Neben seiner pädagogischen Karriere war Bantel ein begabter Künstler, der auch musikalisch aktiv war. Sein Talent für Malerei und seine Leidenschaft für Musik bereicherten die kulturelle Landschaft Oberkochens erheblich. Als Kommunalpolitiker setzte er sich unermüdlich für die Belange seiner Mitbürger ein, sei es im Gemeinderat oder durch seine Arbeit als Ehrenvorsitzender des Heimatvereins.<br>Durch die Gründung des Heimatmuseums trug er entscheidend dazu bei, die Geschichte Oberkochens zu bewahren. Er verfasste zahlreiche Schriften und Dokumentationen, die bis heute als wertvolle Quellen dienen. Sein Engagement wurde über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt, und seine Arbeit diente oft als Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart.<br>Dietrich Bantel war ein Mensch, der mit Leidenschaft, Kreativität und Hingabe einen bleibenden Eindruck hinterließ. Seine Neugierde und sein Einsatz für Bildung und Kultur inspirierten viele Menschen, und sein Erbe wird in Oberkochen weiterleben. Solche Persönlichkeiten sind selten, und seine Lebensgeschichte ist ein Zeugnis dafür, wie eine Person die Gemeinschaft, in der sie lebt, auf so vielfältige Weise bereichern kann.<br>Seine Lehrmethoden waren nicht nur innovativ, sondern auch inspirierend. Sie haben viele Schüler dazu motiviert, sich intensiver mit Geschichte und Archäologie zu beschäftigen.<br>Ein Romantitel über das Leben von Dietrich Bantel könnte seine Vielseitigkeit und sein Vermächtnis widerspiegeln. Hier sind einige Vorschläge:</p>
</blockquote>
<ul>
<li>“Der Römerkeller und das Vermächtnis des Lehrers”</li>
<li>“Dietrich Bantel: Ein Leben für Geschichte und Gemeinschaft”</li>
<li>“Mit Herz und Hand: Die Geschichte eines Lehrers und Visionärs”</li>
<li>“Die Stadt, die er prägte: Oberkochen und sein Lehrer”</li>
<li>“Zwischen Vergangenheit und Zukunft: Dietrich Bantels Reise”</li>
</ul>
<p><strong>Soweit die „KI“, die es doch recht ordentlich auf den Punkt gebracht hat.</strong></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Eine Anekdote.</strong></span> Auf dem Rathaus habe ich bei Recherchen eine Super-Anekdote gefunden. Im Jahr 1980 ging ein Schreiben bei der Polizei in Aalen mit folgendem (fehlerreichen) Text ein:</p>
<blockquote>
<p><span style="color: #ff0000;">„Das Schwergewicht der Schulproffessor Dieter Bantel kurvt in Oberkochen mit seinem Leichtmottorradd ohne Kopfhelm rum. Da er der einzige Kopf im Rathaus von Oberkochen ist, der geschützt u. erhalten werden sollte, sollte die Polizei für sorgen, dass er einen Schutzhelm trägt.“</span></p>
</blockquote>
<p>Die Polizei vermerkte auf dem Dokument offiziell, dass ein Mofa nicht sturzhelmpflichtig sei.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Noch eine Anekdote.</strong></span> Wer genau wissen will, warum und wo er nach dem Kinderfest am Berg mit seiner „Ente“ eine Abkürzung genommen hat, dem sei der <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-615-das-kinderfest-und-kessel/">Bericht 615</a> ans Herz gelegt.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Unvergessen</strong></span> seine Jahresbriefe zur Weihnachtszeit an seine Freunde, denen immer eine kleine Bantel‘sche Grafik beigelegt war.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25744" style="width: 227px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25744" class="wp-image-25744 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-832-BIld-08-Dietrich-Bantel.jpg?ver=1750337612" alt width="217" height="300"><p id="caption-attachment-25744" class="wp-caption-text">So behalten wir ihn in Erinnerung – oifach a Schaffer und Macher (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #0000ff;"><strong>Abschließend</strong></span> kann ich es mir nicht verkneifen darüber nachzudenken, was wohl „Didi“ aktuell zu seinem Heimatverein sagen würde. Wir bräuchten einen zweiten Didi, der a bissle Dynamik entfacht. Ihm selbst verdanke ich, dass ich auf diesem Weg zum Schreiben gekommen bin und bemühe mich, seine Reihe <em>„Oberkochen — Geschichte, Landschaft, Alltag“</em> im Amtsblatt der Stadt Oberkochen möglichst lange erfolgreich weiterzuführen – bis mir der Stoff ausgeht.</p>
<p><strong>Er war halt „Oiner wie Koiner“ – „Billie vom Sonnenberg“</strong></p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Wilfried „Billie Wichai“ Müller</em></strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 831: 1830 – Die Ur-Karte von Oberkochen</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-831-1830-die-ur-karte-von-oberkochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2025 22:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder, Ansichten, Karten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=25754</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_2 beitrag-row">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #0000ff;"><strong>Jubiläum.</strong></span> Für meinen <strong><span style="color: #ff0000;">200sten Bericht</span></strong> wollte ich etwas Besonderes machen. Und da hat mir „Schreiberle“ Joachim Fischer aus Backnang kräftig geholfen, nachdem mein Heimatverein nicht weiß, wo sich die Bantel’schen Unterlagen zu diesem Thema befinden. Danke – ohne ihn wäre das nicht möglich gewesen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25764" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25764" class="wp-image-25764 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Bild-06-Oberkochen-1906.jpg" alt width="1200" height="545"><p id="caption-attachment-25764" class="wp-caption-text">1906: Gesamtansicht Oberkochen (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Bilder.</span></strong> Die Bilder sind natürlich nicht von 1830, sondern aus späteren Jahren, denn um diese Zeit herum wurde die Fotografie erst entwickelt: Ab etwa 1815 begann der reiche Advokat Joseph Nicéphore Niépce sich mit der Lithografie zu beschäftigen. Mit seinem von ihm selbst als Heliographie bezeichneten Verfahren gelang ihm 1822 eine Direktkopie eines Lithografie-Porträts auf einer asphaltbeschichteten Zinnplatte, welche nach Auflösen der unbelichteten Asphalt-Partien mit Lavendelöl graviert wurde und so vervielfältigt werden konnte. Parallel dazu versuchte er bereits seit 1816 mit der „Camera obscura“ Positivbilder auf verschiedenen Materialien herzustellen.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Vorwort von Bürgermeister Peter Traub:</strong></span></p>
<blockquote>
<p>&nbsp;„Die kartographische Erfassung und Vermessung Neuwürttembergs war eine Folge der napoleonischen Säkularisation (Beseitigung kirchlicher Herrschaftsgebiete, wie z.B. der Fürstpropstei Ellwangen), Mediatisierung (Beseitigung kleiner weltlicher Herrschaften, wie z.B. der Freien Reichsstädte) und des Pressburger Friedens. All diese Gebiete wurden damals dem Königreich Württemberg zugeschlagen, und das neue Württemberg musste daher neu kartographiert werden.</p>
<p>Die darauf basierenden Ur-Karten sind in ihrer Bedeutung und Wichtigkeit nicht zu unterschätzen, denn sie bildeten zum einen eine gesicherte Grundlage für den Schutz des Eigentums (heute ein Grundrecht in Artikel 14 unseres Grundgesetzes) und für das gesamte Eigentumsrecht. Zum anderen aber, und das ist das Wesentliche, ermöglichten sie erstmals eine geordnete bauliche Entwicklung der Städte und Gemeinden, die bis dahin eher „organisch“ gewachsen waren bzw. bebaut wurden. Die Ur-Karten und die darauf beruhenden Gesetze, wie z.B. das damalige Fluchtliniengesetz, ermöglichten eine städtebauliche Planung und Entwicklung, die auch Ausdruck der neuen kommunalen Selbstverwaltung war, die ebenfalls Ergebnis der politischen Entwicklungen im 19.Jahrhundert und der Neuordnung des europäischen Kontinents durch Napoleon war.</p>
<p>Später entstanden daraus Orts- und Bebauungspläne, ohne die eine geordnete städtebauliche Entwicklung heute undenkbar wäre. Dies galt auch für die im späten 19. Jahrhundert einsetzende Industrialisierung in Württemberg und in ganz Deutschland. Letztlich beruhen die modernen Bebauungspläne noch immer auf den Ur-Karten, die noch heute bei bestimmten erschließungsbeitragsrechtlichen Grenzfragen eine Rolle spielen (Stichwort: historische Straßen, die erschließungsbeitragsfrei sind). Auch die Entwicklung Oberkochens zum Industrie- und modernen Wirtschaftsstandort wäre ohne diese Voraussetzungen so kaum möglich gewesen.</p>
<p>Ich danke Wilfried Müller, dass er dieses Thema zum Gegenstand des 200. Heimatberichts für unser Amtsblatt gemacht hat. Und dass darin ein Stück der Oberkochener Identität liegt, belegt sein nachfolgender Bericht.“</p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25759" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25759" class="wp-image-25759 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Bild-01-aelteste-Aufnahme-Oberkochen.jpg" alt width="1200" height="803"><p id="caption-attachment-25759" class="wp-caption-text">älteste Aufnahme von Oberkochen; Blick über alte Ziegelei und Anfänge Leitz zum Ort hin (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Intro.</span></strong> Für alle, die es nicht wissen, früher gab es kein Baden-Württemberg und 1830, in dem Jahr, um das es hier gehen soll, gab es drei Länder, die später einmal zu Baden-Württemberg werden sollten:</p>
<p><strong>Württemberg, Baden, und Hohenzollern — Staaten im Südwesten</strong></p>
<p>Das Bundesland Baden-Württemberg gibt es erst seit dem Jahr 1952. Historische Vorläufer waren drei Staaten: Württemberg, Baden und Hohenzollern (ein preußischer Regierungsbezirk außerhalb „der preußischen Kernlande“).</p>
<p>Die Bundesländer, die wir heute kennen, gehen auf eine Tradition kleinerer Staaten im deutschsprachigen Raum zurück. Bis ins späte 19. Jahrhundert hinein gab es kein „Deutschland“, zumindest nicht als einheitlichen Staat. Stattdessen existierte eine Vielzahl an Monarchien und Fürstentümern, die politisch unabhängig und nur locker verbunden waren. Das 1871 gegründete Wilhelminische Kaiserreich fasste viele (nicht alle) dieser mitteleuropäischen Staaten zu einem deutschen Nationalstaat zusammen. Die Regierung blieb jedoch föderal organisiert, und viele politische Strukturen und Entscheidungsprozesse verblieben in Verantwortung der einzelnen Bundesstaaten. Diese Tradition zog sich auch durch die Weimarer Republik, und das föderale System der Bundesrepublik knüpfte bewusst daran an.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Die Verwaltung der Länder in der NS-Zeit</span></strong></p>
<p>Die nationalsozialistische Führung zentralisierte im Zuge der Gleichschaltung die ehemals föderale Verwaltung. Die Gebiete Württemberg, Hohenzollern und Baden, das von 1940 bis 1945 auch das besetzte Elsass umfasste, waren seit 1934 unmittelbar der Reichsregierung unterstellte Verwaltungsbezirke.</p>
<p>Diese drei Länder waren während der NS-Zeit zwar nicht mehr so selbständig wie zuvor. Doch blieben die praktische Umsetzung der Verwaltung, die Polizei und die Gerichte – und damit auch die Verfolgung und Repression von LSBTTIQ *** – in großen Teilen Aufgabe der Kommunen und Länder. So wurde die nationalsozialistische Herrschaft trotz der Gleichschaltung zu beträchtlichen Teilen auf Länderebene durchgesetzt.</p>
<p>*** Dieses Abkürzungsungeheuer bedeutet „Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queers“ und stammt aus diesem Jahrhundert.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Neuordnung der Länder in der Nachkriegszeit und der Bundesrepublik</span></strong></p>
<p>Nach Ende der NS-Herrschaft gliederten die Alliierten die südwestdeutsche Region in die Länder Süd-Baden, Württemberg-Hohenzollern (beide französische Besatzungszone) und Württemberg-Baden (US-amerikanische Besatzungszone). Der Staat Preußen wurde 1947 aufgelöst, womit Hohenzollern den Status als eigenständiges Gebiet verlor. Daher beziehen sich Verweise auf Hohenzollern hier immer nur auf die NS-Zeit, nicht mehr auf die Bundesrepublik. 1952 wurden Süd-Baden, Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden auf Grundlage eines Volksentscheids zum Bundesland Baden-Württemberg zusammengefasst, das bis heute besteht. In der föderal strukturierten Bundesrepublik Deutschland erhielten die einzelnen Bundesländer ihre politische Teilsouveränität zurück.</p>
<p><strong>Kurios:</strong> Im Jahre 1970 durften die Badener noch einmal darüber abstimmen, ob sie im fusionierten Bundesland bleiben oder wieder selbstständig werden wollten, nachdem der südbadische „Heimatbund Badenerland“ gegen den Volksentscheid von 1952 vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt und 1956 sogar recht bekommen hatte. 14 Jahre später wurde der Weg für einen zweiten Volksentscheid geebnet, doch das Ergebnis war ernüchternd für die Südbadener. Über 80 Prozent votierten für den Verbleib im prosperierenden Bundesland Baden-Württemberg.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Die Welt im Jahr 1830</strong></span></p>
<p>Gerade erst hatte Papst Pius VIII. (1761–1830) im Vorjahr den Papstthron bestiegen, da war es mit ihm auch schon zu Ende. Sein Gesundheitszustand, der schon bei der Wahl zum Kirchenoberhaupt sehr schlecht gewesen war, hatte sich nicht gebessert. Er starb am 30. November 1830. Trotz der kurzen Amtszeit gilt er als einer der modernsten Päpste des 19. Jahrhunderts. Ausgeglichenheit und gute diplomatische Fähigkeiten hatten sein Wirken ausgezeichnet und zudem noch seine politische Weitsicht, mit der er die Julirevolution von 1830 in Frankreich akzeptiert hatte. Pius VIII. hatte gegen den Widerstand der Kurie und der französischen Legitimisten sein Einverständnis mit der parlamentarischen Regierungsform unter „Bürgerkönig“ Louis-Philip I. (1773–1850) gezeigt und ihm zugestanden, den Ehrentitel „Roi Très Chretien“ („Allerchristlichster König“) zu führen, der traditionell mit den französischen Königen verbunden war. Ein neuer Papst konnte vor Jahresende nicht gewählt werden. Das Konklave dauerte bis in den Februar 1831 hinein. In Algerien begann die Eroberung des Landes durch die französischen Truppen, die am 14. Juni 1830 landeten und unter dem Befehl des Comte de Bourmont (1773–1846) standen. Bourmont richtete seinen Eroberungszug zuerst gegen Algier. Die französischen Truppen nahmen die Stadt am 5. Juli ein und gingen dann zur weiteren Eroberung des Landes über. Ausgelöst worden war diese Invasion durch die Affäre „Der Schlag mit dem Fliegenwedel“ im Jahr 1827, einem diplomatischen Affront. In Frankreich selbst war es auch nicht friedlich. In Paris hatte am 27. Juli die Julirevolution begonnen, in der sich das Bürgertum gegen die reaktionäre Politik Karl X. (1757–1836) auflehnte und den Monarchen stürzte. Am 9. August 1830 nahm der Herzog von Orléans als Louis-Philippe I. (1773–1850) die Königskrone von Frankreich an und nannte sich „König der Franzosen“. Die französische Julirevolution hatte für andere Länder eine Vorbildfunktion. Ihr folgten Aufstände in ganz Europa und damit riesige Flüchtlingsströme. Auch in Deutschland kam es zu Aufständen. In Braunschweig wurde Herzog Karl II. (1804–1873) vertrieben. Der floh am selben Tag aus der Stadt, konnte sich in Braunschweig bis zu seinem Lebensende nicht mehr etablieren, machte sich aber im Exil einen Namen als Amateur-Schachspieler. In Berlin brach im September 1830 die Schneider-Revolution aus. Politisch motivierte Massenversammlungen waren an der Tagesordnung, die die Forderung nach Freiheit und Gleichheit untermauerten und die unter Militäreinsatz blutig niedergeschlagen wurden. Die Bevölkerung, die zunehmend politisiert wurde, war damit auch nicht endgültig zur Ruhe gebracht worden. Die Unruhen gärten weiter. Im belgischen Brüssel führte ein Aufstand im Oktober dazu, dass sich Belgien für unabhängig von den Niederlanden erklärte. Und die Großmächte der „Londoner Protokolle“ erkannten im Dezember die belgische Unabhängigkeit an. Sie verlangten allerdings die strikte Einhaltung der Neutralität des Landes. Dem Beispiel der französischen Julirevolution folgte auch Polen. In dessen Hauptstadt Warschau begann der polnische Novemberaufstand, der sich gegen die russische Herrschaft richtete. Die russischen Truppen waren derart überrascht von dem Aufbegehren, dass sie sich umgehend aus Polen zurückzogen. Ein berühmtes Zeugnis der Julirevolution schuf der französische Maler Eugène Delacroix (1798–1863) mit seinem Gemälde „Die Freiheit führt das Volk“.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Intermezzo.</strong></span> Wir sehen, dass das doch eine besondere Zeit mit vielen Umbrüchen war. Und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass in dieser Zeit die erste kartografische Vermessung stattfand.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_41 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25767" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25767" class="wp-image-25767 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Karte-1-aeltester-Plan-vonOberkochen.jpg" alt width="1200" height="1016"><p id="caption-attachment-25767" class="wp-caption-text">ältester Plan von Oberkochen; da zusammengefügt gibt es einen kleinen Knick (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_42 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Wie kam es nun zu unserer Ur-Karte von 1830?</span></strong> Als Folge der Umwälzungen der napoleonischen Zeit hatte sich das 1806 zum Königreich erhobene Land Württemberg bis zum Jahr 1810 auf 19.514 km² vergrößert, also gut das Doppelte der Fläche von 1801. Entsprechend der Vielzahl früherer Herrschaften gab es in den verschiedenen Landesteilen in Umfang, Aufbau und Genauigkeit höchst unterschiedliche Grundstücksverzeichnisse. Diese – zumeist als Güter‑, Lager- oder Steuerbücher bezeichnet – erfüllten zwei Zwecke:</p>
<ol>
<li>Einerseits dienten sie (als Vorläufer des heutigen Grundbuchs) dazu, alle mit den Grundstücken verknüpften Rechtsgeschäfte (Verkauf, Verpfändung, Grunddienstbarkeiten) einzutragen und</li>
<li>andererseits bildeten sie ein wichtiges Hilfsmittel für die Erhebung der Grundsteuer. Um die Steuer nicht willkürlich, sondern nach einem nachvollziehbaren System, beruhend auf Größe, Nutzung und Ertragswert der Grundstücke, festsetzen zu können, mussten die Bücher vereinheitlicht und alle Flächen genau vermessen werden.</li>
<li>Weitere Anwendungen der Vermessung hatte man im damals vorwiegend von der Landwirtschaft geprägten Königreich noch nicht im Sinn; sie sollten aber bald an Bedeutung gewinnen (Straßen- und Wasserbau, Eisenbahnbau ab 1845).</li>
</ol>
<p><strong>Württembergische Landesvermessung 1818 — 1840</strong></p>
<p>König Wilhelm I. ordnete die Landesvermessung per Dekret am 25. Mai 1818 an, mit dem Ziel, Württemberg in ein modernes Staatswesen umzugestalten. Hauptargument für die genaue Vermessung, in der</p>
<ul>
<li><span style="color: #ff0000;">Feld für Feld,</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">Haus für Haus und</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">Weg für Weg</span></li>
</ul>
<p>erfasst wurde, war insbesondere die Schaffung einer Grundlage für die einheitliche Besteuerung des Grundeigentums. Dies war damals die wichtigste Geldquelle, um notwendige Reformen finanzieren zu können.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25766" style="width: 479px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25766" class="wp-image-25766 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Bild-09-Tuebingen-Hirschgasse-1830-e1750345230135.jpg?ver=1750345946" alt width="469" height="393"><p id="caption-attachment-25766" class="wp-caption-text">1830: Tübingen Hirschgasse (Wikipedia)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Somit fiel in Tübingen der Startschuss für die Vermessung des Königreichs Württemberg und für den Aufbau eines Liegenschaftskatasters. Dabei wurden gemarkungsweise, zur Ergänzung der Flurkarten, Primärkataster angelegt, die in Buchform tabellarisch Informationen über alle Gebäude, die bebauten Parzellen, Feldgüter, Wege und Gewässer führten. Ihren Abschluss fand die Landesvermessung am 1. Juli 1840 in Tübingen. Insgesamt wurden über 5 Millionen Flurstücke im Rahmen der Landesvermessung erfasst und 15.572 Flurkarten sowie 304 Ortspläne in dieser Zeit angefertigt. Die Kosten lagen bei 3,8 Mio. Gulden was rund 40% des Jahresetats des damaligen Königreiches entsprach!</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Ostalbmap.</strong></span> Die Flurkarten entstanden (im Originalmaßstab 1:2.500) durch Kartierung der Vermessungsergebnisse und bilden flächendeckend sämtliche Liegenschaften (alle Gebäude und Grundstücke) des damaligen Königreichs Württemberg ab. Diese werden daher meist als Ur-Karten bezeichnet. In der „ostalbmap“</p>
<p><a href="https://ostalbmap.de/sixcms/detail.php?template=start_oam" target="_blank" rel="noopener">Ostalbmap — Herzlich willkommen</a></p>
<p>können die rund 1.300 Flurkarten des Ostalbkreises eingesehen und mit den heutigen Verhältnissen verglichen werden. Die Ur-Karten sind bei Heimatforschern sehr beliebt und auch für Altlastenerkundungen, Ingenieurgutachten oder bei denkmalpflegerischen Fragen werden sie noch heute zu Rate gezogen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Die KI gibt auf die Frage „Wie war das Leben im Jahr 1830 in Oberkochen“ wie folgt Auskunft:</strong></span></p>
<blockquote>
<p>„Im Jahr 1830 war das Leben in Oberkochen stark von der Landwirtschaft geprägt. Die meisten Menschen lebten von der Landwirtschaft und kleineren Handwerksbetrieben, wie z.B. den Eisenwerken. Das Dorf war recht klein, mit etwa 600 Einwohnern, und die Gemeinschaft war eng zusammen. Die Infrastruktur war einfach, und viele Häuser waren aus Holz oder Stein gebaut. Es gab zwei Schulen, eine katholische und eine evangelische, was die religiöse Spaltung der Bevölkerung widerspiegelte. Das tägliche Leben war hart und von der Natur abhängig, aber die natürliche Schönheit der Umgebung und die Wasserressourcen boten gute Lebensbedingungen.“</p>
</blockquote>
<p>(KI weiß fast alles richtig bis auf die Eisenwerke und die religiöse Orts-Trennung, die damals schon aufgehoben war und doch bestanden weiterhin zwei konfessionelle Schulen.)</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Bevor es los geht.</strong></span> Ich habe es mir im Laufe der Jahrzehnte angewöhnt, hin und wieder an die Menschen zurückzudenken, die einst durch die Straßen und Gassen gingen, durch die ich gerade laufe – sei es in Oberkochen oder in Zürich oder sonst wo auf der Welt. Hier bei uns, betrifft das speziell das alte Oberkochen: <em>Die Langgass‘, die Kirchgass‘ d‘ Katzabach ond s ontere Dreißadal sowie dr Brunkel und d‘ Roasch.</em> Also aufgepasst, wir begegnen jetzt Menschen, die vor<strong> 195</strong> Jahren hier ihre Tage verbrachten und ihre Zeit auf unseren Friedhöfen auch schon lange hinter sich haben. Und wenn wir sie treffen, sagen wir nicht „Hallo oder glei gar nix“, sondern GRÜß GOTT (wie sich’s gheert) und fragen sie „wie’s mit der Arbeit isch ond wie’s dr Familie geht“.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Fakten:</span> <span style="color: #ff0000;">Es gab 130 Häuser und 630 Einwohner, die sich auf rund 20 durchnummerierten Ortswegen verteilten (1620 gab es 600 EW, nach dem 30jährigen Krieg, im Jahr 1648, gab es nur noch 100 EW).</span></strong></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Und wie sah die kleine Welt im Jahr 1830 in Oberkochen aus?</strong></span></p>
<p>Der Bürgermeister hieß immer noch Caspar Scheerer, wie schon zu Zeiten des geteilten Dorfes, der aber bald wegen Differenzen „mit dem württembergischen Bürokratismus“ zurücktreten wird</p>
<ul>
<li><span style="color: #ff0000;">Ein Rathaus gab es noch nicht und</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">die Schulen waren nach Konfessionen getrennt.</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">Die Pfarrer waren Franz Josef Lauth (kath.) und Johann Christian Hornberger (evang.).</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">An der katholischen Schule (im heutigen Edith-Stein-Haus) lehrte Anton Balluff und</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">in der evangelischen Schule<span style="color: #000000;">***</span> (vermutlich Ecke Aalener Straße / Bürgermeister-Bosch-Straße) ging es drunter und drüber. Lehrer kamen und gingen und die Besoldung war knapp.</span><br>*** Erst viele Jahre später finden wir das ev. Schulhaus im heutigen Heimatmuseum.</li>
<li><span style="color: #ff0000;">Dazu gab es einen Polizei-Diener und</span></li>
<li><span style="color: #ff0000;">über allem wachte das Oberamt Aalen.</span></li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Die sog. Ur-Karte aus dem Jahr 1830</strong></span> zeigt anschaulich, welche Häuser es damals gab und eine Liste, die mir vom „Schreiberle“ Joachim Fischer aus Backnang zugespielt wurde, macht ersichtlich, wie die Eigentümer hießen und was sie von Beruf waren. Die Karte wurde von dem ehemaligen (zu früh verstorbenen) Oberkochener Eugen Trittler gezeichnet, der später in Unterschneidheim wohnte, weil er im dortigen Zweigwerk von LEITZ Konstruktionschef war. Die Karte und die Namen basieren auf Recherche-Arbeiten im Aalener Liegenschaftsamt, die vom „Schreiberle“ Joachim Fischer aus Backnang engagiert durchgeführt wurden.</p>
<p>PS: Es gab und gibt einige Unklarheiten, was den Abgleich der Karten und der Tabelle betrifft. Diese ließen sich aber nicht ausräumen – so leben wir damit.</p>
<p>Mit diesen Plänen kann sich jetzt jeder selbst mal auf die Suche machen und schauen, was da heute für Häuser stehen. Betrachten wir es auch als einen Vorschlag zu einem besonderen Spaziergang durch unsere Gemeinde (daraus könnte der Heimatverein auch ein neues Such-Spiel für das Ferienprogramm entwickeln):</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25768" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25768" class="wp-image-25768 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Karte-2-Plan-1-Langgass.jpg" alt width="1200" height="1373"><p id="caption-attachment-25768" class="wp-caption-text">Planausschnitt 1: Ur-Karte von 1830: Langgaß‘ – heute Heidenheimer Straße (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_46 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #ff0000;"><strong><span style="text-decoration: underline;">Beginnen wir mit Plan-Ausschnitt 1, der die Gebäude 1 bis 26 sowie 108 bis 126 beinhaltet:</span></strong></span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_47 table-template  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>
</p><table id="tablepress-28" class="tablepress tablepress-id-28">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1">Geb.</th><th class="column-2">Nachname</th><th class="column-3">Vorname</th><th class="column-4">Beruf</th><td class="column-5"></td>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1">1</td><td class="column-2">Kopp</td><td class="column-3">Martin</td><td class="column-4">Schuhmacher</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">1</td><td class="column-2">Kopp</td><td class="column-3">Johannes Georg</td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">2</td><td class="column-2">Wengert</td><td class="column-3">Johannes</td><td class="column-4">Maurer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">2</td><td class="column-2">Kopp</td><td class="column-3">Anton</td><td class="column-4">Hafner</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1">3</td><td class="column-2">Wellnagel</td><td class="column-3">Melchior</td><td class="column-4">Amtsbote</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-7">
	<td class="column-1">4</td><td class="column-2">Mühlberger</td><td class="column-3">Martin</td><td class="column-4">Taglöhner</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-8">
	<td class="column-1">005a</td><td class="column-2">Traub</td><td class="column-3">Martin</td><td class="column-4">Taglöhner</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-9">
	<td class="column-1">005b</td><td class="column-2">Gold</td><td class="column-3">NN</td><td class="column-4">Schulmeister</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-10">
	<td class="column-1">6</td><td class="column-2">Brandstetter</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Weber</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-11">
	<td class="column-1">7</td><td class="column-2">Wiedenhöfer</td><td class="column-3">Martin</td><td class="column-4">Weber</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-12">
	<td class="column-1">8</td><td class="column-2">Hirsch</td><td class="column-3">Johann Georg</td><td class="column-4">Schuhmacher</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-13">
	<td class="column-1">8</td><td class="column-2">Zöschmann</td><td class="column-3">Joachim</td><td class="column-4">Bergmann</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-14">
	<td class="column-1">9</td><td class="column-2">Zenk</td><td class="column-3">Johann Georg</td><td class="column-4">Schneider</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-15">
	<td class="column-1">10</td><td class="column-2">Bäuerle</td><td class="column-3">Johann Georg</td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-16">
	<td class="column-1">011a</td><td class="column-2">Bassler</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Schäfer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-17">
	<td class="column-1">011b</td><td class="column-2">Schuhmacher</td><td class="column-3">Martin</td><td class="column-4">Gemeinderath</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-18">
	<td class="column-1">12</td><td class="column-2">Brunnhuber</td><td class="column-3">Johann Georg</td><td class="column-4">Maurer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-19">
	<td class="column-1">13</td><td class="column-2">Gold</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Bauer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-20">
	<td class="column-1">14</td><td class="column-2">Grupp</td><td class="column-3">Johann (?) Michael</td><td class="column-4">Bauer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-21">
	<td class="column-1">15</td><td class="column-2">Hofmann</td><td class="column-3">Johann Georg</td><td class="column-4">Taglöhner</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-22">
	<td class="column-1">16</td><td class="column-2">Stöckle</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Hafner</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-23">
	<td class="column-1">17</td><td class="column-2">Maier</td><td class="column-3">Sigmund Jonathan</td><td class="column-4">Schultheiß (1830–1849)</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-24">
	<td class="column-1">018a</td><td class="column-2">Gold</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Bauer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-25">
	<td class="column-1">018b</td><td class="column-2">Späth</td><td class="column-3">Melchior</td><td class="column-4">Bergmann</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-26">
	<td class="column-1">018b</td><td class="column-2">Späth</td><td class="column-3">Matthäus</td><td class="column-4">Bergmann</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-27">
	<td class="column-1">019a</td><td class="column-2">Hecker</td><td class="column-3">Melchior</td><td class="column-4">Taglöhner</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-28">
	<td class="column-1">019b</td><td class="column-2">Bitz</td><td class="column-3">Joh. Melchior</td><td class="column-4">Schullehrer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-29">
	<td class="column-1">20</td><td class="column-2">Beiswanger</td><td class="column-3">Christoph</td><td class="column-4">Bauer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-30">
	<td class="column-1">020a</td><td class="column-2">Scherer</td><td class="column-3">Gottlob</td><td class="column-4">Söldner</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-31">
	<td class="column-1">21</td><td class="column-2">Joos</td><td class="column-3">Ludwig</td><td class="column-4">Schmied</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-32">
	<td class="column-1">22</td><td class="column-2">Forsthaus</td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-33">
	<td class="column-1">23</td><td class="column-2">Merz</td><td class="column-3">Heinrich</td><td class="column-4">Bergmann</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-34">
	<td class="column-1">023a</td><td class="column-2">Widmann</td><td class="column-3">Joh. Jakob</td><td class="column-4">Schuhmacher</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-35">
	<td class="column-1">24</td><td class="column-2">Fritz</td><td class="column-3">Bernhard</td><td class="column-4"></td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-36">
	<td class="column-1">24</td><td class="column-2">Bäuerle</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Fuhrknecht</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-37">
	<td class="column-1">024a</td><td class="column-2">Brunnhuber jr.</td><td class="column-3">Sebastian</td><td class="column-4">Maurer</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-38">
	<td class="column-1">25</td><td class="column-2">Fischer</td><td class="column-3">Johannes</td><td class="column-4">Hafner</td><td class="column-5"></td>
</tr>
<tr class="row-39">
	<td class="column-1">26</td><td class="column-2">Wiedenhöfer</td><td class="column-3">Matthäus</td><td class="column-4">Flurschütz (Bilzhannes)</td><td class="column-5"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<!-- #tablepress-28 from cache --></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_48 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25762" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25762" class="wp-image-25762 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Bild-04-Heidenheimerstrasse-10-16.jpg" alt width="1200" height="823"><p id="caption-attachment-25762" class="wp-caption-text">Heidenheimer Straße rechte Seite; heutige Hausnummern 10 bis 16 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_49 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #0000ff;"><strong>Beispiel im Detail und im Vergleich zu früher, ganz früher und heute die Gebäude 24 bis 26</strong></span><br><strong>Beschreibung zum Bild:</strong><br><span style="color: #ff0000;"><strong>0 –</strong></span> Zaun zum vorgelagerten Garte des „Storchenbecks“ Widmann in der Heidenheimer Straße 6 (heute Cigdem Kebap Pizza Haus)</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">1 –</span></strong> (Gebäude 026) Das erste Rathaus mit der Fahnenstange über dem Eingang. Vor dem Haus vermutlich der Amtsbüttel. Hinter dem großen Scheunentor stand das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr. Rechts daneben hängt der Aushang-Kasten für Bekanntmachungen. Im Giebel erkennt man den Ausleger, an welchem die Feuerwehrschläuche hochgezogen wurden (Später Oberkochener Bank, heute Aalener Volksbank Hausnummer 10).</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>2 –</strong></span> (Gebäude 025) Haus des „Herrgottbeck“ Johannes Niklas Fischer, später „Herrgottshäfner“ Winter / Fischer. Das Gebäude wurde am 11. April 1945 durch eine Bombe zerstört, dabei kamen 8 Menschen ums Leben (Heute Hausnummer 12)</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">3 –</span></strong> (Gebäude 024 und 024a) In diesem Doppelhaus, das bei o.g. Bombenangriff ebenfalls zum größten Teil zerstört wurde, lebten einst zum einen Joseph Brunnhuber und zum anderen der Metzger Johannes Betzler (1855–1940). Der Rest stürzte im Sommer 1945 vollends ein (Heute unbebaut und Zugang zum dahinterliegenden Boarding- oder Gästehaus; deshalb fehlt die Haus Nr. 14).</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">4 –</span></strong> Einst stand hier das Rössle, im Jahr 1830, war das Grundstück nach unbebaut (Heute Kochertal-Apotheke Haus Nr. 16)).</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50 table-template  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>
</p><table id="tablepress-29" class="tablepress tablepress-id-29">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1">Geb.</th><th class="column-2">Nachname</th><th class="column-3">Vorname</th><th class="column-4">Beruf</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1">108</td><td class="column-2">Deeg</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Schmied</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">109</td><td class="column-2">Staud</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Gassenwirt</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">110</td><td class="column-2">Gold sen.</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">111</td><td class="column-2">Bezler</td><td class="column-3">Johannes</td><td class="column-4">Metzger</td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1">112</td><td class="column-2">Bek</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Krämer</td>
</tr>
<tr class="row-7">
	<td class="column-1">113</td><td class="column-2">Weber</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Söldner</td>
</tr>
<tr class="row-8">
	<td class="column-1">114</td><td class="column-2">Kauffmann</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Schuhmacher</td>
</tr>
<tr class="row-9">
	<td class="column-1">114a</td><td class="column-2">Hug</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Schreiner</td>
</tr>
<tr class="row-10">
	<td class="column-1">115a</td><td class="column-2">Bezler</td><td class="column-3">Franz</td><td class="column-4">Wagner</td>
</tr>
<tr class="row-11">
	<td class="column-1">115b</td><td class="column-2">Grupp</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-12">
	<td class="column-1">116a</td><td class="column-2">Schneider</td><td class="column-3">Johannes</td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-13">
	<td class="column-1">116b</td><td class="column-2">Häcker</td><td class="column-3">Joachim</td><td class="column-4">Taglöhner</td>
</tr>
<tr class="row-14">
	<td class="column-1">117</td><td class="column-2">Bezler</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-15">
	<td class="column-1">118</td><td class="column-2">Häcker</td><td class="column-3">Ulrich</td><td class="column-4">Söldner</td>
</tr>
<tr class="row-16">
	<td class="column-1">119</td><td class="column-2">Balle</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-17">
	<td class="column-1">120</td><td class="column-2">Schmid</td><td class="column-3">Jakob</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-18">
	<td class="column-1">121a</td><td class="column-2">Münder</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-19">
	<td class="column-1">122</td><td class="column-2">Linder</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Obermüller</td>
</tr>
<tr class="row-20">
	<td class="column-1">122</td><td class="column-2">Linder</td><td class="column-3">Franz Anton</td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-21">
	<td class="column-1">123</td><td class="column-2">Veil</td><td class="column-3">Jakob</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-22">
	<td class="column-1">124</td><td class="column-2">Kolb</td><td class="column-3">Balthes</td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-23">
	<td class="column-1">124</td><td class="column-2">Schmid</td><td class="column-3">Hans</td><td class="column-4">Taglöhner</td>
</tr>
<tr class="row-24">
	<td class="column-1">125</td><td class="column-2">Wenghofer</td><td class="column-3">Franz Anton</td><td class="column-4">Pottaschesieder</td>
</tr>
<tr class="row-25">
	<td class="column-1">126</td><td class="column-2">Kieninger</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Ölmüller</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<!-- #tablepress-29 from cache --></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25769" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25769" class="wp-image-25769 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Karte-3-Plan-2-Katzenbachstrasse.jpg" alt width="1200" height="614"><p id="caption-attachment-25769" class="wp-caption-text">Planausschnitt 2: Ur-Karte von 1830: heutige Katzenbachstraße und Aalener Straße (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_52 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25763" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25763" class="wp-image-25763 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Bild-05-Gebaeude-65-alte-Ochsen.jpg" alt width="1200" height="790"><p id="caption-attachment-25763" class="wp-caption-text">Gebäude 65: Der ganz alte „Ochsen“, als er noch „Goldener Ochsen“ hieß (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #ff0000; text-decoration: underline;">Es folgt Plan-Ausschnitt 2, der die Gebäude 27 bis 75 sowie 81 bis 107 beinhaltet:</span></span></strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_54 table-template  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>
</p><table id="tablepress-30" class="tablepress tablepress-id-30">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1">Gebäude</th><th class="column-2">Nachname</th><th class="column-3">Vorname</th><th class="column-4">Beruf</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1">27</td><td class="column-2">Linder</td><td class="column-3">Anton</td><td class="column-4">Obermüller</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">28</td><td class="column-2">Starz</td><td class="column-3">Ludwig</td><td class="column-4">Taglöhner</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">29</td><td class="column-2">Schaupp</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Bäcker</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">030a</td><td class="column-2">Fuchs</td><td class="column-3">Johannes</td><td class="column-4">Hirsch-Wirt</td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1">030b</td><td class="column-2">Fuchs</td><td class="column-3">Johannes</td><td class="column-4">Hirsch-Wirt</td>
</tr>
<tr class="row-7">
	<td class="column-1">31</td><td class="column-2">Schaub (?)</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-8">
	<td class="column-1">32</td><td class="column-2">Balle</td><td class="column-3">Franz Jakob</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-9">
	<td class="column-1">33</td><td class="column-2">Baumgärtner</td><td class="column-3">Balt.</td><td class="column-4">Küfer</td>
</tr>
<tr class="row-10">
	<td class="column-1">34</td><td class="column-2">Barth</td><td class="column-3">Melchior</td><td class="column-4">Söldner</td>
</tr>
<tr class="row-11">
	<td class="column-1">35</td><td class="column-2">Balle jun.</td><td class="column-3">Jakob</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-12">
	<td class="column-1">36</td><td class="column-2">Schübel</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Küfer</td>
</tr>
<tr class="row-13">
	<td class="column-1">37</td><td class="column-2">Scherr</td><td class="column-3">Simpert</td><td class="column-4">Wagner</td>
</tr>
<tr class="row-14">
	<td class="column-1">38</td><td class="column-2">Holz</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Wagner</td>
</tr>
<tr class="row-15">
	<td class="column-1">39</td><td class="column-2">Weber</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-16">
	<td class="column-1">40</td><td class="column-2">Scherr</td><td class="column-3">Adam</td><td class="column-4">Schultheiß + Bauer (bisher unbekannt)</td>
</tr>
<tr class="row-17">
	<td class="column-1">41</td><td class="column-2">Scheerer jr.</td><td class="column-3">Georg Adam</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-18">
	<td class="column-1">42</td><td class="column-2">Kopp</td><td class="column-3">Johann Georg</td><td class="column-4">Bergmann</td>
</tr>
<tr class="row-19">
	<td class="column-1">43</td><td class="column-2">Wirth</td><td class="column-3">Balthes</td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-20">
	<td class="column-1">44</td><td class="column-2">Grupp jr.</td><td class="column-3">Joachim</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-21">
	<td class="column-1">44</td><td class="column-2">Gold</td><td class="column-3">Sebastian</td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-22">
	<td class="column-1">45</td><td class="column-2">Honold</td><td class="column-3">Ulrich</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-23">
	<td class="column-1">46</td><td class="column-2">Mühlberger</td><td class="column-3">Balthes</td><td class="column-4">Zimmermann</td>
</tr>
<tr class="row-24">
	<td class="column-1">47</td><td class="column-2">Wiedenhöfer</td><td class="column-3">Melchior</td><td class="column-4">Weber</td>
</tr>
<tr class="row-25">
	<td class="column-1">48</td><td class="column-2">Merz</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Dreher</td>
</tr>
<tr class="row-26">
	<td class="column-1">49</td><td class="column-2">Maier</td><td class="column-3">Christoph</td><td class="column-4">Söldner</td>
</tr>
<tr class="row-27">
	<td class="column-1">50</td><td class="column-2">Hug</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Hafner</td>
</tr>
<tr class="row-28">
	<td class="column-1">51</td><td class="column-2">Deininger</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Taglöhner</td>
</tr>
<tr class="row-29">
	<td class="column-1">52</td><td class="column-2">Kopp</td><td class="column-3">Franz</td><td class="column-4">Taglöhner</td>
</tr>
<tr class="row-30">
	<td class="column-1">53</td><td class="column-2">Sapper</td><td class="column-3">Conrad</td><td class="column-4">Hafner</td>
</tr>
<tr class="row-31">
	<td class="column-1">54</td><td class="column-2">Grupp</td><td class="column-3">Melchior</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-32">
	<td class="column-1">55</td><td class="column-2">Grupp</td><td class="column-3">Melchior</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-33">
	<td class="column-1">56</td><td class="column-2">Veil</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Ochsenbauer</td>
</tr>
<tr class="row-34">
	<td class="column-1">57</td><td class="column-2">Schmid</td><td class="column-3">Dorothea</td><td class="column-4">ledig</td>
</tr>
<tr class="row-35">
	<td class="column-1">58</td><td class="column-2">Bäuerle</td><td class="column-3">Christoph</td><td class="column-4">Schmied</td>
</tr>
<tr class="row-36">
	<td class="column-1">59</td><td class="column-2">Brandstetter</td><td class="column-3">Franz Anton</td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-37">
	<td class="column-1">060a</td><td class="column-2">Beiswanger</td><td class="column-3">Jakob</td><td class="column-4">Schneider</td>
</tr>
<tr class="row-38">
	<td class="column-1">060b</td><td class="column-2">Scheerer</td><td class="column-3">Caspar</td><td class="column-4">Schultheiß (1803–1809 / 1809–1830)</td>
</tr>
<tr class="row-39">
	<td class="column-1">61</td><td class="column-2">Zehendscheuer + Spritzenhaus</td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-40">
	<td class="column-1">062a</td><td class="column-2">Bezler</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Wegknecht+Waagknecht</td>
</tr>
<tr class="row-41">
	<td class="column-1">062b</td><td class="column-2">Deininger</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Maurer</td>
</tr>
<tr class="row-42">
	<td class="column-1">63</td><td class="column-2">Friz</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Maurer</td>
</tr>
<tr class="row-43">
	<td class="column-1">64</td><td class="column-2">Seitz</td><td class="column-3">Heinrich</td><td class="column-4">Krämer</td>
</tr>
<tr class="row-44">
	<td class="column-1">65</td><td class="column-2">Schmid</td><td class="column-3">Matthäus</td><td class="column-4">Ochsen-Wirt</td>
</tr>
<tr class="row-45">
	<td class="column-1">66</td><td class="column-2">Meck</td><td class="column-3">Christoph</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-46">
	<td class="column-1">67</td><td class="column-2">Schmid</td><td class="column-3">Michael</td><td class="column-4">Hufschmied</td>
</tr>
<tr class="row-47">
	<td class="column-1">68</td><td class="column-2">Grupp jr.</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-48">
	<td class="column-1">69</td><td class="column-2">Grupp jr.</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-49">
	<td class="column-1">70</td><td class="column-2">Winter</td><td class="column-3">Xaver</td><td class="column-4">Schäfbauer</td>
</tr>
<tr class="row-50">
	<td class="column-1">71</td><td class="column-2">Wengert</td><td class="column-3">Josef Anton</td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-51">
	<td class="column-1">72</td><td class="column-2">Pfarrhaus kath.</td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-52">
	<td class="column-1">73</td><td class="column-2">Wiedmann</td><td class="column-3">Melchior</td><td class="column-4">Weber</td>
</tr>
<tr class="row-53">
	<td class="column-1">074a</td><td class="column-2">Wiedenhöfer</td><td class="column-3">Jakob</td><td class="column-4">Weber</td>
</tr>
<tr class="row-54">
	<td class="column-1">074b</td><td class="column-2">Wengert</td><td class="column-3">Franz Anton</td><td class="column-4">Maurer</td>
</tr>
<tr class="row-55">
	<td class="column-1">75</td><td class="column-2">Burr</td><td class="column-3">Johann Georg</td><td class="column-4">Bäcker</td>
</tr>
<tr class="row-56">
	<td class="column-1"></td><td class="column-2"></td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-57">
	<td class="column-1">81</td><td class="column-2">Gold</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Wegknecht</td>
</tr>
<tr class="row-58">
	<td class="column-1">82</td><td class="column-2">Hefele</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-59">
	<td class="column-1">83</td><td class="column-2">Brunnhuber</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Maurer</td>
</tr>
<tr class="row-60">
	<td class="column-1">84</td><td class="column-2">Zoschmann</td><td class="column-3">Johannes</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-61">
	<td class="column-1">85</td><td class="column-2">Wiedmann</td><td class="column-3">Caspar</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-62">
	<td class="column-1">86</td><td class="column-2">Junginger</td><td class="column-3">Caspar</td><td class="column-4">Waldschütz</td>
</tr>
<tr class="row-63">
	<td class="column-1">87</td><td class="column-2">Kopp</td><td class="column-3">Sebastian</td><td class="column-4">Taglöhner</td>
</tr>
<tr class="row-64">
	<td class="column-1">088a</td><td class="column-2">Fritz</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Küfer</td>
</tr>
<tr class="row-65">
	<td class="column-1">088a</td><td class="column-2">Grupp</td><td class="column-3">Georg</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-66">
	<td class="column-1">088b</td><td class="column-2">Friz</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Küfer</td>
</tr>
<tr class="row-67">
	<td class="column-1">89</td><td class="column-2">Friz</td><td class="column-3">Franz Anton</td><td class="column-4">Schneider</td>
</tr>
<tr class="row-68">
	<td class="column-1">90</td><td class="column-2">Bössner</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Schuhmacher</td>
</tr>
<tr class="row-69">
	<td class="column-1">91</td><td class="column-2">Mahler</td><td class="column-3">Johannes</td><td class="column-4">Gärtner</td>
</tr>
<tr class="row-70">
	<td class="column-1">92</td><td class="column-2">Dölker</td><td class="column-3">Matthäus</td><td class="column-4">Zimmermann</td>
</tr>
<tr class="row-71">
	<td class="column-1">93</td><td class="column-2">Armenhaus</td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-72">
	<td class="column-1">94</td><td class="column-2">Gefängnis</td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-73">
	<td class="column-1">95</td><td class="column-2">Stadelmaier</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Untermüller</td>
</tr>
<tr class="row-74">
	<td class="column-1">96</td><td class="column-2">Vogt</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Weber</td>
</tr>
<tr class="row-75">
	<td class="column-1">97</td><td class="column-2">Fischer</td><td class="column-3">Sebastian</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-76">
	<td class="column-1">98</td><td class="column-2">Maier</td><td class="column-3">Jonatan</td><td class="column-4">Schultheiß (ident wie unter Geb. 17?)</td>
</tr>
<tr class="row-77">
	<td class="column-1">99</td><td class="column-2">Hug</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Hafner</td>
</tr>
<tr class="row-78">
	<td class="column-1">100a</td><td class="column-2">Uhl</td><td class="column-3">Xaver</td><td class="column-4">Taglöhner</td>
</tr>
<tr class="row-79">
	<td class="column-1">100b</td><td class="column-2">Bezler</td><td class="column-3">Franz</td><td class="column-4">Küfer</td>
</tr>
<tr class="row-80">
	<td class="column-1">101a</td><td class="column-2">Veil</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Karlesbauer</td>
</tr>
<tr class="row-81">
	<td class="column-1">102</td><td class="column-2">Schulhaus kath.</td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-82">
	<td class="column-1">103</td><td class="column-2">Fuchs</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Hirschwirt</td>
</tr>
<tr class="row-83">
	<td class="column-1">104</td><td class="column-2">Fuchs</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Hirschwirt</td>
</tr>
<tr class="row-84">
	<td class="column-1">105</td><td class="column-2">Kirche + Pfarrhaus ev.</td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-85">
	<td class="column-1">106</td><td class="column-2">Grupp</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-86">
	<td class="column-1">107</td><td class="column-2">Müller</td><td class="column-3">Josef</td><td class="column-4">Mühlknecht</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<!-- #tablepress-30 from cache --></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_55 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25760" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25760" class="wp-image-25760 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Bild-02-Gebaeude-104-106-1857.jpg" alt width="1200" height="697"><p id="caption-attachment-25760" class="wp-caption-text">Von Gebäude 104 und 106 eingerahmt: 1857: Die alte evang. Kirche und das dazugehörige Pfarrhaus (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_56 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25761" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25761" class="wp-image-25761 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Bild-03-alte-katholische-Kirche.jpg" alt width="1200" height="965"><p id="caption-attachment-25761" class="wp-caption-text">vor 1900: Die alte katholische Kirche St. Peter und Paul (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_57 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25770" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25770" class="wp-image-25770 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Karte-4-Plan-3-Aalenerstrasse.jpg" alt width="1200" height="843"><p id="caption-attachment-25770" class="wp-caption-text">Planausschnitt 3: Ur-Karte von 1830: heutige Katzenbachstraße und Aalener Straße (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_58 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="text-decoration: underline;"><em><span style="color: #ff0000; text-decoration: underline;">Abschließend folgt Plan-Ausschnitt 3, der die Gebäude 76 bis 80 beinhaltet:</span></em></span></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_59 table-template  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>
</p><table id="tablepress-31" class="tablepress tablepress-id-31">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1">Gebäude</th><th class="column-2">Name</th><th class="column-3">Vorname</th><th class="column-4">Beruf</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1">076</td><td class="column-2">Müller</td><td class="column-3">Johann</td><td class="column-4">Bauer</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">077</td><td class="column-2">Schule ev.</td><td class="column-3"></td><td class="column-4"></td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">078</td><td class="column-2">Schaupp</td><td class="column-3">Franz</td><td class="column-4">Wegknecht</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">079</td><td class="column-2">Drittler</td><td class="column-3">Georg</td><td class="column-4">Weber</td>
</tr>
<tr class="row-6">
	<td class="column-1">080</td><td class="column-2">Friz</td><td class="column-3">Josef Anton</td><td class="column-4">Küfer</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<!-- #tablepress-31 from cache --></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_60 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25765" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25765" class="wp-image-25765 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-831-Bild-08-Dorfmitte-1912.jpg" alt width="1200" height="777"><p id="caption-attachment-25765" class="wp-caption-text">1912: Noch eine ländliche Dorfmitte (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_61 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #0000ff;"><strong>Verbleiben noch die rund 20 Ortswege.</strong></span> Früher gab es nur Ortswege und Häuser, die durchnummeriert wurden.</p>
<ul>
<li><strong>01</strong> Langgass‘ (heute Heidenheimer Straße)</li>
<li><strong>02</strong> Kirchgass‘ (heute Aalener Straße)</li>
<li><strong>03</strong> Katzenbachstraße</li>
<li><strong>04</strong> Feigengasse</li>
<li><strong>05</strong> unterer Teil der Dreißentalstraße</li>
<li><strong>06</strong> Weg zwischen Consilio (Golda-Bauer) und Haus Möhrle (früher Napoleon)</li>
<li><strong>07</strong> Hasengässle</li>
<li><strong>08</strong> unbekannt</li>
<li><strong>09</strong> Albert-Bäuerle-Straße</li>
<li><strong>10</strong> Weg zwischen Oberer Mühle und Kocherkanal</li>
<li><strong>11</strong> Weg entlang des Kochers</li>
<li><strong>12</strong> Weg zwischen Optiker und Kaufmann am alten Huga-Schreiner vorbei zum Kocher</li>
<li><strong>13</strong> unbekannt</li>
<li><strong>14</strong> heutige Mühlstraße zwischen kath. Kirche und Heimatmuseum II (früher Haus Hohentwiel)</li>
<li><strong>15</strong> heutige Mühlstraße zwischen Mühlenscheuer und Kocherbrücke</li>
<li><strong>16</strong> heutige Mühlstraße im Bereich des früheren Armenhauses, heute steht dort das Haus Hubert Glaser</li>
<li><strong>17</strong> heutige Mühlstraße vom Haus Bäuerle hoch Richtung Aalener Straße (wo früher die Tankstelle auf dem heutigen leeren Platz stand und heute manchmal der Göckeles-Verkäufer steht</li>
<li><strong>18</strong> der steilste Teil der heutigen Mühlstraße, vorbei am früheren Haus des Oberamtsmann Feil bis zur Arztpraxis hinauf</li>
<li><strong>19</strong> heutige Mühlstraße vor dem Haus Bäuerle</li>
<li><strong>20</strong> entspricht dem heutigen Pflug-Gässle (hier wohnte im Gebäude 57 einst unser Deutscher Meister im Ski-Langlauf Karl Lense)</li>
<li><strong>XX</strong> Die heutige Wacholdersteige zwischen Zimmerei Brunnhuber und Leitz war früher ebenfalls ein Ortsweg vzw. Vizinalweg, der zur Schlaggenwäsche am Ölweiher führte.</li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>So, des Gschäft wär‘ gschafft.</strong></span> Ich denke, dass das ein wichtiger Bericht ist, und ich würde mich sakrisch freuen, wenn ich demnächst den einen oder die andere mit diesen Plänen durch Oberkochen herumirren sehe, um das Geschriebene vor Ort zu betrachten. Viel Spaß dabei.</p>
<p><strong>PS:</strong> Wenn ich mir Karten so anschaue, könnte ich mir vorstellen auf der kommenden neuen Website des Heimatvereins eine interaktive Karte zu installieren und mit Bildern der Häuser aus späteren Jahren aus den Archiven „Wilfried Müller“ und „Wilhelm Schönherr“ zu verlinken. Da hat der „Stefan Müller“ bestimmt eine Lösung.</p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Es grüßt von seinem Rundgang über die alten Ortswege der „Billie vom Sonnenberg“</em></strong></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 830: Jugenderinnerungen des Lehrersohns Engelbert Mager</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-830-jugenderinnerungen-des-lehrersohns-engelbert-mager/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2025 22:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Sitten, Gebräuche, Erinnerungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=25795</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_3 beitrag-row">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_62 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #0000ff;"><strong>Intro.</strong></span> Engelbert war der Sohn des Lehrers Alfons Mager (1878 bis 1946). Er erstellte den Bericht im Jahr 1986. Erst jetzt fand ich diesen beim Sichten alter Unterlagen. Zuletzt wohnte er in der Altenbergstraße 18 in 7114 Pfedelbach-Oberohrn. Der Bericht erschien zwar schon im ersten Heimatbuch aus dem Jahr 1986, aber als mir der Originalbericht in die Hände fiel, entschied ich, ihn doch in dieser Reihe, mit einigen Bildern aufgepeppt, auch zu veröffentlichen. Die Bilder stammen nicht immer aus der beschriebenen Zeit, passen aber trotzdem gut zum Thema.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Im Sommer 1918</strong></span> erhielt mein Vater die vakante zweite definitive Lehrstelle in Oberkochen. Schulleiter war damals Oberlehrer Karl Wörner, der 1927 in den Ruhestand trat und nach Ellwangen verzog. Damals befanden sich im katholischen Schulhaus zwei Lehrerwohnungen, vier Schullokale, ein sog. Unterlehrerzimmer und eine Behelfsbehausung für die Schullehrerin im Dachgeschoss. Die Wohnungen mit gemeinsamem Flur waren geräumig und schön, nur hatten die Architekten beim Bau die Toiletten vergessen und sie nachträglich angehängt (oaglaublich so äbbes). So befanden sie sich außerhalb der Glastüren und einen halben Stock tiefer. Die evangelischen wurden in einer Einklassenschule von Oberlehrer Günther unterrichtet.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_63 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25799" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25799" class="wp-image-25799 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-01-Jahr-1906.jpg" alt width="1200" height="459"><p id="caption-attachment-25799" class="wp-caption-text">Oberkochen Gesamtansicht aus dem Jahr 1906 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_64 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #0000ff;"><span style="color: #000000;">Der</span><strong> Marktflecken</strong> </span>hatte damals über 1.800 Einwohner, von denen die meisten von einer kleinen Landwirtschaft lebten. Mit Kühen und Ochsengespannen bestellten sie ihre Feldarbeit. Pferdebauern mit größeren Betrieben konnte man an einer Hand abzählen. Durch die bäuerliche Struktur waren beiderseits der Durchgangsstraße (Heidenheimer und Aalener Straße) Dunglagen (offizielle Bezeichnung) oder „Mischten“ (Umgangssprache) angelegt, die im Laufe der Industrialisierung und des landwirtschaftlichen Strukturwandels verschwanden. Letztendlich war es ein Vorteil, denn nach der Beseitigung war die Straße relativ breit. Nicht wenige der Kleinbauern arbeiteten im Winter in den Wäldern oder in den ansässigen Industriebetrieben.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_65 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25800" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25800" class="wp-image-25800 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-02-Bauerndorf-1900-1922.jpg" alt width="1200" height="837"><p id="caption-attachment-25800" class="wp-caption-text">Das ursprüngliche Bauerndorf zwischen 1900 und 1922 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_66 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wir Kinder schauten oft den <strong><span style="color: #0000ff;">Hafnern</span></strong> bei ihrer schmierigen Arbeit zu und staunten über die formgebende Tätigkeit. Auf dem Bahnhof standen die Harassen (Lattenkisten) mit vollgepacktem Tongeschirr, bereit zum Versand an die Zwischenhändler. Feinschmecker behaupteten, dass das Kraut aus einem Tontopf am besten mundete.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_67 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25801" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25801" class="wp-image-25801 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-03-Hafner-Fischer-oder-Minder.jpg" alt width="1200" height="1805"><p id="caption-attachment-25801" class="wp-caption-text">Hafner Fischer oder Minder – immer noch ungeklärt? (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_68 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der <strong><span style="color: #0000ff;">Badeplatz</span></strong> der Jugend im Sommer befand sich am Wehr der Kreuzmühle (Besitzer Elser). Durch die geringe Entfernung zum Ursprung des Kochers war das Wasser verhältnismäßig kühl, auch bei größerer Hitze. Oberhalb des Wehrs und der vorüberführenden Straße nach Aalen zum schienengleichen Bahnübergang fingen einige Jungen mit bewundernswerter Geschicklichkeit während des Badens schöne Forellen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_69 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p></p><div id="attachment_25802" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25802" class="wp-image-25802 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-04-Kreuzmuehle-Untere-Muehle.jpg" alt width="1200" height="807"><p id="caption-attachment-25802" class="wp-caption-text">Die Kreuzmühle inmitten eines Natur-Idylls (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_70 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Im Winter</span></strong> konnte man sich selten über mangelnde Schneefülle beklagen. Oft war der Wintersport an früheren Osterfesten noch möglich. Zuerst übte man das Schifahren mit Fassdauben, an denen eine Behelfsbindung angebracht wurde. Später erhielten wir richtige Schier, mit denen wir die Wälder durchstreiften und an den Hängen um Oberkochen unsere Künste ausübten. An der letzten Kehre des Wegs zum Volkmarsberg vor dem Wald begann das Rodeln. Bei günstiger Schneelage konnte man über das Dreißental und die Hauptstraße hinweg, den Kocher erreichen. Vorne auf dem Schlitten saß der Lenker mit Schlittschuhen. Im Jahr 1933 errang mein Schulkamerad Karl Lense die Deutsche Meisterschaft im Schi-Langlauf. Ihm wurde zur Heimkehr ein prächtiger Empfang bereitet, an dem der ganze Ort teilnahm. Leider wurde Karl doch noch ein Opfer des II. Weltkrieges, nachdem ich ihn am Bahnhof in Rastatt aus einem Frontzug noch rufen und winken sah.</p>
<p>Oberkochen konnte auch gute <strong><span style="color: #0000ff;">Geräteturner</span></strong> wie Karl Wannenwetsch, Ludwig Wunderle und Schneidermeister Fischer aufweisen. Die kleine Turnhalle war damals das letzte Gebäude im Katzenbach auf der linken Seite (das spätere „Segelflieger-Heisle und heutige Boller-Heisle“).</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_71 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25803" style="width: 1160px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25803" class="wp-image-25803 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-05-unbekannter-Sportler-scaled.jpg" alt width="1150" height="2560"><p id="caption-attachment-25803" class="wp-caption-text">Viel Ruhm, viel Ehr – in welcher Disziplin auch immer – er ist unbekannt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_72 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Im Forsthaus,</span></strong> gegenüber dem alten Schulhaus (Fuchsbau) waltete Forstmeister Marin seines Amtes. Mit seiner Pferdekutsche fuhr es fast jeden Tag hinaus in die weiten Wälder. Sein Schwager, General Freiherr von Luppin ***, wohnte in Schwäbisch Gmünd und besuchte öfters Oberkochen. An vaterländischen Feiern nahm er in seiner prächtigen Paradeuniform teil, die wir besonders bewunderten. Eine Schwägerin des Forstmeisters malte Kinderportraits. Ich musste mehrere Tage bei ihr stillsitzen, was mir sehr schwerfiel.</p>
<p><strong>***Kurt Freiherr von Lupin</strong>&nbsp;(*&nbsp;30. September&nbsp;1867&nbsp;in&nbsp;Ludwigsburg; †&nbsp;2. November 1938 in&nbsp;1938&nbsp;in&nbsp;Schwäbisch Gmünd) war ein deutscher&nbsp;Generalmajor&nbsp;der&nbsp;Reichswehr. Kurt war der jüngere Sohn des württembergischen Generalleutnants Hugo von Lupin&nbsp;(1829–1902) und dessen Ehefrau Karoline, geborene Veiel (1841–1917). Sein Bruder&nbsp;Arthur&nbsp;(1861–1920) avancierte ebenfalls zum Generalleutnant in der Württembergischen Armee. Der&nbsp;b<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Bayern" target="_blank" rel="noopener">ayerische</a>&nbsp;Staatsbeamte und Mineraloge&nbsp;Friedrich von Lupin&nbsp;(1771–1845) war sein Großvater.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_73 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25804" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25804" class="wp-image-25804 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-06-Forsthaus.jpg" alt width="1200" height="889"><p id="caption-attachment-25804" class="wp-caption-text">Das alte Forsthaus im Jägergässle (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_74 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit Musikkapellen und Fahnen bewegte sich 1922 ein Aufmarsch mit nahezu militärischer Ordnung zur feierlichen Einweihung des<strong><span style="color: #0000ff;"> Lindenbrunnens</span></strong> in der Ortsmitte. Der erhebende Festakt ist mir heute noch in Erinnerung.</p>
<p>Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts besuchten sich im Rahmen des <strong><span style="color: #0000ff;">Ösch-Prozessionen</span></strong> die Katholiken von Ober- und Unterkochen. Dabei begegnete man sich auf halbem Weg, wobei es unter den Buben nicht gerade fromm zuging, denn die hatten sich schon vorher die Taschen mit kleinen Steinen gefüllt, um sich gegenseitig zu bewerfen. Durch den wachsenden Verkehr wurden die Bittgänge eingestellt und nur noch in Ortsnähe durchgeführt.</p>
<p>Bei allen weltlichen und kirchlichen Feiern, die mit Umzügen verbunden waren, marschierte der Amtsbote und <strong><span style="color: #0000ff;">Polizeidiener Gold</span></strong> in militärischer Montur mit Säbel und Pickelhaube vorneweg. Er wohnte einst mit seiner Familie im alten Rathaus und hatte noch die Aufgabe, die Bekanntmachungen des Ortes durch das sog. „Ausschellen“ den Einwohnern an verschiedenen Stellen im Ort zu verkünden. Für uns war er eine Respektsperson und in der Gemeinde ein hochgeachteter Mann.</p>
<p>Jedes Jahr hielten der Kirchenchor und der Schwäbische Albverein ihre<strong><span style="color: #0000ff;"> Jahresabschlussfeiern</span> </strong>in der Bahnhofsrestauration (in dr Winter’schen „Schell“) ab. Das Programm umfasste jeweils neben einigen Liedern und Couplets ein Theaterstück. Bei einer solchen Feier ereignete sich einmal eine äußerst ergötzliche Begebenheit: Die Bühne im Saal war nur behelfsmäßig mit Ständern und Dielen darüber aufgebaut. Durch das große Gewicht, das der Chor bei einem Liedvortrag auf die Bühne brachte, krachte diese in sich zusammen! Trotzdem ließen sich Dirigent und Chor nicht aus der Ruhe bringen und sangen ihr Lied zu Ende – des waret halt no Kerle ond Fraua! Ein großer Applaus war ihnen danach sicher.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_75 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25805" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25805" class="wp-image-25805 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-07-Gruppa-Franzl.jpg" alt width="1200" height="1783"><p id="caption-attachment-25805" class="wp-caption-text">Der berühmte Gruppa-Franzl (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_76 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Einen Sänger des Kirchenchores gilt es herauszuheben – den <strong><span style="color: #0000ff;">Gruppa-Franzl!</span></strong> Sein schöner Bariton und sein urwüchsiger Humor rissen die Zuschauer bei seinen Soli, und vor allem bei seinen<strong> „Couplets ***“</strong>, die Zuschauer von ihren Sitzen.</p>
<p><strong>***Couplet</strong> ist ein mehrstrophiges witzig-zweideutiges, politisches oder satirisches Lied mit markantem Refrain. In der Musik bezeichnet das Couplet außerdem die Strophenteile eines <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rondo_(Musik)" target="_blank" rel="noopener">Rondos</a>, die sich mit dem wiederkehrenden Refrain oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ritornell" target="_blank" rel="noopener">Ritornell</a> abwechseln.</p>
<p>Bekannt ist bis heute sein Verslein:</p>
<blockquote>
<p>„ I be dr Gruppa-Franzl / I be a schlauer Hansl / I be von Obrkocha / wo sieba Dag send en dr Wocha“.</p>
</blockquote>
<p>Seine Familie war die damals kinderreichste im Ort und alle Töchter und Söhne haben sich im Leben bestens zurechtgefunden.</p>
<p>Etliche alte Sänger gingen niemals ohne <strong><span style="color: #0000ff;">Schnupftabakdose</span> </strong>aus dem Haus und wenn sie sich zufällig im Ort trafen, wurde vor dem Gesprächsbeginn erst eine Prise geschnupft. Dazu passte das Couplet „Die drei Schnupfer“, das bei einer Aufführung großen Beifall erntete.</p>
<p>Ein weiterer bekannter <strong><span style="color: #0000ff;">Humorist</span></strong> war Josef Wingert, auch unter dem Spitznamen „Stöpsl“ bekannt. Wenn er mit seinem steifen Bein auf der Bühne erschien und mir urkomischen Grimassen sang, erntete er riesigen Beifall.</p>
<p>Im Ort gab es weder eine Apotheke noch einen approbierten Arzt oder Dentisten. Für die beiden letzteren praktizierte ein sog. <span style="color: #0000ff;"><strong>Wundarzt</strong></span> auf dem allgemeinen Gebiet der Heilkunde. Das war der Onkel des Fabrikanten Ludwin Oppold. In der Jugend wurde er von einem Arzt angelernt und durfte seine Tätigkeit bis ins hohe Alter ausüben. Ich verdanke dem alten Herrn im Jahr 1923 die Heilung von einer schweren Diphterie-Erkrankung. Daneben pflegten die Katholischen Schwestern des Klosters Reute, die im häutigen Edith-Stein-Haus wohnten, in aufopferungsvoller Weise die Kranken vor Ort.</p>
<p>Wer eine <span style="color: #0000ff;"><strong>höhere Schule</strong></span> *** besuchen wollte, musste nach Aalen ins Oberrealgymnasium. Man konnte die Volksschule nach dem 3ten Schuljahr verlassen und in die Vorklasse des Gymnasiums wechseln. In der Parkschule wurden die Geschlechter getrennt unterrichtet. Schulgeld- und Lernmittelfreiheit gab es nur in wenigen Ausnahmefällen. Die Zugverbindungen nach und von Aalen waren vorzüglich auf die Schülerbelange abgestimmt.</p>
<p>*** Dazu ein schwäbischer Witz:</p>
<blockquote>
<p>„Warum bauten die Schwaben ihre Schulen auf einen Berg? Damit sie auch mal auf die Höhere Schule konnten“. ????</p>
</blockquote>
<p>Im Jahr 1918 war die Parallelstraße zum heutigen Jägergässle, die heutige Keltenstraße, das <strong><span style="color: #0000ff;">Dorfende</span></strong> im Dreißental. Im Anschluss daran wurde in den 20er-Jahren eine zweiter Röhrenstrang der Landeswasserversorgung zum Stollen ins Wolfertstal verlegt. Es waren riesige Rohre, durch die wir als Kinder hindurchschlüpften, bevor sie eingegraben wurden.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_77 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25806" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25806" class="wp-image-25806 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-08-Dreissentalstrasse.jpg" alt width="1200" height="798"><p id="caption-attachment-25806" class="wp-caption-text">Die Dreißentalstraße mit dem angesprochenen Elmer-Haus – heute Markscheffel (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_78 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25808" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25808" class="wp-image-25808 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-10-Koehlersche-Haus-im-oberen-Dreissental.jpg" alt width="1200" height="762"><p id="caption-attachment-25808" class="wp-caption-text">Das Bild zeigt u.a. das Köhler’sche Haus im oberen Dreißental (Archiv Hartmuth Köhler)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_79 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Bebauung des Dreißentals</span></strong> begann nach 1920. Als erster baute der Maurermeister Elmer ein Einfamilienhaus (das spätere Hausmann- und heutige Markscheffel-Haus) und einige Häuser im oberen Dreißental.</p>
<p>In Erinnerung geblieben sind mir die <strong><span style="color: #0000ff;">Mangold-Brüder</span></strong>, die bei der Eisenbahn beschäftigt waren und sich auf billigste Art ein Doppelhaus erstellten. Über dem „Cafe Gold“ (hier wohnte der oben erwähnte Polizeidiener) befand im Gewann „Hitzeles Mahd“ ein <strong><span style="color: #0000ff;">Steinbruch</span></strong> mit blauen Plattenkalken. Hier brachen sich Häuslesbauer und brachten sie zu den nahegelegenen Bauplätzen. Als Mörtel diente ihnen der nasse Kalkschlamm auf den Straßen. Für die Männer und ihre Frauen war das ein hartes Stück Arbeit, die allgemein bewundert wurde.</p>
<p>Ein herrliches Wintererlebnis war für ich eine <strong><span style="color: #0000ff;">Eisvogelschar</span></strong>, die sich am Kocherursprung niedergelassen hatte. Ihre prächtigen Gefieder glänzten in dem weißen Schnee und in dem glasklaren Wasser. In den Wäldern stieß man oft auf ehemalige<strong><span style="color: #0000ff;"> Kohlplatten</span></strong>, auf denen einst Holzkohle für die Verhüttung der Bohnerze im Tal gewonnen wurde. Dem Härtsfeld zu gab es in meiner Jugend in den Wäldern noch Köhler, die wir Jungen öfters bei ihrer Arbeit beobachteten. Einmal fuhr ich an einer Kohlplatte mit den Schiern in eine Falle. Sie schlug über dem Vorderteil eines Schies zusammen. Glücklicherweise blieb ich unverletzt.</p>
<p>Am 1.8.1926 geschah ein<strong><span style="color: #0000ff;"> Mord</span></strong>, der die Gemüter über Oberkochen hinaus bewegte. Förster Braun wurde im Wald bei Ochsenberg von einem von dort stammendem Wilderer erschossen. Eine Beerensammlerin fand den Förster zufällig im Gestrüpp. Der ruhige und allgemein beliebte Mann hinterließ eine Frau und zwei Söhne. Mit der Familie trauerte die ganze Gemeinde. Im Ellwanger Ladgericht fand der Prozess gegen den Mörder statt. Siehe dazu auch die Bericht <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-143-vor-65-jahren-foerster-braun-aus-oberkochen-ermordet/">143</a> und <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-501-foerster-wilhelm-braun-wurde-erschossen/">501</a>.</p>
<p>Eine schwere Zeit für die Nicht-Landwirte war die Inflation von <span style="color: #0000ff;"><strong>1918 bis zum November 1923</strong></span> ***. Nicht wenigen wurde bei der Lebensmittelknappheit von den Landwirten geholfen. Einem schlauen Gast- und Landwirt, der neben einem Viehbestand auch Pferde besaß, passierte folgende Geschichte:</p>
<blockquote>
<p>„Bei einer Schwarz-Schlachtung (einer nicht genehmigten) floss Blut aus einer Scheune, was der Polizei zu Ohren kam. Anlässlich einer umgehende Vernehmung vor Ort, zeigte der Wirt am Kopf des Schweines den Abdruck eines Hufeisens und schilderte den Vorgang so, dass das losgewordene Pferd in der Nacht das Schwein mit einem Hufschlag getötet habe“.</p>
</blockquote>
<p>In Wirklichkeit vollzog der Wirt die Tötung mit einer Axt, an der das Hufeisen angebracht war.</p>
<p><strong>*** Diese Inflation</strong> war eine der radikalsten Geldentwertungen in großen Industrienationen. Die Vorgeschichte dieser <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation" target="_blank" rel="noopener">Hyperinflation</a> findet sich in der Finanzierung des Ersten Weltkrieges. Mit dem Ende des Krieges 1918 hatte die Mark bereits offiziell mehr als die Hälfte ihres Geldwertes (Kaufkraft in ihrem Währungsraum) und ihres Wechselkurses verloren. Allerdings waren die Preise während des Krieges kontrolliert; auf dem Schwarzmarkt waren die Preise weit stärker gestiegen. Eigentliche Ursache der ab 1919 anziehenden Inflation, die ab Mitte 1922 in eine Hyperinflation überging, war die massive Ausweitung der Geldmenge durch den Staat in den Anfangsjahren der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Republik" target="_blank" rel="noopener">Weimarer Republik</a> aufgrund der hohen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Reparationen_nach_dem_Ersten_Weltkrieg" target="_blank" rel="noopener">Reparationszahlungen</a>.</p>
<p>Mein Vater besuchte einmal einen Schwager im Schwarzwald, der eine Landwirtschaft betrieb und trat mit etlichen Kilo Butter als sog. <strong><span style="color: #0000ff;">„Hamsterware“</span></strong> im Rucksack die Heimreise an. Im letzten Zug von Stuttgart nach Aalen erfuhr er, dass die Polizei auf dem Bahnhof in Aalen den Reisenden alle gehamsterten Lebensmittel abnahm. So stieg der Vater spät in der Nacht in Essingen aus und wanderte über den Volkmarsbergsattel heimwärts. Schweißgebadet kam er gegen 2 Uhr in der Nacht daheim an. In der Zwischenzeit hatten wir uns große Sorgen um ihn gemacht.</p>
<p>Nach Schulschluss um 12 Uhr in Aalen musste ich jeden Tag rasch einen Umweg über das dortige Rathaus machen, um in dieser Zeit der <strong><span style="color: #0000ff;">„galoppierende Inflation</span> </strong>***“ nach dem „Multiplikator“ zu schauen, damit die Eltern wussten, was sie für die 14tägige Gehaltszuweisung noch kaufen konnten.</p>
<p>*** Das ist eine sehr schnell steigende Inflation mit einer Inflationsrate zwischen 20 und 100% pro Jahr.<br>In bester Erinnerung ist mir heute noch, wie die Arbeiter an einem Zahltag im Herbst 1923 ihre ersten Rentenmarkscheine betrachteten und glücklich waren, dass nun wieder eine feste Währung für eine ordentliche Lebensgrundlage zur Verfügung stand. Damit verschwand auch das sog. <strong><span style="color: #0000ff;">„Notgeld“</span></strong> ***, das die Städte in eigener Regie ausgaben.</p>
<p>*** Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1-Billion-Mark-St%C3%BCck_(Provinz_Westfalen)" target="_blank" rel="noopener">1‑Billion-Mark-Stück</a> der Provinz Westfalen von 1923, die Münze mit dem höchsten Nennwert der Inflationszeit, war allerdings zum Zeitpunkt ihrer geplanten Ausgabe durch die Hyperinflation bereits entwertet worden. Die Prägung konnte daher erst nach der Inflation 1924 als Erinnerungsstück verkauft werden.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_80 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25807" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25807" class="wp-image-25807 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-830-Bild-09-1-Billon-Mark-Stueck.jpg" alt width="1200" height="584"><p id="caption-attachment-25807" class="wp-caption-text">Das&nbsp;1‑Billion-Mark-Stück der Provinz Westfalen&nbsp;von 1923 mit dem höchstem Nennwert, den bisher eine deutsche&nbsp;Münze&nbsp;inne hatte (Wikipedia)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_81 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Sehr schlimm war auch die Zeit von <span style="color: #0000ff;"><strong>1929 bis 1933</strong></span>. Jeden Tag verließen ganze Pulks von arbeitslosen Männern die Wanderarbeitshäuser in den Städten und verteilten sich über das ganze Land, um zu betteln. Manchmal läuteten 20 bis 30 solch arme Menschen an der Wohnungstür mit den Worten: <em>„Ein armer Durchreisender bittet um ein Almosen.“</em></p>
<p>In dieser Zeit zeigten sich auch in Oberkochen die <strong><span style="color: #0000ff;">ersten Aktivitäten der NSDAP</span></strong>, während mir links-extremistische unbekannt blieben. 1933 war meine Ausbildung als Lehrer zu Ende, aber keiner von uns Absolventen des Seminars erhielt zunächst eine Anstellung. Ich durfte keine Arbeit in der Firma Leitz (ob Gebr. Leitz oder Fritz Leitz ist unklar) antreten, das Arbeitsamt Aalen schickte an meiner Stelle einen Arbeitslosen. So blieb mir zunächst nichts anderes übrig, als unentgeltlich bei meinem Vater mit zu unterrichten. Erst im Herbst erhielten wir eine monatliche Zuwendung von 45 RM, die im folgenden Jahr auf 55 RM erhöht wurde. Nach 2 ½ Jahren eröffnete sich uns die Chance, eine reguläre Anstellung zu erhalten. 1936 wurden die Konfessionsschulen aufgehoben und die Jungen in der Gemeinde wuchsen enger zusammen und ungute Hänseleien untereinander hörten auf.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Zum Schluss seines Berichts aus dem Jahr 1986</span> </strong>schreibt Engelbert Mager:</p>
<blockquote>
<p>„Wenn ich jetzt nach Oberkochen komme, so kann ich nur staunen, was aus dem einst so ruhigen Marktflecken geworden ist. Heute ist es eine Stadt voll pulsierenden Lebens, das den Einwohnern alles bietet, was es an Notwendigkeiten, Bequemlichkeit, Erholung und an kulturellen Bedürfnissen benötigt. Vor allem freut es mich, dass die alteingesessenen Bewohner noch den mir vertrauten Dialekt sprechen, und dass so viele ehemaligen Gebäude, Plätze und Straßen erhalten geblieben sind. Besonders erwähnen muss ich den großen Freizeitwert in der herrlichen Umgebung zwischen Albuch und Härtsfeld, in welcher der Mensch sich nach des Tages Arbeit erholen kann.“</p>
</blockquote>
<p><span style="color: #ff0000;">Was er wohl heute sagen würde, wenn er seinen alten Heimatort wiedersehen würde. Manches würde er vermissen und anders hätte er wohl nie für möglich gehalten. Nix ist fix im Leben – nur der Wandel!</span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Solche Berichte werden nach und nach nicht mehr möglich sein, weil die Zeitzeugen gestorben sind oder deren Unterlagen schlicht und einfach verschwunden sein werden. Deshalb ist es wichtig, die Hinterlassenschaften der Verstorbenen auf solche Unterlagen hin zu prüfen und eben nicht rasch zu entsorgen.</span></p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Engelbert Mager</em></strong></p>
<p style="text-align: right;"><em><strong>Wilfried „Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>50 Jahre Volkmarsberghütte</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/50-jahre-volsmarsberghuette/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2025 21:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsere Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=25297</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Die aktuelle Volkmarsberghütte wird 50 Jahre alt.</strong></p>
<p>Es ist aber nicht die erste Hütte auf dem Gipfel des 743m hohen Volkmarsberg. Die erste Hütte wurde 1923 als Berghütte errichtet und wurde u.a. als Koch- und Schlafstätte für die Bauarbeiter des Aussichtturms genutzt.</p>
<p>Die 2. Hütte wurde 1961 begonnen zu bauen, nachdem die US Amerikaner den Volkmarsberg 1960 wieder freigegeben hatten, da die bisherige nicht mehr nutzbar war. 1974 kam es dann zu einem Brand aufgrund eines defekten Kühlschranks, der die Hütte bis auf die Grundmauern niederbrennen lies. Nur das schmiedeeiserne Küchengitter mit dem Albvereinszeichen und der Pfeiler im Eingangsbereich überstanden das Feuer.</p>
<p>Wieder entwurf Willibald Mannes die Hütte, diesmal mit einem elegant geschwungenen Flachdach. Auch die Bauaufsicht lies er sich nicht nehmen, dabei verzichtet er auf eine Vergütung und so steht die beliebte Schutzhütte nun schon 50 Jahre auf dem höchsten Gipfel über Oberkochen.</p>
<div>&nbsp;</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_83 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_13322" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13322" class="wp-image-13322 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-06.jpg" alt width="800" height="503"><p id="caption-attachment-13322" class="wp-caption-text">erste Berghütte auf dem Volkmarsberggipfel 1923–1961</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_84 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_13331" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13331" class="wp-image-13331 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-15.jpg" alt width="800" height="443"><p id="caption-attachment-13331" class="wp-caption-text">erste Berghütte mit Turm</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_85 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25650" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25650" class="wp-image-25650 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Postkarte-Volkmarsberghuette-Huettenbrand-1.jpg" alt width="1200" height="852"><p id="caption-attachment-25650" class="wp-caption-text">2. Volkmarsberghütte vor dem Brand</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_86 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_13335" style="width: 500px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13335" class="wp-image-13335 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber738-19.jpg" alt width="490" height="719"><p id="caption-attachment-13335" class="wp-caption-text">Volksmarsberghütte in Flammen 09.02.1974</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_87 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25651" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25651" class="wp-image-25651 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Postkarte-Volkmarsberghuette-Huettenbrand-2.jpg" alt width="1200" height="854"><p id="caption-attachment-25651" class="wp-caption-text">Postkarte Spendenaktion nach dem Hüttenbrand 1974</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_88 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25687" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25687" class="wp-image-25687 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Albvereinshuette-2.jpg" alt width="1200" height="675"><p id="caption-attachment-25687" class="wp-caption-text">3. Volkmarsberghütte mit geschwungenem Dach</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_89 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25686" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25686" class="wp-image-25686 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Albvereinshuette-Kuechengitter.jpg" alt width="1200" height="1295"><p id="caption-attachment-25686" class="wp-caption-text">Küchengitter mit Albvereinszeichen</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_90 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p></p><div id="attachment_25685" style="width: 599px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25685" class="wp-image-25685 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/7-Schwaben-Volkmarsberghuette.jpg" alt width="589" height="145"><p id="caption-attachment-25685" class="wp-caption-text">“Die sieben Schwaben” von Dietrich Bantel über der Theke</p></div></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25688" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25688" class="wp-image-25688 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Volkmarsbergturm-Bild-1978.jpg" alt width="1200" height="951"><p id="caption-attachment-25688" class="wp-caption-text">Volkmarsberghütte mit Turm Gemälde von 1978</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_92 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25649" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25649" class="wp-image-25649 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/50-Jahre-Volkmarsberghuette-2.jpg" alt width="1200" height="675"><p id="caption-attachment-25649" class="wp-caption-text">Plakat 50 Jahre Volkmarsberghütte am Ortseingang</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_93 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25951" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25951" class="wp-image-25951 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/50-Jahre-Volkmarsberghuette-4.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-25951" class="wp-caption-text">50 Jahre Volkmarsberghütte Sonnenwendfeuer</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_94 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25953" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25953" class="wp-image-25953 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/50-Jahre-Volkmarsberghuette-6.jpg" alt width="1200" height="675"><p id="caption-attachment-25953" class="wp-caption-text">50 Jahre Volkmarsberghütte Musik Les Pastis</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_95 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25952" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25952" class="wp-image-25952 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/50-Jahre-Volkmarsberghuette-5.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-25952" class="wp-caption-text">50 Jahre Volkmarsberghütte Feier</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_96 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25950" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25950" class="wp-image-25950 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/50-Jahre-Volkmarsberghuette-3-Sonnenwendfeuer.jpg" alt width="1200" height="1601"><p id="caption-attachment-25950" class="wp-caption-text">50 Jahre Volkmarsberghütte Sonnenwendfeuer</p></div></div>
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		<title>Skatepark</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/skatepark/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jun 2025 07:37:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsere Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Skatepark in der Schwörz am ehemaligen Festplatz wurde 1997 errichtet und hat zwischenzeitlich ein Upgrade der Rampen auf eine Betonausführung erlebt. Dabei wurde die Ausrichtung von Aggressive Inline Skating hin zu Skateboard verschoben.<br>Im Zuge des Kocherbad- und Kocherhalleneubaus musste der Skatepark ohne vorübergehenden Ersatz weichen und seitdem muss eine Generation Kinder und Jugendliche ohne Skatepark (Skateboarding ist immerhin inzwischen Olympische Sportart) auskommen. Irgendwann mal soll er wieder errichtet werden, anstelle der Schwörzhalle.… Ein Trauerspiel leider.<br>Seine Höhepunkte waren in der Vergangenheit verschiedenen Contests von 1998 als Inlineskatecontest oder Skateboardcontest 2018.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_98 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25221" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25221" class="wp-image-25221 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Oberkochen-alte-Skatepark-installiert-1997.jpg" alt width="600" height="449"><p id="caption-attachment-25221" class="wp-caption-text">ursprünglicher Skatepark. Archiv S. Müller</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_99 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25212" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25212" class="wp-image-25212 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Skatepark-1998-Schwaepo-Bericht.jpg" alt width="1200" height="631"><p id="caption-attachment-25212" class="wp-caption-text">Bericht Schwäpo — 1998 Inline Skate Contest. Archiv S. Müller</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_100 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25217" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25217" class="wp-image-25217 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Skatepark-neue-Rampen-1.jpg" alt width="1200" height="581"><p id="caption-attachment-25217" class="wp-caption-text">Skatepark 2.0 Betonrampen. Archiv S. Müller</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_101 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25219" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25219" class="wp-image-25219 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Skatepark-Starthuegel.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-25219" class="wp-caption-text">Anlaufhügel. Archiv S. Müller</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_102 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25214" style="width: 768px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25214" class="wp-image-25214 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Skatepark-2018-Skateboard-Contest-3-Bericht.png" alt width="758" height="781"><p id="caption-attachment-25214" class="wp-caption-text">Bericht Skateboardcontest Facebook. Archiv S. Müller</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_103 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p></p><div id="attachment_25216" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25216" class="wp-image-25216 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Skatepark-eingelagert-Lebzelter-Waescherei.jpg" alt width="1200" height="666"><p id="caption-attachment-25216" class="wp-caption-text">gelagerter Skatepark bei der Lebzelter Wäscherei. Archiv S. Müller</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_104 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25218" style="width: 1138px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25218" class="wp-image-25218 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Skatepark-Zeitungsbericht-Einlagerung.jpg" alt width="1128" height="1600"><p id="caption-attachment-25218" class="wp-caption-text">letzter Versuch einen temporäre Zwischenlösung zu finden — leider ohne den Willen eine Lösung zu finden</p></div></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Höhlen in Oberkochen</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/hoehlen-in-oberkochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 14:02:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsere Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=25268</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_6 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_105 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Oberkochen ist ein kleines Höhlenparadies, Viele Kleinhöhlen, aber auch zwei Mittelhöhen mit einer Länge über 50m.</p>
<p>Ab einer Ganglänge von 5m wird von einer Höhle gesprochen. Folgende Höhlen wurden in Oberkochen entdeckt:</p>
<table width="707">
<tbody>
<tr>
<td width="267">
<p>Großes Wollenloch</p>
</td>
<td width="88">
<p>7226/26</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Kleines Wollenloch</p>
</td>
<td width="88">
<p>7226/29</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Schmidtesteinhöhlung</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Borzelgrube</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Großes Borzelloch</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Kleines Borzelloch</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Brunnenhöhle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Brunnenhaldenschacht</p>
</td>
<td width="88">
<p>7226/31</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Volkmarsbergschacht</p>
</td>
<td width="88">
<p>7226/27</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Schacht im Keller der Volkmarsberghütte</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Griebigensteinhöhle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Höhle im unteren Rodstein</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Höhle im Kahlenbühl</p>
</td>
<td width="88">
<p>7226/28</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Höhle im Lohstein</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Langertsteinhöhlung</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Felshöhlung im Langerttalfelsen</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Ursprungshöhle des Ziegelbaches</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Höhlung in der Ziegelhalde</p>
</td>
<td width="88">
<p>7226/36</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Marswegschacht</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Hohes Mahd-Schacht</p>
</td>
<td width="88">
<p>7226/34</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Feuerknochenschacht</p>
</td>
<td width="88">
<p>7226/35</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Rodhaldenhöhle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Borzelfelsenhöhle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>2. Rodhaldenhöhle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Schmidtehaldenhöhle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Berghäuleschacht</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Kleine Hedehöhle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Pausenhalle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Höhle im oberen Rodstein</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Tiersteinfelsenhöhle</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Höhle im oberen Kleb</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Höhle im Gaintal</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td width="267">
<p>Bülzschacht</p>
</td>
<td width="88">&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_0 bild-container">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img loading="lazy" decoding="async" width="705" height="666" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/hm-buch-s279.jpg" alt="Oberkochen" class="wp-image-11769"></span>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht 829: Zur Erinnerung an Willibald Mannes zum 100sten Geburtstag</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-829-zur-erinnerung-an-willibald-mannes-zum-100sten-geburtstag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 22:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte & Schriften]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte 800-899]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen in Oberkochen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://oberkochen-heimatverein.de/?p=25813</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_7 beitrag-inner-container et_section_regular">
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child" id="inhaltsverzeichnis-spalte">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_106 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Intro.</span></strong> Oberkochen hatte und hat einige Schreinermeister und Zimmermeister mit ihren Schreinereien und Zimmereien, aber es hatte auch einen „Papst“ – den „Treppenbauer-Papst“ schlechthin. Eine Koryphäe auf seinem Gebiet – und das europaweit. Geboren am Fronleichnamstag, den 11. Juni 1925 in Oberkochen und gestorben am 10. März 2022 in Oberkochen. Sein Grab, das er mit seiner Frau Marieanne (*1925 † 2007) teilt, einer Tochter des Arztes Dr. Alfred Lubenau aus Königsbronn, finden wir auf dem Katholischen Friedhof – nicht weit von seiner einstigen Firma und seinem Wohnhaus im Kapellenweg 26. In diesen nahezu 97 Jahren gestaltete er ein Leben, das umfangreicher nicht sein konnte. Als Nachkommen von Marieanne und Willibald kennen wir seine drei Töchter Monika, Barbara und Christine. Dazu kommen drei Enkel und ein Urenkel.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_107 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25823" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25823" class="wp-image-25823 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-04-4-Baeume-beim-Kath.-Friedhof.jpg" alt width="1200" height="1562"><p id="caption-attachment-25823" class="wp-caption-text">Als noch 4 Bäume den Eingang zum Kath. Friedhof zierten (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_108 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Wie sagte er einst</span> </strong>bei der ersten Vorstellung als Kandidat zur Gemeinderatswahl:</p>
<blockquote>
<p>„Ich habe meine Freude an allem Schönen und Edlen“.</p>
</blockquote>
<p>Das könnte durchaus seine Lebenslinie gewesen sein. Er begann am 11. November 1956 und beendete die Tätigkeit als Gemeinderat am 5. Juni 1989 nach knapp 33 Jahren. Und als er gerührt die Dankesrede zu seinem Abschied im Sitzungssaal hörte, kommentierte er wie folgt:</p>
<blockquote>
<p>„Die Pflicht, die Arbeit und das stete Suchen nach dem Schönen waren im Grunde immer meine 3 Leitlinien.“</p>
</blockquote>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Wie sagte Bürgermeister Gentsch</span></strong> über ihn als Gemeinderat:</p>
<blockquote>
<p>„Er war ein kantiger Mitstreiter, der nicht immer ganz bequem zu handhaben gewesen sei……seine Denkanstöße sowie seine Expertise als Architekt waren unbezahlbar…..er war kein Ja-Sager und kein bequemer Mitläufer, sondern ein Vordenker…..“</p>
</blockquote>
<p>Ich erinnere mich daran, dass er bei zwei größeren Projekten seine ganze Kraft und Überzeugung, zusammen mit anderen, einbrachte. Zum einen bei der Umgestaltung des Kapellenwegs zu einer Durchgangsstraße, was ihm verständlicherweise gar nicht gefiel und zum anderen der Verhinderung eines weiteren Autobahnanschlusses über Oberkochener Gemarkung.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Ein paar Worte zum Vater, der ebenfalls Willibald hieß.</span></strong> Dieser stammte aus Rammingen bei Ulm und wurde am 05.07.1896 geboren. Drei Jahre musste er im I. Weltkrieg Dienst tun und wurde bei Verdun verwundet. 1918 wurde er mit einem Arbeitskommando zur Firma Gebr. Leitz nach Oberkochen geschickt und trat kurz danach in die Zimmerei Brunnhuber ein. 1919 heirate er Eugenie Elmer. Im Jahr 1921 gründete er die Zimmerei Mannes, die ihren Anfang im Haus Nr. 3 in der Mühlstraße hatte. 1923 legte er seine Meisterprüfung ab. Auch der II. Weltkrieg verlangte ihm nochmals Dienstzeiten in den Jahren 1939 und 1944 ab. Anfangs beschäftigte er 2 bis 3 Mitarbeiter, Ende der 30er Jahre bereits 8 bis 10 Gesellen. Und so blieb es nicht aus, dass umgebaut und erweitert werden musste. Der II. Weltkrieg hatte auch hier seine Auswirkungen – 6 seiner 8 Gesellen kamen nicht wieder zurück. Nach dem Krieg ging es dann richtig aufwärts und es musste umgezogen werden – der Kapellenweg 28 wurde das neue Domizil der aufstrebenden Firma. Im Vereinsleben war er sehr aktiv (im Gewerbe- und Handelsverein, im Turnverein, im Gesangverein, im Schwäbischen Albverein und im Musikverein). Von 1951 bis 1956 war er als Gemeinderat tätig. Den Lebensabend verbrachte er bei seinen Töchtern Maria und Resl in Schweinfurt, wo er im Jahr 1978 verstarb.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_109 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25824" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25824" class="wp-image-25824 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-05-Willidald-Mannes-und-Eugenie-Mannes.jpg" alt width="1200" height="801"><p id="caption-attachment-25824" class="wp-caption-text">Willibald Mannes sen. und Eugenie Mannes aus der Mühlstraße 10 (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_110 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25822" style="width: 135px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25822" class="wp-image-25822 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-03-Willibald-Mannes.jpeg?ver=1750362441" alt width="125" height="175"><p id="caption-attachment-25822" class="wp-caption-text">Willibald Mannes – ein Stilist von Gottes Gnaden (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_111 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Biografie des Willibald Mannes jun. aus dem Brunkel</span></strong></p>
<p>1931 – 1938 Volksschule<br>1938 – 1940 Zimmererlehre mit 13 Jahren !!!<br>1941 – 1946 Arbeitsdienst, Soldatenzeit, amerikanische Gefangenschaft in Nordfrankreich<br>1946&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Rückkehr, Zimmergeselle im väterlichen Betrieb<br>1948&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Meisterprüfung bei der Handwerkskammer Ulm mit 23 Jahren !!!<br>1948&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Sonderzeugnis zur Befähigung als Lehrer an der Gewerbeschule Aalen<br>1950&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Aushändigung des Meisterbriefes<br>1959&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;alleiniger Inhaber der Firma Mannes<br>1966&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Eintragung in die Architektenliste der Architektenkammer Baden-Württemberg<br>1966 – 2006 eigenständiges Architekturbüro</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_112 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25821" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25821" class="wp-image-25821 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-02-Buch-von-W.Mannes.jpg" alt width="1200" height="1643"><p id="caption-attachment-25821" class="wp-caption-text">Eines seiner Bücher über seine Treppen-Welt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_113 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Die Treppe</span></strong> hatte es ihm angetan und besonders die <em>„gewendelte“</em>. Ihr widmete er sein berufliches Leben und zeigte durch sie sein Können und seine Passion. Nicht ohne Grund hat eines seiner erfolgreichen Bücher aus dem Jahr 1994 genau diesen Titel.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Mannes-Treppenbau-Freundeskreise.</strong></span> Vier dieser Gruppierungen hat er gegründet und seit 1980 jährliche Treffen mit Firmeninhabern organisiert. Dort wurde auch der liebevolle Spitzname <em>„Stiegen-Papst“</em> kreiert.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Ausstellungen.</span></strong> 1984 begann er in Oberkochen Ausstellungen mit dem Namen <em>„Die Treppe als Kunstwerk“</em> durchzuführen, die in Südtirol, der Schweiz und Österreich ihre Fortsetzung nahmen und in eine Dauerausstellung in seiner Werkstatt von 2003 bis 2013 mündeten.</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Autorentätigkeit.</span></strong> Insgesamt verfasste er rund 130 Beiträge in Fachzeitschriften und veröffentlichte 11 Fachbücher über die Treppe und Dachkonstruktionen, die tlw. ins Englische, Französische, Spanische und ins Tschechische übersetzt wurden.<strong><span style="color: #0000ff;"> In diesem Zusammenhang verweise ich auf den Bericht 775 über Oberkochener Autoren.</span></strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_114 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25820" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25820" class="wp-image-25820 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-01-Willibald-Mannes.jpg" alt width="1200" height="1090"><p id="caption-attachment-25820" class="wp-caption-text">Der Autor inmitten seiner Bücherwelt (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_115 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Lehrtätigkeit – Durchführung von Fachkursen:</span></strong></p>
<ul>
<li>Durchführung von Fachlehrgängen über Holztreppenbau in vielen Städten Baden-Württembergs</li>
<li>Spezialkurse für Treppenbau in eigener Durchführung in Oberkochen, Entwicklung und Vertrieb vonSpezialwerkzeugen für den rationellen Treppenbau</li>
<li>Aufbau und Durchführung von Lehrgängen für Restauratoren</li>
<li>weit über 100 Vorträge, teilweise mit Dia- und Videovorführungen in Schulen, Firmen und Verbänden im deutschsprachigen Europa</li>
<li>fachbezogene Lehrgänge und Vorträge in Österreich und Südtirol</li>
<li>Nach Aufgabe der Produktion von Treppen im Jahr 1987 begann er mit der Durchführung von ein- oder zweiwöchigen Lehrgängen über handwerklichen Treppenbau in der eigenen Werkstatt (Teilnehmer aus dem deutsch-sprachigen Europa)-</li>
</ul>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Wer solche Spuren hinterlässt,</span> wurde natürlich auch entsprechend geehrt:</strong></p>
<ul>
<li>Bundesverdienstkreuz am Bande</li>
<li>Ehrenmedaille des Gemeindetages Baden-Württemberg</li>
<li>Bürgermedaille der Stadt Oberkochen für 25-jährige Gemeinderatszugehörigkeit</li>
<li>Goldene Ehrennadel des deutschen Zimmerer- und Holzbaugewerkes</li>
<li>Ehrenurkunde 26 Jahre Fachbeisitzer im Meisterprüfungsausschuss für das Zimmererhandwerk derHandwerkskammer Ulm a/D.</li>
<li>Ehrenurkunde 25 Jahre Normenausschuss Treppen</li>
<li>Ehrenmitglied und Ehrenurkunde im Bundesverband Treppen- und Geländerbau e.V., München</li>
</ul>
<p><span style="color: #0000ff;"><strong>Auch künstlerisch war er tätig.</strong></span> Ob als Architekt, der z.B. 2004 von Freitag bis Sonntag 14-stündige Kurse für <em>„Freihandzeichnen für Schreiner“</em> für 80 € anbot oder als Künstler, der Motive aus Oberkochen sowie anderen Orten und auch Stillleben malte. Ich habe das Glück, dass mir meine Schulfreundin Bärbel Mannes einige Werke von ihm schenkte.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_116 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25826" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25826" class="wp-image-25826 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-07-Zeichnung-W.Mannes.jpg" alt width="1200" height="1724"><p id="caption-attachment-25826" class="wp-caption-text">Willibalds Zeichenkünste fanden auch ihren Weg in Seminare für Schreiner (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_117 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Fazit:</span> </strong>Wenn man sich das alles anschaut, was in seinem Leben einen Platz einnahm, komme ich nur zu dem Schluss:</p>
<blockquote>
<p>„Der Mann hat geliebt, was er angefasst hat und wenn die Tage nicht ausgereicht haben, muss er die Nächte zum Tag gemacht haben – anders wäre das wohl nicht gegangen.“</p>
</blockquote>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Da habe ich noch einen Bericht eines unbekannten Autors</span> mit dem Titel „Vollendete Stufen“ anlässlich seines 80sten Geburtstages gefunden (mit leichten Anpassungen und Auslassungen):</strong></p>
<blockquote>
<p>….. Wer den Weg des am 11. Juni 1925 in Oberkochen geborenen Willibald Mannes über die Jahrzehnte hinweg verfolgt hat, kann mit einigem Recht annehmen, dass Thaddäus Troll (dessen Großmutter einst auch in unserer Gemeinde lebte) bei der Charakterisierung eines typischen Schwaben einen Mann wie den international anerkannten „Treppenpapst“ Mannes als gedankliches Modell vor sich gehabt hat. Denn von Anfang an hat dieser, ungeachtet aller Schwierigkeiten, seine fachlichen Ziele stets unbeirrt und konsequent verfolgt…. nach seiner Entlassung aus der Wehrmacht gelang es ihm nur mit größter Mühe, seinen Vater Willibald davon zu überzeugen, dass der Treppenbau eine Riesenchance sein würde…..1959 übernahm er den väterlichen Betrieb in nunmehr eigener Verantwortung.<br>In einem Alter, in dem heutige junge Menschen oft noch nicht wissen, was sie tun wollen, stand dieser junge Mann bereits als Lehrer in der Gewerbeschule Aalen, in Ulm, Stuttgart und Karlsruhe vor oft gestandenen Männern, um sie in die Kunst der Baukonstruktion und des Treppenbaus einzuführen. Zwischen 1949 und 2003 hat er in über 170 Lehrgängen rund 4.500 Teilnehmer in seine Art des Treppenbaus eingeführt – sei es in Oberkochen, in Deutschland, Österreich und in der Schweiz….. Auch veranstaltete er Lehrgänge für Restauratoren, deren Anmeldungen weit über das Umsetzbare an Teilnehmern hinausgingen.<br>Sorgen bereitete ihm der industrielle Treppenbau, der auf dem Weg war, die handwerkliche Treppenbaukunst zu verdrängen. Daraus bezog er seinen Elan, um möglichst viele Handwerker dafür zu begeistern….. auch die zuständigen Fachverbände ermahnte er, sich notwendigen Strukturänderungen nicht zu verschließen…..</p>
</blockquote>
<p><strong>Seine Stärken waren:</strong></p>
<ul>
<li>sein beharrlicher Fleiß</li>
<li>seine Fähigkeit sich in unlösbare Probleme zu verbeißen</li>
<li>sein Drang zum Sinnieren und Tüfteln</li>
<li>und das Achten auf höchste Qualität</li>
</ul>
<p>Bis 1987 hat er in seiner hiesigen Werkstatt selbst Treppen hergestellt. Nicht selten musste er Aufträge z.B. aus den Vereinigten Staaten mangels Kapazitäten ablehnen.</p>
<p>Bei der Ehrung eines langjährigen Mitarbeiters stellte er bei seiner Jubiläumsrede fest:</p>
<blockquote>
<p>„Unsere Treppen stehen in allen Teilen Europas zwischen Nancy und Passau sowie zwischen Genfer See und Dänemark. Unsere Werkstatt ist nun zum Hörsaal geworden und unser Maschinenraum zum praktischen Vorführraum.“</p>
</blockquote>
<p>(und auch in Billies Elternhaus im Sonnenberg 34 steht eine solche).</p>
<p>Auch als Architekt war er seit 1966 unterwegs. Wir finden seine Spuren noch heute in damals tlw. kühnen Entwürfen für Privathäuser und auch Vereinsheime zeigen seine Handschrift. Zwischen 1978 und 1981 war er für die schwierigen und gelungenen Renovierungsarbeiten der katholischen Kirche St. Peter und Paul verantwortlich.</p>
<p>1968 durfte er die Eröffnungsrede zum neuen Rathaus am Eugen-Bolz-Platz halten und begann mit den Worten</p>
<blockquote>
<p>„Es baut der Mensch sein Haus, dann formt das Haus den Menschen“.</p>
</blockquote>
<p>Wie wahr.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_118 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25827" style="width: 208px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25827" class="wp-image-25827 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-08-Seminarleiter.jpg?ver=1750362575" alt width="198" height="263"><p id="caption-attachment-25827" class="wp-caption-text">Als Seminarleiter führte er in die Kunst der handwerklichen Treppenkunst ein (Archiv BM Online)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_119 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Nach seinem Tod im Jahr 2022</span></strong> konnte man überall Nachrufe auf ihn finden. Sei es von der Stadt Oberkochen, der SchwäPo, der Schwäbischen Zeitung und den Freien Bürgern und in anderen Medien. Und so beende ich den Bericht über sein Wirken während eines ungewöhnlich langen Lebens mit den Worten eines Treppenbauers aus der „BM Online“.</p>
<blockquote>
<p>„Am 10. März 2022 ist ein erfülltes und gesegnetes Leben zu Ende gegangen. Viel mehr kann menschliches Wirken und Streben nicht hervorbringen. Willibald Mannes war weit mehr als ein „Handwerker“ im üblichen Sinn. Er war erfolgreicher Unternehmer, Buchautor, Künstler, Illustrator, Architekt, Maler, Lehrer, Ausbilder, Kommunikator, engagierter Kommunalpolitiker, Vordenker, Berater und Visionär.</p>
<p>In seiner Selbstwahrnehmung war er aber immer in erster Linie Handwerker. Den Architektentitel hielt er diskret und bescheiden im Hintergrund. Jede Art des Prahlens war ihm fremd. Seine Autorität stand auf dem unerschütterlichen Fundament von Kompetenz, ernsthaftem Ringen, Beharrlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Ehrlichkeit, Empathie, der Bereitschaft zu fördern und zu fordern, auf Kollegialität, auf einem unerschöpflichen Ideenreichtum und auf einem geschulten technischen und ästhetischen Grundverständnis. Bildung und Herzensbildung machten jede Begegnung mit ihm zur Bereicherung.</p>
<p>Er folgte nicht den Trends, sondern er schuf sie selbst. Als blutjunger Zimmermeister verwehrte er sich standhaft der allgemeinen Tendenz jener Jahre unter dem Eindruck der Kriegszerstörungen, dem feuerfesten Werkstoff Beton den Vorzug vor dem geliebten Holz zu geben. Seelenlose Massenarchitektur war ihm ein Gräuel.</p>
<p>Seinen wertvollen Wissens- und Erfahrungsschatz wollte er nicht für sich selbst behalten. In unzähligen Veröffentlichungen und Büchern schenkte er der jungen Treppenbauer-Generation eine wichtige Grundlage. Darüber hinaus waren die Treppenbaukurse in seiner Werkstatt in Oberkochen über Jahre hinaus ausgebucht. Unvergessen bei den Kursteilnehmern sind seine genialen Vorrichtungen, mit denen er auf Standardmaschinen, auch ohne die heutige CNC-Technologie, jede nur erdenkliche Form herzustellen wusste.</p>
<p>Schließlich war er auch Impulsgeber für die vielen Mannes-Freundeskreise, die bis heute auch nach fast 40 Jahren noch bestehen. Viele von uns hatten das Glück, mit seiner Ermunterung, seiner Zuversicht, seiner Daseinsfreude und seinem Vertrauen in die handwerkliche Arbeit die ersten Schritte in die eigene Berufslaufbahn zu starten. Sein Vorbild war geradezu lebensprägend. Dafür bedanken wir uns bei Dir – lieber Willibald – von ganzem Herzen! Im Namen aller Freundeskreise gez. Johannes Wunsch“.</p>
</blockquote>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Nachtrag.</span></strong> Als alter Leitz’ler will ich in diesem Zusammenhang erwähnen, dass es da durchaus Verbindungen gab. Sei es über die „Mannes-Sets“ (Bohrer-Zusammenstellungen für Treppenbauer), die er beim damaligen Emil-Leitz-Chef Albert Holz bestellte (die Holz-Kästchen dazu lieferte der Gruppa-Schreiner vom Schreinergässle) oder über Veranstaltungen im Leitz’schen „Lignorama“ in Riedau (Oberösterreich).</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Dazu noch ein paar Worte aus Oberösterreich (Forum Geschichte) aus dem Jahr 2006.</span></strong> Die Treppe ist eine der ältesten menschlichen Erfindungen. Eigentlich ist die Idee sehr einfach. Und doch ist schon die älteste erhaltene Holzstiege Europas, die im Jahr 2004 im Hallstätter Salzberg entdeckt wurde und auf ein Alter von genau 3349 Jahren datiert werden konnte, von einer erstaunlichen technischen Raffinesse.</p>
<p>Treppenbaukunst „auf höchster Stufe“ wurde im Jahr 2006 im „Lignorama“, diesem höchst aktiven, von der Firma Leitz betriebenen Museum des Holzes in Riedau, im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. Zu sehen gab es Jugendstiltreppen und Barockstiegen, Treppengeländer und Treppeninstallationen, berühmte Treppen und einfache Stiegen und vor allem die Holztreppen von Willibald Mannes, der als der „Treppenpapst“ der Moderne galt.</p>
<p>Der vielfältigen Symbolik der Treppe hat schon Sigmund Freud in der Traumdeutung erstaunliche Aufmerksamkeit gewidmet, vom am Geländer Hinabrutschen bis zum rhythmischen Steigen der Stufen. Der sexuelle Bezug von „Steiger“ und „Nachsteigen“ wird in die Bewegung des Stiegensteigens übersetzt, wobei Freud wohl mehr an die Dumpfheit und Dunkelheit der Kellerstiegen und Hinterhäuser gedacht hat als an die Prunkstiegen der Paläste.</p>
<p>Die Treppe ist das Symbol der Macht. Sie hat Stufen und kennzeichnet Positionen: Von oben herab wird der Gast begrüßt und empfangen, von unten muss er sich nähern und erkennt gleich Machtfülle, Rang und Wohlstand seines Gastgebers. Treppen waren ideal geeignet, Hierarchien zu verdeutlichen und Rangunterschiede zum Ausdruck zu bringen. Das wusste das Barock am besten, das die berühmtesten Stiegenhäuser geschaffen hat, in Klöstern und Schlössern, ob in Würzburg, St. Florian oder Göttweig, die im Extremfall, wenn dem Bauherrn das Geld ausgegangen war, auch formvollendet im Nichts enden konnten. Ehrfurchtsvoll nähert man sich den Zentren der Macht, des Wissens und der Kunst, ob auf der Philosophenstiege der Wiener Universität, der Prunkstiege der Wiener Staatsoper oder im Oberösterreichischen Landesmuseum, das eigentlich nur aus einem riesigen Stiegenhaus besteht. Und selbst der breite Stiegenaufgang zum neuen Landesdienstleistungszentrum ist geeignet, Respekt vor der dahinter beheimateten Bürokratenmacht zu schaffen.</p>
<p>Moderne Architekten schenken den Treppen und Stiegenhäusern ja nur mehr selten Aufmerksamkeit. Man ist auch nicht mehr so hierarchisch orientiert. Mit dem Aufzug ist die Treppe zur Fluchtstiege verkommen. Da ist man froh, wenn man in einer schönen Ausstellung an die Ästhetik und Bedeutung der Treppen erinnert wird (Forum OÖ Geschichte).</p>
<p><strong><span style="color: #0000ff;">Auch Dietrich Bantel schrieb den sehr persönlichen <a href="https://oberkochen-heimatverein.de/bericht-641-willibald-mannes-90-ein-persoenliches-bild/">Bericht 641</a> anlässlich des 90sten Geburtstages von Willibald Mannes.</span></strong></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_120 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25825" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25825" class="wp-image-25825 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-06-Mannes-und-Bantel.jpg" alt width="1200" height="878"><p id="caption-attachment-25825" class="wp-caption-text">vlnr.: Willibald Mannes, Dietrich und Suse Bantel, Bärbel Mannes und Monika Mannes-Kapp (Archiv Müller)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_121 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Ergänzung zu Bericht 829 von Richard Burger:</span></strong></p>
<p>Recherche ist die eine Seite meiner Berichte, Ergänzungen sind die andere. Nicht selten kommt es vor, dass mich nach einem Bericht E‑Mails mit Inhalten erreichen, die den veröffentlichten Bericht sinnvoll ergänzen. Spitzenreiter sind da Wolfgang Ritter aus Dinkelsbühl und Luitgard Hügle aus Poggibonsi. Über Pfingsten hat sich Richard Burger gemeldet und mir die Geschichte seiner eigenen „Mannes-Treppe“ zugeschickt, die ich jetzt sozusagen als Intermezzo zwischen Bericht 829 und 830 zur Veröffentlichung bringe:</p>
<p><strong><span style="color: #000000;">„Wie wir zu einer Mannes-Treppe kamen“</span></strong></p>
<blockquote>
<p>„1984 war es, als sich meine Frau Lilo und ich mit dem Gedanken trugen, in Oberkochen auf der Heide ein Haus zu bauen. Im Alter von Mitte, Ende 20 stolperten wir in und durch das Projekt und von einer Verlegenheit in die andere, nach dem Motto „keine Ahnung von gar nichts“ und davon reichlich.</p>
<p>Wenn ich mir überlege, wie heutzutage, meist durchdacht und geplant, ein Hausbau angegangen wird, wie waren wir doch naiv und unwissend und es grenzt immer noch an ein Wunder, dass es überhaupt funktioniert hat.</p>
<p>Der Architekt schlug uns damals ein halbrundes Treppenhaus vor, gerade mal gut zwei auf zwei Meter. Wir fanden das toll, nicht ahnend, was damit auf uns zukommen würde. Das erkannten wir, als es darum ging, eine Treppe über zwei Stockwerke in dieses halbrunde Loch zu passen. An den Reaktionen der Handwerker merkten wir erst, was wir uns da eingebrockt hatten. Bei elf Herstellern in der näheren und weiteren Umgebung wurden wir vorstellig, die Vorschläge reichten von Wendeltreppen über Stahlkonstruktionen zu Holztreppen, manche mit Wangen, manche ohne Wangen – alle nicht überzeugend. Von den Preisen, die weit über unsere Vorstellung gingen, ganz zu schweigen. <strong><span style="color: #000000;">„Warum haben Sie auch ein so kleines, halbrundes Treppenhaus?“</span> </strong>Ja, warum?</p>
<p>Meine Tante Christina Bischoff, die damals bei Willibald Mannes arbeitete, meinte, wir sollten doch mal bei ihm nachfragen. Wir? Beim „Treppenpapst“? Unmöglich. Ich kannte einige seiner Treppen: Absolute Kunstwerke! Eine davon als künstlerisches Element im Foyer der Fachhochschule in Esslingen, wo ich mein Seminar in der Lehrerausbildung absolvierte. Die Preise mussten astronomisch sein und weit jenseits des Budgets eines Studienassessors.</p>
<p>Schließlich wurde doch ein Termin ausgemacht. Ohne große Erwartungen und ziemlich nervös begaben wir uns in die „heiligen Hallen“ im Kapellenweg. Heutzutage lacht man vielleicht darüber, damals war das aber so und zum Lachen war uns absolut nicht. Schließlich gab uns der Treppenpapst eine Privataudienz.</p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_122 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25828" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25828" class="wp-image-25828 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-09-Mannes-Treppe-Haus-Burger.jpg" alt width="1200" height="1510"><p id="caption-attachment-25828" class="wp-caption-text">Skizze zur Mannes-Treppe im Haus der Burgers (Archiv Burger)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_123 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><blockquote>
<p>Er sah sich den Plan mit dem halbrunden Treppenhaus an, meinte, das sei gar kein Problem, er stelle sich das so und so vor: Er nahm ein Blatt Papier, zeichnete das ovale Auge des Handlaufs drauf, die Stufen, erklärte kurz wie die Statik sei. Er hatte mit einem Blick die Situation erfasst und eine Lösung gefunden, auf die kein anderer Anbieter gekommen war. Wir waren völlig geplättet, denn genau so, wie er sie mit den ersten Bleistiftstrichen skizziert hatte, wurde die Treppe schließlich verwirklicht. Dadurch, dass meine Tante die Zeichnungen machte und dass ein anderer Onkel die Staketen drechselte, wurde sie sogar so günstig, dass auch wir sie uns leisten konnten. Weitaus günstiger als viele der anderen Angebote. Und das vom Treppenpapst!</p>
<p>So kam es, dass wir, „normale Leute“ eben, tatsächlich in den Besitz eines Kunstwerkes vom Treppenpapst kamen. Ich weiß heute noch nicht, wie die Statik funktioniert, denn bei der Montage wurde der Handlauf mit Stangen und Seilen frei in das Treppenhaus gehängt und daran mittels der Staketen jeder einzelne Tritt montiert. Die Tritte halten den Handlauf und der Handlauf die Tritte. So ähnlich oder andersrum.</p>
<p>In der folgenden Zeit kamen immer wieder ganze Busse mit angehenden Treppenbauern zu unserem Haus gefahren, zum Teil aus der Schweiz, denen Willibald Mannes zeigte, wie man eine luftige, leichte Treppe in ein kleines, halbrundes Treppenhaus einfügen kann. Er hatte Gefallen gefunden, auch mal „so etwas Kleines“ zu machen und stellte das den Kursteilnehmern vor.</p>
<p>Seit fast 40 Jahren sind wir somit Besitzer einer Treppe des Treppenpapstes Mannes und wir erfreuen uns täglich dran und sind stolz drauf. Auch wenn ich immer noch nicht verstehe, wie sie eigentlich hält.“</p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_124 bild-untertitel  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25829" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25829" class="wp-image-25829 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Bericht-829-Bild-10-Mannestreppe-Haus-Burger.jpg" alt width="1200" height="900"><p id="caption-attachment-25829" class="wp-caption-text">Die Mannestreppe für Normalos als Herausforderung in einem schmalen Treppenhaus (Archiv Burger)</p></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_125 artikel-content  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong><span style="color: #0000ff;">Billie:</span></strong> Auch in meinem Elternhaus am Sonnenberg befindet sich eine Mannes-Treppe aus dem Jahr 1950, die nun seit 75 Jahren ihren Dienst verrichtet und bis heute gut aussieht und nicht wie eine ausgelatschte Treppe eines Berliner Mietshauses. Mannes hat eben Treppen für alle gemacht, für kleines Geld und für großes Geld, Alltagstreppen und Hingucker-Treppen und Treppen für die Ewigkeit.</p>
<p style="text-align: right;"><em><strong>Wilfried „Billie Wichai“ Müller – Billie vom Sonnenberg</strong></em></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Karten</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/karten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jun 2025 12:59:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsere Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Karten]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die ersten Karten im Laufe des 15. und 16. waren noch komplett anders und für uns heute teilweise abwegig ausgearbeitet. Die damalige Perspektive war aber eben nicht für eine Sicht von oben, als Luftbild/ Satelliten Bild gedacht, sondern als eine Navigationshilfe entlang der&nbsp; Perspektive des Reisenden. Folge dem Kocher und als nächstes landest du beim Seegartenhof, etwas weiter dann Kloster Königsbronn mit dem Brenztopf. Flüsse sind häufig überdimensional dargestellt, ebenso wie kleinere Siedlungen oder Berge/Täler. Alles was eine eindeutige Orientierungshilfe ohne unsere heutige Schilderflut auf gut ausgebauten Straßen dienen konnte.<br>Erst 1830 wurde in Baden Württemberg eine vollständige kartografische Landkarte erstellt und die Perspektive änderte sich schlagartig, auch der Detaillierungsgrad. Dieser wurde nochmal erweitert mit den Karten aus 1930 und folgenden. Nach dem 2. Weltkrieg kamen entsprechende Stadtpläne zusätzlich auf. Bis hin zu heutigen Katasterkarten und Flächennutzungsplänen (wobei dort Fehler einfach häufig fortgeschrieben werden, weil man ja nicht mehr vor Ort geht und nur noch Daten wiederverwendet).</p>
<p>Zu guter letzt nutzen wir im Alltag eher Google Maps oder ähnliche Navigationshilfen und auch <a href="https://www.openstreetmap.org/#map=14/48.78346/10.09438" target="_blank" rel="noopener">OpenStreetMaps</a> (da kann man wenigstens noch selbst mitarbeiten, Daten pflegen und korrigieren).</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_13099" style="width: 827px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13099" class="wp-image-13099 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/ber718-04.jpg" alt width="817" height="688"><p id="caption-attachment-13099" class="wp-caption-text">Karte Naturdenkmale (Archiv HVO)</p></div></div>
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		<title>Denkmale</title>
		<link>https://oberkochen-heimatverein.de/denkmale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[S.Mueller.HVO]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2025 15:23:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unsere Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmale]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmale, Springbrunnen, Feld- und Gedenkkreuze]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Arten von Denkmalen:</strong></p>
<ul>
<li>Kulturdenkmal</li>
<li>Baudenkmal</li>
<li>Bodendenkmal</li>
<li>Bewegliche Kulturdenkmale</li>
<li>Kunstdenkmal</li>
<li>Archäolgisches Denkmal</li>
<li>Kulturlandschaft verbunden mit Kulturdenkmal</li>
<li>Kleindenkmale -&gt; <a href="https://www.ostalbkreis.de/sixcms/detail.php?_topnav=38&amp;_sub1=162&amp;_sub2=-1&amp;id=297724" target="_blank" rel="noopener">öffentliche Liste von 2013 im Ostalbkreis</a></li>
<li>archäologischer Verdachtsflächen (z.B. Grabhügelfelder, Befestigungen, Siedlungen, Altwege, etc.…)</li>
</ul>
<p>Die Denkmallisten unterliegen datenschutzrechtlichen Beschränkungen, deswegen sind diese in Baden-Württemberg nicht öffentlich zugänglich. Nur von überregionaler Bedeutung (Oberkochen hat hier leider nichts zu bieten) sind diese aktuell veröffentlicht im <a href="https://www.geoportal-bw.de/#/(sidenav:optionen)" target="_blank" rel="noopener">Geoportal BW</a> (hier bitte die Karte Kulturdenkmale auswählen) oder über die <a href="https://www.oberkochen.de/de/Wirtschaft-Wohnen/Bauen-Wohnen/Bauleitplanung/Rechtskraeftiger-Flaechennutzungsplan" target="_blank" rel="noopener">Flächennutzungspläne</a> der Städte und Gemeinden einsehbar (allerdings ist hier der von Oberkochen nicht aktuell und auch nicht vollständig in Bezug auf Denkmale). In Bayern gibt es z.B. den<a href="https://geoportal.bayern.de/denkmalatlas/" target="_blank" rel="noopener"> Denkmalatlas</a></p>
<p>Oberkochen beheimatet 12 <span class="fontstyle0">unbewegliche Bau- und Kunstdenkmale</span> (u.a. Kirchen, Kapellen, Wirthausausleger, Grenzsteine [zusammengefasst als ein Objekt], Aussichtsturm…) darunter ist auch ein Verdachtsfall der sich noch in der Prüfung befindet.</p>
<p>Zudem gibt 25 <span class="fontstyle0">archäologische Kulturdenkmale, wobei darunter 11 Verdachtsfälle sind. D.h. die Prüfung, in der Regel eine Grabung, erfolgt erst dann wenn an dem Objekt Veränderungen geplant sind. Unter den Objekten befinden sich merowingerzeitliche Reihengräber, mittelalterliche und neuzeitliche Wüstungen, jungneolithische Grabhügel, neuzeitliches Eisenwerk, frühneuzeitliche Kapelle und Mühle,…</span></p>
<p>Auch gibt es 8 ausgewiesene Fundstellen von Hallstattzeit bis Neuzeit (Waffen, Keramik, Brunnen,…). Eine Fundstelle kann auch ortsgleich mit einem archäologischen Kulturdenkmal sein, muss es aber nicht.</p>
<p><strong>Zuständigkeiten:</strong></p>
<ul>
<li>Landesdenkmalamt (Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart)</li>
<li>Untere Denkmalbehörde — städtebauliche Denkmalpflege (Bauämter in den Gemeinden und Städten)</li>
<li>Ehrenamtliche Beauftragte</li>
</ul></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><div id="attachment_25927" style="width: 1210px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25927" class="wp-image-25927 size-full" src="https://oberkochen-heimatverein.de/wp-content/uploads/Denkmale-Kulturdenkmale-Welterbestaetten-und-hoechsten-Mass-Raumwirksam.jpg" alt width="1200" height="594"><p id="caption-attachment-25927" class="wp-caption-text">im höchsten Maße raumwirksamen Kulturdenkmale sowie Welterbestätten in unserer Umgebung (Auszug Geoportal BW)</p></div></div>
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